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Frisch, Max (1911-1991)
Referat “Max Frisch”
Gliederung
- Biographie mit einigen Lesebeispielen
- Meinungen und Zitate
- Andere Werke mit Leseproben
Teil 1 - Biographie
- * 15.5.1911 in Zürich
- gilt als Dramatiker und Erzähler
- normaler Bildungsgang (Gymnasium, Matura
è Germanistikstudium in Zürich -LB
2-
- 1932 Tod des Vaters
è Lebensunterhalt selbst verdienen
- Zuwendung zum Journalismus (Neue Zürcher
Zeitung, Skizzen, Reisebilder)
- Balkanreise
è 1. Roman Jürg Reinhart
- Selbstzweifel
è Krise, verbrennt alles bisher
Geschriebene und bricht Studium ab
- Neubeginn (finanziell unterstützt von
Schulfreund) è 1936 Aufnahme
Architekturstudium
- hält eigenen Schreibverzicht nicht
konsequent ein
- Erfahrungen im Militärdienst (Kriegsbeginn)
-LB 2- è 1940 Tagebuch eines Kanoniers,
Blätter aus dem Brotsack -LB 1-
- 1941 Abschluß Studium
- 1942 Heirat mit
“großbürgerlicher” Constanze von Meyenburg
(Architektin)
- Erfolg Architekturwettbewerb
è eröffnet eigenes Büro -LB
4-
- 1943 Abschluß erster Schreibphase mit
J’adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen
- Danach Hinwendung zum Theater (Anregung durch
späteren Direktor des Zür. Schauspielhauses)
- 1945-1953 sechs Dramen (Thema: akt.
Nachkriegssituation: auch märchen- und moritatenhaft und verfremdet) Nun
singen sie wieder, Chines. Mauer, Graf Öderland (auch Film)
- LB 8
- Reisen ins zerstörte Nachkriegseuropa (auch:
sowj. besetz. Gebiete und Teilnahme am Breslauer Friedenskongreß
(1948))
- 1947/1948 Begegnungen mit B. Brecht.(starker
Einfluß auf F.) è Tagebuch
1946-1949
- è Peter
Suhrkamp eröffnet Verlag damit!
- Dieses Tagebuch und das von 1966-1971 sind zum
guten Verständnis von F.s Thematik wichtig
- 1951 Rockefeller-Stipendium
è Aufenthalt in USA
- è neue
Erfahrungen è Stiller, Homo Faber (Bied.
u. d. Brandst. è erster
Bühnenerfolg)
- Stiller verhalf ihm zum Durchbruch auf
liter. Markt -LB 9-
- è gab
Architekturberuf auf, freier Schriftsteller, Trennung von C. M.
- materiell. Unabhängigkeit, häufiger
Wohnsitzwechsel (1960-1965: Rom, danach Berlin, Tessin, New York aber immer
wieder auch Zürich)
- 1958 Rede bei Verleihung des Büchner-Preises
und andere öffentliche Reden
- 1958-1962 liiert mit Ingeborg Bachmann
(auch Schriftst.)
- 1968-1979 Ehe mit Marianne Oellers
- weitere publiz. Arbeiten (Thema: Gegensatz zw.
heimatl. Enge und kosmopol. Weite)
- literar. Preise, Übersetzungen,
Fernsehauftritte, Interviews... è
wachsender Ruhm in den 60 Jahren
- 1961 Andorra (internat.
Theatererfolg)
Referat “Max Frisch” -
Seite 1 (Biographie)
- weniger Aufmerksamkeit mit nächsten Werken
(70er u. 80er) Biographie- Ein Spiel, Triptychon, Prosabände: Montauk,
Der Mensch erscheint im Holozän
- 1979 übergab F. Materialien an neugegr.
Archiv an der TH Zürich zur Ordnung seines Nachlasses
- 1981 Film mit Richard Dindo: Eine filmische
Lektüre von Max Frischs Tagebuch
- zunehmend polit. engagiert
è Redner bei soz.-demokr. Parteitagen
- außerdem Hinwendung zu aktuellen Problemen
(Schweiz ohne Armee, 1989)
- gegenläufig dazu erzählerische
Entwicklung, jedoch nur wenig Resonanz
- Montauk gibt ziemlich unverhüllten
Einblick in Privates
- “Rückzug” in seinen erzähl.
Werken
- unübersehbarer Zwiespalt zw. Erzähler
und krit. Zeitgenossen
- U 4. April 1991 in
Zürich (wo er auch geboren wurde), wurde 80 Jahre
alt
Teil 2 - Meinungen
“Ich kenne keinen zeitgenössischen Prosaschriftsteller deutscher
Zunge, von dem so viel - Irrtum vorausgesetzt - bleiben könnte.” -
Marcel Reich-Ranicki
“Max Frisch ist für das 20. Jahrhundert das, was Dostojewski
für das 19. Jhdt. war: derjenige, der die undeutliche Lebenserkenntnis und
Entscheidungsnot der Zeit in deutliche Gestalten und Vorgänge gebannt
hat.” - Hartmut von Hentig
Teil 3 - Andere Werke mit Leseproben
Beispiele 6 und 7
Frisch versucht, sich über die Probleme der anderen aber nicht zuletzt
auch seiner eigenen klarzuwerden, wobei er feststellt, daß viele von den
Menschen verdrängt werden. Auch die Thematik “Warum tue ich, was ich
tue?” beschäftigt ihn.
Beispiele 5 und 9 (Biographie)
“Wenn ich mein Leben noch mal leben dürfte, würde ich dann
etwas anders machen? Und wenn ich es anders machen würde, wäre ich
dann glücklicher?” - Um dieser Thematik auf den Grund zu gehen, setzt
sich F. immer wieder damit auseinander. Obwohl er dieses Thema erst in
“Biographie” richtig verarbeitet, machte er sich auch früher
schon Gedanken darüber.
- In “Biographie” beschreibt F. die Geschichte des Herren
Kürmann, der auf irgend eine Weise die Möglichkeit bekommen hat, sein
Leben noch einmal durchzuspielen. Weiterhin taucht der Regisseur auf, der immer
wieder dazwischenfunkt und auch Antoinette, eine Dame, die eigentlich seine Frau
wird; Kürmann jedoch will es dieses mal anders machen. Wir werden also in
eine Szene geworfen, als der Regisseur im Dossier blättert und
liest:
Stiller (ohne Leseprobe)
Stiller erzählt die Geschichte von einem Mann, der aufgrund eines
Irrtums bei einer Paßkontrolle mit einem verschwundenen Bildhauer
verwechselt wird und von nun an mit unfaßbarer Hartnäckigkeit
für diesen gehalten wird. Obwohl er sich anfangs dagegen wehrt, resigniert
er irgendwann, denn nur so kann er aus der Haft entlassen werden und sein Leben
fortsetzen. Mehr und mehr identifiziert er sich mit der Person, die er
eigentlich verabscheut, weil sie ihm so viel Ärger bereitet. Der Roman
stellt die Überwindung der Selbstverleugnung dar und die schwierige
Akzeptierung des eigenen Ich. Er wird auch als wichtiges Dok. d. deut.
Nach
kriegslit. angesehen.
Referat “Max Frisch” - Seite 2
(Biographie, Zitate, Lesebeispiele)
Frisch nutzte in diesen Roman viele epische Möglichkeiten, fügte
Kritik an der Zeit hinzu und trumpft mit Lügengeschichten auf.
ANHANG
Anhang A - Zu den Fragebogen
Teile aus den Fragebogen stammen aus seinen Tagebüchern und sind in
der Urfassung teils in Englisch, teils in Deutsch geschrieben. Viele dieser
Fragen stellte er sich selbst. Einige wurden ihm von einer Frau gestellt, die er
auf einer seiner Reisen nach Amerika kennenlernte. Das besondere jedoch an
diesen Fragebogen ist, daß dem Leser die Antwort überlassen
bleibt.
Anhang B - Worterklärungen
Matura österr. / schweiz. Reifeprüfung (ähnlich dem
deutschen Abitur)
kosmopolitisch weltbürgerlich (Weltanschauung, die das Streben der
imperial. Groß- mächte nach Weltherrschaft damit begründete,
daß Nazismus und Patriotismus gegenwärtig überholt
sei
Dostojewski (1821-1881) russ. Schriftsteller, krit. Realist von gr.
Gestaltungskraft und übte nachhaltigen Einfluß auf russ. und die
Weltlit. aus. Wandte sich gegen Unterdrückung und Erniedrigung d.
Menschen. (Schuld und Süh- ne) Vereint in seinen Werken
scharfe Sozialkritik und pessimistische Lebensphilosophie.
Anhang C - Quellen
Literaturlexikon (Sammlung von Beiträgen versch. Autoren)
Klappentext Homo Faber (Verlag Volk und Welt)
Klappentext Halten Sie sich für einen guten Freund? -
Fragebogen (Insel Verlag)
Klappentext Stiller (Reclam Verlag)
Stücke Band 1 (Verlag Volk und Welt)
Stücke Band 2 (Verlag Volk und Welt)
Tagebuch 1946-1949 (Suhrkamp Verlag)
Blaubart (Verlag Volk und Welt)
Erzählende Prosa 1939-1979 (Verlag Volk und Welt)
Anhang D - Verzeichnis der Lesebeispiele
Nummer Buch Markierung
LB 1 Erzählende Prosa 1 (Blätter aus dem Brotsack)
LB 2 Erzählende Prosa 2 (Rekrutenschule)
LB 4 Erzählende Prosa 3 (Architektur)
LB 5 Tagebücher 1 (Überleitung BIOGRAPHIE)
LB 6 Tagebücher 2 (Höflichkeit)
LB 7 Tagebücher 3 (Das Handeln der Menschen)
LB 8 Tagebücher 4 (Chines. Mauer)
LB 9 Stücke (2) Biographie: Ein Spiel (mit Einleitung!)
Referat “Max Frisch” - Seite 3
(Lesebeispiele, Anhang)
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