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Tschaikowsky, Peter Iljitsch (1840-1893)
Peter Iljitsch Tschaikowsky Peter Iljitsch
Tschaikowsky wird am 25. April 1840 in Wotkinsk/Russland als Sohn von Ilja
Petrowitsch, einem Unternehmer und Leiter von Eisenhuetten und seiner Frau
Alexandra geboren. Tschaikowsky besitzt schon von seiner Kindheit an eine rasche
Auffassungsgabe; er wird schon mit 4 Jahren (auf seinen eigenen Wunsch) zum
Franzoesischunterricht bei seiner Gouvernante Fanny zugelassen. Sie ist auch die
erste, die seine starke Phantasie bemerkt und foerdert - er laesst sich fortan
ueber patriotische und religioese Themen in Vers und Prosa aus. Die erste Musik,
die ihn praegt kommt von einem mechanischen Klavier, dass sein Vater aus
Petersburg mitbringt - der noch nicht einmal fuenf Jahre alte Peter ist
begeistert. Als seine Mutter ihn zum ersten Mal auf einem Klavier Tonleitern
spielen laesst, kann er schon ein Stueck, dass er gehoert hatte, nachspielen.
Die Familie ist erstaunt ueber das Talent, das Peter beweist. Daher entschliesst
sich der Vater, Maria Markowna einzustellen, die seinem Sohn Klavierunterricht
gibt. Doch Peter spielt schon bald besser als seine Klavierlehrerin vom Blatt.
Eines Abends spielt der 6jaehrige Peter einem polnischen Offizier ein Werk von
Chopin vor, dass er ein halbes Jahr vorher von ihm bei einem Mitter nachtsessen
gehoert hatte. Dieser ist so begeistert, dass er ihn in hoch in die Luft hebt,
und seinen kleinen Kopf kuesste. Von diesem Tag an bewahrt Fanny seine alten
Hefte und Entwuerfe sorgfaeltig auf, da sie ahnt, dass er eines Tages vielleicht
beruehmt werden koenne. Sie nimmt sie mit, als sie die Familie verlaesst, die,
nachdem Ilja Petro witsch in den Ruhestand gegangen ist, im November 1848 nach
Petersburg umzieht. Das Leben in Petersburg ist fuer Tschaikowsky viel haerter
als in Wotkinsk, da er in die Vorbereitungsklasse zum Gymnasium geht und
Unterricht bei einem richtigen Lehrer hat, der ihn stark anstrengt. Allerdings
ist er von der Oper in Petersburg stark beeindruckt, die er an Weihnachten mit
seinen Eltern zusammen besuchen darf. Anfang 1849 zieht die Familie erneut um,
nach Alapajewsk, einem kleinen Ort im Ural. Dort komponiert er heimlich, anstatt
sich dem Unterricht zu widmen. Im August 1849 wird Peter auf ein Gymnasium nach
Petersburg geschickt, er lebt dort bei einem Freund der Familie, Platon Wakar.
Seine Mutter bleibt noch 3 Monate bei ihm und reist dann wieder nach Alpajewsk
ab. Er ist ein guter Schueler und spricht nie von Musik, sondern spielt nur
manchmal fuer seine Mitschueler auf dem Klavier. Im Mai 1852 siedelt Ilja
Petrowitsch mit seiner ganzen Familie nach Petersburg ueber. Peter ist darueber
sehr gluecklich, da er nun wieder bei seiner Familie sein kann, und seine Mutter
wiedersehen kann, die er sehr vermisst hatte. Doch Frau Tschaikowsky erkrankt
1854 an Cholera und stirbt bald danach daran. Peter und sein aelterer Bruder
Nikolaj gehen weiterhin zur Schule, sein Vater zieht mit den 4jaehrigen
Zwillingen zu seinem Bruder Pjotr Petrowitsch Tschaikowsky und seine 2
restlichen 2 Geschwister Sascha und Hyppolit werden auf ein Internat geschickt.
Er unterdrueckt seine Sehnsucht nach der Musik. Dennoch muss er im Gymnasium am
Gesangs- und Musikunterricht teilnehmen. Da der Klavierunterricht in der Schule
ohne Nutzen ist, beschliesst sein Vater 1855, einen eigenen Klavierlehrer fuer
seinen Sohn zu engagieren. Er findet ihn in Rudolf Kuendinger, der befindet,
dass Tschaikowskys Talent ein wenig ueber dem Durchschnitt liege. Kuendinger
unterrichtet ihn jeden Sonntagmorgen, dann isst er dort zu Mittag, am Nachmittag
begleitet er Tschaikowsky ins Konzert und am Abend darf Peter seine
musikalischen Kunststuecke auffuehren. Leider muss Tschaikowsky sich jedoch bald
von ihm trennen, da eine finanzielle Katastrophe ueber die Familie hereinbricht,
und man sich daher den Klavierlehrer nicht mehr leisten kann. Die Familie zieht
in eine Wohnung, nachdem Sascha, Peters aeltere Schwester aus der Klosterschule
zurueckkommt und die Rolle der Hausfrau uebernimmt. Sein Vater verliert im
Fruehjahr 1858 bei einer unsicheren Spekulation sein ganzes Vermoegen und muss
trotz seines hohen Alters eine Stellung annehmen. Da er in einer Dienstwohnung
lebt, koennen Sascha, Nikolaj und Peter ihr Leben in "ihrer" Wohnung jetzt
selbst bestimmen. Tschaikowsky verlaesst im Mai 1858 die Rechtsschule und
bekommt eine Anstellung im Justizministerium. Doch er tut einfach nur seine
Arbeit uninteressiert und freut sich auf die Abende mit seinen Freunden. Doch
diese Abende sind schnell vorbei, denn als Sascha 1861 heiratet, gibt es immer
weniger Treffen mit ihr und ihren Freunden. Tschaikowsky beginnt, sich um seine
10jaehrigen Geschwister zu kuemmern, da sein Vater mit seiner Arbeit ausgelastet
ist und sich fast gar nicht um sie kuemmert. Nachdem sein Vater ihn fragt, ob er
nicht eine musikalische Ausbildung machen wollte, besucht er eine Musik schule,
die von Anton Rubinstein geleitet wird. Doch Professor Zaremba, sein Lehrer,
kann ihn der Musik nicht naeherbringen. Dennoch verstaerken seine ersten
Kompositionen seine Hoffnung darauf, ein erfolgreicher Komponist zu werden. Nach
einiger Zeit gibt er seine Stellung im Justizministerium ganz auf, und widmet
sich nur noch der Musik. Um sich etwas Geld zu sichern, gibt er fuer 50 Rubel im
Monat Unterricht. Tschaikowsky ist jetzt endlich ein Musiker - er schreibt 2
Kompositionen pro Woche. Sein erster Erfolg ist das Orchesterwerk Tanz der
Maegde, dass in Kiew aufgefuehrt wird. Trotzdem ist er wegen der Strenge
Rubinsteins und der harten Komponierarbeit niedergeschlagen. Dennoch wird er von
Anton Rubinstein als Professor fuer die von seinem Bruder Nikolaj Grigorewitsch
neu gegruendete Musik schule in Moskau vorgeschlagen. Am 5. Januar 1866 bricht
er dorthin auf. Als er dort ankommt, trifft er mit Nikolaj Grigorewitsch
zusammen, den er gleich sehr sympathisch findet. Er lebt mit ihm in einer
Wohnung, doch nur weil er nicht genug Geld hat, sich eine eigene zu leisten. In
seinem ersten Moskauer Jahr arbeitet er ungeheuer viel, er komponiert zum
Beispiel die Ouvertuere in c-Moll und die Ouver tuere in f-Dur, die aber beide
keinen grossen Erfolg haben (die erste wird sogar von Nikolaj Grigorewitsch
abgelehnt). Dann schreibt er unter grosser Anstrengung seine I. Symphonie. Im
Sommer faehrt er nach Petersburg in die Ferien, um sich um seine Brueder zu
kuemmern, die mittlerweile 16 Jahre alt sind. Zurueck in Moskau schreibt er
seine erste Oper Der Woiwode (der Traum an der Wolga), die in Moskau als "nicht
schlecht" bewertet wird. Tschaikowsky verliebt sich in Disirie Arttt, die Prima
donna der italienischen Oper. Sie hat -hnlichkeit mit ihm - sie ist nicht
schoen, dafuer aber intelligent und begabt, eine grosse Kuenstlerin. Doch
Tschaikowskys Freunde und ihre Mutter verhindern eine Heirat, und DOsirOe
heiratet einen beruehmten Bariton namens Padilla. Seine Oper wird nur fuenfmal
aufgefuehrt, und dann fuer immer vom Spielplan abgesetzt. Trotz des Misserfolges
komponiert Tschaikowsky die Oper Romeo und Julia, die ihm seinen ersten
richtigen Ruhm einbringt. In Moskau und Petersburg wird sein Stueck triumphal
aufgenommen, und er wird zum ersten Mal im Ausland gespielt. Im Sommer 1870 wird
Romeo und Julia von einem grossen Berliner Verleger erworben. Er komponiert
unaufhoerlich und gibt 1871 sein erstes Konzert, das seinen eigenen Werken
gewidmet ist. Als Professor verdient er jetzt zweitausend Rubel im Jahr, seine
Konzerte bringen ihm ungefaehr fuenfhundert und die Kritiken, die er fuer die
Russischen Nachrichten schreibt, noch einmal einige hundert Rubel. Das ist
genug, um sich - endlich - eine eigene Wohnung zu leisten. In seiner neuen
Dreizimmerwohnung hat er mehr Ruhe, und kann nach zwei Jahren harter Arbeit
endlich seine zweite Oper, Der Opritschnik, vollenden. Er schickt eine Abschrift
nach Petersburg, wo ein neuer Dirigent des Marinski-Theaters, Naprawnik, von
sich reden macht. Die Sommermonate verbringt er mit einem seiner Schueler,
Wolodja Schilowsky. Als er von seinen Reisen mit Wolodja zurueckkehrt, hat er
immer noch keine Antwort aus Petersburg. Er faehrt eine Woche vor Weihnachten
nach Moskau, um Naprawnik persoenlich zu treffen. Er bringt sein neuestes Werk,
die II. Symphonie, mit. Naprawnik empfaengt ihn freundlich und teilt ihm mit,
dass Der Opritschnik angenommen sei, es aber noch unsicher waere, wann und mit
welcher Besetzung er aufgefuehrt werde. Tschaikowsky besucht seinen Vater und
seine Brueder. Rimski-Korsakow veranstaltet ihm zu Ehren einen Abend, bei dem
Tschaikowsky die II. Symphonie seinen alten Petersburger Freunden und Kollegen
vorspielt. Alle bis auf Mussorgsky sind begeistert, besonders ueber das Finale,
fuer die er ein Thema des Volksliedes der Kranich heranzieht. Nachdem er nach
Moskau zurueckgekehrt ist, komponiert er immer mehr - aus dem Unterricht
gebenden Musiker von damals ist ein beruehmter Komponist geworden. Von 1875
nimmt sich Nikolaj Rubinstein seinen Werken besonders an, er dirigiert sie und
laesst sie auffuehren, sooft er kann. Fuer den Petersburger Opernwettbewerb
schreibt Tschaikowsky Wakula der Schmied, eine Oper, mit der er sehr zufrieden
ist. Im Winter 1875 trifft er mit Sergej Tanejew zusammen, einem sehr guten
Musiker, der Tschaikowsky und seine Musik bewundert. Tschaikowsky findet in ihm
endlich wieder einen Freund, nachdem er nach seinem Streit mit Rubinstein so gut
wie alle verloren hatte. Tschaikowsky widmet ihm die Oper Francesca da Rimini -
die Idee zu dieser Oper war ihm im Zug auf dem Weg zur Premiere der Bayreuther
Festspiele gekommen, die er als Rezensent der Russischen Nachrichten besucht.
Fuer ihn ist diese Musik ausser gewoehnlich, aber sie gefaellt ihm nicht. Es
faellt ihm schwer, einen Bericht fuer die Russischen Nachrichten zu schreiben.
Es gibt dennoch angenehme Momente fuer ihn in Bayreuth - Liszt bezeugt ihm seine
Bewunderung, die deutschen Musiker kennen und schaetzen ihn. Seine Stimmung ist
trotzdem auf einem Tiefpunkt angelangt - im Herbst schreibt er seinem Bruder
Modest, dass er alles tun will, um irgend jemand zu heiraten, allerdings nur um
"durch eine Heirat oder eine offizielle Verbindung zu einer Frau das ganze Pack
zum Schweigen zu bringen, das ich zwar verachte, das aber den Menschen, die mir
nahestehen, Kummer bereiten kann". Daraufhin beginnt er einen Briefwechsel mit
der Witwe Nadesha von Meck, die eine grosse Bewunderin seiner Musik ist. Sie
unterstuetzt ihn, in dem sie z.B. seine Transkriptionen auf ihre Kosten drucken
laesst. Sie schreibt aber, dass sie keine Begegnung mit ihm will, da dies nur
Anlass zu Gerede waere. Fr. von Meck leiht ihm 3000 Rubel, damit er seine
Schulden bezahlen kann, nachdem er ihr mitgeteilt hat, das er ihr - seiner
"besten Freundin" seine IV. Symphonie widmet. Nachdem er die Arbeit an dieser
beendet hat, sucht er ein Thema fuer eine neue Oper - er nimmt den Vorschlag der
Saengerin Lawrowskaja - Puschkins Eugen Onegin - an. Am 6 Juni heiratet er die
28jaehrige Antonina Iwanowna, obwohl er ihr gegenueber betont, dass er sie nicht
liebt und nie lieben werde. Sein Vater freut sich sehr ueber die Hochzeit. Er
verbringt den Sommer in Kamenka waehrend sie in Moskau zurueckbleibt. Dort
beendet er seine IV. Symphonie. Das Leben in Moskau mit seiner Ehefrau ist
allerdings nichts fuer ihn - er begeht sogar einen Selbstmordversuch, indem er
sich absichtlich eine Lungen entzuendung zuzieht. Es gelingt ihm jedoch nicht,
sich umzubringen, und er faehrt an den Genfer See, um sich auszukurieren. Er
verlaesst seine Frau. Nadesha v. Meck unterstuetzt ihn finanziell - mit 1500
Rubel pro Monat, wuenscht aber dennoch, dass er die Verbindung zu ihr
geheimhalte. Antonina droht ihm damit, alles ueber ihn zu verbreiten, wenn er
ihr kein Geld gibt. Tschaikowsky willigt gezwungenermassen ein. Er arbeitet
weiter an seiner neuen Oper Eugen Onegin und pflegt weiterhin seinen
Briefwechsel mit Nadesha von Meck, mit der er sich ueber musikalische Themen
unterhaelt. Nikolaj Rubinstein ernennt ihn zum Gesandten fuer die
Weltausstellung in Paris, doch Tschaikowsky lehnt ab, da er menschenscheu
geworden ist. Er beendet seine Arbeit an Eugen Onegin. Im Herbst kehrt er nach
Moskau zurueck. Im September 1878 besichtigt er zum ersten Mal das Haus von Fr.
v. Meck. Seine Werke sind auch bei der Weltausstellung in Paris ein grosser
Erfolg. Tschaikowsky verlaesst Moskau und zieht nach Florenz in die Naehe von
Frau von Meck. Dort arbeitet er an einer weiteren Oper: Die Jungfrau von
Orleans. Kurz vor Weihnachten reist er nach Paris ab. Er arbeitet weiterhin sehr
hart an Die Jungfrau von Orleans. Sein Eugen Onegin wird das erste Mal am 17.
Maerz 1789 aufgefuehrt, doch die Kritiker sind nicht begeistert von dieser Oper,
aber fuer Tschaikowsky ist das Urteil der Kritiker nicht mehr so bedeutend wie
frueher. Anfang August zieht fuer einige Zeit auf einen kleinen Hof in der Naehe
von Brailow, der Frau v. Meck gehoert. 1880 wird Die Jungfrau von Orleans
uraufgefuehrt, das Publikum ist begeistert. Am 12. Maerz stirbt Nikolaj
Grigorewitsch, sein langjaehriger Mentor und Freund. Der Tod Nikolaj
Grigorewitschs nimmt ihn sehr mit. Tschaikowsky lebt jetzt ein Leben als
Reisender, er reist zweimal im Jahr durch Europa. Er macht Schulden, um seine
Rechnungen zu bezahlen und muss sich sogar andere Maezene suchen, da das Geld
von Fr. v. Meck immer schnell ausgegeben ist. Spaeter mietet er sich jedoch ein
eigenes Haus in der Naehe von Klin, da er nicht mehr immer nur durch Europa
reisen, sondern sesshaft werden will. Dort arbeitet er an seiner neuen Oper Die
Zauberin und an Tscherewitschki. Die Premiere von Tscherewitschki findet am 19.
Januar 1886 statt. Die Besonderheit dieser Premiere besteht darin, dass
Tschaikowsky sich bereit erklaert hatte, die Auffuehrung selbst zu dirigieren.
Trotz seiner Angst vor Misserfolg wird die Auffuehrung ein grosser Erfolg, das
Publikum bejubelt ihn. Aber es war nicht jede seiner Opern ein so grosser Erfolg
- Die Zauberin ist ein Reinfall wie keine seiner Opern zuvor. Gesundheitlich
geht es ihm nicht so gut, er bekommt manchmal Asthmaanfaelle, sorgt sich ueber
das Alter und macht sogar sein Testament: Er vermacht sein gesamtes Vermoegen
seinem Neffen Bob, den er sehr vergoettert. Zu Beginn des Jahres 1888 reist
Tschaikowsky ins Ausland, um sich zu erholen. Er beschliesst, eine
Konzerttournee durch das Ausland zu machen. Auf seiner Reise lernt er viele
auslaendische Kollegen kennen, unter anderem auch Brahms, Richard Strauss und
Dvor_k. Nachdem er wieder zurueckgekommen ist, komponiert er seine V. Symphonie
und Dornroeschen, ein Ballett im Auftrag des Zaren. Tschaikowsky reist nach
Italien, wo er die Oper Pique-Dame komponiert. Diese Oper wird ein riesiger
Erfolg. Nussknacker und Yolanthe werden in Auftrag gegeben, er schiebt die
Ausfuehrung jedoch um ein Jahr heraus, da er nach Amerika faehrt, wo man ihm
riesige Summen bietet. Er ist sehr beeindruckt von Amerika, da dort so vieles
ganz anders als in Europa ist. Als er zurueck nach Russland kommt, bricht Frau
v. Meck mit ihm, angeblich wegen ihrer finanziellen Lage, aber wohl eher, da sie
die Wahrheit ueber ihn erfahren hatte, und denkt, dass Tschaikowsky sie nur
ausnutzt. Er komponiert den Nussknacker zuende. Danach reist er nach Cambridge,
wo ihm die Ehrendoktorwuerde verliehen wird. Im Februar 1893 beginnt er mit der
Arbeit an seiner Programmsymphonie (Nr. 6). Am 9. Oktober reist er nach
Petersburg und fuehrt seine VI. Symphonie dort am 16. Oktober auf. Die Symphonie
hat aber nicht die von Tschaikowsky erhoffte Wirkung auf das Publikum. Zurueck
in Petersburg trinkt er bei einem Essen nicht abgekochtes Wasser und erkrankt
daraufhin an der Cholera, an der er am 25. Oktober 1893 stirbt. Jedoch sind
seine Todesumstaende nicht genau dokumentiert, es gibt auch einige Biographien,
die behaupten, dass er Selbstmord begangen habe. [QUELLE: Nina Berberova:
Tschaikowsky, ISBN 3-499-13044-0]
Alexander Klink,
1996
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