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Kirchner, Wolfgang: Wir durften nichts davon wisse
REFERAT( 15. April
1994)
Wir durften nichts davon wissen.
Sg. Herr Professor, liebe Mitschüler. Ich möchte euch heute das
Buch “Wir durften nichts davon wissen” von Wolfgang Kirchner
vorstellen. Vorweg einige Angaben zum Autor. Wolfgang Kirchner wurde 1935 in
Danzig geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und
Kunstgeschichte, arbeitete er als Drehautor beim Theater. Nebenbei
übersetzte er Theaterstücke. Seit 1963 ist er freiberuflicher Autor.
Er schrieb auch viele Fernsehspiele. Sein bedeutendster Roman wurde auch
verfilmt. Nun lebt er in Berlin.
Das Buch das ich Euch heute vorstellen will, heißt “Wir durften
nichts davon wissen”. Es ist die Geschichte einer deutschen Familie
während des 2.Weltkrieges. Es ist Palmsonntag im Jahre 1945. Wolfgang und
sein 13 -jähriger Bruder Diti wohnen mit ihren Eltern, Großeltern und
4 kleineren Geschwistern in einem Vorort von Danzig. Mit ihrer Hausangestellten
Klara, einer Polin und der 7-köpfigen Nachbarsfamilie Duschau bewohnen sie
den Luftschutzkeller ihres Hauses. Im zerbombten Obergeschoß hat die
Waffen SS eine Funkstation eingerichtet.
Es gibt nur wenig zu essen, aber der 13 -jährige Diti findet immer
wieder eine Möglichkeit die Familie zu ernähren. Doch eines Tages
zieht die Waffen SS ab, nachdem sie die Familie aufgefordert hat mitzukommen.
Danzig brennt und die Russen erobern die Stadt. Sie schänden Frauen und
rauben die Häuser aus.
Eines Tages holen sie auch Wolfgangs Vater einem Hauptmann der deutschen
Armee und die Familie beschließt zu fliehen. Mit ein paar Habseligkeiten,
so wie 6 Jahre zuvor polnische Frauen und Kinder vor den Deutschen fliehen
mußten. Nach einigen Tagen kehren sie jedoch wieder zurück. Sie
ziehen aber nicht mehr in ihr Haus, sondern verstecken sich in dem Haus der
Nachbarsfamilie Duschau. Trotzdem wird am Ostermontag auch die Mutter von
Wolfgang verhaftet. Einzig und alleine ihre sechs Kinder, die im
Familienstammbuch vermerkt sind, bewahren sie davor, nach Rußland
verschleppt zu werden.
Doch die Lage wird immer schlimmer. Es gibt kaum noch zu essen und dir
Großeltern sind an Ruhr erkrankt. Alle haben Durchfall. Doch Diti ist
wieder einmal Retter in Not. In einer nahegelegenen zerbombten Fabrik, findet er
Tabletten gegen die Ruhr, ein Pferd und sogar eine Kutsche. Er treibt einen
einträglichen Handel mit seinen Tabletten. Mit seinem Pferdewagen kann er
aus einer nahegelegenen Gärtnerei sogar Gemüse holen, nachdem er dort
verkündet hatte, er fahre für die russischen Kommandantur. Endlich
konnten sich alle wieder einmal satt essen. Von ihren Vater wußten sie
jedoch noch immer nichts.
Eines Tages, wird Diti der Wagen samt Pferd abgenommen und die Fahrten zur
Gärtnerei sind nun zu Ende. Wolfgang bekommt eine Arbeit in einem
polnischen Lebensmittelgeschäft, gegenüber ihrer Wohnung wird jedoch
bald wieder entlassen. Er wurde beim Zuckernaschen erwischt. Seine genauen
Kenntnisse im Lebensmittellager verlassen Diti zu einem Einbruch. Er wird jedoch
von der Miliz, der polnischen Polizei gestört und kann deshalb nur
Kartoffeln stehlen, dir sofort in der Wohnung versteckt werden. Diti flieht zu
Verwandten, die 35km entfernt an Land wohnen.
An einem der nächsten Tage, geht Achim, der älteste Bruder
Wolfgangs, in die frühere Wohnung der Familie, um zu holen, was noch
übriggeblieben ist. Er wird aber von der Miliz entdeckt, und wird
mitgenommen. Bitten und Dränen aller Familienangehörige und der
Tatsache , daß er im eigene Haus war, bleibt er in Haft. Er flieht und
versteckt sich. Deshalb holt die Miliz Diti, den zweit jüngeren ab. Doch
Achim stellt sich und wird wieder inhaftiert. Am nächsten Tag bringt ein
Offizier der Miliz Achim nach Hause, und bieten ihm sogar Arbeit an.
Eines Tages erkläre Frau Duschau und Klara, daß sie nach
Deutschland fliehen würden. Die Familie bleibt alleine zurück. Nachdem
die Mutter für kurze Zeit Arbeit bekommen hätte, dies aber vor lauter
Entkräftigung wieder verlor, beschließen alle zu den Verwandten aufs
Land zu fliehen. Dort werden sie liebevoll aufgenommen und gut ernährt.
Doch alle wollten nach Deutschland. Am 31 August bekommen sie Fahrkarten
für einen Flüchtlingstransport nach Deutschland. Als sie mit einem
Pferdefuhrwerk zum Güterbahnhof kommen, sehen sie ein letztes Mal das
kaputte Danzig. In verschmutzten Viehwaggons fahren sie nach Westen Richtung
Deutschland. 77 km vor Berlin, gleich nach der Grenze Polens müssen alle
Flüchtlinge aussteigen. Der Zug fährt zurück nach Polen. Zwei
Tage müssen alle am Bahndamm ausharren, werden aber von vorbeifahrenden
Fremdarbeitern bestohlen. Am Nachmittag des zweiten Tages, kommt ein Lazarettzug
der Roten Armee und nimmt die Flüchtlinge auf. Nicht alle haben Platz, doch
Wolfgang erreicht mit seiner gesamten Familie Köln. 4 Jahre später, im
Dezember 1949 kehrt auch der Vater aus russischer Kriegsgefangenschaft
zurück.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es das wirkliche Leben von
damals wiedergibt. Beim Lesen, habe ich mir öfters gedacht, wie gut es uns
heute geht, im Vergleich zu damals.
Wie müssen nicht hungern und müssen keine Angst um unsere Eltern
haben. Wir sollen auch daran denken, daß wir Jugendlichen auch andere
Meinungen gelten lassen und später keinen Krieg
beginnen. STICHWORTZETTEL:
Wir durften nichts davon wissen! (Wolfgang Kirchner)
Wolfgang Kirchner: Geboren am 1935 in Danzig. Nach seinem Studium der
Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte, arbeitete er als Drehbuchautor beim
Theater. Nebenbei übersetzt er auch Theaterstücke. Seit 1963 ist er
freiberuflicher Autor. Er schrieb auch viele Fernsehspiele und sein
bedeutendster Roman wurde sogar verfilmt.
Deutsche Familie während des 2 Weltkrieges.
Es ist Palmsonntag im Jahre 1945
Wolfgang und sein 13 -jähriger Bruder Diti, Eltern, Großeltern
und 4 kleinere Geschwister im Vorort von Danzig
Klara = Polin
7 köpfige Nachbarsfamilie Duschau
Luftschutzkeller
Obergeschoß (Haus) - Waffen SS - Funkstation
Essen: Sehr wenig, Diti, = “Retter in der Not”
Danzig brennt - von Russen erobert, schänden Frauen und
Kinder
Wolfgangs Vater wird abgeholt
Daher muß Familie fliehen, kehrt zurück, wohnen aber im
Nachbarhaus bei Familie Duschau
Ostermontag wird Mutter abgeholt, kehrt zurück weil sie 6 Kinder
hat.
Lage wird immer schlimmer. Essen sehr knapp Großeltern erkranken an
Ruhr, alle Durchfall. Diti findet Gegenmittel , Pferd und Wagen, und besorgt
dazu auch noch Essen. Mit seiner Medizin treibt er einen guten Handel und darf
dafür immer zur nahegelegenen Gärtnerei Essen holen = Russische
Kommandantur.
Wolfgang findet Arbeit, verliert sie-Diti-Einbruch-flieht zu
Verwandte.
Achim, d. Älteste wird, als er im Haus Sachen suchen ging, ebenfalls
verhaftet.
Mutter bekommt ebenfalls Arbeit, verliert sie aber wieder, weil sie vor
Erschöpfung nicht mehr kann. Frau Duschau und Klara fliehen. Mutter bleibt
alleine zurück.
Familie flieht abermals, diesmal zu Verwandten aufs Land
31.August: Fahrkarten für Flüchtlingstransport nach
Deutschland.
Kurz vor der polnischen Grenze aussteigen, 2 Tage warten am Bahndamm.
Von vorbeifahrenden Fremdarbeitern bestohlen, dann Weiterfahrt nach Köln.
Nicht alle erreichen Zug. Fam. schon.
1949 Rückkehr des Vaters aus russischer Gefangenschaft.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es das wirkliche Leben von
damals wiedergibt. Beim Lesen, habe ich mir öfters gedacht, wie gut es uns
heute geht, im Vergleich zu damals. Wir müssen nicht hungern und
müssen keine Angst um unsere Eltern haben. Wir sollen auch daran denken,
daß wir Jugendlichen auch andere Meinungen gelten lassen und später
keinen Krieg beginnen.
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