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Belgien
Belgien
Ein Referat für die Klasse
8
Teil 1: Politische / geographische Gliederung (anhand
Landkarte)
Belgien liegt in der MEZ (Mitteleuropäische Zeitzone) zwischen 2 Grad,
32 Minuten und 6 Grad, 24 Minuten östlicher Länge sowie zwischen 49
Grad, 30 Minuten und 51 Grad, 30 Minuten nördlicher Breite. Etwas kleiner
als das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat es somit eine maximale
West-Ost-Ausdehnung von 290km und eine etwas kürzere
Nord-Süd-Länge von 230km. Die Gesamtfläche beträgt
30.518km2. Die Nachbarländer sind Frankreich, Luxemburg,
Deutschland und die in Kultur und Landschaft sehr ähnlichen
Niederlande.
Die politische Einteilung des Landes erfolgt in Provinzen, die in etwa den
Deutschen Bundesländern entsprechen. Die einzelnen Provinzen sind:
Limburg, Heinaut (Hennegau), Brüssel, Liège, Limburg, Brabant,
Antwerpen, Luxemburg, Namur, West- und Ostvlaanderen.
Im Staat Brüssel liegt die gleichnamige Hauptstadt des Landes, in der
ca. 13,5% (1,4 Millionen) der insgesamt 10,4 Millionen Einwohner des Landes
leben. Andere große Städte sind der Größe nach:
Antwerpen (600.000 samt Vorstädte), Gent (230.000), Lüttich(220.000)
und Brügge(117.000).
BRÜSSEL: Die Hauptstadt Brüssel ist nicht nur die
größte Stadt, sondern auch Tagungsort des Parlaments und
Regierungssitz des Königs. Brüssel gewinnt als Sitz der NATO und der
EG sowie deren Unterorganisationen immer mehr an internationaler Bedeutung und
an weltstädtischem Flair.
ANTWERPEN: A. ist der zweitgrößte Ballungsraum Belgiens
und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Besondere Bedeutung erhält A.
durch ihre Chemie- und Automobilindustrie sowie ihre sehr modernen Hafenanlagen.
A. wurde zur Kulturstadt Europas 1993 gekürt.
GENT: Gent bildet den drittgrößten Ballungsraum Belgiens
und ist besonders berühmt für seine Tuch-/Textilindustrie und den
großen Umschlagplatz für Obst. Gemüse und Blütenpflanzen
aus näherer Umgebung. Außerdem wurde Gent durch den
Zusammenfluß der Leie und der Schelde zum Knotenpunkt der Binnenschiffahrt
und erhielt so die zweitgrößte Hafenanlage des Landes.
LÜTTICH: Heute vor allem als Belgisches Ruhrgebiet und als
Kulturzentrum der Wallonie bekannt, ist sie die französischte Stadt
Belgiens.
BRÜGGE: Gilt als DIE Touristenmetropole Belgiens.
Das sogenannte Niederbelgien wird der Dünenstreifen an der knapp 70 km
Nordseeküste bezeichnet, der vor allem durch Badeorte hervorsticht. Das
dahinterliegende eingepolderte Marschland hat sehr fruchtbaren Boden und wird
deshalb als Acker- und Weideland genutzt. Am Rand der sich südlich
anschließenden Geestgebiete Flanderns und der Heideflächen des
sogenannten Kempenlandes entstanden die großen Handels- und
Hafenstädte wie Brügge, Antwerpen und Gent. Die während der
Eiszeiten durch die Flüsse Maas und Rhein aufgeschütteten etwa 50 m
mächtige Sandschichten des Kempenlandes bestehen größtenteils
aus minderwertigen Böden. Heute gibt es dort überwiegen
Industriegebiete. Weiter westlich in der Provinz Limburg finden sich bei Gent
die inzwischen weitgehend ausgebeuteten Steinkohlelagerstätten. In der
flandrischen Geest geht die Landschaft fast unmerklich in das etwas höher
(100-200m) gelegene Plateau des mittlebelgischen Hochlandes über. Dort gibt
es nur wenige Dörfer und Einzelhöfe.
Südlich des stark industrialisierten Längstaals der Flüsse
Maas und Sambre, mit den Städten Namur und Lüttich, beginnt die
Hügellandschaft Mittelbelgiens. Die dem rheinischen Schiefergebirge
zugehörigen Ardennen bilden die westliche Fortsetzung der Eifel und bieten
mit ihrem Wald- und Gewässerreichtum ein besonders schönes Naturbild.
Ohne den so entstehenden Tourismus wäre diese Region weiterhin auf die
altertümliche Holz- und Landwirtschaft des kargen Berglandes angewiesen. In
den Ardennen trifft man auch häufig auf Moorgegenden.
Teil 2: Das Klima
Das Klima in Belgien ist allgemein sehr mild. Die Sommer sind auf Grund der
Meerwinde eher kühl. Nur in den Ardennen ist das Klima eher im rauheren
Bereich einzustufen.
Teil 3: Die Bevölkerung
Belgien hat eine außergewöhnlich hohe Bevölkerungsdichte
von etwa 330 Einwohner pro Quadratkilometer, wobei sich die Ballungsräume
mit den wichtigsten Wirtschaftsräumen (die Provinzen Brabant, Lüttich,
Antwerpen und Westflandern) decken. Die Urbanisierung beträgt etwa 60%, Die
Lebenserwartung liegt in B. um einiges über dem Weltdurchschnitt:
Männer 72 Jahre und Frauen 75 Jahre. Rund 90% der Bevölkerung
gehören der römisch-katholischen Kirche an, Protestanten sind jedoch
lediglich 0,5 %; der Anteil an Juden ist genau so hoch.. Neu hinzugekommen sind
in letzter Zeit ca. 250.000 Moslems. Etwa 60% der Bevölkerung gehören
der Flämischen Bevölkerungsgruppe an, etwa 39% der Wallonischen. Der
Ausländeranteil liegt bei etwa 10%.
Der Analphabetenanteil ist praktisch 0 und pro Arzt werden ca. 310
Einwohner gerechnet.
Teil 4: Der Sprachenkampf
In Belgien existieren 3 Amtssprachen: Französisch, Niederländisch
und Deutsch.
Der größte Streit existiert jedoch zwischen
Wallonen(Französisch) und Flamen(Niederländisch). Früher war
Französisch die Sprache der Herrscher / des Adels und Flämisch die
Sprach der Untertanen. Mit Beginn diesen Jahrhunderts kam es jedoch zu
Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen. 1932 wurde Flämisch
endgültig offiziell anerkannt. Es kam jedoch oft zu Verschiebungen des
Sprachraums, so daß 1963 eine Sprachgrenze festgelegt wurde; diese
verläuft nun etwas südlich der Stadtlinie
Kortrijk-Ronse-Brüssel-Löwen-Tondern, wobei Brüssel zweisprachig
ist. So gehören nun jeweils 4 der 9 Provinzen einer Sprachgruppe an. Nur
ca. 0,9% der Bevölkerung sind Deutschsprachig.
Teil 5: Die Verwaltung
Belgien ist eine konstitutionelle Monarchie, d.h., der König (seit
1993 Albert II) hat Repräsentativbefugnisse und befehligt die
Streitkräfte so wie er auch die Minister ernennt. Diese Verfassung gilt
seit 1831 in Kraft und garantiert Autonomie. Das Parlament wird aus Senat und
Abgeordnetenkammer gebildet. Diese beiden Volksvertretungen stehen
gleichberechtigt nebeneinander.
Teil 6: Die Wirtschaft
B. ist heute ein sehr modernes Industrieland, was man auch an der sehr
guten HDI-Plazierung sehen kann.
Wichtig ist n B. vor allem die hochentwickelte Landwirtschaft, die 46% der
Nutzflächen des Landes belegt. Die Landwirtschaft erzeugt jedoch vor allem
Getreide und Kartoffeln, was für eine Wirtschaftspolitisch vorteilhafte
Industrie jedoch nicht reicht
Da B. bis auf die vorher erwähnte Steinkohle, die praktisch kaum noch
gefördert wird, arm an Bodenschätzen ist, wird heutzutage vor allem in
die Industriezweige Petrochemie, Chemische Industrie, Eisen und Stahlerzeugnisse
investiert. Fischerei und Forstwirtschaft spielen nur eine kleine Rolle. 1945
gab es weiten Teilen Belgiens durch die oben genannten Industrien einen
Wirtschaftsaufschwung. Der wichtigste Seehafen liegt im schon oben
erwähnten Antwerpen.
Ein negativer Punkt ist die Arbeitslosenquote von ca. 15 %
Teil 7: Der Verkehr
Belgien hat eines der dichtesten Verkehrsnetze der Welt mit 3.513 km
Eisenbahnlinien(115m/km2), 1.631 km Autobahn(54m/km2),
12.885 km Staatsstraßen(422m / km2) und 1570km
Binnenwasserwegen(51m/km2).
Die internationalen Flughäfen sind in Brüssel, Antwerpen und
Ostende
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