|
Du bist hier: Referate Datenbank | Deutsch
| Kennedy, John Fitzgerald (1917-1963)
Kennedy, John Fitzgerald (1917-1963)
JOHN FITZGERALD
KENNEDY
Die Wurzeln der Kennedy Dynastie liegen in Irland. Im
19. Jahrhundert immegrierten John F´s. Urgroßerltern wegen des
“Großen Hungers” nach Amerika. Damals starben in Irland mehr
als eine Million Menschen, da fast die gesamte Kartoffelernte durch einen
Schädlich zerstört wurde.
Die Kennedys arbeiten hart und bauen sich langsam ein
Imperium auf. So ist Joseph P. Kennedy, John F.´s Vater, mit 25 Jahren der
jüngste Bankpräsident in der Geschichte der USA. Am 7. Oktober
heiratet er Rose Fitzgerald, die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters der
Stadt Boston und Führerin der jungen katholischen Generation. Als sie aus
den Flitterwochen heimkehrten, war Rose schon schwanger; neun Kinder sollten es
werden, vier Jungen und fünf Mädchen. Der erste Sohn wurde nach seinem
Vater Joseph jr. Genannt, der zweite nach seinem Großvater John Fitzgerald
Kennedy, der am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachussetts geboren
wurde.
Der Geist der Familie wurde vom Vater geprägt:
“Wir wollen keine Verlierer unter uns haben. In dieser Familie wollen
wir nur Gewinner!”. Joseph Kennedy war selten zu Hause; Bank- und
Börsengeschäfte hielten ihn wochenlang in New Yorker Hotelsuiten fest,
die Jahre 1927 bis 1929 verbrachte er zum großen Teil in Hollywood, wo er
die Filmgesellschaft RKA aufzog und eine Romanze mit der Stummfilmdiva Gloria
Swanson hatte.
Mit 13 Jahren kam John auf das katholisches Internat
Canterbury, ein Jahr später auf das protestantische Elite-Internat Choate.
John war von fühester Kinheit schwächlich, litt unter einem
angeborenen schwachen Rücken, Allergien, Asthma und immer wiederkehrenden
Anfällen einer mysteriösen Krankheit. Während der
Präsidentschaft und auch nach seinem Tod wurden die Rückenprobleme als
Ergebnis eines Unfalls beim Football heruntergespielt. Erst 1976 konnte
nachgewiesen werden, daß John F. Kennedy unter der Addison-Krankheit
litt.
Nach Choate sollte John, wie vor ihm Joseph jr., an der
London School of Economics stuieren, mußte das Studium aber wegen
Krankheit abbrechen, ebenso wie das Studium an der Univerität Princeton, wo
er sich gegen die Familientradition und den Willen des Vaters angemeldet hatte.
Schließlich schrieb sich John doch 1936 in Havard ein, wo er im ersten
Semester Englisch, Französisch, Geschichte und Volkswirtschaft belegte und
in allen Fächern mit “C” benotet wurde.
Mit 21 Jahren erhielt John F., wie alle seine
Geschwister, einen Treuhandfonds von einer Million Dollar von seinem Vater,
welcher zu einem der reichsten Männer von Amerika wurde. Im Dezember 1937
war Joseph P. Kennedy von Präsident Roosevelt zum Botschafter in
Großbritannien ernannt worden. John ließ sich 1939 von Havard
beurlauben und folgte seinem Vater nach England.
Jospeh P. Kennedys Leben verkörperte den
amerikanischen Traum - Bankier, Makler, Finanzberater. Außerdem hatter er
Anteile an großen Betrieben, wie Coca-Cola, Hertz-Mietwagen. Er soll
während der Zeit der Prohibition ein Vermögen mit der illegalen
Einfurh von Alkohol verdient haben. Sein Insider-Wissen als Anlageberater
benutzte Kennedy, um Riesengewinne an der New Yorker Börse zu machen - und
vor dem “Schwarzen Freitag” 1929 auszusteigen.
Präsident Roosevelt ernannte den prominenten
Börsenspekulanten zum Chef der “Securities and Exchange
Commission” (SEC), die Richtlinien für eine effektive Kontrolle der
Börse und zur Verhinderung solcher Praktiken ausarbeiten sollte, die zum
Krach von 1929 geführt hatten.
Im Sommer 1939 unternahm Jack eine Reise durch
Frankreich, Deutschland, Polen, die baltischen Staaten, Rußland, die
Türkei und Palästina. Er war in London, als Deutschland Polen
überfiel, darum fuhr er nach Havard zurück und verwertete seine
Erfahrungen in einer Abschlußarbeit: Appeasement in München. Er
schloß “cum laude” ab.Krock, ein jüdischer Kolumnist der
New York Times half Jack, aus der Abschlußarbeit ein Buch zu machen.
“Why England Slept” erschien im Juli 1940, nach dem Fall
Frankreichs, und wurde ein Bestseller (40.000 Exemplare wurden verkauft). Zum
erstenmal war Jack Kennedy aus dem Schatten seines Vaters und seines
älteren Bruders herausgetreten.
Am 5. November 1940 wurde Roosevelt als erster und
letzter Präsident für eine dritte Amtszeit gewählt; am Tag nach
der Wahl reichte Botschafter Kennedy seinen Rücktritt ein und gab ein
Interview, mit dem er endgültig politischen Selbstmord beging. Das Ende
seiner eigenen politschen Karriere bedeutete für Joseph Kennedy, sich
nunmehr ganz auf die Karrieren seiner Söhne zu konzentrieren. Er wollte um
jeden Preis den Krieg von seinen Nachkommen fernhalten. Die Appeasement-Politik
galt zunehmend als schlichte Feigheit vor dem Feind. Sowohl Joe jr. als auch
Jack meldeten sich noch vor dem japanischen Angriff auf Pearl Habor, der die
USA endgültig in den Krieg hineinriß. Joe wurde Marineflieger, Jack
war untauglich. Doch gelang es dem Botschafter durch seine Beziehungen, dem Sohn
einen Posten beim Nachrichtendienst der Marine in Washington zu besorgen, wo er
ungefährdet und gelangweilt den Krieg hätte aussitzen können. Es
kam jedoch anders. Jack wurde aufgrund einer Affäre mit einer
dänischen Spionin zunächst als Zivilverteidigungsberater nach South
Carolina, dann zur Ausbildung für den aktiven Dienst als Kommandeur eines
Torpedo-Bootes versetzt. Am 25. April 1943 übernahm Lieutenant John F.
Kennedy auf Tulagi das Kommando über “PT 109”. Meistens
führte die Besatzung Routine-Arbeiten durch. Jedoch in der Nacht vom 1. auf
den 2. August 1943 bekam Kennedys Einheit den Auftrag, vier japanische
Zerstörer abzufangen. Fünfzehn PTs wurden bei dieser Aktion
eingesetzt. Im Verlauf dieser Aktion, bei der kein einziges japanisches Schiff
beschädigt wurde, wurde PT 109 von dem japanischen Zerstörer
“Amagiri” gerammt und in zwei Teile geschnitten. Zwei Männer
der Besatzung wurden getötet, die anderen elf retteten sich nach und nach
auf ein Wrackteil. Kennedy selbst schleppte eine Maschinisten zum Wrack und half
einem weiteren Kammeraden. Bei Anbruch der Helligkeit beschloß Kennedy,
daß sie das Wrack verlassen und zu einer nahegelegenen Insel schwimmen
sollten. Kennedy schleppte wieder den Maschinisten, in dem er ein Band seiner
Rettungsjacke zwischen die Zähne klemmte. Lieutnant Arthur Ebans entdeckte
die Besatzung der PT 109 und rettete sie. An Bord des Schiffes waren zwei
Kriegsberichterstatter, die natürlich Kennedys Geschichte sofort in dei New
York Times setzten (Auflage: 400.000). Jack wurde bei seiner Rückkehr als
Held gefeiert.
Auf der Feier zum 55. Geburtstag seines Vaters brachte
ein Gast einen Toast auf “Botschafter Joe Kennedy, Vater unseres Helden,
uneres eigenen Helden, Lieutnant John F. Kennedy von der U.S. Marine” aus.
In der darauffolgenden Nacht höhrte ein Gast, der mit Joe das Zimmer
teilte, wie der älteste Kennedy Sohn im Bett weinte. Am Tag darauf flog Joe
nach Englang. Er sah seine Familie nie wieder.
Wegen Joes Tod, war es für Jospeh Kennedy klar,
daß nun Jack seine Wünsche erfüllen mußte. So sorgte der
Vater dafür, aß sein Freund Hearst den Kriegshelden als
Sonderkorrespondent zur Gründungsversammlung der Vereinten Nationen nach
San Francisco schickte.
Von San Francisco schickte Hearst Kennedy nach London,
um über die Wahl zum britischen Unterhaus zu berichten. Als einer der
wenigen Beobachter ahnte Kennedy: Churchill kann die Wahl verlieren.
Von London aus flog Kennedy nach Potsdam, wo die
Siegermächte die Nachkriegsordnung Europas aushandelten, kehrte aber bald
krank nach Hause zurück. Für Journalismus war ohnehin keine Zeit mehr,
da im 11. Bostener Wahlbezirk die Neuwahl des Abgeordneten für das
Repräsentantenhaus in Washington an stand. Von seinem Vater wurde ein
große Wahlkampagne gestartet. Alle Register eines Wahlkampfes wurden
gezogen. Schließlich gewann Jack die Wahl mit einem
Erdrutschsieg.
1947 zog der 29 jährige Kongreßabgeordnete
nach Washington., wo er seine Arbeit nach besten Gewisen erfüllte. Er
erhielt einen Sitz im Ausschuß für Erziehung und Arbeit. Hier konnte
sich der Millionär öffentlchkeitswirksam für Preis- und
Mietskontrollen, einen gesetzlichen Mindestlohn, ein staatliches
Gesundheitssystem und ein Programm des sozialen Wohnungsbaus für
Kriegsheimkehrer einsetzen.
Kennedy fühlte sich am wohlsten in der Gesellschaft
von Südstaaten-Demokraten wie Lyndon B. Johnon oder John Rankin - oder
Republikanern wie Richard Nixon und Joseph McCarthy. McCarthy wurde ein enger
Freund der Familie Kennedy, obwohl McCarthys Alkholismus Jack abstieß.
Außerdem teilten beide Lust an der Jagd auf hübsche Frauen und waren
sich der Kraft der antikommunistischen Stimmung, die sich seit 1946 im Volk
breitmachte, bewußt. So veröffentlichte McCarthy 1950 in einer Rede
eine Liste, in der er “Dutzende” von Verrätern im
Außenministerium bekannt gab. Dem Senat wurden McCarthys Handlungen zu
explosiv und so wurde er 1954 vom Senat verurteilt. Der einzige Demokrat, der
nicht nur dieser Abstimmung fernblieb, sondern auch keinen Gebrauch von seinem
Recht machte, war John F. Kennedy.
1947 kam es bei einer Reise nach Europa zum Ausbruch der
Addison-Krankheit. Die Ärzte in London gaben dem Dreißigjährigen
noch ein Jahr zu leben, doch Jack bekam regelmäßig Cortico-Steroide,
die in Kapseln implantiert wurden. So war es ihm möglich, innerhalb
bestimmter Grenzen ein normales Leben zu führen.
Das nächste Ziel John Kennedys war der Senat. Im
wesentlichen war der Wahlkampf um die Herzen der viereinhalb Einwohner von
Massachusetts eine Wiederholung des Wahlkampfs von 1946 - nur eben im
größerem Maßstab, was für Kennedy einen noch härteren
Einsatz bedeutete. Kennedy siegte mit einer Mehrheit von 70.000 Stimmen vor
Lodge. Jetzt galt es, sich als Senator für Massachusetts zu bewähren.
Zu Kennedys Gesetzesinitiativen in den Jahren 1953 bis 1955 gehörten das
Kennedy-Gesetz zur Fischereiforschung und -marktentwicklung; das
Kennedy-Fischstäbchen-Zollgesetz; sowie Gesetze zugunsten der
Textilindustrie New Englands (Anhebung des Mindestlohns, Senkung der Zölle
auf Einfuhren von Rohwollen), der Schiffbauindustrie (Vergabe von
Regierungsaufträgen), der Uhrenindustrie (Schutzzölle) und des
Bostoner Hafens (Bundeshilfe für die Modernisierung).
Jack war weit gekommen, doch wurde er von seinem Vater
zur Heirat gedrängt. Kennedy jedoch war nicht in der Lage, eine
längere Beziehung zu führen. Ihm interessierte immer nur die Jagd auf
Frauen. Doch 1951 traf er Jacqueline Lee Bouvier bei einem Abendessen.
Jacqueline war wie Kennedy ein Ideenmensch; wie e war sie schlagfertig und an
Wörtern und ihrer Wirkung interessiert; wie er war sie emotional eher
unterkühlt, sah die Welt ironisch und distanziert; wie er war sie fas
zwanghaft bemüht, ihr Erscheinungsbild - ihr “Image” - zu
kontrollieren. Am 12. September 1953 wurden Jack und Jackie auf einem Anwesen
eines Freundes getraut.
1956 erschien Kennedys Buch Profiles in Courage,
und es fehlt nicht an Unkenrufen, Kennedy hätte weniger Profil und mehr
Courage zeigen sollen. Jedoch wurde er mit dem Buch einer der zwei Dutzend
erfolgreichsten Autoren der amerikanischen Geschichte - vier Millionen Exemplare
der Taschenbuchausgabe wurden allein in den USA verkauft. Kennedy war damit eine
der bekanntesten Gestalten in der Demokratischen Partei geworden, und seine
Anhänger begannen Adlai Stevenson zu bedrängen, ihn auf dem
Demokratischen Parteitag 1956 als Kandiaten für die
Vizepräsidentschaft zu nominieren. Stevenson konnte sich dennoch nicht zur
Nominierung Kennedys durchringen und überließ die Wahl den
Parteitags-delegierten.
Kennedy ließ sich jedoch nicht entmutigen und so
wurde er bei den Senatswahlen wieder gewählt. Niemand zweifelte an die
Wiederwahl Kennedys, doch seine Mehrheit von 874608 Stimmen (73,6%) war eine
Sensation - die größte, die je ein Bewerber um ein politisches Amt in
Massachusetts erreicht hat.
Am 2. Januar 1960 erklärte Kennedy seine Kandiatur
für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein
unglaublicher Wahlkampf begann. Politische Streitgespräche im Fernsehen
zwischen Kennedy und Nixon waren an der Tagesordnung, welche Kennedy immer klar
gewann. Wichtiger jedoch waren die Vorwahlergebnisse, die Kennedy für sich
entschied. In Los Angeles wurde er von 2000 kreischenden Mädchen empfangen,
wo der Parteitag der Demokraten stattfinden sollte. Er wurde mit 806 Stimmen im
ersten Wahlgang für die Präsidentschaft nominiert.
Am 8. November wurde Kennedy knapp zum Präsidenten
gewählt. Ohne Johnsons Sieg in Texas und eine knappe Mehrheit in Illinois,
wäre Richard Nixon 1960 Präsident geworden. Bei einer
Rekordwahlbeteiligung erhielt Kennedy 34.227.096 Stimmen, das heißt
weniger als 50 Prozent und um 0,1 Prozent mehr als Nixon.
Am 20. Januar 1961 leistete John Fitzgerald Kennedy auf
den Stufen des Kapitols in Washington dem Amtseid als 35. Präsident der
Vereinigten Staaten. Er war mit 43 Jahren nicht der jüngste, jedoch der
jüngste gewählte Präsident der USA.
Alle, die ihn kannten, bestätigten, daß
Kennedy in Krisen auflebte - wach, entschlossen, ja zuweilen euporisch wirkte.
Krisen waren John F. Kennedys Lebenselement; und es traf sich, daß sich
seine Amtszeit wie die keines seiner Vorgänger und Nachfolger als eine fast
ununterbrochene Folge existentieller Krisen darstellte. Doch manchmal hatte es
den Anschein, als seien diese Krisen Ausdruck einer sich selbst erfüllenden
Prophezeiung - und dies nirgends deutlicher als in der ersten Krise seiner
Amtszeit, in Kuba.
1959 stürzten Fidel Castros bärtige
Guerrilleros Kubas Diktator Fulgencio Batista, der 1934 mit Unterstützung
Roosevelts die Macht auf der Insel übernommen und sie zu einem Paradies
für amerikanische Investoren, Touristen und Mafiosi gemacht hatte. Castros
Bodenreform und Enteignungen, seine zunehmende Orientierung an der Sowjetunion
brachten ihn bald in Konflikt mit der Eisenhower-Regierung, die am 13. Januar
1961 die diplomatischen Beziehungen zu Havanna abbrach.
Auch im amerikanischen Volk machte sich eine
Anti-Castro-Hysterie breit und so wurden tausend Exilkubaner von der Regierung
mit Waffen, Schiffen und CIA-Ausbildnern versorgt und in Lagern in Honduras und
Nicaragua ausgebildet. Als Landungsort wurde die Bahia de Cochinos
(Schweinbucht) ausgewählt. Am 14. April schifften sich die 1500 Mann der
“Brigarde 2506” in Puerto Caberas (Nicaragua) ein.
Militärisch und poltisch wurde das kubanische
Abenteuer zu einem Fiasko. Am 15. April griffen exilkubanische Piloten in
getarnten amerikanischen Maschinen Castros Luftwaffe an. Sie zerstörten
jedoch nur fünf von 29 Flugzeugen und alarmierten die Kubaner. Als die
Invasionstruppe Kuba erreichte, hatte Castro bereits seine Truppen
zusammengezogen. Das Schiff, auf dem die gesamte Munition sowie ihre
Funkausrüstung transportiert hatte, wurde gleich versenkt. Drei Tage lang
kämpften sie tapfer und ohne Hoffnung am Strand der Schweinebucht gegen
eine gewaltige Übermacht. Da die kubanische Luftwaffe weitgehend intakt
geblieben war, wäre selbst ein Rückzug - geschweige denn ein Sieg -
nur möglich gewesen, wenn Kennedy den Einsatz amerikanischer Maschinen
befohlen hätte, wozu ihn auch CIA und die Militärs drängten. Das
allerdings lehte er ab.
Die Niederlage war bitter - um so bitterer, da die
Aktion geradezu symbolhaft für eines der programmatischen Ziele der
Regierunge gewesen war. Mit einem Schlag schien Kennedy sein Prestige in der
Welt verloren zu haben. Jedoch stieg seine Beliebtheit im amerikanischen Volk
auf 83 Prozent.
Unter dem gemeinsamen Vorsitz General Maxwell Taylors
wurde die “Sepcial Group for Counterinsurgency” (Sondergruppe zur
Aufstandsbekämpfung) gebildet, die ihrerseits die Operation Manguste
initiierte.
Das Ziel dieser Operation war es, Kuba zu helfen, das
kommunistische Regime zu stürzen. Die Arbeitsgruppe W, die mit der
Ausführung dieser Pläne befaßt war, hatte einen Jahresetat von
50 Millionen Dollar, beschäftige etwa 400 Staatsbürger der USA und
2000 kubanische Agenten, besaß Tarnorganisationen und -firmen. Die
Arbeitsgruppe W führte einen regelrechten geheimen Krieg gegen Kuba, zu dem
das Anzünden von Zuckerrohrfeldern und Sabotage gegen Brücken und
Produktionseinrichtungen gehörte. Zu ihren abenteuerlichen Plänen
zählten Versuche, Castro mit einer vergifteten Zigarre zu töten, ihm
ein Enthaarungsmittel einzuflößen oder per Flugblatt Kopfgelder
für Kommunisten anzubieten.
Ein Resultat des Fiaskos in der Schweinebucht war eine
gesteigerte Skepsis Kennedys gegenüber den Ratschlägen der
Militärs, die den Präsidenten im Frühjahr 1961 zu einem Einsatz
amerikanischer Truppen in Laos drängten. Dort hatte der CIA 1959 eine
prowestliche Regierung an die Macht gebracht und damit den neutralistischen
ehemaligen Staatschaf Suvanna Phuma in die Arme der kommunistischen
Pathet-Lao-Guerillas getrieben, die nun die Regierung in Vientiane zu
überrechen drohten. Die Situation war verfahren. Kennedy beschloß,
Verhandlungen mit der Sowjetunion über eine Neutralisierung des Landes
aufzunehmen. Zwar bedeutete diese Lösung de facto die Teilung des Landes,
zwar führten Nordvietnam und der CIA dort ihren Stellvertreterkrieg weiter
- aber sie verhinderte, daß Laos zum großen Schlachtfeld des zweiten
Indochina-Krieges wurde.
In Vietnam wurde gekämpft. Bei Kennedys Amtsantritt
waren 685 amerikanische Militärs (als Berater) in Südvietnam. Als er
starb, waren es über 16.000. 1961 wurden vierzehn Amerikaner getötet
oder verwundet, 1963 waren es 489. Präsident Kennedy war es, der
amerikanische Artillerie, Kampfbomber und Hubschrauber nach Vietnam beorderte;
die von ihm ins Leben gerufene Special Group ließ Napalm und
Entlaubungsmittel einsetzen. Kennedy selbst regte die Bildung einer
Elite-Einheit zum Einsatz gegen die Vietcong-Guerillas an und kümmerte sich
persönlich um alle Einzelheiten ihrer Ausrüstung - bis hin zu ihrer
Uniform. In Anlehnung an die von Kennedy bewunderten britischen Commandos, die
in Malaya erfolgreich einen kommunistischen Guerilla-Krieg erstickt hatten,
trugen sie grüne Mützen und wurden also Green Berets genannt. Der CIA
wurde - einen Monat nach der Schweinebucht - ermächtigt, in Nordvietnam ein
Netz von Widerstandsnestern zu knüpfen.
So geriet Kennedy und damit die USA immer weiter in
diesen Konflikt rein.
Am 13. August 1961 errichteten Einheiten der Volksarmee
und der Betriebskampfgruppen der DDR eine Mauer entlang der bis dahin offenen
Grenze zum sowjetischen Sektor Berlins. Kennedy konnte jedoch nur poltisch
protestieren und mit Westberlin Solidarität zeigen (“Ich bin ein
Berliner”-Rede), da ein militärisches Eingreifen wahrscheinlich den
dritten Weltkrieg ausgelöst hätte. Westdeutsche Politiker hingegen
schrieben Briefe an Kennedy, in denen sie Kennedy aufforderten, etwas zu
unternehmen. Dem amerikansichen Präsidenten waren jedoch die Hände
gebunden.
Im Sommer 1963 unterzeichneten Chruschtschow und Kennedy
einen Atomteststoppvertrag, den ersten konkreten Schritt zur Überwindung
des Kalten Krieges. Dreizehn Tage im Oktober 1962 stand jedoch die Welt am Rand
eines nuklearen Zwischenfalls.
Am 16. Oktober 1962 wurde Kennedy mit Fotos
konfrontiert, die von einem U2-Spionageflugzeug über Kuba gemacht worden
waren und eindeutig zeigten, daß die Sowjetunion auf der Insel
Mittelstreckenraketn installierte. So wurde ein Krisenstab unter dem Vorsitz von
Robert Kennedy einberufen, der Jack Optionen zur Entscheidung vorlegte. Diese
waren: ein Luftangriff auf die Raketenstellungen, eine Invasion Kubas oder eine
Seeblockade - eventuell alle drei. Alle Optionen bargen die Gefahr einer
massiven sowjetischen Vergeltung. Darum wurden in de ganzen Welt amerikanische
Truppen und strategische Bomber in Alarmbereitschaft versetzt, die strategischen
Raketen entsichert und startklar gemacht, U-Boote mit Polaris-Raketen in
Richtung Sowjetunion in Marsch gesetzt. Besonders die Militärs
favorisierten einen “chirurgischen” Luftangriff. Kennedy aber
entschiede sich für die Blockade: 180 Schiffe wurden in die Karibik
geschickt, umd sowjetische Schiffe zu durchsuchen und solche mit Raketen an Bord
zurückzuschicken. Gleichzeitig wurde die 1. Panzerdivision an die
Ostküste beordert, um ihre Einschiffung nach Kuba vorzubereiten.
Am Mittwoch, dem 24. Oktober, näherten sich die
ersten sowjetischen Schiffe dem amerikanischen Blockadering, drehten jedoch ab.
Chruschtschow zog die stationierten Raketen auf Kuba wieder ab und Kennedy
konnte sich als Held feiern lassen. Doch einfach so wäre das nicht
möglich gewesen. In Geheimverhandlungen mit Chruschtschow sicherte er ihm
zu, amerikanische Mittelstreckenraketen in der Türkei und Deutschland zu
demontieren.
Während seiner Amtszeit erläßt Kennedy
mehrere Reformen. Er setzt sich sehr gegen die Rassendiskriminierung und
für den kleinen Mann im amerikanische Volk ein. So wird Kennedy zum
beliebtesten Präsidenten unter dem Volk.
Kennedy wollte 1964 wieder für die
Präsidentschaft kanditieren und so führte er mehrere Reisen im Land
durch. In Dallas sank seine Beliebtheit. Folglich wurde ein Besuch des
Präsidenten angesetzt. Es sollte seine letzte Reise sein.
Am 22. November 1963, um 12 Uhr 30 Orszeit, fielen
binnen sechs Sekunden drei Schüsse. Der Wagen raste zum Parkland Memorial
Hospital, doch dort angekommen, war der Präsident bereits klinisch tot. Um
13 Uhr wurde John Fitzgerald Kennedy für tot erklärt.
Heute gibt es für die Ermordung Kennedys mehrere
Theorien. Damals wurde die Theorie des Einzeltäters, Lee Harvey Oswalds,
von der Regierung propagiert. Am 24. November wurde Oswald in der Garage des
Polizeihauptquartiers von Jack Ruby erschossen. Eine Kommision unter Chief
Justice Earl Warren wurde einberufen, um den Mord aufzuklären. Der 850
Seiten starke Warren-Report kam zu dem Schluß, daß Oswald allein den
Präsidenten erschossen hatte.
Mehrere Indizien sprechen jedoch dafür, daß
es sich um eine Verschwörung gehandelt haben muß, an der mehrere
Personen beteiligt waren.
- mehrer Personen beobachteten
damals, daß nicht nur Schüsse vom Schulbuchlager gekommen waren,
sondern auch hinter einem Zaun eines Frachtenbahnhofs;
- es sollen mehrere Schüsse
abgegeben worden sein (10 oder mehr);
- die Position im Schulbuchlager
war für einen Einzeltäter schlecht gewählt, da ein Baum die
Aussicht auf die Straße versperrte;
- wie hätte Oswald drei
gezielte Schüsse in nur sechs Sekunden abgeben sollen und das mit einem
schlechten Repetiergewehr und einem kaputten Zielfernrohr, wenn das nicht einmal
die besten FBI-Schützen schafften;
- Abrahm Supruder filmte das
Kennedy-Attentat zufällig mit. Auf diesem Film sieht man die genauen
Handlungen des Präsidenten:
- ein lautes Knallen, Personen
am Straßenrand und der Präsident schrecken auf
- der zweite Schuß trifft
Kennedy am Hals
- der dritte Schuß
reißt dem Präsident die halbe Schädeldecke weg und sein Kopf
schnalzt nach hinten und nicht nach vorne, wie es eigentlich bei einem
Schuß von hinten der Fall hätte sein sollen.
- ein weiterer Schuß,
wahrscheinlich ein Querschläger trifft einen Passanten am
Kopf
Das ergibt vier Schüsse,
trotzdem wurden im Schulbuchlager damals nur drei Patronenhülsen gefunden.
Somit muß eine einzige Kugel alle Verletzungen zugerichtet haben, nicht
nur an Kennedy, sondern auch an Connally, dem Gouverneur von Texas, der vor
Kennedy saß. Dies ist allerdings unmöglich, da hier die Kugel
mehrmals ihre Richtung ändern hätte müßen. Somit kommt man
zu dem Schluß, daß mehrere Schüsse abgegeben worden sind und
somit auch das mehrere Personen beteiligt waren.
Wie auch immer, stellt sich immer noch die Frage, wer
sind die Drahtzieher. Einige behaupten Castro stecke dahinter, die Mafia
hätte das Attentat durchgeführt oder in der amerikanischen Regierung
sitzen die Hintermänner, da Kennedy nicht mehr das machte, was sie
wollten.
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Autopsiebilder von John Fitzgerald
Kennedy
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Das Bild zeigt die Dealey-Plaza in Dallas, wo John
Fitzgerald Kennedy erschossen wurde.
Auf jeden Fall hat die Welt mit dieser abscheulichen Tat
einen der größten Männer unserer Zeit verloren.
|