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Kennedy, John Fitzgerald (1917-1963)
Florian Huber
Facharbeit über John Fitzgerald Kennedy
John F. Kennedy und seine Familie
Die Wurzeln der Kennedy-Familie liegen in Irland. Die
Grosseltern von John F. Kennedy zogen aber wegen des “Grossen
Hungers” schon früh nach Amerika.
Die Familie Kennedy arbeitete sehr hart und so konnte sie
sich allmählich ein besseres Leben leisten. John F’s Vater wurde
damals mit 25 Jahren der jüngste Bankpäsident der USA. Er heiratete am
7. Oktober Rose Fitzgerald. Dies war die Tochter des ehemaligen
Bürgermeisters der Stadt Boston. Als John F’s Vater und seine Frau
von den Flitterwochen heimkehrten, war sie bereits schwanger. Sie wünschten
sich ganze neun Kinder, vier Jungen und fünf Mädchen. Der erste Sohn
bekam den Namen seines Vaters Joseph jr. Der zweite Sohn bekam den Namen seines
Grossvaters, nämlich John Fitzgerald Kennedy. Dieser wurde am 29. Mai 1917
in Brookline, Massachussetts geboren. Den dritten Sohn tauften die Eltern
Robert. Auch er wurde Präsident und wie sein Bruder John wurde auch er
ermordet. Der vierte Sohn dieser Familie heisst Edward, der einzige der vier
Brüder, welcher noch am Leben ist.
Ganz besonders der Vater von John F. Kennedy wollte, dass
aus seiner Familie etwas wird. “In dieser Familie wollen wir nur
Gewinner”, pflegte er zu sagen. Da er sehr ehrgeizig war, war er nur
selten zu Hause. Er war fast immer mit Bank –und
Börsengeschäften beschäftigt. Weil er später eine
Filmgesellschaft in Hollywood aufzog, war er später auch damit sehr stark
beschäftigt.
Alle Leute die John F. Kennedy kannten, bestätigten
dass Kennedy in Krisen auflebte. Ja, Krisen motivierten ihn zu neuem, sie waren
sein Lebenselement. Dies sah man z.B. deutlich in seiner Amtszeit. Er hatte
immer wieder irgendeine Krise, gab aber trotzdem nicht auf und probierte etwas
Neues.
John F. Kennedys Bildung und Jugend
Als John F. Kennedy 13 Jahre alt war, schickten ihn die
Eltern ins katholische Internat “Canterbury”, ein Jahr später
dann aufs protestantische Elite-Internat “Choate”. John war schon in
jungen Jahren körperlich geschwächt. Er litt unter einem schwachen
Rücken, Allergien, Asthma und ganz besonders an immer wiederkehrenden
Anfällen einer komischen Krankheit. Viele Leute spielten diese Sache
hinunter und sagten diese Krankheit sei auf einen Football-Unfall
zurückzuführen. Doch im Jahr 1976 konnte man beweisen, dass er an der
Addison-Krankheit litt.
Nach dem Besuch des Internats “Choate” sollte
John wie sein Vater in der “London School of Economics” studieren.
Leider musste er die Ausbildung in diesem Internat aufgrund seiner Krankheit
abbrechen. Dasselbe passierte ihm an der Universität
“Pinceton”, in der er sich gegen den Willen seines Vaters angemeldet
hat. Schliesslich studierte er 1936 in Havard.
Erfolge und Misserfolge von John und seiner
Familie
Als John F. Kennedy 21 Jahre alt war, erhielt er wie seine
Geschwister von seinem Vater einen Treuhandfonds im Wert von einer Million
Dollar. Sein Vater konnte sich das nun leisten, da er zu einem der reichsten
Männer Amerikas geworden war. Der Präsident Roosevelt ernannte Johns
Vater im Dezember 1937 zum Botschafter in Grossbritannien. John F’s Vater
verdiente inzwischen Geld als Bankier, Makler und Finanzberater. Auch an Firmen
wie Coca-Cola oder Hertz-Mietwagen hatte er grosse Anteile. Ausserdem soll er
mit illegalem Schmuggeln von Alkohol ein Vermögen verdient haben. Mit
seinem Wissen als Anlageberater machte er Riesengewinne an der Börse in New
York.
Im Sommer 1939 schrieb Johns Vater ein Buch über den
Angriff von Deutschland auf Polen. Damit erreichte er einen grossen Erfolg.
Ganze 40`000 Exemplare wurden verkauft.
Am 6. November 1940 tritt John F’s Vater als
Botschafter zurück, dann konnte er sich voll und ganz auf die Karriere
seiner Kinder konzentrieren. Joseph, ein Bruder von John wurde Marineflieger.
John dagegen war dienstuntauglich. Trotzdem konnte der Vater ihm einen Job im
Nachrichtendienst der Marine von Washington organisieren, da er gute Beziehungen
hatte. Weil aber John eine Affäre mit einer dänischen Spionin hatte
arbeitete er dann als Zivilverteidigungsberater in South Carolina. Dann wurde er
zu einer Ausbildung für den Dienst als Kommandeur eines Torpedo-Bootes
versetzt. Später übernahm er einen Posten als Leutnant. Meistens
mussten nur Routine-Arbeiten durchgeführt werden, doch einmal bekam Johns
Einheit den Auftrag vier japanische Zerstörer aufzuhalten. In dieser Nacht
wurde kein einziges japanisches Schiff getroffen. Kennedys Einheit hingegen traf
es ziemlich schlimm. John half mehreren Verletzten und konnte sogar Leben
retten. Ein anderer Leutnant entdeckte die schiffbrüchige Mannschaft und
rettete sie. John hatte das Glück, dass an Bord des Schiffes zwei
Kriegsberichterstatter waren. Diese veröffentlichten Kennedys Geschichte
nämlich gleich in der New York Times (Auflage zu dieser Zeit: 400`000
Stück). Als John F. Kennedy wieder nach Hause kam, wurde er als Held
gefeiert.
Seine Brüder waren nach diesem Erfolg von John immer
eifersüchtig. Besonders Joseph, der älteste
Sohn war unglücklich darüber. Dieser starb übrigens kurz nach
John‘s Erfolg.
Im Jahr 1956, kurz nach den Senator-Wahlen schrieb John F.
Kennedy ein Buch. Es hiess “Profiles in Courage”. Viele Leute
spotteten, er hätte in diesem Buch weniger Profil und mehr Courage zeigen
sollen. Trotzdem wurde einer der erfolgreichsten Autoren der amerikanischen
Geschichte. Allein in den USA wurden vier Millionen Exemplare der
Taschenbuchausgabe verkauft.
Weil die Amerikaner wegen John F. Kennedy einen Kampf
verloren, schien es, dass viele Leute den Glauben an ihn verloren hätten.
Er lehnte nämlich ab, bei diesem Kampf zusätzliche amerikanische
Waffen einzusetzen. Trotzdem stieg seine Beliebtheit beim amerikanischen Volk
auf 83 Prozent.
Als Kennedy sein Amt antritt, war Krieg in Vietnam. Bei
Kennedys Amtsantritt waren 685 Männer als Berater in Südvietnam. Als
er starb waren es mehr als 16`000. Im Jahr 1961 wurden vierzehn Amerikaner
getötet oder verwundet, 1963 waren es 489. Dies sind zwar mehr Verletzte
und Tote, aber prozentual gesehen ist es eine enorme Verbesserung. John F.
Kennedy setzte sich also auch für Dinge dieser Art ein und erreichte
phantastische Ergebnisse! Er kümmerte sich sogar höchstpersönlich
um alle Einzelheiten der Ausrüstung dieser Männer, er war also nicht
ein Mann der nur allen anderen Befehle gab.
Am 13. August 1961 bauten Einheiten der Volksarmee und der
Betriebskampfgruppen der DDR eine Mauer durch Deutschland. Westdeutsche
Politiker schrieben Kennedy, er soll etwas dagegen unternehmen. Er konnte jedoch
nur politisch dagegen vorgehen, denn ein militärischer Angriff hätte
wahrscheinlich den dritten Weltkrieg ausgelöst. Deshalb konnte er in diesem
Fall nicht viel unternehmen.
Am 16. Oktober 1962 zeigte man John F. Kennedy Fotos die
eindeutig zeigten, dass die Sowjetunion auf einer Insel Mittelstreckenraketen
installierte. Man machte John mehrere Vorschläge zu diesem Thema, diese
waren: ein Luftangriff auf die Raketenstellungen, eine Invasion Kubas oder eine
Seeblockade. Man schlug ihm sogar vor, alle drei Methoden anzuwenden.
Schliesslich entschied man sich aber für eine andere Methode. In der ganzen
Welt stellte man amerikanische Truppen und strategische Bomber in
Alarmbereitschaft. Ausserdem wurden U-Boote mit Raketen bestückt und
startklar gemacht. Kennedy schickte 180 Schiffe in die Karibik um sowjetische
Schiffe zu durchsuchen und solche mit Raketen
zurückzuschicken.
Am Mittwoch, dem 24. Oktober 1962 näherten sich die
ersten sowjetischen Schiffe der amerikanischen Blockade, sie drehten jedoch ab.
Die sowjetischen Raketen auf der Insel Kuba wurden demontiert und Kennedy konnte
sich als Held feiern lassen. Kennedy musste aber der Sowjetunion dafür aber
in Geheimverhandlungen zusichern, dass die amerikanischen Raketen, die in der
Türkei und in Deutschland stationiert waren entfernt
würden.
Während seiner Amtszeit bekam Kennedy einen immer
besseren Ruf. Da er sich sehr stark gegen die Rassendiskriminierung einsetzte,
wurde er mit der Zeit sogar zum beliebtesten Präsidenten unter dem
amerikanischen Volk.
Wahlen
Nach dem Tod des ersten Sohns Joseph wurde dem Vater klar,
dass nun John seine Ziele erreichen musste. Relativ kurz bevor die Wahlen
für den Präsidenten der Vereinigten Nationen stattfanden, startete der
Vater eine riesige Wahlkampagne für John. Er glaubte, Churchill könnte
verlieren. Er probierte alles was möglich war. Es hat sich gelohnt, John
gewann die Wahl.
Im Jahr 1947 zog der Millionär nach Washington. Er
erhielt einen Sitz im Ausschuss für Erziehung und Arbeit. Dort konnte sich
der nun 29-jährige für alles mögliche einsetzten (z.B. für
Preis –und Mietskontrollen, einen gesetzlichen Mindestlohn, ein
staatliches Gesundheitssystem, für ein Programm des sozialen Wohnungsbaus
für Kriegsheimkehrer usw.) Mit den Südstaaten-Demokraten kam Kennedy
am besten aus.
Noch im selben Jahr brach bei einer Reise nach Europa die
Addisson-Krankheit aus. Die Ärzte glaubten zuerst, John hätte noch
etwa ein Jahr zu leben. Mit Hilfe von Medikamenten konnte er dann aber ein Leben
führen, das nur leicht eingeschränkt war.
Das nächste Ziel von John F. Kennedy war der Senat. Im
Prinzip war dieser Wahlvorgang ähnlich, wie der zuvor. Da dieser Wahlkampf
praktisch die grössere Ausführung des letzten war, musste sich Kennedy
noch mehr einsetzten. Kennedy siegte schliesslich mit einer Mehrheit von 70`000
Stimmen vor Lodge. Dann musste sich Kennedy als Senator für Massachusetts
bewähren.
Auch bei den nächsten Senatswahlen war Kennedy wieder
dabei. Dank seines Einsatzes wurde er von niemandem bezweifelt. Mit einer
Mehrheit von 874`608 Stimmen (73,6 %) gewann er auch
diese Wahl. Dies war eine Sensation, niemand der sich in Massachusets je
für ein politisches Amt bewarb erreichte ein derartiges
Ergebnis!
Am 2. Januar 1960 erklärte John F. Kennedy seine
Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von
Amerika. Natürlich begann ein unglaublicher Wahlkampf. Politische
Streitgespräche zwischen Kennedy und Nixon waren bereits an der
Tagesordnung, diese gewann Kennedy alle mit klarem Abstand. Wichtiger waren
jedoch die Vorwahlergebnisse, aber auch diese bereiteten ihm keine Mühe.
Schliesslich wurde er vom Senat mit 806 Stimmen im ersten Wahlgang
nominiert.
Am 8. November viel schliesslich die grosse Entscheidung.
Kennedy gewann mit einer sehr knappen Mehrheit. Hätte John in den Staaten
Texas und Illinois nicht so gut abgeschnitten, so wäre Richard Nixon 1960
Präsident geworden. Bei einer Rekordwahlbeteiligung erhielt Kennedy
34`227`096 Stimmen, das heisst weniger als 50 Prozent aber 0,1 Prozent mehr als
Nixon.
Am 20. Januar 1961 begann nun sein Dienst als 35.
Präsident der USA. Er war mit seinen nun 43 Jahren nicht mehr der
Jüngste, jedoch der jüngste gewählte Präsident, den es in
den USA je gab.
1964 plante Kennedy wieder für die Präsidentschaft
zu kandidieren. Deshalb führte er mehrere Inland-Reisen im Land durch und
unternahm viele erneute Anstrengungen. In Dallas sank seine Beliebtheit. Aus
diesem Grund unternahm er eine Reise dorthin. Dies war leider Kennedys letzter
“Ausflug”.
John F. Kennedy und sein Verhältnis zu
Frauen
John F. Kennedy hatte zwar gern Frauen, wollte aber nicht
heiraten. Er fühlte sich auch nicht in der Lage eine längere Beziehung
zu führen. Ihn interessierte immer nur “die Jagd” auf Frauen.
Trotzdem drängte ihn sein Vater immer ein bisschen zur Heirat. Im Jahr 1951
lernte er bei einem Abendessen Jacqueline Lee Bouvier kennen. Sie hatte
ähnliche Interessen, sowie einen ähnlichen Charakter wie Kennedy. Die
beiden heirateten schliesslich am 12.9.1953 auf dem Anwesen eines
Freundes.
John Fitzgerald Kennedys Tod
Als John F. Kennedy am 22. November 1963 nach Dallas reiste,
wollte ihn jemand ermorden, leider schaffte er das auch. Um 12.30 Uhr Ortszeit,
vielen innerhalb von wenigen Sekunden mehrere Schüsse auf Kennedy. Der
Präsidentwagen raste sofort in Parkland Memorial Hospital. Als der Wagen
dort ankam, war der Präsident aber bereits klinisch Tod. Um 13.00 Uhr wurde
John Fitzgerald Kennedy für tot erklärt. Er hinteliess seine Ehefrau
Jacky und zwei kleine Kinder.
Heute gibt es viele Theorien über die Ermordung
Kennedys. Damals glaubte man an einen Einzeltäter, nämlich Lee Harvey
Oswald. Am 24. November wurde dieser jedoch auch erschossen. Der 850-Seitige
Report kam zum Schluss, dass Oswald den Präsidenten als Einzeltäter
erschossen hatte.
Heute sprechen aber mehrere Punkte dafür, dass mehrere
Täter an diesem Mord beteiligt waren.
- Mehrere Personen
beobachteten, dass nicht nur Schüsse vom Schulbuchlager (von dort aus soll
Oswald geschossen haben) kamen, sondern auch von einem Zaun aus, der bei einem
Frachtbahnhof war.
- Viele Zeugen sagten, es
seien mindestens zehn Schüsse gewesen, und dies ist nicht möglich
innerhalb von wenigen Sekunden mit einem Gewehr dieser Art.
- Die Position im
Schulbuchlager war für einen Einzeltäter schlecht gewählt, da ein
Baum die Sicht auf die Strasse versperrte.
- Wie hätte Oswald
drei gezielte Schüsse in wenigen Sekunden abgeben sollen? Dazu kommt, dass
er ein schlechtes Repetiergewehr hatte, indem sogar das Zielfernrohr defekt
war.
- Ein Mann filmte das
Kennedy-Attentat zufällig mit. Auf diesem Film sieht man die genauen
Handlungen des Präsidenten:
- Zuerst gab es ein
lautes Knallen, dann schraken der Präsident und die Personen am Stassenrand
auf.
- Der zweite Schuss traf
Kennedy am Hals.
- Der dritte Schuss riss
dem Präsidenten die halbe Schädeldecke weg und sein Kopf fiel nach
hinten.
- Ein weiterer Schuss traf
einen Passanten am Kopf.
Das ergibt zusammen vier Schüsse, trotzdem wurden im
Schulbuchlager damals nur drei Patronenhülsen gefunden. Somit kam man dazu,
dass mehrere Personen an diesem Attentat beteiligt gewesen sein
müssen.
Nun stellt sich aber immer noch die Frage wer ihn umgebracht
hat, oder wer jemanden dafür beauftragt hatte. Einige Leute behaupteten die
Mafia hätte das Attentat durchgeführt, oder Leute der amerikanischen
Regierung hätten dies organisiert, da Kennedy nicht mehr das tat, was sie
wollten.
Auf jeden Fall hat die Welt mit diesem abscheulichen
Attentat einen sehr “grossen Mann” verloren.
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