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Goethe, Johann Wolfgang von: Trauerloge
Interpretation des Gedichtes Trauerloge von Goethe
- Goethes Meisterwerk
- I. Die Pessimistische
Strophe
II. Die
Optimistische Strophe
- Goethes Sinn des
Lebens
A. Goethes Meisterwerk
Goethe Meisterwerk “Trauerloge” von Goethe aus der Epoche der
Klassik, befaßt sich mit dem Leben, und wie man es sich selber etwas
leichter gestalten kann.
B. I. Die Pessimistische Strophe
Mit den ersten beiden Verzeilen der ersten Strophe
“An dem öden Strand des Lebens
Wo sich Dün auf Düne häuft,”
beschreibt Goethe das Leben als langweilig, eintönig und nicht
lebenswert, da sich die Jahre und somit die Handlungen immer wiederholen. Das
sich immer Wiederholende sind die Dünen, die sich immer wieder häufen
und somit den “öden Strand des Lebens” projizieren.
“Wo der Sturm im Finstern träuft,
Setze dir ein Ziel des Strebens,”
Der “Sturm im Finstern” soll eine hilflose Stimmung erzeugen,
da man bei einer solchen Situation nicht weiß, wohin, man ist hilflos und
weiß nicht weiter, man hat nur Angst und wartet auf das Ende des Sturmes,
also, dass sich das Problem von selber löst. Oder man nimmt die Sache
selber in die Hand und versucht, gegen diesen Sturm zu kämpfen, in dem man
sich ein Ziel setzt und versucht, dieses zu erreichen. Die Verszeile
“Setze dir ein Ziel des Strebens,” fordert den Leser auf, in diesem
langweiligen und öden Leben, in dem man, außer dem Tod, kein Ende
sehen kann ein Ziel zu entwickeln, nach dem man streben und leben
kann.
Die Verszeilen 5-6
“Unter schon verloschnen Siegeln
Tausend Väter hingestreckt,”
verdeutlichen die Gedanken des Lyrischen Sprechers. Er macht sich Gedanken
über den Tod. Er kann keinen Sinn finden und nicht verstehen, warum schon
viele Familien vor ihm ausgestorben sind, welche über viele Generationen
reichten und somit auch vielen von deren Ahnen schon viel früher verstorben
sind,
“Ach! Von neuen frischen Hügeln
Freund an Freunden überdeckt.” (Verzeilen 7-8)
genauso wie sich der lyrische Sprecher über seine verstorbenen Freunde
Gedanken macht. Er beobachtet, wie ein Freund nach dem anderen stirbt, er
fühlt sich hilflos, da er nichts dagegen unternehmen kann, und selber Angst
hat, bald neben seinen Freunden zu liegen.
Diese Strophe ist fast nur mit negativen Stimmungen ausgestattet, mit
Ausnahme der 3. Verszeile. Dies soll bewirken, dass eine pessimistische
Lebenseinstellung dargestellt wird.
B.
I. Die optimistische Strophe
Die ersten beiden Verszeilen
der 2. Strophe
“Hast du dich abgefunden,
Werde Nacht und Äther klar,”
sollen den Leser davon überzeugen, dass, wenn man es geschafft hat,
sich zu überwinden und sich mit dem Problem, das in der 1. Strophe
beschrieben wird, abzufinden, dann wird “Nacht und Äther klar”.
Das soll heißen , dass das Leben leichter wird, da die eigenen Gedanken
klarer sind und man sich somit leichter im Leben durchsetzen kann, damit man das
Ziel, das in der 1. Strophe ausgesprochen wird, erreichen kann.
Wenn man es schafft, dieses eine Ziel zu erreichen,
“Und der ewgen Sterne Schar
Deute dir belebte Stunden.” (Verszeile 11-12)
kann man dann auch nach weiteren Zielen streben, welche man sich schon
lange erträumt. Dies wird durch die Sterne symbolisiert, sie stellen die
Wünsche des Lesers dar, von denen er noch nicht einmal gewagt hat zu
denken, sie erreichen zu können. Auf einmal, kann er es wagen, nach diesen
Sternen zu greifen, was aber nicht leicht sein wird, und somit “belebte
Stunden” bescheren wird.
Die Verszeilen 13-14
“Wo du hier mit Ungetrübten,
Treulich wirkend, gern verweilst”
bemerken, dass man sich mit Menschen, die sich ebenfalls mit ihrer
Situation abgefunden haben ,und somit ungetrübt sind, gut auskommen wird,
da sie “Treulich wirken”, also dir vertraut erscheinen,
trotzdem
“Und auch treulich den geliebten
Ewigen entgegeneilst.” (Verszeilen 15-16)
auf dem Boden der Tatsachen bleibst und dich darauf vorbereitest, zu
sterben um damit endlich den Göttern und deinen verstorbenen Freunden und
Verwandten vereint sein wirst.
Diese Strophe ist nur mit positiven Stimmung ausgerüstet, was dadurch
eine optimistische Lebenseinstellung widerspiegelt.
C.
Goethes Sinn des Lebens
Das Gedicht finde ich sehr ansprechend, da es eine zwar sehr simple, aber
dennoch wirksame Lebenseinstellung in sich birgt. Sie beinhaltet, daß man
Probleme, die man hat, nicht einfach verdrängen und somit in sich
hineinfressen darf. Man sollte sich dem Problem stellen und versuchen, eine
Lösung zu finden und auch mit dieser Lösung zu leben. Aber wenn man,
wie in diesem Fall, keine Lösung finden kann, dann muß man versuchen
das Problem zu analysieren und damit zu leben, ohne sich darüber weitere
Gedanken zu machen.
Das Gedicht stammt aus der Klassik. Man kann Rückgriffe aus der Antike
erkennen erkennen, was für die Klassik typisch ist :z.B. “Ewigen
entgegeneilst”. Mit Ewigen sind die zahlreichen Götter der Antike
gemeint, welche für das Leben und die Ereignisse drum herum zuständig
waren. Genauso kann der “Held”, was ebenfalls für die Antike
typisch ist, aus freiem Willen heraus entscheiden, da er sich ein “Ziel
des Strebens” setzen kann.
© Christopher
Rodriguez
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