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| Remarque, Erich Maria (1898-1970)
Remarque, Erich Maria (1898-1970)
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Person
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Legende
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Ravic, eigentlich Ludwig
Fresenburg
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Deutscher Arzt, um die 40 flüchtet vor der
NSDAP, kämpfte im 1. Weltkrieg, im Spanischen Bürgerkrieg auf
republikanischer Seite
Versucht zu überleben, sich durchzuschlagen
probiert sich nirgends einzumischen und hasst sich jedes mal wenn er es doch tut
und Probleme hat deswegen
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Joan Madou
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Italienische Varietésängerin, Geliebte
von Ravic, der sie Rettet, möchte eigentlich als Schauspielerin arbeiten,
Ist generell wankelmütig, eifersüchtig
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Boris Morosow
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Portier, zartreuer, in Paris gestrandeter Russe
gutmütig und Schachpartner Ravics, hilft ihm in allen Situationen, ist eine
Art Vater und Freund
Verabreded sich mit Ravic auf nach den Krieg bei
Fouquet’s in Paris
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Kate Hageström
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Krebskranke Amerikanerin die Europa bereist und
verrückt findet. Sie kennt Ravic und seine Lage lässt sich aber
trotzdem von ihm operieren, sie betrachtet ihn als Freund geht mit ihm und
Morosow abends aus.
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Veber
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Klinikdirektor Ravic gutgesonnen, lebt in einem
sterilen Umfeld, profitiert von Ravic schätzt ihn als kompetenten Arzt und
willigen, auf abrufbereiten Kollegen
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Erich Maria Remarque eigentlich Erich Paul
Remark wurde am 22.6. 1898 in Osnarbrück geboren. Er starb am 25.9.1970 in
Locarno.
In Berlin paradierte er mit Melone, Monokel und
gekauften Titel umher. Doch warum ?
Er versucht sich aus den kleinbürgelichen
Verhältnissen abzusetzen aus denen er stammte.
Als Buchbindersohn, Volksschulleher und
Grabsteinverkäufer ist sein Interesse an der Literatur eher gering. Dies
ändert sich als er 1922 Redakteur für ein PR-Blatt der Reifenfirma
Continetal und später eine Anstellung die der Sport im Bild
erhält.
Dort plaudert er über Nobelkarossen und
andere mondäne Themen.
Er pflegte ein luxuriöses Leben. Zu leisten
vermocht sich R. diesen Luxus durch seinen Bestseller Im Westen nichts Neues.
Sein Thema; der erste Weltkrieg, die vom Krieg zerstörte Generation
dargestellt an schülern. Er thematisiert die Ursachen des Krieges nicht.
Doch wird klar; dass Krieg sinnloses Morden, Sterben und Leiden bedeutet, das
weder durch Nationalismus noch durch Politik gerechtfertigt
ist.
Eine Milion Exemplare wurde innert 16 Monaten
Verkauft. Er wurde als Antikriegsroman gefeiert, als undeutsch, zersetzend und
pazifistisch von der rechten geschmäht.
Roman und Verfilmung 1930 benutze die NSDAP
für die Inszenierung mehrer Skandale. Wegen angeblichen Literarischen
Verrats am Soldaten des Weltkrieges wurden seine Werke öffentlich
verbrannt.
Er siedelte nach Porto Ronco bei Ascona
über wo er die Böcklin-Villa erwarb. Er sammelte erlesene Bilder,
Teppiche, möbel und schrieb.
Seine Bücher lesen sich als eine Chronik
der Zeit der zwei Weltkriege. Von der Weg Zurück , ein
Heimkehrerstück bis der Funke leben, ein KZ am Ende des Krieges sind
alle wichtigen Ereignisse thematisiert.
Die Grundzüge seiner Bücher bleiben
gleich; der unbändige, unzerstörbare Lebenswille, Menschen die sich
im Leid behaupten müssen. Weitere Konstanten; der Mythos der Kameradschaft,
die Romantisierung des Alkahols, die nette Hure von nebenan und das politische
Desinteresse.
Keines der beschriebenen Schicksale hatte R. je
erleiden müssen. Den krieg kannte er nur von einmonatigen Schanzarbeiten
hinter der Front und aus den Erzählungen seiner Kameraden. Auch seine
Emigration war nichts beschwerliches, er lebte in New York und in Hollywood in
luxuriösen Verhältnissen. Genoss dort ein Aufenthaltsrecht nach dem
ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden war.
Die Einzige in seinem Umfeld die den Krieg
direkt zu spüren bekam war seine Schwester. Wir haben sie zum Tode
verurteilt, weil wir ihren Bruder nicht greifen konnten, soll der Präsident
des Volksgerichtshofes gegiftet haben. Er verurteilte sie durch das wegen
hetzender, defätischtischer Äusserungen, zum tode durch das Fallbeil.
Äusserungen die ihr Bruder in seinen
Büchern vertrat, Bücher die von der Welt als Kultbücher
bezeichnet und gekauft wurden wurden.
Seitdem es Literatur gibt, gibt es
Kriegsliteratur. Die griechische beginnt mit der Ilias, die deutsche mit dem
Hildebrandslied.
Erich Maria Remarque war der typische Autor und
verfechter dieser Literaturgattung.
Mit seinen sehr direkten und erzählten
Romanen, im Deutschen eher eine Ausnahme, wurde E.M.Remarque in den USA zum
Erfolgsautor. Kritiker und Literaturgrössen äusserten sich dennoch
eher verhalten zu seinem Werk, manche bezeichneten es gar als
Schund.
Seine Helden siedelt E.R.Remarque vorzugsweise in
Not- und Konfliktsituationen seiner Zeit an, im Krieg, auf der Flucht, in der
Emigration. In Arc de Triomphe schildert er das Leben eines geflüchteten
Deutschen. Er erlebt den Vorabend des Zweiten Weltkrieges im aufgeregten Paris
der 30er Jahre.
Ravic nennt sich der deutsche Arzt, dem die Flucht
aus der Gestapohaft gelang und der nun ohne Papiere für einen korrupten
franz. Klinikdirektor schwierige Operationen übernimmt.
Unter anderem operiert er die Krebskranke
Amerikanerin Kate Hageström, die nicht weiss dass sich ein Tumor in ihrem
Bauch schlummert.
Ravic bringt den Mut nicht auf ihr dies zu sagen,
und hasst sich dafür. Nach jedem Besuch bei ihr wird ihm übel, er
lügt sie an und sie dankt ihm dafür. Er beginnt an sich und der Welt
zu zweifeln.
Er betrachtet sie als eine Art Glücksbringer.
Seit er ihr in seiner 1. Operation den Blindarm herausgenommen hat, hatte er
noch nie schwierigkeiten mit der Polizei. Ein weiterer Charakter dieser
Geschichte ist Morosow, ein Portier in dem Nachtklub Sherazade. Er ist seit dem
Ersten Weltkrieg in Paris und einer der wenigen Russen der nicht über seine
Adelige Vergangenheit spricht. Er ist der, der Ravic zur jeweils zur Vernunft
bringt und stellt den Ruhepol der Geschichte dar.
Von zeitweiligen Ausweisungen abgesehen lebt Ravic
relativ sicher im Hotel International. Die Besitzerin dieses heruntergekommenen
Hotels scheint ein Herz für politische Flüchtlinge zu habe. Ihr Hotel
wird zu einem Refugium für Emigranten aller Couleur. Sie geht soweit, dass
sie für die jeweiligen Gäste die richtigen Politiker an die Wand
hängt.
Eines nachts verhindert er den Selbstmord der
Arbeitslosen Schauspielerin Joan Madou. Die zwischen Hingabe und Bewahrung
schwankende Liebesbeziehung wird zum Problem als Ravic verhaftet wird und das
Land verlassen muss. Nach 3 Monaten in der Schweiz, findet er sie bei einem
Schauspieler wieder.
Sie erklärt ihm, dies sei nur berufes wegen,
doch beginnen die zwei auseinander zu driften.
Schon zuvor glaubte er seinen Peiniger auf der
Strasse erkannt zu haben. Verkörpert in dem Gestapohäscher Haake, den
er nun im Café trifft.
Dieser folterte ihn und brachte die Frau die er in
Deutschland geliebt hatte um. Trotz aller Folter hat Ravic nichts der Gestapo
verraten.
Es gelingt ihm mit Haake, der ihn nicht wieder
erkennt ins Gespräch zukommen und eine weitere Begegnung zu vereinbaren.
Unter dem Vorwand ihm Paris bei nacht zu zeigen lockt er ihn in ein Auto, das
Morosow gemietet hat.
Bei der Ausfahrt erschiesst er ihn vor den Toren
von Paris. Die in der Folge geführten Ermittlungen bleiben erfolglos.
Kurz darauf wird er zu Joan gerufen, die im
Sterben liegt. Der Schauspieler hat sie im verlauf einer Eifersuchtszene
erschossen. Ravic kann ihren Tod nicht mehr verhindern.
Mit dem bevorstehenden Einmarsch der deutschen
Truppen endet die Geschichte. Die Emigranten aus dem International werden in ein
franz. Internierungslager eingewiesen. Die vermeintlich sichere Heimat der
heimatlosen befindet sich im Krieg
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