|
|
|
Du bist hier: Referate Datenbank | Philosophie
| Die Gnostik
Die Gnostik
Referat: Die
Gnostik
- Definition
- Gnostizismus (von griechisch
gnosis: Erkenntnis), religiös-philosophische Bewegung im 2. und 3.
Jahrhundert. Obwohl sich die meisten gnostischen Richtungen zum Christentum
bekannten, unterschieden sie sich maßgeblich vom Glauben der
Frühkirche. Der Gnostizismus verstand sich als Geheimwissen über das
Göttliche.
- Nach gnostischer Lehre fielen
Funken oder Samen des Göttlichen Wesens aus der transzendenten geistigen
Sphäre in die materielle (böse) Welt. Durch die Wiedererweckung des
göttlichen Elements in sich könne der Mensch in seine Heimat, den
spirituellen Bereich des Transzendenten, zurückkehren und so die volle
Erkenntnis über alles Seiende erlangen.
- Faszination
- Schon immer wollten Menschen
ihr Wissen mit ihrem Glauben verbinden. Die Gnostik gab den Menschen die
Möglichkeit, Wissen und Glauben zu vereinen.
- Vor allem faszinierte die
Menschen der Gedanke von ihrem Verlorensein in der Welt. Indem sie zu der
Erkenntnis erlangten, einen göttlichen Teil in sich zu haben, konnten sie
sich von dieser materiellen und damit bösen Welt lossagen und sich so
selber über sie stellen.
- Die Geschichte der christlichen
Gnostik
- Die ersten gnostischen
Gemeinden entstanden etwa im 1. bis 3. Jhrdt. n.Chr. im syrischen
Raum.
- Ihre Lehre beinhaltet Elemente
aus den alten persischen Religionen, dem “offiziellen" Christentum sowie
der Lehre Platons. Es gab verschiedene gnostische Gemeinden, deren Lehren sich
meist von den anderen unterschieden. Gemeinsam hatten aber alle, daß sich
zu wissen glaubten “was war, was ist und was kommt”.
- Die Heiden der damaligen Zeit
sahen in den Gnostikem lediglich die christliche Philosophen. Deshalb war es den
“offiziellen” Christen wichtig, sich von der Gnosis abzugrenzen. Sie
entwickelten Dogmen, wie z.B. die “Auferstehung Jesu” um so die
Verbreitung eines gnostischen Jesusbildes zu verhindern.
- Die Entwicklung der
christlichen Mystik und Askese (kein Sex) trug dazu bei, daß der
Gnostizismus zurückging und als Bewegung am Ende des 3. Jahrhunderts fast
völlig verschwand.
- Gnostische
Schriften
- Ebenso wie die
“offiziellen Christen” der damaligen Zeit schrieben auch die
Gnostiker Evangelien und andere Schriften, die ihre Lehre rechtfertigen sollten.
So entstanden zum Beispiel das Perlenlied des Thomas, die Offenbarung Adams und
das Thomas Evangelium.
- Die meisten der heute
bekannten Schriften stammen aus Nag Hammadi.
- Gnostik
heute
- Im Irak und Iran gibt es heute
noch eine kleine, nicht-christliche gnostische Sekte, die
Mandäer.
- Die alten gnostischen Sekten
überlebten zwar nicht, doch kehrten einzelne Elemente des gnostischen
Weltbildes in periodischen Abständen und verschiedenen Gestalten
wieder.
- In der Theosophie (siehe auch
Anthroposophie) des 19. Jahrhunderts sowie im 20. Jahrhundert in der
Existenzphilosophie, im Nihilismus und in den Schriften des Schweizer
Psychologen Carl Gustav Jung wurden Elemente der Gnostik neu
aufgegriffen.
|
|
|
|