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Gryphius, Andreas: Thränen des Vaterlandes
Interpretation “Thränen des
Vaterlandes” von A.Gryphius
Als Thema meines Interpretationsaufsatzes habe ich das Gedicht
“Thränen des Vaterlandes” von Andreas Gryphius
gewählt. Gryphius wurde am 2.10.1616 als Sohn eines lutherischen Pastors
geboren. Er verlor schon früh seine Eltern ,und erlebte den 30jährigen
,welcher 1618 begann ,voll mit. Der Krieg prägte und beeinflußte sein
Leben sehr stark ,da er viele Erfahrungen in dieser Zeit machte. Er war im
17.Jahrhundert ,neben Grimmelshausen und Opitz ,einer der bedeutendsten Dichter
in der Zeit des Barock. Andreas Gryphius starb im Jahre 1664.
In seinem Gedicht “Thränen des Vaterlandes” ,welches im
Barock geschrieben wurde und so auch die typischen Merkmale der barocken
Literatur
(z.B.: Manierismus) beinhaltet ,schildert er die Problematik des Krieges
und dessen Folgen nicht nur im 30jährigen Krieg. Schon an der
Überschrift ist erkennbar ,das es sich um Schmerz und Elend handeln
muß ,genauer gesagt ,um die Zustände die Gryphius im Krieg erlebt
hat.
Das Gedicht ist in Sonettform (Form eines lyrischen Gedichtes
,ital-Sonetto=Klanggedicht ,besteht aus 14 fünffüßigen
jambischen Verszeilen ,geteilt in zwei Quartette und zwei Terzette)
geschrieben. Die ersten acht Zeilen bilden zwei umschlungene Reime ,die beide
einen Überblick über die Lage während des Krieges geben. Es wird
vom Elend und von den Grauen berichtet:
“...Das vom Blut fette Schwerdt /...” ; “...Die
Türme stehn in Glutt / die Kirch ist umgekehret. ...”.Die
nächsten zwei Zeilen beschreiben ,in Form eines Paar-
reimes ,die Zeit in der das Gedicht geschrieben wurde:
“...Dreymal sind schon sechs Jahr / ..” . Die Folgen des
Krieges werden wieder als umschlungener Reim geschildert. Insgesamt weißt
das Gedicht kein rhythmisches Versmaß vor. Es werden viele Stilfiguren
verwendet. Dies beginnt schon in der ersten Zeile mit einer Hyperbel: “Wir
sind doch nunmehr gantz / ja mehr denn gantz verheeret!...” . Der
eigentliche Ausgangspunkt des 30jährigen Krieges wird in der folgenden
Textzeile sichtbar: “.../ die Kirch ist umgekehret.” .
Sie sagt aus ,daß der Religionskampf ,zwischen Protestanten und
Katholiken , ausschlaggebend für den Ausbruch des Krieges war.
Eine weitere Stilfigur kommt in der Überschrift vor. Das hier
dargestellte literarische Symbol ,Thränen ,steht für Schmerz ,Leid und
Angst ;alles Folgen und Zustände im 30jährigen Krieg. Um die Qualen
der Menschen besser darstellen zu können ,spricht der Autor sehr oft vom
Blut. Mit dem Gedicht will der Autor auf das Leid des Krieges aufmerksam machen
und deutlich machen wie sehr er sich selbst Frieden wünscht.
Abschließend kann man sagen ,daß der Autor mit seinem Gedicht
ein ,meiner Meinung nach ,grandioses Werk geschaffen hat. Es läßt
sich nicht nur auf den 30jährigen Krieg beziehen ,sondern auf alle Kriege
,egal Wann und Wo. Ob-
wohl ich nach dem ersten Lesen noch keinen Zugang zu dem Gedicht gefunden
hatte ,gefiel mir das Gedicht nach mehrmaligem lesen immer besser. Das Gedicht
spiegelt sehr gut die Verhältnisse und Zustände im 30jährigen
Krieg wieder.
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