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Dali, Salvador (1904-1989)
Salvador
Dali
Eine
Biographie
S
alvador, Domenech, Philippe Hyacinthe
Dali wurde am 11. Mai 1904 in der Calle Monturiol in
Figueras, Provinz Gerona als Sohn eines Notars geboren. Durch die
bürgerliche Gesellschaft und die Erziehung seines Vaters prägt sich
bei Salvador ein Wunsch nach Sicherheit und ein Ordnungssinn aus, der
für das spätere Leben Salvadors, inmitten ärgster Exzesse,
bestimmend sein soll. Von 1914 bis 1918 wird Salvador Dali
in der Akademie der Brüder vom Maristenorden in Fingueras
erzogen. In der Zeit von 1918 bis 1919 erstellt er
impressionistische(01)
Experimente unter dem nicht zu verkennenden Einfluß von Ramón
Pitchot. Sein Farbauftrag war verschwenderisch. Er beschäftigte sich
vor allem mit seiner Persönlichkeit, die er durch sein äußeres
Erscheinungsbild, wie z. B. lange Haare, Backenbart, weites Hemd und
Lavallière-Krawatte, widerzuspiegeln versuchte. Durch den italienischen
Futurismus wurde Dali 1920 beeinflußt, nachdem seine Eltern
aus Paris Kataloge und Manifeste
(02)
für ihn mitgebracht hatten. 1921
beschließt Salvadors Vater, nachdem Salvador eine erfolgreiche
Ausstellung seiner Bilder in Figueras hatte, ihn auf die Schulakademie
für Malerei, Bildhauerei und Grafik in Madrid zu schicken. Dort
entdeckt er auch eine, völlig von der seiner Heimatsprovinz
unterscheidende, neue Lebensart, die er mit Verzückung annimmt. In
Madrid lernt er Luis Buñuel, Federico Garcia Lorca, den
spanischen Dichter, Regisseur und Komponisten, und Pedro Garfias kennen.
Beeinflußt wurde Salvador durch die Werke des spanischen Malers,
und, neben Picasso, Mitbegründers des
Kubismusses
(03), Juan
Gris. Allerdings schon 1922 weist er diesen kubistischen
Einfluß wieder von sich und bekennt sich zu den Lehren der
“Metaphysischen
(04) Schule”
der Malerei, die unter der Führung von Giorgio de Chiricos (der
italienische Maler und Vorläufer des Surrealismus
(05)
) und Carlo Carràs die Welt
innerer Wahrnehmung und Erfahrung erkundete. Aufgrund einer Rebellion bekam
Salvador einen einjährigen Ausschluß von der Akademie.
1924 kam es in Katalonien zu Unruhen, in deren Verlauf Salvador
Dali zu Unrecht als Anführer angeklagt und verurteilt, mit einem
zweitem Verweis von der Akademie und später sogar mit Gefängnis
bestraft wurde. In diesem Jahr erstellte er
Illustrationen
(06) für
Les’ Bruixes de Llers von Carles Fages de Climent.
1925 kehrte er an die Madrider Akademie zurück. Hier widmete
er sich vor allem den Schriften von dem Psychiater und Pionier der
Psychoanalyse (07),
Sigmund Freud. Dalis erste Einzelausstellung wurde in der Galerie
Dalmau in Barcelona realisiert, wobei die Beurteilung der lokalen
Kunstkritiker durchaus positive Resonanz verklingen ließ. Er trat in
diesem Jahr außerdem seine erste Reise nach Paris an, wo er
Picasso besuchte. 1926 bekam Salvador den endgültigen
Verweis von der Madrider Kunstakademie und er offenbarte in seiner
zweiten Einzelausstellung in der Galerie Dalmau Einflüsse von Kubismus und
von Picasso. In den Jahren 1927 bis 1929 gab Dali
Beiträge zu der Zeitschrift L´Amic de les Arts. 1928 wurden
im Cornegie Institute von Pittsburg in Amerika die beiden Bilder
von Dali, “Ana Maria” und “Sitzendes junges
Mädchen von hinten” erstmalig hier ausgestellt. Ein Beitrag zur
Gaseta de les Arts wurde 1929 von Dali erstellt. Er begann seine
zweite Reise nach Paris, wo Miró ihm André
Breton, Paul Eluard und andere Surrealisten vorstellte. Surrealistische
Werke wie “Das finstere Spiel” und “Erleuchtete
Lüste” entstanden. Salvador Dali schloß sich der
Gruppe der Surrealisten in Paris an. Später in dem Jahr besuchten
Breton, Magritte, Paul Eluard und Gala, in der sich Dali
unsterblich verliebte, ihn. Gala blieb bei ihm. Seine Bilder wurden von
Ernst und Miró beeinflußt. Es entstanden eine Reihe
mischtechnischer Collagen
(08). Außerdem beteiligte er sich
an dem Drehbuch des Filmes “Un Chien andalou - Ein
andalusischer
(09) Hund”. Die
Vorführungen dieses Filmes wurden von Skandalen begleitet. Während
dieser Zeit hielten sich Gala und Dali an der Cóte
d´Azur auf, wo sie in Port-Lligat ein Haus kauften. Die
Beeinflussung Dalis kamen aus dem Jugendstil und der Architektur des
Antoni Gaudis. Auch die Phantasien von Giuseppe Arcimboldos aus
dem 16. Jahrhundert inspirierten Dali. Er schrieb und illustrierte
“Die sichtbare Frau”, in der er seine
paranoisch-kritische
(10) Methode zu erklären versuchte.
Er fertigte Illustrationen für Bretons und Eluards “Die
unbefleckte Empfängnis”. Außerdem arbeitete er mit
Buñuel am Film “L´Age dór - Das goldene
Zeitalter”, der später im Studio 28, in Paris uraufgeführt
wurde. Bei anschließenden Tumulten wurden Bilder von Ernst,
Miró, Dail, Tanguy und Man Ray zerstört. Zwischen 1930
und 1933 Veröffentlichte er “L´Amour et la
Mémoire”, und Beiträge zur Zeitschrift “Le
Surréalisme au servixe de la révolutiom”. Des weiteren
wandte er seine paranoisch-kritische Methode auf die Sage von Wilhelm Tell
an. Zwischen 1930 und 1939 erstellte er Illustrationen zum
zweiten Manifest des Surrealismus. 1931 wurden seine Gemälde und
Zeichnungen für die Ausstellung “Der neue Surrealismus”
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