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Datenautobahn
Robert
Krimmer
Fachbereichsarbeit aus Informatik
Datenautobahn
eingereicht bei: Prof.
Mag. Robert Lorenz
Bundesgymnasium
Feldkirch, am 23. Februar 1996
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Im August 1993 kaufte ich mir während
eines USA-Aufenthalts ein Modem. Mir war nicht bewußt, welche Bedeutung es
für mich einmal haben würde. Zurück in Österreich waren die
notwendigen Kabel rasch besorgt und schon konnte das Vergnügen beginnen.
Die Mailboxen in der Umgebung waren schnell erkundet. Darunter war auch die
“3-Ländereck BBS” in Feldkirch, der ich auch den Kontakt mit
dem FidoNet verdanke. Im Mai 1994 wurde ich als Point Teilnehmer mit der Adresse
2:318/4.5. Schnell machte ich Bekanntschaft mit den Nodes in Vorarlberg, die
mich alle herzlich begrüßten und in ihre Gemeinschaft aufnahmen. Ich
wollte auch Node werden. Zu Ostern 1995 war es nach harter Arbeit geschafft und
ich war das 8. offizielle Mitglied mit der Nummer 2:318/8.
Kurz darauf, im Mai 1995, wurde ich durch einen
Mailboxbenützer auf den Onlinedienst Magnet aufmerksam. Kurz entschlossen
beantragte ich die Mitgliedschaft. Besonders die eigene Internet e-mail Adresse
lockte mich. Jetzt war ich weltweit unter “krimmer@magnet.at”
erreichbar.
Durch das alles angeregt und zugleich
onlinesüchtig, kam ich auf die Idee eine Fachbereichsarbeit über die
Datenautobahn zu schreiben. Dabei möchte ich dankend
erwähnen:
- Franz Ehgartner
(2:318/1), Rudolf Öller (2:318/2.4), Dieter Jost(2:318/3) und Michael
Lusser (2:318/7) für ihre Einführung und Hilfe im FidoNet
- Franz Fiala
(ffiala@ccc.or.at; 2:310/1.36) für die PC-NEWS edu Artikel
- Klaus Lerch
(k.lerch@egger-lerch.co.at) für die Einführung in Magnet
- Wolfgang Hirn
(w.hirn@magnet.at) für seine Ratschläge
- Karlheinz Albrecht
für die Unterstützung bei der Recherche
- meine Eltern,
für ihren geistigen, körperlichen und vorallem finanziellen
Beistand
Robert Krimmer, am 23. Februar
1996
Telefon: +43/5522/42120 FidoNet:
2:318/8
Fax und Mailbox: +43/5522/48001 e-mail:
krimmer@magnet.at
Kapitel 1 - Die Datenautobahn
Das Wort “Datenautobahn” ist ein
Modewort, ebenso wie Multimedia oder Cyberspace. Daher läßt sich in
den gängigen Nachschlagewerken auch kein Eintrag dieser Begriffe
finden.[1]
Trotzdem kann man diese Schlagworte nicht nur in spezialisierten
Computerzeitungen finden, sondern auch in Tageszeitungen, im Radio, im Fernsehen
und im täglichen Sprachgebrauch.
Der Begriff der Datenautobahn (engl.
Information Highway oder Information Superhighway) an sich wurde durch den
amerikanischen Vizepräsidenten, Al
Gore, geprägt. Bereits 1991, als er noch Kongreßabgeordneter war,
sagte er:
“Um alle Vorteile des
Informationszeitalters zu nutzen, müssen wir nun einen Schritt weiter
gehen: Hochgeschwindigkeitsnetze müssen eingerichtet werden, die Millionen
Computer miteinander verbinden, mit Möglichkeiten, die wir uns heute nicht
einmal vorstellen können. [...] Seit nahezu 15 Jahren bemühe ich mich,
die Bundespolitik [der USA] dahingehend zu verändern, daß wir als
gesamte Nation in die notwendige Infrastruktur von Information Superhighways
investieren.”[2]
Nicholas
Negroponte[3]
beschreibt in seinem Buch “Total Digital” sehr gut die Bedingungen
für die Entstehung und den Weiterbestand der
Datenautobahn:[4]
“Genau wie eine Naturgewalt kann
auch das Digitalzeitalter weder ignoriert noch gestoppt werden. Denn es besitzt
vier mächtige Eigenschaften, die letztendlich zu seinem Triumph führen
werden: Dezentralisierung, Globalisierung, Harmonisierung und Befähigung
zum Handeln.”[5]
Auch wenn mittlerweile nicht der Staat den
Ausbau der Datenautobahn vorantreibt, sondern die Privatwirtschaft (ganz im
Gegensatz zum vergleichbaren historischen Projekt, dem Ausbau des Autobahnnetzes
während der 50er Jahre, bei dem der Staat die treibende Kraft war), so sind
der Sinn und Zweck gleich geblieben: Die Datenautobahn soll den schnellen
Transport von digitalen Informationen, sprich Fernübertragung von Sprache,
Bild, Text und Ton (= multimediale Datenübertragung), ermöglichen.
Voraussetzung dafür sind hohe Übertragungsraten und eine hohe
Bandbreite des Mediums. Darin liegt auch das Problem: Es fehlt zur Zeit ein
weltumspannendes Kabel- oder Telefonleitungsnetz, das diese hohen Erfordernisse
erfüllt. Weder das normale, analoge Telefonnetz noch das digitale ISDN-Netz
können die notwendige Bandbreite und Geschwindigkeit bieten. Für die
Zukunft hofft man aber auf die Weiterentwicklung des
ATM-Netzes.[6]
Die Datenautobahn ist wie jeder andere Begriff
auch mit Vorurteilen belastet. So wird aufgrund der Berichterstattung der Presse
das Bild verbreitet, daß die Datenautobahn nur aus dem Internet besteht.
Obwohl das Internet die bei weitem größte Benutzeranzahl hat,
gehören genauso andere Datennetze wie CompuServe, FidoNet oder auch die
Netzwerke von Kabelgesellschaften dazu. Aber auch “Video on Demand”,
das durch die hohe Reichweite der Kabelgesellschaften (USA: 58% der Haushalte
besitzen einen Kabelanschluß) bald die herkömmliche Videothek
ablösen könnte, gehört zur Datenautobahn.
Kapitel
2 - Geschichte und
Aufbau
2.1 Das
Internet
2.1.1 Die Geschichte
Die Anfänge des Internet finden sich, wie
bei vielen anderen großen Entwicklungen auch, in einem Projekt mit einem
ganz anderen Ziel: das ARPANET, das 1969 von Bolt, Beranek und Newman im Auftrag
der ARPA (Advanced Research Projects Agency) des
US-Verteidigungsministeriums entwickelt wurde, war der Anfang. Teilnehmer an
diesem Netzwerk waren das Militär, die Rüstungsindustrie und einige
Universitäten. Es diente den Forschern bei der
Informationsübermittlung und derer gemeinsamen Nutzung und sollte im Falle
eines Nuklearangriffs die Aufrechterhaltung der Kommunikation
gewährleisten. Die Entwicklung ging rasant weiter. Nachdem die Entwickler
nur Forscher den Zugriff erlaubten, die ihre selbst entwickelten Programme auf
fernen Rechnern testeten, wurden nach und nach Möglichkeiten zur Datei- und
Nachrichtenübermittlung geschaffen.
Als neben dem ARPANET auch andere Netzwerke
entwickelt wurden, wurde klar, daß es eine gemeinsame Schnittstelle zum
Datenaustausch geben mußte. Daraufhin wurde 1973 von der in DARPA
(Defense Advanved Research Projects Agency)
umbenannten ARPA das Programm “Internetting Project” ins Leben
gerufen. Aufgabe dieses Programms war es, das Internetting - das Vernetzen
verschiedener Netzwerke unter Umgehung von netzwerkspezifischen Werkzeugen durch
sogenannte Gateways - voranzutreiben.
Die Lösung für solche
Internet-Verbindungen lag in der Verwendung des richtigen Protokolls. Dadurch
ermöglicht man einen von der Plattform (sprich von der verwendeten Hard-
und Software) unabhängigen, standardisierten Informationsaustausch. Das
TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet
Protocol) ist ein System von Protokollen, das 1974 von Robert
Kahn[7] und
Vinton G.
Cerf[8]
entwickelt wurde.
Als TCP/IP vom US-Verteidigungsministerium
für alle ARPANET-Hosts vorgeschrieben wurde, war damit ein Standard
festgelegt, auf dessen Grundlage das Internet wachsen konnte. Es
ermöglichte, weitere Netzwerke dem ursprünglichen Netzwerk
hinzuzufügen, ohne daß daran selbst Änderungen vorgenommen
werden mußten.
Die Geburtsstunde des Internet wird allgemein
im Jahre 1983 angesiedelt. Damals wurde das ARPANET in das MILNET, das die
militärische Funktion übernahm, und in das ARPANET für die
weitere Forschung im Netzwerkbereich, aufgeteilt. Das CSNET war zu Beginn der
80er Jahre das erste eigenständige Netzwerk, das die Erlaubnis der DARPA
erhielt, sich dem ARPANET anzuschließen.
Das ARPANET selbst wurde im Juni 1990
aufgelöst und dessen Funktion in die größere Struktur des
Internet integriert, wobei die National Science Foundation
(NSF) viele der Funktionen übernahm. Die beiden Netzwerke ARPANET und CSNET
hatten jedoch bereits das grundlegende Prinzip des Internet geschaffen:
Netzwerke sollen durch arbeitsfähiger Protokolle über Gateways mit
neuen Netzwerken, die dem permanent wachsenden Metanetzwerk hinzugefügt
werden, kommunizieren.
Die NSF wollte die sechs Supercomputerzentren
in den USA mit einem Netzwerk verbinden. So entstand das NSFNET (National
Science Foundation Network). Als Protokoll wählte man
TCP/IP und damit war 1986 die Funktion des NSFNET als Backbone-Netzwerk (engl.
Rückgrat) des Internet geboren. Die NSF förderte daneben noch die
Gründung regionaler Netzwerke, mit dem Ziel auch die Universitäten
einzubinden. Da der Datenverkehr sehr rasch zunahm, schloß man einen
Vertrag mit Merit, Inc. (Michigan Education and Research
Infrastructure Triad) ab. Diese arbeiteten eng mit der
Telefongesellschaft MCI Corporation und IBM zusammen. Durch diesen Vertrag wurde
Merit die Verwaltung, Betreibung und weitere Entwicklung des NSFNET-Backbones
übertragen. Zum damaligen Zeitpunkt waren 13 Orte verbunden (die 6
Supercomputerzentren, der Rest regionale Netzwerke). Die anfänglich
verwendeten 56 Kbps (Kilobit-pro-Sekunde)
Standleitungen waren schnell überlastet, dadurch mußten die 13 Knoten
bereits im Juli 1988 mit 1,5 Mbps
(Megabit-pro-Sekunde) Leitungen vernetzt werden. Der
Datenverkehr wuchs noch stärker (mit einer 20% Wachstumsrate pro Monat) an.
Ein 14. Knoten wurde hinzugefügt, ebenso Verbindungen zu FIX East und FIX
West (Federal Interagency eXchange). Das sind
Verbindungspunkte zu Einrichtungen der amerikanischen Regierung (FIX West
befindet sich im NASA Ames Research Center in der Nähe von San Francisco
und FIX East in der Nähe der Universität von
Maryland).
Im September 1990 wurde ANS (Advanced
Networks and Services) von Merit, IBM und MCI gegründet. Der
Auftrag der ANS war, den Backbone des NSFNET zu betreuen und einen weiteren mit
einer Leistung von 45 Mbps aufzubauen, um den alten Backbone abzulösen.
Dieser neue Backbone nahm am 2. Dezember 1992 den Betrieb auf. Den Bedarf zeigt
der Datenverkehr auf: Im August 1988 wurden 195 Millionen Pakete im NSFNET
transportiert, im November 1992 waren es schon 24 Milliarden, das heißt
die Schallmauer von 1 Million Pakete pro Tag wurde erreicht. Trotzdem nahm der
Netzwerkverkehr immer noch mit einer Wachstumsrate von 11% pro Monat zu.
Die ANS gründete einen Ableger namens ANS
CO+RE. Sie versorgte die wachsende Zahl der kommerziellen
Benutzer.
Da das NSFNET keine kommerziellen Daten
weiterleitet, mußte ein Transportweg für die steigende
Kommerzialisierung des Internet gefunden werden. So gründete die ANS einen
Ableger namens ANS CO+RE, der die kommerziellen Benutzer des Netzwerkes
versorgen sollte.
Das NSFNET war damit nicht mehr der Backbone
für den Internetverkehr der USA, sondern nur noch ein Kunde der ANS. Die
Rolle als das Forschungsnetzwerk der USA und als Bindeglied zwischen Forschung
und Regierung hat es dadurch aber nicht verloren. Es verknüpft immer noch
die Regierungsnetzwerke ESNET (Department of Energy) und NSInet (National
Aeronautics and Space Administration), sowie regionale und lokale
Netzwerk.[9]
In Europa fehlt diese logische Struktur der
Backbones völlig. Das Datennetz ist eher als ein Gewirr von Feldwegen
anzusehen. Die Mehrzahl der Verbindungen besteht aus 2 Mbps Datenleitungen. Der
Großteil der europäischen Telefongesellschaften ist noch
verstaatlicht, und hat daher kein kundenorientiertes Angebot. Daraus ergeben
sich Probleme: In Deutschland zum Beispiel sind keine Datenleitungen mit
Kapazitäten zwischen 2 und 34 Mbps vorhanden.
Aus einem Projekt der Universität Dortmund
ging im Jahr 1985 die Firma EUnet Gmbh hervor. Sie war der erste Internetknoten
für kommerzielle Kunden. Die Universitäten waren auch lange Zeit die
einzige Möglichkeit für Einzelpersonen, einen bezahlbaren
Internetzugang zu erhalten. Diese Situation änderte sich erst, als sich der
Online - Trend Amerikas zu Beginn der 90er Jahre auch in Europa bemerkbar
machte. Es entstanden neben der Firma EUnet auch Provider wie Xlink, MAZ, ERCR,
Contrib.Net und Nacamar. Als prominente Vertreter kann man auch noch die
deutsche Telefongesellschaft Telekom und IBM nennen, die jeweils ein
großes Netz eigener Einwählknoten anbieten.
Doch das Problem liegt mittlerweile nicht mehr
in der Anzahl der Anbieter, sondern in der fehlenden Kommunikation
untereinander. So muß ein Paket manchmal den weiten Weg über den
Teich nach Amerika und wieder zurück, antreten um von Feldkirch nach
München zu gelangen. Als Lösung war das WiN
(Wissenschaftsnetz), das Pendant zum NSFNET, gedacht, doch die
Mittel und die Erkenntnis, daß ein solcher Backbone sich in Kürze
bezahlt macht,
fehlten.[10]
2.1.2 Die Adressierung
Um jedem Rechner eine eindeutige Kennung geben
zu können, werden im Internet 2 Adressierungsarten verwendet. Zum einen
gibt es die IP-Adresse, zum anderen die DNS-Adresse. Sie sind vollkommen
gleichwertig und beide Formate können je nach Belieben benutzt werden.
2.1.2.1 IP-Adresse
Damit der Rechner die Datenpakete zu der
richtigen Destination liefern kann, muß die Adresse maschinenlesbar sein:
Man verwendet logischerweise das binäre Zahlensystem. Diese
Internet-Adresse ist im 32-Bit Format geschrieben, das heißt die Zahl hat
32 Stellen:
01101100101100101101100110110101
Da man sich eine solche Zahl nur sehr schwer
merken kann, wird sie zunächst in vier 8-Bit Informationen und dann in
Dezimalzahlen umgewandelt. Dadurch entstehen vier Zahlenblöcke, die jeweils
durch einen Punkt voneinander getrennt sind.
123.45.67.89
Dies wird nun
“Internet-Protokoll-Adresse” genannt. Um eine Art
Hierarchie zu erreichen, werden die Netzwerke anhand der Anzahl der
angeschlossenen Rechner klassifiziert.
|
Klasse
|
Netzwerknummer
|
max. Anzahl
Computer
|
|
A
|
1-126
|
16.387.064
|
|
B
|
128-191
|
64.516
|
|
C
|
192-223
|
254
|
Tabelle 1: Klassifizierung
der IP-Adresse
In der Klasse A beschreibt der erste
Zahlenblock (von links) das Netzwerk und die restlichen drei Blöcke bleiben
für die angeschlossenen Computer. In der Klasse B stehen die ersten zwei
für ein Netzwerk, in der Klasse C sogar die ersten drei. Somit verbleiben
bei B zwei Blöcke, bei C gar nur ein Block für die Computer
übrig. Das MSN (Microsoft Network) ist ein Beispiel
für ein Netzwerk A, das des Providers Computerhaus ist vom Typ C.
2.1.2.2 DNS-Adresse
Der grundlegende Unterschied zur
IP-Adressierung ist, daß man Buchstaben verwendet. Die Adresse kann man
sich dadurch sehr leicht merken. Doch damit das Internet eine DNS-Adresse
auswerten kann, muß sie wieder von sogenannten DNS-Servern in eine
IP-Adresse umgewandelt werden. Erst dann nehmen die Pakete ihren Weg zum Ziel im
Internet auf.
krimmer@magnet.at
Bei der DNS-Adresse (Domain Name System) wird
im Gegensatz zu seinem Pendant zuerst der Computer angegeben. Dieser ist im
obigen Beispiel der Computer/Benutzer “krimmer”. Der zweite Teil
gibt zum einen das Netzwerk an, der durch das Zeichen “@” (auch
Klammeraffe genannt) vom Computernamen getrennt wird. Hier ist
“magnet” der Name des Netzwerks. Zum anderen findet sich am
Schluß, durch einen Punkt getrennt, noch der Name des Gebiets (engl.
Domain). Dabei handelt es sich meist um einen geographischen Bereich, wie auch
bei “at”, das für Österreich steht. Daneben gibt es aber
auch Domains, die nach thematischen Gesichtspunkten vergeben werden: zum
Beispiel “com” (commercial - für Firmen) oder auch
“edu” (education -
Bildungstätten).[11]
|
Domain
|
Bedeutung
|
|
ac
|
Akademien
|
|
com
|
kommerzielle Unternehmen
|
|
edu
|
Bildungsstätten (z.B.
Universitäten)
|
|
gov
|
zivile Behörden
|
|
mil
|
Militär
|
|
net
|
Netzwerke, die in keine andere Kategorie
passen
|
|
org
|
Organisationen
|
Tabelle 2: Politische und
zivile Domains
|
Land
|
Domain
|
|
Österreich
|
at
|
|
Kanada
|
ca
|
|
Schweiz
|
ch
|
|
Deutschland
|
de
|
|
Italien
|
it
|
|
Frankreich
|
fr
|
|
USA
|
gibt es nicht
|
Tabelle 3: Wichtige
geographische
Domains
2.1.3 Der Aufbau
2.1.3.1 LAN
Der Grundbaustein des Internet ist das LAN
(Local Area Network). An diesem Punkt ist die Vernetzung
leicht durchschaubar nach dem Client/Server Prinzip organisiert. Dies bedeutet,
daß alle Clients (Kunde) an einen zentralen Server (Anbieter)
angeschlossen sind.
Das Netzwerk ist die kleinste Einheit. Das
Internet verbindet Netzwerke miteinander, nicht einzelne Computer eines
Netzwerks.
2.1.3.2 MAN
Im Internet ist die Richtung der Daten nicht
vorgegeben. Damit trotzdem eine gewisse Struktur im Datenfluß vorhanden
ist, werden die einzelnen LAN zu einem MAN (Metropolitan Area
Network - alternativ verwendet man auch den Begriff “Mid Level
Area”) zusammengefaßt. Dies erfolgt nach geographischen oder
thematischen Gesichtspunkten. Den Verbindungspunkt zwischen einem LAN und einem
MAN nennt man NAP (Network Access Point). An einem solchen
NAP steht ein Router. Das ist ein Computer, der über spezielle Programme
den günstigsten Weg zum Ziel berechnet. Ein Paket, das vom Rechner A im LAN
A zum Rechner B im LAN B will, wird vom LAN A zum NAP A ins MAN geschickt und
findet von dort über den NAP B zum LAN B den Weg zum Rechner
B.
2.1.3.3 WAN/Backbone
Genauso wie LAN durch ein MAN zu einer
größeren Einheit zusammengeschlossen werden, werden MAN zu WAN
(Wide Area Network) zusammengefaßt. Dadurch
läßt sich das vorige Schema bereits auf Netzwerke ausdehnen, die
verschiedenen MAN zugehören, aber demselben WAN unterstehen. Nach diesem
Muster entstehen immer größere Bereiche, die über ein
übergeordnetes Netzwerk kommunizieren. Die oberste Instanz wird als
Backbone bezeichnet. Diese können zum Beispiel den ganzen Datenverkehr
einer großen Firma, aber auch den eines ganzen Kontinents abwickeln.
Schlußendlich ermöglicht die Kommunikation der Backbones
untereinander den Informationsaustausch rund um die Welt. Zur globalen
Kommunikation dienen Überseeleitungen und
Satelliten.[12]
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Abbildung1: Struktur des
Internet
2.1.4 Die Verwaltung
Im Internet gibt es weder eine zentrale
Verwaltung, die darüber entscheidet, wer ans Netz gehen darf, noch werden
von zentraler Stelle Regeln diktiert. Viele Anwender sehen darin die sogenannte
Internet-Anarchie (die uneingeschränkte Informations- und
Meinungsfreiheit), da niemand das Internet besitzt oder besitzen kann. Es setzt
sich aus vielen unabhängigen Netzwerken mit eigenen Besitzern zusammen.
Jeder Betreiber hat die Kosten selbst zu bestreiten, und hat daher das Recht,
Bedingungen für den Transport von fremden Daten zu stellen. Es ist daher
nicht möglich, daß man jemandem verbietet, etwas im Internet zu
verbreiten, aber man kann von niemandem verlangen, daß er diese Daten
weiterverbreitet.
2.2
CompuServe
2.2.1 Die Geschichte
Die Anfänge von CompuServe finden sich im
Jahre 1969 in Columbus, der Hauptstadt von Ohio/USA. Eine
Versicherungsgesellschaft schaffte eine Rechenanlage an, die weit über
ihren Bedürfnissen lag. So gründete sie, um die überflüssige
Rechenkapazität gegen Geld zur Verfügung stellen zu können,
CompuServe Incorporated. Die Aufgabe lag in der Schaffung, Unterhaltung und
Vergrößerung des Netzwerks, um externen Firmen einen direkten Zugriff
auf die CompuServe Maschinen zu ermöglichen. Der Datentransfer lief offline
ab, das heißt, die Programmierer/Systembetreuer von CompuServe teilten die
Rechenzeit zu. Diese wichtigen Erfahrungen konnte CompuServe ab 1978 im
Onlinemarkt einbringen. In einem kleinen Feldversuch mit 1.000 Mikrocomputern
und mit dem sogenannten “MicroNet” wagte man den ersten Schritt. Es
waren durchwegs Freaks, also Computerspezialisten, die an diesem Versuch
teilnahmen, dadurch war das Angebot trotz des kleinen Umfangs ein großer
Erfolg. Die logische Konsequenz war die Gründung des landesweiten Dienstes
CompuServe Information Services (CIS).
Der endgültige Durchbruch gelang
CompuServe 1980, da die dazu notwendige Hard- und Software durch Verträge
mit Computerherstellern den Computern beigelegt wurden. Das gesteigerte
Informationsangebot wie zum Beispiel die aktuellen Börsenkurse kurbelte den
Erfolg an. Das notwendige Kapital für die weitere Entwicklung stand durch
die Übernahme von CompuServe durch H&R Block Inc. (Finanzkonzern) zur
Verfügung. H&R Block sah in CompuServe die Möglichkeit der
schnellen Verbreitung von Finanzdaten oder des aktiven Börsenhandels
über CompuServe.
Während der nächsten 10 Jahre stieg
die Mitgliederzahl auf eine halbe Million Benutzer: Die Anzahl der
Dienstleistungen nahm immer mehr zu, darunter Nachrichtendienste und komplexe
Datenbanken. Mittlerweile gab es auch in fast jeder größeren Stadt
der USA Einwählknoten. Ab 1989 wurde auch der interaktive Zugriff mit einer
Benutzeroberfläche auf CompuServe durch den CIM (CompuServe
Information Manager) möglich.
Gegen Ende der 80er Jahre war es auch für
Nicht-Amerikaner durch erste Netzknoten in Europa, Südostasien und
Australien möglich, einen einigermaßen günstigen Zugang zu
CompuServe zu erhalten. 1994 konnte dadurch die Mitgliederzahl von 2 Millionen
weltweit überschritten werden. Davon befanden sich 1,2 Millionen im
nordamerikanischen, 500.000 im pazifischen/asiatischen und 200.000 im
europäischen Raum. Und der Aufwärtstrend hält weiter an: etwa
80.000 Benutzer kommen derzeit monatlich hinzu. Voraussetzung dafür sind
das aus eigens für CompuServe entwickelten Rechneranlagen bestehende
Netzwerk in Columbus, das von etwa 1.000 Mitarbeitern betreut wird.
2.2.2 Die Adressierung
Da CompuServe ein kommerzieller Online-Dienst
ist, wird hier hauptsächlich mit dem Namen der Benutzer operiert. Daneben
gibt es noch die CIS-ID (CIS-Identity), mit dem jeder eindeutig identifiziert
werden kann. Hierbei handelt es sich aber um ein für den Anwender nicht
durchschaubares System.
2.2.3 Der Aufbau
In der Zentrale von CompuServe in Columbus
spielt sich das Leben auf den 60 Minirechner von DEC, die durch ein eigens
entwickeltes Betriebssystem verbunden sind, ab. Durch Vernetzung und
unterbrechungsfreie Stromversorgung liegt die Downzeit bei nur 0,05 % (4
Sekunden pro Tag). Die Computer besitzen etwa 700 Gigabyte Datenspeicher. Um den
Schaden bei diesen Datenmengen möglichst gering zu halten, werden die Daten
täglich komplett gesichert.
Die Anlage besteht daneben auch aus der
Anbindung an die Kommunikationsnetze in der ganzen Welt: Zum einen an das
CompuServe-eigene weltweite Netz, das über Satelliten, Land- und
Überseeleitungen kommuniziert, zum anderen an die Gateways mit Leitungen
aus über 120 Ländern. Dadurch können zwischen 8.000 und 8.500
Benutzer zur gleichen Zeit bedient werden.
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Abbildung 2: Der Weg vom PC
über Telefon und Netzwerk zum CIS-Rechner
Dieser Weg wird beschritten, wenn man einen
Login bei CIS (CompuServe Information Services) vornimmt:
Das Modem stellt eine Verbindung über die gewöhnliche Telefonleitung
zum CIS-Knoten her, von dem aus die Daten über den internationalen
Netzdienst nach Ohio an die betreffende Maschine weitergeleitet und dann
bearbeitet
werden.
2.2.4 Die Verwaltung
Die Verwaltung erfolgt bei CompuServe in Ohio
durch die rund 1.000 Mitarbeiter. Diese verwalten die riesigen Datenmengen und
sorgen für Ordnung und Korrektheit im Ablaufs des CIS. Man vermeidet so gut
es geht die Zensur, doch es gibt gewisse Einschränkungen, unter anderem im
Bereich der Pornographie und des
Rechtsradikalismus.[13]
2.3 Das
FidoNet
2.3.1 Die Geschichte
Im Juli 1984 entwickelte Tom Jennings ein
Programm, das er nach seinem Hund Fido (in den USA ein weit verbreiteter
Hundename) benannte. Damit konnte er von San Francisco aus, unter Ausnutzung der
billigeren Telefontarife in der Nacht, Nachrichten an seinen Freund John Madill
in Baltimore schicken. Daß die beiden dadurch eine wahre Lawine lostraten,
konnten sie nicht ahnen. Nur zwei Monate später waren es bereits 30 Nodes,
die mitmachten. Relativ früh gab es bereits den ersten europäischen
Teilnehmer, den Node #33 Ron Smallwood aus London. Die Verbreitung des FidoNet
in Europa war sein Verdienst.
Speziell die Überseeverbindungen
bereiteten damals große Probleme, da aufgrund der unterschiedlichen
Modemstandards in den USA und Europa, nur Verbindungen von 300 Baud möglich
waren.
Die wachsende Teilnehmerzahl bereitete
ebenfalls große Probleme. Um das besser zu organisieren, wurde die
Nodelist eingeführt. Anfangs nur eine unverbindliche Liste, bekam sie mit
der Zeit einen offiziellen Charakter. Zu Beginn war Tom Jennings noch für
alles verantwortlich, gab jedoch eine Aufgabe nach der anderen ab, und
konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung des Programms “Fido”.
Andere Programme, die die Teilnahme am Netz ermöglichten, wurden erst
später entwickelt.[14]
Der erste Schritt in die Zukunft des FidoNet
war die Einführung des Routings. Die Technik des Routings gestattet es,
einen Empfänger über andere, zwischengeschaltete Systeme zu erreichen.
Der Vorteil liegt in den niedrigeren Kosten, da zumeist der Ortstarif optimal
ausgenützt wird. Somit muß nicht jeder Teilnehmer am FidoNet alle
anderen anrufen, sondern er erhält durch einen gezielten Anruf seine
gesamte
“Post”.[15]
Im April 1985 war die Teilnehmerzahl bereits
auf über 150 weltweit gestiegen, und daher wurde die bis dahin übliche
Verwaltung aufgegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt mußte nur eine Nachricht an
den Node #1 oder #51 geschickt werden, um in das FidoNet aufgenommen zu werden.
Die Verwaltung des gesamten FidoNet wurden von diesen beiden Personen
durchgeführt.
Die Verwaltungsänderung bestand darin,
daß neben der Nodenummer zusätzlich eine Netznummer eingeführt
wurde. Diese Netznummer, die regional vergeben wird, faßt die Nodes in
bestimmten Gebieten zusammen. Bis zu einer gewissen Größe stellt die
ebenfalls neu eingeführte Region ein Land dar. Damit wird die Verwaltung
vereinfacht und auf viele Personen aufgeteilt.
Als 1986 bereits ein Großteil der
Netznummern für die USA und Kanada vergeben waren, mußte eine
Lösung gefunden werden, um Europa mit seiner wachsenden Teilnehmerzahl
einbinden zu können. Naheliegend war da die Verwaltung der Regionen durch
die Einführung von kontinentalen Zonen.
Ebenfalls in diesem Jahr wurde auch die
Echomail durch das Sharewareprogramm von Jeffrey Rush eingeführt. Sie
diente dazu, mit einer Nachricht mehrere Leute zu erreichen und ermöglichte
offene Diskussionen mit einer Vielzahl von Beteiligten. Dadurch erhielt das
FidoNet zusätzlich die Merkmale eines Massenmediums. Daß ein
aufstrebendes Medium nicht ohne Regeln auskommen kann, ist klar. 1986 wurde die
erste einheitliche Fidogesetzgebung, genannt Policy, eingeführt. Hier wurde
die Verhaltens- und Verfahrensweise festgelegt. Es gibt zwei Gebote, an die sich
jeder Benutzer halten sollte:
“Thou shalt not
excessively annoy others”
“Thou shalt not be too
easily
annoyed”[16]
[17]
Neben diesen für das FidoNet bedeutenden
Ereignissen findet sich in der Geschichte von 1986 auch die Einführung des
FidoNet in Deutschland. Im November des darauffolgenden Jahres konnte man auch
in Österreich den ersten Node
begrüssen.[18]
Um daneben auch der inflationären Vergabe
von Nodenummern Einhalt zu gebieten, wurde eine Subadressierung im Jahre 1988
eingeführt. Eine Point-Installation erlaubt eine nahezu volle Teilnahme am
FidoNet. Die Einschränkung besteht darin, daß der Point nicht
Mitglied des FidoNet ist, sondern eben nur ein Benutzer. Daraus folgt, daß
der Node die volle Verantwortung für alle Handlungen seiner Points
hat.[19]
Seit 1989, die letzte offizielle Änderung
der Policy datiert aus diesem Jahr, hat sich nichts Grundlegendes mehr
geändert. Lediglich die Zahl der Mitglieder ist rasant angestiegen, die
Übertragungsdauer für 1 MB wurde immer kürzer und die
Übertragungsrate ging in astronomische Höhen.
Zählte man 1989 noch 6.000 Mitglieder, so
waren es 1990 bereits 10.000. In Deutschland konnte man 1991 die 1.000, 1992
sogar über 2.000 zählen. Dann gab es aber in unserem deutschen
Nachbarland einen schwarzen Punkt in der Fidogeschichte: Gegen eine von oben
aufgezwungene Reorganisation der Region gingen die einzelnen Mitglieder auf die
Barrikaden. Die Hälfte verließ das FidoNet Deutschland und
gründete das Netz Fido Classic. Grund für die Reorganisation waren die
sehr langen Maillaufzeiten, die aus der gewachsenen Struktur des Netzes
resultierten. Daher wollte man in Deutschland, wie in Österreich, ein nach
Bundesländern gegliedertes System einführen. Man wehrte sich vor allem
deswegen dagegen, weil es im FidoNet normalerweise demokratisch zugeht
(näheres siehe 2.3.4 Verwaltung), und nichts von oben herab aufgezwungen
wird. Mittlerweile haben die beiden Gruppen wieder zueinander gefunden. Die
Steigerung der Mitgliederzahl hat das nicht beeinflußt, denn inzwischen
hält man bei 38.249 (Stand: 16. Februar 1996) Mitgliedern. Das sind nur die
Nodes, die Mailboxbenützer und Points sind dabei nicht eingerechnet.
2.3.2 Die Adressierung
Ursprünglich war die Adresse nur eine
fortlaufende Nummer. Das nach kurzer Zeit eingeführte Netz wird durch einen
Schrägstrich von der nachgestellten Nodenummer getrennt. Die ersten zwei
Ziffern der Netznummer stellen die Region dar. Davor findet sich die durch einen
Doppelpunkt getrennte Zone. Sie kann einen Wert von 1 bis 6 annehmen, je nachdem
in welchem Kontinent sich der Node befindet.
Somit setzt sich eine FidoNet Adresse wie folgt
zusammen:
Zone:Net/Node (2:318/8)
Diese Adresse wird auch als
3D-Adresse bezeichnet (3 Domains), da sie aus drei
Teilen besteht.
Die Subadressierung, durch die 1988
eingeführten Points, ergibt sich aus der Nummer des Boss (das ist der Node,
der dem Point die Nachrichten zur Verfügung stellt), einem nachfolgenden
Punkt und einer willkürlich zugeteilten Nummer. Der Node selbst führt
der Kompatibilität wegen die 0. So sieht diese 4D-Adresse
aus.
Zone:Net/Node.Point
(2:318/8.8)
Dem Erfolg des FidoNet nacheifernd, haben sich
nach und nach auch andere Interessengruppen gebildet, die die
FidoNet-Technologie nützen, um nach ihren eigenen Regeln zum Teil auch
kommerzielle Inhalte zu verbreiten. Um Konflikten durch unter Umständen
gleiche Adressen (obwohl meist unterschiedliche Zonennummern verwendet werden)
aus dem Weg zu gehen, wurde die 5D-Adresse eingeführt, die
eigentlich keine Verbreitung gefunden hat.
Sie setzt sich aus der 4D-Adresse und dem Namen
des Netzwerks getrennt durch einen “@” zusammen.
Für das FidoNet sieht das wie folgt
aus:
2:318/8@fidonet.org
Für das TrekNet (ein Netzwerk, das die
FidoNet Technologie verwendet und in dem über die Kultserie
“Raumschiff Enterprise” (StarTrek) in allen Variationen diskutiert
wird):
2.3.3 Der Aufbau
Grundsätzlich ist das FidoNet hierarchisch
aufgebaut. So ist es in die logischen Blöcke Zone, Region, Netz, Node und
Point unterteilt. Diese Hierarchie kommt jedem einzelnen Teilnehmer zu Nutzen,
da es ihm ermöglicht, durch den Transport über andere Systeme zum
Empfänger kostengünstig Nachrichten in alle Welt zu schicken. Zu
diesem Zweck haben sich Routingstrukturen gebildet, die sich an den Node- und
Netznummern orientieren.
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Abbildung 3: Routing im
FidoNet Vorarlberg (2:318)
Daher übernehmen bestimmte Nodes im
FidoNet die Aufgaben von Nachrichtenverteilern. Diese werden Hubs und
Sternverteiler genannt. Sie erbringen diese Leistung kostenlos oder bitten um
einen kleinen Betrag, um die Telefonkosten zu mindern. Der oberste
Sternverteiler in einem Net ist der Network
Coordinator (NC). Innerhalb eines klar definierten geographischen Gebiets
schließen sich Nets zu einer Region zusammen. Der oberste
Mailverteiler ist analog der Region Coordinator (RC). Über
den Regionen steht die Zone, die durch einen Zone
Coordinator (ZC) verwaltet wird. Und zur weltweiten Koordinierung gibt es
dann noch den International Coordinator (IC), dessen Funktion eher
politisch anzusehen ist. Diese hierarchische Struktur ermöglicht es,
daß man die Position eines Nodes (Hub, NC) anhand der Nodenummer
herausfinden kann. Man kann den Standort durch die Zonen und Netznummer
erkennen.
Die Aufgabe der Koordinatoren liegt in der
Vergabe der Node- und Netznummern, der Verwaltung der Nodelistensegmente und in
der Organisation eines reibungslosen
Mailtransports.[20]
|
Zone
|
Kontinente
|
|
1
|
Nordamerika
|
|
2
|
Europa (inklusive Israel und
Türkei)
|
|
3
|
Australien und Ozeanien
|
|
4
|
Lateinamerika
|
|
5
|
Asien
|
|
6
|
Afrika
|
Tabelle 4: Zonen des
FidoNet
|
Funktion
|
Typische
Netzadresse
|
|
Zone Coordinator
|
2:2/0
|
|
Region Coordinator
|
2:31/0
|
|
Network Coordinator
|
2:318/0
|
|
Zone Gateway
|
2:2/<Zielzone>
|
Tabelle 5: Typische
Adressen
|
Region
|
Land
|
|
2:23
|
Großbritannien
|
|
2:24
|
Deutschland
|
|
2:30
|
Schweiz
|
|
2:31
|
Österreich
|
|
2:32
|
Frankreich
|
|
2:33
|
Italien
|
Tabelle 6: Wichtige
Regionen in
Europa
2.3.4 Die Verwaltung
Im FidoNet sind die Aufgaben klar verteilt. Die
kleinste Verwaltungseinheit stellt hier das Netz dar, dessen Leiter für die
Wartung und Erstellung des Nodelistsegments, für die Nodenummernvergabe und
für den optimalen und reibungslosen Nachrichtenaustausch verantwortlich
ist. Normalerweise holen sich alle Nodes bei ihm ihre privaten Nachrichten ab,
sofern nicht ein Hub diese Funktion übernommen hat. Der in der Hierarchie
eine Stufe höher stehende Region Coordinator muß eben die
Organisation und Übereinstimmung der einzelnen Netze überprüfen
und sicherstellen. Er wird durch die NC´s regelmäßig
gewählt und dann durch den Zone Coordinator eingesetzt. Diese Art der
Demokratie sichert den Fortbestand des FidoNet ohne einen allzu hohen Aufwand.
Zu guter Letzt gibt es dann noch den IC. Dessen Wahl erfolgt durch die
ZC´s. Dieses Amt hat aber eher politische
Bedeutung.
Kapitel
3 - Vergleich der
Netzwerke
3.1 Die Angebote und
Dienste
3.1.1 Angebote und Dienste des Internet
3.1.1.1 e-mail
Grundsätzlich entspricht e-mail einem
Brief, der elektronisch verfaßt und auch auf elektronischem Weg zugestellt
wird. Der wichtigste Unterschied liegt in der Geschwindigkeit, mit der die
Nachricht über den elektronischen Transportweg übertragen wird. Als
Briefkasten dient die “Mailbox”, wo die Nachrichten kurzfristig
gespeichert werden. Um die Nachricht lesen zu können, muß sie der
Benutzer des Internet zuerst abholen. Dieses kann auf zwei Arten geschehen:
aktiv oder passiv.
Aktiv geschieht es durch einen Login. Dabei
wird die Verbindung zur Mailbox hergestellt und die Post abgerufen. Sie wird
auch Online-Verbindung genannt. Es wird dabei eine gute Kenntnis der Login
Prozedur, der Benutzerumgebung des Servers (also der Mailbox) vorausgesetzt. Der
größte Nachteil liegt in der höheren Telefonrechnung.
Passiv funktioniert es durch Programme die
automatisch täglich zu einer bestimmten Zeit die Verbindung mit der Mailbox
herstellen. Der Vorteil liegt in der freien Auswahl der Software und den zur
Bedienung notwendigen Kenntnissen. Dieser Nachrichtenaustausch wird auch
aufgrund der nicht ständig bestehenden Telefonverbindung offline genannt.
Sie wird durch sogenannte Offline-Reader vorgenommen, die automatisch den
Nachrichtenaustausch (Senden und Empfangen von Nachrichten) für den
Benutzer übernehmen. Sie lassen dem Benutzer die Wahl der Software und
somit auch den Komfort bei der Bedienung.
Allerdings sprechen diese zwei Kontaktarten
auch zwei verschiedene Typen von Anwendern an. Die aktive Variante trifft man
vorwiegend in lokalen Netzwerken an. Für den Privatanwender, der den
Kontakt von seiner Wohnung aus aufnimmt, rentiert sie sich aufgrund der
anfallenden Telefonkosten nicht. Daraus läßt sich leicht erkennen,
daß man die Offline-Variante, bei der die Verbindung aufgrund der
Automatisierung durch den Computer sehr kurz gehalten wird, hauptsächlich
bei privaten Anwendern antreffen
wird.[21]
Die e-mail war und ist der wichtigste Zweig des
Internet. Auch wenn sie oft als einfach bezeichnet wird, ist sie doch die
effektivste, billigste und schnellste Art, eine Information von Punkt A zu Punkt
B zu transportieren. Neben dem bisher verwendeten Protokoll SMTP (Simple
Mail Transfer Protocol) gibt es eine Erweiterung des
Internet: MIME (Multi-purpose Internet Mail
Extensions) ermöglicht die Verwendung von Sonderzeichen und
Multimediaelementen in den ehemals tristen Buchstabensammlungen. Besonders die
Verwendung der Sonderzeichen stellt(e) ein großes Problem dar. Aufgrund
der nicht einheitlich verwendeten Zeichensätze in den verschiedenen
unterschiedlichen Computersystemen (IBM-PC, Macintosh, Amiga, Atari ST, C64,
UNIX, ... ) müssen zur Zeit noch zur Wahrung der Lesbarkeit der Nachrichten
die Umschreibungsformen für “ä = ae”, “ö =
oe”, “ü = ue” und auch für “ß =
ss” verwendet werden. Verstöße gegen diese Regeln werden von
manchen Anwendern als sehr störend
empfunden.[22]
Daneben gibt es die Newsgroups. Diese
können als sogenannte Diskussionsforen bezeichnet werden. Dies ist eine
Nachrichtsammlung, die alle Leute lesen können, wenn sie diese Newsgroup
abonniert haben. In diesen Runden wird über bestimmte Themen diskutiert,
zum Beispiel alle Fans von Sandra Bullock diskutieren in der Newsgroup
alt.fan.sandra-bullock. Darin geht es von Autogrammadressen bis hin zu
Informationen über die neuesten Filmprojekte. Zumeist dominieren jedoch
gefälschte Nacktfotos.
3.1.1.2 Telnet
Dieser Internet-Dienst hat als Aufgabe die
standardisierte Verbindungsaufnahme (auch “remote login” genannt)
zwischen zwei Rechnern im Internet. Der Benutzer ist dadurch in der Lage, den
verbundenen Computer so zu bedienen, als sitze er vor einem Terminal, das direkt
an den Server angeschlossen ist. Deswegen ist die Menüführung bei den
meisten Servern sehr ähnlich, kann aber auch unter Umständen
große Unterschiede
aufweisen.[23]
Der Benutzer muß sich in Folge immer wieder umstellen und muß jeder
neuen Verbindung eine gewisse Einarbeitungszeit einräumen.
Wegen der allgemeinen Art (die Übertragung
beinhaltet nur Zeichen, keine graphischen Elemente) der Anbindung an den Host,
kann das Telnet für die verschiedensten Aufgaben herangezogen werden - es
ist damit auch möglich, alle anderen Dienste des Internet (wenn auch
über Umwege) zu benutzen.
Dies läßt sich durch den Umstand
erklären, daß der angeschlossene Benutzer für den Server wie ein
lokaler Anwender erscheint, und durch Eingabe einer Kennung (Paßwort) auch
alle lokalen Ressourcen verwenden kann. Die Wissenschaftler schätzen diese
Anwendung besonders, da sie bei einem Auslandsaufenthalt auch Zugriff auf
spezielle Dateien und Datenbanken haben.
Unter den Angeboten im Telnet findet man
zumeist Universitätsbibliotheken, die eine Suche vor Ort ermöglichen,
oder Einstiegsmöglichkeiten bei anderen Onlinediensten wie zum Beispiel bei
Magnet
Österreich.[24]
3.1.1.3 Internet Relay
Chat
Im Internet gibt es nicht nur die
Möglichkeit der indirekten Kommunikation, wie über e-mail, sondern
auch die direkte Version. Durch den Internet Relay Chat
(IRC) ist eine Diskussion “live” mit mehreren Personen möglich.
Der Zweck liegt in der Möglichkeit des “Plauderns” mit fremden
Menschen auf der ganzen Welt. Die Öffnung eines Kanals ermöglicht die
Splittung des Gesprächs in verschiedene Themenbereiche, an denen jeder
interessierte Anwender teilnehmen kann.
Die Grundlage dazu bilden Server, die auf der
ganzen Welt verstreut sind. So kann man mit Hilfe des Telnet oder von eigens
für IRC geschriebenen Programmen an der Kommunikation teilnehmen. Die
Organisation erfolgt über die Kanäle, wobei jeder Kanal einem
Themengebiet entspricht. So ist es möglich mit einem Benutzer aus
Australien über Känguruhs und deren Probleme zu sprechen oder
vielleicht bei einem Gespräch zwischen einem Amerikaner und einem Chinesen
über die Probleme der Einwanderer in die USA
zuzuhören.[25]
3.1.1.4 File Transfer
Protocol
Um im Internet Daten übertragen zu
können, bedarf es wiederum eines Protokolls. Dies ermöglicht
einheitliche Übertragung von Dateien, egal ob sie von einem UNIX Rechner
oder von einem PC stammen, der sich irgendwo auf der Welt
befindet.[26]
Wie das Telnet verbindet File
Transfer Protocol (FTP) auch zwei Rechner miteinander. Durch die
typische Client-Server Verbindung ist die Aufgabenverteilung klar. Der Server
sorgt für die Beschaffung der Daten und der Client (die Software des
Benutzers) sorgt für die Verarbeitung der eingegangenen Information nach
dem gemeinsam definierten Weg (durch das FTP). Das FTP gehört wie e-mail
zur Internet-Grundausstattung und kann auf (fast) jedem Server angetroffen
werden.
Durch das FTP verfügt der Anwender
über eine Reihe von Befehlen, die es ihm ermöglichen, in der
hierarchischen Struktur des Datenbaumes der Server zu navigieren. Neben den fast
überall identischen Befehlen wie “dir” und “cd”
findet man solche, die die Anforderung an die Übertragung von Text- und
Binärdateien (also von Programmen) erfüllen. Andere Befehle sind
für das Senden und Empfangen (auch Down- und Upload genannt) von Dateien
zuständig (die ja den eigentlichen Sinn des FTPs darstellen). Man
unterscheidet den Binär- und den ASCII-Modus, weil nicht alle
Computersysteme den ASCII Zeichensatz verwenden. Dies kann gravierende Probleme
nach sich ziehen, wenn zum Beispiel für das Ende einer Zeile
unterschiedliche Zeichen verwendet werden. Um einen öffentlichen Zugang zu
den Servern trotz den Sicherheitsvorkehrungen zu ermöglichen, wurde
anonymus FTP eingeführt. Man muß als Benutzernamen nur
“anonymus”, und als Paßwort die eigene e-mail Adresse angeben.
Somit hat man Zugriff auf einen Großteil der Dateien eines
Servers.[27]
3.1.1.5 Gopher
Die Internetdienste wie e-mail, FTP und Telnet
gehören zu den sogenannten Basisdiensten. Für jeden Dienst braucht man
einen anderen Client bzw. ein anderes Programm, die alle eine unterschiedliche
Bedienung haben. Und um bei einer Suche im Internet erfolgreich zu sein,
muß man wissen, wo man suchen muß.
Um diesem Umstand Abhilfe zu verschaffen,
versuchte man den Inhalt in den Vordergrund zu stellen. Dies gelang durch die
Integration der einzelnen Programme in eine einzige Benutzeroberfläche.
Unter dem Namen Gopher entstand an der Universität von Minnesota eine
Anwendung, die die vielen kleinen Datenbanken zusammenfaßte, und die
Abfrage einer Information bei mehreren Quellen durch eine einzige Suche
ermöglichte. Was auf dem Campus der Uni von Minnesota begann, fand seine
Ausbreitung im ganzen Internet und der “Gopherspace” (so wird der
Verbreitungsraum von Gopher auch genannt) vergrößert sich auch heute
noch.[28]
3.1.1.6 World Wide Web
Doch die Entwicklung hat nicht bei Gopher
aufgehört. Das von CERN entwickelte World Wide Web
(WWW) stellt heute das flexibelste Werkzeug im Internet dar. Es basiert auf
HyperText-Verbindungen, der direkten Einbindung binärer Daten und von
Multimediaelementen wie Graphiken und Ton. Und wie auch bei den anderen Diensten
gibt es auch hier ein eigenes Protokoll: das sogenannten HyperText
Transmission Protocol (HTTP).
HyperTextverbindungen werden durch
unterschiedliche Formatierungen (Größe, Farbe usw.) gekennzeichnet.
Durch die Wahl wird die entsprechende Seite ausgewählt und erscheint kurze
Zeit später auf dem Bildschirm. So kann es leicht passieren, daß man
seine ursprüngliche Absicht vergißt und ein komplett neues Gebiet
entdeckt.
Im WWW wird alles als HyperText dargestellt.
Dadurch gibt es keine Grenzen mehr zwischen den einzelnen Systemen, die
teilweise bei Telnet und FTP noch existieren. Das WWW geht aber noch weiter: Die
Einbindung der Basisdienste ist auch möglich. Die einzige Bedingung ist die
Darstellung als HyperText (somit läßt sich zum Beispiel eine einfache
Bedienung im FTP realisieren).
Um die hinter einem Hyperlink versteckten
Informationen zu finden, bzw. die Informationsart erkennen zu können, wurde
der Uniform Resource Locator (URL) eingeführt. Der URL
ist somit der wichtigste Wegweiser im Internet.
[29]
|
Kennung
|
Übertragungsprotokoll
|
Beispiel
|
|
http://
|
HTTP - HyperText
|
http://www.vol.at/vol
Homepage von Vorarlberg Online
|
|
gopher://
|
Gopher
|
gopher://olymp.wu-wien.ac.at:76/
Studentengopher der WU (auf Port
76)
|
|
ftp://
|
FTP
|
ftp://microsoft.com
FTP Server von Microsoft
|
|
telnet://
|
Telnet
|
telnet://pac.carl.org
Colorado Alliance of Research
Libraries
|
|
news:
|
Newsgroup
|
news:alt.fan.sandra-bullock
Newsgroup der Fans von Sandra
Bullock
|
Tabelle 7: Die wichtigsten
URL-Kennungen
3.1.2 Angebote und Dienste von CompuServe
3.1.2.1 e-mail
Die Nachrichtenfunktion von CompuServe ist
ähnlich der des Internet, sie unterscheidet sich aber in der Art der
Adressierung und der Datenspeicherung. Um mit CIS eine größere Anzahl
von Menschen erreichen zu können, wurde ein Gateway ins Internet errichtet.
Somit kommen zu den 2 Millionen CompuServe Mitgliedern noch 30-40 Millionen
Anwender des Internet, die man erreichen kann.
Ebenso gibt es neben diesem Übergang noch
andere zusätzliche Angebote, die der Briefpost des CIS Attraktivität
verleihen. So gibt es zum einen die Möglichkeit ein Fax oder aber auch ein
Telex zu versenden. Dabei muß man aber bedenken, daß jeweils
Gebühren für den Versand von Ohio, USA anfallen, egal von welchem Land
man anruft. Somit ist es also unsinnig, ein Fax von Feldkirch nach Bonn via CIS
zu schicken. Dagegen ist es von Vorteil, wenn man eines nach New York oder an
ein anderes Fax-Gerät in Nordamerika schicken will. Man kann hier zum einen
Gebühren sparen und zum anderen eine wesentlich bessere Qualität
beibehalten, da ja die Informationen digital nach Übersee übermittelt
werden, und somit keinem Verlust wie bei der analogen Verbindung über das
Telefonnetz unterliegen.
3.1.2.2 Foren
In CompuServe gibt es ähnlich den
Newsgroup sogenannte Diskussionsforen, in denen man sich zu bestimmten
Themengebieten unterhält. Da CompuServe ein professioneller Dienst ist,
findet man darin auch sehr viele Support-Ecken bekannter Hersteller (von
Software und Hardware), wie zum Beispiel Microsoft, Hewlett & Packard (HP),
IBM usw. Ebenso kann man hier Leserpost an bekannte (Computer-) Zeitschriften
schicken, sich in deren Feedbackforen unterhalten oder seine Meinung zu einem
Artikel abgeben. Es finden sich auch Angebote wie das aktuelle Wetter, die
neuesten Nachrichten von Agenturen wie Reuters oder der dpa, die aktuelle
Börseninformation wie auch den aktuellen Stand des Dow Jones Index in New
York. Naheliegend ist auch eine Einbindung von Telefonbüchern aus aller
Welt. In diesen Foren findet man auch aktuelle Software (Updates oder Shareware)
zum Download zur Verfügung. Diese Dateisammlungen umfassen mittlerweile
mehrere 100
GB.[30]
3.1.2.3 Datenbanken
Der CompuServe Information Service ist auch
für wissenschaftliche Recherchen gerüstet. So kann man in den
Datenbanken medizinische Daten finden. Dies ermöglicht zum Beispiel die
Erstellung einer Übersicht über den Gesundheitszustand der
amerikanischen Bevölkerung und dessen Veränderung. Aber hier findet
man auch Enzyklopädien. Das CIS eignet sich hauptsächlich für den
amerikanischen Anwender, obwohl man sehr bemüht ist, den europäischen
Anwendern mehr Platz einzuräumen.
Trotzdem muß gesagt werden, daß CIS
mit seinen fast 2.000 Datenbanken nahezu jeden Aspekt abdeckt.
3.1.2.4 Andere Angebote
Neben den zuvor genannten Dienstleistungen
bietet CompuServe auch scheinbar exotische Dinge. Man kann in einem
elektronischen Reisebüro, ideal für den Geschäftsreisenden, das
richtige Hotel in Paris und nebenbei noch das passende Transportmittel finden.
Für den privaten Anwender bietet CIS aktuelle Filmbesprechungen,
Online-Spiele oder auch den neuesten “Hollywoodtratsch” an.
3.1.3 Angebote und Dienste des FidoNet
3.1.3.1 Netmail
Wie schon bereits bei CompuServe und Internet
stellt Netmail nur eine andere Form der e-mail dar. Ebenso sind Gateways
vorhanden, die die Anzahl der erreichbaren Personen drastisch erhöhen. Ein
Problem stellt sich aber bei der Versendung der Nachricht. Da jeder Fido-Node,
über dessen System die Netmail geroutet wird, diese auch lesen kann,
besteht kein Briefgeheimnis.
3.1.3.2 Echomail
Während man Netmail mit der Briefpost
vergleichen kann, entspricht Echomail am ehesten einem Rundschreiben. So hat
jeder Brief in einer Echomail einen Absender, aber beliebig viele
Empfänger. Dadurch kann man Leute in ganz Deutschland, in Österreich
und in der Schweiz erreichen, sogar in der ganzen Welt. Da jeder Mensch
verschiedene Interessen hat, gibt es bei Echomail auch verschiedene Rubriken,
auch Echos genannt. Diese verschiedenen Interessensgebiete lassen sich in
mehrere Gruppen unterteilen:
- “Plauder- und
Tratschechos”: Der Zweck liegt in der Knüpfung von neuen Kontakten
und in der Unterhaltung. (z.B. AUSTROCHAT.AUS oder GENERAL)
- themenspezifische
Echos: Sie beschäftigen sich mit Programmen, Sportarten oder allgemeine
Themen. (z.B. PASCAL.GER, SPORT.AUS oder WISSEN.GER)
- Gruppenbezogene
Echos: Diese Gruppen stellen zum Beispiel Jugendliche, Frauen oder behinderte
Personen dar. (z.B. TEENS.AUS oder LADIES.GER)
Im Gegensatz zur Netmail wird
Echomail nicht geroutet, sondern an jedes angeschlossene System, das das
betreffende Echo abonniert hat, verteilt. Jede Nachricht wird für jeden
kopiert. Bei der Verteilung der Echomail herrscht eine bei weitem lockerere Form
der Hierarchie, es steht jedem Node frei, wen er sich als Uplink aussucht.
Jeder Node im FidoNet kann als Uplink für
einen anderen fungieren, egal in welcher Zone, Region oder Netz er sich
befindet. Einzig und allein die Übereinkunft der zwei Nodes ist
entscheidend. Sie müssen sich gegenseitig über die Bedingungen einig
werden, wobei meist eine Art Kostenausgleich (für die Beschaffung des
Echos, wenn der Uplink es zum Beispiel aus Deutschland oder den USA beziehen
muß) ausgemacht wird. Der Node, der sich das Echo bei dem Uplink besorgt,
wird auch Downlink bezeichnet. Diese beiden Begriffe rühren von “Up-
und Download” her. Der Uplink sendet die Mailpakete und der Downlink
empfängt sie.
Jedes Echo im FidoNet hat (bis auf einige
Ausnahmen zum Beispiel in der AUSTROCHAT.AUS, einem österreichischen
Tritsch-, Tratschecho) einen Moderator. Dieser Node oder Point wird meist
jährlich gewählt. Vor seiner Wahl präsentiert er seine Gedanken
zur Gestaltung der Regeln. Der gewählte Moderator verteilt danach diese als
Datei über die teilnehmenden Downlinks, sie sind somit für jeden
zugänglich. Die Einhaltung dieser Regeln wird durch den Moderator
überwacht, und Verstöße werden mit einer Warnung durch eine
Netmail geahndet. Bei mehrmaligen Übertretungen stehen dem Moderator ein
vorübergehendes Teilnahmeverbot oder bei sehr schweren Verstößen
der Ausschluß aus dem FidoNet als Maßnahmen zur
Verfügung.[31]
3.1.3.3 FileRequest
Früher begann eine lange und sehr teure
Suche, wenn man eine bestimmte Datei benötigte, von der man keine Quelle
kannte. So rief man eine Mailbox in der Umgebung an, und wenn man dann dort
nicht fündig wurde, begab man sich von einer Box zur
nächsten.
Als Mitglied des FidoNet ist das Ganze viel
einfacher geworden. Man besorgt sich zuerst einmal die Filelisten von den
umliegenden Nodes mittels eines FileRequests. Eine solche Anforderung erfolgt
durch eine nach einer bestimmten Form aufgebauten Datei. Sie wird von dem
angerufenen Node während der Verbindung bearbeitet, und die darin
angegebenen Dateien werden in der Filebase, einer Datenbank in der alle Dateien
der Mailbox verzeichnet sind, herausgesucht und dem Anrufer gesandt.
Wenn diese auf der Festplatte des eigenen
Rechners gespeichert sind, sucht man diese Dateien durch (es fallen dabei keine
Telefonkosten mehr an) und notiert sich den Namen der Datei.
Durch eine weitere Verbindung mit dem Node, in
dessen Fileliste man die Datei oder das Programm gefunden hat, übermittelt
man den Request. Man erhält diese Datei noch während der Verbindung.
Vorteile:
- Keine zeitraubende
Anmeldung im jeweiligen BB
S
nötig
- Die Automatisierung
hält die Telefonkosten in
Grenzen[32]
3.1.3.4
FileEcho
Da es Leute gibt, die gleiche Interessen haben,
ergeben sich Gruppen, die regelmäßig verteilte Dateien sofort
erhalten möchten. Zur Lösung des Problems wurde das schon
bewährte Rezept der Echomail angewendet, mit einer Einschränkung: So
kann nicht jeder einfach eine Nachricht (eine Datei) verschicken, die dann an
alle versandt wird, sondern nur mehr ausgewählte Personen suchen die
Dateien aus, die dann an die Abonnenten verschickt
werden.[33]
3.2 Die Kosten
Allgemein gibt es bei allen drei Angeboten
einen Faktor, der (fast) immer angetroffen werden kann: die
Telefongebühren. Da die Österreichische Post noch ein Monopol auf
Telefondienste hat, muß man mit hohen Gebühren leben.
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Abbildung 4:
Durchschnittliche jährliche Telefonkosten eines
Haushalts
Der Ortstarif (für Telefonate im Umkreis
von 25 km) beträgt ATS 40,- für eine Stunde (das entspricht ATS 0,67
pro Minute - dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß
die kleinste Verrechnungseinheit ein “Tarifimpuls” ist, der 72
Sekunden lang dauert und ATS 0,80 kostet). Es gibt im Ortstarif keine
Ermäßigung in den Nachtstunden. In der 1. Fernzone (25 - 100 km)
kostet eine Stunde telefonieren ATS 240,- (ATS 4,- pro Minute). Billiger ist es
von Montag bis Freitag, zwischen 18 und 8 Uhr, sowie an Samstagen, Sonntagen und
an Feiertagen während der ganzen 24 Stunden. Dann kostet die Stunde nur
mehr ATS 160,20 (ATS 2,67 pro Minute). Am teuersten wird das Gespräch in
der 2. Fernzone (über 100 km), denn hier kostet es dann ATS 319,80 pro
Stunde (ATS 5,33 pro Minute). Der ermäßigte Tarif beträgt ATS
240,- je Stunde (ATS 4,- pro Minute). Online ist kein billiges Vergügen;
besonders, wenn man lange Zeit verbunden
ist.[34]
|
Ortstarif
|
1. Fernzone
|
2. Fernzone
|
|
normal
|
ATS 0,67
|
ATS 4,-
|
ATS 5,33
|
|
ermäßigt
|
-
|
ATS 2,67
|
ATS 4,-
|
Tabelle 8:
Tarifübersicht der Österreichischen
Post
3.2.1 Kosten des Internet
Beim Internet spielen die Telefonkosten keine
so große Rolle, solange man über eine Netzwerkverbindung
verfügt. Ein sehr teurer Spaß wird es, sobald man via Modem (also
über eine Wählleitung) die Verbindung zum Internet aufnimmt. Dann
werden trotz einer Ortstarifverbindung Kosten von ATS 40,- pro Stunde
fällig, neben den Providerkosten, die man eventuell auch noch pro Stunde
zahlen muß.
Ein Provider ist im Internet über eine
Standleitung mit den nächstgrößeren Knoten in Verbindung steht,
und bietet seinen Kunden gegen einen gewissen Betrag (für Privatpersonen
bewegt sich dies von ATS 150,- bis ATS 500,- für einen Monat - für
Firmen beginnen die Preise bei etwa ATS 2.000,-) den Zugang an.
In Österreich schießen neue Provider
wie Pilze aus dem Boden, jeder mit eigenen Zielgruppen. Der eine zielt auf die
kommerziellen Anwender ab (EUNet), der andere auf den privaten Anwender
(Computerhaus). Zu guter Letzt gibt es solche, die versuchen alle zu bedienen
(Teleport - Vorarlberg Online). Durch diese Angebotsdichte findet sich für
jeden Anwender der passende Anbieter.
|
10 Stunden pro Monat
(Telefongebühren)
|
ATS 400,-
|
|
Grundgebühr des Providers
|
ATS 350,-
|
|
ATS 700,-
|
Tabelle 9: Monatliche
Kosten bei privater
Nutzung
3.2.2 Kosten von CompuServe
Bei CompuServe schaut die Situation ganz anders
aus. Hier hat es den Anschein, als ob Österreich nur aus Wien besteht. Denn
dort gibt es den einzigen Einwählknoten Österreichs. Damit
schließt man die privaten Anwender außerhalb Wiens bereits aus. Da
CompuServe nicht auf der ganzen Welt eigene Leitungen unterhält, muß
man unter Umständen noch zusätzliche Gebühren an den
Einwählknotenbetreiber zahlen. Dies beträgt in Wien US $ 8,- pro
Stunde.
CIS kostet nämlich auch sehr viel Geld. So
kostet CompuServe im Standard Pricing Plan US-$ 9,95 pro Monat, unabhängig
von der Nutzung, darin sind keine Besuche von kostenpflichtigen Supportforen
enthalten, die je nach Zugangsgeschwindigkeit mit bis zu US-$ 4,80 pro Stunde zu
Buche schlagen. Weitere Kosten verursachen Abfragen bei Datenbanken.
|
10 Stunden pro Monat (Telefongebühren:
Ortstarif)
|
ATS 400,-
|
|
Zeitgebühr für den Betreiber des
Netzwerks
|
ATS 880,-
|
|
CIS Grundgebühr
|
ATS 110,-
|
|
CIS Gebühren für erweiterte
Dienste
|
ATS 550,-
|
|
ATS 1.940,-
|
Tabelle 10: Monatliche
Kosten für CompuServe in Wien
|
10 Stunden pro Monat (Telefongebühren: 2.
Fernzone)
|
ATS 3.200,-
|
|
Zeitgebühr für den Betreiber des
Netzwerks
|
ATS 880,-
|
|
CIS Grundgebühr
|
ATS 110,-
|
|
CIS Gebühren für erweiterte
Dienste
|
ATS 550,-
|
|
ATS 4.740,-
|
Tabelle 11: Monatliche
Kosten für CompuServe in
Vorarlberg
3.2.3 Kosten des FidoNet
Das FidoNet ist sehr preisgünstig. Die
Telefonrechnung wird geschont, weil man maximal 5 Minuten pro Tag benötigt,
um den Nachrichtenaustausch als Point mit seinem Boss durchzuführen.
Zumeist findet sich auch ein Node im Umkreis von 25 km, sodaß der
Ortstarif ausgenützt werden kann. Falls er eine Aufwandsentschädigung
möchte, ist sie jedoch meist mit ungefähr ATS 100,-
gering.
|
150 Minuten pro Monat (Telefongebühren)
|
ATS 100,-
|
|
Aufwandsentschädigung
|
ATS 120,-
|
|
ATS 220,-
|
Tabelle 12: Monatliche
Kosten als Point im FidoNet in
Vorarlberg
3.3
Anwenderprofil
3.3.1 Anwenderprofil des Internet
Der Anspruch des Internet liegt darin, für
jeden etwas zu bieten und das, so gut es geht. Alles und jeder sollte darin
vertreten sein, nichts vergessen werden. So soll der Forscher durch riesige
Datenbanken seinen Wissensdurst stillen, der Computerfreak sich die neuesten
Programme besorgen, die Hausfrau ein paar Einkäufe erledigen, der
Geschäftsmann weltweite Kontakte pflegen, der Verkäufer Geschäfte
machen, der Angestellte seine Arbeit zu Hause vor dem Computer anstatt im
Büro erledigen und die Politiker durch Videokonferenzen einen
Friedensvertrag abschließen können. Somit würde ich das Internet
als semiprofessionellen Informationsdienst bezeichnen, der sowohl den privaten
als auch den wirtschaftlichen Markt abzudecken
versucht.
3.3.2 Anwenderprofil von CompuServe
Durch das Rechenbeispiel der Kosten von
CompuServe läßt sich erkennen, daß bei CIS der private
europäische Anwender nichts verloren hat. Außerhalb von Wien mag es
sogar für Unternehmen nicht mehr in einer vernünftigen Kosten/Nutzen
Relation stehen, wenn man nicht auf einige Angebote von CIS (wie zum Beispiel
der Abruf einer speziellen Datenbank) unbedingt angewiesen ist. Gänzlich
anders gestaltet sich die Situation in den USA. Dort gibt es mehr
Einwählknoten, und die Telefonkosten sind aufgrund des örtlichen
Wettbewerbs durch die verschiedenen Telefongesellschaften niedrig. Dadurch
fallen die Gebühren von CompuServe nicht mehr allzusehr ins Gewicht (in den
USA sind ein Großteil der Einwählknoten im Besitz von CompuServe und
daher wesentlich kostengünstiger). Deswegen ist es auch für private
Benutzer
erschwinglich.
3.3.3 Anwenderprofil des FidoNet
Die Kosten, die Geschichte und die Struktur
zeigen, daß FidoNet ausschließlich ein Forum für Private ist.
So wurde es von zwei Freunden gegründet, die Software wird/wurde nur von
Hobbyprogrammierern geschrieben, und die strenge Hierarchie im FidoNet
bestätigt sich selbst immer wieder durch Ausnahmen. Es ist eine gewachsene
Struktur vorhanden, und genauso hat es sich auch an den Gegebenheiten
orientiert. Das Gesicht des FidoNet ist durch die Verschiedenheit der Menschen
geprägt. Das macht den Reiz aus. Der enge Kontakt untereinander ist von
großer Bedeutung. Gerade hier stimmt das Vorurteil nicht, daß der
Computerfreak tagelang nicht hinter dem Bildschirm hervorkommt und zur normalen
Kommunikation nicht fähig ist.
Die Bezeichnung “Onlinedienst”
paßt nicht auf das FidoNet - es ist ein Verein, weil es einfach mehr ist,
als nur eine Ansammlung von Bytes.
3.4 Der direkte
Vergleich
3.4.1 CompuServe und Internet
Grundsätzlich kann man das Internet von
CompuServe darin unterscheiden, daß das Internet aus 10.000en von
Netzwerken besteht und CIS nur aus einem einzigen. Von dem Angebot ausgehend
möchte ich erwähnen, daß in CompuServe sehr genau auf die
Bedürfnisse der finanzkräftigen Anwender eingegangen wird - also durch
Angebote wie Börsenkurse, Datenbanken usw. Dies ist durch die zentrale
Verwaltung möglich. Das Internet hat jedoch keine Verwaltung und somit gibt
es auch keine Steuerung. Daher stellt das Internet eher eine Art Sozialspiegel
dar. Manche bezeichnen es sogar als das Paradebeispiel der offenen
Marktwirtschaft, politisch gesehen entspricht es der Anarchie. Es gibt für
jeden etwas, auch das riesengroße Angebot von Pornographie, die frei
zugänglich ist, begründet sich in Angebot und Nachfrage. In CompuServe
ist so etwas nicht möglich. Dieser Datendienst muß versuchen,
politisch, sozial und moralisch korrekt zu erscheinen, denn jede Art von
negativer Berichterstattung könnte finanzkräftige Anwender
vertreiben.
3.4.2 FidoNet und Internet
Während das FidoNet die demokratische
Struktur der westlichen Welt widerspiegelt (auch wenn es manchmal etwas
diktatorischer zugeht, als es eigentlich sollte), herrscht im Internet die
Anarchie vor. Hier prallen zwei Welten zusammen, bei der die eine durch den
Massenmarkt unterstützt und subventioniert wird. Die andere versucht sich
ihre Individualität in der Masse zu erhalten und die private Identität
nicht durch kommerzielle Einflüsse zerstören zu lassen. Daher kann man
im FidoNet auch meist eine größere Detailfülle und
Hintergrundinformation zu einem bestimmten Thema erhalten. Allerdings darf man
sich nicht erwarten, daß dies bei jedem Thema der Fall ist. Das FidoNet
bedient sich ganz einfach eines Nischenmarkts, und versucht, sich dadurch das
Überleben trotz des übermächtigen Riesen Internet zu
sichern.
3.4.3 CompuServe und FidoNet
Zwischen CompuServe und dem FidoNet gibt es
noch größere Unterschiede als beim Vergleich vom FidoNet mit dem
Internet. Denn CIS ist ein kommerzieller Dienst, und das FidoNet sträubt
sich gegen jede Art von Kommerz. Es ist grundsätzlich kostenlos, bis auf
den zuvor genannten Telefonkostenersatz. CIS hingegen verlangt für jede
Leistung Geld. Bei CompuServe kommen die horrenden Telefon- und
Netzwerkgebühren hinzu.
3.4.4 Zusammenfassung
Das FidoNet ist auf Freundschaft und
Gemeinschaft ausgelegt und soll den zwischenmenschlichen Kontakt pflegen - den
Gegensatz dazu stellt CompuServe dar. Dort steht der Profit im Vordergrund, und
der Anwender ist sekundär. Im Internet ist der Benutzer und sein Anliegen
vollkommen unwichtig, weil der Einzelne in der Masse untergeht. Die
Anonymität ist kein Problem. Die Größe und die anarchistische
Organisation des Internet läßt den Menschen nicht zur Geltung kommen.
Begegnungen wie im FidoNet und zum Teil auch in CompuServe gibt es im anonymen
Internet nicht.
3.5 Kurzübersicht
|
Internet
|
CompuServe
|
FidoNet
|
|
|
30-40 Millionen
|
2 Millionen
|
500.000
|
|
Gründung
|
1969
|
1978
|
1984
|
|
Zugänge
|
flächendeckend
|
Ballungszentren
|
flächendeckend
|
|
Ausrichtung
|
semiprofessionell
|
kommerziell
|
privat
|
|
kommerzielle
Inhalte
|
ja
|
ja
|
unerwünscht
|
|
Kosten pro Monat
|
ATS 700,-
|
ATS 1.940,-
|
ATS 220,-
|
Kapitel
4 -
Ausblick
4.1 Zukunft des Internet
Zur Zeit schaut es so aus, als würde die
Zukunft des Internet in den Händen eines Mannes liegen: Bill Gates. Er hat
nach der Verlagerung des in Windows 95 integrierten Online-Dienstes
Microsoft Network (MSN) in das Internet, die Erweiterung
der MS Office Produktpalette um Internet Module bekanntgegeben.
Doch Microsoft ist mit seiner
Internet-Offensive nicht alleine. Der Hauptkonkurrent IBM mit seinem
Betriebssystem OS/2 Warp hat ein eigenes Zugangsnetz, das sich über die
ganze Welt erstreckt und hat fast ein Jahr vor Microsoft das Gebot der Stunde
erkannt.
Insgesamt scheint es, als würde kein Weg
am Internet vorbeiführen. Nach der Meinung von einigen Experten soll
bereits Ende 1996 jeder Computerbesitzer einen ungehinderten Zugang zum World
Wide Web haben.
Doch es gibt auch Probleme: Zum einen ist hier
die Sicherheit zu nennen. Es ist relativ einfach, Daten
“anzuzapfen”. Daher sollte man im Internet das Zahlen mit
Kreditkarten vermeiden, es sei denn, man verwendet eine Kodierungssoftware.
Allerdings hat der Staat gegen diese Verschlüsselung etwas, da er ja dann
keine Einsicht in die Daten nehmen kann. Verwirklicht wurde ein solches Gesetz
bereits in Frankreich.[36]
Auf der anderen Seite gibt es speziell in
Europa (siehe 2.1) Strukturprobleme. Durch fehlende Kooperation müssen
Daten eine Reise rund um die Welt antreten, nur um von Feldkirch nach Berlin zu
gelangen.
Die rasant wachsende Zahl der Benutzer und
Anbieter im Internet ist zum einen das große Plus für die Zukunft,
zum anderen verlangsamt sich es dadurch noch mehr. Daher gilt es für die
Zukunft erstens die Geschwindigkeit zu steigern und zweitens das
Sicherheitsrisiko durch Integration von Kodierungsalgorithmen zu lösen.
4.2 Zukunft von CompuServe
Bei CompuServe muß man sich um die
Zukunft keine Sorgen machen. Die Ausrichtung von CIS auf die professionelle
Versorgung von Firmen und Computeranwendern (alle wichtigen Hard- und
Softwarehersteller sind hier vertreten) mit Support durch aktuelle Treiber,
FAQ´s, Diskussionen mit kompetenten Fachleuten usw. ist zukunftsorientiert.
Die Kosten werden aufgrund des stärkeren Kampfes im Onlinemarkt mit
Sicherheit gesenkt werden, ebenso wie eine Steigerung der Dichte von
Einwählknoten zu erwarten ist. Trotzdem bleibt es zu hoffen, daß CIS
weiterhin ein professioneller Anbieter bleibt, der dem Grundsatz “Klasse
statt Masse” treu bleibt.
4.3 Zukunft des FidoNet
Das FidoNet war und ist ein Netzwerk von
Computerprofis, die keine wunderschöne Benutzeroberfläche
benötigen, sondern denen die Funktionalität am Herzen liegt. Die
Teilnehmer sind bereit, neue Technologien auszuprobieren und alte
funktionierende Konfigurationen “über Bord zu werfen” (trotz
dem Spruch “never touch a running
system”[37]).
Gerade wenn etwas nicht klappen will, stehen einem die anderen Teilnehmer mit
Rat und Tat zur Seite. Durch diesen Gemeinschaftssinn und durch diese
Hilfsbereitschaft findet das FidoNet immer mehr Freunde und die Zahl der
Mitglieder steigt wöchentlich (mit der Aktualisierung der Nodelist). Es ist
klein und fein und trotz allem das größte weltweit agierende private
Netzwerk.
4.4 Zukunft der Datenautobahn
In den nächsten Jahren wird sich der jetzt
bestehende Online-Markt verändern. Die gewaltigen Dimensionen, die er
bereits jetzt angenommen hat, werden noch größer werden. So wird,
nach einer Aussage von Jürgen Rüttgers, dem deutschen Wissenschafts-
und Zukunftsminister, der Spruch “time is money” eine neue Bedeutung
erhalten: Denn “Telecommunication”,
“Information”, “Media” und
“Entertainment”[38],
kurz T.I.M.E. genannt, wird am Ende dieses Jahrtausends die größte
Wirtschaftsbranche der Welt
sein.[39]
4.5 Resümee
Die bestehenden kommerziellen Netze werden sich
mit dem Internet zu einem weltumspannenden Informationsdienst verschmelzen.
Dabei wird vermutlich das TCP/IP Protokoll weiterhin angewendet werden. Die
HTML-Sprache wird sich stark erweitert zu einem de facto Dateistandard
entwickeln (das bedeutet auch daß sie als Dateiformat für
Textverarbeitungen und andere Applikationen dienen wird - nicht nur für die
PC-, sondern auch für die Apple Macintosh- und UNIX-Welt).
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Hürden wie sehr hohe Kosten und Diskussionen über den richtigen Weg
(mit oder ohne Eingriff des Staates, wie zum Beispiel durch Förderungen von
Projekten oder durch reglementierende Gesetze wie zum Beispiel die Zensur des
Internet[40])
werden zu bewältigen sein.
Eines ist jedoch bereits heute
klar:
“Genau wie eine Naturgewalt kann
auch das Digitalzeitalter weder ignoriert noch gestoppt
werden.”[41]
Dasselbe gilt auch für die
Datenautobahn.
Glossar
Analog
Bei analoger Übertragung wird ein
akustisches oder optisches Signal in ein elektrisches Signal umgewandelt
(Mikrofon, Videokamera). Ein leiser Ton hat ein schwaches elektrisches Signal
zur Folge, ein lauter Ton ein starkes Signal
ANSI
American National
Standards Institute
ASCII
ANSI Standard Code for
Information Interchange. Darin sind 127 Schriftzeichen inklusive
einiger Steuerzeichen definiert
ATM
Weiterentwicklung von ISDN auf Basis der
Glasfasertechnologie mit höheren Übertragungsraten (bis zu 155 Mbps)
und erweitertem Dienstangebot
Backbone (engl.
Rückgrat)
Leistungsfähige Datenleitung, über
die die Kommunikation eines sehr großen Bereichs (meist Kontinent)
abgewickelt wird
Bandbreite
Maß für die Leistungsfähigkeit
eines Datenübertragungsweges, wird als Frequenzbereich oder in bps
angegeben. Die Bandbreite eines Signals ist derjenige Frequenzbereich, in dem
die gesamte Leistung eines Signals enthalten ist. Bei der Datenübertragung
wird die Bandbreite in bps gemessen und bestimmt die Informationsmenge pro
Zeiteinheit, die auf einem Netz übertragen werden kann
Baud
Wird fälschlicherweise oft synonym zu bps
verwendet. Baud beziffert die Anzahl der Signale pro Sekunde. In einem Signal
können (müssen aber nicht) mehrere Bits übertragen
werden
BBS (Bulletin Board
System)
Synonym für Mailbox
Binäre
Zahlendarstellung
Siehe Bit
Bit
Kleinste Einheit für Daten in binärer
Zahlendarstellung. Ein Bit kann zwei Zustände annehmen, die meist mit
“Null” und “Eins” bezeichnet werden
bps
Bit per
second
Byte
Reihe binärer Elemente; ein Byte besteht
aus 8 Bit
CERN
Conseil Européen pour la
Recherche Nucléaire bzw. Organisation Européenne
pour la Recherche Nucléaire - europäische Organisation für
Kernforschung mit dem Ziel der gemeinsamen kernphysikalischen
Grundlagenforschung der 12 europäischen Mitgliedsstaaten
Chat (engl. plaudern)
Schriftliches “Unterhalten”. Meist
bei bestehender Telefonverbindung
Client-Server
Beim Client-Server-Prinzip greift ein
Client-Prozeß (zum Beispiel ein Programm auf einem lokalen PC) auf den
Server-Prozeß, der normalerweise auf einem anderen Rechner abläuft,
zu und wird bei diesem Zugriff vom Server mit Informationen
“bedient”. Als Beispiel kann eine Datenbankabfrage genannt werden,
bei der der Server auf Anfrage des Client Daten sucht und sie dann dem Client
übergibt
CompuServeknoten
Siehe Knoten
cps (characters per
second)
Anzahl der Zeichen, die pro Sekunde
übermittelt werden. Dieser Wert ist eine Maßzahl, die die Effizienz
der Modemverbindung wiedergibt
Cyberspace (engl. Virtuelle
Realität)
Vom Computer simulierte 3D-Räume, in denen
sich ein technisch entsprechend ausgerüsteter Mensch wie in realer Umgebung
bewegen kann
Digital
Bei der digitalen Übertragung im
Fernsprechnetz werden analoge Signale vor der Übertragung in periodischen
Zeitintervallen abgetastet. Die Werte werden in eine Folge von Nullen und Einsen
verschlüsselt (= codiert). Diese Null-Eins-Folge ist das digitale
elektrische Signal des Sprachsignals. Der zusätzliche Aufwand bei der
Verschlüsselung und Wiedergewinnung des ursprünglichen Signals wird
aufgewogen durch höhere Störsicherheit und leichtere
Weiterverarbeitung im Computer
Dow-Jones Index
Index der bedeutendsten Aktien, die an der Wall
Street in New York gehandelt werden
Downlink
Client eines Uplink - siehe
Uplink
Download
Empfangen von Informationen von einem
Online-Dienst durch Übertragen von Files mit einem bestimmten
Protokoll
Downzeit
Zeit, während der ein Rechner nicht
erreichbar ist, zum Beispiel wenn er repariert, neu konfiguriert oder wegen
eines Stromausfalls abgestürzt ist
Einwählknoten
Siehe Knoten
Electronic Mail (engl. Elektronische
Post)
Versenden und Empfangen elektronischer
Nachrichten
e-mail
Siehe Electronic Mail
Gateway
Verbindung zwischen zwei Rechnersystemen oder
Datennetzen. Die Verbindung der Rechner erfolgt über Software, die die
Konvertierung der Daten zwischen den unterschiedlichen Netzprotokollen
vornimmt
FAQ (Frequently Asked
Questions)
Antworten auf häufig gestellte Fragen in
einem Diskussionsforum
Fax
Fernkopieren zum orginalgetreuen
Übermitteln beliebiger graphischer Vorlagen im Telefonnetz mit
Fernkopiergerät als Telefonzusatzeinrichtung
Feedback (engl. Rückkopplung,
-meldung)
Reaktionen von Lesern einer
Zeitschrift
Filebase
Datenbank einer Mailbox, in der alle
verfügbaren Dateien mit der Dateigröße aufgezeichnet
sind
Filelist (engl.
Dateiliste)
Für den Benutzer lesbare Version der
Filebase
FileRequest (engl. bitten, ersuchen
um)
Download einer Datei durch einen
Mailer
Homepage
Erste Seite oder Einstiegsort in das World Wide
Web. Sie läßt sich in den meisten WWW Programmen
einstellen
Host
Leistungsstarker Rechner, auf dem verschiedene
Aufgaben parallel durchgeführt werden und der vielen Nutzern über
Trägernetze zur Verfügung steht
Hyperlink
Querverweis im HyperText
HyperText
Verweisverfahren in einem oder mehreren
Dokumenten. Textstellen mit einem Querverweis sind speziell
markiert
IBM
Die Nummer 1 im Computermarkt
Internetknoten
Siehe Knoten
ISDN (Integrated Services
Digital Network]
Auf Basis der Telefonnetzleitungen werden
digitale Signale bis zum Teilnehmer geführt. Beim einfachen
Basisanschluß stehen zwei Übertragungskanäle zu 64 Kbps für
Sprach- oder Datenübertragung und einer zu 16 Kbps unter anderem für
Paketdatenübertragung zur Verfügung
kbps
Kilobit per
second
Kennung
Siehe Paßwort
Knoten
Eingang zu einem Netzwerk. Im Falle eines
Internetknotens ist dies der Punkt, an dem erstmals die Daten das lokale
Netzwerk verlassen und in ein anderes übertragen werden. Ein
Einwählknoten ist ein Gateway für externe Benutzer eines Netzwerkes,
die mit einem Modem eine Verbindung herstellen. Man wählt diesen Knoten an
(stellt also eine Verbindung über das öffentliche Telefonnetz her),
und die zu übertragenen Daten werden an das Netzwerk übermittelt. Im
Falle eines CompuServeknoten treten die Daten dann eine lange Reise über
Standleitungen nach Ohio/USA an
Login
Einwahl in oder Anmeldung bei einem
Rechner/Server
Logout
Abwahl bei oder Abmeldung von einem
Rechner/Server
Magnet
Online-Service der Firma Egger & Lerch. Es
stellt eine Internet e-mail Adresse, viele Diskussionsforen und lokale
Einwählknoten in ganz Österreich kostengünstig zur
Verfügung
Mailbox
In einer Mailbox können mehrere Benutzer
Nachrichten und Dateien über einen via Modem erreichbaren fremden Rechner
austauschen
Mailer
Programm, das den automatisierten Nachrichten-
und Datenaustausch zwischen mailboxartigen Rechnersystemen
ermöglicht
Mailinglist
Diskussionsforen im Internet, die mittels
e-mail-Verteilerlisten organisiert sind
Maillaufzeit
Zeit, die eine Nachricht benötigt, um von
A nach B zu kommen
mbps
Megabit per
second
Microsoft
Weltweit führender
Software-Produzent
Modem (Modulator und
Demodulator]
Datenübertragungseinrichtung, bei welcher
die digitalen Signale für die Übertragung in einem analogen Netz, zum
Beispiel im Fernsprechnetz, als analoge Signale moduliert und nach erfolgreicher
Übertragung demoduliert werden
Multimedia
Verbindung von Telekommunikation,
Unterhaltungselektronik und Computertechnik in Multimedia (Sprache, Text, Bild
und Ton)
Net
Teil des FidoNet, gewöhnlich eine
Ansammlung von Nodes innerhalb eines klar umgrenzten Gebiets
Node (engl. Knoten)
Mitglied des FidoNet. Er ist in der Nodelist
aufgeführt. Allgemein ist es ein Punkt an dem zwei oder mehrere Leitungen
zusammentreffen (zum Beispiel die Telefonleitung des Benutzers mit der des
Providers, oder die Leitungen zweier Netzwerke an einem NetworkAccessPoint) -
man kann es auch als Kreuzung von Datenleitungen bezeichnen
Nodelist
Telefonbuch des FidoNet. Hier sind alle
Mitglieder aufgelistet
Offline
Gegenteil von Online - es besteht keine
Verbindung
Online
Aufrechte Verbindung zwischen zwei
Endgeräten oder zwischen dem Nutzer und einem Anbieter von Diensten, die
über Telekommunikationsleitungen bereitgestellt werden
Online-Dienst
Palette von elektronischen Dienstleistungen,
die alle über Datennetze verfügbar sind. In erster Linie Informations-
und Kommunikationsangebote zum Beispiel e-mail
OS/2 Warp 3.0
Graphisches Betriebssystem von IBM, Ende 1994
auf den Markt gebracht. Konkurrent von Windows 95 mit knapp 10 % Marktanteil
Paketvermittlung
Die zu übertragenden Informationen werden
in Pakete unterteilt und an den Empfänger übertragen. In einem
gewissen Umfang kann vom Netz auch eine Protokollwandlung durchgeführt
werden
Paßwort
Sicherheitsmaßnahme um den Zugriff auf
Computersysteme oder Dateien einzuschränken. Es besteht aus einer
einmaligen Folge von Zeichen, die vom Anwender zur Identifikation eingegeben
werden. Nach der Überprüfung durch das System wird dem Benutzer der
Zugriff gewährt
Point
Erweiterung eines regulären Nodes. Der
Begriff wird vom Format der Nodeadresse abgeleitet. 2:318/8.8 gibt
besipielsweise den 8. Point des Nodes 318/8 in der Zone 2 an. Der Pointstatus
dient dazu, dem Benutzer automatisiert und einfach eine Teilnahme am
Echomail-Geschehen zu ermöglichen. Im Normalfall haben Pointsysteme nur mit
ihrem Boss-Node zu tun, da sie nicht in der Nodelist aufgeführt
sind
Policy
Grundgesetz des FidoNet und Vorbild vieler
fido-kompatibler Netze. Ein grundlegendes Regelwerk, das die Struktur und
Organisation des FidoNet beschreibt und außerdem als Bezugsgrundlage zur
Schlichtung von Streitigkeiten verwendet wird
Protokoll
Vereinbarung über die Vorgänge bei
der Datenübertragung. Protokolle sind Grundlage für einen
reibungslosen Austausch von Daten
Provider
Person/Firma, die über eine Standleitung
mit den nächstgrößeren Internetknoten in Verbindung steht, und
seinen Kunden gegen einen Betrag den Zugang zum Internet
ermöglicht
Region
Teil des FidoNet. Eine Region ist ein Ebene
höher angesiedelt als ein einzelnes Net. Nach dem
FidoNet-Adressierungsverfahren erhält eine Region meist nur eine etwas
kürzere, zweistellige Netznummer, der dann mit gleichen Anfangszahlen
beginnende Netze untergeordnet sind
Routing
Art und Weise, Information über andere
zwischengeschaltete Systeme an ein Zielsystem zu leiten. Hauptaufgabe der
Netzkoodinatoren im FidoNet ist es, für ein reibungsloses Routing zu
sorgen. Der Vorteil des Routing sind die geringeren Kosten durch die Ausnutzung
von Ortstarifen. Der Nachteil sind die längere Dauer, bis die Netmail den
Empfänger erreicht
Shareware
Software, die über einen vom
Autor/Programmierer vorgegebenen Zeitraum ausprobiert werden darf, und bei
späterer Verwendung bezahlt werden muß
SMTP (Simple Mail
Transfer Protocol)
Protokoll, das für den Transfer von e-mail
zwischen zwei Servern im Internet verwendet wird
Standleitung
Vom Netzbetreiber gemietete Leitung, offiziell
als “überlassener Stromweg” bezeichnet. Die zu entrichtende
Gebühr errechnet sich nach der Länge und der Bandbreite der
Verbindung
Support (engl.
Unterstützung)
Hilfestellung eines Herstellers, falls man mit
einem Produkt Probleme hat
Telefax
Siehe Fax
Update (engl. auf den neuesten Stand
bringen, aktualisieren)
Fehlerbereinigte und/oder verbesserte Version
eines bereits auf dem Markt erhältlichen Programms
Uplink
Fidokompatible Systeme sind hierarchisch
aufgebaut. Ein in der Netzkette höherstehendes System wird Uplink genannt
und bietet einem angeschlossenem Downlink hauptsächlich Serverfunktionen,
wie die Bereitstellung von Echomail, den Weitertransport von Netmail
usw.
Upload
Gegenteil von Download - Senden von
Daten
Video on Demand (engl. Video auf
Anfrage)
Bestellung eines Videos bei Archiven und
Empfang des Films über Telefonleitung oder Kabelnetz
Wählleitung
Übermittlung von Informationen über
durchgeschaltete Kanäle, die für die Dauer der Übermittlung
verbunden bleiben
Windows 95
Graphisches Betriebssystem von Microsoft. Im
August 1995 mit großen Werbeaufwand als Nachfolger des Marktführers
Windows 3.1 eingeführt
Index
Abbildungs-
und
Literaturverzeichnis
Abbildung 1: Nolden, Mathias/Franke, Thomas:
Das Internet Buch. Düsseldorf 1995, S. 94
Abbildung 2: Lauer, Thomas: CompuServe
professionell, Weltweit Informationen, Know-how und Daten austauschen. Bonn u.a.
1994, S. 23
Abbildung 3: eigene Grafik
Abbildung 4: Cash Flow (Hrsg.):
Länder-Vergleich: Was Telefonieren kostet. Nummer 2, Februar 1996, S.
23
FidoNet (Hrsg.): FidoNet World Policy 4.07.
o.O. 1989
Gilster, Paul: Der Internet Navigator.
München/Wien 1994
Goodman, Danny: Mythos Information Highway -
Was bringt die digitale Datenautobahn wirklich? Midas Verlag, Zürich
1995
Harenberg (Hrsg.): Lexikon der Gegenwart,
Dortmund 1995
Holtschneider, Henning: Von Pipelines und
Strohhalmen - Der Aufbau des Internet in Deutschland. c´t magazin für
computer technik, Hannover, Nr. 1 (Januar) 1996
Kürten, Oliver: Zukunft des Internet. In:
PC Intern, Nr. 2 (Februar) 1996
Lauer, Thomas: CompuServe professionell,
Weltweit Informationen, Know-how und Daten austauschen. Bonn u.a.
1994
Magistrat der Stadt Wien: Auf dem Datenhighway
ist der Teufel los. In: Computerwelt, Nr. 7/96 vom 12. Februar
1996
Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: In 8
Sekunden um die Welt - Kommunikation über das Internet. 3. Auflage, Bonn
u.a. 1994
Nolden, Mathias/Franke, Thomas: Das Internet
Buch. Düsseldorf 1995
Nöldner, Dirk: FidoNet, Nah- und
Fernreisen durchs Netz. München 1995
Post (Hrsg.): Amtliches Telefonbuch -
Vorarlberg 95/96. Mödling, 1995
Seidel, Reinhard u.a.: österreich online -
ein interaktives handbuch
Von Gamm, Christoph/Grawe, Tonio: Aufbau und
Betrieb von Mailboxen. Bonn u.a. 1994
Vorarlberger Nachrichten (Hrsg.): Protest gegen
die Internet-Zensur. Dienstag, 13. Februar 1996
• Der
Neue Brockhaus: Lexikon und Wörterbuch in 5 Bänden u. e. Atlas -
Wiesbaden: Brockhaus © F.A. Brockhaus GMBH, Wiesbaden 1984
• Brockhaus
- Enzyklopädie: in 24 Bd. - 19., völlig neu bearbeitete Auflage -
Mannheim: Brockhaus © F.A. Brockhaus GMBH, Mannheim 1986
• Bertelsmann
Lexikon in 15 Bänden, Gütersloh 1987 D © Verlagsgruppe
Bertelsmann GMBH; Bertelsmann Verlag GMBH, Gütersloh 1987
D
• Meyers
neues Lexikon; in 10 Bänden/hrsg. und bearbeitet von Meyers Lexikared. -
Mannheim; Leipzig; Wien; Zürich: Meyers Lexikonverlag ©
Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim
1993
• Meyers
Lexikon in 3 Bänden © Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus
AG, Mannheim 1995. In: LexiRom; © 1995 Microsoft und Bibliographisches
Institut & F.A. Brockhaus AG
[2] Vgl.
Goodman, Danny: Mythos Information Highway - Was bringt die digitale
Datenautobahn wirklich? Midas
Verlag, Zürich 1995, S. 26
[3]
Nicholas Negroponte ist der Begründer und Direktor des Instituts zur
Erforschung zukünftiger Formen der
menschlichen Kommunikation am
Massachusetts Institute of Technology (MIT). Vgl. Magistrat
der Stadt Wien: Auf dem
Datenhighway ist der Teufel los. In: Computerwelt, Nr. 7/96 vom 12. Februar
1996, S. 20
[6]
Vgl. Harenberg (Hrsg.): Lexikon der Gegenwart, Dortmund 1995, S. 109,
“Datenautobahn”
[7]
Kahn war einer der führenden Kräfte bei der Entwicklung des ARPANET
und ist Präsident des CNRI
(Corporation for National
Research Initatives). Vgl. Gilster, Paul: Der Internet Navigator.
München/Wien 1994, S.
17
[8]
Vinton G. Cerf ist Computerwissenschaftler und steht heute der Internet Society
als Präsident vor, er ist auch
Vizepräsident des CNRI.
Ebd., S. 17
[9]
Vgl. Gilster, Paul: a.a.O., S. 16ff
[10]
Vgl. Holtschneider, Henning: Von Pipelines und Strohhalmen - Der Aufbau des
Internet in Deutschland. c´t
magazin für computer
technik, Hannover, Nr. 1 (Januar) 1996, S. 114ff
[11]
Vgl. Nolden, Mathias/Franke, Thomas: Das Internet Buch. Düsseldorf 1995,
S. 95ff
[12]
Vgl. Nolden, Mathias/Franke, Thomas: a.a.O., S. 91ff
[13]
Vgl. Lauer, Thomas: CompuServe professionell, Weltweit Informationen, Know-how
und Daten austauschen. Bonn
u.a. 1994, S. 21ff
[14]
Vgl. Nöldner, Dirk: FidoNet, Nah- und Fernreisen durchs Netz. München
1995, S. 15f
[15]
Vgl. Von Gamm, Christoph/Grawe, Tonio: Aufbau und Betrieb von Mailboxen. Bonn
u.a. 1994, S. 28
[16]
sinngemäß: Du sollst andere nicht extrem verärgern; Du sollst
selbst nicht zu schnell verärgert sein.
[17]
Vgl. FidoNet (Hrsg.): FidoNet World Policy 4.07. o.O. 1989
[18]
Vgl. Nöldner, Dirk: a.a.O., S. 19
[19]
Vgl. Von Gamm, Christoph/Grawe, Tonio: a.a.O., S. 30
[20]
Vgl. Von Gamm, Christoph/Grawe, Tonio: a.a.O., S. 31
[21]
Vgl. Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: In 8 Sekunden um die Welt -
Kommunikation über das Internet.
3. Auflage, Bonn u.a. 1994, S.
23
[22]
Vgl. Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: a.a.O., S. 25f
[23]
Vgl. Nolden, Mathias/Franke, Thomas: a.a.O., S. 41
[24]
Vgl. Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: a.a.O., S. 67
[26]
Vgl. Nolden, Mathias/Franke, Thomas: a.a.O., S. 59
[27]
Vgl. Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: a.a.O., S. 87f
[29]
Vgl. Maier, Gunther/Wildberger, Andreas: a.a.O., S. 141ff
[30]
Vgl. Launer, Thomas: a.a.O., S. 25
[31]
Vgl. Noldner, Dirk: a.a.O., S. 115ff
[32]
Vgl. Noldner, Dirk: a.a.O., S. 142ff
[34]
Vgl. POST, Amtliches Telefonbuch - Vorarlberg 95/96, Mödling, 1995, S.
I/38
[36]
Vgl. Kürten, Oliver: Zukunft des Internet. In: PC Intern, Nr.2 (Februar)
1996, S. 18ff
[37]
sinngemäß: Verändere nie ein funktionierendes
System
[38]
Telekommunikation, Information, Medien und Unterhaltung
[39]
Vgl. Magistrat der Stadt Wien, a.a.O., S. 20
[40]
“Mit der Unterzeichnung des neuen Telekom-Gesetzes hat Amerikas
Präsident Bill Clinton einen
massiven Eingriff in die
Meinungsfreiheit des Internet getätigt.” Vorarlberger Nachrichten
(Hrsg.): Protest gegen die
Internet-Zensur. Dienstag, 13.
Februar 1996, S. A5
[41]
Vgl. Magistrat der Stadt Wien, a.a.O., S. 20
|