|
Du bist hier: Referate Datenbank | Deutsch
| Shakespear, William: Ein Sommernachtstraum
Shakespear, William: Ein Sommernachtstraum
Ein Sommernachtstraum
Eine Komödie in fünf Aufzügen von William Shakespeare
Übersetzt von August Wilhelm Schlegel
Herausgegeben von Dietrich Klose
1. Biographie
William Shakespeare war der Sohn eines wohlhabenden
Wollhädlers und späteren Bürgermeisters von Stratford. Seine
Mutter stammte aus einer angesehenen, dem Landadel angehörenden Familie aus
Warwickshire. Er besuchte die Lateinschule seines Heimatortes und kam schnell
mit dem Theater in Verbindung durch Schauspielgruppen, die den Ort aufsuchten.
1582 heiratete er die acht Jahre ältere Ann Hathaway. Der Ehe entstammten
drei Kinder. Von etwa 1586 an war Shakespeare wahrscheinlich in London. 1592
wird er dort erstmals als Schauspieler erwähnt. Aus dem Jahre 1598 stammt
das erste Verzeichnis seiner dramatischen Werke. Seine steigenden Erfolge
brachten ihm wirtschaftlichen Wohlstand und die Mitdirektion des vom Hofe
begünstigten Globe - Theatres. Von etwa 1610 an zog sich Shakespeare aus
dem öffentlichen Wirken zurück und lebte vorwiegend wieder in
Stratford, wo er 1616 im Alter von 52 Jahren starb.
Einige seiner Werke sind: “Romeo und Julia”,
“Hamlet”, “Der Widerspenstige Zähmung”,
“Julius Cäsar” ...
2. Hauptpersonen:
Theseus: Herzog von Athen
Hyppolata: Königin der Amazonen und Theseus
Verlobte
Egeus: Vater der Hermia
Hermia: Eine schöne Athenerin, um die sich Demetrius
und Lysander streiten
Lysander und Demetrius: Liebhaber der Hermia. Hermia wurde
jedoch Demetrius von Egeus versprochen.
Helena: Sei ist in Demetrius verliebt der sie jedoch
ablehnt.
Oberon: König der Elfen
Titania: Königin der Elfen
Droll (Puck): Ein Elfe, der Oberons treuester Gehilfe ist.
Er liebt es Sterbliche im Wald durch allerlei Spuk zu
erschrecken.
Einige Handwerker, die als Schauspieler in Pyramus und
Thisbe Auftreten.
3. Inhaltsangabe:
Theseus kann den Tag seiner Hochzeit mit der
Amazonenkönigin Hypollata nicht mehr erwarten, die beim nächsten
Vollmond stattfinden soll. Die Zeit bis dahin soll mit Lustbarkeiten am Hofe
verbracht werden. Egeus, ein athenischer Bürger klagt nun, daß seine
Tochter Hermia sich nicht mit Demetrius verbinden will, dem sie versprochen ist
und der sie liebt. Sei findet mehr Gefallen an den Werbungen Lysanders. Da
jedoch nach athenischem Recht der Vater über die Eheschließung seiner
Tochter zu bestimmen hat, droht Hermia, wenn sie sich nicht fügt, der Tod
oder das Kloster. Sie und Lysander beschließen jedoch zu fliehen und sich
um Mitternacht am Rande eines Athen nahegelegenen Walde zu treffen. Helena,
Hermias Freundin, bekommt ihren Fluchtplan zu Ohr und gibt diesen sogleich an
Demetrius, der sie verabscheut, weiter, um sich bei ihm ein wenig
einzuschmeicheln.
Doch der Wald wird von Kobolden und Elfen beherrscht, an
ihrer Spitze Oberon und Titania, die Eifersucht getrennt hat. Der
Elfenkönig läßt sich von seinem treuen Diener Droll (Puck) eine
Wunderblume bringen, deren Saft, im Schlaf auf die Augenlider geträufelt,
jedes Wesen in denjenigen, den es bei Erwachen erblickt, verliebt macht. Mit
dessen Hilfe möchte er seine Gattin Titania bestrafen, indem er sie in
irgend eine niedrige sterbliche Kreatur, Zettel, den Weber, wie sich später
herausstellt, verliebt macht. Doch zunächst werden durch einen Irrtum
Drolls die Verhältnisse der beiden athenischen Liebespaare völlig
durcheinander gebracht. Plötzlich liebt jeder den
falschen.
Zur selben Zeit tauchen auch noch die sechs Handwerker, die
das Stück “Pyramus und Thisbe” für die Hochzeit des
Herzogs proben, am selben Ort auf. Da es Droll nicht lassen kann sein Spiel auch
mit ihnen zu treiben geraten in jener Nacht alle bisherigen Verhältnisse
komplett durcheinander, bis endlich der Morgen erwacht und der Spuk der Nacht
verschwindet.
Alle Verwechslungen und Verwirrungen werden nun wieder
aufgehoben und das Hochzeitsfest des Herzogs, wo gleichzeitig auch Hermia mit
Lysander und Helena mit Demetrius verheiratet werden, nimmt glücklich
seinen Lauf. Alle gedenken nun der “Geschichten dieser Nacht” als
“Launen eines Traums”.
4. Interpretation:
In dieser Komödie läßt der Autor Geister
(Elfen, Kobolde) Ihren dämonischen Eilfluß auf die Menschen austoben.
Zweifellos war es die Absicht Shakespeares, die Blindheit der Liebe, die
“mit dem Gemüt, nicht mit den Augen sieht”, zu
charakterisieren.
“Dem schlechtesten Wesen an Art und Gehalt verleiht
Liebe Ansehen und Gestalt”. In diesem Werk verbinden sich Romantik und
Realismus sowie Menschen- und Geisterwelt wunderbar. Aus diesem Grund wird
“Ein Sommernachtstraum” als eines der “genialsten und
poesiereichsten Werke der Weltliteratur” betrachtet.
|