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Einstein, Einstein (1879-1955)
Vortrag über Albert
Einstein
Folie (Bekanntes Bild
Einsteins)
Ich begrüsse euch zu meinem Vortrag
über Albert Einstein.
Alle kennen den Namen Einstein, doch die
meisten Leute wissen sehr wenig über diesen grossen Mann unseres
Jahrhunderts. Albert Einstein war einer der bedeutendsten Physiker, der
über die grundlegende Umgestaltung der modernen Physik hinaus, durch die
Schaffung der speziellen Relativitätstheorie bahnbrechend gewirkt
hat.
Und nun zu seinem äusserst spannenden
Leben.
Jugend in Ulm und
München
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in
Ulm, Deutschland, als Sohn jüdischer Eltern geboren. Folie
(Geburtshaus)
Dies ist sein Geburtshaus an der
Bahnhofstrasse. Leider wurde es während des 2. Weltkriegs
zerstört.
Und nun zu den Eltern Einsteins. Folie
(Einsteins Eltern). Sein Vater Hermann Einstein wurde später von Albert
selber als sehr freundlich sanft und weise beschrieben. 1877 gründete
Hermann in Ulm ein Geschäft für elektrotechnische Artikel, das aber
schon zwei Jahre später bankrott machte. Trotz der finanziellen
Schwierigkeiten, denen die junge Familie ausgesetzt war, erhielt sich Hermann
Einstein eine lebensfrohe und weltoffene Art. Die Vorfahren Hermann Einsteins
waren Kaufleute und Handwerker.
Die Mutter, Pauline Einstein, war Tochter
eines Stuttgarter Hoflieferanten und Getreidehändlers. Sie war eine Frau,
die sich gerne mit Musik und Literatur befasste und die selbst gerne Klavier
spielte. Sie achtete sehr darauf, dass Albert, obwohl er zunächst kein
Interesse zeigte, Geige spielen lernte.
Nach dem Bankrott Hermanns Firma 1879 zog die
Familie 1880 nach München um. Folie (Münchner Wohnhaus). Der
Vater versuchte dort mit seinem Bruder Jakob das Glück aufs Neue durch die
Gründung einer elektrotechnischen Handelsfirma. Nach fünf Jahren war
das Unternehmen so erfolgreich geworden, dass die beiden Brüder es wagten,
eine Fabrik zur Herstellung technischer Geräte aufzubauen. Hier in
München kam am 18. November 1881 Alberts Schwester Maria zur Welt. Folie
(Einstein mit Maria) Ab 1885 besuchte Albert eine katholische
Elementarschule, die Petersschule. Doch die Eltern waren besorgt: Ihr Sohn
konnte bis zum 9. Lebensjahr nicht fliessend sprechen. Ebenfalls in die ersten
Münchner Jahre fiel ein Ereignis, von dem heute noch gesprochen wird: Als
Albert krank im Bett lag, schenkte ihm sein Vater einen Kompass. Die Tatsache,
dass die Nadel immer nach Norden zeigt faszinierte den Jungen so sehr, dass es
bei ihm einen nachhaltigen Eindruck hinterliess. Frühes Interesse an der
Physik weckte auch der Onkel Jakob durch ein Geometriebuch, das er ihm
schenkte.
1889 wechselte Einstein in das Königliche
Luitpold-Gymnasium Folie (Luitpold-Gymnasium). Was von den Lehrern an
diesem Gymnasium gelehrt wurde, interessierte Einstein jedoch wenig. Er
unterhielt sich viel lieber mit Max Talmey, der häufiger Gast bei Einsteins
war Folie (Max Talmey). Er schenkte Albert oft Bücher zu
Naturwissenschaft, Mathematik und Philosophie. Während dieser Zeit war
Einstein von der Idee besessen eine Weltsprache zu entwickeln.
Zwischenspiel in
Italien
Die Brüder Jakob und Hermann beschlossen,
aufgrund ihres geschäftlichen Erfolges, ihre Firma von München in das
zu dieser Zeit grösseren Absatz versprechende Italien zu verlegen. So zog
die Familie zunächst nach Mailand, dann weiter nach Pavia. Albert, der die
Schule in München abschliessen sollte, war bei Verwandten
zurückgeblieben, litt aber sehr unter der Trennung von seiner Familie. Nach
einem Streit in der Schule reiste Einstein kurz entschlossen seinen Eltern nach.
Zugleich trat er aus der jüdischen Religionsgemeinschaft aus. Folie (Als
Fünfzehnjähriger). Nach diesem tiefen Einschnitt in seinem Leben
verbrachte er ein halbes Jahr in Italien und bereitete sich dort auf die
Aufnahmeprüfung des Polytechnikums im Herbst 1895 in Zürich vor. Ein
Polytechnikum ist eine höhere Fachschule für Technik.
Einsteins Zeit in
Aarau
Folie (Einstein als
Siebzehnjähriger)
Wie geplant, unterzog sich Einstein 1895 der
Aufnahmeprüfung am Polytechnikum in Zürich, der späteren
Eidgenössischen Hochschule ETH. Während seine Leistungen in Mathematik
und Physik gut waren, fiel er wegen mangelnder Kenntnisse in Zoologie, Botanik
und den modernen Fremdsprachen durch. Also können sich diejenigen unter
euch freuen, die in Fremdsprachen nicht gut sind, Einstein, das Genie, war es
auch nicht. Vor allem der Physikprofessor Heinrich F. Weber erkannte das
physikalische Talent Einsteins. Mit Zustimmung des Direktors Albin Herzog
arrangierte man daraufhin, dass der Junge die Kantonsschule in Aarau besuchen
sollte, um nach einem Jahr mit Schulabschluss das Studium anzutreten. Folie
(Kantonsschulgebäude in Aarau) Die entspannte Atmosphäre an den
Schweizer Schulen gefiel Einstein. Heute weis man mit Sicherheit, dass Einstein
vor allem aus diesem Grund die Schweiz später als Heimatland
erwählte.
Während seines Aaraujahres
beschäftigte sich Einstein bereits mit Fragen, die die Probleme der
späteren Relativitätstheorie betrafen. Den Sommer verbrachte er bei
seiner Familie in Italien. Im September schloss er die Schulzeit in Aarau mit
Abitur ab. Im Oktober begann schon das Semester am Polytechnikum in Zürich,
an dem sich Einstein eingeschrieben hatte.
Auch seine Schwester Maja hatte sich
entschlossen, ihre Ausbildung in Aarau zu absolvieren. Sie besuchte dort von
1898 bis 1902 das Lehrerinnenseminar. Danach studierte sie von 1906 bis 1909
Romanistik in Bern, Paris und Berlin. Romanistik ist die Wissenschaft der
romanischen Sprachen. Über ihren Bruder hat sie wohl auch den Sohn des
Schuldirektors, Paul Winteler kennengelernt, den sie 1910 heiratete.
Studium in
Zürich
Am 29. Oktober 1896 übersiedelte Einstein
nach Zürich und begann am Polytechnikum ein Lehrerstudium für die
Fächer Mathematik und Physik. Die Vorlesungen wurden im Physikalischen
Institut abgehalten. Doch Einstein war nicht gerade einer der Musterstudenten.
Sein Mathematiklehrer sagte: " In meiner ganzen Laufbahn als Lehrer hatte ich
noch nie einen solchen Faulpelz, der sich überhaupt nicht um die Mathematik
kümmert." Auch sein Physiklehrer war nicht sehr von Einstein begeistert. Er
gestand zwar ein, dass Einstein intelligent sei, fügte aber hinzu: " Lieber
Herr Einstein sie haben einen Fehler: Sie lassen sich nichts sagen."
Unter seinen Studienkollegen, die sich
ebenfalls im Jahr 1896 neu einschrieben, befand sich auch die Serbin Mileva
Maric, die er 1903 heiratete. Folie (Einstein und Mileva
Maric)
Zur Unzufriedenheit der Lehrer besuchte
Einstein die Vorlesungen nur zeitweise. Er hielt sich viel lieber im
physikalischen Laboratorium auf. Hier war Marcel Grossmann eine grosse Hilfe, da
er die Vorlesungen eifrig mitschrieb und die angefertigten Skripten zur
Verfügung stellte. Später verhalf ihm Grossmann über Beziehungen
seines Vaters zu der Stelle am Berner Patentamt und unterstützte auch die
Rückkehr Einsteins von Prag nach Zürich. Die Tiefe dieser Freundschaft
zeigt sich zugleich darin, dass Einstein seine Doktorarbeit Grossmann widmete
und seine erste Arbeit über die Allgemeine Relativitätstheorie
zusammen mit ihm verfasste. Als Mathematiker hatte Grossmann einen Beitrag
für die Entwicklung dieser Theorie geleistet.
Arbeitssuche
Im Juli 1900 erwarb Einstein das Diplom eines
schweizerischen Fachlehrers für Mathematik und Physik der ETH in
Zürich. Eigentlich ist das sehr erstaunlich, denn manche Quellen berichten,
Einstein mache regelmässig l´école buissonnière. Daher
erhielt er auch keine Assistentenstelle am physikalischen Institut. Auch konnte
er nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung, die er von einer Tante aus
Genua erhielt zählen, denn dieses lief mit der Beendigung des Studiums aus.
Also musste er sich auf Arbeitssuche machen. Er verschickte viele
Bewerbungsschreiben, während er sich finanziell dadurch über Wasser
hielt, dass er Privatstunden erteilte. Das Problem seiner Arbeitslosigkeit war
um so dringender zu lösen, als er einen Antrag zur Erlangung des Schweizer
Bürgerrechts gestellt hatte und für die Bewilligung einen Arbeitsplatz
und den Versicherungsnachweis vorweisen musste. Vom Mai 1901 bis Januar 1902
nahm er daher verschiedene Aushilfsarbeiten an.
Schweizer
Staatsbürger
Folie (Der neue Schweizer Bürger).
Einstein erhielt am 21. Februar 1901 die Schweizer Staatsangehörigkeit,
die er zeit seines Lebens behielt. Wie alle jungen Schweizer wurde Einstein
wehrpflichtig und sollte den Militärdienst antreten. Doch Einstein war
aufgrund der ärztlichen Untersuchung dienstuntauglich. Er hatte, und jetzt
bitte nicht lachen, Plattfüsse.
Neubeginn in
Bern
Mit Hilfe von Vater und Sohn Grossmann, die
sich beide für Einstein bei dem Direktor des Eidgenössischen Amtes
für geistiges Eigentum einsetzten, erhielt er am 16. Juni 1902 die Stelle
eines technischen Experten 3. Klasse mit einem Jahresgehalt von 3500 Franken.
Bei seinen neuen Arbeitskollegen war er bekannt dafür, dass er nichts auf
Äusserlichkeiten gab und in der Kleidung nachlässig war. Oft erschien
er sogar in grünen, mit Blümchen bordierten Pantoffeln. Ein
Mitarbeiter erzählte, dass Einstein eines Tages auf dem Patentamt mit einer
Säge erschien und kurzerhand die vier Füsse seines Bürostuhls
kürzte, weil dieser nicht verstellbar und für ihn zu hoch
war.
Wohnsitz in
Bern
Folie (Einsteins Wohnhaus). Hier in der
Kramgasse in der wunderschönen Stadt Bern lebte Einstein in diesem Haus
(Mitte). Noch heute steht es und wird von vielen Leuten besucht. An der Wand vor
dem Eingang ist eine Gedenktafel angebracht auf der folgendes steht: In diesem
Hause schuf Albert Einstein in den Jahren 1903-1905 seine grundlegende
Abhandlung über die Relativitätstheorie. In seiner Wohnung sieht es
ebenfalls noch wie zu seinen Lebzeiten aus. Folien
(Wohnung).
Einstein und seine Frau
Mileva
Mileva Maric und Albert Einstein vereinbarten
zu heiraten, sobald einer von ihnen eine feste Stellung
hätte.
Noch bevor es zur Eheschliessung kam, wurde im
Jahr 1902 die Tochter "Lieserl" geboren. Ebenfalls in diesem Jahr starb
Einsteins Vater Hermann im Alter von 55 Jahren in Mailand. Im Januar 1903
heiratete das Paar gegen die Einwende ihrer Familien, und besonders Einsteins
Mutter misstraute der Verbindung.
Am 14. Mai 1904 wurde der erste Sohn Hans
Albert geboren, der später ebenfalls in Zürich an der ETH studierte,
ab 1937 in den USA lebte und dort als Professor für Hydraulik an der
Universität in Berkeley tätig war. Folien (Familienbilder).
Die
Relativitätstheorie
Während seiner Berner Zeit entwickelte
Einstein die Relativitätstheorie, worin es darum geht dass Zeit und Raum
nicht absolut sind. Im Weiteren zeigt die Theorie auf, dass räumliche und
zeitliche Abstände zwischen zwei Ereignissen von der relativen
Geschwindigkeit zu dem betrachteten Objekt abhängen. Doch Einstein hatte
neben der Physik noch eine andere Leidenschaft: Geigenspielen. Folie
(Einstein beim Geigenspielen). Eine damalige Bekannte schilderte ihn
folgendermassen: "Er ist ein grosser Musikliebhaber und leidenschaftlicher
Geiger, doch Kritik hört er nicht gern."
Am 15. Januar erwarb Einstein den
philosophischen Doktorgrad an der Universität Zürich.
Zudem war er an der Universität in Bern
tätig. Im Wintersemester 1908/1909 hielt er dort eine Vorlesung über
die "Theorie der Strahlung" vor vier Hörern, im folgenden Sommersemester
vor einem Hörer. So sieht man, dass Einstein nicht gerade sehr beliebt
war.
Einsteins erster
Vortrag
Im September 1909 hielt Einstein zum ersten
Mal einen Vortrag auf der Jahresversammlung der Naturforscher und Ärzte in
Salzburg, Deutschland. Der erst Dressigjährige referierte über "Das
Wesen und die Konstitution der Strahlung" und erklärte seine berühmte
Gleichung E=mc2. Dabei zeigte er auf, dass zu jeder Energie auch eine Masse
gehört.
Kurz nach seiner Rückkehr wurde er
Professor an der Universität Zürich.
Lehrtätigkeit in
Zürich
Mit Frau und Kind zog Einstein 1909 nach
Zürich. Hier wurde Albert und Milevas zweiter Sohn Eduard am 28. Juli 1910
geboren. Im gleichen Jahr heiratete Alberts Schwester.
während des Semesters hielt Einstein
regelmässig Vorlesungen. Er verkehrte mit seinen Studenten
freundschaftlich. Oft lud er sie nach Hause zu einer Tasse Kaffee ein und
führte ein zufriedenes Leben. Doch schon nach knapp eineinhalb Jahren
verliess er Zürich, weil er an die Deutsche Universität in Prag
berufen wurde. Prag ist die Hauptstadt von Tschechien.
Bevor ich euch nun über Einsteins
Tätigkeit in Prag erzähle Hören wir seine Stimme.
Kassette.
Zwischenspiel in
Prag
Zwei Schüler der Deutschen
Universität in Prag setzten sich für Einstein ein, so dass er um 1911
an der Universität begann Vorlesungen zu halten. Damals gehörte
Tschechien noch zu Österreich-Ungarn, so dass der Kaiser zu gestimmen hatte
wer an den Universitäten seine Vorlesungen hielt. Zuerst war der Kaiser
gegen die Berufung Einsteins, da Einstein jüdischer Abstammung war. Doch
dann willigte er unter einer Bedingung ein: Einstein sollte die
österreichisch-ungarische Staatsbürgerschaft annehmen.
Insgesamt lebte Einstein nur sechzehn Monate
in Prag und arbeitete intensiv an der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Während seiner Zeit in Prag setzte sich
Einstein erstmals mit dem Problem der Juden auseinander. Nach einiger Zeit
befasste er sich dann auch mit dem Zionismus. Der Zionismus ist eine Bewegung
innerhalb des Judentums, die sehr religiös ausgerichtet ist. Folie
(Wohnhaus der Einsteins in Prag)
Rückkehr nach
Zürich
1912 kehrte Einstein nach Zürich
zurück, wo er weiter als Professor tätig war. Dort passierte etwas
Ungewöhnliches: Als er seine erste Vorlesung hielt war der Raum so
überfüllt, dass die Zuhörer sogar bis in den Korridor hinaus
anstanden. Das zeigte ganz klar auf, dass Einstein immer mehr an Ansehen gewann.
Folie (Einstein um 1914).
Damals veröffentlichte er zusammen mit
seinem Jugendfreund Marcel Grossmann die grosse Arbeit "Enwurf einer
verallgemeinerten Relativitätstheorie und einer Theorie der Gravitation".
Die Gravitation ist die Anziehungskraft der Erde.
Der Ruf nach
Berlin
1911 wurde Einstein von verschiedenen Kollegen
nach Berlin berufen. Dort hielt er gegen hohe Bezahlung Lesungen an der
Universität. Seine Familie folgte ihm. Aber nicht alles war in bester
Ordnung. Einstein, wer hätte es gedacht, hatte Probleme mit seiner Frau.
Deswegen kehrte sie 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs, mit den Kindern
in die Schweiz zurück.
Der Erste
Weltkrieg
Als der Krieg ausbrach wehrte sich Einstein
gegen die Allgemeine Kriegsbegeisterung und gegen den Nationalismus. Als
überzeugter Kriegsgegner trat er 1914 der Organisation "Bund des neuen
Vaterlandes" bei. Diese Organisation wollte möglichst schnell den Frieden
und die Freiheit der Menschen.
Nach jahrelangen Bemühungen gelang es
Einstein endlich im November 1915 die Formulierung der Allgemeinen
Relativitätstheorie. Dann veröffentlichte er sein erstes Buch
darüber.
An Ostern 1916 besuchte Einstein seine Familie
in Zürich. Nach einem heftigen Streit, brach er die persönliche
Beziehung zu seiner Frau ab. Dann folgte eine schwere Zeit für Einstein.
Durch die schlechten Situationen im Privatleben sowie in der politischen Lage,
erlitt er einen Nerfenzusammenbruch und ein Magengeschwür. Seine Cousine
Elsa, die auch in Berlin lebte, pflegte ihn damals. Diese Situation nützte
Einstein aus und machte sich an seine Cousine heran. Und siehe da, am 2. Juni
1919 heiratete er sie kurz nach der Scheidung von Mileva. Folie (Albert und
seine Frau Elsa). Einstein war sich schon zum Zeitpunkt seiner Scheidung
sicher, dass ihm eines Tages der Nobelpreis verliehen würde. Im
Scheidungsvertrag legte er fest, dass der mit diesem Preis verbundene Geldbetrag
seiner Familie zugute kommen sollte, um diese finanziell zu sichern. Drei Jahre
später wurde Einstein als möglicher Preisträger nominiert. Den
Preis, den er dann erhielt machte ihn weltberühmt.
Auslandbesuche
1920 besuchte Einstein Norwegen, wo er einige
Vorträge über seine Relativitätstheorie hielt. Im März 1922
reiste er nach Frankreich. Dort wurde er aber nicht so freundlich empfangen,
denn Deutschland war immer noch Erzfeind Frankreichs, obwohl der Kreig schon
längst zu Ende war. Auf der Rückreise besuchte er die verwüsteten
Kampfgebiete und war über die Zerstörungen zutiefst
erschüttert.
Nachkriegszeit
Nach dem Krieg wurde Deutschland von einer
nationalistischen Welle überflutet so dass Einstein, der sich seines Lebens
nicht mehr sicher war, nach Holland flüchtete. Dort fand er bei Freunden
Unterkunft.
Anwachsen der
Judenfeindlichkeit
Mit dem Anwachsen dieser Feindlichkeit wurde
Einsteins Theorie als "Judenbetrug" bezeichnet, obschon Jeder wusste das es
nicht stimmte. Einstein selber lachte darüber und amüsierte sich an
einer Demonstration gegen seine Theorie an den Protestierenden. In der Berliner
Zeitung veröffentlichte er einen Text mit dem Titel: Meine Antwort an die
Antieinsteinsche Firma.
Erster
USA-Besuch
In den USA wurde Einstein stürmisch
empfangen und besuchte dort den damaligen Präsidenten Warren G. Harding.
Folie (Einstein mit dem Präsidenten). Seine Aufgabe dort verband er
mit Vorträgen an der Columbia Universiti und dem City College in New York,
ferner in Washington, Chicago und Cleveland.
Weitere Besuche machte Einstein in Japan und
Spanien. Folie (Einstein in Japan). Hier sehen wir Einstein beim
Teetrinken in Japan. Folie (In Madrid). Und hier an der Universität
in Madrid, Spanien, mit dem spanischen König Alfons dem
13.
Der Nobelpreis
Als die Verleihung endlich in November 1922 in
Stockholm bekanntgegeben wurde, befand sich Einstein auf dem Wege zu
Vorträgen in Japan.
Die Preisverleihung am 11. Dezember 1922 in
Stockholm musste also ohne Einstein stattfinden. In einem solchen Falle wurde
der Preis und die Medallie, die euch Ljiljana schon gezeigt hat, von einem
Botschafter seines Landes entgegengenommen. Einstein erhielt den Nobelpreis
für seine Beiträge zur theoretischen Physik.
Einsteins Einsatzt für den
Frieden
Einstein kämpfte sein ganzes Leben lang
gegen Krieg und Armut der Menschen. Um sich noch mehr mit diesem Thema
auseinander zu setzen trat er am 25. Juli 1924 offiziell in das Komitee für
geistige Zusammenarbeit ein. Den Frieden wollte Einstein weiter mit Reisen,
Demonstrationen, Konferenzen und Sammeltätigkeiten verbreiten. Darüber
hinaus sprach er in vielen Rundfunksendungen über sein Leben als
Wissenschafter.Folie (Einstein bei einer
Rundfunksendung).
Einsteins neues Zuhause in den
USA
Als 1933 Adolf Hitler an die Macht kam, befand
sich Albert Einstein gerade in den USA und machte Ferien. Folie (Urlaubstage
in Palm Springs). Da er genau wusste dass die Rückkehr mit seiner Frau
nach Deutschland ihm das Leben kosten würde, entschied er sich in den USA
zu bleiben. Während in Deutschland ein düsteres Kapitel der Geschichte
anbrach, lebte Einstein sorgenlos in der neuen Welt. Damals ahnte er jedoch
nicht, dass er Deutschland nicht wieder sehen würde.
Neubeginn in
Princeton
Da man Einsteins Vorlesungen an der
Universität in Princeton sehr schätzte, bot man ihm eine Stelle als
Physikprofessor an. Nach langem Überlegen sagte Einstein zu und liess sich
mit seiner ganzen Familie, die von Deutschland geflüchtet war, in Princeton
nieder.
Sechs Jahre später brach der 2. Weltkrieg
aus.
Die Atombombe
In Ganz Europa und in den USA versuchten
tausende von Wissenschaftlern eine Atombombe zu entwickeln.Folie
(Atombomben). Die Deutschen erhofften sich damit ihren Feind, die USA,
endlich auszulöschen. Einstein befürchtete, Deutschland könnte es
gelingen eine solche Waffe zu entwickeln. Deshalb beteiligte er sich ebenfalls
am Atombombenprojekt der Amerikaner und schrieb dem damaligen Präsidenten
Fanklin D. Roosevelt zwei Briefe. Darin schrieb er seine Bedenken nieder und
riet dem Präsidenten noch mehr Physiker für das Projekt einzusetzten.
Später bereute er dies jedoch und stetzte sich gegen die Atombombe ein.
Die letzten
Lebensjahre
Als der 2. Weltkrieg durch die
Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki beendet wurde, belastete Einstein
ein grosses Schuldgefühl. Er sagte: "Ich beging einen grossen Fehler in
meinem Leben als ich den Brief an Präsident Roosevelt unterschrieb, in dem
ich die Herstellung von Atombomben empfahl." Er versuchte dann die Leute
über die Gefahren der Atombombe aufzuklähren. Die letzten zehn Jahren
seines Lebens widmete Einstein sich dem Kampf gegen die Weiterentwicklung
atomarer Waffen.
In seinen letzten Lebensjahren hatte Einstein
immer den selben Tagesablauf. Vormittags arbeitete er weiterhin an der
Universität von Princeton, nachmittags erledigte er seine Korrespondenz und
hatte gelegentlich private Besuche.
Am 18. April 1955 starb Albert Einstein, aktiv
bis zum letzten Tag, nach einem kurzen Aufenthalt in einem Krankenhaus in
Princeton. Er wollte keine Trauerfeier, keine Totenreden und kein Grabmal, da
ihm Personenkult verhasst war. So nahmen nur engste Verwandte und Freunde im
Krematorium Abschied. Seinem Wunsch gemäss wurde die Asche des
Weltbürgers in alle Winde verstreut. Somit ist mein Vortrag über einer
der grössten Männer unseres Jahrhunderts beendet.
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