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Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) als Wissen
Johann Wolfgang Goethe als
Wissenschaftler
Weite Welt und breites Leben,
Langer Jahre redlich Streben,
Stets geforscht und stets gegründet,
Nie geschlossen, oft geründet,
Ältestes bewahrt mit Treue,
Freundlich aufgefaßtes Neue,
Heitern Sinn und reine Zwecke;
Nun, man kommt wohl eine Strecke !
Johann Wolfgang Goethe
Inhaltsverzeichnis:
Seite
- Die Entwicklung der Wissenschaft im damaligen Deutschland 3
- Goethes Entwicklung zum Naturforscher 3
3. Goethes
Haltung, Theorie zur Entstehung der Welt 4
4. Goethes wissenschaftliche Arbeiten 6
4.1. Beiträge zu Mineralogie und Geologie 6
4.2. Goethes Beiträge zur Biologie 8
4.3. Die Farbenlehre 11
4.4. Der Streit Goethes und Newtons um die Farbenlehre 13
4.5. Goethes Beiträge zur Meteorologie 14
5. Anhang 16
5.1. Tabellarischer Lebenslauf 16
- Quellen 17
- Bibliographie 18
1. Die Entwicklung der Wissenschaft im damaligen
Deutschland
Um die Bedeutung von Goethe als Naturwissenschaftler etwas hervorzuheben
ist es nötig sein Umfeld, die Wissenschaft der damaligen Zeit, näher
zu untersuchen.
Die Wissenschaft in Deutschland war noch in den Anfängen. Das Lehrbuch
aus dem Goethe Anatomie Chemie und Medizin gleichzeitig lernte, stammte aus dem
Jahre 1727, und wurde von einem Theologen, welcher gleichzeitig Mediziner war
und sich mit Botanik sowie Chemie befaßte, geschrieben. In einer heutigen
Universität gibt es für diese verschiedenen Fachbereiche ungefähr
40 Professoren. Die Chemie läßt sich am Besten mit der
mittelalterlichen Alchimie vergleichen, denn es waren nur die 4 Elemente des
Mittelalters bekannt und solche Begriffe wie Atom und Reduktion tauchten auch
erst in der späteren Entwicklung auf. In der Physik war der Begriff
Elektrizität zwar schon bekannt aber er hatte eine andere Bedeutung als
heute. Goethe selbst schreibt über die Elektrizität:“wirkt stark
auf die Nerven, gibt verlorene Stimmung wieder” woran noch einmal deutlich
wird das er mit der Elektrizität etwas völlig anderes verband. Die
Wirkung derselben stand mehr im Vordergrund. Dies ist im weitesten Sinne
für seine Farbenlehre interessant, weil elektrische Versuche mit
Sinnesorganen, welchen einen Aufschluß über die Bedeutung des Auges
bei der Wahrnehmung des Lichtes gegeben hätten, zu seiner Zeit noch nicht
bekannt waren. Die Paläontologie bildete sich langsam heraus und es kam zu
ersten Altersbestimmungen der Erde durch Blumenbach . Die Witterungskunde war
schon ziemlich weit da sie schon sehr alt war. Das Thermo-, sowie das Barometer
waren schon bekannt. Trotzdem bestand der größte Teil dieser
Wissenschaft im Sammeln von Daten und Fakten und weniger in der Erforschung
neuer Gebiete. Die Mineralogie als solche, sowie größer
Gesteinssammlungen, gab es zu seiner Jugendzeit noch nicht.
2. Goethes Entwicklung zum
Naturforscher
Goethes gesamten naturwissenschaftlichen Arbeiten und Studien haben einen
Umfang von ungefähr 14 Bänden. Hieran läßt sich die
Bedeutung von Goethes Gesamtwerk erkennen. Nahezu 60 Jahre hat Goethe
experimentiert, geforscht und 40 Jahre beschäftigte er sich mit der
Politik. Seine Kindheit verbrachte er in seinem Geburtsort Frankfurt am Main. Er
erhielt zuerst Unterricht von seinem Vater und von anderen Privatlehrern. Schon
in seiner Schulzeit begeisterte sich Goethe für die Naturwissenschaften und
führte selbst experimentelle Untersuchungen durch. Er wollte am Anfang in
Göttingen studieren, da diese Universität eine der bedeutendsten war,
und sehr viel Wert auf Mathematik legte. Auf Bedrängen seines Vaters ging
er aber nach Leipzig, wo er widerstrebend ein Jurastudium aufnahm. Während
seiner Studentenzeit, in den Jahren 1765 bis 1770 vollzog sich bei Goethe ein
leichte Abkehr vom Christentum. Dies resultierte daraus, das er selbst forschen
wollte, selbst verstehen “was die Welt im Innersten
zusammenhält” und sich durch die vorgegeben Grenzen der Theologie
sehr beengt fühlte. Es reichte ihm nicht nur aus Büchern zu lernen,
sondern er hinterfragte die alten Theorien. Er schloß sich daraufhin einer
Naturlehre dem Phanteismus an. Diese Lehre setzt den Gott der christlichen Welt
mit der Natur gleich, d.h. das sich Gott überall in der Natur befindet. In
Goethes späteren Schaffen erkennt man immer wieder die Beeinflussung eben
durch diese Lehre. Für ihn ist die Natur zu einer Form der Religion
geworden. Er betrachte in seinen Studien die Natur immer als ganzes
einheitliches. Deswegen legte er sich auch nicht auf eine Wissenschaftsrichtung
fest, sondern versuchte, so allgemein wie möglich, von jeder Richtung etwas
mitzunehmen, zu umreißen. Durch diesen unglaublichen Drang die Natur zu
verstehen, Ursprünge zu entdecken, welcher sich schon in seiner Kindheit
abzeichnete, entstanden seine Studien zur Naturwissenschaft. Hier wird auch das
Universalgenie Goethe deutlich, denn er ist einer der einzigen Dichter, die sich
so ausführlich mit den Naturwissenschaften beschäftigt haben.
3. Goethes Haltung, Theorie zur Entstehung der
Welt
Goethe war in seiner Haltung eher
Neptunist [1], obwohl er sich dieser Strebung nie
vollständig anschloß. Damit stand er im Gegensatz zu der
weitverbreiteten Theorie der
Vulkanisten [2]. Dieser Streit um die
Weltanschauung und um philosophische Aspekte der beiden Theorien, erregte die
Gemüter der gesamten geistigen Welt. Hier läßt sich auch sehr
gut die Verflechtung der verschiedenen Tätigkeiten Goethes nachvollziehen.
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Goethe in seinem Arbeitszimmer
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Sein Faust II ist von vielen weltanschaulichen und auch
naturwissenschaftlichen Gedanken durchzogen, Faust selbst tritt als
Naturwissenschaftler und Politiker auf. In der Klassischen Walpurgisnacht kommt
auch der Wettstreit der Neptunisten und Vulkanisten, in Form der
Auseinandersetzung von Thales und Anaxagoras, im Bezug auf die
“Menschwerdung” von Humunculus, zum Ausdruck. Auch hier entscheidet
sich Goethe für den Weg des Neptunisten Thales, indem er Humunculus, am
Ende der Diskussion, sein “Heil” im Wasser suchen läßt.
Dieses Zusammenspiel seiner naturwissenschaftlichen Erkenntnisse findet man in
vielen seiner Werke wieder. Wie schon erwähnt schloß er sich nie ganz
den Neptunitischen Bestrebungen an, vielmehr schwankte er in seiner Haltung zu
den Theorien. Erst in seinen letzten Lebensjahren, rückte für ihn die
vulkanistische Auffassung in den Vordergrund, was aus den Beschäftigungen
mit Arbeiten von Alexander Humboldt, und Gesprächen mit demselben
resultierte. Dieser versucht, aufgrund seiner Beobachtungen in Südamerika,
mit seinen wissenschaftlichen Ausführungen über die Entstehung der
Erdkruste und der Gebirge, die vukanistische Theorie zu belegen. Da Goethe sich
selbst in all seinen Lebensjahren mit diesen Dingen befaßte und dadurch
selbst anfing an der Wasserenstehung zu zweifeln, kamen ihm diese Auslegungen
nur zurecht, da sie ihm seine Forschungen bestätigten.
4. Goethes wissenschaftliche Arbeiten
4.1. Beiträge zu Mineralogie und
Geologie
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Durch seine Tätigkeit als geheimer Rat und Minister in Weimar ab 1776
kam Goethe erst zur Mineralogie. Er mußte durch sein politisches Amt
mehrere Kommissionen beaufsichtigen, so zum Beispiel die Wegebaukommission sowie
die Bergwerkskommission. Diese Gremien wurden mit der praktischen
Durchführung vom Rat beschlossener Aufgaben betraut.
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Bild
Gesteinssammlung in Weimar
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Das verlangte eine gewisse Sachkenntnis der betreffenden Gebiete. Durch
die Übernahme der Leitung der Bergwerkskommission im Jahre 1777 und die
Wiedereröffnung des Erzbergwerkes in Ilmenau, wurde Goethes Interesse an
der Mineralogie geweckt. Die Bergwerkskommission beschäftigte sich damals
damit den Staatshaushalt, mit der Gewinnung von Erzen aus dem Bergwerk Ilmenau,
zu verbessern. Ein Problem dabei war, die Beschaffenheit der Lagerstätten
des Erzes herauszufinden und damit die Abbaumethoden festzulegen. Für
Goethe war dies der Anlaß, sich mit der theoretischen Seite der Geologie
zu befassen. Er eignete sich dabei viel Wissen über die Entstehung der
Erdrinde an, ein Thema welches ihn sehr gefangennahm. Es gab damals noch keine
klaren und sachliche Vorstellungen, ob und wie die Gestalt der
Erdoberfläche, mit den Veränderungen der Natur zusammenhängt.
Außerdem gab es auch noch kein System, in das die Minerale eingeordnet
werden konnten. Dieses veranlaßte ihn später, zur Veranschaulichung
seiner theoretischen Studien und zu Untersuchungen sowie Experimenten, eine
eigene Gesteinssammlung anzulegen. Diese wurde im Laufe der Zeit zu einer der
besten Sammlungen in Europa. Sie entstand langsam, er brachte sich während
seiner vielen Reisen nach Thüringen und in den Harz immer wieder Mineralien
mit. Es genügte ihm dabei nicht von hier und da einen Stein mitzunehmen der
ihm gefiel, sondern er wollte eine systematische Zusammenstellung der Mineralien
einzelner Gebiete schaffen. Anhand dieser Sammlung untersuchte er den
geologische Aufbau von Thüringen, sowie den des gesamten Deutschlands. Er
laß das Buch “Von den äußerlichen Kennzeichen der
Fossilien” (Leipzig 1774) von Abraham Gottlob Werner und schloß sich
dessen Systematik zur Unterscheidung der Gesteine an, da diese am Besten seinen
Vorstellungen über die Gesamtheit einer Wissenschaft entsprach. 1779
bewegte Goethe den Herzog Carl August zum Ankauf des “Wallchschen
Naturalienkabinetts, welches später den Grundstein für das
mineralogische Museum in Weimar bildete. Goethe nahm die Studien zur Geologie
sehr ernst wie ein Zitat von ihm darlegt.
“Ich habe mich diesen Wissenschaften, da mich mein Amt dazu
berechtigt, mit einer völligen Leidenschaft ergeben und habe, da Du das
Anzügliche davon selbst kennst, eine sehr große Freude daran” (
Goethe in einem Brief an Johann Heinrich Merck). Aus der gemeinsamen Arbeit mit
J.C.W. Voigt und seinem Drang zu verstehen worin der Ursprung der Welt besteht,
entwickelte sich ein großes Interesse für geologische Zeiträume,
was ihn zu eignen Forschungen auf diesem Gebiet anregte. Als ein Ergebnis dieser
Studien entstand 1784 der Artikel “Über den Granit”. Er selbst
bezeichnet den Granit als eine Art Urgebirge, als “den ältesten
festesten tiefsten unerschütterlichsten Sohn der Natur” . Dadurch
lassen sich Parallelen zu seiner Farbenlehre ziehen, denn auch hier geht er von
einem Urphänomen aus. Sein Bestreben richtet sich darauf
Gesetzmäßigkeiten in der Struktur dieses Steines zu erkennen. Das ihn
auch hier sein innerer Kampf um die Theorie der Weltanschauung beschäftigt,
wird auch in dem folgenden Zitat in dem er sich zum Granit äußert
deutlich: “Aus bekannten Bestandteilen, auf eine geheimnisreiche Weise
zusammengesetzt, erlaubt es ebensowenig seinen Ursprung aus Feuer wie aus Wasser
herzuleiten.” (Voigt, Sucker, S.27) Es fällt auf das er sich hier
nicht auf die Art der Entstehung festlegt. 1796 scheitert das Ilmenauer
Bergwerk. Durch einen Wassereinbruch in den Schacht, waren weitere Arbeiten kaum
noch möglich, zudem gab es keine finanziellen Mittel mehr. Trotz diesem
Rückschlages, ließen Goethe die geologischen Fragen bis an sein
Lebensende nicht mehr los. Er selbst gilt, durch seine für diese Zeit neue
Vorstellung von einer Eiszeit in der Erdgeschichte, welche er erst im hohen
Alter entwickelte, als Vorläufer der Glaziologie. 1803 wird Goethe zum
Präsident der “Herzoglichen Sozietät für die gesamte
Mineralogie zu Jena” gewählt und 1806 führt Johann Georg Lenz
zu seinen Ehren die Bezeichnung Goethit [3] ein.
Bei einer Rezension zu einer Geognostisch - Geologischen Karte, an der er selbst
einen Anteil hatte, kommt noch einmal sein Interesse an der Erderforschung zum
Ausdruck. “Wenn ich gedenke, was ich mich seit fünfzig Jahren
gemüht, wie mir kein Berg zu hoch kein Schacht zu tief, kein Stollen zu
niedrig und keine Höhle labyrinthisch genug war, und nun um mir das
Einzelne zu vergegenwärtigen , zu einem allgemeinen Bilde verknüpfen
möchte; so kommt mir vorliegende Arbeit [...] sehr zustatten.”
(Voigt, Sucker S.30)
4.2. Goethes Beiträge zur Biologie
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Goethes Studien zur Biologie sind vielfältiger als bisweilen
angenommen, er betrachtete nicht nur die Pflanzenmorphologie und die Anatomie,
welche als seine Hauptinteressengebiete gelten, sondern berührte auch
allgemein biologische Fragen der damaligen Zeit.
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Seite aus Goethes Herbarium
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Er hat damit, neben anderen herausragenden Biologen, einen entscheiden
Beitrag für die Herausbildung der Biologie als ernstzunehmende Wissenschaft
geleistet. Seine erste und auch bedeutendste Entdeckung in diesem Fach, war die
des os intermaxilare [4] beim Menschen. Am Tag
dieser Entdeckung schreibt er voller Begeisterung an Frau von Stein :
“[...] es ist mir ein köstliches Vergnügen geworden, ich habe
eine anatomische Entdeckung gemacht, sage aber niemanden ein Wort.” (Mayer
S.655) Zu der damaligen Zeit wurde dieser Knochen nur bei Tieren nachgewiesen,
weil er beim Menschen, in der embryonalen Entwicklung, mit dem Schädel
verwächst. Er galt als spezieller Schnauzenknochen und damit als anatomisch
Trennung zwischen Tier und Mensch. Goethe aber wollte nachweisen das der os
intermaxilare auch beim Menschen vorkommt. Zu diesem Zwecke sammelte er
Anschauungsmaterial in Form von Hunde-, Affen-, Pferde-, und
Menschenschädeln. Er lies sie alle von 4 Seiten zeichnen, und schreckte
auch nicht vor einer Reise nach Braunschweig zurück, um dort einen
ungeborenen Elefanten zu untersuchen. Er läßt sich auch einen
Elefantenschädel nach
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Eisenach senden und schreibt dazu an Frau von Stein: “Zu meiner
großen Freude ist der Elefantenschädel aus Kassel hier angekommen
und, was ich suche, ist über mein Erwarten daran sichtbar. Ich halte ihn im
innersten Zimmerchen versteckt, damit man mich nicht für toll halte.
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Bild
Zwischenkieferknochen
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Meine Hauswirtin glaubt, es sei Porzellan in der ungeheuren Kiste.”
(Mayer, S.656) Durch Vergleiche in dieser Sammlung, fand er am menschlichen
Schädel auch Spuren einer Naht zwischen den Eckzähnen und den
Schneidezähnen, und wies damit als erster die Existenz des
Zwischenkieferknochen beim Menschen nach. Am Anfang wurde ihm von der Fachwelt
häufig widersprochen, aber im beginnenden 19 Jahrhundert wurde diese
Entdeckung in die Lehrbücher der Anatomie, unter der Bezeichnung
“Sutura incisivia Goethei” [5],
aufgenommen. Wohl bedeutender als sein Fund, ist die Art der Herangehensweise
bei der Suche nach ihm. Seine Methode, des anatomischen und embryonalen
Vergleiches, die heute als Vergleichende Morphologie bekannt ist, wurde eine
spezifische Forschungsart des 19 Jahrhunderts. Für Goethe war die
Betrachtung der verschiedenen organischen Formen, und ihrer Beziehungen
untereinander nicht nur einen Hilfe für die Physiologie, sondern eine
Methode um die Entwicklung der Menschheit zu begreifen. Er ist der Meinung das
alle organischen Gestalten ständig in Bewegung sind, und deren Entwicklung
niemals abgeschlossen ist. Damit greift er schon Darwin voraus. Wie schon
erwähnt, beschränkte er sich aber nicht nur auf diese Studien.
Unmittelbar daran knüpft seine Theorie der Entstehung des Schädels aus
umgebildeten Wirbeln an. Diese veröffentlichte er aber erst im Jahre 1820.
Die Erstveröffentlichung zu dieser Theorie fand, unabhängig von
Goethe, 1807 durch Lorenz Oken statt. In der heutigen Biologie gelten aber beide
als Urheber dieses Gedankens. In der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts,
wurden diese Auffassungen jedoch modernisiert, vorallendingen durch die Theorie
von H. Huxley, der völligen Neubildung des Schädels. Voraus ging
dieser Studie 1790 noch ein Vorschlag eines anatomischen Typus, als Modell der
Struktur der Wirbeltiere. Ein zentralen Platz in seinem Schaffen, nimmt sein
Werk von der Metamorphose der Pflanzen ein. Er versuchte in ihm die
Strukturgleichheit verschiedener organischer Teile der Pflanzen nachzuweisen.
1792 schreibt er eine allgemeine Vergleichungslehre, in der er seine Lehre von
der Wandelbarkeit der Organe und dem Gesamthaushalt des Organismus, die
Morphologie vorstellte, welche auch ein wichtiges Problem in der Metamorphose
der Pflanzen war. Er schrieb dazu eine kleine Einleitung für Christiane
Vulpius.
“Alle Gestalten sind ähnlich, und keine gleicht der anderen; und
so deutet es auf ein geheimes Gesetz auf ein heiliges Rätsel.”
(Mayer, S.655) Bei seiner Suche nach dem Zwischenkieferknochen entstand auch das
Kompensationsgesetz [6], das “Gesetz des
organischen Typus” auf welches Darwin später
zurückgriff.
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Bild
Christine Vulpius und ihr Sohn
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Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Farbenlehre, untersucht Goethe 1796
die Wirkung von farbigen Licht auf das Wachstum und die Entwicklung der
Pflanzen. Solche Untersuchungen sind heute von großem Interresse für
die Botanik. Zusammenfassend ist zu sagen, daß Goethe mit seinen Studien
der Vergleichenden Anatomie, einen großen Vorlauf in Richtung der
Darwinschen Theorien brachte, auch wenn nicht alle seiner vielen Entdeckungen
aus heutiger Sicht interessant sind.
4.3. Die Farbenlehre
Die Farbenlehre ist das Naturwissenschaftliche Hauptwerk Goethes. Auf
seiner italienischen Reise erhielt er, durch die natürliche Schönheit
und Farbenpracht der Natur, erste Anstöße sich mit der Entstehung der
Farben zu beschäftigen. Am Anfang stand für ihn das Problem der
Farbgebung, welches dann unmittelbar die Suche nach
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Gesetzmäßigkeiten für die Harmonie der Farben mit
einschloß. Erst später beschäftigte er sich auch mit dem
naturwissenschaftlichen Problemen seiner Theorie. In Italien unterhielt er sich
mit Malern und Künstlern über die Farben und die Malerei, und las
außerdem noch Fachliteratur zu dem Thema.
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Titelblatt der Farbenlehre
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Doch all dies reichte ihm nicht und so beschloß er, nach seiner
Rückkehr nach Weimar, selbst Versuche zur Farbenentstehung zu machen. Er
suchte sich in seinem Haus Zimmer mit viel Lichtdurchfluß, und bekam von
Hofrat Büttner aus Jena die notwendigen Prismen für seine Versuche.
Während seiner Experimente beging er aber einen entscheidenden Fehler. Er
hielt das Prisma direkt vor das Auge und versuchte auf eine weiße
Fläche blickend, ein Spektrum zu erkennen. Der normale Aufbau eines solchen
Experiments erfordert, daß das Licht durch ein Prisma auf eine weiße
Fläche gebrochen wird, damit ein Spektrum sichtbar wird. Goethe erkannte
durch diesen Fehler nur am Rand der Fläche ein wenig Farbe. Bei seinen
meteorologischen Himmelsbeobachtungen stellte er immer wieder fest, daß
Farberscheinungen durch die trüben Wolken beeinflußt werden. Dies
führte ihn zu der, physikalisch falschen, Annahme, daß Licht nur dort
entsteht wo “Licht und Schatten sich berühren.” Diese Form sah
er in der Welt der Farben durch das “Trübe” realisiert, also
einer Einheit aus Licht und Nichtlicht, welche für ihn der Ursprung aller
Farben war. Diese “Trübe” bezeichnete er als Urphänomen
des Lichts. Im Buch “Johann Wolfgang von Goethe” von Wolfram Voigt
und Ulrich Sucker finden sich ein paar Zeilen zum Urphänomen von Goethe im
allgemeinen. “ Als Urphänomen bezeichnete Goethe allgemeinste
gesetzmäßige Zusammenhänge, die bestimmten Erscheinungen der
Natur eigen sind und sich dem Anschauen offenbaren und weil nichts in der
Erscheinung über ihnen liegt”. (S.35) . Auf die Farbenlehre bezogen
findet man wieder das Trübe als Ursprung der Farben, da für Goethe
nichts mehr “über” diese Farbe kommt, d.h. diese Farbe aus
nichts zusammengesetzt ist. Bis zum Erscheinen seiner wohl größten
Wissenschaftlichen Arbeit “Zur Farbenlehre” (1810) beschäftigte
er sich hauptsächlich mit dem Problem der Farben. Seine Farbtheorie
entstand durch mühseliges Sammeln von Fakten und zahlreiche Experimente.
Die Farbenlehre selbst umfaßt drei Teile und zwar den
“Didaktischen”, den “Polemischen” und den
“Historischen Teil”. In dem “Didaktischen Teil” stellt
Goethe seine Ansichten über die Entstehung und die Bedeutung der Farben
dar. Er unterscheidet in Physiologische, Physische und Chemische Farben, er
untersucht die Farben auf ihre Wirkung und geht auf Beziehungen der Farbtheorie
zur Mathematik u.a. ein. Immer wieder betont er den engen Zusammenhang zwischen
dem Auge als biologischem Organ und dem Licht. Besonders deutlich wird dies in
dem Satz:
“Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus
gleichgültigen tierischen Hülfsorganen ruft sich das Licht ein Organ
hervor, das seines Gleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte
fürs Licht, damit das innere Licht dem äußeren
entgegentrete.” (Voitg, Sucker, S.38) Diese Erkenntnis brachte ihn zu der
Annahme das die Wahrnehmung der Farbe keine physikalische Eigenschaft, sondern,
durch das Auge, physiologisch bedingt, und dadurch individuell verschieden ist.
Unter den physischen Farben fast Goethe Farben zusammen die für ihn zur
Physik gehören. Er schildert dabei eingehend seine Versuche mit Prismen. In
dem Abschnitt “Sinnlich - sittliche Wirkung” lassen sich
Ansätze eine Farbenästhetik und Farbpsychologie erkennen.
Außerdem formuliert er hier die Probleme die ihn eigentlich erst auf die
Farblehre brachten, die Gesetzmäßigkeiten der Malerei. Die
Farbenlehre endet mit dem großen historischen Teil, in dem Goethe die
geschichtlichen Bemühungen Farbe zu beschreiben und zu verstehen
zusammenfaßt. Er beschäftigte sich in diesem Teil auch ausgiebig mit
den Theorien von Epikur und Lukrez. Diese Farbenlehre ist aus heutiger Sicht
physikalisch nicht tragbar und wurde schon damals durch die Newtonsche Theorie
widerlegt, aber sie ist von einer
sprachlichen Schönheit, sowie auch als Anleitung für die Malerei
als Harmonielehre zu verstehen.
4.4. Der Streit Goethes und Newtons um die Farbenlehre
Der Ursprung dieses Streites ist wie schon erwähnt die falsche
Benutzung des Prismas, welcher Goethe glauben machte, daß Newton mit
seiner Farbenlehre vollkommen falsch liegen müßte. Um die
Zusammenhänge deutlicher werden zu lassen, muß man auch die Theorie
von Newton kurz beleuchten. In dieser Lehre wird das weiße Licht aus
Lichtern vieler verschiedener Farben zusammengesetzt. Aus diesem weißen
Licht können, durch Brechung und andere Umwelteinflüße, die
anderen Farben herausgelöst werden. Er unterscheide sich in diesem Punkt
nicht unbedingt von Goethe, denn zu diesem Herauslösen ist unbedingt
Materie nötig, die man bei Goethe als das Trübe definiert findet.
Newton schuf mit ihr die Voraussetzungen für eine mathematische Betrachtung
der Farben und ein wissenschaftliche Bearbeitung dieses Themas. Goethe versuchte
aber eher eine lebendige Farbenlehre zu schaffen, und lies sich wenig durch
genaue Physik stören. Für ihn war das weiße Licht die reinste
Form des Lichtes und gerade diese sollte, nach Newton, nun aus anderen Farben
bestehen. In dem Zitat “Wäre denn aber auch ein solches
Urphänomen gefunden, so bleibt immer noch das Übel, daß man es
nicht als solches anerkennen will, daß wir hinter ihm und über ihm
noch etwas Weiteres aufsuchen, da wir doch hier die Grenzen des Schauen
eingestehen sollten. Der Naturforscher lasse die Urphänomene in ihrer
ewigen Ruhe und Herrlichkeit bestehen.” (Mayer, S.685) läßt
Goethe seinen Unmut aus. Er verstärkt seine wörtlichen Angriffe gegen
Newton, weil er von der wissenschaftlichen Richtigkeit seiner Farbenlehre
überzeugt war. Da ihm schon bei der Entdeckung des Zwischenkieferknochens
niemand der wissenschaftlichen Welt geglaubt hatte, dachte er daß es mit
der Farbenlehre genauso wäre, daß er nur genug kämpfen
müßte um alle davon zu überzeugen. Auf die heutige Zeit bezogen
haben beide Farbenlehren ihre Wirkung hinterlassen. Die physikalische
Richtigkeit blieb aber, und das dies war schon zu Goethes Zeiten deutlich, der
Newtonschen Lehre vorbehalten. Goethes Farbenlehre hingegen ist vielen Malern
und Künstlern eine hilfreiche Unterstützung. Die Zusammenfassungen
über die Harmonie der Farben sind bis heute noch vertretene Auffassungen.
Dieser Unterschied wird auch schon im Ansatz der beiden Naturwissenschaftler
deutlich. Goethe versuchte am Anfang eine verbindliche Lehre für die
Harmonie der Farben zu schaffen, was ihm sehr gut gelungen ist, während
Newton von Anfang an die wissenschaftlichen Aspekte dieser Sache im Auge hatte.
Kurz vor Ende seines Lebens scheint sich Goethe zu besinnen, den er
läßt aus einer neuen Auflage der Farbelehre, einige sehr
anschuldigende Sätze gegen Newton aus dem Polemischen Teil streichen.
4.5. Goethes Beiträge zur
Meteorologie
Durch Tagebuchnotizen von Goethe ist heute erwiesen, daß er sich,
während seiner Untersuchungen zur Farbenlehre, auch intensiv
meteorologischen Studien widmete. Dadurch das die Bürgerschaft sich immer
mehr dem Problem der Meteorologie widmete, konnte sich auch Goethe diesem auch
nicht mehr verschließen. Dies ist auch gar nicht mal so abwegig, da er bei
eben diesen Untersuchungen auch Himmelsbeoabachtungen machte. Dabei dachte er
auch oft über “Witterungskundliche Probleme” wie zum Beispiel
die Entstehung der Wolken und es Klimas, sowie die Nebelbildung nach. Er war
einer der Ersten, die sich auch Gedanken zu der Wirkung des Wetters auf den
Menschen machten. Ihn faszinierte es besonders, das er endlich einmal, bei der
Wolkenbildung, sehen konnte wie die Natur selbst etwas trübes hervorbringt,
was ja nach Ansicht seiner Farbenlehre der Ursprung aller Farben ist. Nachdem er
die Farbenlehre 1810 abschloß, widmete er sich ausführlich dem
Entstehen des Wetters. 1803 erschien in England das Buch “An essay of the
modification of claudes” von Howard, einem Autodidakten auf dem Gebiet der
Meteorologie. Er führte die heutige üblichen Begriffe der
Wolkenbezeichnung ein.
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Durch den Herzog Carl August wurde Goethe auf dieses Werk aufmerksam und
war sehr begeistert. Auch hier wird wieder die enge Verflechtung von
Naturwissenschaft und Kunst im Leben von Goethe deutlich, denn er schrieb 1821
das Gedicht “Howards Ehrengedächtnis” in dem es unter anderem
heißt :
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Bild
Carl August
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“ ... Er aber, Howard, gibt mit reinem Sinn uns neuer Lehre
herrlichsten Gewinn. Was sich nicht halten, nicht erreichen läßt. Er
fäßt es an, er hält es fest.” (Voigt, Sucker, S.59) Durch
Vergleichen von Wolken, also einer Anwendung seiner Morphologie, versuchte er
Gesetzmäßigkeiten der Wolkenbildung zu finden und war dabei sehr von
Howard beeinflußt. In den Übergangsformen zwischen den einzelnen
Wolkenformen sah Goethe einen Beweis für die Umwandlung, die Methamorphose
der Wolken. Bei seinen Beobachtungen stieß er auch auf eine
Übergangsform, die noch nicht bekannt war, und gab ihr den Namen Paries.
Diese Bezeichnung konnte sich aber nicht durchsetzen, da diese Zwischenform von
der Fachwelt nicht als neu anerkannt wurde. Ab ungefähr 1816 begann Goethe
systematisch wetterkundliche Daten zu sammeln. Selbst auf seinen Reisen
ließ er sich nicht davon abringen, seine Messungen durchzuführen.
Dadurch entstand eine sehr große Übersicht über die damaligen
Wettervorgänge, die heute eine Aufschluß geben. Eine wahre
Pionierleistung vollbrachte Goethe mit seiner Idee zum koordinierten Sammeln von
Wetterdaten in wetterkundlichen Beobachtungstation. Auf sein Bestreben hin
errichtete Carl August auf dem Ettersberg die erste dieser Art in Deutschland .
Durch eine Ausbreitung von solchen Stationen, wurde das Herzogtum Sachsen Weimar
das erste deutsche Land, mit einem Netz von Wetterstationen. 1817 schrieb Goethe
das Werk “Instruktion für eine systematische
Wetterbeobachtung”, in dem er Hinweise für die Benutzung von solchen
Stationen gab. Nach seinem Tod wurden fast alle Wetterstationen wieder
geschlossen, da es an Geld, sowie an fähigen Forschungskräften
mangelte. Er versuchte 1825 noch ein theoretische Zusammenfassung aller
Wetterdaten in dem Artikel “Versuch einer Witterungslehre”
aufzustellen, welcher aber nie veröffentlicht wurde. In diesem Artikel
versucht Goethe den Wetterablauf anhand der Erdanziehungskraft zu erklären.
Je höher diese Anziehungskraft ist desto stärker sollte das Barometer
ausschlagen. In seiner Theorie ist die Temperatur ein wichtiger Bestandteil
für die Ausbildung des Wetter, da erhöhte Temperatur eine Ausdehnung
der Atmosphäre zur Folgen haben müßte. Diese Idee wurde
überholt und ist heute von sehr geringer Bedeutung. Im Gegensatz zur
Farbenlehre, hatte Goethe hier auch nicht den unbedingten Anspruch auf
wissenschaftliche Korrektheit, sondern wollte nur einen Beitrag zum Verstehen
der Wettervorgänge liefern, weil er nicht an göttliche Mächte
glaubte, die den Himmel verändern sollten. Durch seine vielen Beobachtungen
der Wettervorgänge entstanden auch durchaus praktische Dinge wie zum
Beispiel das Goethe Thermometer.
- Anhang
- Tabellarischer
Lebenslauf
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28. 8.1749
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Goethe in Frankfurt geboren. Eltern : Kaiserliche Rat Johann Kaspar Goethe
und Katharina Elisabeth Goethe
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1759
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Besetzung von Frankfurt durch französische Truppen
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1765-1768
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Studium in Leipzig ( Jura )
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1770-1771
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Studium in Straßburg
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6. 8.1771
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Goethe wird in Straßburg zum Lizentiaten der Rechte
promoviert
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1775
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Erste Schweizer Reise Goethes
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7.11.1775
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Goethe siedelt nach Weimar über
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11.6.1776
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Ernennung Goethes zum Geheimen Legationsrat
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25. 6.1776
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Eintritt in den Staatsdienst in Weimar
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18. 2.1777
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Er erhält die Oberaufsicht über die
Bergwerksangelegenheiten
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1777
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Erste Reise in den Harz
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1778
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Besuch am Hof von Friedrich dem II. In Postdam
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Jan. 1779
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Goethe übernimmt die Kriegskommision
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5. 9.1779
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Goethe wird zum Geheimen Rat ernannt
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Ende 1779
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Zweite Schweizer Reise
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23. 6. 1780
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Goethes Aufnahme in die Freimaurer - Loge
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10. 4. 1782
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Kaiser Joseph erhebt Goethe in den Adelstand
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11. 6. 1782
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Goethe wird mit der Leitung der Kammergeschäfte beauftragt
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1783
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Zweite Harzreise
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1784
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Dritte Harzreise. Wichtige mineralogische Studien und Zeichnungen
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6. 7.1784
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Goethe erhält Oberaufsicht über das Steuerwesen in
Ilmenau
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1786-1788
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Erste Italienreise, Tagebuch über botanische Beobachtungen
entsteht
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1788
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Goethe wird von allen Regierungsgeschäften entlastet. Ausnahme:
Bergwerksleitung in Ilmenau
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Juli 1788
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Erste Begegnung mit Christiane Vulpius
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25.12.1789
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Geburt des Sohnes von Goethe und Christiane
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1790
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Zweite Italienreise
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1792
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Teilnahme Goethes an der preußischen Intervention gegen Frankreich,
Beschäftigung mit der Farbenlehre
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1797
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Dritte Schweizer Reise
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13. 9.1804
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Goethe wird zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt
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1806
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Ehe mit Christiane Vulpius
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Okt. 1808
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Unterredungen mit Napoleon Bonaparte
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12.10.1808
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Goethe wird zum Ritter der Ehrenlegion ernannt
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April 1813
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Einmarsch russischer und preußischer Truppen in Weimar
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12.12.1815
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Goethe wird Staatsminister
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6. 6. 1816
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Christiane von Goethe stirbt
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7.11.1825
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Goethe wird Professor an der Universität in Jena
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22. 3.1832
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Goethe stirbt
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- Quellen
- Müller, Friedrich von: Unterhaltungen mit Goethe. Weimar: Hermann
Böhlaus Nachfolger, 1982
- Hoffmann, Arthur: Werktätiges Leben im Geiste Goethes. Weimar: Hermann
Böhlaus Nachfolger, 1950
- Trunz, Erich: Weimarer Goethe - Studien. Weimar: Hermann Böhlaus
Nachfolger, 1980, S. 1-48
- Meyer, Hans( Hrsg.): Goethe, Ein Versuch über den Erfolg. Frankfurt am
Main: Insel, 1973
- Meyer, Hans( Hrsg.): Goethe im zwanzigsten Jahrhundert. Frankfurt am Main:
Insel, 1987, S.645-703
- Götting, Franz( Hrsg.): Chronik von Goethes Leben. Leipzig: Insel,
1953, S. 7-141
- Voigt, Wolfram; Sucker, Ulrich: Johann Wolfgang von Goethe als
Naturwissenschaftler. Berlin: BSB B. G. Teubner, 1979
- Lukacs, Georg: Goethe und seine Zeit. Berlin: Aufbau , 1950
5.3. Bibliographie:
- Born, M .: Betrachtungen zur Farbenlehre. München: R. Piper & Co.
, 1963
- Carus, C. G.: Goethe und seine Bedeutung für diese und die
künftige Zeit. Weimar: Aufbau , 1957
- Gebhardt, M.: Goethe als Physiker. Berlin: Köbl, 1932
- Geerdts, H.-J.: Johann Wolfgang Goethe. Biographie. Leipzig: Volk und
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- Gericke, L.; Schöne, K.: Das Phänomen Farbe. Berlin: Hoheneichen
, 1973
- Girnus, W.: Goethes Weltbild. Berlin: Hoheneichen , 1062
- Hamm,H.: Der Theoretiker Goethe. Berlin: Hoheneichen, 1975
- Haecker, V.: Goehtes morphologische Arbeiten und die neuere Forschung.
Jena: M. Müller und Sohn, 1927
- Heisenberg, W.: Die Goethsche und die Newtonsche Farbenlehre im Lichte der
modernen Physik. Stuttgart: Insel, 1947
- Kanaev, I.I.: Goethe als Naturforscher. Weimar: Mühlhäuser
Druckhaus, 1970
- Link, G.: Goethes Verhältnis zur Mineralogie und Geognosie. Jena: M.
Müller und Sohn, 1906
12. Schmidt, G.: Über die Herkunft
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13. Schmidt, G.: Goethe und die Naturwissenschaften. Eine Bibliographie.
Halle: Hoheneichen , 1935.
14. Schneider-Carius, K.: Wetterkunde Wetterforschung, Geschichte ihrer
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15. Schweitzer, A.: Goethe als Denker und Mensch. In : Den Manen Goethes,
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16. Semper, M.: Die geologischen Studien Goethes. Leipzig: Franckh,
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17. Virchow, R.: Goethe als Naturforscher. Berlin: Hoheneichen,
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18. Walther , J.: Goethe als Seher und Erforscher der Natur. Halle: Ebener
1930.
19. Wessely, K.: Welche Wege fuhren noch heute zu Goethes Farbenlehre. 1969
: Aufbau
[1] Die Neptunistische Theorie geht in der
Geschichte der Weltenstehung von der Erschaffung der Welt und allen Lebens
durch das Wasser aus. Durch die Kristalisation desselben werden Berge die Erde
ansich herausgebildet.
[2] Vulkanisten: Ähnlich wie die
Neptunisten suchten sie nach einer Möglichkeit die Enstehung der Erde zu
erklären und versuchten dies über den Weg das Feuers. Für sie
entstand das Leben sowie die Erde aus den Vulkanen (wie auch der Name vermuten
läßt).
[3] Geothit bezeichnet das
Nadeleisenerz
[4] os intermaxilare: Zwischenkieferknochen
paarig angelegter kleiner Knochen des Oberkiefers träg die vier
Schneidezähne
[5] Sutura = Die Naht , incisiva =
Schneidezahn; Die Naht zwischen Schneidezahn und Eckzahn nach Goethe
benannt.
[6] Das Gesetz handelt von der Sparsamkeit
der Natur bei der Ausbildung tierischer Organe, wird allgemeinhin auch als
Gesetz des inneren Gleichgewichts der Organe bezeichnet.
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