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Produktionsfaktor Grund & Boden
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Produktionsfaktoren
sind die wirtschaftlichen Leistungselemente, die im Produktionsprozeß
verwendet werden (= Input). In der Volkswirtschaftslehre ist die Einteilung
der Produktionsfaktoren in
Boden,
Arbeit und
Kapital am
verbreitetsten. Zum Kapital gehören die im Produktionsprozeß
eingesetzten Produktionsmittel (z. B. Maschinen) und alle
Lagerbestände an hergestellten Gütern. Als vierter Produktionsfaktor
wird manchmal auch die unternehmerische Leistung aufgeführt.
Die große Bedeutung der
Umweltschutzmaßnahmen erklärt sich aus der Tatsache, daß der
Boden absolut knapp ist, d. h. begrenzt bzw. unvermehrbar, einschließlich
der Bodenschätze, aber auch z. B. der sauberen Luft.
Umwelt und
Gesellschaft
Das Thema „Umwelt“ ist in der heutigen
Zeit bereits in aller Munde, es wird darüber geschrieben, geredet und
gestritten. Man versucht mit
Ÿ Individualistischen
Argumenten („Wenn jeder sich um seinen eigenen Müll kümmert, ist
Entscheidendes schon getan“),
Ÿ moralischen
Argumenten („Wir müssen alle umdenken und Verantwortung für die
Umwelt übernehmen“) und
Ÿ technokratischen
Argumenten („Die ökologischen Risiken werden eines Tages alle
technisch lösbar sein“)
den Menschen Lösungsmöglichkeiten für
die nicht zu leugnenden Umweltprobleme zu suggerieren. Das klingt alles sehr
schön und gut, es hat aber den Nachteil, daß während all dieser
Thematisierungen und Problematisierungen die ökologische Krise von Tag zu
Tag schlimmer wird.
Ein Grund für dieses Dilemma könnte sein,
daß ein Umweltbewußtsein im Hinblick darauf, daß der Mensch
seinen Lebensraum und damit sich selbst zerstört, bisher kaum vorhanden
ist. Dies zeigt sich auch in der Art und Weise, wie die Natur von der
Gesellschaft und auch vom einzelnen Menschen vereinnahmt und ausgebeutet wird.
Der Mensch als ein Teil der Natur ist der Natur
bereits dermaßen entfremdet, daß er sie so als Gegenstand
betrachtet, der ausgebeutet und ausgenutzt wird, ohne zu reflektieren, daß
er nicht isoliert von der Natur existieren kann.
Umweltschutz
Unter Umweltschutz versteht man die Gesamtheit aller
Maßnahmen, welche die Umwelt vor nachteiligen, durch die Tätigkeit
des Menschen bedingte Veränderungen schützen und dadurch den Menschen
dauerhaft eine lebenswerte Umwelt erhalten sollen. Im einzelnen beinhaltet
Umweltschutz den Schutz der Landschaft und des Landschaftshaushalts, den Schutz
des Bodens (vor Vergiftung und Erosion), den Gewässerschutz (insbesondere
den Schutz des Grundwassers als Trinkwasserreservoir), den Schutz der Luft vor
Verunreinigungen, die Behandlung von Abfällen, den Strahlenschutz, den
Lärmschutz sowie den Schutz der Organismen (Tiere, Pflanzen, Pilze usw.)
vor Ausrottung durch den Menschen und den Erhalt ihres Lebensraumes. Der
Umweltschutz unterliegt der Gesetzgebung der jeweiligen Staaten, erfordert
jedoch auch eine internationale Zusammenarbeit.
Man unterscheidet den
technischen
Umweltschutz und den
biologisch-ökologischen
Umweltschutz; beide Gebiete überschneiden sich
in vielen Fällen. Der technische Umweltschutz umfaßt alle technischen
Maßnahmen, die der Reinhaltung der Umwelt und der Sicherung der Hygiene
dienen. Beispiele sind Anlagen zur Luftreinhaltung (z. B.
Rauchgasentschwefelungsanlagen in Kohlekraftwerken, Filter in Abgasschloten von
Industriebetrieben, Abgaskatalysatoren in Kraftfahrzeugen), Anlagen zur
Abwasserreinigung und -entsorgung (insbesondere Kläranlagen) sowie die
verschiedensten Vorrichtungen zum Lärmschutz und zum Schutz vor
gefährlicher Strahlung (z. B radioaktiver Strahlung). Auch die
möglichst umweltschonende Beseitigung, die sichere Lagerung und das
Recycling
von Abfällen zählen zum technischen Umweltschutz.
Der biologisch-ökologische Umweltschutz,
häufig auch als Landespflege bezeichnet, beinhaltet dagegen den gesamten
Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes. Hierzu zählen Planung, Anlage
und Pflege von Grünanlagen und ähnlichen Erholungsgebieten sowie
sämtliche Arten- und Biotopschutzmaßnahmen, wie etwa die Ausweisung
von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die dem Schutz und Erhalt seltener
Tier- und Pflanzenarten und seltener bzw. gefährdeter Landschafts- und
Vegetationsformen dienen
(Naturschutz).
Was bedeutet
Umweltbewußtsein?
Umweltbewußtsein ist die sensible Wahrnehmung
und der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur, d. h. einerseits mit sich
selbst als Teil der Natur und anderseits mit dem Lebensraum der heutigen und der
zukünftigen Generationen. Lebensraum kann dabei nicht statisch gesehen
werden, sondern als sich ständig verändernder Zustand der Umwelt. Um
dies zu verstehen, ist es notwendig, die geschichtliche Entstehung des heutigen
Umweltzustandes zu analysieren und sich darauf aufbauend die Perspektiven der
Zukunft vor Augen zu halten.
Schwierigkeiten, die der Erlangung eines
Umweltbewußtseins entgegenstehen
L Wenn der
Mensch gegen die Umwelt handelt, sieht er die Folgen seines negativen Handelns
nicht sofort.
Ein Autofahrer, der ohne Katalysator trotz
Geschwindigkeitslimits mit 160 km/h über die Autobahn rauscht, sieht keine
unmittelbaren Folgen seines Handelns, toleriert und verniedlicht folglich sein
Verhalten. Genau dieser Effekt führt dazu, daß die Umweltproblematik
als etwas nicht unmittelbar selbst Verschuldetes erlebt bzw. erfahren wird und
damit das eigene Verhalten toleriert und als Konsequenz daraus die gesamte
Problematik verniedlicht wird. Dazu kommt, daß man vor einigen Jahrzehnten
im Rhein noch baden und Lachse fischen konnte, wird dies besonders
deutlich.
L Der Mensch
hat im Laufe der Zeit gelernt, daß alles technisch machbare gemacht wird
bzw. gemacht werden muß.
Er fühlt sich dabei der Natur überlegen und
meint sich deren Gesetzmäßigkeiten entziehen zu können (z. B.
Gentechnik). Dieses Verhalten hat bereits Tradition und ist damit von den
Menschen so weit verinnerlicht, daß die sich daraus ergebende Ausbeutung
der Natur als nicht Negatives mehr erlebt wird. Im Gegenteil, jede
Beschränkung dieser Ausbeutung wird als Eingriff in die persönliche
Freiheit empfunden, ohne dabei nur im entferntesten zu reflektieren, daß
das Ausbeutungsverhalten nicht nur die Freiheit, sondern auch den Lebensraum
künftiger Generationen bedroht.
Gegen die Idee, die Kfz-Steuer auf die
Mineralölsteuer umzulegen, wird z. B. sofort das Argument ins Feld
geführt, daß dies gegenüber Pendlern und jenen, die durch den
Beruf gezwungen sind, viel zu fahren, ungerecht wäre. Das Gegenargument,
daß die Vielfahrer nach dem jetzigen System seit Jahrzehnten von denen,
die wenig fahren, subventioniert werden, spielt aufgrund des
Gewöhnungseffektes kaum eine Rolle.
L Als dritter
Aspekt bleibt die mangelnde Zuständigkeit
anzuführen.
In dem problematischen Bereich „Umwelt“
schiebt man die Verantwortung großteils dem Konsumenten zu. Sowohl der
Staat aus auch die privaten Unternehmungen berufen sich auf die
Konsumentensouveränität. Die Wirtschaft (staatliche oder private
Unternehmen) beteuert, nur das zu produzieren, was effektiv nachgefragt wird.
Nach dieser Auffassung liegt die Verantwortung und somit die Schuld an der
Umweltbelastung beim Konsumenten. Dieser hingegen argumentiert, daß ihm
kaum umweltfreundliche Produkte angeboten werden oder sie erheblich teurer
sind.
Umweltschutzorganisationen und ihre Probleme mit
dem Umweltbewußtsein der Menschen
Eine gezielte Umweltpolitik wird seit den siebziger
Jahren betrieben. Auslöser war auch das wachsende Bewußtsein der
Bevölkerung für die Themen des Umweltschutzes, was mit dem Entstehen
einer ökologischen Bewegung deutlich wurde. Es entstanden
Bürgerinitiativen und Umweltschutzverbände wie
Greenpeace
sowie Forschungsinstitutionen wie das Freiburger Ökoinstitut. Auch die
Gründung der Partei Die Grünen ist auf diese Bewegung
zurückzuführen. 1986 wurde schließlich das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geschaffen, das sich mit den
Belangen des Umweltschutzes beschäftigt. Ähnliche Ministerien
existieren auch auf Landesebene, wo teilweise der Umweltschutz als Staatsziel in
der Verfassung verankert ist. 1990 wurde dies auch im Grundgesetz
festgehalten.
Neben vielen kleinen, lokalen und regionalen
Bürgerinitiativen sind internationale Umweltschutzorganisationen, wie
Greenpeace, World Wildlife Fond (WWF), Robin Wood u.a. bekannt geworden. Diese
Organisationen haben sich zur Aufgabe gestellt, vor allem durch
spektakuläre Aktionen die Bevölkerung auf Umweltverbrechen aufmerksam
zu machen. An Umweltskandalen mangelt es in der Tat nicht, das Problem dieser
Organisationen liegt daher nicht in der Beschaffung von Material, sondern eher
in einer gewissen Abstumpfung oder besser ausgedrückt
Übersättigung der Menschen. Kleinere Katastrophen werden kaum mehr
wahrgenommen und häufig als normale Betriebsunfälle
akzeptiert.
Der Gewöhnungseffekt hat also voll eingesetzt.
Der Mensch will auf nichts Erreichtes verzichten, er will keine Abstriche machen
und lieber nach der Vogel-Strauß-Politik den Kopf in den Sand der
Unwissenheit stecken, und er bewegt sich dabei, ohne es zu merken, auf die
bedrohlichste aller Katastrophen – den „ökologischen
Kollaps“ – zu.
Zusammenhang zwischen Umweltbewußtsein und
Kultur
Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung, so
läßt sich ein Zusammenhang der verschiedenen Kulturen und ihrer
Beziehung zur Natur feststellen. Besonders deutlich wird dies, wenn man die
indianische Kultur der unserer industrialisierten Welt
gegenübergestellt.
Der Indianer verwendet alles aus der Natur, der
industrialisierte Mensch geht jedoch verschwenderisch damit um.
Umweltpolitik
Unter der Beziehung Umweltpolitik faßt man
diejenigen Maßnahmen des Staates zusammen, durch die schädigen
Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt vermieden oder
vermindert werden sollen.
Schädigung der Umwelt und Aufgaben der
Umweltpolitik
Bei der Analyse von Umweltfragen unterscheidet man
drei Problemkreise:
Ø Probleme,
die mit der Erzeugung von Emissionen verbunden sind
Emissionen entstehen sowohl beim Konsum als auch bei
der Produktion. Beim Konsum von Gütern, die nicht völlig verbraucht
werden, entstehen Abfälle (Emission der Haushalte). Bei der Produktion
entstehen viele unerwünschte Emissionen, die entweder gasförmige,
flüssige oder feste Stoffe bzw. Schwingungen, Strahlen,
Erschütterungen und ähnliches sind. Die Aufgabe der Umweltpolitik
liegt darin, dafür zu sorgen, daß die Belastungen durch Emissionen so
niedrig gehalten werden, daß keine Probleme entstehen.
Ø Die
Sicherung ausreichender Regenerationsflächen
Durch die Ausrichtung auf Wachstum und die
Konzentration der Wirtschaft entzieht der Mensch dem Naturhaushalt in
zunehmendem Maße Flächen, die die Grundlage zur Regeneration von Luft
und Wasser sowie auch die Grundlage zur Regeneration der menschlichen
Leistungsfähigkeit (Erholungsgebiete) bilden. Die Umweltpolitik hat darauf
zu dringen, daß die Erhaltung ausreichender Regenerationsflächen
gesichert ist.
Ø Den
sparsamen Verbrauch von Rohstoffen
Im Rahmen ihrer Aufgabe, den sparsamen Verbrauch von
Rohstoffen zu gewährleisten, hat die Umweltpolitik alle Maßnahmen zu
unterstützen, die zur Erreichung dieses Zieles geeignet erscheinen (z. B.
Verminderung des Verbrauchs und bessere Ausnutzung von Rohstoffen, Einsatz von
Ersatzstoffen, Recycling).
Ziele der Umweltpolitik
Es ist notwendig, konkrete Aussagen über die
angestrebte Umweltqualität zu machen.
í Wie hoch
darf die Verschmutzungskonzentration in einer Region höchstens
sein?
í Welche
Regenerationsflächen müssen mindestens erhalten
bleiben?
í Welche
Rohstoffmengen dürfen maximal entnommen werden?
Beim Streben nach der Erreichung dieser Ziele soll
weiters darauf geachtet werden, daß die Vollbeschäftigung und die
Güterversorgung möglichst wenig beeinträchtigt werden. Dies
bedeutet, daß nach Möglichkeit keine echten Wachstumseinbußen
hingenommen werden, sondern eine Umschichtung des Sozialproduktes angestrebt
wird, z. B. in Form von Investitionen in die Umwelttechnik. Eine
umweltfreundlichere Produktionsweise würde einerseits, andererseits die
Güterversorgung gewährleisten.
Instrumente der
Umweltpolitik
Wo der Marktmechanismus als natürliches
Instrument zur Erreichung der gesetzten Ziele nicht mehr ausreicht, müssen
vorschreibende oder anreizende Lenkungsmaßnahmen des Staates gesetzt
werden.
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Markmechanismus
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Vorschreibende (imperative)
Lenkungsmaßnahmen
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Anreizende (indikative)
Lenkungsmaßnahmen
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Z. B. Rohstoffverknappung
Bei zunehmender Erschöpfung der Vorkommen
erhöht sich der Preis. Dies führet zum Rückgang der Nachfrage und
zur Entwicklung von Substitutionen (Ersatzstoffen) sowie auch zur
verstärkten Wiederverwendung von Altmaterialien
(Recycling).
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Unter imperativen Instrumenten im Bereich der
Umweltpolitik versteht man Verbote, Auflagen, Verweigerungen der Genehmigung
für die Herstellung bestimmter Produkte usw.
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Diese sind denkbar in der Form von Subventionen,
Steuererleichterungen usw. oder als Abgabe, die sich nach der Höhe der
Emissionen, nach dem Verbrauch von Rohstoffen oder nach der Verwendung von
Regenerationsflächen richtet.
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Bereitstellung einer Entsorgungsinfra-struktur, die
die kollektive Beseitigung von Abfällen und Abwässern gegen
Entrichtung einer entsprechenden Gebühr ermöglicht.
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Förderung der Umweltforschung.
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Internationale
Umweltschutzabkommen
Als Internationale Umweltschutzabkommen bezeichnet man
das gesamte System internationalen
Rechtes, das mit Umweltfragen zusammenhängt.
Mit der wachsenden Erkenntnis, daß viele Umweltprobleme nationale Grenzen
überschreiten oder schlicht von so globalem Ausmaß sind, daß
sie mit nationalem Recht allein nicht geregelt werden können, haben
internationale Umweltschutzabkommen in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung
gewonnen. Verschiedene Verträge oder Übereinkommen zwischen mehreren
Ländern bilden nun die Hauptgrundlage des internationalen
Umweltrechtes.
Verträge über Umweltbelange wurden schon in
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgeschlossen, doch nahmen
sowohl ihre Zahl als auch die Bereiche, die sie abdeckten, seit dem
2. Weltkrieg zu. Wichtige Beispiele sind etwa
- die
Internationale Konvention zum Schutz der Meere gegen Ölverschmutzung
(1954),
- die Pariser
Konvention zur Haftpflichtigkeit im Bereich der Nuklearenergie (1960)
- und die
Konvention von Ramsar über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung
(1971).
Der Boden als
Produktionsfaktor
Der volkswirtschaftliche Produktionsfaktor Bodern
umfaßt einerseits die Gesamtheit aller Kräfte und Stoffe der Natur,
die zur Produktion verwendet werden, dazu gehören neben den
Bodenschätzen wie Erzen, Kohle, Erdöl, Erdgas usw. auch die Luft (z.
B. zur Stickstoffgewinnung), die Pflanzen, die Tiere, die Weltmeere, die
Sonnenenergie usw., und anderseits die landschaftliche
Schönheit.
Der Boden ist im Vergleich zu den anderen
Produktionsfaktoren (Arbeit und Kapital) mit folgenden Merkmalen
ausgestattet:
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UNVERMEHRBARKEIT
Abgesehen von wenigen
Ausnahmen
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UNBEWEGLICHKEIT
Er kann nicht von
Überschußgebieten in Mangel-gebieten übertragen
werden
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UNZERSTÖRBARKEIT
Er unterliegt keinem den sachlichen
Produktionsmitteln vergleichbaren Werteverzehr
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Durch Raubbau und zerstörerische
Umwelteinflüsse kann auch der absolut knappe Boden an Wert
verlieren.
Bodenverschlechterung
Bodenverschlechterung, auch Bodendegradierung, ist die
Abnahme des Bodens hinsichtlich seiner Mächtigkeit (Quantität) und
Qualität (Struktur und Zusammensetzung). Dies kann durch verschiedene
Prozesse bedingt sein, darunter vor allem die Erosion sowie Versalzung des
Bodens, Verschmutzung mit Giften, Entwässerung, Lateritisierung
(Lateritbildung), großflächige Abholzung oder ungünstige Formen
der Bodenbearbeitung. Da diese Vorgänge miteinander gekoppelt sind, kommt
eine Bodenverschlechterung meist durch eine Kombination dieser Prozesse
zustande.
Der Boden und seine Verwendungsformen als
Produktionsfaktor
Der Boden trägt zur Güterherstellung bei
als:
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Anbauboden
z. B. Land- und
Forstwirtschaft
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Abbauboden
z. B. Bergbau,
Energiewirtschaft
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Standortboden
z. B. Industriestandort, Standort
für Wohnungen
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Ú Der
Boden als Anbaufaktor
Bodenbewirtschaftung
ist die Grundlage der Landwirtschaft, wozu folgende Verfahren gehören:
richtige Bearbeitung der Flächen, ausreichende Versorgung des
Bodens
mit organischer Substanz, geeignete Nährstoffversorgung, Begrenzung der
Schadstoffbelastung,
Aufrechterhaltung des richtigen
pH-Wertes,
Verhinderung von
Erosion.
Diese Verwendungsform umfaßt die land- und
forstwirtschaftliche Nutzung des Bodens im Rahmen der Güterproduktion. Im
folgenden werden Sie mit den Gedanken, Meinungen und Erkenntnissen einiger
bekannter Ökonomen zu diesem Thema konfrontiert.
Robert Jacques Turgot
(1727-1781)
Baron de l’Aulne Anne Robert Jacques Turgot war
französischer Ökonom und Staatsmann, geboren in Paris, studierte an
der Sorbonne. Als Wirtschaftswissenschaftler wird er zu den Physiokraten
gezählt.
Sein Hauptwerk ist Réflexions sur la
formation et la distribution des richesses (1766, Betrachtungen über
die Bildung und Verteilung des Reichtums). Nach Turgot ist die einzige Quelle
des Vermögens Grund und Boden; nur landwirtschaftliche Produkte
dürften daher besteuert werden.
1774 wurde Turgot Generalkontrolleur der Finanzen
unter Ludwig XVI. Er führte sofort strenge Reformen hinsichtlich der
Ausgaben und der Besteuerung ein. 1776 unterbreitete er seine berühmten
sechs Edikte dem Königlichen Rat. Darin drängte er darauf, die
staatlichen Frondienste abzuschaffen, die Handelsmonopole zu unterdrücken
und den Adel zu besteuern. Er scheiterte jedoch am Widerstand
einflußreicher kommerzieller und politischer Interessensgruppen und wurde
zum Rücktritt gezwungen.
Er formulierte eine der berühmtesten Beziehungen
in der Wirtschaftswissenschaft, das „Gesetz des abnehmenden
Ertragszuwachses“.
Das Gesetz des abnehmenden
Ertragszuwachses:
Die Vermehrung irgendeines variablen Inputs (z. B.
Arbeit), gemessen an einem anderen fixen Input (z. B. Boden), führt bei
gegebenem technologischem Wissenstand zu einer Steigerung des Gesamtoutputs; von
einem bestimmten Punkt an wird jedoch der aufgrund einer Steigerung des Inputs
um gleiche Mengen erzielte Output immer geringer.
Das folgende Beispiel soll dieses Gesetz
verdeutlichen:
Stellen Sie sich eine Volkswirtschaft vor, deren
Ressourcen begrenzt sind. Gehen Sie davon aus, daß der Faktor Boden
konstant bleibt, während sich die Bevölkerung verdoppelt. Jeder
Arbeiter verfügt nun über eine geringere zu bearbeitende
Bodenfläche als im Falle der proportionalen Vermehrung der Faktoren. Die
Folge ist eine geringere zusätzlich erziele Ausbringungsmenge. Wenn nun der
Faktor Arbeit nochmals erhöht wird, unter gleichzeitiger Konstanthaltung
des Faktors Boden, wird die nunmehr zusätzlich erzielte Ausbringungsmenge
noch geringer sein.
Zusammenfassend bedeutet dies, daß die auf einer
unveränderten Bodenfläche erzielbaren Ausbringungsmengen mit dem
Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten können.
Das Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses
drückt eine wichtige ökonomische und technische
Gesetzmäßigkeit aus. Diese setzt jedoch voraus, daß die
Produktionsmittel gleichbleiben. Bei Änderung der Technologie (z. B. durch
den Einsatz von Kunstdünger) wird die Wirksamkeit dieses Gesetztes
aufgeschoben. Genau dieses Dilemma – die Nahrungsmittelproduktion kann mit
dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten, weil die Bodenmenge begrenzt
ist – war Gegenstand der Überlegungen von Thomas
Malthus.
Thomas Malthus (1766-1834)
Er war britischer Nationalökonom, Geistlicher und
Demograph; studierte am Jesus College der Universität von Cambridge. 1798
wurde Malthus für kurze Zeit Vikar der Gemeinde Albury in der Grafschaft
Surrey. Von 1805 bis zu seinem Tod war er Professor für politische
Ökonomie und moderne Geschichte am College der Ostindischen Kompanie in
Haileybury (bei Hertford).
Der wichtigste Beitrag Malthus’ auf dem Gebiet
der Wirtschaftswissenschaften war seine von der herrschenden Lehre völlig
abweichende, pessimistische Bevölkerungstheorie, die in Versuch über
das Bevölkerungsgesetz (1798) veröffentlicht wurde. Nach dieser
Theorie tendiert die Bevölkerung dazu, schneller zu wachsen als das
Nahrungsangebot, das für ihre Ernährung benötigt wird. Wann immer
in der Nahrungsmittelproduktion ein Vorsprung im Verhältnis zum
Bevölkerungswachstum erzielt wird, hat dies einen noch schnelleren Anstieg
des Bevölkerungswachstums zur Folge. Wenn jedoch andererseits die
Bevölkerung im Verhältnis zur Nahrungsmittelproduktion zu schnell
wächst, wird dieses übermäßige Wachstum durch
Hungersnöte, Krankheiten und Kriege korrigiert. Malthus’ Theorie
widersprach der im 19. Jahrhundert üblichen optimistischen
Vorstellung, daß die Fruchtbarkeit einer Gesellschaft zu wirtschaftlichem
Fortschritt führen würde. Sie gewann eine beachtliche Zahl von
Anhängern und wurde oft als Argument gegen die Bestrebungen derer
angeführt, die die Situation der Armen zu verbessern
suchten.
Malthus bezog sich auf Beobachtungen, die Benjamin
Franklin gemacht hatte. In dem amerikanischen Kolonien, die reichlich mit
Produktionsmitteln versorgt waren, ließ die Bevölkerung die Tendenz
erkennen, sich alle 25 Jahre zu verdoppeln. Woraus Malthus den Schluß zog,
daß eine allgemeine Tendenz der Bevölkerung bestehe, in geometrischer
Reihe zu wachsen (1, 2, 4, 8, 16), hingegen sich infolge der Auswirkungen des
Ertragsgesetzes die Nahrungsmittelmenge für die Menschen nur arithmetisch
steigern lasse (1, 2, 3, 4, 5). Zwangsläufig entstünde so eine
Übervölkerung, die erst durch Krankheiten, Seuchen, Hungersnöte
und Kriege wieder dem Nahrungsmittelspielraum angepaßt würde. Um
dieser düsteren Selbsthilfe der Natur zuvorzukommen, predigt Malthus als
Geistlicher des frühen 19. Jahrhunderts moralische Enthaltsamkeit (Moral
restraint) und sittliches Verantwortungsbewußtsein.
Ú Der
Boden als Abbaufaktor
Die Nutzung des Bodens als Abbaufaktor erfolgt durch
Ausschöpfung der Bodenschätze, wie z. B. Kohle, Erze, Erdöl,
Erdgas, Sand, Kies usw.
Diese kostbaren Gaben der Natur, daher auch die
Bezeichnung „Bodenschätze“, sind nur begrenzt vorhanden. Dies
bedeutet, daß eine Güterversorgung im heutigen Umfang für die
nachfolgenden Generationen in Frage gestellt sein könnte.
í Rohstoffverknappung
In jedem Wirtschaftssystem wird produziert und
konsumiert. Dabei fließt in jeder Periode ein Strom von Rohstoffen aus der
Ökosphäre entweder erneuerbar, wie z. B. Wasser, Sauerstoff,
pflanzliche und tierische Rohstoffe, oder nicht erneuerbare, wie z. B. fossile
Energieträger, Mineralien und Metalle. Die Umweltproblematik liegt nun
darin, daß einerseits die Elemente des Ökosystems durch Raubbau so
geschwächt werden, daß sie sich nicht mehr regenerieren können,
und daß sich andererseits die nicht erneuerbaren Rohstoffvorkommen
allmählich erschöpfen.
Für die Umweltpolitik ergeben sich im Hinblick
auf die Rohstoffversorgung folgende Ansatzpunkte:
Ÿ Verminderung
des Verbrauchs bei den Ressourcen, die nicht erneuerbar sind oder bei denen die
Grenzen der Regenerationsfähigkeit erreicht sind bzw. erreicht
werden,
Ÿ bessere
Ausnutzung der Rohstoffe,
Ÿ Einsatz
von Substituten (Ersatzstoffen) sowie
Ÿ die
Verwendung von Altmaterialien (Recycling).
í Recycling
kontra Wegwerfgesellschaft
A. Toffler stellte die oft besprochene
Wegwerfgesellschaft folgend dar:
„Die Dauer war das Ideal der Vergangenheit. Ob
nun ein Mensch ein Paar Schuhe fertigte oser eine Kathedrale baute – in
jedem Fall setzt er alle Kräfte un Fähigkeiten daran, seiner
Schöpfung größtmöglicher Dauer zu verleihen .. aber die
Gesellschaft veränder sich immer schneller, und die Wirtschaft folgt diesem
Trend: Langlebige Güter wersen durch Kurzlebigere ersetzt, auf
Dauerhaftigkeit fogt Vergänglichkeit ...“ So hat die Wegwerfkultur
zur Folge, daß die Beziehungen zwischen Menschen und Dingen immer
kürzer werden.
Tofflers Aussage entspricht ohne Zweifel dem aktuellen
Trend. Es ist daher unerläßlich, sich angesichts der drohenden
Rohstoffverknappung sowie der als Folge der Wegwerfgesellschaft ständig
anwachsenden Müllberge mit dem Gedanken der
Wiederverwendungsmöglichkeit (Recycling) und der längeren Nutzung von
Produkten auseinanderzusetzen.
í Energiepolitik
Energie ist nur begrenzt vorhanden und muß daher
bewirtschaftet werden. Die größte Rolle im Rahmen des
Energieverbrauches spielen Güterproduktion, Heizung und
Verkehr.
Die nachstehende Aufstellung zeigt, wie die notwendige
Energie aufgebracht wird:
In Österreich müssen ca. zwei Drittel des
Energieverbrauchs durch Importe gedeckt werden. Energieträger Nummer 1 sind
in Österreich nach wie vor Erdölprodukte, gefolgt von elektrischer
Energie. Beide Energieträger werden wegen ihrer Wichtigkeit für
Österreich einer genaueren Darstellung unterzogen.
Erdöl
Erdöl ist als fossiler Energieträger eine
nicht erneuerbare Energiequelle. Nach neuesten Schätzungen sind die
Erdölvorkommen in gut 40 Jahren erschöpft, wenn nicht neue Reserven
erschlossen werden. Die Erdgasreserven reichen noch ca. 200 Jahre.
Ökologische Überlegungen sprechen inzwischen gegen den ungebremsten
Einsatz fossiler Energieträger. Dies gilt auch in besonderem Ausmaß
für Kohle.
Der Ölpreis wird weitgehend von der OPEC
(Organization of the Petroleum Exporting Countries) bestimmt, die als Preis- und
Produktionskartell über die jeweils beschlossenen Fördermengen auf den
Erdölpreis wirkt.
Elektrische Energie
Zur Deckung des Strombedarfs werden neben
Wasserkraftwerken, die heimische Primärenergie in elektrische Energie
umwandeln, auch kalorische Kraftwerke eingesetzt. Darüber hinaus werden
Stromimporte getätigt.
Der Weltenergiebedarf wird auch in den nächsten
Jahren kaum zurückgehen, vor allem wenn die Industrialisierung der
Entwicklungsländer, die derzeit am Weltmarkt kaum Energie nachfragen,
anhält. Gleichzeitig läßt sich bereits heute errechnen, wie
lange der Vorrat an sogenannten fossilen Energieträgern wie Kohle,
Rohöle usw. bei gleichbleibendem bzw. steigendem Verbrauch noch ausreicht.
Da sich die österreichische Bevölkerung zu einem eindeutigen Nein zur
Kernenergie bekannt hat und auch in den westlichen Industrieländern die
Forderung nach dem Ausstieg, vor allem seit Tschernobyl, immer lauter werden,
muß neben Einsparungsmaßnahmen und Recycling die Entwicklung
alternativer Energieträger (Sonne- und Windenergie, Energie aus
Erdwärme und Biomasse) massiv betrieben werden.
Ú Der
Boden als Standortfaktor
Bereits im vorigen Jahrhundert muß in diesem
Zusammenhang Johann Heinrich von Thünen erwähnt werden. Er gilt als
Begründer der Standorttheorie, die sich mit der Anordnung der
Landwirtschaft in ihren unterschiedlichen Intensitätsgraden rund um die
städtischen Ballungsräumen beschäftigt.
Johann Heinrich von Thünen
(1783-1850)
Seine Vorstellung war, daß der optimale Standort
für die Produktion dem Markt um so näher liege, je größer
die relative Verbilligung durch die Einsparung an Transportkosten sei (z. B.
Gemüse direkt am Stadtrand, Getreide weiter draußen usw.). Der
Marktpreis errechnet sich laut Thünen aus den Erzeugniskosten plus
Transportkosten und Gewinn.
Bei einer kritischen Betrachtung dieser
Standorttheorien muß man allerdings feststellen, daß Thünen die
unterschiedliche Eignung von Flachland- und Gebirgsregionen etwa für den
Getreideanbau außer Betracht läßt. Ähnliches gilt für
die Industriestandorte, die einerseits von Rohstoffvorkommen, andererseits von
vorhandener Infrastruktur usw. abhängig sind.
Heute vertritt man die Ansicht, daß die Wahl des
Standortes vom Verwendungszweck abhängt.
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Landwirtschaft
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Infrastruktur
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Betriebe
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Wohnungen
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í Der
landwirtschaftliche Standort
Bestimmend für die Standortwahl
sind
Ÿ Bewirtschaftungsform
und Kosten
Ÿ Bodenbeschaffenheit
Ÿ Klima
Ÿ Alternative
Verwendungsmöglichkeit
í Standort
für Infrastruktur
Gemeint ist hiermit der geeignete Boden bzw. Ort
für
Ÿ den Bau
von Verkehrseinrichtungen (Straßen, Bahntrassen, U-Bahnen, Seilbahnen,
Straßenbahnen, Radwegen, Flugplätzen usw.)
Ÿ Bildungseinrichtungen
(Schulen, Universitäten usw.),
Ÿ soziale
Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Kinderheime, Altersheime
usw.)
Aufgrunde der großen Besiedlungsdichte und der
damit häufig verbundenen Anrainerreklamationen ist die Standortwahl in
diesem Bereich oft Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen.
í Der
Betriebsstandort
Der Betriebsstandort ist der Ort, an dem ein Betrieb
angesiedelt und erreichtet wird. Bei der Auswahl bzw. Beurteilung eines
geeigneten Betriebsstandortes sind die betriebswirtschaftlichen
Standortfaktoren
Ÿ Rohstoffe
und Energie
Ÿ Arbeitskräfte
Ÿ Verkehrswege
und Verkehrswege undVerkehrseinrichtungen
Ÿ Absatz
Ÿ Gesetzliche
Bestimmungen usw.
zu berücksichtigen.
í Der
Standort für Wohnungen
Die Tatsache, daß der Boden ein absolut knapper
Produktionsfaktor ist, kommt im Bereich des Wohnungswesen besonders zum Tragen.
Die Problematik verschärft sich, wenn als in Frage kommende Standorte
für Wohnungen hauptsächlich die Städte bzw. die Gründe nahe
den Städten herangezogen werden. Äußerer Ausdruck dieser
Situation sind sogenannte „Wohnsilos“, das sind vielgeschossige
Häuser, die eine Vielzahl von Wohnungen beherbergen. Mit der Knappheit des
Bodens wächst auch sein Preis, war zur Folge hat, daß für viele
Bevölkerungsgruppen die Grundkostenanteile bei neuen Eigentumswohnungen so
gut wie unerschwinglich sind. Dies soll durch die Wohnbaupolitik verbessert
werden.
Wohnbaupolitik in
Österreich
Einem Bereich des wirtschafts- und sozialistischen
Tagebuchs 1989 zufolge entfällt im gesamt-österreichischen
durchschnitt auf jeden Einwohner etwas mehr als ein Wohnraum (exklusive
Küche). Da jedoch der zur Verfügung stehende Wohnraum sehr ungleich
verteilt ist, ist der Wohnungsneubau auch für die quantitative
Bedarfsdeckung von großer Bedeutung. Die teilweise sehr schlechte
Ausstattung und Lage der Wohnungen sind Grund dafür, daß auch ein
großer qualitativer Wohnungsbedarf besteht. Dieser soll teils durch
Sanierungs- und Stadterneuerungsmaßnahmen, teils durch Wohnungsneubau
gedeckt werden. Der Wohnungsneubau durch die öffentliche Hand spielt in
Österreich in den letzten Jahren eine untergeordnete Rolle. Allerdings sind
regional große Unterschiede feststellbar. Die Aktivitäten der
öffentlichen Hand liegen eher im Bereich der Wohnbauförderung. Diese
Förderungen können sowohl von Privatpersonen als auch von
Bauvereinigungen (gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsvereinigung)
in Anspruch genommen werden.
Ú Die
Bodenrente
Der gesellschaftliche Bedarf für Wohnungsnutzung,
Nahrungsmittelproduktion und die Herstellung gewerblicher Güter und
Dienstleistungen wird einerseits gedeckt, indem der Produzent oder der Konsument
den dafür benötigten Boden kauft, also ein „ewiges“
Nutzungsrecht erwirbt, oder andererseits einen Miet- oder Pachtvertrag
abschließt, d. h. ein befristetes Nutzungsrecht eingeht. Die Bodenrente
ist der Preis für das befristete Nutzungsrecht, sie fällt entweder als
Miete oder als Pacht an.
Die Höhe der Rente richtet sich nach der
Knappheit und nach der Verwendungsmöglichkeit des Bodens. Sie stellt also
ein „arbeitsloses“ Einkommen das, d. h. eine Einnahme, für die
keine Gegenleistung in Form von Arbeit zu erbringen ist.
Ursprünglich verstand man unter Rente
ausschließlich die Pacht für die Nutzung eines Grundstückes zu
landwirtschaftlichen Zwecken.
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Begriff
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Erklärung
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Umweltbewußtsein und
Kultur
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Auszüge aus den Reden zweier
Indianerhäuptlinge sollen die Entfremdung der Menschen in den
Industrienationen von der Natur verdeutlichen.
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Der Boden als
Produktionsfaktor
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Der Boden als Produktionsfaktor umfaßt die
Gesamtheit aller Kräfte und Stoffe der Natur, die zur Produktion verwendet
werden, dazu gehören neben den Bodenschätzen wie Erzen, Kohle,
Erdöl, Erdgas usw. auch die lupft, die Weltmeere, die Sonnenenergie
usw.
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Merkmale des Bodens
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Unvermehrbarkeit
Unbeweglichkeit
Unzerstörbarkeit
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Verwendungsformen
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Anbauboden
Abbauboden
Standortboden
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Der Boden als Anbaufaktor
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Diese Verwendung umfaßt die land- und
forstwirtschaftliche Nutzung des Bodens im Rahmen der
Güterproduktion.
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Der Boden als Abbaufaktor
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Die Nutzung des Bodens als Abbaufaktor erfolgt durch
Ausschöpfung der Bodenschätze, wie z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas,
Sand, Kies usw.
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Der Boden als Standortfaktor
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Die Standortwahl ist eine Entscheidung, die aus dem
gewünschten Verwendungszweck den Bodens resultiert.
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Man unterscheidet Standorte
für
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Landwirtschaft Infrastruktur Betriebe Wohnungen
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Bodenrente
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Die Bodenrente ist der Preis für das befristete
Nutzungsrecht an Grund und Boden. Sie fällt als Miete oder Pacht
an.
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