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Konzentrationsformen
Konzentrationsformen
In einem funktionierendem Markt stehen viele
verschiedene Anbieter in Konkurrenz zueinander.
Durch Kooperation (Zusammenarbeit) und
Konzentration (Zusammenschlüsse) kann allzu scharfer Wettbewerb
vermieden werden. Schließen Unternehmen sich zusammen, können sie
sich gegenseitig nicht mehr Konkurrenz machen und sich Marktanteile nicht mehr
gegenseitig wegnehmen. Sie sind gegenüber dritten Unternehmen
wettbewerbsfähiger und krisensicherer. Man kann mit größeren
Betrieben schneller und leichter den Markt beherrschen, denn sie bieten eine
Reihe betriebswirtschaftlicher Vorteile:
- billigerer Einkauf auf den
Beschäftigungsmärkten
- bessere
Rationalisierung
- höhere
Produktivität
- steuerliche
Vorteile
- günstigere
Möglichkeiten bei der Beschaffung von Fremdkapital
- mehr Forschung und
Entwicklung
- größeres
Vertriebsnetz
- Vergrößerung
und Ergänzung der
Produktpalette
Entscheidend ist, ob
man nach einem Zusammenarbeit wirtschaftlich und rechtlich die
Selbständigkeit bewahrt oder nicht.
Unternehmen können auch auf einfache Weise
zusammenarbeiten, in dem sie in Arbeitsgemeinschaften Absprachen über
diverse Projekte treffen und gegenüber dem Kunden als gemeinsamer Anbieter
und Produzent auftreten. Sie könnten auch ein neues Unternehmen
gründen, für das sie gemeinsam das Risiko tragen. Diese Form der
Zusammenarbeit, die oft bei neuen Auslandsgeschäften gewählt wird,
nennt man Joint ventures (wörtl.: gemeinsames
Wagnis).
Eine andere Möglichkeit den Markt zu
kontrollieren, ist das Kartell. Es sind dies Vereinbarungen
zwischen rechtlich und wirtschaftlich unabhängigen und selbständigen
Unternehmen zur Regelung und Beschränkung des Wettbewerbs. Ein Preiskartell
hat einheitliche Preise zum Ziel, ein Gebietskartell teilt den Markt in
regionale Absatzgebiete, bei einem Produktionskartell wird überbetriebliche
Arbeitsteilung gemacht. In einem Pool werden die Gewinne nach einem bestimmten
Schlüssel auf die einzelnen Unternehmen aufgeteilt.
Konzerne entstehen beim Zusammenschluß
mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen unter einer gemeinsamen
Leitung, die Holding heißt. Konzerne wachsen dadurch, daß neue
Firmen aufgekauft und unter die Konzernleitung gestellt werden. (Übernahme,
Aquisition) Haben Konzerne Unternehmen in mehreren Staaten werden sie als
multinationale oder transnationale Konzerne bezeichnet. Ist jedoch keine
gemeinsame <Holding vorhanden, spricht man von einer
Unternehmensgruppe.
Unternehmen können auch zu einer neuen Firma
verschmolzen werden. Sie verlieren dabei die wirtschaftliche und die rechtliche
Eigenständigkeit.
Jeder Versuch, den Wettbewerb zu verringern oder den
Markt zu beherrschen, widerspricht den Idealen der Marktwirtschaft. Es gibt
daher in vielen Staaten Gesetze, die die Bildung von solchen Kartellen und
Konzernen regeln. (Kartellgesetze) Für solche Schritte benötigt
man eine staatliche Genehmigung. Die Fusionierung von Klein- und Mittelbetrieben
zu größeren Unternehmen wird vom Staat eher gefördert.
Ob Konzentrationen für die einzelnen
Volkswirtschaften sinnvoll oder schädlich sind, kann nicht eindeutig gesagt
werden. Es muß von Fall zu Fall beurteilt werden.
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