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Mann, Thomas (1875-1955) und die Seinen
Thomas
MANN
und die
Seinen
Vorwort
Der Gedanke, meine Facharbeit über das
Literaturprojekt “Thomas Mann und die Seinen” zu schreiben, kam mir
eines Morgens bei der Lektüre der Augsburger Allgemeinen. Darin wurde
über eine der ersten Veranstaltungen der Reihe berichtet, die vom 17.Januar
bis 31.März 1996 in Augsburg jstattfand. Das spontane Interesse führte
dazu, dass ich noch am selben Tag ein vorläufiges Konzept erarbeitete und
anschließend Rücksprache mit dem Leiter meines Leistungskurses nahm.
Das Thema war gefunden und es galt, Teile des Plans möglichst schnell in
die Tat umzusetzen, denn die Befragung des Publikums konnte ja nur während
des Projekts stattfinden. Um eine annähernd repräsentative Statistik
erstellen zu können, war eine relativ hohe Anzahl an befragten Personen
nötig. Fragebögen wurden erstellt, vervielfältigt und bei
ausge-wählten Veranstaltungen verteilt. Schon die erste Resonanz war
beeindruckend und so ermutigend, dass die Anzahl der Befragten von den
ursprünglich geplanten 70 auf 100 erhöht wurde.
Um das Projekt von mehreren Seiten zu beleuchten, wurden
kurz nach Abschluß der Reihe alle Referenten angeschrieben oder, soweit es
sich um Augsburger handelte, persönlich interviewt. Abschließend
wurden noch die Hauptförderer von “Th. Mann und die Seinen” zu
ihren Beweggründen befragt.
Ich danke den vielen anonymen Veranstaltungsbesuchern,
die mehr als 80% der ausgegebenen Fragebögen zurückschickten, allen
Referenten der Reihe, die mir auf meine Fragen bereitwillig antworteten und den
Förderern, die rasch und offen Rede und Antwort standen.
1. Das Projekt und sein
Publikum
Das Publikum wurde bei insgesamt sechs Veranstaltungen
persönlich angesprochen und gebeten, sechs Fragen zum Projekt und vier
Fragen zur Person zu beantworten. Zu diesem Zweck erhielten die Personen jeweils
einen Fragebogen und ein Freikuvert zur Rücksendung an den Verfasser. Dass
das Interesse groß war, zeigt sich in der hohen Zahl der
Rücksendungen: 83 von 100 Angesprochenen schickten ihren Bogen zurück.
Die ausgewählten Veranstaltungen waren:
08.Februar ( Film ) Die Buddenbrooks
22.Februar Prof. Koopmann Narziß im Exil.
Th.Manns Jahre der
Emigration und sein “Felix
Krull”
01. März ( Ausstellung ) Joseph und Echnaton -
Th.Mann und Ägypten
14. März ( Film ) Der blaue
Engel
28. März Dr. Nike Wagner Th.Mann und Richard
Wagner
09.Mai Elisabeth Mann Das Meer
Folgende Fragen wurden gestellt, statistisch
ausgewertet, grafisch aufgearbeitet und sollen anschließend interpretiert
werden:
1.1 Persönliche Angaben der
Befragten
1.1.1 Verteilung der Befragten nach
Geschlecht
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Die scheinbar unausgewogene Verteilung der
Fragebögen resultiert aus den Tatsachen, dass das Verhältnis von
weiblichen zu männlichen Besuchern der Veran-staltungen nicht gleich war,
und dass Frauen ihre Antworten zum einen schneller und zum anderen
zuverlässiger zurücksandten (Verteilverhältnis: 55 Bögen an
Frauen, 45 an Männer).
1.1.2 Verteilung der Befragten nach
Altersgruppen
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Bemerkenswert ist die relativ gleichmäßige
Verteilung über alle Altersstufen. Die Reihe wurde, und dies ist ein Beweis
für die Vielseitigkeit, sowohl von jungen als auch von älteren
Mitbürgern angenommen. Der Grafik kann man ferner entnehmen, dass die
Altersgruppe zwischen 41 und 60 Jahren besonders interessiert war. Tendenziell
läßt sich bei den bis 25-jährigen ein stärkerer Filmbesuch,
bei den übrigen Gruppen ein Schwerpunkt beim Besuch der Vorträge
erkennen.
1.1.3 Verteilung der Befragten nach
Berufsgruppen
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Auch diese Grafik bestätigt den Eindruck aus 1.1.2
. Alle Alters- und Berufsgruppen waren bei der Reihe als Publikum vertreten.
Schwierig zu interpretieren ist die Tatsache, dass keiner der Befragten angab,
zur Zeit ohne Beschäftigung zu sein. Diese Antwortmöglichkeit war in
allen 100 Fragebögen gegeben. Entweder war tatsächlich kein
Arbeitsloser unter den Befragten (mangelndes Interesse? - andere Sorgen?) oder
Arbeitslosigkeit stellt auch heute noch ein so großes Tabuthema dar, dass
eine entsprechende Angabe selbst in einem anonymen Fragebogen unterbleibt. Es
bleibt dem Leser überlassen, diese Tatsache weiter zu deuten. Zwar nicht
wesentlich für die Fragestellung, aber dennoch interessant ist, dass die
Rubrik “Sonstige” erst nach der ersten Verteilaktion eingeführt
wurde, da das Berufsbild “Hausfrau” mehrmals nicht in eine
vorhandene Gruppe eingeordnet wurde.
1.1.4 Verteilung der Befragten nach dem
Wohnort
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Es fällt die mit fast einem Drittel recht
große Zahl an Besuchern aus dem Umland auf. Sie belegt die rege Resonanz
über das Stadtgebiet hinaus. Aus persönlichen Gesprächen ist mir
bekannt, dass auch aus vielen Teilen der Bundesrepublik Besucher eigens zur
Teilnahme an der Reihe anreisten. Ebenso weckte die Reihe Interesse bei
Verlagen, so z.B. beim S. Fischer Verlag in Frankfurt, dessen Lektorin für
Thomas Mann unter den Befragten ist und Interesse am Ergebnis der Arbeit in
ihrem Antwortbrief angemeldet hat.
1.2 Fragen zum Projekt
Frage 1:
Wodurch wurden Sie auf die Veranstaltungsreihe
aufmerksam?
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Grafik zu Frage 1: Prozentuale Verteilung der
Antworten
( Mehrfachnennung war möglich
)
49 Befragte bezogen ihre Informationen zu Terminen, Art,
Ort und Uhrzeit der Veranstaltungen aus dem Programmheft. Es regte damit neben
den Zeitungsartikeln und -hinweisen (42 Antworten) am wirksamsten zum Besuch der
Reihe an. Auffallend ist die Zahl der persönlichen Empfehlungen bzw.
Einladungen (29), ein Indiz dafür, dass Besucher die Reihe auch im
Freundes- / Bekanntenkreis weiterempfohlen haben. Mundpropaganda und
persönliche Ansprache durch den Veranstalter haben also bei einem Drittel
zum Besuch zumindest angeregt. Überraschend war für mich die geringe
Werbewirkung des Rundfunks, der entweder wenig über das Projekt berichtete
oder aber einen weniger hohen Informations- und Werbegehalt besitzt. Immerhin
jeder Fünfte würdigt den Werbeeffekt des ansprechend und aufwendig
gestalteten Plakats.
Abschließend bleibt festzuhalten, daß
Printmedien in diesem Fall immer noch die wichtigsten Informationsquellen sind
und dies wahrscheinlich auch bleiben werden.
Frage 2:
Warum haben Sie gerade diese Veranstaltung besucht
?
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Grafik zu Frage 2: Prozentuale Verteilung der
Antworten
( Mehrfachnennung war möglich
)
Grundsätzlich läßt sich sagen, dass die
Reihe bei mehr als jedem Zweiten auf ein allgemeines Literaturinteresse
stößt. Diese 46 Personen würden wohl auch andere Projekte dieser
Art besuchen. Die größte Anziehungskraft besaß nach diesem
Ergebnis der Autor Thomas Mann an sich. Obwohl seit über 40 Jahren
verstorben büßt er nichts von seiner Faszination ein. Zu diesen
Punkten kommen verstärkend Referenten und Thematik hinzu. Professor
Koopmann und Dr. Nike Wagner haben sowohl von der Person als auch vom Thema her
ähnlich hohe Zahlenwerte (sh. Anlage 3). Bei Elisabeth Mann hingegen
scheint der Name und damit die Beziehung zu Thomas Mann ein besonderer
Publikumsmagnet zu sein. Im Vergleich zu den bisher genannten Beweggründen
nehmen sich die Antworten “Begegnung mit Freunden” und
“Sonstige” gering aus. Die Vermutung, der Wunsch nach Kommunikation
sei ein wichtiges Motiv, läßt sich nicht bestätigen. Insgesamt
setzt sich die Tendenz aus Frage 1 fort, daß immer mehrere Gründe das
Publikum zum Besuch einer Veranstaltung bewegen.
Bei den folgenden Fragen 3 und 4 waren die Teilnehmer
aufgefordert, die Frage anhand einer Skala von [ 1 ] bis [ 6 ] zu beantworten,
wobei [ 1 ] die jeweils beste, [ 6 ] die jeweils schlechteste Bewertung
darstellte.
Frage 3:
Hat die Veranstaltung Ihre Erwartungen erfüllt
?
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Grafik 3.1 : Gesamtzahl der
Antworten
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Grafik 3.2 : Prozentuale Verteilung der
Antworten nach Geschlecht
Aus den Zahlenwerten der Grafik 3.1 ersieht man, dass
mehr als 50% der Befragten die Note [ 1 ] vergeben, niemand die Noten [ 4 ]
bis [ 6 ]. Dies führt zu einem beachtlichem Gesamtschnitt von 1,57. Aus
dieser Zahl erkennt man die sehr große Zufriedenheit des Publikums. Die
Reihe trifft offensichtlich dessen Geschmack.
Bei differenzierter Betrachtung, mit Unterscheidung der
Antworten von Männern und Frauen, fallen dann jedoch Unterschiede auf
(Grafik 3.2). So wird die Note [ 1 ] von Frauen um 16% öfter vergeben, was
eine erhebliche Abweichung vom Bewertungsverhalten der Männer darstellt.
Bei Note [ 2 ] herrscht eine relative Übereinstimmung 37,5 % zu 34 %. Die
Note [ 3 ] wird dann von den Männern mit 12% mehr Stimmen
vergeben.
Versucht man diese Zahlen zu interpretieren, kann man
sagen, dass Männer im Allgemeinen ein härteres Urteil abgeben. Dies
könnte mit einem anderen Maßstab,
den Männer anlegen, zusammenhängen.
Möglich wäre aber auch, dass Frauen mit etwas anderen Erwartungen zu
den Veranstaltungen gehen, was jedoch nicht heißen soll, dass Frauen
leichter zufriedenzustellen sind.
Frage 4:
Wie hoch schätzen Sie den Anspruch und das Niveau
der Veranstaltung ein ?
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Grafik 4.1 : Gesamtzahl der
Antworten
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Grafik
4.2 : Prozentuale Verteilung der Antworten nach Geschlecht
Auch bei dieser Frage sollen zuerst allgemeine
Erkenntnisse festgehalten werden (Grafik 4.1). Fast ein Drittel (27 von 82) der
Befragten empfanden die Veran-staltungen der Reihe als höchst
anspruchsvoll, weitere 38 bestätigten der Reihe mit der Bewertung [ 2 ] ein
hohes Niveau. Der Gesamtschnitt von 1,84 belegt dies
eindrucksvoll.
Unterscheidet man nun auch hier das Bewertungsverhalten
von Männern und Frauen, so fällt die Ähnlichkeit des
Durchschnitts auf, der nur 0,2 Differenzpunkte ausweist, obwohl sich die
Einzelwertungen bei [ 1 ] und [ 2 ] deutlich unter-scheiden. Männer
vergeben auch hier die Note [ 1 ] um 10% weniger. Die Note [ 4 ] wurde hier nur
von einer Frau vergeben. Auch bei dieser Fragestellung legen die Männer
also einen strengeren Maßstab an. Insofern bestätigen sich die
Ergebnisse aus Frage 3 und Frage 4 gegenseitig.
Frage 5:
Diese Frage (Antwortmöglichkeiten sh. Anlage 2)
richtete sich nur an Film-besucher. Da diese Gruppe bei einer Fragestellung mit
17 Befragten und 16 zurückgesandten Fragebögen jedoch nicht als
repräsentativ bezeichnet werden kann, sollen hier die Ergebnisse nur
vorgestellt, aber nicht interpretiert werden.
Jeweils fünf Befragte gaben an, das Buch schon vor
den Besuch des Films gelesen zu haben oder es im Nachhinein lesen zu wollen.
Sechs meinten, der Film allein reiche ihnen. Von dieser Seite gesehen besteht
also kein zwingender Zusammenhang zwischen der Lektüre des Buches und dem
Besuch des Films.
Außerdem waren die, die das Buch bereits gelesen
hatten ,aufgefordert, Buch und Film zu vergleichen. Drei kamen zu dem Ergebnis,
daß sich Inhalt beider Medien decken, zwei fanden den Film besser als das
Buch.
Frage 6:
Sollen Literaturprojekte dieser Art auch in Zukunft
veranstaltet werden ?
Zu dieser Frage erübrigt sich eine Grafik, da alle
83 zurückgeschickten Fragebögen dieselbe Antwort enthielten: Ja.
Selbst wenn unter den 17 Personen, die ihren Fragebogen nicht
zurückschickten, der eine oder andere einer anderen Meinung wäre,
beeinträchtigt dies die insgesamt eindeutige Erwartung des Publikums nicht.
Auch rechtfertigt diese stattliche Anzahl die zwischenzeitliche Entscheidung des
Augsburger Stadtrats solche Projekte auf jeden Fall bis zum Jahr 2000
fortzuführen (Beschluß vom 10.07.1996). Bereits in Vorbereitung ist
eine Reihe über den Autor Hermann Hesse für das Jahr 1997 und
über Bertolt Brecht für 1998, seinem 100. Geburtsjahr. Für 1999
ist Franz Kafka, für das Jahr 2000 Johann Wolfgang von Goethe
vorgesehen.
2. “Thomas Mann und die Seinen” im
Blickfeld der Referenten
Der Erfolg eines solchen Literaturprojekts hängt
nicht nur vom spontanen Publikums- interesse, von der Bereitschaft der
Förderer und einer guten Organisation ab, sondern vorallem von einer
anspruchsvollen Auswahl an namhaften und kompetenten Refe-renten. Diese ist die
Voraussetzung für einen hohen Anspruch. Für das Publikum war dies
ausdrücklich ein entscheidendes Kriterium (siehe Punkt 1.2, Frage 2:
“Warum haben Sie gerade diese Veranstaltung besucht ?”). Durch die
Befragung der Referenten wird daher eine weitere wichtige Seite beleuchtet. Als
Mittel zur Materialsammlung wurde bei insgesamt 15 Befragten dreimal ein
Interview gewählt (Prof. Koopmann, Björn Kommer, Gudrun Erfurth), weil
es sinnvoll erschien, mit ortsansässigen Referenten in persönlichen
Kontakt zu treten. Die übrigen wurden angeschrieben (sh. Anlage Nr. 4 ) und
gebeten, vier gezielte Fragen zu beantworten. Von diesen 12 Adressaten
antworteten neun. Dies ist bei so hochkarätigen Ansprechpartnern, noch dazu
zum Teil im Ausland lebend, eine für mich recht zufriedenstellende
Rücklaufquote.
Frage 1: “Welche Beziehungen
haben Sie zu Thomas Mann bzw. dem Projekt ?
Eine unmittelbare Beziehung zu Thomas Mann (=TM) selbst
nennt nur sein Enkel Prof.Dr. Frido Mann aus Göttingen, der auf sehr
positive Erinnerungen an seinen Großvater verweist. Mit der Mann-Familie
befreundet gewesen zu sein, sagt Prof.Dr. Egon Schwarz.
Die meisten Referenten betätigen sich als
Literaturwissenschaftler und beschäftigen sich zum Teil seit Jahrzehnten
beruflich mit Leben und Werk von TM. Dr. Donald A. Prater ist Verfasser einer
TM-Biographie und freute sich “in Augsburg unter den namhaften TM-Kennern
erscheinen zu dürfen”. Prof.Dr. Manfred Dierks ist Autor
verschiedener Arbeiten über TM, er bezeichnet sich als
“Spezialist” und sieht in ihm “eine Zentralfigur der Moderne,
in deren Werk deren wichtigste Themen und Ideen zusammenkommen”. Dr. Nike
Wagner betont ihr zunächst “rein fachliches Interesse”, was
insofern bemerkenswert ist, da die Beziehung ihres Großvaters Richard
Wagner zu TM keine vordringliche Rolle zu spielen scheint. Sie hält solche
Projekte für richtig, weil ja “jeder Schriftsteller immer wieder
für die Gegenwart entdeckt werden muß”. Nicht
literaturwissenschaftlich, aber dennoch beruflich, befasst sich Dr. Thomas
Sprecher als Leiter des TM-Archivs der ETH Zürich mit diesem
Schriftsteller. Ebenso Dr. Heinrich Lindenmayr aus Burgau, der in der
Erwachsenenbildung engagiert ist und sich seit etwa 10 Jahren
“insbesondere mit seiner Ironie als Möglichkeit moderner
Lebensauffassung und -bewältigung”. Die mit mehr als 36 Jahren
längste wissenschaftliche Beziehung zu TM hat zweifellos Herr Prof. Helmut
Koopmann. Bereits 1960 fertigte er seine Doktorarbeit über diesen Autor.
Dieser folgten immer wieder Publikationen über dessen Sprache. Die
bekannteste Veröffentlichung dürfte das “Thomas
Mann-Handbuch” sein, dessen Herausgeber er ist und das bereits in
2.Auflage erschienen ist. Er berief Kongresse ein, darunter einen TM-Kongress in
München in Zusammenarbeit mit dem TM-Archiv der ETH Zürich.
Neben diesem wissenschaftlichen Interesse an TM
stößt man bei einigen Referenten auf eine sehr persönliche
Faszination. So stellt z.B. Prof. Koopmann ausdrücklich fest, dass
“sein Interesse nicht nur wissenschaftlich ist, sondern fast
persönlich, weil man bei TM auch nach über drei Jahrzehnten immer noch
Neues erkennen kann.” Björn Kommer nennt eine Lesung in seiner
Gymnasialzeit als Auslöser für ein reges “Interesse an der
wahren Geschichte”. Daraus resultieren seine intensiven Nachforschungen
über das Buddenbrook-Haus in der Lübecker Mengstrasse, die er als
“krimiartig-spannend” empfand, sowie zwei Veröffentlichungen zu
diesem Thema. Bis in die Schulzeit zurück reicht auch bei Volker Michels
vom Suhrkamp-Verlag die Lektüre von TM, “wo er kein
Unterrichtsgegenstand war”. Für ihn ist dieser Autor “einer der
wichtigsten, weil präzisesten und welthaltigsten deutschen Schriftsteller
unseres Jahrhunderts”. Für ihn bot die Einladung nach Augsburg die
Gelegenheit, etwas von seinen “Leseerfahrungen mit diesem Dichter”
weiterzugeben. “Interesse zu wecken und zu vermitteln” ist das
vorrangige Ziel der Schauspielerin Gudrun Erfurth. Sie bezeichnet sich selbst
als “begeisterte Leserin von Literatur im Allgemeinen” und
kündigte an, daß sie -wie schon 1995 und 1996- auch 1997 bei der
“Hermann Hesse -Reihe” wieder dabei sein wird. Bei Hans J. Ballmann
spielt die Stilistik eine besondere Rolle. So schätzt er an TM dessen
Beschäftigung mit Goethe, mit Musik und dem Theater, es sei “ein
ästhetischer Genuß, ihn zu lesen”.
Die Beziehungen der Referenten zu Thomas Mann sind also
vielfältig: sie reichen von persönlichen Verbindungen über
literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung bis zu Faszination an Leben und
Werk des Autors. Unabhängig davon, welche dieser Beziehungen im Vordergrund
steht, spricht aus allen eine Begeisterung und der Wille, etwas von ihr in einem
Projekt dieser Art weiterzugeben.
Frage 2: “Welche Eindrücke,
Erfahrungen und Urteile haben Sie über das Projekt und die
Organisation gewonnen ?”
Bei nahezu allen Antworten wird ausdrücklich ein
Faktum positiv gewürdigt: die “gute” bis
“hervorragende” Organisation (“tadellos” /
“vorzüglich” / u.a.). Auch die übrigen, die sich hierzu
nicht äußerten, bemerken nichts Negatives. Dabei wird nicht nur die
Organisation wegen des perfekten Ablaufs aller Veranstaltungen, sondern auch die
Freundlichkeit, mit der man den Referenten allgemein begegnete,
gelobt.
Das Projekt selbst beeindruckte die Referenten durch
“ausgezeichnete Themenwahl” (Frido Mann), die einer
“außerordentlichen Kompetenz” der Veranstalter zugeschrieben
wird (Nike Wagner). Dazu zählt auch die Auswahl der Vortragenden, die als
“vielseitg und niveauvoll” (Frido Mann) bezeichnet wird. “Das
Programm war nach Personen und Veranstaltungen vorzüglich gemischt”,
schreibt hierzu Manfred Dierks. Eine Meinung, die auch andere teilen, indem sie
das breite Spektrum (“Für alle etwas”) hervorheben. Auch in
weiteren Antworten wird auf diese Punkte verwiesen. Dr. Thomas Sprecher, der
selbst die Veranstaltungen nicht besuchen konnte, kommt aufgrund der sehr guten
Resonanz, die das Projekt in Pressemitteilungen hatte, zu dem gleichen
Ergebnis.
Einige Referenten heben die Wirkung des Projekts
über die Stadtgrenzen von Augsburg hinaus hervor:
H. Lindenmayr: “... ein gutes
Aushängeschild für eine Stadt wie Augsburg, die so
sehr im Schatten von München
steht.”
V. Michels: “... eine ausgezeichnete, ja
für viele Städte nachahmenswerte Idee.”
Manche auswärtige Gäste bedauern, daß
sie aus verschiedenen Gründen nur kurzzeitig in Augsburg sein konnten.
Deshalb konnten oder wollten sie kein Gesamturteil über die ganze
Veranstaltungsreihe abgeben. Wer das gesamte Projekt intensiv verfolgte, kommt
allerdings auch zu einer kritischen Anmerkung über den Umfang: Obwohl das
Spektrum grundsätzlich befürwortet wird, sei das Programm für das
Publikum kaum zu bewältigen gewesen. In diesem Zusammenhang regen Prof.
Koopmann und Björn Kommer an, den zeitlichen Rahmen eher zu reduzieren.
Beim Versuch, alle Schichten anzusprechen, sei nämlich
“Trivialisieren bei TM noch schlechter möglich als bei anderen
Autoren. Denn Literatur bleibt Literatur.”
Frage 3: “Wie empfanden Sie Ihr Publikum,
dessen Interesse und Reaktionen ?”
Insgesamt erntet das Augsburger Publikum ein
großes Lob von allen Referenten. Während manche Veranstaltung, wie
zum Beispiel die von Heinrich Lindenmayr, Nike Wagner und anderen, so stark
besucht war, dass nachbestuhlt werden mußte, stellte Donald Prater fest,
dass erwartungsgemäß “kein übergroßer Andrang
herrschte”. Aufmerksamkeit und allgemeines Interesse empfanden alle
Referenten als gut bis sehr gut. Egon Schwarz schreibt: “Man hätte
eine Stecknadel fallen gehört, obwohl ich über eine Stunde
sprach.” Eine Ausnahme bildete eine Schülergruppe, die bei einer
Veranstaltung von Herrn Lindenmayr “zu spät kam und ohne
Rücksicht auf akademische Gepflogenheiten den Ablauf störte”.
Die Zuhörer erhielten von den Referenten vielfältige Komplimente mit
unterschiedlichen Adjektiven: “optimal” (Lindenmayr),
“kulinarisch” (Ballmann), “wohlwollend” (Prater),
“sehr aufgeschlossen” (F. Mann), “anspruchsvoll”
(Kommer). Thomas Sprecher hat sein Publikum “als interessiert und -mit
einem Wort TM’s- empfänglich empfunden”.
Die Diskussionen im Anschluß an die Vorträge
waren offensichtlich unterschiedlich rege. Volker Michels bezeichnete sie als
“lebhaft und substantiell”. Teilweise dauerte sie fast ebenso lang
wie das eigentliche Referat und enthielt “Aspekte, die über das
Manuskript hinausgingen”. Auch Herr Kommer bestätigte ein
großes Interesse, doch war ihm das Publikum “zu still”, was er
auf “die Mentalität der Augsburger mit Angst, Falsches zu
sagen” zurückführt. Jedoch erhielt auch er nach der
Veranstaltung noch persönliche und telefonische positive
Reaktionen.
Frage 4: “Befürworten Sie, dass die Stadt
Augsburg auch in Zukunft Literaturprojekte
dieser Art veranstaltet ? Welche
Autoren schlagen Sie für diesen Fall vor ?”
Das “selbstverständlich” von Volker
Michels und “uneingeschränkt” von Frido Mann ziehen sich wie
ein roter Faden durch alle Antworten. Für die Auswahl “sollte man
sich keine prinzipiellen Beschränkungen auferlegen” (Lindenmayr).
Entsprechend lang ist die Liste der Vorschläge: Böll, Döblin,
Goethe, Hofmannsthal, Hölderlin, Kästner, Luther, Mehring,
Mörike, Muschg, Rilke, Tucholsky, Walser und Zweig. Diese bunte Reihe zeigt
eine doppelte Chance auf: “neue Autoren entdecken, ältere Autoren
wiederentdecken” (Nike Wagner). Herr Prof. Koopmann möchte weiterhin
aus anderen Städten hören: “Augsburg macht was
!”
3. Das Projekt aus Sicht der
Förderer
Kultur in einer Stadt, und dazu zählt auch dieses
Literaturprojekt, braucht Förderer. Ohne sie wären Veranstaltungen
aller Art nicht möglich. Diese Gönner haben eine Vielzahl an
Möglichkeiten, um ihr “Scherflein” einzubringen. Dies kann
durch das Schalten einer Anzeige in einer Festschrift oder, wie in unserem
speziellen Fall, in einem Programmheft geschehen. Sie können sich als
Mitveranstalter engagieren, indem sie Räume oder anderes zur Verfügung
stellen. Insgesamt gab es laut Programmheft über 30 solcher
“Wegbereiter”. Schon die Erlaubnis zum Aushang von (Werbe-) Plakaten
in Geschäften kann hilfreich sein. Für Sponsoring eröffnet sich
bei gutem Willen und etwas Phantasie ein weites Feld. Diese kleinen
Unterstützungen sind jedoch oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
In unserer Zeit, da oft “nur Bares Wahres ist”, dürfen
diejenigen nicht fehlen, die bereit sind, eine Sache mit großzügigen
Geldspenden zu unterstützen. Diese werden unter anderem für die
Honorare der Referenten und deren Reisekosten (Unterbringung, Fahrtkosten,
etc.), Marketing und sonstige Veranstaltungskosten dringend benötigt. In
unserem speziellen Fall waren dies neben der Stadt Augsburg als Veranstalter,
die Augsburger Allgemeine, die Firma Haindl Papier GmbH, die Stadtsparkasse
Augsburg und das Ingenieurbüro Stiermann GmbH. Diese vier Augsburger
Unternehmen wurden in einem Brief gebeten, sich auf einem Antwortbogen oder in
einem kurzen Statement zu ihrer Förderung des Literaturprojekts zu
äußern. Alle kamen der Bitte innerhalb zwei Wochen nach. Die
Antworten werden nachfolgend vorgestellt und kommentiert.
Frage 1: “Warum haben Sie diese
Veranstaltungsreihe gefördert ?”
Auf diese Frage antworteten die Firmen mit einer
Fülle von Motiven, ein Beweis dafür, daß oft ganz
unterschiedliche Gründe für eine Förderung ausschlaggebend sind.
Herr Günter Holland, der Herausgeber der Augsburger Allgemeinen, hebt in
diesem Zusammenhang die grundsätzliche Aufgabe einer Lokalzeitung hervor,
Kultur in der Stadt, in der sie erscheint, zu fördern. Dies geschehe
vorwiegend durch publizistische Mittel, in diesem speziellen Fall jedoch auch
materiell, da man von der Sachkompetenz derer, die an der Reihe mitwirkten
(Organisation, Referenten), überzeugt gewesen sei.
Die Stadtsparkasse, allen voran Herr
Vorstandsvorsitzender Gottfried Selmair, sprach die enge Verbindung der
Stadtsparkasse zur Stadt Augsburg und ihren Bürgern an. Die
Stadtsparkasse fühle sich als traditionelles Geldinstitut aller
Bevölkerungs-schichten (vgl. Anzeige im Programmheft S.32: 70% aller
Augsburger unterhalten bei ihr ein Konto). Über die reinen
Geldgeschäfte hinaus sei sie mitverantwortlich für die Erhaltung bzw.
Steigerung der Lebensqualität in Augsburg. Literatur stellt für sie
ein wichtiges Stück “Basiskultur” dar. Sie sei “eine
entscheidende Komponente von Bildung, Information und bei der Entwicklung eines
kritischen Bewußtseins”. Diese Eigenschaften werden für eine
Schlüsselqualifikation bei der Bewältigung der Zukunft
gehalten.
Das Unternehmen Haindl Papier GmbH verweist auf ihre
traditionellen Verbindungen zu Augsburg, speziell die Verbindung des Hauses mit
der Familie Brecht, da der Vater Bert Brechts Direktor der Firma war.
Desweiteren wird auch hier die hohe Qualität der Veranstaltungsreihen
insgesamt gelobt.
Das Ingenieurbüro Stiermann, bekannt als ein
Förderer diverser Augsburg -Veranstaltungen, spricht in diesem Zusammenhang
die vorausgegangenen Reihen “Heinrich Heine” und “Bertolt
Brecht” und die dafür geleisteten Förderungen an. Ganz besonders
wird jedoch die Werbewirksamkeit solcher Projekte für Augsburg betont, die
die Stadt in den verschiedenen Medien bundesweit ins Blickfeld von
Literatur-interessierten gerückt hat.
Zusammenfassend läßt sich die Haltung der
Sponsoren auf vier Hauptbeweggründe zurückführen: Stadt, Kultur,
Qualität und Kontinuität. Die Liebe zu Stadt ist in allen Antworten
deutlich erkennbar. Das Bekenntnis zum kulturellen Auftrag spricht für das
Verständnis der Unternehmen über den engeren Firmenzweck hinaus.
Allerdings ist dieses verbunden mit einem hohen Anspruch an Niveau und
Qualität. Wird dieser Anspruch erfüllt, so wird nicht nur ein
Einzelprojekt gefördert, sondern auch ein kontinuierliches Sponsoring der
Literaturreihen erreicht.
Frage 2: “Auf welche Art haben Sie das Projekt
unterstützt ?”
Der Beitrag der Sponsoren war überwiegend
finanziell. Die Augsburger Allgemeine unterstützte das Projekt mit einer
ungenannten fünfstelligen Summe und mit ihren publizistischen
Beiträgen, hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Artikelserie mit
eigenem Logo und fast täglichen Berichten und
Ankündigungen.
Die Stadtsparkasse förderte die Reihe mit einem
Betrag von DM 20.000.-- und der mehrmaligen kostenlosen Bereitstellung ihres
Vortragssaales in der Hauptstelle in der Halderstraße. Hierdurch wurden
Mietkosten in erheblichem Umfang gespart, was den Wert der Förderung weiter
erhöht.
Haindl nennt den bereitgestellten Betrag nicht und
verweist darauf, daß ein Sponsor sehr zurückhaltend auftreten solle.
Man weist jedoch darauf hin, daß die Firma sich dieses Jahr erstmals der
Öffentlichkeit durch ihr Logo auf Plakaten etc. als Sponsor zeigt, was
“ein klares Bekenntnis zu den Reihen” bedeute.
Die Stiermann GmbH beziffert den gespendeten Betrag mit
DM 20.000 und fügt an, daß dieser Betrag auch bereits für die
vorangegangenen Projekte zu Verfügung gestellt wurde.
Da auch die ungenannten Beträge mit Sicherheit im
fünfstelligen Bereich liegen dürften, handelt es sich selbst bei
Unternehmen dieser Größenordnung in wirtschaftlich schwieriger Zeit
nicht um Bagatellbeträge, vielmehr stellt die Gesamtsumme eine tragende
Säule der Literaturreihe dar.
Frage 3: “Haben sich Ihre Erwartungen
bezüglich der Reihe erfüllt?”
Die Stadtsparkasse gibt an, daß ihre Erwartungen
voll und ganz erfüllt worden seien. Man war sehr positiv beeindruckt von
der Resonanz, die die Reihe in Augsburg und Umgebung fand. Besonders
erwähnt werden die Veranstaltungen im eigenen Veranstaltungssaal mit Frau
Dr. Nike Wagner und Frau Prof. Elisabeth Mann-Borgese, die - auch nach meinem
persönlichen Eindruck - ein großer Erfolg gewesen sind. Beide
befinden sich unter den ausgewerteten Vorträgen in Punkt
1.
Die Augsburger Allgemeine und die Stiermann GmbH hatten
keinerlei Erwartungen hinsichtlich Werbung und Umsatz, jedoch wurde das rege
Interesse beim Publikum mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Bei der Zeitung
wird darin nicht zuletzt ein Erfolg der Veröffentlichungen gesehen. Das
Ingenieurbüro lobte auch in diesem Zusammenhang die hohe Werbewirksamkeit
für Augsburg.
Die Firma Haindl erkennt die Erfolge der Reihe mit
großem Respekt an. Dies liege vor allem am überzeugenden Konzept von
Herrn Dieter Grab, dem Organisationsleiter der Literaturprojekte in Augsburg.
“Seine Kulturprojekte zählten nicht umsonst zu den wenigen Augsburger
Highlights, die auch international Beachtung finden.”
Die durchgehend positiven Antworten sind zum einen ein
Kompliment an die Reihe und deren Veranstalter, zum anderen bestärken sie
sicherlich die Sponsoren in ihrem weiteren Engagement für
Augsburg.
Frage 4: “Befürworten Sie, daß die
Stadt Augsburg auch in Zukunft Literaturprojekte dieser Art
veranstaltet ?”
Die Antwort auf diese Frage ist ein eindeutiges Ja. Sie
beinhaltet den klaren Auftrag an die Stadt Augsburg, solche Projekte auch in
Zukunft fortzuführen. Außerdem merkt die Haindl Papier GmbH an,
daß bei weiteren Reihen solcher Art die Herstellung eines noch
eindeutigeren und künstlerisch oder historisch begründbaren Bezugs zu
Augsburg wünschenswert wäre. Aus dem zweiten Teil der Frage,
nämlich welche Autoren die Sponsoren (im Fall einer
Mitbestimmungsmöglichkeit) für die nächsten Jahre vorschlagen
würden, kann man eine grobe Richtung erkennen: Schriftsteller der neueren
deutschen Literaturgeschichte, zeitgenössische, noch lebende Literaten
werden von den Förderern allgemein befürwortet. Herr Selmair nennt
beispielsweise Max Frisch, Büchner oder Dürenmatt, nennt aber auch
einen Klassiker wie Friedrich Schiller. In der Tat gibt es eine Vielzahl von
Persönlichkeiten oder Gruppen, denen ein solches Projekt gewidmet werden
könnte. Meiner Meinung nach käme auch eine regional geprägte
Reihe, z.B. mit Schwerpunkt Schwaben, in Frage. Letztlich muß diese
Entscheidung der Augsburger Stadtrat auf Empfehlung von Fachleuten
treffen.
Frage 5: “Werden Sie auch in Zukunft Literatur
und Kultur in Augsburg fördern ?”
Auch diese Frage wurden von allen Sponsoren
übereinstimmend mit Ja beantwortet. Voraussetzung dafür ist
allerdings, daß die Qualität der Veranstaltungen und das Niveau der
bisherigen Projekte bestehen bleiben. Die Firma Haindl meint dazu ferner,
daß dies durch den bisherigen Organisator Herrn Grab gewährleistet
sei, aber nach wie vor jedes einzelne Projekt geprüft werde, ob es
unterstützenswert ist. Damit ist das Fundament gelegt, die Reihen in dieser
Form fortzuführen. Mittlerweile steht fest, daß es sich nicht nur um
bloße verbale Ankündigungen handelt, sondern die Unternehmen ihr
Versprechen gehalten haben und die im Januar 1997 beginnenden “Hermann
Hesse - Veranstaltungen” tatkräftig fördern.
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