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Niederlande
INHALTSVERZEICHNIS
- Statement
- Geschichte der Niederlande
- Geologischer und Geographischer
Überblick
- Bevölkerung
- Wirtschaft und Landwirtschaft
- Quellenangaben
Statement
- Fläche: 40844 km2
- Einwohner: 15,4 Mio.
- Hauptstadt: Amsterdam (1 Mio. Einwohner);
Hauptstadt der Niederlande, an
der Mündung der Amstel in
einen Nebenarm des Ijsselmeers. Bedeutendstes niederl. Kulturzentrum.
Besonderes: Rijksmuseum, Stedelijk Museum, Rijksmuseum Vincent van Gogh,
Tropenmuseum; Stadttheater, Concertgebouworkest, Zoo und botan. Garten.
Überragende Rolle als Hafen-, Ind.- und Handelsstadt.
- Währung: 1 Holl. Gulden
- BSP/Kopf: 22 010 $
- Reg.-Chef: Wim Kok (seit 1994,
*29.09.1938)
- Staatsob.: Königin Beatrix (seit
1980, *31.01.1938)
- Kolonien: Die niederl. Handelskompanien
(Vereinigte Ostind. Kompanie,
gegr. 1602; 1. Westind. Kompanie,
gegr. 1621) errichteten Handelsniederlassungen an der Goldküste, auf
Ceylon, Malakka, Taiwan und dem Malaiischen Archipel und Stützpunkte an der
arab., pers. und ind. Küste sowie im Nordosten der heutigen USA.
Während die meisten Kolonien in Afrika und Indien an Großbritannien.
verlorengingen, endete die niederländ. Kolonialherrschaft über den
größten Teil der Sundainseln, die Molukken und West-Neuguinea erst
1949-63; die Niederl. Antillen und Surinam erhielten 1954 innerhalb des
Königreich. der Niederlande die Autonomie; 1975 erhielt Surinam die volle
Unabhängigkeit.
- Politisches System: Konstitutionelle
Erbmonarchie; Verfassung von 1983.
Staatsoberhaupt ist der
Monarch. Er nimmt auch exekutive wie legislative Aufgaben wahr und ist
Präsident des Staatsrats. Zur Bildung einer Regierung, die die Exekutive
auf gesamtstaatlicher Ebene ausübt, beruft der Monarch einen "Formateur".
Das Parlament, dem die Aufgabe der Legislative zukommt, besteht aus zwei Kammern
(Generalstaaten). Die 1. Kammer wird indirekt auf 4 Jahre, die 2. Kammer direkt
auf 4 Jahre gewählt. Die größten Parteien sind die
sozialdemokratische Partij van de Arbeid (PvdA), die rechts von der Mitte
stehende Sammelpartei Christen Democratisch Appèl (CDA), die
rechtsliberale Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) und die
linksliberalen Demokraten `66.
Geschichtlicher
Überblick
- 5. Jt. v. Chr. Erste Siedlungen (z.B. in
Limburg, Drenthe), Brandsteinkeramik,
Hünengräber
- 8./7. Jh. V. Chr. Germanen und Kelten
besiedeln das Land, Anwendung von Eisen
- 57 v. Chr. Cäsars Legionen kommen den
Rhein hinauf und bauen die ersten Deiche
- 5./6. Jh. Friesen und Sachsen dringen
über den Rhein vor.
- um 800 Christianisierung unter Karl dem
Großen
- 1430 Philipp der Gute, Herzog von Burgund,
erwirbt Brabant und Limburg; 1433 erobert er Holland, Seeland und Hennegau. Die
Städte Gent, Brügge, Antwerpen im Süden erleben im 15. Jh. ihre
Blütezeit.
- 1452 Großbrand von Amsterdam
- 1533 Wilhelm von Oranien wird als Sohn des
deutschen Grafen von Nassau geboren. Nachdem er Titel und Ländereien "von
Oranje" geerbt hat, wird er 1533 General-Leutnant Karls V. in den Niederlanden.
- 1556 Kaiser Karl V. überträgt
die Herrschaft über Spanien und die Niederlan- de seinem Sohn Philipp II.
- 1568 Mit der Schlacht bei Heiligerlee, bei
Groningen, beginnt der 80jährige spanisch-niederländische Krieg.
- 1588 Niederlage der spanischen Armada;
Die sieben Provinzen Utrecht Holland, Zeeland, Geldern,
Overijssel, Friesland und Groningen gründen die Republik der Vereinigten
Niederlande.
- 1830 Antiholländischer Aufstand in
Brüssel. Belgien wird unabhängig. Luxembourg bleibt in Personalunion
dem Haus Oranien angeschlossen.
- 1848 Verfassungsreform unter König
Wilhelm II. Die Niederlande erhalten als konstitutionelle, parlamentarische
Monarchie politische Freiheit und eine Demokratie.
- 1917 Einführung des allgemeinen
Wahlrechts; im Ersten Weltkrieg bleiben die Niederlande neutral.
- 1920 Die Niederlande treten dem
Völkerbund bei; Sitz des Internationalen Gerichtshof ist seither Den
Haag.
- 1920-30 Trockenlegung der Zuidersee
- 1940 Die Niederlande werden am 10. Mai von
den Deutschen besetzt.
- 1953 Im Februar fordert eine katastrophale
Sturmflut 1800 Menschenleben.
- 1954 Die Niederlande treten der NATO bei.
- 1980 Am 30. April (Nationalfeiertag) wird
Beatrix Königin der Niederlande.
Geologischer und Geographischer
Überblick
Skizze:
- Name: Koninkrijk der Nederlanden
- Fläche: 40 844 km2
- zwei Drittel der Landfläche werden
landwirtschaftlich genutzt
- zum Königreich zählen noch die
autonomen Überseegebiete: Niederländische Antillen und Aruba in der
Karibik.
- ein Zehntel der Fläche nehmen
Binnengewässer ein.
1. Bodenformen
Das Gebiet der Niederlande wird fast ganz von Tiefland eingenommen, von dem
etwa die Hälfte unterhalb des Meeresspiegels liegt. Diese Gebiete sind
durch zahlreiche Deichbauten und durch ein weitverzweigtes Kanalsystem vor
Überschwemmungen geschützt. Schutz gegen mittleren Wasserstand bieten
Sommerdeiche, die entlang von Flüssen angelegt worden sind. Hinter den
Sommerdeichen liegen die sogenannten bis zu 7m hohen Winterdeiche. Zwischen
Sommerdeichen und Winterdeichen liegen die Polder, die durch Pumpanlagen
entwässert werden. Im Jahre 1287 entstand durch Dammbruch die Zuidersee.
1932 wurde das Ijsselmeer durch einen 30 km langen Sperrdamm wieder von der
Nordsee getrennt; außerdem nutzt man dieses "Binnenmeer", um Land zu
gewinnen. Ein kleines hügeliges Gelände (Ausläufer des
Rheinischen Schiefergebirges) liegt im Maastrichter Zipfel. Im Gegensatz zu
Belgien trifft man in den Niederlanden auf reiche Küstengliederung; die
dringend erforderliche Küstenbefestigung wird dadurch sehr teuer.
Die Marschlandschaft in Seeland und der südl. Niederlanden wird durch
die Nordsee zu einer Inselwelt zerstückelt.
- Bodenaufbau
Mit Ausnahme des Maastrichter
Zipfels entstand der Boden überwiegend in der Eis- und Nacheiszeit. Von den
Ablagerungen der Flüsse und des Meers stammen die weit verzweigten
Schwemmlandböden. Im Mündungsgebiet von Rhein und Maas, sowie in
Nordholland und Friesland dehnen sich große von Meereston gebildeten
Marschen aus.
Im Nordosten gibt es auf Geestland schwach lehmhaltige und sandige
Böden. Die Moore im Norden und an der Ostgrenze sind großteils
kultiviert.
3. Klima
Die Niederlande stehen ganz unter Meereseinfluß. Sie verzeichnen
milde Winter, verhältnismäßig kühle Sommer und reichlich
Niederschlag.
- Bewässerung
Die Niederlande sind das
wasserreichste Gebiet Europas. Der Niederrhein mit seinen Mündungsarmen und
die Maas sind die größten Flüsse. Ein weitverzweigtes
Kanalsystem durchzieht das Tiefland und dient einerseits dem Gütertransport
und anderseits der Entwässerung der tiefer gelegenen und sehr fruchtbaren
Polder und Marschen.
5. Trockenlegung der Zuidersee
Die Trockenlegung ist die größte Leistung dieser Art. 1932 wurde
die See durch einen breiten Damm vom Meer getrennt. Zwei Schleusen
ermöglichen noch den Schiffsverkehr. In dem so entstandenen Binnensee
begann man neue Polder anzulegen. Zunächst wurde das vorgesehene Stück
eingedeicht, dann wurden Pumpwerke gebaut, die das Polder entwässern.
Gräben, in denen sich das überschüssige Wasser sammelt,
mußten gezogen werden. Straßen und Siedlungen gebaut werden. Drei
Polder entstanden bereits auf diese Weise. Wenn die Polder fertig sind, werden
die Niederlande um 2250km2
größer sein. Der Rest der Zuidersee heißt heute
Ijsselmeer. Die Niederländer haben ein weiters Großprojekt
abgeschlossen. Die Mündung des Rhein-Maas-Deltas ist gegen Sturmfluten der
Nordsee durch kilometerlange absenkbare Wehre gesichert worden; damit wird die
Gefahr einer Überflutung verhindert.
6. Lage der Niederlande
Bevölkerung
Bei einer
Gesamtbevölkerung von 15,4 Mio. Menschen gehören die Niederlande mit
442 Einwohner pro km2 zu den am dichtesten besiedelten Länder
des Erde. Etwa 90 % der Holländer leben in den Städten bzw. in
Ballungsgebieten. Dort kann die Bevölkerungsdichte pro km2
zwischen 2600 bis 3000 Menschen ansteigen. Teile des Ijsselmeer wurden
trockengelegt, um neuen Siedlungsraum zu schaffen. Die Städte, die nun auf
diesen Flächen entstehen sollten, wurden zuerst genau auf dem
Reißbrett entworfen, wie z.B. Almere und Lelystad. In den
Großstädten, wie z.B. Amsterdam, Utrecht, Den Haag, wurden neue
Wohnungen geschaffen, indem man die alten Wohnungen im Zentrum teilweise an
Ausländer verkaufte und moderne Wohnviertel am Rand der
Großstädte baute; Beispiele für diese Bauweise sind "Tuindorp,
Oostzaan, Nieuwendam und Zaandam" im Nordosten vom Amsterdam.
- Bevölkerungsverteilung
- Juden in Holland
Im
16. Jh. entwickelte sich die Provinz Holland zu einem Zentrum für
jüdische Kultur, weil die Sepharidm (spanisch-portugisische Juden) nach der
Eroberung Flanderns im protestantischen liberalen Amsterdam Aufnahme fanden. Oft
wird die Rolle der Juden als reiche Kaufleute überschätzt, denn zu
dieser Zeit waren sehr viele jüdische Einwanderer arm und nur die wenigsten
konnten als Apotheker oder Chirurgen zu Reichtum kommen. 1849 lebten etwa 60 %
aller Juden in Amsterdam vom Betteln. Erst seit der Jahrhundertwende ging es
vielen Juden wirtschaftlich wieder besser. Als in den 30iger Jahren eine
ökonomische Krise aufkam, und viele Juden wurden durch den Antisemitismus -
die katholische Kirche verbot z.B. daß katholische Arbeiter bei Juden
beschäftigt werden konnten - in Schwierigkeiten gebracht. Ab 1934 wurde die
Einreise von deutschen Juden in die Niederlande immer stärker erschwert.
Als dann die Naziorganisation sich auch in den Niederlanden durchsetzte,
änderten sich alle antisemitischen Meinungen dahingehend, daß viele
niederländische Bürger ihrer Solidarität bewiesen, in dem sie
Juden in Kellerverstecken Schutz boten. Ein Beispiel dafür ist das Anne
Frank Haus in der Prinzengracht in Amsterdam.
Haute leben etwa 30 000 Juden in Holland, die jüdische Gemeinschaft in
Amsterdam ist wieder die größte des Landes. Mit der Synagoge der
sephardischen Gemeinde, die 1989 ihr 350jähriges Bestehen feierte, steht in
der Stadt auch eine der ältesten Synagogen Westeuropas und die einzige
dieser Glaubensrichtung in den Niederlanden.
Bevölkerung
- Aufteilung der
Religionszugehörigkeit
Wirtschaft und
Landwirtschaft
- Gliederung der erwerbstätigen
Bevölkerung
- Allgemein: Durch Kolonien begann die
Niederlande schon im 16. Jh. unermeßliche Reich- tümer anzusammeln.
Auf den Weltmeeren segelten rund 2000 Dreimaster, die in den Laderäumen
Gewürze, Sklaven, Waffen, Hölzer, Getreide, Gold und andere
Kaufmannsware transportieren. Dank der günstigen Lage am Mündungsdelta
von Maas, Schelde und Rhein konnte sich das Land zu einer bedeutenden
Drehscheibe entwickeln, und das soll auch in einem "Vereinten Europa" so sein.
Distributieland, Verteilerstelle, ist das Schlagwort, das das
Wirtschaftsministe- rium in Zusammenarbeit mit der Industrie und dem Handel
geprägt hat. Als Vorteil wird genannt: die zentrale Lage des
Flughafen Schiphol (Amsterdam) und der Welthafen Rotterdam, die Sprachfertigkeit
der Menschen und die Infra- struktur von Straßen und Schienen.
- Allgemein: Die Niederländer
gehören zu den Produktivsten der Erde: Jeder Einwohner er- wirtschaftet
statistisch Dienstleistungen und Erzeugnisse im Wert von rund
25
000 Mark jährlich. Die holländische Industrie, vor allem
Nahrungsmittelveredelung, Chemie und Erdölraffinerie sowie Elektrotechnik,
hat sich seit der Nachkriegszeit zu einem äußerst innovativen,
modernen Sektor der Wirtschaft entwickelt. Der Elektronikriese Philips, der
Ölmulti Shell, der Chemiekonzern Akzo - alles urholländische
Unternehmen, die inzwischen als international verflochtene Konzerne ein gutes
Stück des europäischen Marktes kontrollieren.
An Rohstoffen verfügt das Land über Kohle, Salz und Erdgas. Die
Steinkohlevorkommen bei Maastricht werden zwar nicht abgebaut, aber die
Salzlager, vor allem in der Provinz Overijssel, sind so groß, daß
die Niederlande 300 Jahre lang den gesamten Weltverbrauch liefern könnte.
Eine Goldgrube im echten Sinn sind die großen Erdgasfelder in den
Provinzen Groningen, Friesland und Drenthe. In den letzten 20 Jahren hat der
Staat allein 90 Mrd. Mark durch Erdgasexport verdient.
- Entwicklung: Die Industrie entwickelte
sich aus den Bedürfnissen der Schiffahrt, des Handels und Zuckerindustrie,
Maschinen- und Elektroindustrie, Edel- steinschleiferei, Textilverarbeitung und
vor allem wegen der günstigen Wasserverbindungen.
- Landwirtschaft: Die fruchtbaren
Schwemmlandböden werden intensiv bewirtschaftet. Angebaut werden Getreide,
Kartoffeln, Zuckerrüben, Flachs und Ta- bak. Besondere Erwähnung
verdienen der Gemüseanbau zwischen Rotterdam und Den Haag und die
Blumenfelder zwischen Leiden und Haarlem. 67 % der gesamten Landesfläche
dienen der auf der Vered- lungswirtschaft aufgebauten Landwirtschaft, die durch
höchste Qualität des Angebotes und äußerst rationelle
Verwertung gekennzeichnet ist. Große Bedeutung hat die Erzeugung von
Saatkartoffeln, deren Zucht durch Selektionsbetriebe gefördert wird. 33 %
des Bodens nehmen Wiesen und Weiden ein, insbesondere auf den Inseln Zeeland, in
Nordholland und Friesland, wo die Viehzucht im Vordergrund steht. Die
Überproduktion der Molkereiwirtschaft liefert Butter und Käse als
wichtige Exportgüter. Sie werden, wie die Erzeugnisse des Gartenbaus und
der Blumenzucht, in die benachbarten Industrieländer exportiert.
- Fischerei: Eine bedeutende Fischereiflotte
schafft mit ihren Fangergebnissen gro- ße Ausfuhrwerte. Ihr Heimathafen
ist Ijmuiden an der Mündung des Nordseekanals, der den Seehafen Amsterdam
mit dem Meer verbindet.
- Bergbau: Um Maastricht, im Peelgebiet
lagern Braun- und Steinkohle. Die För- derung reicht nicht zur Deckung des
Bedarfs aus. Die Erdölfelder der Provinz Drenthe liefern bis zu 22 % des
Bedarfs an Rohöl des Landes. Nördlich Enschede gewinnt man Steinsalz.
In den Provinzen Gronin- gen und Friesland liegen große Erdgasvorkommen
von europäischer Bedeutung. Die Tonlager bei Delft bilden die Grundlage
für die Arbeit der keramischen Industrie.
- Industriezweige: Ein großer Teil der
Industrie hat sich um vier Kerne konzentriert: Amsterdam, Den Haag, Rotterdam
und Utrecht. Hinsichtlich der Höhe des Umsatzes steht die
Nahrungsmittelindustrie an der Spitze; ihr reiht sich die Metall-, die Textil-
und chemische Industrie an. Die Nahrungs- mittelindustrie verarbeitet eigene
landwirtschaftliche und seeische (koloniale) Produkte. Hierzu zählen die
Magarine-, Butter- und Käse- fabrikation, die Schokoladen-, Zucker- und
Stärkeindustrie. Eisen- schaffende Industrie hat sich aus
verkehrstechnischen Gründen im Hafen von Rotterdam und Ijmuiden
angesiedelt. Das Land nimmt in der elektrotechnischen Industrie (Philipswerke in
Eindhoven), in der Kunstseidenherstellung, in der Glühlampenerzeugung und
im Schiffbau eine führende Stelle ein. Die Baumwollherstellung konzentriert
sich im Raum von Twente und die Wollindustrie in Tilburg. Die Nahrungsmit- tel-,
Metall-, und Textilindustrie schaffen zwei Drittel vom Wert der gesamten
Industrieproduktion.
- Schiffahrt: Heute verfügen die
Niederlande über eine hervorragende Handelsflotte
von fast 5
Mill. Bruttoregistertonnen. Durch die günstige Lage zum Rhein und das
vorbildlich ausgebaute Kanalnetz konnte die Binnenschiffahrt gut ausgebaut
werden. Über die Hälfte des Güterverkehrs wickelt sich auf den
Wasserwegen ab, wie z.B. auf dem Nordholländischer Kanal (Amsterdam - Den
Helder). Durch dieses gut ausgebaute Kanalnetz konnten bedeutende
europäische Binnenhäfen entstehen, z.B. Rotterdam und Amsterdam. Mit
dem Amsterdam-Rhein-Kanal, der mit 4300-t-Schiffen befahrbar ist, schuf man
einen neuen Mündungsarm des Rheins. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die
Niederlande durch den Hafen in Rotterdam zum "Frachtführer" des
Ruhrgebietes und der Schweiz.
Quellen
- Winklers Verlag "Land und Leute gestalten die
Wirtschaft, eine Wirtschaftsgeographie"
- Harenberg Lexikon der Gegenwart "Aktuell `97"
- Dumont Reise-Taschenbücher "Holland"
- Nehmzow "Wirtschaftserdkunde"
- Schöningh-Buch "Erdkunde Europäische
Landschaften"
- Internet
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