|
Du bist hier: Referate Datenbank | Philosophie
| Es gibt keinen Gott außer ihm! -
Es gibt keinen Gott außer ihm! -
“ES GIBT KEINEN GOTT AUSSER
IHM”
von Ralf
Abramowitsch
Der
Koran[1] ist die
heilige Schrift des Islam. Nach dem muslimischem Glauben enthält der Koran
eine Reihe von Offenbarungen, die Allah an seinen Propheten Mohammed zwischen
608 und 632 in Mekka und Medina richtete. Ähnliche Analogien gibt es auch
beim Christentum. Hier sind es die zehn Gebote, die Moses von Gott auf dem Berg
Sinai erhielt.
Das Glaubensbekenntnis besitzt im Islam die gleiche
Funktion wie im Christentum und im Judentum: Es drückt die
Glaubenszugehörigkeit aus. Im Christentum ist es das Apostolische
Glaubensbekenntnis (Nr. 804) und das Glaubensbekenntnis von
Nizäa-Konstantinopel (325/381, Nr. 805). Im Islam wird das
Glaubensbekenntnis "Kalima" oder "Shahada" genannt. Diese Bekenntnisse
erfüllen den gleichen Zweck, wie die des Christentums und des Judentums,
sind gehören aber zu den "5 Säulen des
Islams"[2] und sind
rituelle Pflichten.
Die reinste Form des Monotheismus verkündet der
Islam. Allah ist der einzige Gott. Er ist unteilbar und hat niemand neben sich.
Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nichts
geschieht ohne seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der
Unendliche, der Allmächtige, der
Allwissende.[3] Er ist
der Schöpfer und Erhalter aller
Dinge.[4] Er ist der
Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der
Erhabene, Preiswürdige, der
Wahrhaftige.[5] Er ist
der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen
Eigenschaften.Alle diese, und noch andere im Koran
erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in ausgewogener Weise
betrachtet werden, ohne daß die eine Eigenschaft zugunsten einer anderen
vernachlässigt wird, oder zum Nachteil einer anderen überbetont wird;
denn Allah allein hat sich mit all diesen Namen benannt.
Die Muslime stellen sich einen Gott vor, der niemals
schläft, sondern immer über ihnen steht und sie bewacht und
beschützt. Sie glauben daran, nur ein Gast auf der Welt Allahs zu sein und
daß die Erde und der Himmel Allah gehört. Der muslimische Gott
weiß alles - er ist allwissend. Er ist der Erhabene, der Ruhmreiche. Allah
unterscheidet zwischen gut und böse und Rechtschaffenheit und Irrtum.
Er ist der Schöpfer aller Dinge und der
Wächter über alles. Er zwar nicht sichtbar, aber dennoch da und auch
sehr intelligent.
Er wird von den Gläubigen als der Erbarmer und der
Barmherzige angesehen. Deshalb wird er von ihnen gepriesen und gelobt. Denn er
ist der Allmächtige und ihm gehört das Reich der Himmel und der
Erde.
Alles in allem verehren die Muslime ihren Gott
Allah.
Das Encarta98-Lexikon beschreibt den islamischen Gott
folgendermaßen:
“Der Islam ist streng monotheistisch. Er vertritt
ebenso wie Judentum und Christentum den Glauben an den einen allmächtigen
Gott. Die Welt stellt ein wohlgeordnetes, harmonisches Ganzes dar, in dem alles
seinen Platz und seine Ordnung hat. Gegenüber der Welt und speziell
gegenüber der Menschheit nimmt Gott vier fundamentale Aufgaben wahr:
Schaffen, Versorgen, Führen und Richten. Die Aufgabe der Menschheit ist der
>Dienst an Gott< sowie der Aufbau einer Gesellschaftsordnung, in der
ethische Prinzipien verwirklicht
sind.”[6]
Die Gottesvorstellung im Islam ist der Gottesvorstellung
des Christentums und des Judentums nicht ganz unbekannt. Das liegt daran,
daß die islamische Gottesvorstellung mit der des Christentum und der des
Judentums verwandt sind (siehe Altes Testament).
Es gibt sehr viele Analogien, welche man an den
folgenden Beispielen sehr gut erkennen kann:
|
Korantexte
|
Biblische Texte
|
|
Koransure II
|
Exodus 20,3 und Deuteronomium
5,7:
|
|
"es gibt keinen Gott außer ihm"
|
"Du sollst neben mir keine anderen Götter
haben."
|
|
Koransure LVII
|
Genesis 17,1:
|
|
"er ist der Allmächtige, der
Allweise"
|
"Ich bin Gott, der Allmächtige"
|
|
Koransure LVII
|
Matthäus-Evangelium 6,10:
|
|
"Ihm gehört das Reich der Himmel und der
Erde"
|
"Dein Reich komme ... wie im Himmel so auf
Erden"
|
|
Koransure LVII
|
Exodus 20,11:
|
|
"der die Himmel und die Erde in sechs Tagen
schuf"
|
"Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde
gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist"
|
|
Koransure VI
|
Genesis 2,4:
|
|
"... dem Schöpfer aller Dinge"
|
"So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen
wurden."
|
|
Koransure VI
|
Brief des Paulus an die Römer
1,20:
|
|
"Kein Auge kann ihn erfassen, ..."
|
"Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige
Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt
ersehen"
|
|
Koransure VI
|
Genesis 33,13:
|
|
"Er ist [...] der stets Kundige"
|
"Mein Herr weiß,..."
|
|
Koransure LVII
|
Exodus 17,16:
|
|
"... und sich dann auf dem Thron
niederließ"
|
"Und er sprach:Die Hand an den Thron des
HERRN!"
|
|
Evangelium nach Mattäus
5,34:
|
|
"weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes
Thron;"
|
|
Koransure LVII:
|
Exodus 3,12:
|
|
"er ist mit euch ..."
|
"Er sprach: Ich will mit dir sein."
|
|
|
alle hier aufgezählten Beispiele des Korans
entstammen dem Text “Es gibt keinen Gott außer
ihm”.
Der Gott “Allah” weißt auch allgemeine
Eigenschaften eines
monotheistischen[7]
Gottes auf:
z.B. Koransure VI: “Es
gibt keinen Gott außer ihm, dem Schöpfer aller
Dinge”
z.B.
Koransure II: “Allah, es gibt keinen Gott außer ihm, dem
Ewigen”
z.B.
Koransure X: “im Jenseits Unabänderlich sind Allahs
Worte”
z.B.
Koransure II: “Allah, es gibt keinen Gott außer ihm, dem
Ewigen”
z.B.
Koransure XVIII: “behandle sie mit Güte”
z.B. Koransure X,
65: “Er ist der Allhörende, der
Allwissende.”
z.B. Koransure X,
65: “Alle Macht ist Allahs allein”
z.B.
Koransure XI, 90: “Wahrlich, mein Herr ist barmherzig,
liebevoll”
z.B.
Koransure X, 100: “Er sendet (seinen) Zorn über jene, die ihre
Vernunft nicht gebrauchen mögen”
- Vergebung
(Anthropomorphismus[8])
Von den drei auf den Alten Testament basierenden
Religionen ist der Monotheismus im Islam am stärksten ausgeprägt. Wie
den Juden so ist es auch den Muslimen verboten, Gott in irgendeiner Form
abzubilden (siehe Exodus 20,4 “Du sollst dir kein Gottesbild machen
...”). Die zentrale Aussage des Islam lautet: “es gibt keinen Gott
außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.”
Allah besitzt sieben elementare
Attribute:
1. Leben
z.B. Koransure LVII: “ ... er macht lebendig
und tötet ...”
2. Wissen
z.B. Koransure LVII: “ ... er ist [...] der
Allweise ...”
3. Macht
z.B. Koransure LVII: “ ...er ist der
Allmächtige ...”
4. Wille
z.B. Koransure II: “ ... und sie verstehen
nichts von seinem Wissen, außer, was er will.”
5. Gehörsinn
z.B. Koransure X: “ ... Er sprach: Euer Gebet
ist erhört... ”
6. Gesichtssinn und
z.B. Koransure VI: “ ... Kein Auge kann ihn
erfassen, aber er erreicht jedes Gesicht ... ”
7. Sprache,
z.B. Koransure XIV: “ ... es sei denn mit der
Sprache seines Volkes ... ”
wobei die letzen drei nicht in
anthromorphem[9] Sinne
zu verstehen sind. Sein Wille ist
absolut[10], und
alles, was geschieht, ist durch ihn vorbestimmt.
Beim Christentum gibt es durch die
“Heiligsprechung” eine Dreieinigkeit von Gott, der Trinität.
Die drei Teile sind der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Diese
Trinität wird auch als die drei Seinsarten Gottes
angesehen.
Quellenangaben:
DIE BIBEL -
Einheitsübersetzung
© 1980 Katholische Bibelanstalt GmbH,
Stuttgart
EVANGELISCHES GESANGSBUCH
Ausgabe für die Evangelisch-Lutherische
Landeskirche Sachsens
© 1994 Evangelische Verlagsanstalt GmbH,
Leipzig
MS-ENCARTA 97 ENZYKLOPÄDIE
© 1996 Microsoft
MS-ENCARTA 98 ENZYKLOPÄDIE
© 1997 Microsoft
Texte des Korans und der Bibel aus den
Internet:
http://nobi.ethz.ch/bibel/buecher.html
http://www.islam.de
http://www.kirchen.de
http://www.religion.de
http://www2.islam.de/islam/D300_Bibliothek/GWelcome.html
© 1997 The Oriental & Religious Publishing
Corporation LTD, Rabwah,
Pakistan.
© Islamisches Zentrum Deutschland
[1] arabisch
al-Qur`an: Lesung, Vortrag
1.) das Aufsagen des Glaubensbekenntnisses
(kalima oder shahada)
2.) die Verrichtung der fünf
täglichen Gebete (salat)
3.) das Fasten während des Monats Ramadan
(saum)
4.) das Zahlen der Almosensteuer
(zakat)
5.) und wenigstens einmal im Leben die
Teilnahme an der großen Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch)
4 (z.B. Koransure LIX: “Er ist Allah, der Schöpfer, der
Gestalter, der Bildner.”)
5 (z.B. Koransure II: Rechtschaffenheit ist nunmehr klar unterschieden vom
Irrtum.” und “Er ist der Erhabene, der Ruhmreiche”.)
6 Microsoft® Encarta® 98 Enzyklopädie. © 1993-1997
Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
7 der Glaube an einen einzigen
Gott
[8]
Anthropomorphismus (griechisch anthropos: Mensch; morphein: bilden, formen),
Vorstellung von der Natur oder Gott mit menschlichen Eigenschaften und
Verhaltensweisen. Im Alten Testament werden Gott menschliche Eigenschaften und
Gefühle zugeschrieben.
[9] die
menschliche Gestalt betreffend, auf ihr beruhend
[10] von
niemandem in der Macht eingeschränkt, allein herrschend »
unumschränkt
|