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Die Stadtentwicklung von Paris
Die Stadtentwicklung von Paris
300 v. Chr. waren erste gallische Siedler auf der Ile de la
Cité.
52 v. Chr. nahmen die Römer das Gebiet ein und gründeten die
Stadt Lutetia, die um 360 in Paris umbenannt wurde.
Unter dem Kapetinger Philippe Auguste hatte sich Paris vor allem am linken
Ufer mit den gelehrten Priestern, Mönchen und 20.000 Scholaren im
lateinischen Viertel ausgebreitet.
Der Valois Karl V. errichtete die Festung Louvre und einige Klöster,
darunter die Abtei St.-Germain-des-Prés, die älteste Kirche von
Paris. Zu dieser Zeit lebten schon 200 000 Menschen in Paris.
1408 kamen englische Besatzer und blieben ein Vierteljahrhundert. Erst 1437
eroberte Karl VII. Paris zurück.
1530 gründete Franz I. das Collège de France und baute das
Rathaus auf dem Place de Grève. 1563 gab es bereits Banken und die
Börse.
1635 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française
und baute das Schloß Palais.
Ludwig XIV. ließ für die blessierten Soldaten das Hôtel
des Invalides und den Dom errichten. Der Adel zog aus Paris und baute
außerhalb der Stadt am linken Ufer zahlreiche Barockpalais, die heute den
Sitz der meisten Ministerien bilden.
Ludwig XV. errichtete die Ecole Militaire, das Panthéon und den
Place de la Concorde.
Napoleon III. verlieh der Stadt das heutige Aussehen.
Probleme
Verkehr: Täglich pendeln etwa 1,2 Millionen Erwerbstätige
nach Paris, während 250 000 aus Paris hinaus zur Arbeit fahren. Innerhalb
der Stadt selbst gibt es noch 500 000 Pendler. Die alte Pariser Métro
ist an den Grenzen ihrer Kapazität angelangt. Außerdem ist die
Verbindung der Stadt mit den Vororten sehr dürftig. Man versuchte es mit
Ringautobahnen. Es klappte aber nicht. Das Verkehrsaufkommen verstärkte
sich gleichzeitig. Außerdem war der Fernverkehr auf Grund der
Ringautobahn gezwungen, durch das Zentrum zu fahren.
Raumplanung und Dezentralisierung: Der rasche
Bevölkerungswachstum nach 1945 verteilte sich nicht
gleichmäßig, die Kernstadt verlor immer mehr an Bevölkerung.
Daher arbeitete man folgenden Plan aus:
*Dezentralisierung der Hauptstadt in allen Bereichen
*Errichtung von fünf Trabantenstädten entlang der
Hauptausfallsstraßen (villes nouvelles)
*Erweiterung und Neustrukturierung der
Stadt
*Schaffung von Entwicklungsachsen als Verbindungen zu den Villes
nouvelles
Außerdem unternimmt die Stadt Paris seit zehn Jahren erhebliche
Anstrengungen, preisgünstigen Wohnraum für junge Paare in der
Kernstadt anzubieten, um eine weitere Überalterung der Bevölkerung zu
verhindern:
*Renovierung von erhaltenswerten Häusern
*Bau von günstigen Sozialwohnungen
*Schaffung von Arbeitsplätzen und Freizeiteinrichtungen
*Ausweitung und Verbesserung des Verkehrsnetzes
*Erweiterung der Grünflächen im Stadtgebiet
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