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Personal
Teil 8 Personal
Kapitel 1 Grundlagen
1.1 Der Mensch als Mitglied der Unternehmung
Der Mensch unterscheidet sich strak von den übrigen
Betriebsmitteln. Siehe Unterrichtsmaterial Seiten 4 und 5.
Beim Menschen sind also andere Entscheidungskriterien
und Entscheidungslogiken anzuwenden als zum Beispiel in der Materialwirtschaft
oder in der Finanzbuchhaltung. Man will qualitativ gute Arbeitskräfte und
erhält Menschen mit eigenem Willen und mit unterschiedlichen
Ansprüchen. Ohne das Erfassen der menschlichen Verhaltensweisen kann das
Unternehmungsgeschehen gar nie erfasst werden.
1.2 Menschenbilder
Man muss Grundannahmen über den Menschen machen.
Die Motivierbarkeit der Menschen drücken sich in sog. Menschenbildern aus.
Bekannt sind vor allem das X- und das Y-Modell McGregors.
In der Theorie X formuliert er die Vorurteile,
dies führt zu passivem Arbeitsverhalten und zu strenger Kontrolle durch den
Vorgesetzten:
- Mensch ist arbeitsscheu
- Strafe und Druck ist ein Muss für einen
Unternehmer
- Mensch hat kaum Ehrgeiz
Die Alternativhypothese bezeichnet McGregor als
Theorie Y. Sie basiert auf der Grundlage der Motivations- und
Persönlichkeitstheorie von Maslow.
- Mensch neigt zu Selbstdisziplin und Selbstkontrolle. Will
Handlungsspielraum!
- Belohnung führt zu motiviertem Arbeiten
(Initiative)
- Mensch sucht
Verantwortung
1.3 Problemlösungsprozess im Personalbereich
- Analyse: Bedürfniss der Ug. und der MA
analysieren. Menschenbild
beachten.
(Personalpolitik und Umwelt)
- Ziele: Arbeitszufriedenheit,
Arbeitsplatzsicherheit, MA als Partner, Förderung des MA,
Gesundheitsschutz. Quantität, Qualifikationen, Zeit und Ort.
- Mittel: Hauptaufgaben (Teilbereiche) des
Personalbereichs. Entspricht den folgenden Kapiteln.
- Mittel abstimmen: Ziele, Massnahmen und Mittel
aufeinander abstimmen.
- Durchführung:
- Evaluation:
1.4 Personalmanagement
- Personalplanung (Personalbedarfsermittlung)
- Entscheidungen müssen oft im Angesicht von grossen
Zielkonflikten getroffen werden. z.B. Lohnsystem, Arbeitszeit,
Kündigungen
- Anordnungen
- Kontrolle: Verfahrens- und
Ergebniskontrolle
Aus den Ergebnissen
der Problemlösungen kristallisiert sich früher oder später die
Personalpolitik heraus.Teil 8 Personal
Kapitel 2 Personalbedarfsermittlung
2.1 Einleitung
Frage nach der Quantität, Qualität, Zeit und
Ort des Personaleinsatzes. Vorerst muss allerdings der Netto- vom
Bruttopersonalbedarf unterschieden werden. Beim
Nettobedarf handelt es sich um die zusätzlich notwendigen Leute
aufgrund von Fluktuationen.
Beim Bruttobedarf handelt es sich um den
Gesamtbedarf zum Zeitpunkt x.
Beeinflusst wird die Personalsituation durch die
aktuelle Sozialpolitik, die Konjunktur und die technologischen
Fortschritte.
Im Falle einer Unterdeckung muss durch Entlassungen
o.ä. gehandelt werden.
Im Falle einer Überdeckung müssen
Personalbeschaffungsmassnahmen eingeleitet werden.
2.2 Ermittlung des quantitativen Personalbedarfs
Probleme ergeben sich hier, wo die Aufgaben nicht genau
quantifizierbar sind (z.B. Führungs- oder Kreativaufgaben). Im
quantifizierbaren Bereich können vor allem Maschinenbelegungspläne und
die AVOR Auskunft geben. Auch Fehlzeiten und Fluktuationsraten der Mitarbeiter
führen zu Schwierigkeiten bei der Quantifizierung.
Die Fluktuationsrate berechnet sich:
Austritte*100/durchschnittl. Bestand
2.2.2 Methoden der quantitativen Personalbedarfsermittlung
Personalbedarf sollte immer nur für Teilbereiche
errechnet werden und ergibt sich hauptsächlich aus Absatz- und
Produktionsplänen.
2.3 Ermittlung des qualitativen Personalbedarfs
2.3.1 Arbeitsanalyse
Arbeitsanalyse ist die systematische Untersuchung der zu
lösenden Aufgaben in Bezug auf Arbeitsobjekt, Arbeitsmittel und
Arbeitsvorgang. Man sollte diese allerdings nicht zu detailliert
vornehmen.
2.3.2 Stellenbeschreibung
In einer Stellenbeschreibung werden die für die
Stelle relevanten Führungs- und Leistungsanforderungen festgeschrieben.
Diese Aufstellung führt zu drei Bildern:
1. Instanzenbild: Stellenkennzeichnung, Hierarchische
Einordnung, Kommunikationsbeziehungen (Schnittstellen)
2. Aufgabenbild Aufgaben und Befugnisse werden
präzisiert.
3. Leistungsbild Anforderungen an den Stelleninhaber:
Kenntnisse, Leistung, Charakter
2.3.3 Anforderungsprofile
Anforderungen müssen mit dem aktuellen oder
potentiellen Stelleninhaber verglichen werden. Man kommt zu einer Über-
oder Unterdeckung an Anforderungen.
Bei einer Unterdeckung kann man gezielt ausbilden oder
versetzen.
Bei einer Überdeckung sollte man den Stelleninhaber
anderswo einsetzen.
Pauschale Urteile über Über- oder Unterdeckung
sind allerdings sehr schwierig.
Teil 8 Personal
Kapitel 3 Personalbeschaffung
3.1 Einleitung
Es handelt sich hierbei um die Aufgabe, die in der
Personalbedarfsermittlung festgestellte Unterdeckung zu decken. Hauptaufgabe
bilden hier die Bereiche Personalwerbung und Personalauswahl.
Man unterscheidet weiter zwischen interner und externer
Personalbeschaffung:
Interne Beschaffung: Mehrarbeit (Überstunden),
Aufgabenumverteilung (Beförderungen,
Versetzungen) Vorteile: keine
Einstellungskosten, Beurteilungsgrundlagen sind vorhanden, keine
Eingliederungsschwierigkeiten Nachteile:
keine neuen Ideen kommen in den Betrieb (Betriebsblindheit), keine Kenntnisse
des Arbeitsmarktes werden eingeholt, die verlassene Stelle muss eh neu besetzt
werden.
Externe Beschaffung: Neueinstellungen, temporäre
Arbeitskräfte suchen (Arbeitsmarkt)
3.2 Personalwerbung
Der Umwelt sollen Reize geboten werden, eine Stelle
anzunehmen.
Man unterscheidet die mittelbare von der unmittelbaren
Personalwerbung:
Unmittelbare: Zeitungsinserate,
Fachzeitschriften
Mittelbare: Teil der Public Relations in Form gezielter
Öffentlichkeitsarbeit. Es werden
günstige Voraussetzungen geschaffen, die
die Personalbeschaffung vereinfachen
sollen.
3.3 Personalauswahl
3.3.1 Beurteilungsverfahren
Es soll derjenige Bewerber gefunden werden, der die
Anforderungen am besten erfüllt. Abgeklärt werden die
Leistungsfähigkeit, der Leistungswille, die Entwicklungsmöglichkeiten
und das Leitungspotential.
Wenn externe Bewerber genommen werden, müssen
Beurteilungsinformationen eingeholt werden: Unterlagen, Tests, Interview
etc..
Die Kosten bei der Auswahl ergeben sich aus den
aktuellen (Lohnkosten die in der Personalabt. Entstanden) und potentiellen
Kosten (man hat falschen Bewerber eingestellt).
3.3.2 Auswahlmethoden
3.3.2.1. Bewerbungsunterlagen
Sie ergeben ein erstes Bild über die sich
bewerbende Person. Man kann so abchecken, ob sich eine weitere Prüfung des
Bewerbers lohnt. Es handelt sich hierbei um Lebenslauf, Zeugnisse und
allfällige Referenzen.
3.3.2.2 Interview
Man unterscheidet zwischen Einführungsinterview und
Einstellungsinterview.
Das Einführungsinterview dient als Vorselektion und
als Eindrucksermittlung.
Das Einstellungsinterview beinhaltet bereits Lohn-,
Arbeitszeit und Ferienverhandlungen. Danach kann eigentlich entschieden
werden.
Dem Bewerber wird im Gespräch erschwert, seine
Persönlichkeit zu verstecken.
3.3.2.3 Testverfahren
psychologische Einstellungstests sind problematisch. Die
Testsituationen geben keine realen Situationen wieder. Die Testsituation kann
das Ergebnis verändern. Man müsste also stets verschiedene Test
einsetzen.
3.3.2.4 Assessment-Center
Komplexes und standartisiertes Verfahren das Eignung und
Entwicklungspotential des Bewerbers untersucht. Es nehmen mehrere Bewerber und
mehrere Beurteiler am Test teil. Es werden unterschiedliche Tests
durchgeführt. Meistens dauert dieses Verfahren 2-3 Tage. Die Resultate sind
meist sehr gut aber teuer.Teil 8 Personal
Kapitel 4 Personaleinsatz
4.1 Einleitung
Aufgabe ist die Zuordnung der Mitarbeiter zu den
vorhandenen Aufgaben, bezüglich Qualität, Quantität, Zeit und
Ort. Es geht heirbei also um die Einführung, die Einarbeitung, die
Zuteilung und die Anpassung der Arbeit an den Menschen.
4.2 Personaleinführung und Personaleinarbeitung
Entscheidend für die Dauer bis ein neuer
Mitarbeiter seine Normalleistung erbringen kann. Organisation der Ug.,
Aufgabenstellung, Aufgabe und Verantwortung müssen vermittelt werden. Dies
kann durch Abgabe folgender Dokumente erreicht werden:
- Geschäftsberichte
- Organigramme,
Führungshandbuch
- Vorstellungsrunde
- Zuweisung eines
Göttis
- Vorträge
Während der Einarbeitungszeit geht es um das
Kennenlernen der Aufgaben und Arbeitsinstrumente. Die Einarbeitungszeit wird
durch die vorhandenen Kenntnisse determiniert.
4.3 Zuordnung von Arbeitskräften und Arbeitsplätzen
Hierzu muss man beachten:
- Aufpassen, dass MA die
Ug.-Ziele bzgl. Qualität und Quantität optimal erfüllt werden
können.
- Anforderungen und
Fähigkeiten müssen sich möglichst entsprechen.
- Persönliche Wünsche
der MA berücksichtigen, um Arbeitszufriedenheit zu
erreichen.
Informationsgrundlagen sind
die Arbeitsanalysen und die Leistungs- und Personalbeurteilung.
4.4 Anpassung der Arbeit und Arbeitsbedingungen an den Menschen
Subjektive Leistungsbereitschaft: Person,
Einstellung
Objektive Leistungsbereitschaft: techn. soz., jur. und
org. Bedingungen
Neben den genannten objektiven
Leistungsbereitschaftpunkten sind auch die Arbeitsaufteilung, die
Arbeitsplatzgestaltung und die Arbeitszeitgestaltung wichtig.
4.4.1 Arbeitsaufteilung
Mit den folgenden Methoden kommt man den negativen
Arbeitszerlegungerscheinungen entgegen:
- Job
enlargement
MA erhält mehr
Teilaufgaben Monotonie geht zurück,
Sinneszusammenhänge werden dem MA klar
- Job
enrichment
Arbeit wird durch
Führungsverantwortung erweitert. Vorgesetzte werden hiermit
entlastet
- Job
rotation
Wechsel von Arbeitsplatz und
Arbeitsaufgaben. Änderung und Bereicherung des
sozialen Umfeldes Wechsel auf gleicher
hierarchischer Ebene
- Teilautonome
Arbeitsgruppen
Eine ganze Gruppe erhält eine
umfassende Aufgabe. Sie erhält Umsetzungs- und
Führungskompetenzen.
4.4.2 Arbeitsplatzgestaltung
Arbeitsabläufe, Arbeitsmittel, Raumgestaltung,
Arbeitsumfeld, Arbeitssicherheit
4.4.3 Arbeitszeitgestaltung und Pausenregelung
Gesetze und GAV als Rahmenbedingungen:
- Gleitende
Arbeitszeit
- Teilzeitarbeit
(Job-sharing)
- Schicht- und Nachtarbeit
(Schichtlänge und
Schichtrhythmus)
Teil
8 Personal
Kapitel 5 Personalmotivation und
-honorierung
5.1 Einleitung
Es soll versucht werden neue und bisherige Mitarbeiter
für die Belange der Unternehmung zu gewinnen bzw. immer wieder neu zu
motivieren. Die Leistung der Mitarbeiter soll stets aktiviert
werden.
Man unterscheidet die Teilnahmemotivation von der
Leistungsmotivation. Anreize für die Motivation können monetärer
(Lohn, Erfolgsbeteiliung) oder nichtmonetärer (Aufstieg, Klima,
Arbeitsinhalt) Natur sein. Man muss sich aber der Bedürfnisse der
Mitarbeiter bewusst sein. Maslow hat die menschlichen Bedürfnisse
systematisiert:
5.2 Monetäre Anreize
5.2.1 Lohn und Lohngerechtigkeit
Vom Lohn zu unterscheiden sind die Erfolgsbeteiligung,
die Sozialleistungen und die Prämien aus dem Vorschlagswesen. Man muss
unterscheiden zwischen der absoluten und der relativen
Lohnhöhe.
Absolute Lohnhöhe: Wie soll Wertschöpfung
zwischen Arbeit und Kapital verteilt werden. (Soziale, Politische und
Philosophische Aspekte)
Relative Lohnhöhe: Gesamte Lohnsumme auf die
Mitarbeiter verteilen. Verhältnis der Löhne zueinander. Prinzip der
Lohngerechtigkeit (Ma und Ug.).
Um der Verteilungsgerechtigkeit gerecht zu werden,
mössen folgende Kriterien beachtet werden:
- Anforderungsgerechtigkeit (Arbeitsbewertung und
Lohnsatzdifferenzierung)
- Leistungsgerechtigkeit
- Verhaltensgerechtigkeit (gegenüber MA,
Einrichtungen, Ug. Und Aussen; z.B. Dienstjahre)
- Sozialgerechtigkeit (Alter, Unfall, Krankheit,
Kinderzulagen)
⇒
Lohnbemessung ist eine Frage von Wertvorstellungen5.2.2
Arbeitsbewertung
5.2.2.1 Begriff und Arten der Arbeitsbewertung
Ziel der Arbeitsbewertung ist die Ermittlung der
Anforderungen an den Mitarbeiter im Verhältnis zu den übrigen
Mitarbeiteranforderungen. Es muss ein einheitlicher Massstab angewendet
werden.
Es werden qualitative und quantitative
Bewertungskriterien herangezogen. Grundlage der Verfahren bildet die Definition
der Normalleistung.
- Qualitative
Analyse:
Summarische Methoden beurteilen
Anforderungen global Analytische Methoden
beurteilen Anforderungen in kleinen Bewertungseinheiten
- Quantitative
Analyse:
Reihung: Hierarchisierung der einzelnen
Aufgabengebiete eines Mitarbeiters Stufung:
Einzelne Arbeiten werden in Anforderungsgrade eingestuft (z.B. produktive und
administrative Aufgaben)
Aus diesen beiden Kriterien-Kombinationen lassen sich
nun vier Verfahren der Arbeitsbewertung ableiten:
- Rangfolgeverfahren:
Rangreihe
der Schwierigkeitsstufen aller Mitarbeiter in einer Unternehmung. Ist leicht zu
handhaben, eignet sich aber nur für Kleinbetriebe, da alle Stellen bekannt
sein müssen.
- Lohngruppenverfahren
(Katalogisierungs:
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