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| Meyer, Conrad Ferdinand (1825-1898)
Meyer, Conrad Ferdinand (1825-1898)
Conrad Ferdinand
Meyer
I) Der Autor
(1825-1898):
C.F. Meyer wurde am 11. Oktober 1825 in Zürich geboren.
Meyer stammte aus einer sehr angesehenen Züricher Bürgersfamilie.
Seine Entwicklung wurde stark durch innerfamiliäre Konflikte bestimmt. Der
frühe Verlust des Vaters (1840) sowie das von Schuldkomplexen geprägte
Verhältnis zur Mutter, deren religiöser Fanatismus wahnhafte Züge
annahm und durch Selbstmord endete, führten zu schwerwiegenden
Persönlichkeitsstörungen, die ihn 1852 für sieben Monate ins
Irrenhaus brachten. Auch ein abgebrochenes Studium und eine isolierte
Lebensweise waren der Grund. Danach folgte eine Zeit der Reisen nach Paris,
München und Rom. Er lernte Richard Wagner, Franz Liszt und Gottfried Keller
kennen. Zu seiner jüngeren Schwester hatte er eine symbiotische Beziehung.
Sie arbeitete später an vielen seiner Werke mit. Erst durch
schriftstellerische Erfolge überwand er den Tod der Mutter. Dennoch
prägten Versagensängste auch die Arbeitsweise des anerkannten
Schriftstellers. Durch eine Erbschaft von materiellen Sorgen befreit, unternahm
Meyer meist zusammen mit seiner Schwester ausgedehnte Bildungsreisen (u.a. 1858
u. 1871/72 nach Italien), deren Ertrag in seinen Gedichten und Novellen sichtbar
wurde. Eine späte Ehe (1875) mit Luise Ziegler schuf Spannungen mit seiner
Ehefrau und Schwester, denen er nicht gewachsen schien. Die Krise führte zu
einer neuen Erkrankung, deren psychotisches Erscheinungsbild ein literarisches
Arbeiten in den letzten Jahren unmöglich machte. Am 28. November 1898 starb
er in Kilchberg/Zürich.
II) Seine Werke:
Er galt als bedeutendster Lyriker seiner
Zeit.
Meyer veröffentlichte 1864 sein erstes Werk "ZWANZIG
BALLADEN VON EINEM SCHWEIZER".
Den Versepen "HUTTENS LETZTE TAGE" (1871) und "ENGELBERG"
(1872) folgten, neben zahlreichen Gedichten, ab 1873 die Novelle "DAS AMULETT",
die "BÜNDNERGESCHICHTE", "JÜRG JENATSCH"
(1876), und weitere Novellen, wie "DER HEILIGE" (1879/80),
"GUSTAV ADOLFS PAGE" (1882), "DIE HOCHZEIT DES MÖNCHS" (1883/84), "DIE
VERSUCHUNG DES PESCARA" (1887).
Sein letztes Werk war "ANGELA BORGIA"
(1891).
Weitere Werke: DER SCHUß VON DER KANZEL
(1877)
PLAUTUS IM NONNENKLOSTER (1881)
DIE RICHTERIN
(1885)
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