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Mahler, Gustav (1860-1911)
Gustav Mahler
wurde 1860 in Kaalischt bei Böhmen
geboren. Er wächst in bescheidenen Verhältnissen auf, und studiert
Musik in Wien wo er in Klavierunterricht mit Auszeichnung
abschließt.
Er feiert große Erfolge als Dirigent. Er
nimmt sich der Wiener Hofoper an, das unter seiner Leitung einen ungeheuren
Aufschwung erlebt.
Er reformiert , führt stilistisch
einwandfreie Aufführungen auf.
Selbst komponiert er nur in den Ferien, die er
am Wörthersee oder am Attersee verbringt.
Er wird ins Metropolitan Theatre nach New York
gerufen. Ihn quält aber ein Herzleiden, 1911 kommt er nach Wien
zurück, wo er stirbt.
Mahler fällt in die Periode der
“Kunst der Jahrhundertwende. In dieser Zeit führt man auch
große politische und soziale Reformen durch.
Die Donaumonarchie verstrickt sich immer mehr
in den Nationalitätenkonflikt. Um 1900 erscheint Sigmund Freuds
“Traumdeutung” Freud eröffnet hier einen Blick auf das komplexe
Gebilde Seele Körper. Im Sinne der Freuen beginnt auch die Emanzipation,
wenn auch nur langsam, einzusetzen.
In dieser Zeit sind die Dichter des
Symbolismus, Expressionismus und Realismus tonangebend. Hermann Bahr, Stefan
Zweig und Hugo von Hofmannsthal und noch viele andere schreiben in dieser Zeit
ihre größten Werke.
Gustav Klimt, Alfred Roller, Egon Schiele,
Oskar Kokoschka sind führend in der bildenden Kunst. Die Sezession wird
gegründet (Joseph Maria Olbrich 1898 eröffnet)
Kolo Moser und Josef Hoffmann eröffnen die
Wiener Werkstätte, die einem jeden von euch ein Begriff sein
sollte.
Adel, Großbürgertum und hohe
Beamtenschaft bestimmen noch immer das soziale Leben. Die Gegensätze werden
aber immer krasser.
Um 1900 geht eine neue Richtung von England
aus. Der Jugendstil propagiert den linearflächige Ornamentstil, In einer
Reihe von Zeitschriften werden diese neuen Ideen verbreitet.
Im Jahr 1901 gründet ein Student die
Wandervogel Bewegung. Diese Organisation setzt es sich zum Ziel in der Natur
herumzuwandern, es richtet sich gegen die Auswüchse der
Industrialisierung
Auch in der Musik wird der Wandel der Zeit
beobachtet. Und man verändert die Musik. Mahler verläßt zwar nie
den Weg der Tonalität nie, jedoch ist auch seine Arbeit für die
Entwicklung der neuen Musik wichtig. In Mahlers Werken richtet man sich auf ein
Leben im Glauben ein, er will sich eine imaginäre Welt aufbauen, die von
den Einflüssen von draußen verschont wird.
“Mir heißt Sinfonie, mit allen
Mitteln der Technik mir eine Welt aufbauen”
Die Sinfonik Mahlers entwickelt sich aus seinen
Liedkompositionen.
Er dichtet selbst im Stil der romantischen
Volkspoesie.
Entscheidend für ihn ist die Textwahl.
Seine vier ersten Sinfonien verarbeiten die Lieder aus des Knaben Wunderhorn.
Bei den folgenden Sinfonien (bis VIII) sind keine Gesänge
vorhanden..
Die VIII: Sinfonie der tausend besteht aus
einfachen diatonischen Elementen. Es entstehen zwei riesige Chorblöcke, die
über einen mittelalterlichen Hymnus und über den Schluß von
Goethes Faust II handeln.
Das Lied von der Erde und die Kindertotenlieder
sind die gelungensten und bedeutendsten Kompositionen.
Mahlers Tonsprache ist unverkennbar. Die
Melodik ist volkstümlich, er bevorzugt Marschrythmik und Dur und
Moll..
All diese Techniken bewirken bei Mahler die
Entstehung eines starken persönlichen Personalstil.
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