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| Fünf Gründe, warum Galaxien eigentlich nicht exist
Fünf Gründe, warum Galaxien eigentlich nicht exist
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Fünf Gründe, warum Galaxien eigentlich nicht
existieren können
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Bevor man näher auf die Widersprüche in den gängigen
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Grundzüge des Universums vergegenwärtigen, nämlich einerseits,
daß sich dieses seit seiner Entstehung ständig ausgedehnt und dabei
von einfachen zu komplexen Strukturen entwickelt hat und andererseits, daß
die sichtbare Materie im Universum hirarchich geordnet ist (Sterne ordnen sich
zu Galaxien, Galaxien ordnen sich zu Galaxienhaufen und Galaxienhaufen ordnen
sich zu Superhaufen).
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Grund Nr. 1: Galaxien können sich nicht vor den Atomen gebildet
haben.
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Zu Beginn der sogenannten Hubble - Expansion bestand das Universum aus
Materie und Strahlung. Die Materie durchlief beim abkühlen eine Reihe von
Einfriehrprozessen durch und erst ab einer bestimmten Temperatur bilden sich
Atome aus der aus Plasma bestehenden Materie. Aufgrund der Wechselwirkungen
zwischen Materie und Strahlung war es der Strahlung, bevor sich Atome bilden,
nicht möglich, sich von der Materie zu entkoppeln. Solange die Materie aus
Plasma bestand (es also noch nicht zum gefriehren der Atome gekommen war)
konnten sich keine Galaxien bilden. Die Galaxienbildung kann erst ungefähr
500.000 Jahre nach dem Urknall begonnen haben, denn die Wechselwirkung zwischen
Strahlung und Materie hemmte die Prozesse, die vor ca. Dem 500.000sten Jahr zur
Bildung von Galaxien geführt haben könnten.
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Grund Nr. 2: Galaxien haben keine Zeit gehabt, sich zu
bilden.
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Wie aber entstanden Galaxien ? Eine logische Erklärung wäre,
daß die Galaxien durch leichte Konzentrationsunterschiede in der Materie
durch die Gravitationskraft entstanden. Die Frage, die sich nun
zwangsläufig stellt, lautet: Könnten die Gravitationskräfte nach
Entkopplung von Strahlung und Materie (also nachdem sich Atome bildeten) in
Klumpen zusammenziehen, bevor die Hubble Expansion alles außer Reichweite
trug (in der also die Gravitationskräfte nicht mehr stark genug wären)
? Zum Entsetzen der Wissenschaftler stellte sich in den 20er Jahren heraus,
daß diese Frage mit einem klaren NEIN beantwortet werden mußte.
Daraufhin schlug James Jeans ein Modell vor, in welchem in den leeren
Räumen ständig Materie erzeugt wird (Steady-State-Theorie"). Dieses
Modell wurde schließlich aber aufgegeben, da die Indizien für den
Urknall sprachen. Es mußte also eine Lösung gefunden werden, die
zwischen dem Moment der Entkopplung und dem Moment, von dem an die Materie zu
dünn verteilt war, angreifen würde.
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Grund Nr. 3: Auch mit Turbulenz kommen wir nicht weiter.
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Es wurde nach einem Prozeß zur Entstehung der erforderlichen
Massekonzentration gesucht und man kam auf die Idee, diese könnten durch
Turbulenzen in den Gaswolken nach der Bildung der Atome entstanden sein. Man
nahm an, daß ein Ereignis wie der Urknall nicht mit einem ruhigen
Fluß, sondern vielmehr mit einem reißerischen Bach zu vergleichen
sei, in dem Wirbel bzw. Turbulenzen keine Ausnahme darstellten. Ein Wirbel
wäre dann also eine sogenannte Jeans`sche Masse-konzentration"; wenn die
groß genug wäre, könnte sie eine Masse in der
Größenordnung von Galaxien durchaus zusammenziehen. Das Problem ist
allerdings, daß ein Wirbel, der eher als 500.000 Jahre nach dem Urknall
entstanden wäre, sofort wieder geglättet worden wäre. Ein Wirbel
als Ausgangspunkt für die Entstehung von Galaxien wäre also erst nach
Bildung der Atome möglich gewesen. Schlußendlich stellte sich heraus,
daß man mit der Wirbel - Theorie" auf dem Holzweg war, da sich
herausstellte, daß die Lebenszeit der Wirbel nicht ausgereicht hätte,
um solche Galaxien hervorzubringen, wie diese, die wir heute sehen können.
Dieser Ansatz wurde Mitte der 70er Jahre verworfen.
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Grund Nr. 4: Die Galaxien hatten nicht die Zeit, Haufen zu
bilden.
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Die Wissenschaftler überlegten, ob man vielleicht eine Lösung des
Galaxienproblems" finden könnte, wenn man die Dinge mit einem
größerem Maßstab betrachten würden, sein Hauptaugenmerk
also nicht auf Galaxien, sondern auf Haufen oder Superhaufen lege, mit der
Hoffnung, die Existenz der Galaxien würde sich dann von ganz alleine
erklären. Man ging davon aus, daß die Temperatur beim
Entkopplungsprozeß (als sich also die ersten Atome bildeten) überall
gleich war. In diesem sogenannten isothermen Modell könnten
gewöhnliche Zufallsfluktuationen Masseverdichtungen hervor-bringen, aus
denen dann die ersten Objekte entstünden, die sogenannten Protogalxien".
Die Protogalaxien wären zwar sehr klein gewesen (enthalten jeweils eine
Million Sterne, obwohl das allein für uns schon unvorstellbar groß
ist ...), mit Hilfe der Anziehungskraft hätten sich dadurch dann aber
ausgewachsene Galaxien und auch Haufen/Superhaufen gruppieren können. Der
einzige Haken an diesem Modell ist, daß auch hier für ein
gemächliches Anwachsen mit Hilfe der Gravitationskraft nicht genügend
Zeit blieb.
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Grund Nr. 5: Wenn die Strahlung ebenso wie die Materie
ungleichmäßig verteilt ist und sich die Materie zu Galaxien
zusammenfindet, kann die Hintergrundstrahlung nicht so herauskommen, wie wir sie
beobachten.
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Da unser Universum nun aber einmal über Galaxien, Galaxienhaufen und
Superhaufen verfügt, muß die Strahlung ungleichförmig verteilt
gewesen sein. Wenn sich die Materie, zur Zeit der Atombildung, abgesondert haben
muß, um Galaxien zu erzeugen, dann müßte auch die Strahlung in
ungleichförmiger Dichteverteilung die weitere Entwicklung begonnen haben.
Die Wissenschaftler haben aber durch Messungen herausgefunden, daß die
Hintergundstrahlung aus allen Richtungen bis auf eine Promille genau gleich ist,
was gegen eine ungleichförmige Verteilung der Strahlung während des
Entkopplungsstadiums spricht.
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Da unser Universum aus Galaxien, Galaxienhaufen und Superhaufen besteht,
können diese Gründe nicht gegen die Existenz von Galaxien sprechen,
sondern vielmehr gegen die aktuell verwendeten Theorien zur Erklärung des
Universums in der Art, in der es sich uns präsentiert. Diese fünf
Argumente zeigen recht deutlich, daß wir ein Universum voller Galaxien
nicht als selbstverständlich betrachten können.
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"Je begreiflicher uns das Universum wird, umso sinnloser erscheint es
auch" (Steven Weinberg, Die ersten drei Minuten")
© 1997 Sven O. Wissing.
Literaturnachweis: "Fünf Gründe, warum es
die Welt nicht geben kann - Die Asrophysik der Dunklen Materie" (James Trefil,
rororo science)
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