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Napoleon I. (1769-1821)
NAPOLEON BONAPARTE
Napoleon wurde als Sohn des angesehenen Advokaten Bonaparte, am 15.August
1769 in Ajaccio (Korsika) geboren, und war eines von zwölf Kindern. Korsika
war zu dem Zeitpunkt erst ein Jahr französisches Gebiet, und Napoleon war
schon in seiner Kindheit von dem Gedanken besessen eines Tages sein Land von den
franz. Besatzern zu befreien.
Trotz seines Hasses auf Frankreich ging Napoleon schon in seiner Kindheit
nach Frankreich, und besuchte dort mit zehn Jahren die Kriegsschule von Brienne
und fünf Jahre später die Militärakademie von Paris (1784), er
ließ sich also von denen ausbilden die er in seinen Jugendträumen
besiegen wollte. Damals war Napoleon unter seinen adeligen Mitschülern ein
Außenseiter, weil er kleinwüchsig, schwach und eben ein Korse war.
Dies beflügelte ihn wahrscheinlich noch mehr in seinem Bestreben einmal
etwas großes zu vollbringen, dass er schon in seiner Jugendzeit
besaß. Dies erkannte schon sein damaliger Geschichtsprofessor, der schon
damals über ihn gesagt haben soll: “Er ist ein Korse von Nation und
Charakter und wird es weit bringen, wenn ihn die Umstände
begünstigen.” Napoleon schickte während seiner Ausbildung
jegliches Geld seiner Familie nach Korsika, da sein Vater früh starb.
Dennoch wurde Napoleon in Juni 1791 für seine Loyalität vom franz.
König zum Premierleutnant befördert. Der 20-jährige litt nun
darunter dass er gewissermaßen ein Franzose war, wo er doch nur ein Korse
sein wollte und für die Freiheit seiner Heimat kämpfen wollte. So
unternahm er auch in seinen Urlauben Reisen nach Korsika, wo er Widerstand gegen
die Franzosen schüren wollte.
Als sich aber in seiner Heimat niemand für ihn und für seine
Ideen interessierte, kehrte er Korsika den Rücken zu, und war von nun an
ein begeisterter Franzose. Napoleons Liebe zu seiner Heimat war dann
endgültig gebrochen als seine Familie von dort 1793 aus politischen
Gründen vertrieben worden ist.
In Frankreich brauchte die Armee zur Zeit des Bürgerkriegs jeden Mann,
außerdem gab es einen Krieg zwischen Frankreich und England. So verzieh
man Napoleon den Versuch Korsika von Frankreich zu befreien, und man
beförderte ihn 1792 zum Hauptmann. Napoleon konnte sich bei der
Niederschlagung von Aufständen als brauchbarer Soldat erweisen, und empfahl
sich dadurch bei den Jakobinern. Napoleon wurde daraufhin beauftragt die von den
Briten besetzte Stadt Toulon zu befreien. Er sah nun die Chance seines Lebens
und besiegte in dieser Schlacht trotz unterlegenen Materials die Briten.
Auffällig war vor allem sein großer persönlicher Einsatz in
dieser Schlacht, die zugleich ein Wendepunkt in den Kämpfen der Jahre
1793/94 war.
Schon damals zeigten sich Napoleons außergewöhnliche
Fähigkeiten, die Lage schnell aufzufassen und die richtigen Entscheidungen
schnell zu treffen. Daraufhin wurde er mit erst 25 Jahren vom Konvent zum
Brigadegeneral ernannt, und Frankreich hatte einen neuen Helden.
1795 beteiligte sich Napoleon erfolgreich an der Niederschlagung eines
royalistischen Aufstandes (5.Oktober).
Napoleons Karriereaufstieg schien unterdessen gefährdet zu sein, als
die Jakobiner gestürzt wurden und mit Robbespierre, einem guten Freund
Napoleons, in Juli 1794 zum Tode verurteilt worden sind. Napoleon wurde nun als
Gesinnungsgenosse der Jakobiner verhaftet und damit aus der Armee
ausgeschlossen. Die neuen, gemäßigteren Machthaber brauchten aber
schon bald jeden brauchbaren General, da Frankreich inzwischen an drei Fronten
im Kampf gegen Feinde der Revolution war ( erster Koalitionskrieg, Ö, E,
Preußen), und so konnte und wollte man nicht auf Napoleon verzichten.
Diesem war es zu dem Zeitpunkt übrigens egal wer zur Zeit an der Macht war,
denn in seiner Machtgier kämpfte er für jede politische Richtung, um
sich einen Namen zu machen. Napoleon wurde 1796 sofort mit der Planung
militärischer Operationen in Italien beauftragt. Dort schlug er mit den
unterlegenen Revolutionstruppen an Kampfplätzen in Norditalien die damals
mächtigen Österreicher. Er handelt dann auf eigene Faust, also ohne
Genehmigung der Machthabenden in Paris, einen Friedensvertrag mit den
Österreichern aus: den Friedensvertrag von Campo Formio (auch Ö
mußte der Abtretung des linken Rheinufers zustimmen, und auf die öst.
Niederlande und auf die Lombardei verzichten – dafür erhielt es das
Gebiet der Republik Venedig). Um die eroberten Gebiete in ständiger
Abhängigkeit von Paris zu halten, errichtete man Satelitenstaaten: die
Cisalpinische Republik mit Mailand und die Ligurische Republik mit Genua und
noch andere.
Mit jeder gewonnen Schlacht gewann Napoleon das Vertrauen seiner Soldaten,
die bald überzeugt waren unter der Führung dieses Generals unschlagbar
zu sein. Außerdem verstand er es seine Soldaten mitzureißen indem er
mit ihnen durchs Feuer ging, und sie in ihrem Feldherrn mit seinem unglaublichen
Einsatz ein Vorbild hatten. Bei der verschuldeten Regierung machte sich Napoleon
immer beliebter, als er ihnen als Kriegsbeute erpresste Gelder und
Kunstschätze überreichte. Im selben Jahr (1796) heiratete er
Joséphine de Beauharnais, der er aus Italien fast jeden Tag einen Brief
schrieb. Sie hatte allerdings während seiner Kämpfe im Ausland immer
wieder Verhältnisse mit anderen Männern, doch immerhin hatte sie sehr
gute Kontakte zum Machthabenden Barras in Frankreich, was sich für die
Karriere Napoleons als nicht schlecht erweisen konnte.
Nach diesen kämpfen wurde Napoleon in Paris begeistert verehrt, doch
sein Ruhm wurde der Regierung in Paris schon bald zu viel: Sie wollten Napoleon
möglichst weit weg von der Hauptstadt haben, und so wurde Napoleon mit
30000 Mann nach Ägypten geschickt, um die dort ansässigen Briten zu
vertreiben. Napoleon kämpfte dort von Juli 1798 bis August 1799 und gewann
dort mehrere Schlachten in einem Krieg der nicht zu gewinnen war. Neben
großen Landsiegen über die Mamelucken kam es aber auch zur
Vernichtung der franz. Flotte durch Admiral Nelson bei Abukir. Damit war das
franz. Landheer von der Heimat abgeschnitten, der Nachschub fehlte und Seuchen
forderten schwere Opfer. Erst als er erkannte dass die Kämpfe im Orient
nutzlos blieben kehrte er nach Frankreich zurück. Seine
zurückgebliebenen Soldaten mußten schließlich 1801
endgültig kapitulieren. In Frankreich standen 1799 die Dinge nicht zum
Besten, was dem General in seinem Bestreben an die Macht zu kommen
entgegenkam:
- das Land hatte militärische Rückschläge im 2.Koalitionskrieg
zu verkraften
- die Revolution und die vielen Kriege hatten das Land wirtschaftlich ruiniert
- Arbeitslosenrate stieg und das Geld wurde entwertet
Das Land
sehnte sich nach den vielen Jahren des Bürgerkriegs nach innerer Ruhe. So
wurde der etwas überraschend zurückkehrende General als den ersehnten
Retter gefeiert. Man erinnerte sich an seine gewonnen Schlachten in Italien,
seine tapferen Kämpfe im Orient und man erwartete sich von Napoleon, dass
er Ruhe ins System bringen und die vielen Kriege beenden würde. So ging
eine Welle der Begeisterung durch Frankreich als von seiner Rückkehr
hörte. Napoleon erkannte die Gunst der Stunde und er versuchte nun an die
Macht zu kommen. Zu diesem Zweck verbündete er sich mit einem Mitglied des
Direktorium, Direktor Sieyes, und er verständigte sich mit ihm und noch mit
anderen Abgeordneten über einen Staatsstreich.
Er stürzte am 9.November 1799 das Direktorium, lößte den
Rat der 500 auf und bildete eine provisorische Regierung mit Talleyrand als
Außenminister und Fouchéals als Polizeiminister. In einem Plebiszit
wurde Napoleon zum ersten Konsul auf zehn Jahre gewählt. Die von
Sieyès ausgearbeitete Konsularverfassung war eine demokratisch verborgene
Militärdiktatur. Tatsächlich ernannte der erste Konsul alle Offiziere,
Beamte, Richter und die Mitglieder des Senats. Ihm allein stand die
Gesetzesinitiative zu. Papst Pius VII. verzichtete “um des Friedens
willen” auf die Rückgabe der Kirchengüter und konnte 1801 das
Konkordat mit Frankreich abschließen, wonach die Kirche, vor allem bei der
Ernennung der Bischöfe und der Besoldung der Priester, an den Staat
gebunden war.
Am 2.August 1802 ernennt sich Napoleon zum Konsul auf Lebenszeit, und
übernimmt die Alleinherrschaft und damit war die Militärdiktatur
vollendet. Napoleons ziel ist nun die Wiederherstellung der
Staatsautorität, um innere Ruhe zu schaffen. Um das zu schaffen
erlässt er eine Verwaltungsreform, wodurch er ein strickt zentralistisches
System einführt und somit die in der Revolution eingeführte oder
angestrebte Selbstverwaltung der Bezirke beseitigt. Der Zentralismus war
für Napoleon unerlässlich, denn nur so konnte er Ruhe ins System
bringen und seine Machtausübung wirkungsvoll einsetzen. So ein
zentralistisches System nahmen auch die Preußen als Vorbild, und in
Frankreich selbst hat es in seinen Grundzügen bis heute noch
Bestand.
Napoleons Politik konzentrierte sich nun darauf, die Revolution mit ihren
extremen Forderungen nach z.B.:
Auflösung des Eigentums zu beseitigen, andererseits die
wohltätigen Resultate der Revolution zu übernehmen.
Um innere Ruhe beizubehalten wurde vom damaligen Polizeiminister die
Staatspolizei gegründet, es wurden wieder sämtliche Zeitungen verboten
und oppositionelle Organisationen ausgeschalten. Napoleon versöhnte sich
auch wieder mit der Kirche. Obwohl er persönlich ein eher ungläubiger
Mensch war, brauchte er die Religion zur sozialen Ordnung. Frieden mit den
Nachbarstaaten erreichte Napoleon auch: Er besiegte die Österreicher in
Italien (Sieg bei Marengo 1800) und die Preußen in Bayern, woraufhin es
zum Friedensschluß von Lunéville (1801) kommt: Mit diesem Frieden
erreichte er die Bestätigung der Friedensbedingungen von Campo Formio.
Frankreich bekommt die italienischen Gebiete, und das linke Rheinufer wird zum
franz. Konkordat.
1802 beendete der Friede von Amiens mit England den Krieg in
Europa.
Februar 1803:
In der Schweiz entstehen innere Unruhen nachdem es in die Abhängigkeit
Frankreichs gerät. Napoleon kann dank einer von ihm eingeführten
Verfassung (die Meditationsakte) innere Ordnung schaffen, zementiert aber die
Abhängigkeit der Schweiz von Frankreich.
Napoleons Reformen schienen unterdessen zu greifen: 1802 war der
Staatshaushalt wieder ausgeglichen, da mehr Steuereinnahmen durch ein klareres
Steuersystem erreicht wurden. Dazu konnte die Währung stabilisiert und die
Arbeitslosenrate gesenkt werden. Selbst als sich eine Krise wegen schlechter
Ernten abzeichnete, überwand Napoleon diese mit einer Reihe von
Maßnahmen, die selbstheilend wirkten.
Im Jahre 1803 kommt es zur Wiederaufnahme des Krieges mit England, nachdem
beide Länder den Friedensvertrag von Amiens gebrochen haben.
1804 erlässt Napoleon den Code civil, später Code Napoléon
genannt, ein Zivilgesetzbuch das sich im Zuge der Eroberungen über ganz
Europa ausbreitete, und noch nach dem Zusammenbruch des napoleonischen
Herrschaftssystem von entscheidender Bedeutung für die internationale
Rechtsgeschichte blieb. Mit dem Code civil erhalten die wichtigsten
Errungenschaften der Revolution Bedeutung, bzw. werden juristisch
festgehalten:
- Gleichheit aller vor dem Gesetz
- Freiheit des Individuums
- Gewissensfreiheit
- Freiheit der Arbeit, also Aufhebung des Zunftzwanges
- Trennung von Staat und Kirche
- Sicherung des erworbenen Eigentums
- Käuflichkeit von Grund und Boden, also Abschaffung feudaler
Vorrechte
Nicht berücksichtigt werden allerdings die Rechte
der Frauen, die sich weiterhin der Autorität des Mannes beugen müssen.
Der Code civil bedeutet die Grundlegung einer bürgerlichen
Gesellschaft.
Im selben Jahr 1804 krönt sich Napoleon selbst zum erblichen Kaiser
der Franzosen, in der Kirche Notre Dame in Paris, nachdem ihn Papst Pius VII.
gesalbt hatte. Mit Prunk und Prachtenfaltung versuchte Napoleon, als Vollender
und Vollstrecker der Revolution, dem neuen Kaisertum in aller Welt Ansehen zu
verschaffen. Seine Familienmitglieder überhäufte er mit
Fürstentitel.
Es kommt also zur Gründung des Grande Empire (verherrlichte kaiserl.
Größe).
Im März 1805 proklamiert Napoleon Italien zum Königreich, und
krönt sich selber mit der eisernen Krone der Langobarden zum König von
Italien. Italien lässt er allerdings durch seinen Stiefsohn und
Vizekönig Eugène de Beauharnais regieren.
1805 kommt es zu der berühmten “Drei Kaiser Schlacht v.
Austerlitz (Mähren)”. Die franz. Truppen treffen dort auf die Truppen
der Österreicher und Russen. Napoleon feiert dort einen
überwältigenden Sieg, womit der 3.Koalitionskrieg zugunsten
Frankreichs entschieden ist. Er mußte aber kurz zuvor eine entscheidende
Niederlage zur See in der Schlacht bei Trafalgar gegen den britischen Seehelden
Nelson hinnehmen. Damit war sein Plan, England mit Hilfe der Flotte anzugreifen,
gescheitert.
Napoleon zwingt Österreich einen Diktatfrieden auf, das weitere
Gebietsverluste Österreichs zur Folge hat. Venetien ging an das
Königreich Italien, Tirol und Vorarlberg an Bayern. Österreich erhielt
als Entschädigung Salzburg.
Napoleons Bemühungen ziehen nun darauf ab, kleine Pufferstaaten zum
Schutz im deutschen Raum zu errichten. Viele Südwestdeutsche Fürsten
trennen sich vom deutschen Kaiser Franz II. Daraufhin distanziert sich Franz II.
vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das durch die Attacken
Napoleons in einer schweren Krise war. Franz II. proklamiert sich als Franz I.
zum Erbkaiser von Österreich, das noch mächtig ist. Das bedeutet das
Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, statt dessen kommt es
zur Gründung des von Napoleon forcierten Rheinbundes.
1806 wird das preußische Heer in der Doppelschlacht von Jena und
Auerstädt vernichtend geschlagen. Infolgedessen kapitulieren die meisten
preußischen Festungen, und die Franzosen können den
größten Teil des Landes besetzen. Schließlich zieht Napoleon am
27.Oktober 1806 in das vom König verlassenen Berlin ein. Die Stadt erhielt
daraufhin eine neue Verwaltungsbehörde. Napoleon weist seine Soldaten und
Offiziere an, den Berlinern gegenüber bescheiden und freundlich
aufzutreten.
Die Russen versuchten unterdessen den letzten preußischen Truppen
Hilfe zu leisten, was wieder schwere kämpfe verursacht und den
4.Koalitionskrieg zur Folge hat.
Napoleon erlässt im selben Jahr eine Kontinentalsperre
(Handelsblockade) gegen England errichten, welche jeden Handelsverkehr mit
England verbot, und er eröffnet so einen Wirtschaftskrieg. Die Briten
stürzen tatsächlich in eine Krise, allerdings spürt auch
Frankreich die Nachteile der gegenseitigen Sperre. Schließlich kann sich
England aber in Übersee neue Absatzmärkte schaffen, und übersteht
die Krise – Napoleons Wirtschaftskrieg ist gescheitert.
Napoleon besiegte bald darauf die Russen, die den Preußen zu Hilfe
kamen. Der milde Frieden von Tilsit (1807) sollten den Zaren Alexander I. als
Bündnispartner gegen England gewinnen. Preußen dagegen wurde
halbiert, und zwar in das Herzogtum Warschau und in das Königreich
Westfalen.
1808 begann der Krieg mit Spanien, nachdem Napoleon die spanischen
Souveräne (Karl IV. und sein Sohn Ferdinand VII.) abgesetzt hat, und seinen
Bruder Joseph als König eingesetzt hat.
1809 kam es zur Erhebung der Tiroler unter Andreas Hofer und zum Krieg
Österreichs gegen Frankreich. Die erste Niederlage bei Aspern, durch
Erzherzog Karl, konnte Napoleon kurz danach durch seinen Sieg bei Wagram wieder
wettmachen und einen Waffenstillstand erzwingen. Im Frieden von Schönbrunn
mußte Österreich Salzburg, das Innviertel, Galizien und die
illyrischen Provinzen abtreten, und so hatte es einen Gebietsverlust von 110000
km².
Auch die in Tirol entfesselte Volkserhebung gegen die Franzosen und Bayern,
brach trotz heldenhafter kämpfe und beachtlicher Erfolge zusammen. Andreas
Hofer wurde von einem Landsmann verraten, gefangengenommen und im Februar 1810
in Mantua erschossen.
Um sich mit den Habsburgern zu versöhnen, vor allem aber um sein
Ansehen bei den europäischen Fürstenhäusern zu erhöhen,
heiratete Napoleon die österreichische Kaisertochter Marie Louise. Napoleon
lässt sich im selben Jahr von seiner Frau Joséphine scheiden, und
ein Jahr später kommt sein Sohn Napoleon François Joseph Charles zur
Welt.
Als sich Rußland weigerte weiterhin die wirtschaftlichen Nachteile
der Kontinentalsperre zu tragen, startete Napoleon den Feldzug gegen
Rußland. Seine Grande Armée drang bis Moskau vor, mußte aber
den Rückzug antreten, da die russische Hauptmacht nach Osten ausgewichen
war und da Moskau in Flammen stand, und wurde fast ganz aufgerieben (durch
fehlenden Nachschub, Erschöpfung, Stürme, Kälte, die weite des
Landes und durch die ständigen Angriffe der Russen).
Mißlungener Staatsstreich des Generals Malet in Paris – 1812:
er verbreitete das Gerücht das Napoleon tot sei, stellte eine provisorische
Regierung auf, die Wahrheit kam aber ans Licht, und Malet wurde verhaftet und
hingerichtet).
In der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) fiel die Entscheidung: Die
Alliierten (Rußland, England, Preußen, Österreich, Schweden)
erzwangen den Rückzug der Franzosen. Mit der Ende Oktober erfolgten
Auflösung des Rheinbundes war das napoleonische System zusammengebrochen.
Nach dem Einzug der Alliierten in Paris, mußte Napoleon der Krone
entsagen, er erhielt dafür die Insel Elba als souveräne
Herrschaft.
Im März 1815 gelang es Napoleon von der mangelhaft bewachten Insel
Elba zu entfliehen, in Südfrankreich zu landen und wieder in Paris
einzuziehen: Die Herrschaft der “Hundert Tage” war angebrochen. Die
Staatsmänner Europas beschlossen sofort mit einem Feldzug gegen Frankreich
zu beginnen. Eine englische Armee unter Wellington und eine preußische
unter Blücher, konnten im Juni 1815 Napoleon in der Schlacht bei Waterloo
besiegen.
Napoleon wird als Gefangener von den Engländern auf die Insel sankt
Helena gebracht, wo er 1821 stirbt.
1840 Beisetzung im Invalidendom in Paris.
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