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Kennedy, John Fitzgerald (1917-1963)
John F. Kennedy
John F. Kennedy ist einer der berühmtesten
Präsidenten der USA. Aber dieses Ansehen verdankt er einer traurigen Tat.
Wie Ihr alle wißt, wurde John F. Kennedy am 22. November 1963 ermordet.
Während einer Fahrt durch Dallas in einem Cabriolet fielen drei
Schüsse, die ihn umbrachten. Diese Schüsse setzten mehr in Bewegung
als man zunächst glauben sollte. Denn die USA befanden sich zu diesem
Zeitpunkt gerade mitten im Vietnam Krieg. Kennedy wurde für sein defensives
Verhalten im Vietnam Krieg oft kritisiert. Als er den Krieg im Parlament nicht
guthieß war das Vertrauen vieler Politiker zu ihm zerstört. Die USA
galt immer als schlichtendes Land und deshalb verstanden viele Abgeordnete die
Zurückhaltung Kennedys in diesem Konflikt nicht. Während der
Regierungszeit Kennedys befanden sich 15 000 Soldaten in Vietnam. 1965 unter der
Leitung Johnsons waren es 160 000 Soldaten. Auch wurde unter Kennedy viel in der
Raumfahrt geforscht. Das empörende Gefühl in Europa darüber,
daß eine Nationale Tragödie durch so etwas läppisches
ausgelöst worden sein sollte, wurde durch den Vorfall verstärkt,
daß der einzige Verdächtige am nächsten Tag umgebracht
wurde.
Die meisten Menschen glaubten damals an eine
Verschwörung ungeheuerlichen Ausmaßes, da dies die einfachste
Erklärung für sie war. Da aber die Verschwörungstheorien so breit
ausgelegt waren, konnte man praktisch jedes Land oder Institution
verdächtigen. Da der Vietnam Krieg praktisch auch USA gegen Sowjetunion
war, wurde eine Verschwörung der Sowjets anfangs auch in Betracht gezogen.
Sie wurde jedoch später wieder außer Acht gelassen , da die
Spannungen zwischen Russen und Amerikanern fast ins Unerträgliche gestiegen
waren. Das lag daran , weil Kennedy die Sowjetunion oft unter Druck gesetzt hat.
So mußten auch russische Raketen aus Kuba wieder abgezogen werden. Auch
die Vereinigung zwischen Deutschland und der DDR hatte er sehr oft gefordert.
Der mutmaßliche Mörder Lee Harvey Oswald lebte mehrere Jahre in der
UdSSR. Für viele war er einer der Mörder, die im Auftrag der
Sowjetunion handelten.
Mehrere Kommissionen befaßten sich mit
dem Mordfall. Zuerst war da die Warren Kommission (1963/64), der oft vorgeworfen
wurde das Verbrechen durch Verästelungen für den normal Bürger
undurchschaubar zu machen um so die Regierungsübernahme Johnsons zu
erleichtern. Dann gab es die Sonderkommission des Untersuchungsausschusses des
Repräsentantenhauses der USA deren Liste ich hier habe.
“A. Lee Harvey Oswald gab drei
Schüsse auf Präsident John F. Kennedy ab. Der zweite und dritte
Schuß trafen den Präsidenten. Der dritte Schuß tötete den
Präsidenten.
- Präsident Kennedy wurde von zwei
Gewehrschüssen getroffen, die von hinten auf ihn abgegeben
wurden.
- Die Schüsse, die Präsident Kennedy von
hinten trafen, wurden aus dem Fenster des sechsten Stocks an der
südöstlichen Ecke des Texas School Book Depository-Gebäudes
abgegeben.
- Das Gewehr, aus dem Lee Harvey Oswald aus dem
Fenster des sechsten Stocks an der südöstlichen Ecke des Texas School
Book Depository-Gebäudes die Schüsse abgegeben hat, gehörte ihm
selbst.
- Lee Harvey Oswald hatte kurz vor dem Attentat
Zugang zum sechsten Stock des Texas School Book Depository-Gebäudes und
hielt sich dort auf.
- Lee Harvey Oswalds sonstige Handlungen legen den
Schluß nahe, daß er Präsident Kennedy
ermordete.”
“B. Akustische Untersuchungen mit
wissenschaftlichen Methoden haben ergeben, daß mit hoher
Wahrscheinlichkeit zwei Schützen auf Präsident John F. Kennedy
geschossen haben. Auch andere wissenschaftliche Beweise schließen nicht
die Möglichkeit aus, daß zwei Schützen auf den Präsidenten
geschossen haben. Die wissenschaftlichen Beweismittel sprechen gegen einige
spezifische Verschwörungsbehauptungen.
C. Der Ausschuß glaubt aufgrund des ihm
vorliegenden Beweismaterials, das Präsident John F. Kennedy wahrscheinlich
als Folge einer Verschwörung ermordet wurde. Der Ausschuß ist nicht
in der Lage, den zweiten Schützen zu ermitteln oder den Umfang der
Verschwörung festzustellen.
- Der Ausschuß glaubt aufgrund des ihm
vorliegenden Beweismaterials, daß die sowjetische Regierung nicht an der
Ermordung von Präsident Kennedy beteiligt war.
- Der Ausschuß glaubt aufgrund des ihm
vorliegenden Beweismaterials, daß die kubanische Regierung nicht an der
Ermordung Präsident Kennedy beteiligt war.
- Der Ausschuß glaubt aufgrund des ihm
vorliegenden Beweismaterials, daß castrofeinliche kubanische Gruppen als
Gruppen nicht an der Ermordung von Präsident Kennedy beteiligt waren, aber
die verfügbaren Beweise schließen die Möglichkeit nicht aus,
daß einzelne Mitglieder vielleicht beteiligt waren.
- Der Ausschuß glaubt aufgrund des ihm
vorliegenden Beweismaterials, daß das nationale Syndikat des organisierten
Verbrechens als Gruppe nicht an der Ermordung des Präsidenten beteiligt
war, aber die verfügbaren Beweise schließen die Möglichkeit
nicht aus, daß einzelne Mitglieder vielleicht beteiligt waren.
- Der Geheimdienst, das Federal Bureau of
Investigation und die Central Intelligence Agency waren an der Ermordung von
Präsident Kennedy nicht
beteiligt.”
Praktisch war
der Mord an Kennedy, wie die Sonderkommission feststellte, von einer einzelnen
Person nicht auszuführen. Denn vor dem Fenster des Lagerhauses stand eine
Eiche die während des Winters Ihr Laub trägt. So war es für
Oswald mit diesem Gewehr nicht möglich freie Sicht auf die Straße zu
haben. Auch drei so schnell aufeinander folgende Schüsse, wie es viele
hörten war mit diesem Gewehr nicht möglich. Da aber fast alle
Verschwörungstheorien auf Grund der Weltsicherheit außer Acht
gelassen wurden, wurde Oswald des Mordes an Kennedy für schuldig befunden.
So ist der Mord an John F. Kennedy leider bis heute noch nicht aufgeklärt.
Aber mehre Millionen Menschen befassen sich intensiv mit diesem
Kriminalakt.
Artikel aus der Schwäbischen
Zeitung
Präsident Kennedy
tot
Der amerikanische Präsident John F.
Kennedy (unser dpa-Bild) ist am Freitag (22.11.1963) bei einem Attentat in
Dallas im USA-Südstaat Texas ums Leben gekommen. Kenndedy wurde von einem
oder mehreren Schützen durch einen Gewehrschuß niedergestreckt, als
er im offenen Wagen mit dem texanischen Gouverneur Conally durch die
Straßen von Dallas fuhr, Connally wurde lebensgefährlich verletzt.
Nach letzten Berichten soll auch Vizepräsident Lyndon B. Johnson einen
Streifschuß erhalten haben.
© Johannes Schmidberger
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