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Droste - Hülshoff, Annette von: Die Judenbuche
Felix Winkler
Die
Judenbuche
Annette von Droste
- Hülshoff
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Inhaltsverzeichnis:
Seite
1.............................................................................................................................Autor
Seite
2..............................................................................................Informative
Inhaltsangabe
Seite
3.........................................................................................................Vorliegendes
Werk
Stoff
Thema
Motive
Schauplatz
Figuren
Seite
4................................................................Vorliegendes
Werk/ Persönliches Leseerlebnis
Figuren Fortsetzung
Erzählform -
Erzählperspektive
Zugang
Verständnis
Seite
5................................................................................................Persönliches
Leseerlebnis
Wirkung
Wertung
Verwendete Literatur
I. Der Autor:
Annette von (eig. Anna Elisabeth Freiin von Droste zu
Hülshoff), dt. Dichterin wurde am 10.01.1797 bei Münster geboren und
ist am 24.5.1884 in Meerburg gestorben. Droste stammte aus einem katholischen
westfälischen Adelsgeschlecht. Ihre streng konservative Erziehung erhielt
sie von der Mutter, die vielseitige Bildung durch die Hauslehrer der
Brüder. Ihre zeitlebens labile Gesundheit war teils durch ein Augenleiden,
teils durch psychosomatische Beschwerden beeinträchtigt. 1826, nach dem Tod
des Vaters, zog D. ins Rüschhaus, den Witwensitz der Mutter, und lebte sehr
zurückgezogen. Häufig lebte sie bei ihrem Schwager Loßberg in
Meerburg. Sie hatte Verbindung zu bedeutenden Zeitgenossen und war mit L.
Schücking befreundet, der zum Teil ihre Naturlyrik “Die
Geschichte” (1884) und die meisterhafte, realistische Novelle “Die
Judenbuche” anregte. Drei Versepen mit frühen Gedichten erschienen
38, religiöse Jugendgedichte und das “Geistliche Jahr” nach
ihrem Tode. Sie besitzt die Gabe der scharfen Naturbeobachtungen bis ins
kleinste bei der Erfassung des Stimmungshaften und Einbeziehung des
Dämonischen und Mythischen in das Naturerlebnis.
»Ihr Aeußeres machte einen
eigenthümlichen Eindruck. Diese wie ganz durchgeistigte, leicht
dahinschwebende, bis zur Unkörperlichkeit zarte Gestalt hatte etwas
Fremdartiges, Elfenhaftes; sie war fest wie ein Gebilde aus einem
Märchen. « L. Schücking, Annette von Droste,
1862.
Werke: “Gedichte” (1844)
“Das geistliche Jahr”
(1851)
“Die Judenbuche” (1842)
Seite 1
II. Informative Inhaltsangabe: Handlung
(Plot)
Friedrich Mergel wird 1738 im Dorf B geboren. Sein Vater
ist Grundeigentümer und heiratet Margaret Semmler, eine ordentliche und
anständige Frau. Eines Nachts, Hermann Mergel ist gerade bei einer
Hochzeit, tobt ein fürchterliches Unwetter. Plötzliche kommen einige
Männer zu Margarets Haus und berichten, daß Hermann im Wald tot
aufgefunden worden ist. Als Friedrich 12 Jahre alt ist, besucht ihn sein Ohm
Simon und adoptiert ihn, somit solle ihm nach dem Tod des Ohms das Erbe
zufallen. Noch am selben Tag zieht Friedrich mit ihm, und am halben Weg zeigt
ihm sein Ohm die Stelle, an der sein Vater gefunden worden ist. Als Friedrich
eines Tages seine Mutter besucht, scheint er ihr völlig verändert. Mit
18 Jahren hat der Jüngling im Dorf einen sehr bedeutenden Ruf. Eines Tages,
Friedrich ruht sich gerade im Gras aus, kommt Förster Brandis. Dieser fragt
ihn, ob er irgend etwas über die Blaukittel gehört habe, die eine
Plage für die ganze Bevölkerung darstellen. Friedrich verneint und
zeigt Brandis den Weg den die anderen Förster bereits gegangen sind.
Später berichten die Förster, daß sie Brandis mit einer Axt
erschlagen aufgefunden worden ist. Bei der am folgen Tag eingeleiteten
Tatuntersuchung und der Gerichtsverhandlung gilt Friedrich als
Hauptverdächtiger. Doch aufgrund mangelnder Beweise, kann ihm die Tat nicht
nachgewiesen werden. Vier Jahre später ereignet sich wieder ein Mord im
Dorf. Friedrich Mergel ist mit dem Toten, dem Juden Aaron, kurze Zeit (zuvor in)
vor der Tat in eine Auseinandersetzung verwickelt gewesen. Der Verdacht
fällt klarerweise wieder auf Friedrich. Er flieht und die Suche in der
Umgebung bleibt erfolglos. Das Verfahren wird abermals eingestellt. Dem Baum,
neben dem der tote Jude Aaron gefunden worden ist, nennt man von diesem
Zeitpunkt an die Judenbuche. Friedrich und sein Freund Johannes Niemand bleiben
unauffindbar, bis Johannes nach 28 Jahren ins Dorf zurückkehrt. Er kommt
aus türkischer Sklaverei und hat Friedrich seit der gemeinsamen Flucht aus
den Augen verloren. Er findet bei einem Gutsherren Aufnahme und ist sehr
überrascht als er erfährt, daß Friedrich unschuldig ist. Er
kommt eines Tages von einem Botengang nicht mehr zurück und wird vom ganzen
Dorf gesucht. 14 Tage später findet der Sohn vom Förster Brandis einen
Erhängten unter der Judenbuche. Es ist nicht Johannes Niemand, sondern
Friedrich Mergel.
Seite 2
III. Vorliegendes Werk:
- Stoff
- Thema
- Motive
- Schauplatz
(Milieu)
- Figuren:
Charaktere, Konstellation
- Erzählform -
Erzählperspektive
Annette von Droste - Hülshoff
schrieb ihren Roman die Judenbuche, weil sie die Landschaften und die Natur sehr
anregte. Da ihre Psyche erkrankt ist, setzt sie sich um so mehr mit den Themen
Krieg, Streit und Unstimmigkeiten auseinander. Droste selbst schreibt nicht
über Erlebtes oder Erfahrenes. Sie kann sich sehr gut in die Personen ihres
Buches hineinversetzen um so die jeweilige Person besser wirken lassen zu
können.
Die
Judenbuche
Dieses Buch handelt von Friedrich Mergel, der zwei Mal
des Mordes verdächtigt wird und schließlich an einem Baum
erhängt gefunden wird.
Friedrich
Mergel, der Adoptivsohn von Simon Semmler, wird des Mordes an Förster
Brandis beschuldigt. Aber man kann Friedrich die Tat nicht nachweisen. Jahre
später wird der Jude Aaron ermordet. Abermals wird Mergel beschuldigt, da
aber flieht dieser mit seinem Freund Johannes Niemand. Nach 28 Jahren kehrt
Niemand ins Dorf zurück. Auch Friedrich findet man kurz darauf. Er hat sich
an einem Baum erhängt, es war die Judenbuche.
Die
Handlung spielt zwischen den Jahren 1756 - 1789 in Westfalen in den Dörfern
B. und P.
Anmerkung: Dorf B.: Bestimmte örtliche
Gegebenheiten aus der Umgebung dieses Dorfes lassen auf Bellersen, in der
Nähe von Paderborn als Vorbild schließen.
- Figuren:
Charaktere, Konstellation
Friedrich Mergel:
Friedrich ist ein scheues, aber schlaues Kind.
Während der Erziehung durch seinen Onkel Simon verändert sich sein
Wesen. Er wird zu einem selbstsicheren Jungen. Mit der Zeit wird Friedrich
seinem Vater immer ähnlicher. Daß ist der Grund, warum sich die
meisten Dorfbewohner von ihm absondern und ihn später zum Mörder
abstempeln.
Magret Mergel:
Bevor sie ihren Mann Hermann heiratet, ist sie eine
brave, anständige Frau. Als Hermann stirbt, zieht sie ihren Sohn alleine
auf. Anfangs ist sie sehr stolz auf ihren Sohn. Später wird sie immer
stiller und lebt zurückgezogen
Simon Semmler:
Er adoptiert Friedrich und erzieht ihn sehr streng. Er
hat starken Einfluß auf Friedrich und trägt sehr stark zur
Veränderung seines Charakters bei.
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Johannes Niemand:
Er ist der Schweinehirt von Simon, gleichzeitig der
Freund Friedrichs. Im ersten Teil der Geschichte spielt er eher einen
untergeordnete Rolle, taucht aber am Ende wieder als Hauptperson
auf.
- Erzählform
- Erzählperspektive:
Die Novelle
ist in der Er- Form geschrieben. Die Autorin steht über dem Geschehen. Die
Erzählperspektive hält einen gewissen Abstand zum Leser, weil er sich
durch die Vielzahl der Personen mit keinem identifizieren kann.
IV. Persönliches Leseerlebnis:
- Zugang
- Verständnis
(Probleme?)
- Wirkung
- Wertung
(Kritik)
Durch
Empfehlung meiner Firmpatin, kam ich zu dem Buch die Judenbuche. Sie hatte mir
bereits einiges über das Buch erzählt, und ich fand es ganz
interessant, was sie über das Buch erzählte. Da wir das Buch ohnedies
zu Hause hatten, nahm ich es und laß es an einem verregneten Tag im
Dezember.
Im
großen und ganzen verstand ich den Inhalt gut. Manche Wörter, von
denen ich den Sinn nicht verstand, weil sie nur zu der damaligen Zeit
gebräuchlich waren oder einfach schon sehr alt waren, konnte ich im Anhang
ohne größere Schwierigkeiten nachlesen. Die Novelle ist gut
gegliedert, was das Lesen um einiges leichter macht.
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Dem Leser soll mit dieser Novelle
veranschaulicht werden, daß man von einem begangenen Mord einfach nicht
mehr loskommt und ihn nie vergessen kann. Dies kann man an Hand dieser
Geschichte besonders gut erkennen, denn der Mörder kehrt erst nach 28
Jahren an den Tatort zurück und erhängt sich an demselben Baum, wo er
die Tat begangen hat. Die Novelle soll dem Leser auch vermitteln, daß
einem Christen einen solche Tat verziehen werden kann.
Dazu Droste - Hülshoff kurz vor dem Abschluß
der Arbeiten:
“Den, wer nach seiner Überzeugung handelt,
und sei sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrunde gehen, wogegen nichts
seelentötender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das
äußere Recht in Anspruch zu nehmen.”
Auch das Gedicht auf Seite 3 will diese Sätze
veranschaulichen.
“Wo ist die Hand so zart, daß
ohne Irren
Sie sondern mag beschränkten Hirnes
Wirren,
So fest, daß ohne Zittern sie den
Stein
Mag schleudern auf ein arm
verkümmert Sein?
Wer wagt es, eitlen Blutes Drang zu
messen,
Zu wägen jedes Wort, das
unvergessen
In junge Brust die zähen Wurzeln
trieb,
Des Vorurteils geheimen
Seelendieb?
Du Glücklicher, geboren und
gehegt
Im lichten Raum, von frommer Hand
gepflegt,
Leg hin die Waagschal’, nimmer dir
erlaubt!
Laß ruhn den Stein - er trifft dein
eignes Haupt!-
Ich
finde, daß das Buch sehr gelungen geschrieben ist. Es gibt kaum
Absätze, die unnötig oder langweilig sind. Das einzige, was mich an
diesem Buch ein bißchen gestört hat war, daß es am Anfang etwas
langweilig auf mich wirkte, was aber dann der Mittelteil und besonders der
Schluß wieder wett machten. Auch wie Droste die Natur und die Landschaften
beschreibt, begeisterte mich sehr. Mit solch einer Sorgfalt, kein Detail
vergessend, rekonstruierte sie die Natur wieder, so daß man sich ein Bild
von der damaligen Landschaft machen konnte.
Im übrigen hat mir aber das Buch sehr gut gefallen,
es war einmal was anderes und vor allem was älteres zu lesen.
Verwendete Literatur:
Die Judenbuche - Annette Droste -
Hülshoff
Duden (Fremdwörterbuch)
Harenbergs Lexikon der Weltliteratur Band
2
Seite 5
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