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Das konzertierende Prinzip
Hier ist noch ein neues Referat fuer die
Datenbank. Ich habe es aus einer
Winword Datei konvertiert und nicht
nachbearbeitet (wie man sieht).
Bitte veroeffentliche auch meine
E-Mailadressen:
Fido: 2:2453/20.39
Internet:
schmidto@informatik.uni-bonn.de
Gruss Olaf
---- schnipp ------ schnapp ----- schnuppp
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Mozart, Fagottkonzert
Bach, Brandenburgisches
Konzert
Beethoven,
Klavierkonzert
Das konzertierende
Prinzip
Darstellung für den musikinteressierten
Laien
Referat: Olaf Schmidt,
5.6.1992
Die drei vorliegenden Stücke
unterliegen dem Konzertierenden
Prinzip. Die Basis für dieses Prinzip
ist Gleichberechtigung,
die zwischen den Stimmen des Orchesters, das
in Ripieno (Tutti;
alle) und Concertino (solo) Gruppe
aufgeteilt ist, herrschen
sollte. Das Orchester hat nicht nur
unterstützende Funktion,
sondern ist mit den Soloinstrumenten
gleichwertig. Das
Verhältnis Soloinstrument-Orchester
ist von entscheidener
Bedeutung für die Komposition. Die Art
und Weise der Ausführung
des Prinzips ist allein der Komponist
verantwortlich.
Mozart wechselt in seinem Fagottkonzert
ständig zwischen dem
Fagott als Soloinstrument und dem
Orchester. Dabei spielen
beide Gruppen unabhängig voneinander
ihre Solopassagen und in
den Begleitpassagen ordnen sie sich der
anderen Gruppe unter.
Die Gruppen treten nicht alleine auf (bis auf
eine Kadenz des
Fagotts). Das Fagott besticht durch seinen
besonderen Klang. Es
kann sich, wenn es leise spielt, gut in das
Orchester inte
grieren. In Solopassagen tritt es jedoch weit
aus dem Orchester
heraus.
Bei Bachs Brandenburgischem Konzert wird die
Sologruppe von
einer Violine und zwei Flöten gebildet.
Durch das Auftreten von
mehreren Instrumenten in der Concertino Gruppe
ist eine größere
Komplexität vorherbestimmt. die
Möglichkeiten des Komponisten
wesentlich größer. So
konzertieren nicht nur Ripieno und
Concertino Gruppe zusammen, sondern auch die
Instrumente der
Concertino Gruppe untereinander und mit den
Instrumenten der
Ripieno Gruppe. Bach hat eine große
Feinfühligkeit und ein
ausgeprägtes Ideenreichtum in die
Realität umgesetzt.
Bei Beethoven konzertiert das Klavier mit den
Orchester. Dabei
wechselt die Bedeutung der beiden Gruppen
zueinander immer
wieder. Auffällig ist hier, daß das
Soloinstrument, welches nur
selten allein spielt, sich meist gegen die
Ripieno Gruppe
durchsetzt. Die Länge dieses Stückes
ist für den Laien zunächst
beeindruckend. Beethoven hat gezeigt,
daß trotz der Länge seine
Möglichkeiten und Ideen noch nicht
erschöpft sind. Man findet
immer mehr Details, die zum Teil aus
Feinheiten, zum Teil auf
weiten Zusammenhängen
beruhen.
So kann der Hörer, dem Wandel der Zeit
folgend, den Wandel in
der Musik mitverfolgen. Der Bedeutungswandel
der sich beim
Soloinstrument erkennen läßt kann
gut als Maßstab genommen
werden.
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