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Australien
Fachbereichsarbeit
aus dem Gegenstand
Geographie- und Wirtschaftskunde
Australien
Verfaßt von: Elisabeth Wenk
4.B Klasse 1998 / 1999
Bundesbildungsanstalt für
Kindergartenpädagogik
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Allgemeiner Überblick:
- Die Natur der Landschaft
- Großlandschaften
- Geologischer Bau und Relief
- Böden
- Klima
- Gewässer
- Pflanzen
- Tiere
- Der Mensch und die
Landschaft:
- Geschichte
- Besiedlung
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Städte
- Wirtschaftliche
Verhältnisse
Vorwort
Das rote Land am anderen Ende der Welt ist
ein Land der Superlative und Extreme.
Neben Regenwäldern, dem Outback mit seinen großen
Savannenebenen und steinübersäten Einöden, den
sonnenverglühten Halbwüsten, den bizarren Klippen an den
Küstenstrichen oder den Bilderbuchstränden im Norden ist Australien
eines der kontrastreichsten Länder.
Aus dem Kontinent, welcher vor 50 000 Jahren nur von wenigen
Ureinwohnern bevölkert war, wurde eine britische Strafkolonie, dann das
Sehnsuchtsziel vieler Emigranten und Aussteiger und schließlich eine
bedeutende Industrienation.
Die Bevölkerung des Landes schillert in allen Facetten;
es gibt kaum ein Volk der Erde, das in den multikulturellen australischen
Städten nicht seinen Platz und seine Stimme hätte und seinen
kulturellen Beitrag leistet.
Down Under, wie die Australier selbstironisch sagen und was
soviel bedeutet wie „irgendwo unter dem Äquator“, stehen die
Jahreszeiten Kopf; es gibt Pflanzen und Tiere, die in keiner anderen Region des
Globus zu finden sind, Bäume, die im Herbst ihre Rinde schälen anstatt
die Blätter abzuwerfen; um 12 Uhr sieht man seinen Schatten nicht auf der
gewohnten Seite, weil nämlich die Mittagssonne im Norden steht; man
fährt auf der linken Straßenseite; sogar das Wasser im Waschbecken
fließt andersrum ab (Rechtsdrall!).
Der fünfte ist für uns der fernste Kontinent und
entsprechend wenig weiß man über ihn. Deshalb können sie auf den
nächsten Seiten einen kleinen Einblick in das Australien erhalten.
Staatsname: Australischer Bund
Fläche: 7 682 300 km²
Einwohner: 18 Millionen
Hauptstadt: Canberra
Amtssprache: Englisch
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie im
Commonwealth
Währung: Australischer Dollar
(A-$)
Zeit: Eastern Standard Time (MEZ + 9 Std.), Central
Standard Time
(MEZ + 8 ½ Std.), Western Standard Time (MEZ +
7Std.)
Kfz-Zeichen: AUS
Geographische Lage: Kontinent auf der
Südhalbkugel, zwischen Indischem und Pazifischem Ozean
2. Allgemeiner Überblick:
- Die Natur der Landschaft
- Großlandschaften
Australien gehört zu den geologisch ältesten
Landmassen der Erde. Der Kontinent ist ein Teil des Urkontinents Gondwana, von
dem sich Australien erst vor rund 50 Millionen Jahren trennte und Richtung
Norden driftete. Vor etwa 15 Millionen Jahren stieß es dann mit der
pazifischen Erdkrustenplatte zusammen.
Ausgedehnte Tieflandgebiete im Zentrum der Landmasse waren
Jahrmillionen überflutet. Flüsse, die sich von den Randgebirgen in die
Täler ergossen, bildeten riesige Seen. Damals war der heute
„trockene“ Kontinent von fruchtbarem, üppigem Dschungel
bedeckt.
Das Landschaftsbild änderte sich vor rund 2 Millionen
Jahren entscheidend. Durch die klimatische Abkühlung und die heftigen Winde
über Australien kam es zu einer extremen Verdunstung und die Binnenmeere
trockneten aus. Nun wurde Australien das, was es heute ist: der trockenste
Kontinent. Während dieser Veränderung entstanden die ausgedehnten
Steinwüsten, abflußlose Salzseen und riesige Dünenfelder. Aber
erst mit dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 10 000 Jahren war der
Veränderungsprozeß abgeschlossen. Aufgrund der Eisschmelze an den
Polen stieg der Meeresspiegel an. Neuguinea und Tasmanien wurden von der
australischen Landmasse getrennt; es entstanden die heutigen Küstenlinien.
Der Aufbau des australischen Kontinents ist mit einer
Schüssel zu vergleichen: Erhebungen am Rand und ein flaches Inneres. Es
lassen sich drei Großlandschaften nach der Oberflächengestalt
unterscheiden:
1.) das Westaustralische Tafelland 2.) die
Mittelaustralische Senke 3.) das Ostaustralische Hochland
- das Westaustralische
Tafelland
nimmt etwa zwei Drittel des Kontinents ein und ist
durchschnittlich etwa 300 bis 500 m hoch. Das Tafelland ist eine öde Ebene
aus metamorphem und erstarrtem Sedimentgestein. Vereinzelt erheben sich aus den
riesigen Erosionsflächen des Plateaus Bergketten, die zum Teil Höhen
von über 1 200 m erreichen, wie z.B.:
- die Ophthalmia- und die
Hamersley-Bergketten (über 1 200m) im Nordwesten
- das Kimberley Plateau
(bis fast 1 000m) im Norden
- die Macdonnell- und
Musgrave-Bergketten (beide bis etwa 1 500m) im „roten Zentrum“ des
Kontinents
Im Kimberley Plateau ist eine Gruppe sehr alter Berge zu der
Bungle- Bungle-Gebirgskette zusammengeschmolzen, deren Berge wie die
Kugelbäuche in der Sonne dösender, alter Männer aus der roten
Ebene emporragen.
Im „roten Zentrum“ des Kontinents befindet sich
auch das geologische Wahrzeichen Australiens: vereinzelt hochragende Inselberge,
von denen der Ayers Rock mit seinen 867 m der bekannteste ist. Das leuchtende
Rot wird durch die Oxidation des im Gestein enthaltenen Eisens hervorgerufen.
Das Tafelland erstreckt sich von der Westküste aus
tausende von Kilometern in das Inland. Im Inneren des Kontinents geht es in die
großen Wüsten über: wie z.B. die Große Sandwüste und
die Große Victoriawüste.
Dies sind Gebiete mit Sanddünen, Steinwüsten und
Salzseen und nur gelegentlich einmal einem Wasserloch oder kleinem Fluß.
Diese Wüsten liegen mit mehr als 250 mm Niederschlag knapp über jener
Marke, unter der die Wüsten im wirklichen Sinne beginnen. Deshalb
müßte man sie als Halbwüsten oder Wüstensteppen bezeichnen.
- die Mittelaustralische
Senke:
wird auch als mittelaustralisches
Tiefland bezeichnet. Es erstreckt sich in wechselnder Breite vom Golf von
Carpentaria im Norden bis zum Spencer- Golf an der Südküste. Das
Tiefland ist eine ausgedehnte, flachhügelige Ebene mit meist unter 150 m
über dem Meeresspiegel und von häufig trockenliegenden Flüssen
durchzogen. Der Eyresee, der 12m unter dem Meeresspiegel liegt, dient als
Sammelbecken für das Wasser der nach kurzen Regenfällen anschwellenden
Flüsse. Die Flüsse der Murray – Darling - Ebene fließen
dagegen ins Meer.
Unter der Oberfläche hat sich im Tiefland eine
gigantische Grundwasserblase angesammelt - das Große Artesische Becken.
Dieses größte unterirdische Wasserreservoir der Welt ist ein riesiges
Entwässerungsbassin, das hauptsächlich von den im östlichen
Randgebirge entspringenden Flüssen gespeist wird.
- das Ostaustralische
Hochland:
Die Berge der 3 200km langen
Ostaustralischen Kordilleren, die sich entlang der Pazifikküste erheben,
erstrecken sich von der Kap – York - Halbinsel im Norden bis zur Insel
Tasmanien im Süden. Zwischen den Kordilleren und der Pazifikküste
liegt nur ein schmaler flacher Landstreifen.
Weite Teile dieser zusammengeschobenen Hochplateaus, Great
Dividing Range genannt, wurden durch Vulkanismus geprägt. Eiszeitliche
Gletscher hinterließen ihre Spuren im zentralen Hochland Tasmaniens und im
Bereich der Australischen Alpen im Südosten des Festlandes, wo man auch die
höchsten Berge findet. So erheben sich in den Snowy Mountains einige
Zweitausender, darunter auch der Mount Kosciusko. Mit 2 230 m Höhe ist er
der höchste Gipfel Australiens. Tief eingeschnittene Flüsse und
Steilabfälle sowohl zum Landesinnern als auch zur Küste prägen
diese Landschaft.
Gegen Osten fällt das Hochland fast überall steil
ab zu einer bis zu 150 km breiten, sehr fruchtbaren Küstenebene. In dieser
klimatisch günstigen Region konzentrieren sich die wichtigsten Städte
und Agrargebiete des Kontinents.
Die Küsten weisen einige auffällige Einbuchtungen
auf. Im Süden formt die weit geschwungene Große Australische Bucht
den Kontinent. Im Norden schiebt sich zwischen Arnhem Land und Kap- York-
Halbinsel der Carpentariagolf 700 km weit ins Land hinein.
Das Outback:
Über 7 Millionen km² trockene Ebenen und öde
Savannen, Steppen und Steinwüsten, verwitterte Gebirgszüge und karges
Weideland, ausgetrocknete Flußbetten und gleißende Salzseen, welche
hinter den schmalen, besiedelten Küstenstreifen im Osten, Südosten und
Südwesten liegen, werden als Outback bezeichnet - als Land hinter der
Zivilisation.
Für diese Region gibt es keine festgelegten Grenzen,
Outback ist überall dort, wo es keine Städte gibt; es gehört zu
den einsamsten Gebieten der Erde, wo das Klima extrem und die Entfernungen
beängstigend sind.
Die Lebensbedingungen in diesem menschenarmen Landesinneren
sind sehr hart. Die Niederschläge sind sehr unregelmäßig, es
gibt Jahre, in denen kein Tropfen Regen fällt, in anderen gehen wieder
sindflutartige Regengüsse nieder, welche die ausgedörrten
Flußbetten in reißende Ströme und die staubigen Ebenen in
Schlammwüsten verwandeln.
Diese unwirtliche Region wird auch durch die
Nährstoffarmut des Bodens geprägt. Außerhalb der wenigen
Siedlungen verteilt sich die Bevölkerung des Outback zumeist auf Schaf- und
Rinderfarmen.
Bild:1 Australien Karte mit den
eingezeichneten Großlandschaften eventuell vom Atlas?
c.) Geologischer Bau und Relief
- Böden
Fläche: 7 682 300 km²
Ausdehnung: West ? Ost 4 500 km
Nord ? Süd 3 900 km
Küstenlänge: 36 700 km
Australien liegt auf der Südhalbkugel der Erde zwischen
dem Pazifischen und dem Indischen Ozean. Es bildet einschließlich der
Insel Tasmanien und einiger kleinerer Inseln den kleinsten Erdteil, ist aber
gleichzeitig das sechstgrößte Land der Erde.
Die Ostküste grenzt an den Pazifischen Ozean, die
nördliche, die westliche und die südliche Küste liegen am
Indischen Ozean. Im Südosten liegt die Tasmansee zwischen Australien und
Neuseeland, im Nordosten bildet die schmale Torresstraße die Grenze zu
Papua - Neuguinea, die Timor- und Arafurasee trennen den Kontinent im Norden von
Indonesien.
Zu den Außengebieten Australiens
zählen:
Im Indischen Ozean: Ashmore- und
Cartierinseln
Weihnachtsinsel
Kokosinseln
Heard- und McDonaldinseln
Im Pazifischen Ozean: Korallensee- Inseln
Nordfolkinsel
Lord - Howe - Insel
Ball´s Pyramid
Macquarie- Inseln
Das Land beansprucht auch einen Teil der
Antarktis.
Die Erdoberfläche oder die Lithosphäre im
pazifischen Raum besteht aus einer Anzahl gewaltiger tektonischer Platten. Diese
Platten sind im allgemeinen stabil, kollidieren jedoch zwei Platten miteinander,
kommt es zu heftigen, geologischen Aktivitäten. Im pazifischen Raum treffen
mehrere Platten zusammen: Sie falten Gebirgsketten auf und lassen tiefe
Meeresgräben entstehen. Für die Völker der pazifischen Randzone
gehören Erdbeben und Vulkanausbrüche fast zum Alltag.
Australien - die aus dem Wasser ragende Landfläche der
Indisch - Australischen Platte - jedoch, besitzt keine aktiven Vulkane und wird
nur selten von Erdstößen erschüttert.
Teile Australiens setzen sich aus einigen der ältesten
Felsformationen der Erde zusammen. Die sich im Westen befindlichen Felsen
bestehen aus Graniten und Grünsteinen. Vor rund 300 bis 200 Millionen
Jahren war die tektonische Aktivität und die Auffaltung der Berge beendet.
Seitdem ist Australien eine stabile Landmasse.
Im Laufe von Jahrmillionen sind Australiens seit langem
erloschene Vulkane und hohe Gebirgsketten durch Erosion und heftige Winde und
Stürme zu kleinen Hügeln abgetragen worden, die dadurch nur noch wenig
von ihrer einstmals erschreckenden Kraft ahnen lassen. Die großen
Flußsysteme, die das Wasser des Berglandes abführten, sind jetzt zu
kleinen Bächen eingetrocknet, die nur zeitweilig Wasser führen.
Die australischen Böden sind uralt. Riesige Gebiete
liegen seit Jahrmillionen brach und haben durch Verwitterung die meisten
mineralischen Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff verloren und sind
daher sehr unwirtlich.
Um die Australier zu ernähren, wurde der karge Erdteil
in Agrarland umgewandelt. Die Regenerationskraft der natürlichen Vegetation
war der exzessiven Nutzung durch die eingeführten Schaf- und Rinderherden
nicht mehr gewachsen. Doch anstatt die Notbremse zu ziehen, wurden die
Viehbestände vergrößert. Dabei ruinierte man die dünne
Schicht der spärlichen Vegetationsdecke nachhaltig. Es kam in vielen
Landesteilen zu einer Versalzung der Böden. Zur landwirtschaftlichen
Nutzung mußten nämlich immer mehr Waldgebiete gerodet werden.
Bäume aber fungieren als Wasserspeicher, die das Regenwasser aufnehmen und
so den Grundwasserspiegel auf einem konstanten Niveau halten. Durch die
Abholzung kam es zu einem Anstieg des Grundwasserspiegel. Dadurch wiederum
traten die im Erdboden befindlichen Salze an die Oberfläche und
kristallisierten dort durch die Verdunstung des Wassers.
Bodenschätze:
Australien ist reich an Bodenschätzen. Es gibt vor
allem große Vorkommen an Stein- und Braunkohle, Eisenerz und Bauxit. Neben
den großen, leicht abbaubaren Kohlelagerstäten in Neusüdwales
und Queensland werden weitere Energierohstoffe ausgebeutet. Dazu zählen:
Uranerz, Erdöl und Erdgas sowie natürlich Flüssiggas.
Gefördert werden außerdem Edelsteine, Blei-,
Zink-, Nickel-, Kupfer-, Zinn-, Mangan-, Gold- und Silbererze sowie Phosphate,
Asbest, Graphit, Gips und Glimmer. Beim Abbau der Rohstoffe versucht man
zunehmend, die Rechte der Urbevölkerung zu berücksichtigen.
Opale:
Über 90% aller Opale werden in Australien gefunden. Das
je nach Laune der Natur in allen Farben des Regenbogens schillernde
Kieselsäuremineral gehört zu den teuersten Kostbarkeiten auf dem
internationalen Edelsteinmarkt.
Opale sind kristalline Substanzen, die sich durch das
Jahrmillionen währende Zusammenpressen von Sedimentgestein auf einstigen
Seegründen bildeten. Deutlich kann man in den Schächten und Stollen
der Minen die Opaladern als dunkle Bänder in dem ansonsten rotbraunen
Gestein erkennen.
e.) Klima
Infolge der riesigen Ausdehnung von Australien findet man in
Nord – Süd - Richtung die unterschiedlichsten klimatischen Varianten.
Der südliche Wendekreis bildet die Grenze zwischen dem tropischen Klima im
Norden und dem überwiegend subtropischen Klima im Süden des Landes.
Der Nordwestmonsun ist die Ursache für die Schwankungen
der Niederschläge im Jahreslauf in den nördlichen Regionen.
Während der Regenzeit wird der Norden immer wieder von verheerenden
tropischen Zyklonen heimgesucht.
Das Klima im Südosten und Südwesten ähnelt
dem im Mittelmeerraum. Westwinde bringen diesen Regionen kalten Regen im
australischen Winter von Juni bis August.
Australien ist, abgesehen von der Antarktis, mit gerade 400
mm der niederschlagsärmste Kontinent. Grundsätzlich gilt, daß
die Niederschläge mit der Entfernung von der Küste abnehmen. Daher
unterscheidet man die halbtrockenen Küstenregionen und die volltrockenen
Gebiete im Landesinneren.
Der Kernraum Australiens, etwa ¾ des Kontinents, ist
klimatisch durch sehr heiße Sommer bestimmt. Temperaturen von 40°
Celsius sind die Regel. Hier treten auch starke tageszeitliche Schwankungen bis
zu 20° C auf. In Winternächten kann es in den Wüstengebieten
sogar zu Frost kommen. Niederschläge sind Mangelware, da sich die mit
Feuchtigkeit beladenen Wolken, welche vom Pazifischen und Indischen Ozean
herübertreiben, bereits an den Gebirgsketten und Hochplateaus der
Küstenregionen abregnen.
Dürre, Sintflut und Buschfeuer sind drei australische
Plagen. In den Jahren 1980 bis 1983 gab es die „Große
Trockenheit“, welche katastrophale Folgen hatte. Die verheerende
Dürreperiode hatte zahlreiche Schaf- und Rinderzüchter in den
wirtschaftlichen Ruin getrieben. Da die Futtervorräte schnell verbraucht
waren, mußte ein Großteil der Farmer ihr Vieh billigst verkaufen,
mit hohem Kostenaufwand verbundenen Transport in bessere Weidegebiete
veranlassen, oder ihre Tiere erschießen, bevor sie
verhungerten.
Als dann der lang ersehnte Regen kam, konnte der Boden,
welcher von der Trockenheit so hart geworden war, die sintflutartigen
Regenfälle nicht mehr aufnehmen, und es kam zu Überschwemmungen.
Bereits nach wenigen Tagen standen manche Straßenabschnitte meterhoch
unter Wasser. Entlegene Farmen im Outback mußten per Hubschrauber versorgt
werden.
Eine noch größere Gefahr geht aber von
Buschfeuern aus, die in besonders trockenen Gebieten enormen Schaden
verursachen. Buschbrände können sich selbst entzünden;
Blitzschläge oder Unachtsamkeit im Umgang mit offenem Feuer, sowie
vorsätzliche Brandstiftung können auch die Ursachen sein.
In besonders gefährdeten Gebieten zeigen Warntafeln den
Grad der Feuergefahr an. An Tagen mit totalem Feuerbann ist landesweit jedes
offene Feuer im Freien strikt verboten.
f.)Gewässer
Die längsten Flüsse Australiens sind: Darling
2740 km
Murray 2570 km
Australiens Flüsse sind aber keine gewaltigen
Ströme, alle zusammen führen nur halb soviel Wasser wie der Ganges in
Indien. Im Gegensatz zu den großen Strömen der Welt führt der
Murray River nur einige Monate im Jahr, manchmal auch nur Wochen, genügend
Wasser um größere Schiffe zu tragen. Früher verkehrten
Schaufelraddampfer, Passagier- und Frachtschiffe auf dem Murray und einigen
seiner Nebenflüsse. Die Versorgung etlicher landwirtschaftlich genutzten
Gebiete, sowie der Goldfelder im Südosten des Landes, erfolgte fast
gänzlich vom Wasserweg aus.
Doch nachdem die ersten Eisenbahnlinien gebaut wurden,
endete die Zeit der Wassertransporte und heute fahren nur mehr wenige
Schaufelraddampfer für die Touristen.
Der größte See ist der Eyresee
9500km².
Die Wasserversorgung ist eines der wichtigsten Probleme
Australiens. Die Hauptstädte der einzelnen Bundesstaaten wurden alle an
Flußmündungen angelegt. Bei den auf den Landkarten großen, blau
eingezeichneten Flächen handelt es sich um fast ständig ausgetrocknete
Salzseen.
Ein Großteil der riesigen Trockengebiete könnten
nicht landwirtschaftlich bewirtschaftet werden, gäbe es nicht als
Lebensquell des Landes die immensen unterirdischen Vorräte an artesischem
Wasser. Dies ist Grundwasser, welches unter Druck steht und durch
wasserundurchlässige Schichten am Versickern und am Austreten an die
Oberfläche gehindert wird. Dieses Wasser ist allerdings nur zum
Tränken von Vieh geeignet, da es einen hohen Salz- und Mineralgehalt hat.
Zum Bewässern von Ackerland wäre es
äußerst ungeeignet. Das artesische Wasser ist auch für Menschen
ungenießbar, daher wird auf den Farmen des Outback jeder der spärlich
fallenden Regentropfen auf den Wellblechdächern aufgefangen und in
großen Tanks gespeichert.
- Pflanzen
- Tiere
Vor fast 50 Millionen Jahren spaltete sich das
prähistorische Australien vom Urkontinent Gondwana ab und driftete ohne
jeglichen Kontakt zu anderen Landschollen in nördliche Richtung. Da der
Kontinent nun unbeeinflußt von Vorgängen auf anderen Kontinenten war,
konnte sich eine sehr ausgeprägte, eigenwillige und vielfältige Tier-
und Pflanzenwelt entwickeln. Viele dieser Arten sind auf keinen anderen Teilen
des Globus zu finden.
Pflanzenwelt:
Es gibt rund 20 000 Pflanzenarten auf dem Kontinent
Australien. Über vier Fünftel davon werden als „endemisch“
bezeichnet, das heißt, sie sind nur in Australien und auf den eng damit
zusammenhängenden Inseln heimisch.
Vor Millionen von Jahren war die Vegetation ganz anders.
Üppige Regenwälder bedeckten weite Regionen des Landes. Als der
Erdteil aber austrocknete wandelte sich die Flora entscheidend. Viele
Pflanzenarten starben aus, sie konnten sich nicht schnell genug dem
veränderten Klima anpassen. Heute gibt es hauptsächlich Pflanzen, die
an das heiße Klima gewohnt sind und die Fähigkeit besitzen, lange
Trockenperioden zu überstehen.
Eukalypten: Sie gehören zu den
großen „(Über)- Lebenskünstlern“, welche
rund 600 Arten hervorgebracht haben.
Der Eukalyptusbaum, von den Australiern „Gum
Tree“ genannt (Gummibaum), fällt durch seine lichte Laubkrone
und seine helle Borke auf. Im Herbst verlieren alle unterschiedlichen
Eukalyptusbäume nicht ihre Blätter, sondern sie schälen ihre
Borke. Dann kommen fast weiße Stämme mit braunen Flecken zum
Vorschein.
Akazien: von diesen Bäumen gibt
es annähernd 700 nur in Australien heimische Arten. Wie die
Eukalyptusbäume kommen sie in allen Klimazonen vor, ihre
Erscheinungsformen variieren aber stark in
den verschiedenen Klima- und Landschaftszonen.
Der „Wattle Tree“,die australische Akazie, hat
sich gegen hohe Temperaturen und auch gegen Buschbrände als
außerordentlich widerstandsfähig erwiesen. Mit ihren in allen
Schattierungen gelben Blüten und dem Grün der Blätter, setzen
sie Farbkleckse in die Landschaft. Die Variationsbreite ihrer Erscheinungsformen
ist nahezu unbegrenzt; sie reicht von nur zentimeterhohen Arten bis zu
Bäumen von 15 bis 25 m Höhe.
Grasbaum: der „Grass
Tree“ oder auch „Black Boy“ genannte Baum, sieht wie vom
Feuer verbrannt aus. Schwarze und meist niedrige Stämme, auf deren Spitze
ein grasartiges Büschel sitzt, vermitteln diesen Eindruck. Selbst kleine
Exemplare, der bis zu 6 m hohen Bäume, können schon extrem alt sein,
da sie jährlich ein Wachstum von knapp 3 mm haben.
Baobab-Bäume: sind
Affenbrotbäume. Ihr Aussehen ähnelt dickbauchigen Flaschen, sie
besitzen einen großvolumigen, porösen Stamm, welcher einen
großen Wasservorrat für die Trockenperiode speichern kann.
Steppengras: ist sehr
widerstandsfähig und von der Gattung Triodia, besser bekannt als Spinefex.
Fast ein Viertel der Gesamtfläche Australiens wird von diesen harten
Gräsern eingenommen.
Wichety-Busch: dieses Gehölz
gedeiht in den Tiefen des Outbacks, wo nur noch wenige große Pflanzen
überleben können. In dessen Wurzeln leben die „Wichety
Grubs“, Maden.
Das monotone Bild der Wüste Australiens ändert
sich nach einem ergiebigen Regenguß schlagartig. Millionen von Blumen,
deren Samen Monate oder jahrelang im Erdreich lagen, beginnen dann zu
blühen und verwandeln die sonst verdorrten Landstriche in riesige bunte
Blumenteppiche.
5 % Australiens sind bewaldet, 60 % dagegen praktisch
völlig baumlos. Tropische, subtropische und gemäßigte
Regenwälder findet man im Norden und Osten des Landes, allerdings ist heute
nicht einmal mehr 1% des Kontinents von Regenwald bedeckt. Hartlaubwälder
findet man vorwiegend in den küstennahen Gebieten im Südosten und
Südwesten, hier dehnen sich lichte Eukalyptuswälder aus und man findet
auch den Grasbaum. In Gebieten des tropischen Nordens mit mehr als zwei Monaten
Trockenzeit wachsen sogenannte halbimmergrüne Wälder mit einem
dichten, vor allem während der Regenperiode kaum passierbaren Unterwuchs.
In den Feuchtsavannen von Nord- und Nordwest- Australien
findet man die Baobab- Bäume. Zum Zentrum hin gehen die Savannen
fließend in den Trockenbusch über.
Die Bäume und Sträucher der Trockenzone haben ihr
Blattwerk der Hitze angepaßt. Damit weniger Feuchtigkeit durch die
Spaltöffnungen an der Oberfläche verdunsten kann, rollen manche
Pflanzen bei Trockenheit ihre Blätter ein; die Blätter sind durch eine
wachsartige Schicht oder durch einen Besatz von weißen Haaren
geschützt, wodurch die Sonnenstrahlen stärker reflektiert werden. Um
ihren Wasserhaushalt zu stabilisieren, werfen verschiedene Akazienarten in
Trockenperioden vermehrt Blätter ab.
Im Zentrum Australiens gehen die Trockensavannen
fließend in eine wüstenähnliche Landschaft über, die jedoch
im Gegensatz zu „echten“ Wüsten fast durchwegs von dauerhaften,
harten Gräsern bewachsen ist.
.
Bild: 2 Natürliche Vegetation Bildatlas Seite 26
Tierwelt:
Beuteltiere: Fossile Funde
beweisen, daß Beuteltiere einst weit verbreitet waren. Doch in den meisten
Teilen der Welt wurden sie von höheren Säugern verdrängt. Im
Laufe ihrer Evolution konnten die australischen Beuteltiere eine einzigartige
Variation von Formen entwickeln. Ein Beuteltier wird je nach Art, 8 bis 42 Tage
nach der Befruchtung geboren. Sobald die Nahrung in den winzigen, dotterarmen
Eiern aufgebraucht ist, verläßt der Keimling den Mutterleib. Die
vorderen Gliedmaßen der neugeborenen Winzlinge sind bereits so stark
ausgebildet, daß sie den Weg durchs mütterliche Fell zur Milchquelle
im Beutel finden. Dort saugen sie sich an den Zitzen fest und bleiben in der
folgenden Wachstumsphase untrennbar mit der Mutter verbunden, bevor sie nach
zwei bis sieben Monaten ihre „springende Wiege“ erstmals
verlassen.
Australische Beuteltierarten haben auch das Fliegen
– oder vielmehr das Gleiten – gelernt. Die sogenannten
Beutelgleiter oder Flugbeutler besitzen entlang der Körperflanken
zwischen Armen und Beinen Spannhäute, mit deren Hilfe sie im Gleitflug
von Baum zu Baum fliegen können.
Wenn man an Australien denkt, kommt einem fast automatisch
eine Tierart in den Sinn:
Känguruhs: sind die am weitesten
verbreiteten Beuteltiere. Rund 50 Arten von Springbeutlern hüpfen durchs
Land. Mit dem Emu wurde das Känguruh zum Wappentier Australiens.
Bemerkenswert ist die effektive Vermehrungmethode der meisten Känguruh -
Arten. Känguruhs sind ausnahmslos Pflanzenfresser, knapp 40 bis 50
Millionen aller Art grasen auf dem Fünften Kontinent. Diese
Bevölkerungsexplosion bei den Känguruhs geht auf die Schaf- und
Rinderzüchter zurück. Vor Ankunft der weißen Siedler
kontrollierten natürliche Faktoren auf sehr wirksame Weise die
Bestände. Bei lang anhaltender Dürre wurden die männlichen
Tiere zeitweise unfruchtbar. Die Farmer zerstörten dieses Gleichgewicht,
als sie zur Wasserversorgung ihrer Herden überall Brunnen bohrten und
Tränken anlegten, aus denen sich auch die Känguruhs bedienen
konnten.
Deshalb gibt es nun 2000 professionelle Känguruh
– Jäger mit staatlicher Lizenz. Tierschützer fordern ein Verbot
der Jagd, stoßen dabei aber auf erbitterten Widerstand der Farmer. Diese
klagen, die Beutler würden ihren Rindern und Schafen das ohnehin
spärliche Gras wegfressen. Überdies machen sie die
sprungkräftigen Tiere für einen Großteil der Zaunschäden
verantwortlich.
Koala: er ist ein Vertreter der
pflanzenfressenden Kletterbeutler. Als charakteristisches Merkmal besitzt
dieses Beuteltier einen langen Greifschwanz, den er als „fünfte
Hand“ einsetzt.
Possums: werden auch Opossums genannt.
Wegen ihres samtweichen Felles wurden sie früher in manchen Regionen
fast ausgerottet. Heute jedoch besteht keine Gefahr mehr, und sie
bevölkern sogar Bäume in städtischen Gärten und Parks.
Wombats: sind in Erdhöhlen
lebende Nachttiere, welche Pflanzenfresser sind. Sie besitzen kaum
natürliche Feinde, wiegen bis zu 30 kg, werden daher auch Plumpbeutler
genannt, und gelten als friedliche Gesellen.
Beutelmull: ein rund 10 cm kleines
Pelztier, das im Sand nach Insekten und deren Larven gräbt, sowie der
Ameisenbeutler, auf dessen Speisezettel täglich rund 20 000 Ameisen oder
Termiten stehen.
Kloakentiere: gelten als
Relikte aus der Urzeit, die als Überlebende eines Entwicklungsstadiums
von den Reptilien zu den Säugern angesehen werden. Das Schnabeltier und
der Schnabeligel zählen dazu.
Vogelarten: Auf dem Kontinent
sind rund 720 Arten registriert, 530 konnten als endemisch ausgemacht werden.
Zudem dient der Kontinent für viele brütende Küstenvögel als
Überwinterungsgebiet.
Emu: Er zählt mit seinen 2m zu
dem zweitgrößten Vogel der Welt. Er wirkt sehr behäbig,
tatsächlich ist er aber ein sehr schnellfüßiger Laufvogel. Er
besitzt nur verkümmerte Flügel und kann daher nicht fliegen,
entwickelt aber Laufgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h.
Kookaburra: er ist ein Unikum der
australischen Vogelwelt. Der etwa 45 cm große Eisvogel mit heiseren, wie
menschliches Lachen klingenden Rufen, gilt als besonderer Freund des Menschen,
da er als Fleischfresser nicht nur Mäuse, Insekten und anderes
Ungeziefer vertilgt, sondern gelegentlich auch Schlangen fängt.
Loris: dominieren unter den 55
Papageien - Arten.
Reptilien: Australien besitzt
eine außergewöhnliche Reptilienwelt. Dazu
gehören:
Echsen: überschwemmen
förmlich das Land. Sie kommen mit rund 500 Arten in allen Klima- und
Vegetationszonen vor.
Geckos: gelten als beliebte
„Haustiere“, da sie sich ausschließlich von Insekten
ernähren. Sie sind nachtaktiv und bis zu 25 cm groß.
Schlangen: rund 140 Arten – 75%
davon Giftschlangen- begründen Australiens Ruf als „giftigster
Kontinent der Welt“. Vor allem in der Familie der Giftnattern finden sich
einige der giftigsten Schlangen unseres Planeten. Weitgehend ungefährlich
sind die Riesen- oder Würgeschlangen, deren Verbreitung sich auf den
tropischen Norden beschränkt.
Schildkröten: gelten als
besonders urtümliche Vertreter der australischen Reptilienwelt.
Aquafauna: rund 2200
Fischarten, darunter fast 100 Hai- und mehr als 50 Rochenarten, kommt die
Vielfalt der australischen Unterwasserwelt zum Ausdruck.
Lungenfisch: Dieser
Süßwasserfisch gilt als „lebendes Fossil“. Er lebt nur
noch in zwei Flußsystemen im Norden von Queensland. Außer ihren
Kiemen besitzen die Lungenfische eine primitive Lunge, mit der sie auch
atmosphärische Luft atmen können.
Die europäische Besiedlung hatte einen verheerenden
Einfluß auf diese einzigartige Fauna. Zwar haben auch die Aborigines in
den Tausenden von Jahren, in denen sie das Land nutzten, durch das Abbrennen von
Grasland und die Jagd einige Umweltveränderungen bewirkt. Dies hatte jedoch
weniger Schäden hinterlassen, als die in den letzten 200 Jahren in
großem Umfang verbreitete Landwirtschaft. Eingeführte fremde
Tierarten vermehrten sich aus Mangel an natürlichen Feinden
explosionsartig, zerstörten die einheimische Vegetation und machten den
angestammten Arten den Lebensraum streitig.
Zum Schutz der einzigartigen Tierwelt wurden 487 Reservate
eingerichtet. Zu den bekanntesten Naturschutzgebieten gehören der
Nationalpark Uluru und das Corrumbin Bird Sanctuary, sowie die Reservate des
Großen Barriereriffs.
3. Der Mensch und die Landschaft
- Geschichte
Ab ca. 50 000 v. Chr. Einwanderung der ersten Ureinwohner
aus Südostasien
Um 10 000 v. Chr. Abtrennung von Tasmanien und Neuguinea
von der australischen Landmasse durch das Ansteigen des Meeresspiegels
nach der letzen Eiszeit.
1606 Der Holländer William Jansz landet an der
Westküste von Cape York (Queensland) und betritt als erster
Europäer Australien.
- Der Holländer Abel Tasman entdeckt
Tasmanien.
- Der Brite James Cook ankert auf dem Rückweg aus dem
Südpazifik in der Botany Bay, wo später Sydney entsteht. Im August
nimmt er den östlichen Teil Australiens für die englische Krone in
Besitz.
- Erste dauerhafte Ansiedlung von Europäern durch
Ansiedlung von Sträflingen aus England.
- Die ersten freien Siedler kommen in Australien
an.
- Die ersten Merinoschafe werden nach Australien
eingeführt, damit wird der Grundstein für einen bis heute profitablen
Wirtschaftszweig gelegt - die Wollproduktion.
- Der Kontinent erhält offiziell den Namen
Australien.
- Gründung von Melbourne.
1851 Erster Goldfund in Victoria und New South Wales-
Beginn des Goldrausches.
1.1.1901 In Sydney wird das Commonwealth of
Australia verkündet, der Zusammenschluß der sechs
australischen Kolonien zu einer unabhängigen Nation; Melbourne
wird zur vorläufigen Hauptstadt bestimmt.
1902 Australien führt als zweites Land der Welt das
Frauenwahlrecht ein.
1908 Wegen der Rivalität zwischen Melbourne und
Sydney wird das noch zu bauende Canberra zur Hauptstadt von Australien
bestimmt.
1915 Bei dem Sturm auf türkische Stellungen müssen
die australischen Truppen schwere Verluste hinnehmen. Dieser Tag (25.04.1915)
ist seitdem Nationalfeiertag (ANZAC-Day)
- Canberra wird Regierungssitz.
- Gründung des Royal Flying Doctor
Service.
3.9.1939 Nach der Kriegserklärung
Großbritanniens an Deutschland tritt Australien ebenfalls in den 2.
Weltkrieg ein.
- UNO - Beitritt.
1951 Das Verteidigungsbündnis ANUS zwischen
Australien, Neuseeland und der USA wird geschlossen.
1956 In Melbourne werden die Olympischen Sommerspiele
ausgetragen.
1960 Aborigines werden australische Bürger mit Recht
auf Sozialleistungen. 2 Jahre später erhalten sie das
Wahlrecht.
- Feierliche Eröffnung des Sydney Opera
House
- Rückgabe des Ayers Rock an die
Aborigines.
- Sydney erhält den Zuschlag für die Olympischen
Spiele im Jahr 2 000.
1994 Im Januar wüten in Sydney die verheerendsten
Feuersbrünste in der Geschichte des weißen
Australien.
b.) Besiedlung
- Bevölkerung
Einwohnerzahl: 18 Millionen
Bevölkerungsdichte: 2,3 Einwohner /km²
Australien zählt mit einer Bevölkerungsdichte von
2,3 Einwohnern pro km² zu den am dünnsten besiedelten Ländern der
Erde, wobei sich die Menschen sehr ungleichmäßig verteilen. 85,5% der
Australier leben in Orten mit mehr als 2 000 Einwohnern, 70% allein in den
zehn größten Städten. Die meisten Australier bewohnen die
Süd- und Ostküste. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt in
den Millionenstädten Sydney, Melbourne, Perth und
Brisbane.
Australien ist ein Einwanderungsland; rund 75% der
Australier sind britischer Abstammung, etwa 20% stammen ursprünglich aus
anderen europäischen Ländern, sowie 3,5% aus asiatischen und
afrikanischen Staaten.
Die weiße Bevölkerung stellt den höchsten
Prozentsatz dar. Der Anteil der australischen Ureinwohner beträgt knapp
1,5%, sie sind damit, neben der asiatischen Bevölkerung, die am
deutlichsten benachteiligte Minderheit. Da die 230 000 Aborigines eine
benachteiligte Minderheit der Gesamtbevölkerung darstellen, wird seit 1970
der Diskriminierungen, zumindest gesetzlich, Einhalt geboten, das kulturelle
Erbe geschützt und Landrechte anerkannt.
Immigrationspolitik:
Trotz der in früheren Jahren großzügig
bemessenen Einwanderungsquoten verwehrte Australien lange Zeit Angehörigen
außereuropäischer Rassen den permanenten Aufenthalt im Lande. Die
farbigen Einwanderer sollten ferngehalten werden, da sich die Gewerkschaften um
die Senkung des hohen Lohnniveaus fürchteten. Doch erst seit 1959 wurde
diese Auswahl abgeschafft.
Früher konnte man in Australien viel leichter zu einer
Einwanderungsbewilligung kommen als heute. Jeder Einwanderungswillige muß
sich heute nämlich einem strengen Bewertungssystem unterziehen, wobei
Alter, Ausbildung, Sprachkenntnisse und Familienstand, sowie Beruf und
Vermögensverhältnisse eine Rolle spielen.
Bis zum Anfang der 80er Jahre versuchten die jeweiligen
Regierungen ihre neuen Bürger so rasch wie möglich nahtlos in die
australische Gesellschaft einzugliedern. Doch während etwa die zahlreichen
holländischen und deutschen Immigranten nahezu spurlos im Alltag
untertauchten, bildeten sich in manchen Großstädten ausgedehnte
griechische und italienische Viertel mit eigenen Restaurants und
Geschäften. Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen leben also eher
nebeneinander als miteinander. Deshalb wurde seit Mitte der 80er Jahre ein
Konzept entwickelt, das den Immigranten ermöglicht, Sprache und Kultur
ihres Heimatlandes zu pflegen und so ihre ethnische Identität bewahren zu
können.
Sozialsystem:
Die Anzahl der älteren Menschen ist aufgrund der
niedrigen Geburtenraten und der hohen Lebenserwartung stark gestiegen.
Das Sozialhilfe- und Versicherungssystem, das umfangreichen
Schutz bietet, wird aus dem Steueraufkommen des Bundes finanziert. Es
umfaßt unter anderen Invaliditäts- und Krankenversicherung sowie die
Pension, und jeder Australier hat die Möglichkeit,
Arbeitslosenunterstützung oder Familienbeihilfe zu beziehen. Das
Gesundheitswesen ist gut entwickelt. Die dünnbesiedelten Regionen werden
durch fliegende Ambulanzen versorgt - dem Royal Flying Doctor
Service.
Sprache:
Die Landessprache ist Englisch, das einige australische
Spracheigentümlichkeiten aufweist; jeder fünfte Australier spricht
Englisch - wenn er dessen überhaupt mächtig ist - mit einem
fremdländischen Akzent.
Religion:
Die Religionszugehörigkeit ist durch das Herkunftsland
der Einwanderungsgruppen bestimmt. Vor dem 2. Weltkrieg gehörten noch fast
40% der Bevölkerung der anglikanischen Kirche an. Nach Kriegsende aber
stieg die Bedeutung der römisch-katholischen Kirche stark an, da ein
Großteil der neuen Immigranten aus traditionell katholischen Ländern
kam (Irland, Italien, Polen...).
Drei Viertel der Bevölkerung gehören christlichen
Religionen an, darunter sind:
Anglikaner 24%
Katholiken 26%
Protestanten 14%
Orthodoxe
Außerdem gibt es
Buddhisten,
Juden und
Moslems.
Die Ureinwohner üben teilweise noch Naturreligionen
aus.
Schulpflicht:
Allgemeine Schulpflicht besteht vom 6.bis 15. Lebensjahr, in
Tasmanien bis zum 16. Lebensjahr. Das Schulsystem entspricht weitgehend dem
britischen.
Nach vier bis fünf Jahren Grundschule folgen vier
Jahre Mittelschule, die mit einer Zwischenprüfung endet. Danach berechtigen
weitere sechs Jahre Sekundarschule den Eintritt in eine Universität. Die
Aufsicht über das Bildungswesen liegt bei den Bundesstaaten; die Regierung
hat jedoch ein Mitspracherecht und gewährt erhebliche finanzielle
Zuschüsse. Australien hat 19 Universitäten, deren älteste 1890 in
Sydney gegründet wurde.
Der Unterricht an den staatlichen wie auch an vielen
privaten Schulen ist kostenlos. Kinder in abgelegenen Gebieten werden durch die
„School of the Air“ per Sprechfunk unterrichtet.
Analphabetismus besteht praktisch nur noch bei den
Aborigines, für die spezielle Ausbildungsprogramme geschaffen wurden.
Aborigines:
(von lat.: ab origine - von Anfang an
da)
Lange bevor sich im heuten Europa antike Hochkulturen
entwickelten, erlebte der australische Kontinent bereits die Blütezeit
einer Kultur mit ausgeprägten Sitten und Lebensformen sowie differenzierten
Glaubensvorstellungen.
Zur Zeit der Besiedlung des Kontinents durch die
Europäer gab es etwa 300 000 Aborigines, die rund 500 Stämmen
angehörten. Die meisten wurden ausgerottet oder durch eingeschleppte
Krankheiten hingerafft. Heute machen sie nur noch etwa 1% der
Gesamtbevölkerung aus, einschließlich eines großen Anteils von
Mischlingen. Sie leben überwiegend am Rande größerer
Ansiedlungen oder in den Ghettos der Großstädte. Einige hunderte
leben nur noch nach Art ihrer Vorväter, vorwiegend in entlegenen Gebieten
Zentral- und Nordaustraliens, als Nomaden.
Ihre Vorfahren waren Jäger und Sammler und zogen in
Horden durch das Land. Sie stellten Waffen, Geräte und Werkzeuge aus Stein,
Holz und anderen Materialien (Felle, Knochen, Fasern) her. Da Aborigines immer
wieder lange Strecken zurückzulegen hatten, mußten die einzelnen
Geräte leicht transportabel und auf verschiedene Weise nutzbar sein. Sie
entwickelten auch den Bumerang.
Für die Kultur der Aborigines ist dieses typische
Wurfholz ein uraltes Instrument. Da die persönliche Habe der
nomadisierenden Ureinwohner auf ein Minimum beschränkt sein mußte,
hatten Bumerangs - neben der Einsatzmöglichkeit für die Jagd oder als
Spielgerät - noch andere Funktionen. So konnten sie als Sichel zum
Grasmähen, als Grabstock zur Nahrungssuche, oder bei zeremoniellen
Veranstaltungen als Rhythmusinstrument eingesetzt werden.
Die komplizierten Ordnungen ihres sozialen Lebens wurzelten
in mythischen Traditionen: Den Vorstellungen der Aborigines zufolge, hatten in
der sogenannten Traumzeit Schöpfungswesen die Erde mit lebenspendender
Kraft erfüllt. Der deshalb als heilig geltende Boden durfte nicht
verändert, bepflanzt oder gar weggegeben werden; ein Stamm, der seinen
Grund und Boden verlor, war zum Aussterben verurteilt. Doch die Vorstellung von
Landeigentum ist für sie absurder als für uns der Besitz eines
Sternes. Nicht der materielle Besitz ist entscheidend, sondern die geistig -
religiöse Verbindung zum Territorium.
Eine besondere Rolle spielte bei den Ureinwohnern der
Totemismus: Jeder Lebende fühlte sich einem bestimmten Tier, einer Pflanze
oder einer kosmischen Erscheinung verbunden - seinem Totem - , das oft als
mythischer Ahnen- oder Schutzgeist aufgefaßt und daher ehrfurchtsvoll
behandelt wurde.
Die Verbundenheit mit einem Totem begründete
Verwandschaftssysteme und Bindungen zwischen anderen Klanen mit gleichem Totem.
Ein Pflanzen- oder Tiertotem durfte nicht getötet und nicht gegessen
werden. Angehörige des gleichen Totems durften einander nicht
heiraten.
Entsprechend ihrem Naturverständnis war auch der
Kunstbegriff der Ureinwohner allumfassend. Alles gehörte zusammen:
mythische Gesänge, Tänze, farbenprächtige Malereien auf
Baumrinden, Schnitzereien an Bumerangs, Tätowierungen und Bemalungen der
Tanzenden oder das kunstvolle Blasen der Didgeridos (dumpfes Blasrohr). Zu den
Besonderheiten dieser Kunst gehört auch der sogenannte Röngtenstil,
bei dem nicht nur das Äußere von Lebewesen oder Geistern, sondern
auch deren Knochen und inneren Organe dargestellt wurden.
Die bedeutendsten Zeugnisse dieser Kultur sind
Felsmalereien, deren Alter teilweise auf 20 000 Jahre geschätzt wird und
die vor allem im Nordterritorium und in Queensland gefunden wurden.
Heute leben diese alten Traditionen in der
Baumrindenmalerei, der Verarbeitung alter Motive in Gemälden, aber auch im
Tanz wieder auf.
Seit etwa 1870 wurden tausende Aborigines zwangsweise in
Reservate oder in Missionsstationen angesiedelt. Die Umsiedelung in diese
„Schutzgebiete“ kam einer totalen Entmündigung gleich. Ab etwa
1900 wurden Kinder der Aborigines zu weißen Pflegeeltern gebracht, damit
sie lernen, „weiß“ zu denken und zu handeln. Bis in die 60er
Jahre dieses Jahrhunderts wurden den Ureinwohnern ihre Bürgerrechte
vorenthalten. Erst 1960 wurden sie als Staatsbürger anerkannt, erst 1962
erhielten sie das Wahlrecht, erst ab 1967 wurden sie bei Volkszählungen
berücksichtigt.
Während auf dem Lande die Aborigines noch ansatzweise
die Möglichkeit haben, ein ihren Traditionen nahestehendes Leben zu
führen, vegetieren sie in den Städten häufig als
Fürsorgeempfänger in den Elendsvierteln vor sich hin.
Die Integration in der „weißen“
Gesellschaft ist nicht sehr sinnvoll. Ein Neubeginn in der Wüste oder im
Busch scheint möglich, seitdem immer mehr Aborigines zu ihrem
traditionellen Leben in die einstigen Stammesgebiete zurückkehren und in
entlegenen Regionen zunehmend kleine Siedlungen errichten.
d.) Staat und Politik
Australiens Bundesstaaten:
- West-
Australien
- Nordterritorium
- Süd-
Australien
- Queensland
- Neu- Süd-
Wales
- Victoria
- Tasmanien
Australien hat sechs innenpolitisch unabhängige
Bundesstaaten mit eigenen Gouverneuren und Regierungen. Als externe Territorien
gehört außerdem eine Reihe von Inseln zum Staatsgebiet. Weiters
erhebt Australien Anspruch auf einen Sektor der Antarktis.
Australien ist eine parlamentarische, föderative
Monarchie im Commonwealth. Staatsoberhaupt und nomineller Inhaber der
höchsten Exekutivgewalt ist der britische Monarch (derzeit: Königin
Elizabeth II), vertreten durch einen von der australischen Regierung
vorgeschlagenen Generalgouverneur. Ihm steht ein Kabinett zur Seite, der
Bundesexekutivrat. Der Führer der jeweiligen Parlamentsmehrheit wird zum
Premierminister gewählt.
Australiens verfassungsmäßige Bindung an
Großbritannien ist seit 1986 aufgehoben. Der Inselstaat strebt nun die
völlige Loslösung und die Ausrufung der Republik an. Innenpolitisch
wurde mit dem sogenannten Mabo-Gesetz, einem Landrechtgesetz, die Emanzipation
der Aborigines zumindest formal entscheidend vorangetrieben.
- Städte
Hauptstadt: Canberra
Die Bundesstaaten mit ihren
Hauptstädten:
Western Australia – Perth
Northern Territory – Darwin
South Australia – Adelaide
Queensland – Brisbane
New South Wales – Sydney
Victoria – Melbourne
Tasmanien – Hobart
Hauptstädte nach Einwohnerzahl
geordnet:
3 700 000 Einw. Sydney
3 100 000 Einw. Melbourne
1 400 000 Einw. Brisbaine
1 200 000 Einw. Perth
1 000 000 Einw. Adelaide
310 000 Einw. Canberra
180 000 Einw. Hobart
75 000 Einw. Darwin
Die Hauptstädte der einzelnen Bundesstaaten wurden alle
an Flußmündungen angelegt. In fast jeder Großstadt findet man
Viertel einzelner Volksgruppen. So hat Sydney z.B. sein Little Italy und seine
Chinatown, wo italienische oder chinesische Großfamilien alte Traditionen
pflegen. Diese Großstädte sind Schmelztiegel vieler Nationen,
Kulturen, Sprachen...
Canberra:
Als einzige Großstadt des Fünften Kontinents
liegt Canberra, die Hauptstadt des Commonwealth of Australia, nicht am Meer,
sondern etwa 100 km von der Küste entfernt im Monaro-Tafelland.
Canberra ist eine weitläufige Metropole, welche sich im
Australian Capital Territory befindet. (Das Australian Capital Territory ist 2
400 km² groß; ist ähnlich wie das North Territory, das keine
volle bundesstaatliche Souveränität besitzt, sondern in vielen
Angelegenheiten der australischen Bundesregierung untersteht).
Im Australian Capital Territory leben rund 310 000 Menschen,
das sind etwa 1,7% der australischen Bevölkerung.
Canberra ist Sitz des Bundesparlaments, des Obersten
Gerichtshofes, sowie zahlreicher Verwaltungsbehörden und ausländischer
Botschaften.
Canberra ist keine natürlich gewachsene Stadt, sondern
das Produkt sorgfältiger Planung. Dank der Rivalität, schon seit den
Pionierjahren, zwischen Sydney und Melbourne, ist die Hauptstadt überhaupt
entstanden. Die Gründerväter der Nation konnten sich nicht auf eine
der beiden Metropolen einigen, und deshalb fanden sie eine
Kompromißlösung. Eine neue Hauptstadt sollte aus dem Boden gestampft
werden, in gebührendem Abstand zwar zwischen den Kontrahenten, aus
historischen Gründen aber auf dem Gebiet von New South Wales.
Am 12.03.1913 erfolgte die offizielle
Gründungszeremonie. Die Hauptstadt wurde nach dem Aboriginal-Begriff
Kamberra benannt, was soviel wie Treffpunkt oder Versammlungsort
heißt.
Der Chicagoer Architekt Walter Burley entwarf den
faszinierenden Plan der Stadt. Der Bau ging zunächst sehr schleppend voran.
Politiker und Bürokraten waren sich über etliche Dinge uneinig,
Sparmaßnahmen, die beidenWeltkriege und die Wirtschaftskrise zu Beginn der
30er Jahre verzögerten den Bauabschluß.
Trotz zahlreicher Parks und Grünanlagen mit hohem
Freizeitwert wirkt die Metropole vor allem im Zentrum und im Regierungsviertel
steril.
Das um ein gigantisches Dreieck herum angelegte Stadtzentrum
wird durch einen künstlich aufgestauten See in zwei Bezirke geteilt. Beide
Hälften der Innenstadt besitzen einen Mittelpunkt mit konzentrisch
angeordneten Straßenringen und strahlenförmig auseinanderstrebenden
Ausfallstraßen.
Während sich im Norden das Geschäfts- und
Einkaufszentrum ausbreitet, erstreckt sich im Süden das Regierungsviertel.
Da die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten zum Teil sehr
groß sind, ist eine Erkundung zu Fuß nur teilweise möglich.
Aber auch eine Stadtrundfahrt im Auto gestaltet sich aufgrund des verwirrenden
Straßensystems kompliziert.
Sydney:
Sydney ist für viele Australier nicht nur die
Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales, sondern die heimliche Kapitale des
Fünften Kontinents.
Mit rund 3,7 Millionen Einwohnern ist Sydney die
größte Stadt Australiens. In den Vierteln und Vororten der Metropole
leben über 20% der Australier. Sydney ist das bedeutendste Industrie-,
Handels- und Finanzzentrum Australiens, sowie der kulturelle Mittelpunkt. Das
Sydney Opera House ist wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Der Bau mit
zehn perlenfarbenen, wie aufgeblähte Segel wirkenden Dächermuscheln
war heftig umstritten.
Captain Arthur Pillip ging 1788 in Port Jackson an Land und
gründete die Siedlung Sydney. Bis 1840 wurden Sträflinge nach Sydney
deportiert. Allmählich aber kamen zunehmend mehr Siedler aus freien
Stücken auf den fernen Kontinent. Die Bevölkerung stieg zwischen 1850
und 1890 hauptsächliche infolge des Goldrausches.
Heute prallen architektonische Konturen der Vergangenheit
hart auf jene der Moderne. Historische Bausubstanzen stehen neben
Hochhäusern - eine Stadt mit extremen Kontrasten. Nicht nur in
architektonischer Weise, sondern auch in der Bevölkerung. Die einzelnen
ethnischen Gruppen haben es verstanden, in der Weltstadt ihre kulturelle
Eigenständigkeit zu bewahren.
Melbourne:
Die Hauptstadt von Victoria, mit rund 3,1 Millionen
Einwohnern nach Sydney zweitgrößte Metropole des Kontinents, liegt
beiderseits des Yarra River am Nordufer der fast gänzlich von Land
eingeschlossenen Port Philip Bay. Menschen aus rund 140 Nationen geben ganzen
Stadtteilen ihr typisches Flair.
Anders als Sydney war Melbourne ursprünglich keine
Strafkolonie, sondern wurde von freien Siedlern gegründet. Durch das
reichlich vorhandene Weideland wurden viele finanzkräftige, freie Siedler
angelockt. Die Entwicklung der erfolgreichen Zucht von Merinoschafen zog
Schafzüchter, reiche Handelskaufleute an, und Melbourne wurde zu einem
wichtigen Wollexporthafen.
Obwohl sich ein Großteil der verarbeitenden Industrie
des Landes in und um Melbourne angesiedelt hat, obwohl an den Ufern des Yarra
mächtige Banken und Versicherungen, Minengesellschaften und andere
Industriegiganten residieren und hier der größte australische
Gewerkschaftsverband sowie alle bedeutenden politischen Parteien ihre
Hauptquartiere haben, ist Melbourne in wirtschaftlicher wie politischer Hinsicht
weniger bedeutend wie Sydney.
Trotz der monströsen Skyline präsentiert sich
Melbourne eher als Provinzstadt. Es hat heute noch vornehmlich viktorianischen
Charakter, es zeigt mehr britische Züge auf, als keine andere australische
Metropole.
Melbourne hat keine spektakuläre
Sehenswürdigkeiten, dennoch hat es eine Besonderheit: etwa ein Drittel der
Fläche im Zentrum ist reine Parklandschaft. In dieser Hinsicht schlägt
Melbourne jede andere Metropole der Welt.
Adelaide:
Adelaide, mit gut 1 Million Einwohnern die
fünftgrößte Stadt Australiens, erstreckt sich in einem schmalen
Küstenstreifen zwischen dem Gulf St. Vincent im Westen und den wie ein
natürlicher Schutzschild im Osten aufragenden Beren der Mount Lofty Ranges.
Adelaide wurde nicht von deportierten Häftlingen und
freigelassenen Strafgefangenen aufgebaut, sondern ausschließlich von
freien Männern und Frauen. Die Siedler, die fast durchwegs aus dem
englischen Mittelstand kamen, brachten großteils neben einer soliden
finanziellen Basis landwirtschaftliche, handwerkliche oder kaufmännische
Erfahrungen mit in ihre neue Heimat.
Die Hauptstadt von South Australia wurde nach Adelaide, der
Gemahlin des englischen Königs Williams IV, benannt. Der Anstieg der
Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg führte zu einer Expansion der
verarbeitenden Industrie.
Obwohl mittlerweile Millionenstadt, vermochte Adelaide das
Flair und die Atmosphäre eines kleinen, beschaulichen Ortes zu bewahren.
Die Metropole ist heute ein Gemisch aus alter und neuer Bauweise. Ausgedehnte
Grünflächen und zahlreiche Kirchen geben der Stadt ihre Besonderheit.
Perth:
Hauptstadt von Western Australia ist Perth. Im
flächenmäßig größten australischen Bundesstaat leben
etwas mehr als 1,6 Millionen Menschen, rund 1,2 Millionen allein in Perth. Damit
ist die Metropole am Swan River die viertgrößte Metropole in
Australien.
Die Britische Krone zeigte anfangs kein Interesse an der
Besiedlung dieses Teils des Kontinents. Doch dann bot man den Siedlern mehr oder
minder planlos Land an, das sich überdies als weit weniger fruchtbar als
angenommen erwies. Die Neuankömmlinge brachten auch keine Erfahrungen in
der Landwirtschaft mit und so kam die Kolonie bald in
Schwierigkeiten.
Strafgefangene hatten dann einen bedeutenden Anteil am
Aufbau der Kolonie beigetragen, und nach der Erschließung ausgedehnter
Lager wertvoller Mineralien schaffte Western Australia, mit seiner Hauptstadt,
einen fulminanten Aufstieg.
Die Glas- und Betonriesen schaffen einen enormen Kontrast zu
der alten Baukunst und prägen damit das Stadtbild von Perth.
Brisbane:
Die Hauptstadt von Queensland breitet sich an den Ufern des
gleichnamigen Flusses Brisbane River aus. Mit rund 1,4 Millionen Einwohnern ist
Brisbane die drittgrößte Stadt in Australien.
Brisbane hatte anfangs einen sehr ungünstigen Start,
die Gründung einer Strafkolonie, welche man erst 1834 zu einer Stadt
erklärte. Doch es blieb ein Gefängnis und war für jeden freien
Siedler gesperrt. Erst acht Jahre später öffnete man die Strafkolonie
für freie Siedler, und Brisbane wurde, früher ein lange von Sydney
kontrollierter Außenposten, die Hauptstadt der neuen Kolonie, welche man
zu ehren der Königin Queensland nannte.
Durch die immensen natürlichen Ressourcen von
Queensland, die mineralischen Bodenschätze und landwirtschaftlichen
Erzeugnisse, verhalfen der Stadt zu einem gewaltigen Aufstieg, zu einem
hektischen Zentrum von Handel, Verwaltung und Hochfinanz.
Darwin:
Darwin ist die Hauptstadt des Northern Territory und
zugleich das bedeutendste Zentrum im Top End, dem „oberen Ende“ von
Australien. Rund 75 000 Menschen leben in Darwin, Tendenz
steigend.
Nachdem alle Siedlungsversuche fehlgeschlagen sind,
beschloß die Kolonialregierung in Sydney in der Bucht einen
Stützpunkt zu errichten. Durch den Goldrausch erfuhr die Stadt einen
raschen Aufschwung, doch nach Ablauf der Goldfunde stagnierte die Entwicklung.
Auch aufgrund der regelmäßig wiederkehrenden Wirbelstürme,
welche über die Hafenstadt hinwegtoben, sowie die geographische Isolation
des nördlichen Außenpostens vom Rest des Kontinents waren weitere
Gründe dafür.
Inzwischen hat sich Darwin zu einem wichtigen
Handelszentrum, wegen der günstigen Lage zum Großraum
Südostasien, entwickelt. Diese Nähe zu Asien spiegelt sich auch in den
Bevölkerungsgruppen wider.
TASMANIEN:
Die Insel Tasmanien liegt vor der Küste von Victoria
und ist durch die 240km breite Bass Strait vom australischen Festland getrennt.
Noch vor rund 10 000 bis 15 000 Jahren war Tasmanien mit dem Festland
verbunden, doch es zeigt ein ganz anderes Landschaftsbild.
Es bietet ein sehr weites Spektrum unterschiedlicher
Landschaftstypen. Die am dichtesten besiedelten Regionen - der Südosten und
die Nordküste - werden durch ausgedehnte Felder, Wiesen und Weiden
geprägt und erinnern an die ländlichen Gebiete Englands. Die
Küste im Osten mit malerischen Buchten und Stränden, sowie imposanten
Klippenszenarien ähnelt der irländischen, während das zentrale
Hochland mit Gletscherseen und Mooren skandinavischen Landschaften gleicht. Der
Südwestteil der Insel ist eine fast unberührte Wildnis aus mit
Regenwald überwucherten Bergen.
Rund 450 000 Tasmanier legen großen Wert auf die
Tradition des ehemaligen Mutterlandes Großbritanniens.
Wegen des niederschlagsreichen Klimas ohne starke
Temperaturextreme präsentiert sich Tasmanien als eine üppige,
grüne Insel. In den Regenwäldern finden Experten heute noch immer
Tiere und Pflanzen, welche einmalig auf der Welt, vielleicht auch letztmalig,
sind. Die expandierende Forstwirtschaft bedroht die Wälder, denn die
Holzfäller schlägern die bis zu 80 m hohen Baumriesen für die
japanische Papierindustrie. Das übriggebliebene, karge Land wird meist mit
Monokulturen wieder aufgeforstet. Zwar sind immer noch rund 40% der Insel von
Wäldern bedeckt, jedoch ist der Regenwaldanteil auf nur 7%
zusammengeschmolzen.
Abel Tasman, ein niederländischer Seefahrer
„entdeckte“ 1642 die später nach ihm benannte Insel als erster
Europäer. Tasmanien nimmt wegen der dort betriebenen völligen
Ausrottung der Aborigines eine besondere Stellung in der australischen
Geschichte ein.
Vor Ankunft der weißen Siedler lebten auf der Insel
rund 70 verschiedene Stammesgruppem mit etwa 4 000 bis 5 000 Ureinwohnern. Den
Briten „genügten“ einige Jahrzehnte, um die tasmanische
Urbevölkerung restlos auszurotten.
Gleich nach der Gründung der Hafenstadt Hobart
entwickelte sich die Insel zu einer Verbannungsstädte für die
widerspenstigsten der deportierten Strafgefangenen. Während anfänglich
auf Tasmanien fast ausschließlich Strafgefangene und deren Bewacher
lebten, ließen sich seit 1827 auch zunehmend freie Siedler nieder.
Aufgrund der günstigen Voraussetzungen für
Ackerbau und Viehzucht im Umland entwickelte sich Hobart rasch zu einer der
bedeutendsten australischen Hafenstädte. Neben Nahrungsmittel für
Sydney lieferte Tasmanien auch Wolle und Getreide ins englische Mutterland.
Obwohl sich nach dem 2. Weltkrieg große
Industriebetriebe auf Tasmanien ansiedelten und vor allem die Einwohnerzahl von
Hobart stark anstieg, verlagerte sich das wirtschaftliche und politische
Schwergewicht seit Mitte dieses Jahrhunderts zunehmend auf das Festland.
Hobart:
Die 180 000 Einwohner zählende Hauptstadt liegt an dem
breiten Mündungstrichter des River Derwent. Sie ist von zahlreichen
Wasserflächen aufgelockert und erinnert daher an norwegische
Küstenstädte. Den imposanten Hintergrund der Metropole bildet der
1270m hohe Mount Wellington, dessen Gipfel oft wolkenverhüllt und
schneebedeckt ist.
Von allen australischen Städten blieben in Hobart
Geschichte und Erbe der Vergangenheit am reinsten erhalten.
f.) Wirtschaftliche Verhältnisse
Währung: 1 Australischer Dollar (A-$) = 100 Cents
(c)
Bruttoinlandsprodukt (in Anteilen): Land- und
Forstwirtschaft 4%
Produzierendes Gewerbe 31%
Dienstleistungen 65%
Die Landwirtschaft war bis Mitte dieses Jahrhunderts die
Basis des Wohlstandes der Australier. Großflächige Bewässerung
von Ackerland, die Entwicklung moderner Landmaschinen, sowie neue
Möglichkeiten der Lebensmittelkonservierung ließen Australien in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Großexporteur für
landwirtschaftliche Produkte aufsteigen. Vor allem durch die Ausfuhr von Wolle,
Weizen und Fleisch erzielte das Land eines der weltweit höchsten
Pro-Kopf-Einkommen.
Nach dem 2. Weltkrieg trug die gesteigerte Ausbeutung
immenser Bodenschätze zu einer weiteren Steigerung des Nationaleinkommens
bei.
Australien begann sich zu einem der weltgrößten
Lieferanten mineralischer Rohstoffe zu entwickeln. Doch anstatt an neue,
wirtschaftliche Trends und globale Veränderungen anzuschließen,
ruhten sich die Australier in ihrem Wohlstand aus. Als dann Großbritannien
1972 der europäischen Gemeinschaft beitrat, verlor Australien praktisch
über Nacht ihren mit Abstand wichtigsten Überseemarkt.
Man vernachlässigte auch die Entwicklung
exporttauglicher Fertigwaren und als Resultat dessen, erlebte Australien
zwischen 1982 und 1984 die größte Wirtschaftskrise seiner Geschichte.
Seit Mitte der 80er Jahre gibt es eine wirtschaftspolitische
Kurskorrektur. Leistungsorientierte Löhne, höhere Produktivität,
Privatisierung unrentabler Staatsbetriebe, Abbau von Schutzzöllen und
Zügelung der Gewerkschaft sind die wichtigsten Komponenten. Ein Kernpunkt
der neuen Strategie ist die vermehrte Verarbeitung von Rohstoffen an Ort und
Stelle, damit eine größere Produktpalette für den Export zur
Auswahl steht.
Einen hohen Stellenwert hat natürlich auch der
Tourismus. Durch die Fremdenverkehrsindustrie konnten direkt und indirekt
tausende Arbeitsplätze geschaffen werden.
Export- Import:
Die allgemeine Wirtschaftslage Australiens ist eher als
ungünstig zu bezeichnen . Das vor allem auf den Export von Rohstoffen
orientierte Land leidet seit Jahren unter den niedrigen und schwankenden Preisen
für seine Ausfuhrgüter Erdöl, Kohle, Eisenerz, Aluminium, Gold
und landwirtschaftliche Produkte wie Weizen und Wolle.
Eingeführt werden vor allem Maschinen,
elektrotechnische Erzeugnisse, Roh- und Halbfertigwaren für die Industrie,
sowie Fahrzeuge. Wichtige Handelspartner sind Japan, die USA,
Großbritannien, Deutschland und Neuseeland, sowie südostasiatische
Länder.
Landwirtschaft:
Rund zwei Drittel der Staatsfläche werden
landwirtschaftlich genutzt. Davon sind jedoch nur 10% Ackerland, der Rest sind
Dauerwiesen- weiden, deren größter Teil sich nur für eine
extensive Weidewirtschaft eignet.
Die wichtigsten Anbauprodukte sind Getreide, vor allem
Weizen und Zuckerrohr. Die Landwirtschaft ist auf Kunstdünger angewiesen
und arbeitet hochmechanisiert. In der Viehwirtschaft wird vor allem Schafzucht
betrieben, sowohl für die Produktion von Wolle, als auch für die
Fleischproduktion.
Energie:
Die einzelnen Bundesstaaten decken ihren Energiebedarf aus
dem jeweils lokal vorhandenen Energieträger. Neben Wärmekraftwerken,
die 87% des Stroms liefern, ist auch die Nutzung der Wasserkraft von Bedeutung.
Als Primärenergieträger wird neben Steinkohle und Erdöl zunehmend
Erdgas verwendet.
Industrie:
Schutzmaßnahmen für den eigenen Markt
(Zölle, Einfuhrbeschränkungen) haben in vielen Bereichen zu einer
veralteten Industriestruktur mit geringer Spezialisierung geführt.
Die Eisen- und Stahlerzeugung dominiert, wichtige Zweige
sind dann die Metallverarbeitung (Fahrzeug-, Maschinenbau), Textilindustrie und
Zuckerherstellung.
Tourismus:
Der Tourismus ist mit 2,5 Millionen ausländischen
Besuchern pro Jahr ein bedeutender Faktor im Dienstleistungsbereich. Mit einem
Anteil von knapp 25% stellte Japan dabei das bei weitem größte
Kontingent, gefolgt von Neuseeland, den USA und Großbritannien.
Verkehr:
Das Verkehrswesen ist vorwiegend im Osten, Südosten und
Südwesten gut ausgebaut. Ein Eisenbahnnetz verbindet diese dichtbesiedelten
Regionen miteinander. Das Straßennetz ist etwa zur Hälfte asphaltiert
oder geschottert und konzentriert sich auf die Küstengebiete des
Kontinents. Der inländische Flugverkehr ist wegen der großen
Entfernungen von besonderer Bedeutung.
Internationale Flughäfen gibt es in Brisbane, Sydney,
Melbourne, Adelaide, Perth und Darwin. Für die ebenfalls wichtige
Küsten- und Seeschiffahrt sind Sydney, Melbourne, Geelong, Newcastle,
Adelaide und Darwin die Haupthäfen.
Die Arbeitslosigkeit in Australien ist im Oktober 1998 auf
den niedrigsten Stand seit acht Jahren gesunken.
Fachbegriffe
Aborigines: Eine Bezeichnung für eingeborene
Völker, insbesondere für die Ureinwohner Australiens.
Antipoden: wörtlich bedeutet es
„Gegenfüßler“; Menschen, die auf der anderen Seite der
Erde leben. Die Bezeichnung wird oft als Synonym für Australier und
Neuseeländer verwendet.
Artesische Brunnen: natürlicher Brunnen, bei dem
das Wasser durch einen Überdruck des Grundwassers selbsttätig
aufsteigt.
Bauxit: wichtiges Aluminiumerz.
Didgeridoo: Ein Blasinstrument der Aborigines, das
aus einem ausgehöhlten Ast gefertigt wird.
Endemisch: örtlich begrenztes Auftreten; z.B.
endemische Pflanzen: das heißt, sie sind nur in Australien und auf den eng
damit zusammenhängenden Inseln heimisch.
Extensiv: auf großen Flächen, aber mit
verhältnismäßig geringem Aufwand betrieben (z.B.
Landwirtschaft).
Externe Territorien: außerhalb des Kontinents
liegende Staatsgebiete.
Immigrant: Einwanderer aus einem anderen
Staat.
Metamorph: die Gestalt, den Zustand ändern.
Monolith: 1. Säule, Denkmal aus einem einzigen
Steinblock. 2. Festgefügter Machtblock; Staatenblock.
Savanne: tropische Steppe mit einzeln oder
gruppenweise stehenden Bäumen.
Sedimentgestein: die durch Ablagerung von Stoffen,
welche an anderen Stellen abgetragen wurden, entstandene Schicht- oder
Absatzgesteine.
Semiarid: (semi- in Zusammensetzungen auftretendes
Bestimmungswort mit der Bedeutung „halb“); mitteltrocken (von
Gebieten mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 20 - 400 Liter pro
m²).
Thermisch: die Wärme
betreffend.
Totem: bei Naturvölkern ein Wesen oder Ding
(Tier, Pflanze, Naturerscheinung), das als Ahne oder Verwandter eines Menschen,
eines Clans oder einer sozialen Gruppe gilt, als zauberischer Helfer verehrt
wird und nicht getötet oder verletzt werden darf.
Totemismus: Glaube an die übernatürliche
Kraft eines Totems und seine Verehrung.
Tropische, subtropische und gemäßigte
Regenwälder:
Tropisch: die Tropen betreffend, aus ihnen stammend,
für sie charakteristisch; südlich heiß.
Subtropisch: in den Subtropen gelegen. Subtropen:
Gebiete des thermischen Übergangs von den Tropen zur gemäßigten
Klimazone.
Zyklon: heftiger Wirbelsturm in tropischen Gebieten.
Literaturliste
- Australien –
Richtig Reisen
DUMONT
- Bildatlas der
Weltkulturen – Australien, Neuseeland und der
Südpazifik
Kunst, Geschichte und
Lebensformen
Richard Nile und Christian Clerk
BECHTERMÜNZE VERLAG
- Weltreise - Das
große Länderlexikon von
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Reportagen, Reiseberichte, Fotografien,
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Band 1- Afghanistan- Benin
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