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Energien der Erde
Energien der Erde
Die wichtigsten, momentan genutzten Energieträger sind Steinkohle,
Braunkohle,
Erdöl und Erdgas. Dies sind fossile Energieträger. Der Anteil
der
regenerativen Energien ist hierbei jedoch sehr gering nämlich etwa 2 %
des
gesamtdeutschen Energiehaushaltes .Dieser sieht folgendermaßen
aus:
Als regenerative Energien bezeichnet man vor allem Wasser-, Solar-,
Wind-,
Bio-masse-, und Biogasenergien .
· WASSER
Wird Wasser als Energieträger verwendet ist der Wirkungsgrad meistens
unge-
wöhnlich hoch .Er beträgt rund 85 %. So ist auch das
wirtschaftliche Potential
zur Stromerzeugung hoch. Die theoretisch mögliche Stromerzeugung
beläuft sich
auf ca. 20 Mio. GWh/Jahr. Davon werden allerdings nur knapp 10 % genutzt.
In
Deutschland und der Schweiz werden bereits etwa 80 %, in ganz Europa 33 %
der
theoretischen Wasserkraft genutzt. Wasserkraft ist Vorteilhaft für all
jene
Länder, die konfrontiert sind mit der Klimagefährdung durch CO2,
oder bei
denen die fort-schreitende Industrialisierung und ansteigendes
Bevölkerungswachstum problema-tisch sind bzw. werden. Zu Energie wird
Wasser
letztendlich durch Turbinen, die in Wasserkraftwerken eingesetzt werden.
Man
unterscheidet hauptsächlich 3 Wasser-kraftwerke: Lauf-, Speicher-
und
Pumpspeicherwasserkraftwerke.
Laufwasserkraftwerke bieten den Vorteil einer Nutzung bei geringen
Fallhöhe
des Wassers und vor allem, dass sie kontinuierlich einsetzbar sind.
Weiterhin
kann der Wirkungsgrad der Stromerzeugung bei bis zu 85 % liegen.
Speicherwasserkraftwerke sind vorteilhaft bei hohen Fallhöhen des
Wassers z.B.
bei höher gelegenen Seen mit natürlichem Wasserzulauf. Nicht
sinnvoll sind
sie aller-dings bei kontinuierlicher Nutzung.
Pumpspeicherwasserkraftwerke dienen vor allem als Reserveenergie beim
Ausfall
von anderen Kraftwerken. Hier wird Wasser nämlich in ein
höhergelegenes Spei-
cherbecken gepumpt, um es bei bedarf in Strom umzuwandeln. Hier kann der
Wir-
kungsgrad bis zu 75 % betragen.
1. Kaplan-Turbine
Konstruktionsprinzip: Flügelradturbine, deren Laufrad sich
ähnlich einer
Schiffs-schraube im Wasserstrom dreht .Laufradschaufeln und Leitwerk
sind
verstellbar konstruiert, um eine Anpassung an schwankenden Wasserstand
und
Gefäßveren-gungen zu gewährleisten. Verwendet wird sie vor
allem in
Laufwasserkraftwerken. Kaplan-Turbinen werden vor allem bei Fallhöhen
zwischen
10 - 70 m eingesetzt .
LEISTUNG:125MW
WIRKUNGSGRAD : 95 %
2. Francis-Turbine
Konstruktionsprinzip: Im Unterschied zur Kaplan-Turbine sind nur
die
Leitschau-feln des Leitapparates verstellbar. Wasser strömt durch
den
Ringkanal über ver-stellbare Leitschaufeln in das Laufrad ein.
Verwendung
finden sie v.a. in Speicher- und Pumpspeicherwasserkraftwerken.
Francis-
Turbinen werden vor allem bei Fall-höhen zwischen 50 - 800 m und
großen
Wassermengen eingesetzt .
LEISTUNG:750MW
WIRKUNGSGRAD: 90 %
3. Pelton-Turbine
Konstruktionsprinzip: Turbinentyp, der vom Aussehen und physikalischen
Prinzip
an ein klassisches Stoßwasserrad erinnert.
Auf dem Laufrad sitzen max. 40 becherförmige, in 2 Halbschalen
gegliederte
Schaufelblätter. Wasser spritzt über Düsen auf
Schaufelblätter, erfährt dort
Ablen-kung um fast 180° und gibt so die Energie fast vollständig
an die
Turbine ab. Ein-satzbereich: Bei größeren Fallhöhen bis
2000 m und geringen
Wassermengen. Die Pelton-Turbine ist ein typischer Turbinentyp für
Kraftwerke
im Hochgebirge.
LEISTUNG:500MW
WIRKUNGSGRAD : 90 %
Durchströmturbine
Konstruktionsprinzip: Turbinentyp, der aus gekapseltem, walzenförmigen
Laufrad
mit gekrümmten Schaufeln besteht. Das Wasser wird dem Laufrad
über den Lei-
tapparat zugeführt, der in zweiteiliger Ausführung einen hohen
Wirkungsgrad im
Teillastbereich gewährleistet. Einsatzbereich: Einsatz bei
Fallhöhen von 1-
200 m und Wassermengen zwischen 500 bis 5000 l, somit sehr weites
Einsatzgebiet. Im Hinblick auf Verschleißfestigkeit sind
Durchströmturbinen
anfälliger als Francis-, Pelton- oder Kaplanturbinen, auf Grund des
relativ
geringen Preises und ihrer guten Steuerbarkeit haben sie sich
jedoch
insbesondere im Bereich der Kleinwasserkraft-anlagen
durchgesetzt.
Wasserkraftwerke bieten die 2 Vorteile, dass sie "unerschöpf-lich"
und
"umweltfreundlich" sind.
Nachteile sind allerdings, dass sie hohen Reparaturkosten unterliegen,
nur
ergän-zend sind und sie sind an bestimmte Standorte gebunden
.
· SOLARENERGIE
"Solarenergie" kann drei verschiedene Dinge bedeuten:
Zwei Formen thermischer Energienutzung, die die Strahlung der Sonne in
Form
von Wärme nutzen und die Photovoltaik-Technik.
Nun wollen wir aber noch einmal die Unterschiede der drei Nutzungsformen
her-
ausarbeiten:
1. Passive Solarenergie ( bei Häusern ) wird in der
Solararchitektur
implementiert, um den erforderlichen Heizenergiebedarf herabzusetzen.
Das
Grundprinzip ist es, das gesamte Haus nach Süden auszurichten, also
große
Fenster im Süden zu plazieren, sowie im Norden die Schlafräume
einzuplanen.
Weitere Maßnahmen sind verbesserte Dämmung und gezielte
Lüftung. Es gibt sogar
Konstruktions-pläne mit integrierten (Wasser-)Speichern, die die
Energie eines
Sommers bis in den nächsten Winter zwischenspeichern sollen.
2. Aktive Solarenergienutzung kann man wiederum unterteilen in
Niedertemperatur und Hochtemperatur-Systeme:
· Niedertemperatursysteme, auch Sonnenkollektoranlagen genannt,
funktionieren
ganz ähnlich einem in der Sonne geparkten Auto. Die Sonne erwärmt
das Innere
und die Wärme wird gespeichert (Treibhauseffekt). Anlagen dieses Typs
dienen
zur Brauchwassererwärmung, zur Schwimmbadheizung, zur Raumheizung
.
· Hochtemperatursysteme bestehen aus sogenannten konzentrierenden
Kollekto-
ren, die im Solarfarm- oder Solarturm-Konzept angeordnet sind. Sie dienen
der
großskaligen Stromgewinnung.
3. Photovoltaik-Technologie ist grundverschieden von den beiden
oben
beschriebe-nen Technologien. Sie nutzt nicht die Strahlungsenergie in Form
von
Wärme, son-dern wandelt die Energie der Photogen direkt in
elektrischen Strom
um.
· Windenergie
Wo weht der Wind am stärksten?
Zur Nutzung der Windenergie für die Stromerzeugung kommen nur Gebiete
mit
ausreichender Windgeschwindigkeit in Betracht, die im
Jahresdurchschnitt
minde-stens 4 m/s (Windstärke 3), besser aber über 5 m/s betragen
muss. Die
durch-schnittliche Windgeschwindigkeit ist deshalb für die
Stromerzeugung von
so gravie-render Bedeutung, weil die Leistungs- und Energieabgabe
von
Windkraftanlagen mit der Windgeschwindigkeit steigt.
Gebiete mit ausreichendem Windangebot sind in der Bundesrepublik
hauptsächlich
die Nordseeküste mit den vorgelagerten Inseln, Bereiche der
Ostseeküste sowie
eini-ge Kuppen der Mittelgebirge.
Unterschieden wird hier vor allem zwischen
Horizontalachsenkonverter
(Windräder mit waagerecht angeordneter Welle) und
Vertikalachsenkonverter
(Windräder mit senkrecht angeordneter Welle)
Horizontalachsenkonverter bieten den Vorteil, dass der Winkel der
propellerartigen Rotorblätter verändert werden kann, so dass sich
die
Leistungsaufnahme regulieren läßt.
Vertikalachsenkonverter hingegen müssen nicht nach dem Wind
ausgerichtet wer-
den. Sie sind nicht regelbar und brauchen hingegen zu
Horizontalachsenkonverter keine Anlaufhilfe.
Die Weiterentwicklung und Erprobung dieser Technik, insbesondere in den
Wind-
parks der deutschen Energieversorger, hat dazu geführt, dass Anlagen
mit bis
zu 60 kW Leistung heute als markterprobt und betriebsreif betrachtet
werden
können. Auch Anlagen im Bereich von 250 kW Leistung werden bereits
seit Jahren
mit stei-gender Tendenz erfolgreich betrieben .
Besonders Vorteilhaft für den Standort Deutschland ist die Tatsache,
dass die
Komponenten der Windkraftanlagen vor allem von deutschen Hersteller mit
klang-
vollen Namen wie Siemens, Thyssen und Preussag - Stahl, Krupp und Demag
pro-
duziert werden. Für alle Komponentenlieferanten sind die
Windkraftanlagenprodu-zenten umsatzstarke und daher umworbene Kunden.
· Biogas anhand der Biogasanlage Wittmund
In Wittmund, im fernen Ostfriesland, ist der Bau einer Biogas-
Gemeinschaftsanlage geplant. Die Initiatoren unseres Projektes haben sich
in
einer GmbH zusammenge-schlossen und betreiben die Realisierung.
Gesellschafter
sind vier Privatpersonen, zwei örtliche Banken, eine
Elektrizitätsgenossenschaft, ein Hoch- und Tiefbau-Unternehmen und
ein
Wirtschaftsförderkreis. Die Gesellschafterversammlung, die das Projekt
geplant
und finanziell ausgestattet hat und die nun auch der Bauherr ist, hat
eine
dänische Firma mit der Generalunternehmerschaft beauftragt, weil die
Dänen
sehr viel Erfahrung im Umgang und in der Produktion von Biogas haben und
aus
dieser Erfahrung heraus die entsprechende Großtechnologie entwickelt
haben.
Eine Gemeinschaftsanlage unterscheidet sich erheblich von den Anlagen, die
als
Hofanlagen für einzelne Betriebe errichtet werden. Nicht so sehr von
der
Zielset-zung her, sehr wohl aber von der Menge der zugeführten
Biomasse, von
der um-fangreichen Technik, von den Kosten und natürlich auch von
der
Quantität der er-zeugten Energie, wobei in erster Linie die
Unterbringung der
Wärme - dort wo Fern-wärmenetze oder industrielle
Großabnehmer fehlen -
Probleme bereitet. Die Kapa-zität der Anlage beträgt täglich
300 t Tierdung,
25 t Klärschlämme und 25 t organi-sche Industrieabfälle. Das
sind insgesamt
350 t Biomasse täglich. Aus der Perspek-tive der Landwirtschaft
betrachtet,
leben und arbeiten unsere Landwirte in einer Grünlandregion, d.h.
Schwerpunkt
der landwirtschaftlichen. Produktion ist die Rindviehhaltung mit
der
Milcherzeugung. Demzufolge kommt der weitaus größte Teil des
Tierdungs aus der
Rindviehhaltung. Der Tierdung, der aus dem Bereich der Schweinehaltung
kommt,
hier mit dem Schwerpunkt Sauenhal-tung/Ferkelproduktion, wird mit in
die
Anlage übernommen. Will man 300 t Tier-dung Tag für Tag in die
Anlage
einbringen, so ist man in unserer Region gehalten, über 100
landwirtschaftliche Betriebe in das Konzept einzubinden. Dabei
sollen
Laufstallbetriebe, die Gülle produzieren und Anbindebetriebe, in
denen
Stallmist und Jauche als organische Düngemittel anfallen, in das
System
einbezogen werden. Die Klärschlämme und die organischen
Industrieabfälle sind
an die Biogasanlage anzuliefern und werden gegen Gebühr über die
Anlage
entsorgt. Der Betrieb einer Biogasanlage in dieser Größenordnung
auf der
Basis, dass lediglich Tierdung - ko-stenlos für die Landwirtschaft -
als
Biomasse zur Verfügung steht, erreicht derzeit keine
Wirtschaftlichkeit. Erst
die Übernahme industrieller organischer Substanzen gegen Gebühr
ermöglicht
eine Wirtschaftlichkeit der Anlage. In dieser Beurteilung sind sich
alle
Experten, auch die dänischen, einig. In ihrem Statusbericht "Biogas
-
Großanlagen" vom Oktober 1992 weist die Dänische
Energiebehörde darauf hin,
dass die gesamte Gasproduktion von Januar 1988 bis Juli 1992 pro Tonne
verwen-
deter Biomasse bei allen Anlagen gestiegen ist. Ursache hierfür ist
eine
gestiegene Zufuhr organischer Abfälle. Der Gasertrag pro Tonne
Biomasse ist
ein wichtiger Pa-rameter, um die Betriebsbedingungen einer Anlage
zu
beurteilen, da die Betriebsko-sten in hohem Maße von der Menge
behandelter
Biomasse abhängen, die Einnah-men dagegen hauptsächlich von der
Gasproduktion.
Die dänischen Biogasanlagen verwenden heute eine Mischung aus 75-90%
Gülle und
10-25% organischen Abfäl-len. Bei letzteren dominieren
Magen-/Darminhalte aus
Schlachtereien, Fischabfälle, Flotationsschlämme aus
der
nahrungsmittelverarbeitenden Industrie sowie Blei-cherde aus der
Speiseölraffination.
Zunächst muß der Tierdung in einem Vorbehälter gelagert
werden und die organi-
schen Industrieabfälle in einem separaten Behälter. Für die
Gasgewinnung in
der Anlage ist von großer Bedeutung, dass die Biomasse in der Menge
und in
ihrer bio-logischen Zusammensetzung möglichst konstant zugeführt
wird. Die
Dosierung des Ausgangsmaterials und die Homogenisierung sind dafür
eine
wichtige Vorausset-zung. Weil die entgaste Gülle später als
Flüssigdünger in
der Landwirtschaft einge-setzt wird, muss sie ein Substrat sein,
das
"seuchenhygienisch unbedenklich" ein-gesetzt werden kann. Aus diesem
Grund
wird die gesamte Biomasse nach gründli-cher Homogenisierung für
ein bis zwei
Stunden bei einer Temperatur von 70 "pa-steurisiert", bevor sie für
einen
Zeitraum von ca. zwanzig Tagen bei einer Tempera-tur von 35 bis 36°
Celsius
unter anaeroben Verhältnissen, d.h. ohne Licht- und Sauerstoffzutritt
in den
Reaktoren ausfault. Das entstandene Biogas sammelt sich im Dom der
Reaktoren,
wird von dort über einen Gaszähler abgeleitet, entschwefelt,
getrocknet, auf
etwa 4 bar komprimiert und über eine etwa 3,5 km lange Gasleitung zum
BHKW
transportiert und dort in einem Gasmotorgenerator verbrannt. Der
er-zeugte
elektrische Strom wird auf der Basis des Stromeinspeisungsgesetzes in
das
öffentliche Netz eingespeist und die entstandene Wärme zur
Raumheizung und zur
Warmwasserbereitung in den gesamten Kasernenbereich der in Wittmund
statio-
nierten Bundeswehr abgegeben. Die entgaste Gülle, das Endprodukt des
biochemi-
schen Ausfaulungsprozesses, der anaerob und mesophil abläuft, wird als
organi-
scher Flüssigdünger an die landwirtschaftlichen Betriebe
zurückgeliefert oder
an Betriebe verkauft, die ausschließlich Ackerbau betreiben und
Bedarf an
preiswer-tem organischen Dünger haben. Den Landwirten entstehen
keine
Transportkosten. Erforderlich ist aber eine ausgefeilte Logistik.
Weiterhin
ist geplant, die entgaste Gülle dezentral auf den landw. Betrieben zu
lagern.
Einmal soll die entgaste Gülle aus Gründen der Seuchenhygiene
nicht mit der
Rohgülle in Berührung kommen, sie muss also separat gelagert
werden. Zweitens
sollen die Wege zu den Feldschlä-gen möglichst kurz sein. Es ist
beabsichtigt,
etwa 70 000 m3 Güllelagerraum für die entgaste Gülle zu
erstellen. Die Kosten
für den zusätzlichen Lagerraum sind im Konzept enthalten. Die
Landwirte zahlen
für den erstellten Lagerraum Miete. In Dä-nemark hat sich das
Interesse der
Landwirte an Biogas - Großanlagen in den letz-ten Jahren
verstärkt. Durch die
Beteiligung an einer Biogas - Großanlage gehört der
einzelne
Landwirtschaftsbetrieb einer Organisation an, die auf eine
wirtschaftlich
vorteilhafte Art und Weise für die Aufbewahrung und Verteilung der
Gülle
sorgen kann. Lieferant für eine Biogas - Großanlage zu sein, ist
für die
dänischen Land-wirte insbesondere deswegen vorteilhaft, weil sich
dadurch
Einsparungen beim Ein-kauf von Düngemitteln und beim Bau von
Güllelagern bzw.
Güllekellern erzielen lassen.
Die Einsparungen beim Einkauf von Düngemitteln sind zum einen auf die
Zufuhr
von Nährstoffen aus anderer Biomasse, zum anderen auf eine bessere
Stickstoff-
nutzung nach der Vergärung und zum dritten auf das bessere
Verhältnis von
Phos-phor zu Kalium zurückzuführen, das durch die Vermischung von
Rinder- und
Schweinegülle in der Biogasanlage besteht.
Auf Grund der zentralen Produktion von Biogas kommt auch die erzeugte
Energie
zentral zum Einsatz. Bei 100 Biogasanlagen, für jeden einzelnen
Betrieb also
eine Anlage, müßte der elektrische Strom z.B. an 100 Stellen in
das
öffentliche Netz ein-gespeist werden. Die anfallende Wärme ist
oftmals kaum
unterzubringen. Bei der zentralen Konzeption wird der Strom an einer
Stelle
eingespeist und alle Gebäude im Kasernenbereich der Bundeswehr werden
von
einer Stelle aus mit Wärme ver-sorgt.
Die Großtechnologie von Biogas ermöglicht auch die
Übernahme anderer organi-
scher Substanzen als nur die von Tierdung. Wie bereits ausgeführt,
ist
beabsichtigt, Klärschlämme, Schlachtabfälle, Essens- und
Speisereste und
Abfälle der lebens-mittelverarbeitenden Industrie in die Anlage zu
übernehmen.
So ist eine Biogasan-lage in der geplanten Größenordnung
durchaus in der Lage,
die sehr schwierigen Entsorgungsprobleme für die Gemeinden, Industrie
und
Schlachtstätten so hervor-ragend zu lösen, dass nicht nur die
umweltgerechte
Entsorgung gesichert ist, son-dern alle in den Abfällen enthaltenen
Nährstoffe
kehren in den natürlichen Kreislauf zurück. Und damit sind wir
bei der
umweltpolitischen Bedeutung dieser Biogas-Großtechnologie.
Für die Landwirtschaft ergeben sich folgende Vorteile:
Aufgrund der Erhitzung der Biomasse in der Pasteurisierung auf 70° C
werden
un-erwünschte Bakterien oder Krankheitserreger vernichtet. Das ist
eine
unabdingbare Voraussetzung, um die entgaste Gülle später zur
Düngung in den
landwirtschaftli-chen Betrieben "seuchenhygienisch unbedenklich"
einzusetzen.
In der Biomasse enthaltene, unerwünschte Pflanzensamen haben auf Grund
der
Erhitzung ihre Keimkraft verloren und damit entfällt eine spätere
Bekämpfung
mit Mitteln des Pflanzenschutzes. Schadstoffe, wie organische Säuren,
die ohne
Behandlung oft-mals zu Verätzungsschäden an den Pflanzen bzw. zu
Narbenschäden
des Grün-lands führten, werden während des biochemischen
Prozesses abgebaut.
Verät-zungsschäden treten nicht mehr auf und die Gülle wird
geruchsneutral
ausge-bracht. Am Fuße der Reaktoren wird die entgaste Gülle
entnommen und
separiert. Bei der Separation werden etwa 10% organischer
Bestandteile
abgesondert, das ist die sog. Faserfraktion, die als Bio-Dünger
vielleicht im
Handel untergebracht wer-den kann oder der Landwirtschaft als
Humusdünger für
die Düngung der Ackerflä-chen zur Verfügung steht. Die
organische Substanz
wird insgesamt bis zu 90% ab-gebaut. Damit wird das Substrat
besser
homogenisier-, pump-, dosier- und verteil-bar, weil das an die
landwirtschaftlichen Betriebe zurückgelieferte Substrat aus ei-ner
reinen
Flüssigphase besteht. Der Düngungswert der entgasten Gülle
ist verbes-sert.
Der Stickstoff in der Rohgülle liegt zum großen Teil in
organisch gebundener
Form vor, als sog. Ammoniumstickstoff. Über den biochemischen Prozess
wird ein
Teil dieses Stickstoffs mineralisiert, so dass er nach der Ausbringung
den
Pflanzen-wurzeln sofort als Nährstoff zur Verfügung steht und
damit die
Verweildauer im Boden bis zur erfolgten Mineralisierung für einen Teil
des
Stickstoffs entfällt.
Der Zukauf von Mineraldünger wird eingeschränkt, die Gülle
ist exakter
dosierbar, sie kann aufgrund ausreichender Lagerkapazität zum
optimalen
Zeitpunkt während der Vegetationszeit ausgebracht werden. Da
ohnehin
pflanzenbedarfsgerecht zu düngen ist, besteht die große Chance
Boden- und
Wasserbelastungen vorzubeugen und mit Hilfe von Schleppschlauchtechnik
sehr
gezielt zu düngen. Aufgabe der Bio-gas-Gemeinschaftsanlage wird sein,
Tierdung
und organische Abfälle unterschiedli-cher Herkunft zu verwerten und
daraus
Biogas und geruchlosen Flüssigdünger für die Landwirtschaft
zu produzieren.
Wesentlich ist dabei auch, dass diese Anlage hilft CO2-Emissionen
zu
vermeiden, indem anstelle von Erdöl, Erdgas oder Kohle CO2- neutrales
Biogas
zur Strom- und Wärmebereitstellung genutzt wird.
· Biomasse
Mit dem Begriff Biomasse werden pflanzliche Substanzen und die aus
ihrer
Nutzung entstehenden Abfälle zusammengefaßt. Im wesentlichen
sind dies Holz,
Stroh, Al-gen, Öl- und Pflanzen z.B. Schilf, Hanf, Baumwolle. Des
weiteren
menschliche und tierische Exkremente, organische Klärschlämme,
Haus -, Gewerbe
- und Industrie-abfälle organischen Ursprungs sowie Papier.
In Deutschland könnte theoretisch 20 bis 30 % des
Primärenergiebedarfs mit dem
Potential der Biomasse gedeckt werden. Biomasse ist gespeicherte
Sonnenenergie: 6 CO2 + 6 H2O + Energie - C6H12O6 + 6 O2
Des weiteren wird die Nutzung der Biomasse in zwei Bereiche unterteilt:
Die Verwertung von Rest - und Abfallstoffen, also von Holz und
holzartigen
Abfällen, Biogas, Deponiegas, Klärgas und Müll und die
Nutzung von
Energiepflanzen. Dies bezeichnet man auch als energy - farming.
Für die Nutzung stehen folgende Verfahren zur
Verfügung:
Verbrennen der Biomasse,
Pyrolyse ((Vergasung) thermische Zersetzung der Biomasse unter
Luftabschluß),
Fermentation ((Gärungsprozeß) Ausfaulen pflanzlicher oder
tierischer
Rückstände unter Mitwirkung von Bakterien zur Gewinnung von
Biogas),
Mahlen bzw. Raffination (Verarbeitung von Ölpflanzen zur Gewinnung
von
Öle(Biodiesel). Ein großer Vorteil der Biomasse ist, dass sie
eine der
umweltverträg-lichsten Energieformen ist. Ein großer Nachteil
ist, dass sie
nur ergänzend ist.
· Geothermische Energie
Geothermik = Lehre vom Wärmefluß und Temperaturverteilung in der
Erde.
Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energiequellen, hat die
geothermische
Energie den Vorteil, dass sie keinen meteorologischen Schwankungen oder
Witte-
rungseinflüssen unterliegt. Ihr Energieangebot ist kontinuierlich und
steht so
ver-läßlich zur Verfügung.
Man unterscheidet zwischen Erdwärmequellen, die auf natürlichem
Wege an die
Oberfläche treten und solchen, die durch bohrtechnische Verfahren
künstlich
er-schlossen und gefördert werden müssen. Die bislang
erschlossenen Gebiete
sind diejenigen, bei denen gleichzeitig heißes Wasser oder Dampf
als
Energieträger vor-liegt Ist hierbei der Druck höher als 4 bar und
die
Temperatur höher als 170° C, kann damit Elektrizität erzeugt
werden.
Bei der sog. Hot - Dry - Rock - Technik wird Wärme von
Gesteinsschichten
genutzt. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass es theoretisch an jedem
Ort
der Erdkruste angewendet werden könnte.
Weltweit sind bisher 250 Erdwärmekraftwerke installiert, die zusammen
fast 9
000 MW elektrische Leistung produzieren.
Nachteile hierbei sind jedoch:
Die enorme Standortgebundenheit ,die starke Materialbeanspruchung und die
Tat-
sache das diese Energieform auch nur ergänzend ist.
Wasserstoff
Wasserstoff, welcher mit Hilfe der Elektrolyse entsteht kann mit Sauerstoff
zu
Was-ser verbrennen. Dabei wird Energie frei: 2 H2 + O2 - 2 H2O +
Energie
Bei dieser Verbrennung entstehen fast keine Schadstoffe, fast nur Wasser.
Dies
wä-re eine brillante Möglichkeit, mit Hilfe des
unerschöpflichen
Wasserpotentials der Erde, einen umweltneutralen Energiekreislauf zu
schaffen.
Mit der Elektrolyse je-doch ist ein gewaltiger Energieeinsatz
notwendig.
Dieser wiederum könnte mit Hilfe der Sonnenenergie gewonnen werden.
Daher wäre
die Verbindung von Solar - und Wasserstofftechnik ein gute
Möglichkeit, an ein
riesiges Energiepotential zu gelan-gen .
Ein großes Problem ist allerdings die geringe Energiedichte
der
Sonneneinstrahlung und die Tatsache, dass das Strahlungsenergieangebot dann
am
höchsten ist, wenn der Energiebedarf am niedrigsten ist.
Daher liegt ein Schwerpunkt der Forschung darin, hochwirksame und
kostengün-
stige Solarzellen zu entwickeln.
Alternative Antriebsenergien in den USA
Bemühungen um alternative Antriebsenergien in den USA
Trotz Rekordumsätzen haben die Vertreter der "Großen Drei"
(General Motors,
Ford, Chrysler) das Klagen nicht verlernt. Sie sind der Meinung, daß
das
Elektroauto zwar eine feine Sache sei, allerdings wissen sie nicht, wer
die
Batterietechnik der Zukunft liefert. Die Klagen werden immer vernehmbarer,
je
näher das Jahr 1998 rückt. Dann nämlich gibt es Quoten auf
dem Automarkt.
Vorreiter ist Kalifornien, wo in drei Jahren zwei Prozent der neu
zugelassenen
Autos sogenannte "Zero Emis-sion Vehicles" (abgasfreie Autos) sein
müssen. Bis
zum 2003 wächst der Anteil auf zehn Prozent. Das gerade
eingeführte saubere
Benzin (Reformulated Gasoline) ist zunächst einmal ein erster Schritt
zur
kurzfristigen Verbesserung der Abgaswerte konventioneller Autos. 200
Million
von ihnen rollen derzeit auf den Straßen der USA.80 Prozent
der
Luftverschmutzung in den Staaten wird auf den Straßenverkehr
zurückgeführt,
der sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt hat. 1991 haben
sich
amerikanische und ausländische Firmen - darunter die "Großen
Drei" und der Es-
sener Batteriehersteller Silent Power - zum United States Advanced
Battery
Consor-tium (USABC) zusammengeschlossen. Dafür wurden 262 Million
Dollar an
öffentli-chen Forschungsgeldern und 300 Million Dollar der
US-Regierung zur
Verfügung gestellt. Sogar die
Spitzen-US-Waffenforschungslaboratorien
beteiligen sich an der Forschung. Ziel ist es, Autos aus
leichteren
Materialien mit alternativen Antriebse-nergien zu entwickeln. Man kann
zwar
schon heute ein Elektroauto (z.B. Ford Escort oder Chrysler Minivan)
kaufen,
allerdings für einen fünf mal höheren Preis als ein normales
Auto. Die
Fahrzeuge haben jedoch noch andere Schwachstellen. Die Reichweite
beträgt
gerade mal etwa 80 Meilen (+ 130 km) und das Aufladen der Batterie dauert
bei
110 Volt etwa 24 Stunden. Die Detroiter favorisieren aber das
"Ultra-Low-
Emission-Vehicle" (ULEV). Von diesen Erdgas-betriebenen Motoren
bie-tet
Chrysler bereits zwei Modelle an. Das Auto kostet zwar 5000 Dollar mehr,
dafür
bekommt man einen Steuernachlaß von 2000 Dollar. Zudem ist Gas in den
USA rund
30 Prozent günstiger als Benzin.
II. "Eco Tour of Europe 1996" Die "Eco Tour of Europe 1996" suchte nicht
nur
den sparsamsten Kleinwagen, sondern wollte auch zeigen, dass es das
3-Liter-
Auto be-reits gibt. Das "European Eco Car 1996" wurde in der
Benziner-Klasse
der Suzuki Swift 1,0 GLS, der 4,34 Liter auf 100 km verbrauchte. In
der
Diesel-Klasse war es der Citroen AX Top Ds, der 3,48 Liter verbrauchte.
Die
"Eco Tour" wurde bereits zum dritten Mal vom ADAC und seinem
österreichischen
Pendant +MTCA organi-siert. Dieter Wirsich (ADAC-Sprecher) sagt:
"Spritsparen
ist nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches Problem. Wir
müssen in
die Köpfe der Leute bringen, dass man durch intelligenteFahrweise
den
Verbrauch reduzieren kann. Und das mit ei-ner Penetranz, bis sie es
im
täglichen Leben praktizieren." Bei der "Eco Tour" war jede Fahrweise,
die
Sprit spart erlaubt. Das 3-Liter-Auto macht die Schlagzeilen, wenn es
ums
Spritsparen geht. Doch es ist, zur Zeit jedenfalls, zu teuer. Der Opel
Corsa
Eco 3 kostet rund 80.000 DM. Das kann niemand bezahlen, deshalb führt
der Weg
zum Spritsparen über den Fahrer. Ohne den intelligenten 3-Liter-Fahrer
wird es
kein 3-Liter-Auto geben.
Kernenergie
Der Druckwasserreaktor
Der Druckwasserreaktor ist ein Wärmekraftwerk, das heißt, das
Prinzip der
Ener-gieumwandlung bleibt beim Druckwasserreaktor wie bei Kohle-, Öl -
oder
Gaskraft werken gleich: Die hier durch die Kettenreaktion erzeuge Energie
des
Dampfes wird über eine Turbine zu Bewegungsenergie umgewandelt und
wird über
den Generator zur elektrischen Energie.
Der Druckwasserreaktor wandelt Kernenergie, anders als der
Siedewasserreaktor
in zwei verschiedenen Kreisläufen zu verschiedenen Energieformen um.
Diese
Kreis-läufe sind der Primär - und der Sekundärkreilauf.
Dies hat zum
Vorteil, dass ra-dioaktive Stoffe aus dem Primärkreislauf, welcher
sich im
Reaktorgebäude befindet nicht in den Sekundärkreislauf gelangen
können.
· Der Primärkreislauf beschreibt den Wasserkreislauf vom
Reaktordruckbehälter
zu mehreren Dampferzeugern in denen es verdampft. Vorher wird das Wasser
je-
doch am Sieden gehindert indem es unter einem Druck von ca. 157 bar steht.
Im
Kreislauf befindet sich noch eine Pumpe, die Kühlmittelpumpe, die die
Aufgabe
hat, Kühlmittel in den Reaktordruckbehälter zu pumpen. Das
Kühlmittel hat beim
Eintritt eine Temperatur von 291,3 °C und beim Austritt eine
Temperatur von
326,1 °C.
· Der Sekundärkreislauf beschreibt den Dampf - und
Wasserkreislauf vom Damp-
ferzeuger über die Turbine zum Kondensator wo der Dampf wieder
verflüssigt
wird und als Speisewasser wieder in den Dampferzeuger gelangt. Das zum
Spei-
sewasser umgewandelte Kondensat wird einer Vorwärmanlage
zugeführt und auf 218
° C vorgewärmt.
Der Reaktordruckbehälter, bestehend aus 25 cm dicken Spezialstahl
enthält ca.
200 Brennelementen, die bis zu vier Meter lang sein können. In jedem
Brennele-
ment sind bis zu 300 Brennstäbe mit ca. 1 cm Durchmesser zu einem
quadrati-
schen Bündel angeordnet .
Jeder der ca. 60 000 Brennstäbe besteht aus einem dünnwandigen
Metallrohr und
jeder einzelne von ihnen wird von 1 cm dicken Brennstofftabletten,
die
Pellets, um-geben.
Die Brennstäbe enthalten insgesamt ca. 100 Tonnen Uran.
Sehr Wichtig bei der Betreibung eines solchen Reaktors sind die
Sicherheitsvorkeh-rungen. So wird schon alleine für die
Steuerstäbe des
Reaktors eine Legierung aus Silber, Indium und Cadmium verwendet, da
diese
sich besonders gut als Aborber-substanz für die Neutronen, die
für die
kontrollierte Kettenreaktion nötig sind ge-eignet sind.
Bei mögliche Gefahren schnell reagieren zu können ist weiterhin
ein wichtiger
Fak-tor. Da die Neutronen die größte Gefahrenquelle zur
unkontrollierte
Kettenreaktion bilden, kann für langsame oder langfristige
Regelvorgänge
Borsäure als Neutronen-absorber dem Reaktorkühlwasser zugesetzt
werden. Für
schnelle Steuervorgänge können 61 Steuerstäbe zum Teil oder
ganz eingefahren
oder herausgezogen werden können.
Des weiteren unterliegen die radioaktiven Stoffe im Kernreaktor
einem
sechsfachen Barrierensystem:
1. Die erste Barriere, ein Uran-Kristallgitter enthält schon ca. 95 %
der
radioaktiven Stoffe selbst. Sie werden in Brennstofftabletten
(Pellets)
festgehalten.
2. Die zweite Barriere ist eine Stahlhülle in der die Brennstäbe
einliegen.
Die Stahl-hülle ist gas - und druckdicht geschweißt und
hält vor allem
gasförmige radio-aktive Stoffe zurück .
3. Die dritte Barriere ist der Reaktordruckbehälter mit Rohrleitungen
des
Kühl-kreislaufs werden, falls erforderlich, austretende radioaktive
Stoffe
festgehalten.
4. Die vierte Barriere ist eine Betonwand, die 2 bis 2 cm dick ist und die
die
Aufgabe hat entweichende Gamma - Strahlung und Neutronen aus den
Brennstäben
zu absorbieren.
5. Die fünfte Barriere ist ein Sicherheitsbehälter aus
Stahl.
6. Die sechste und letzte Barriere ist die Stahlbetonhülle
des
Reaktorgebäudes.
Vorgelegt: Janusch Lappo
Schule: Privatschule Dr. Löw,
Köln-Mülheim
Erdkunde: Volker Barlen
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