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Lem, Stanislaw: Friesen auf Erden (Orginaltitel: P
Buch des Monats
Von: Tobias Roth 21.10.1994
Klasse: 9b
Schule: Helmholtz
Stadt: Frankfurt
Stanislaw Lem (Übersetzung aus dem Polnischen von
Hubert Schumann):
Frieden auf Erden (Orginaltitel: Pokój na
swiecie)
Kraków, 1986
273 Seiten
Der Verfasser
Stanislaw Lem wurde am 12.9.1921 im polnischen Lwów
(Lemberg) geboren. Er studierte Medizin, Philosophie, Methodologie der
Wissenschaft und Kybernetik (von 1939-1941 und 1944-1948). Während der
deutschen Besatzung (1941-1944) war er Autoschlosser. Nach seinem Studium
schrieb er Gedichte und Novellen. Ab 1950 fing er an, Romane zu schreiben
(hauptsächlich Science Fiction), außerdem wissenschaftliche
Abhandlungen, Hör- und Fernsehspiele. Heute lebt er in Krakau. In Deutsch
erschienen sind unter anderem folgende Bücher von Lem: Solaris, Transfer,
Eden, Die Tagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy und Frieden auf
Erden.
Inhaltsangabe
Im 21. Jahrhundert haben die Staaten der Erde beschlossen,
ihre sämtlichen Waffen auf den Mond zu verlegen. Die Waffen werden so
programmiert, daß sie sich, wie bei der Evolution, immer weiter
entwickeln. Jedes Land hat seinen eigenen Sektor auf dem Mond, der getrennt von
den anderen ist. Bei einer Kriegserklärung durch ein anderes Land soll
jeder Staat auf seine Waffen zurückgreifen dürfen. Jedoch darf kein
Land auf dem Mond kontrollieren, wie weit die Entwicklung seiner Waffen
vorangeschritten ist. Auf diese Weise soll, überwacht von der Lunar Agency,
der Friede auf Erden gesichert werden. Man befürchtet jedoch, daß
sich die hochentwickelten Waffensysteme auf dem Mond gegen die Erde
verbünden könnten.
Deshalb schickt die Lunar Agency den Raumfahrer Ijon Tichy
in eine Umlaufbahn um den Mond, um die Lage zu erkunden. Mit Hilfe von
ferngesteuerten Robotern entdeckt er, daß die Entwicklung der
Waffensysteme tatsächlich außer Kontrolle geraten ist. Er landet nun
selbst auf dem Mond, wird dabei aber schwer am Gehirn verletzt. Trotzdem gelingt
es ihm, zur Erde zurückzukehren. Dabei schleppt er aber einen
elektronischen Virus ein, der in kürzester Zeit alle Software auf der Erde
zerstört. Dadurch fällt die Menschheit in den technischen
Entwicklungsstand der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Tichy
findet heraus, daß die Lunar Agency für seine Gehirnverletzung
verantwortlich ist. Es sollte verhindert werden, daß die Menschheit
erfährt, was sich auf dem Mond ereignet hat.
Aussage des Romans
Von den Menschen entwickelte Technik kann sich gegen die
Menschen selbst richten. Die Menschen haben die Entwicklung nicht mehr unter
Kontrolle. Einfache Computerviren können ganze Computersysteme lahmlegen.
Die Menschen machen sich zu abhängig von den Computern und können ohne
sie kein normales Leben mehr führen.
Was war für mich
wichtig?
Wichtig war für mich, daß das Buch eine
mögliche Zunkunftsentwicklung beschreibt und uns vor Augen führt, was
wir für Fehler machen oder machen können. Solche Fehler können zu
Katastrophen führen. Deshalb müssen wir verhindern, daß sich
unsere Zukunft so entwickelt.
Urteil
Lems Roman gefällt mir gut, weil er zeigt, wie
Regierungen versuchen, den Menschen die Wahrheit vorzuenthalten. Außerdem
war faszinierend, wie sich die Technik entwickeln könnte. Überzeugt
hat mich auch die Darstellung eines Menschen, der nach einer Verletzung, ein
gespaltenes Wesen hat.
Ich empfehle "Frieden auf Erden" allen, die sich für
technische Phantasien interessieren.
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