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Australien in Industrie und Landwirtschaft
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Autor: Christian Seitz
Jahrgangsstufe: 8 / Schule: MLS Marburg / Kurs:
Erdkunde bei Frau Günther
Fach: Erdkunde / Thema: Australien - Industrie und
Landwirtschaft
Note: 1 (!)
P.S: Über eine kleine Rückantwort
(Kommentar, Verwendungszweck, “ich habe Dein Referat
runtergeladen...”, etc.) würde ich mich sehr
freuen!!!
e-mail an mich:
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http://home.t-online.de/home/Seitz.Langen
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REFERAT ÜBER DIE WIRTSCHAFT IN
AUSTRALIEN:
AUSTRALIEN IN INDUSTRIE UND
LANDWIRTSCHAFT
© 1993 by. Christian Seitz & Tonio Tadge
1993 unter MS Write / 1998 nach MS Word konvertiert
gewidmet Frau Günther
INHALT
- Einführung
- Bodenschätze
- Uran
- Gold
- Kohle
- Edelsteine
- Eisenerz
- Aluminium
- Erdöl und
Erdgas
- Buntmetalle, Kupfererz,
Zinn, Nickel, Manganerz, Wolframerz und Titan
- Industrie
- Allgemein
- Automobilindustrie
- Chemische- und
Erdölindustrie
- Stahlindustrie
- Elekroindustrie und
Maschinenbau
- Landwirtschaft
- Australien, die
Schatzinsel
- Feldfrüchte
- Weizen
- Hafer
- Gerste
- Hirse
- Zuckerrohr
- Tabak
- Reis
- Baumwolle
- Erdnüsse
- Ölgewinnung
- Obst
- Gemüse
- Wein und
Rosinen
- Weidewirtschaft
- Schafzucht
- Rinderzucht
- Milchviehhaltung
- Schweine und
Geflügel
- Forstwirtschaft
- Fischerei
- Handel
- Allgemein
- Tourismus
- Geld und
Kapitalmarkt
- Außenhandel
- Exporte und
Importe
- Streiks
- Der richtige Beruf
öffnet Türen
- Schlußwort
- Materialien
EINFÜHRUNG
Der kleinste Kontinent der Erde wurde am spätesten
entdeckt. Es war Kapitän James Cook, der im Jahre 1770 Australien
entdeckte. Der fünfte Kontinent ist eine große Insel, die mit 7,7
Mio. km² dreiviertel so groß wie Europa und immerhin "nur" 31 mal
größer als die BRD ist. Es ist der einzige Kontinent, der nur von
einer Regierung regiert wird. Der Südpazifik wird in einigen Jahren eine
ähnliche Bedeutung haben wie der Nordpazifik mit den Wirtschaftsriesen
Japan, Korea etc.. Im Jahre 1814 schlug der Engländer Matthew Flintes den
Namen Australien vor. Er war auch der erste der den Kontinent umsegelte und
damit bewies, daß Australien keine Insularkupell war, wie es nach 1770 von
den Seefahrern gedacht wurde.
I. BODENSCHÄTZE
URAN
Seit dem 2 Weltkrieg ist eine Reihe von teilweise
außerordentlich hochwertigen Uranvorkommen Nordwest und in
Südaustralien gefunden worden.Uran ist sehr wichtig für die
Herstellung von Atombomben und Kernkraftwerken . Australien enthält
ungefähr 20% des Uranvorkommens der Welt. Nur ist die Ausbeutung noch
nicht voll erreicht worden. Da dieser Stoff sehr wichtig für die USA, die
größte Atommacht der Welt, ist und auch für andere Staaten, ist
die Bedeutung des Uran viel größer in der Politik als die
tatsächliche Ausbeutung. Außerdem gibt es dazu noch die Probleme der
Strahlung, und Endlagerung des Uran. So ist der Export des Uran doch sehr
gering.
GOLD
Die Vorstellung von großem Reichtum prägte schon
immer die Vorstellung Australiens. Viele waren und sind es, die verbissen nach
Gold suchen oder jagen. Im 19. Jh. war das Gold eine der wichtigsten Quellen des
Wohlstandes und ist heute immer noch sehr wichtig. Es war ein Magnet für
Abenteurer und Einwanderer. Zu dieser Zeit gab es in allen australischen
Kolonien Goldfunde. Im Laufe der Zeit wurde der Kalynorlie-Bezirk in
Westaustralien, etwa 600km östlich von Perth zum Zentrum der Goldgewinnung.
Nach dem 2. Weltkrieg kam die Goldgewinnung ins Stocken und mußte fast
aufgegeben werden, weil der Goldpreis zu niedrig war, so daß noch nicht
mal die Förderkosten bezahlt werden konnten. Nachdem sich der Welthandel
erholt hatte und auf über 500 US-$ pro Feinunze geklettert war (zum
Vergleich: 1945: 35 US-$ pro Feinunze), ist die australische Goldschürferei
wieder angestiegen und im Jahre 1980 betrug die Erzeugung von Feingold immerhin
17.320 kg.
KOHLE
Steinkohle ist der größte Energielieferant
Australiens. Die Vorkommen erstrecken sich von Neusüdwales bis in den
Norden von Queensland. Sie sind so riesig das sie jeden Bedarf für viele
Jahrzehnte decken. 1980 wurden über 94 Mill t. Steinkohle gefördert,
als Exporte liefen davon über 43 Mill t. Steinkohle. Steinkohle ist in
Australien verhältnismäßig billig, da ein großer Teil im
Tagebau gewonnen werden kann, weil der Abraum nur wenige Meter beträgt. Das
größte Braunkohlevorkommen befindet sich im Latrobe-Tal 150 km
östlich von Melbourne; über 55 Mrd, t. an Reserven sind dort. Seit den
zwanziger Jahren wird dort der Abbau betrieben. 1980 wurden ca. 33 Mill. t.
Braunkohle in Australien insgesamt gefördert.
EDELSTEINE
In Westaustralien sind bedeutende von Diamanten gefunden
worden. Kleine Mengen Saphiren und Smaragden wurden in Queensland und in
Nord-Neusüdwales gefunden . Der bedeutendste Edelstein ist aber der Opal,
er wird in Queensland, Neusüdwales und in Südaustralien
gefördert. Insgesamt wird der Wert der Förderung mit ungefähr 30
Mill. $A pro Jahr geschätzt
EISENERZ
Unvorstellbar große Mengen an hochwertigem Eisenerz
wurden Ende der fünfziger Jahre im Nordwesten von Westaustralien entdeckt.
Neue Häfen, Eisenbahnen und sogar Städte wurden angelegt. 1980 wurden
fast 97 Mill. t. Eisenerz produziert. Der größte Teil wird nach Japan
exportiert und nur etwa 11 Mill. t. werden in Australien verhüttet.
ALUMINIUM
Es wurden sehr große Reserven an Bauxit-Reserven in
Nord- und Westaustralien entdeckt, man glaubt das dies die größten
der Welt sind. In diesen Gebieten sollen über 5 Mrd . t. Bauxit liegen.
1980 wurden 28 Mill. t. gefördert wovon 7,4 Mill. t. zu Tonerde verarbeitet
wurden. Dagegen ist die Produktion von Aluminium trotz der großen Reserven
an Bauxit, dem Grundstoff für Aluminium, sehr gering. In den nächsten
Jahren sind aber Projekte geplant, so daß die Aluminiumherstellung um das
5-fache gesteigert werden könnte. Und damit eine der wichtigsten
australischen Industrien werden könnte .
ERDÖL UND ERDGAS
1966 wurden größere Vorkommen von Erdgas und
Erdöl auf dem Meeresboden an der Südküste von Victoria gefunden
und jetzt auch ausgebeutet. Ein gewaltiges Vorkommen von Ölschiefer wurde
bei Rundle in Mittel-Queensland gefunden. Das Ölschiefer eignet sich
besonders zur Herstellung von Diesel. Leider wurde bis heute noch keine richtige
Erschließung dieser Vorkommen vorgenommen, obwohl der Ölschiefer doch
leicht im Tagebau ausgebeutet werden könnte.
BUNTMETALLE, KUPFERERZ,
ZINN,
NICKEL, MANGANERZ, WOLFRAMERZ UND
TITAN
Alle diese Bodenschätze werden in kleinen oder
größeren Mengen ausgebeutet. Sie werden fast ausschließlich
für den heimischen Markt hergestellt und nicht exportiert . Die Vorkommen
sind verteilt übers Land und insgesamt läßt sich über sie
sagen das sie keine bedeutende Rolle in der australischen Wirtschaft haben.
II. INDUSTRIE
ALLGEMEIN
Die Industrie Australiens ist im allgemeinen nicht so
groß, und ist bedroht durch die ausländische Industrie. Viele
lohnintensive Arbeiten werden meistens von der ausländischen Industrie
übernommen. Besonders die asiatischen Firmen greifen die Chemische - die
Elektronische und die Textil bzw. die Automobilindustrie an. Deshalb muß
die australische Regierung viele Teile der Wirtschaft mit Zöllen und
Importbeschränkungen schützen. Außerdem stören seit einigen
Jahren die Streiks die Wirtschaft, so gibt es an manchen Tankstellen manchmal
wochenlang kein Benzin oder ganze Flughäfen werden bestreikt. Dennoch ist
Australien ein hochentwickeltes, modernes Land und kann sich fast allein mit
Gütern, außer einigen wenigen Produkten, versorgen .
AUTOMOBILINDUSTRIE
In den australischen Markt drängen sich schon seit
Jahren japanische Wagen die schon einen großen Teil des Marktes erobert
haben. Die bekannten Firmen die den Markt schon immer beherrschten sind und
waren General Motors und Ford. Die Japaner machen diesen aber ernste Sorgen,
weil sie viel billigere Autos bauen können als Sie . 600.000 Wagen werden
jährlich benötigt um den Markt zu sättigen. Darüber hinaus
gibt es einige Firmen, die nach Australien Einzelteile importieren und sie dort
fertigstellen .
CHEMISCHE- UND ERDÖL
INDUSTRIE
Es gibt viele kleine Firmen die aber meistens, weil sie zu
klein sind, kaum Wettbewerbsfähig sind. Die meisten australischen
Chemiefirmen sind multinationale Firmen, daß heißt ihre Hauptsitze
sind im Ausland. Die Chemieindustrie wird und muß durch hohe
Schutzzölle vor dem wirtschaftlichen Ruin bewahrt werden, das bedeutet
ausländische Firmen die billiger produzieren müssen soviel Zoll
bezahlen das sie teurer werden als die australischen (Protektionismus). Alle
Kunststoffe können für den Eigenbedarf hergestellt werden und
müssen nicht importiert werden. Ein Hauptzweig der Chemischen Industrie ist
die Herstellung von Düngemitteln die in der Landwirtschaft immer mehr
gebraucht werden. Es werden fast 5 Mill. t. für die australische
Landwirtschaft verbraucht. 1980 hatte die Erdölindustrie 36 Mill. t.
Erdöl hergestellt. Die meisten Firmen sind daran gegangen ihre
Kapazitäten zu vergrößern und man erwartet in den nächsten
Jahren einen weitere Vergrößerung der Kapazitäten.
Zusätzlich gibt es noch einige Schmierölraffinerien die immerhin eine
Kapazität von 630.000 t. jährlich haben. So kann sich die Industrie
alleine mit Ölprodukten versorgen
STAHLINDUSTRIE
Im Gegensatz zur Chemieindustrie ist die Stahlindustrie gut
Wettbewerbsfähig dieses liegt wohl auch daran das die Rohstoffversorgung
sehr günstig ist, weil man nichts importieren muß. Die großen
Stahlwerke liegen in der Nähe von Steinkohlevorkommen, sie besitzen alle
eigene Häfen . Die größte Firma ist die BHP (Borken Hilf
Propiety Company Ltd.). Sie wurde 1885 mit Hilfe eines deutschen
Wissenschaftlers gegründet. Sie stellt praktisch alle Stahlerzeugnisse her.
8Mill.t. Stahl werden jedes Jahr produziert. Die Gesellschaft ist in jeder
Hinsicht das bedeutendste Unternehmen Australiens. Sie sucht weiter mit hohem
Aufwand nach Rohstoffen ,um den Umsatz zu steigern.
ELEKTROINDUSTRIE UND
MASCHINENBAU
Der Bedarf an Computern, elektronischen Geräten etc.
kann von der eigenen Industrie gefertigt werden. Es sind meistens multinationale
Gruppen die in Australien fertigen. Viele Deutsche Firmen fertigen dort . Aber
viele japanische Firmen drängen auf den Markt und haben ähnlich wie in
der Automobilindustrie den Markt erobert. Büromaschinen wie Computer werden
meistens aus Asien oder den USA importiert.
III. LANDWIRTSCHAFT
AUSTRALIEN, DIE
SCHATZINSEL
Weltruf genießt Australien seit einigen Jahrzehnten
vor allem wegen seiner Landwirtschaft. Obwohl der Anteil der Landwirtschaft an
der Gesamtwirtschaft stetig abnimmt, ist der absolute Wert der Agrarproduktion
innerhalb von 66 Jahren um das 24-fache gestiegen. Der Export ist in den letzten
Jahren dagegen von 80% auf knapp die Hälfte zurückgegangen. Da der
Bereich der verarbeitenden Industrie noch immer im Rückstand ist, soll
dessen Volumen in den nächsten Jahren vergrößert werden. Die
Regierung stellt dafür Programme auf, um solvente Investoren und Anleger
ins Land zu holen. Die Australier haben nicht übersehen, daß sich die
Europäer fragen, ob es sich überhaupt noch lohnt in Europa zu
investieren. Besonders in Westaustralien, daß 18x so groß wie die
Bundesrepublik ist, braucht man das Geld aus Europa um die immensen
Bodenschätze zu heben, weil es die 1,5 Mio. Bewohner aus eigen Mitteln
nicht schaffen. Deshalb werden europäische Unternehmen gesucht, mit denen
man in eine sichere Zukunft will. Wichtige Industrien sind eine
ausbaufähige Eisen- und Stahlindustrie, eine entwickelte Autoindustrie,
Maschinen-, Elektro- und chemische Industrie, Erdölraffinerien und
Nahrungsmittelindustrie. Obwohl die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte
zurückgeht, ist Australien ein potenter Partner als Erzeuger sowie als
Ausfuhrland. Die Wollverarbeitung ist weltweit marktführend. Beim Handel
mit Getreide, Molkereiprodukten, Fleisch, Zucker und Früchten gehört
Australien zu den wichtigsten Erzeugerländern. Australien erzeugt 10x
soviel Wolle als es benötigt. Die übrigen Erzeugnisse gehen zu 50%
nach Übersee. Es gibt ca. 500 Mio. Hektar (!) Farmland, wovon ein
Großteil Familienbetriebe sind. In Australien gibt es 10x mehr Schafe als
Einwohner. Australien hat 20.000 km Küste und hervorragenden Fisch. Immer
größer und interessanter wird der Wein. Was die Bodenschätze
betrifft, gehört Australien zu den reichsten Ländern. Westaustralien
hat rund 35 Mrd. t (!) Eisenerz.
FELDFRÜCHTE
Die Feldfrüchte bedecken zwar nur 2% des Kontinents,
bestreiten aber trotzdem 40% des Bruttowerts der Agrarproduktion.
WEIZEN
Der Weizen ist wichtigste Feldfrucht. Er bedeckt ca. 50% der
Ackerfläche und hat vom Wert aller Früchte 25%-40%. Die Ackerbauzonen
Australiens werden in 2 Gruppen eingeteilt: In Weizengürtel und
künstlich bewässerte Gebiete. Der Weizengürtel zieht sich wie ein
Halbgürtel um das östliche, südliche und westliche Australien,
wobei er durch die Nullabor-Ebene unterbrochen wird. Je weiter der Anbau nach
Norden reicht, um so größer werden wegen der steigenden Temperatur
die Ansprüche auf Niederschlag. Die Aussaat des Weizens findet im Herbst
oder frühen Winter und die Ernte im Frühsommer statt. Geprägt
wurde der Weizenanbau durch 3 Entwicklungen:
- Die Einführung von Kunstdünger.
- Die Weizenbauern kaufen Schafe als einen gewissen Schutz
gegen die stark schwankenden
Weizenpreise.
3. Im Wechsel mit Weizen wurde
Klee angebaut. Auf diese Weise wird die Bodenfruchtbarkeit durch die
Anreicherung von Stickstoff gesteigert, die Nahrungsgrundlage für die
Schafhaltung verbessert und die Gefahr der Bodenerosion
verringert.
Die Hektarerträge sind zwar sehr niedrig, können
aber durchaus mit den Erträgen außereuropäischer
Weizenexportländer mithalten. Die durchschnittliche Weizenfarm ist 400 ha
groß, in Trockengebieten sogar noch größer. Die Farmen sind
Familienbetriebe die meist ohne zusätzliche Arbeitskräfte auskommen,
dafür aber moderne Maschinen haben. Beim Weizenexport steht Australien
weltweit auf Platz 3. Doch die Schwankungen wegen Niederschlägen und
Weltmarktlage sind riesig.
HAFER
Der Hafer wird als Winterfrucht angebaut. Er nimmt 10% der
Feldfruchtfläche ein. Er wird im Wechsel mit Weizen angebaut. 70% des
Hafers dienen als Viehfutter. Weitere 20% bis 25% gehen in den Export. Der Rest
dient zur Körnergewinnung und Heuherstellung.
GERSTE
Seit 1960 nimmt der Gerstenanbau bei gleichzeitiger
Ausdehnung der Weizenfelder ab. Zwischen 40% und 60% werden exportiert. Der
Rest dient im Inland als Braugerste und Viehfutter. Seit 1960 hat sich der
Bedarf an Gerste verdoppelt.
HIRSE
Hirse wird im Sommer ähnlich wie Weizen angebaut. Hirse
dient der Futtergewinnung in Form von Heu- oder Grünfutter. über 50%
werden exportiert. Hirse hat keine Bedeutung und wird nur im Inland
verbraucht.
ZUCKERROHR
Zuckerrohr wird in feuchtwarmen Klimagebieten angebaut. 80%
des Zuckerrohres wachsen nördlich des Wendekreises. 1980 wurden in
Australien 21 Mio. t geerntetem was einer Menge von 3 Mio. t Rohzucker
entspricht. Früher mußten farbige Sklaven auf 2.000 ha umfassenden
Feldern schuften. Heute sind die Felder nur noch 30 ha groß und werden zu
50% von italienischen Immigranten bewirtschaftet. Die Ernte ist mittlerweile
mechanisiert. Australien exportiert ca. 75% seines Zuckerrohrs und liegt damit
hinter Kuba und Brasilien weltweit auf Platz 3.
TABAK
Der Anbau von Tabak stieg in den 60´er Jahren
beträchtlich, hat sich jedoch in den letzten 10 Jahren auf rund 8.000 ha
Anbaufläche und 15.000 t Jahresproduktion eingependelt.
REIS
Der Reis hat 2% des Wertes der australischen
Agrarproduktion, deckt den Energiebedarf und dient überwiegend dem Export.
Australien hat die höchsten ha-Erträge der Welt und es wird mechanisch
äußerst großflächig angebaut (ca. 80 ha große
Felder).
BAUMWOLLE
Der Anbau von Baumwolle war bis 1975 unbedeutend. doch
zwischen 1975 und 1980 stieg der Anbau infolge der Nachfrage nach
natürlichen Stoffen von 100.000 t auf 170.000 t an, was einer
Wertsteigerung von 30 Mio. $ auf 100 Mio $ entspricht. der Export stieg von 5
Mio $ auf 67 Mio $.
ERDNÜSSE
Erdnüsse werden hauptsächlich zum Verzehr
angebaut, weniger zur Ölgewinnung. Der Anbau stieg mit dem Anbau der
Baumwolle an.
ÖLGEWINNUNG
Sonnenblumen, Raps, Flachs und Sojabohnen dienen zur
Ölgewinnung. Auch hier stieg die Produktion während der 70¦er
Jahre an.
OBST
Obgleich der Obstanbau nur 1,3% der Fläche der
Feldfrüchte einnimmt, beträgt sein Produktionswert 8% bis 10% des
Bruttoproduktionswerts aller Früchte. Der Verbrauch von Frischobst stieg
an. Äpfel liegen mit 75% vorne. Ein Großteil der Äpfel und
Birnen werden exportiert.
GEMÜSE
Der Produktionswert entspricht dem des Obstes, doch ist der
Exportwert wesentlich geringer. Der Gemüseanbau dient vorrangig zur
Eigenversorgung der Australier. Aufgrund der klimatischen Vielfalt kann in
Australien jedes Gemüse angebaut werden.
WEIN UND ROSINEN
Der Anbau von Weinreben dient vor allem zur Herstellung von
Wein und Rosinen, nur 2,6% dienen als Tafelobst. Heute werden in Australien
70.000 ha angebaut und bei der Produktion von 700.000 t bis 900.000 t hat Wein
einen Anteil von 60%, die restlichen 40% entfallen auf Rosinen.
IV. WEIDEWIRTSCHAFT
SCHAFZUCHT
Seit jeher ist die Schafzucht einer der bedeutendsten Zweige
in der australischen Wirtschaft. Mit 720.000 t lag Australien 1980 weit an der
Spitze der Wolle produzierenden Länder (zum Vergleich GUS: 472.000 t). 1971
betrug die Zahl der Schafe 178 Mio. . Die Schafzucht stellt
flächenmäßig die am weitesten verbreitete Wirtschaftsform dar.
Der Schafzuchtgürtel läßt sich in 3 unterschiedliche Zonen
teilen. Die größte Zone ist die reine Weidezone im inneren Bereich
des Gürtels mit 2 Mio km¦. Die Weidewirtschaft macht sich
natürliche Gräser und Pflanzen zunutze. Die Wasserversorgung geschieht
durch Brunnen und kleine Staudämme. Eine Herde umfaßt 5.000 bis
10.000 Schafe. Die Größe der Betriebe erreicht 200.000 ha bis 400.000
ha. Die Weidegebiete sind zu 99% staatliches Pachtland. Die
Weizenbau-Schafzucht-Zone ist zwar nur 400.000 km¦ groß enthält
aber mit 40% den größten Schafbestand Australiens. Die Schafe dienen
sowohl zur Woll- als auch zur Fleischproduktion. Die Größe der Herden
beträgt hier 800 bis 1.500 Schafe, die Betriebe sind 500 ha bis 800 ha
groß. Die dritte Zone ist mit 220.000 km¦ zwar die kleinste doch sie
hat den zweitgrößten Schafbestand (etwas weniger als 40%). Hier ist
der Niederschlag am zuverlässigsten. Die Schafe werden nie beaufsichtigt
und lediglich zum Scheren, Markieren und Desinfizieren zusammengetrieben. So
überleben nur 60% bis 70% der neugeborenen Lämmer die ersten 6
Wochen.
RINDERZUCHT
Rinder blieben immer von untergeordneter Bedeutung. Erst bei
der Erschließung des nördlichen Australiens entwickelte sich die
Rinderhaltung zu einem eigenständigen Wirtschaftszweig. Sie werden in
Gebieten gehalten die für Schafzucht nicht geeignet sind. Bei einer
Bestückung von unter 5 bis 10 Rindern auf 2,5 km2 die
Weidebetriebe sehr große Flächen ein. Auch hier bleiben die Herden
meistens unbeaufsichtigt und werden nur zum Mustern oder Abtransport
zusammengetrieben. Durch das Verwenden riesiger Laster, welche jeweils 100
Rinder laden können vermeidet man Gewichtsverlust der Kühe. 30% des
Fleischs stammen aus dem Norden, die restlichen 70% aus den subtropischen und
gemäßigten Breiten. Höhepunkt der Produktion war 1977/78 mit
über 2 Mio. t, hervorgerufen durch die starke Nachfrage in den USA und
Japan. Der Rinderbestand liegt zwischen 7 Mio. und 10 Mio. .
MILCHVIEHHALTUNG
Über 25% des australischen Rinderbestandes dient als
Milchvieh. Ein Teil der Milch wird exportiert. Die Produktion von Butter und
Käse ist staatlich subventioniert, um Preisgefälle zwischen Binnen-
und Exportmarkt auszugleichen. Da etwa 33% der Milchproduktion exportiert wird,
ist der Wert der Subvention im Vergleich zum Wert des Exports sehr hoch. Die
Subventionen betragen ca. 25% des Exporterlöses.
SCHWEINE UND
GEFLÜGEL
Schweine und Geflügel dienen hauptsächlich der
Versorgung der australischen Bevölkerung. Sie werden auf Farmen
gehalten.
V. FORSTWIRTSCHAFT
Die Waldfläche Australien beträgt 430.000km/2 ,
ungefähr 75% davon sind Eukalyptushölzer der Rest Nadelbäume .
Besonders die Eukalyptushölzer sind minderwertig und können nur zur
Papierherstellung genutzt werden . Jährlich werden ungefähr 12 Mill.
m/3 Holz gefällt und 3,6 Mill. t. Späne für die Papierherstellung
genutzt . Diese Späne wird meistens nach Japan geliefert und
weiterverarbeitet . Das Zentrum der Späneherstellung ist Tasmanien und
Neusüdwales .
FISCHEREI
Die Fischerei in Australien ist nicht ausreichend um den
Bedarf in Australien zu decken ,so müssen viele Fische aus Japan ,
Neuseeland , Papua -Neuguinea etc . eingeführt werden Es werden fast alle
Fischarten gefangen , wobei der wichtigste Fisch der Thunfisch ist .Die
wichtigste Einnahmequelle sind aber die Krustentiere (Insgesamt wurden 120.000
t. Fische 1980 gefangen ). Seit 1979 hat Australien den Walfischfang als eines
der ersten Länder verboten, selbst Produkte davon sind verboten .
VI. HANDEL
ALLGEMEIN
Der Handel ist ähnlich wie in den USA und auch recht
ähnlich wie in Deutschland aufgebaut. Es gibt immer mehr Supermärkte,
besonders in den Großstädten nimmt die Zahl immer mehr zu und die
kleinen Läden verschwinden. Die kleinen Läden verschwinden ,weil sie
den Ansprüchen der Verbraucher nicht mehr entsprechen. Außerdem dem
ist verboten Sachen zu machen die den Wettbewerb einschränken könnten.
Dieses war nicht immer so, weil dadurch der Handel geschädigt werden
könnte, wie man früher dachte. Und nur durch Druck aus dem Ausland
konnte das Gesetz durchgebracht werden.
TOURISMUS
Früher war Australien wegen der Entfernung
unerschwinglich für normale Touristen. Und erst jetzt ist es wegen den
verfallenden Preisen möglich nach Australien zu reisen. So ist die Reise -
industrie noch entwicklungsbedürftig ,aber eine aufsteigende Industrie.
1978 kamen 630.000 Besucher nach Australien, hauptsächlich kamen sie aus
Neuseeland (32%) und den USA (13%). Dennoch sind die Einnahmen mit 314 Mill. $A
geringer als die der Australier die 600 Mill. $A im Ausland ausgaben .
GELD- UND KAPITALMARKT
Der Geldmarkt unterliegt stärkerer staatlicher
Kontrolle als in allen anderen reichen Ländern üblich ist . Die
Währung ist der australische Dollar ($A) . 1$A entspricht um 1983 2,10 DM
.1973 war der Wert des $A immerhin noch 4,10 DM . Es gibt je eine Wertpapier
-Börse in den Staatshauptstädten , wobei natürlich die
Börsen in Sydney und Melbourne die wichtigsten sind . Auch der Geldverkehr
unterliegt scharfen Kontrollen und muß immer vom Staat genehmigt werden .
Die größten Banken sind die Commonwealth Banking Corporation und die
State Bank of New South Wales .
AUSSENHANDEL
Australien gehört zu den 20 größten
Handelsnationen der Welt . Im Jahre 1980 betrug die Ausfuhr 18,9 Mrd $A und
kann sich somit natürlich nicht mit Deutschland messen welches mehr als
10 mal mehr an Ausfuhren hat. Eingeführt wurden 1980 16,2 Mrd. $A, die
meiste Einfuhr kam aus der EG (23%), und aus Asien (22%). Australien führt
meistens sehr viel von ihren großen Energiereserven aus, wobei Steinkohle
mit 8,9% insgesamt führt. Die meiste Ausfuhr geht nach Japan, die
entgegengesetzt sehr viel nach Australien importiert (11%) insgesamt.
EXPORTE UND IMPORTE
Soviel Exporte wie nach Japan gehen in kein anderes Land der
Welt. Die Australier fürchten sich schon vor der Abhängigkeit von
Japan. Zweitgrößter Handelspartner sind die USA, dann erst folgen
England, Neuseeland und die BRD. Beim Import kommt das meiste aus den USA. Es
folgen Japan, Großbritannien und die BRD.
STREIKS
In Australien wird sehr oft gestreikt und meistens auch
sehr kurz. Es gibt über 300 Gewerkschaften die Streiks fördern.
Öfters bricht durch diese Streiks das Wirtschafts-leben zusammen, weil
keine Busse fahren, Flughäfen geschlossen werden ,die Post nicht
¦zugestellt wird oder ähnliches zum Zusammenbruch führt.
Australien ist das Land welches die meisten Streiks pro Jahr hat. So entstehen
durch diese Streiks größere Verluste in der
Wirtschaft.
DER RICHTIGE BERUF ÖFFNET
TÜREN
Wer einen Beruf hat der in Australien gebraucht wird, hat
große Chancen auf eine Einwanderungserlaubnis. Ein bißchen
Startkapital ist gut, aber wenn die Australier wirklich jemanden brauchen, geben
sie einem sogar welches. Wer nicht gebraucht wird kann auch trotz guter
Ausbildung und Startkapital eine Ablehnung bekommen. Es sei denn er weist nach,
daß er Arbeitsplätze schaffen kann, was allerdings sehr schwierig
ist. Wenn man technisches Know-how mit bringt wird man meistens aufgenommen.
Doch am wichtigsten ist ein einwandfreies polizeiliches
Führungszeugnis.
SCHLUSSWORT
Natürlich ist es unmöglich alles über dieses
komplexe Thema in ein Referat zu bringen. Deswegen hoffen wir, daß dir
diese kleine Auswahl gefallen hat und bei der Auswahl deines Themas behilflich
war.
(Christian Seitz & Tonio Tadge)
Materialien: Diercke Weltatlas
Australier
30x Australien und
Neuseeland
Australien (Reiseführer mit
Landeskunde)
Fischer Länderkunde Australien
Australien (Anders
Reisen)
Australien (Walter
Reiseführer)
Vielen Dank an die Stadtbücherei Marburg und an Frau
Günther, ohne die wir dieses Referat nicht geschrieben
hätten.
(c) 1993 by C. Seitz & T. Tadge
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