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Geologie - Entwicklung der Erde
Geologie
ENTWICKLUNG DER ERDE
Entstehung des Planeten
Staub- und Gasmaterie werden von der Gravitation eingefangen. Die kleinen
Teilchen ziehen sich gegenseitig an. Durch die Reibung entstehen sehr hohe
Temperaturen, welche die Teilchen zu einer Masse (Lava) verschmelzen lässt.
Diesen Zustand des Planeten bezeichnet man mit Fixstern.
Da sich die Teilchen zum Zentrum hin verdichten, nimmt der Planet in etwa
die Form einer Kugel an. Trotz der niedrigen Umgebungstemperaturen von
–170°C bis –180°C, dauert es zwischen 4 bis 5 mil. Jahren,
bis es zur ersten Krustenbildung auf der Oberfläche kommt. Die
Abkühlung dauert deswegen so lange, weil der Planet eine Temperatur von
etwa1000°C besitzt.
Entstehung der ersten Biotope (Lebensräume)
Meere entstehen durch den Vulkanismus. Da der Planet anfangs nur mit einer
dünnen Kruste bedeckt ist, unter der sich eine zähe Masse von etwa
1400°C befindet, kommt es zur Gas- und Blasenbildung unter der Erde. Der
Boden reist auf und lässt die Gase und Wasserdampf nach oben steigen
(verdunsten). Die noch giftige Gashülle des Planeten leitet den Ausbruch
und es kommt zu starken Regenfällen. Das Wasser fängt sich in
Einwölbungen, Meere entstehen.
Entstehung und Entwicklung von Lebensformen
Durch Einwirkung von Sonneneinstrahlung, hohe Wassertemperaturen sowie die
Entladung von Energie (durch Blitze) , (aus der Unsubstanz) werden Eiweisse, die
ersten "Bausteinen für Lebewesen" (Lebensformen), geformt. Sie bestehen aus
Aminosäuren und ähneln (durch nur geringe chemische Unterschiede im
Aufbau) den heutigen Proteinen. Man nennt sie Protenoide. Es sind
flächenhafte Gebilde, die sich zu Kugelförmigen, hohlräumigen
Gebilden zusammenstülpen, welche man Mikrosphären nennt. Diese
sind Vorläufer der Zellen, von denen sie sich jedoch insofern
entscheiden, dass Zellen, im Gegensatz zu Mikrosphären, aus Zellorganen
(Zellkern / Chloroplasten) bestehen. Mikrosphären tragen im Inneren
organische Substanzen (in denen sich die Verbindungsenergie bindet) und leben im
feuchten Biotop.
Enzyme bestehen aus Eiweiss und sind die sogenannten Katalysatoren des
Stoffwechsels, da sie andere Stoffe verändern, sich selbst jedoch nicht.
Auf diesem Weg entwickeln sich neue Lebensformen. Schon eine kleine
Veränderung der Aminosäurensequenz führt zu verschiedenen
Eigenschaften und grossen Unterschieden.
Auf dem Planeten existieren autotrophe und heterotrophe
Organismen. Autotrophe Organismen ernähren sich selbständig.
Sie wandeln anorganische Stoffe, durch Foto- oder Chemosynthese, in
körpereigene um. Heterotrophe Organismen sind in ihrer Ernährung ganz
oder teilweise auf die Körpersubstanz oder die Stoffwechselprodukte anderer
Organismen angewiesen. Sie verfügen jedoch über einen eigenen
Stoffwechsel.
Eine zu hohe Temperatur auf der Erdoberfläche bewirkt den Zerfall von
Eiweiss, während eine zu niedrige Temperatur chemische Reaktionen
vermindert.
Erdkruste und Plattentektonik (Erdplattenverschiebung)
Die Erdoberfläche besteht aus verschidenen Schichten. Sie wird von
einer dünnen Kruste (40 bis 60 km dick) bedeckt. Durch
Auftriebsströmungen (erhitztes Material erreicht die Oberfläche)
verändern sich diese Schichten. Es kommt zu Rissbildungen, Krustenteile
werden auf der Erdoberfläche (mit einer Geschwindigkeit von 0,6 cm bis 2 cm
pro Jahr) verschoben. Durch diese Plattenbewegung wird aus der Erde Material
(Lava) herausgedrückt, man nennt das Vulkanismus.
Veränderung der Oberfläche – Gebirgsbildung und -abtragung
Durch vulkanische Tätigkeiten kommt es auch zu
Gebirgsbildungen.
Platten (Krustenteile) werden entweder voneinander weggedrückt und
hinterlassen eine Kluft, aus welcher heisse Lava austritt
(à Mittelatlantischer Rücken , Island
// Europa und Amerika entfernen sich etwa 2-3 cm pro Jahr voneinander), oder
schieben sich aneinander vorbei
(à San Andreas) wodurch es auch zu
Erdbeben kommt.
Eine dritte Möglichkeit sind die Faltengebirge. Die Platten schieben
sich hier aufeinander zu, wodurch Gebirge aber auch Tiefengräben
entstehen.
Zu Gebirgsabtragungen kommt es durch die Erosion (Veränderung /
Umbildung des Lebensraumes).
Formen der Erosion
Erosion bedeutet Abtragung. Die Ablagerung des erodierten
Materials nennt man Sedimantation.
Die Erosion erfolgt durch Wasser, Wind, Eis, Schmelzen von Gletschern,
Temperaturgegensätze (heiss – kalt) und Frostsprengung (das Wasser
fliesst in Risse und gefriert dort bei Frost, dadurch wird der Block gesprengt)
Durch Erosion kommt es zu ablagerungen in Seen und Gewässern, was
innerhalb mehrerer Jahrtausende zur Verlandung führt. Die Sedimentation
besteht beispielsweise aus Kalk- und Sandstein. Auch Schichten aus verschiedenen
Sedimentationen können durch erneute Erosion abgetragen und neu vermischt
werden.
Die Gebirgsform entscheidet über die Festigkeit, denn feste
Materialien wiederstehen der Erosion länger und bilden spitzere
Oberflächenformen.
Bodenbildung – Boden als Lebensraum
Die Erosion bewirkt eine Veränderung
(à Umbildung) des Lebensraumes.
Gletscher schieben sich über verschiedenes Gestein, hobeln es ab und
mischen es durch.
Durch sinkende Temperaturen schmelzen die Gletscher und zerkleinern durch
die entstehende Reibung Felsen und Boden. Aus dem ehemaligen Grundgebirge
entsteht so potentieller Lebensraum. Dieser wird in der Nacheiszeit durch
primitive Pflanzen besiedelt, dadurch entsteht eine neue Bodenschicht aus
Humushorizont und Torf.
Torf lockert die Erde auf und ermöglicht heterotrophen Organismen die
Zufuhr von Sauerstoff, den sie für ihren Stoffwechsel benötigen.Torf
und Humus bestehen aus abgestorbenen und (durch Insekten zersetzten und
mineralisierten) verarbeiteten Pflanzenteilen, welche dem Boden Nährstoffe
zuführen.
Durch Wassereinfall bilden Organismen im Humus CO2, welches von jedem
Lebewesen abgegeben wird.
Die Schichtung der Erdkruste ist abhängig von Lebewesen, zu Beispiel
von Korallen und anderen Schalentieren. Dadurch entstehen Kalk-Ablagerungen im
Boden. Bei grösseren Ablagerungen kommt es sogar zu richtigen
Kalksteinterassen (Kastgebiete). Sie werden von Humussäuren
ausgewaschen und so in tiefere Erdschichten verlagert. Auf diesem Weg entstehen
zum Beispiel Tropfsteinhöhlen.
Tonminerale sind kleinste Bestandteile des Bodens, sie gehören zur
Grundsubstanz. Durch Regen gelangen sie in 1m bis 1.50m tiefen Boden. Das Wasser
staut sich im Boden (à Staunässe),
wodurch die Pflanzen verkümmern.
Eine natürliche Bodenverbesserung erfolgt durch die Ansiedlung von
Tiefwurzlern, welche die Tonwände durchbrechen und so das Wasser versickern
lassen. "Künstlich" lässt sich dieses Problem durch Dünger oder
Umgraben des Bodens lösen.
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