|
Du bist hier: Referate Datenbank | Erdkunde
| Die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen
Die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen
DIE WELTWIRTSCHAFTSKRISE UND IHRE FOLGEN (GESCHICHTE, POLITIK&GESELLSCHAFT
SEITEN 307-307)
- - Ausgangspunkt: Börsenkrach in den USA
(25.10.29) è
Störung des Kreditwesens, der Produktion und des Absatzes.
- Agrarpreise sanken durch Überproduktion und
Einströmen billiger Agrarprodukte aus Übersee
è Verschuldung
der Landwirtschaft. Die Kredite konnten nicht zurückgezahlt werden, da das
Geld nicht konstruktiv, sondern nur zum Überleben aufgenommen wurden.
è noch
stärkere Verschuldung, Abhängigkeit von den Banken.
- Industrie war stark exportabhängig, Lohnkosten
stiegen, was allerdings durch moderne Fertigungstechniken ausgeglichen wurde
è
Konzentrationsschub, Monopolbildung, da sich kleinere Betriebe meist keine neue
Fertigung leisten
konnten.è
Preisabsprache, schwerfällige Reaktion auf Veränderungen
(è Drosselung
von Absatz und Nachfrage).
- Konjunktur war Sommer 1929 abgeflacht, Investitionen
waren erheblich niedriger und die Staatsausgaben deutlich höher als vor dem
Krieg.
- Arbeitslosigkeit war gestiegen, durch die
Arbeitslosenversicherung gerieten die öffentlichen Haushalte in
schwierigkeiten. Hohe Arbeitslosigkeit
è
Steuererträge sanken
è Steuererhebung
...
- Politische Kräftekonstellation:
- Große Koalition aus SPD –
Zentrum(BVP(Bayrische Volkspartei, Schwesterpartei des Zentrums)) – DDP
– DVP.
- Regierung unter Hermann Müller (SPD) war anfangs
schweren Konfrontationen ausgesetzt (interne Streitigkeiten mit den
Koalitionspartnern, politische Gegensätze unter den
Koalitionspartnern).
- Zum Börsenkrach in den USA: Ausgelöst durch
maßlose Spekulationen
è
Kursstürze, Bankrotte, Zahlungseinstellung der Banken, Fallen der Preise,
Rückgang der Produktion, Lohnkürzungen, Entlassungen, Nachlassen der
Kaufkraft, Störung des weltwirtschaftlichen Finanzkreislaufes,
......
- Abzug der internationalen Kredite vom Markt
è schadet
Deutschland.
- Deutschland erreicht die Wirtschaftskrise 1930.
Produktion fiel, Einkommen sank, Arbeitslosigkeit stieg (Feb. 1932: 3 Mio.). Da
die amerikanischen Kredite fehlten, wurde das deutsche Bankwesen enorm
geschwächt, 1931 Zusammenbruch der Banken.
- Arbeitskämpfe durch Arbeiterorganisationen waren
fast nicht mehr durchführbar, da es den Gewerkschaften angesichts der
sinkenden Mitgliedsbeträge (da so viele Arbeitslos) nicht mehr möglich
war, Streiks und Klagen vor dem Arbeitsgericht zu organisieren.
- 1930: Auseinanderbrechen der großen Koalition
(wegen wirtschaftspolitischer Schwierigkeiten: Haushaltsdefizit: 1,5 Mrd.
Reichsmark).
- Parteien zunehmend
‚Weltanschauungsparteien‘: z.B. DVP von einer liberalen Volkspartei
zur antimarxistischen Wirtschaftspartei. Sie lehnte die sozialistischen
Forderungen der SPD ab.
- Spaltung der Arbeiterbewegung: politisch Nachteilig
für die Weimarer Demokratie (Nach 1929 wurden Sozialdemokraten von den
Kommunisten als ‚Sozialfaschisten‘ bezeichnet,...).
- Zentrumspartei:
- Durch antikapitalistische wie antisozialistische
Ausrichtung relativ flexibel, sie gehörte allen Koalitionen an.
- Hauptziel war es, an der Regierung beteiligt zu bleiben.
- Zentrum bestand aus DNVP und DDP. Die DDP wurde ab 1930
zunehmend bedeutungsloser trotz ihrer Öffnung nach rechts.
- Republikfeindliche Parteien:
- Seit 1928 eindeutig DNVP, NSDAP,...
- Offener Kampf gegen das System von Weimar.
- Nationale Einheitsfront: DNVP, NSDAP,
‚Stahlhelm‘: Kampf gegen ‚Young Plan‘
(Reparationsvertrag 1930 von H. Müller unterschrieben, legte
Reparationskosten auf 112Mrd. Reichsmark fest (vgl. Verschuldung Deutschlands
von 1,5 Mrd. Reichsmark, eine Abzahlung dieser Schulden von 112 Mrd. war so gut
wie unmöglich)).
- Die DNVP gliederte sich mit der Zeit in die NSDAP ein.
©1998 by Jan Runge
|