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Schiller, Friedrich: Don Carlos, Infant von Spanie
Friedrich Schiller
I Akt: Exposition
1. Carlos Lage an Phillips Hof (Bespitzelungen,
Intrigen)
2. Wiedersehen der Freunde: Freundschafts und
Freiheitsideal. Konfrontation von Carlos Glücksverlangen und Posas
Menschheitsidealen; Vorbereitung treffen Carlos ->
Königin
3.-4. Einführung Königin (Freiheitssensucht;
Leiden unter der Etikette). Vorbereitung treffen Carlos -> Kömigin durch
Posa.
5. Erste Begegnung Carlos -> Königin: gegen Carlos
Glücksverlangen stell Königin die Forderung von
Sittlichkeit und Humanität; Carlos soll seine Liebe
statt der Mutter der ganzen Menschheit und spez. Flandern
zuwenden.
6. Einführung König. Seine Untersuchung des
Etikette- Bruchs.
7.-9. Carlos Entschluß, gemäß Elisabeths
Wunsch für Flandern Einzutreten. Ankündigung seiner Bitte um Audienz
beim König (II;2). Carlos Bitte um Posas Freundschaft und um das
Brüderliche Du: Sieg der Freundschaft.
II Akt: Zuspitzung
1. Carlos Ringen um eine Audienz; Beleidigung
Albas
2. Carlos Bitte um Versöhnung mit dem Vater und um eine
Entsendung nach Flandern. Die Ablehnung beider Bitten vernichtet ihn; er merkt
nicht daß er Phillip stark beeindruckt und das es die Stellund Albas
erschüttert.
3. Alba erfährt, daß Carlos dem König
nähergekommen ist.
4. Carlos erhält die Einladung der Prinzessin Eboli zu
einem Rendezvous, die er für eine Einladung Elisabets
hält.
5.-6. Streit zwischen Carlos und Alba; ein Duell wird nur
durch die Königin verhindert.
7.-8. Die Mißverständnis Szene: Carlos bemerkt zu
spät das Eboli ihn liebt. Tiefe Verletztung der Eboli, die sich durch ihr
Liebesgeständnis blosgestellt fühlt. Carlos nimmt ihr ein dem
König belastetndes Billtt weg.
9. Die Eboli erkennt das Carlos die Königin liebt, und
entschließt sich aus Rache den (vermeintlichen Betrug dem König zu
verraten.
10.-13. Alba berichtet über das seltsame Verhalten von
Carlos II,6 und Phillip II,3. Domingos grundsätzliche Gegnerschaft gegen
Carlos liberale Ideen. Die Eboli wird für die Intrige gewonnen: Sie wird
Elisabths Schatulle erbrechen, wird Phillipp eine Rendezvouz geben und dabei
belastendes Material usliefern.
14.-15. Posa erfährt von dem Misserfolg der Audienz und
der Bedenklichen Eboli- Begegnung. Er verhindert, daß Carlos den der Eboli
entwendeten Brief mißbraucht; er bringt Carlos vom Egoismus zurück
zum Idealismus. Posa befürchtet eine neue Begegnung Carlos mit Elisabeths,
die ihm den Flandern Plan nahebringen soll ( IV,3 ; IV,21 ; V,11 )
III Akt: Höhepunkt
1.-2. Die Eifersuchtsszene des übermächtigen
Philipp. Trotz der Carlos Briefe aus der Schatulle II,12 fehlt ihm die
Gewissheit.
3.-4. Alba, zu den Briefen befragt, berichtet von der
Begegnung Carlos -> Königin I,5 . Gewissheit können seine
Verdächtigungen Philipp aber nicht geben, genauso wenig wie die Domingos;
der König bezichtigt beide des Komplotts.
5. Bei der Suche nach einem Vertrauenswürdigen Mann
stösst er auf Posa
6.-7. Feierliche Audienz. Philipps Milde gegen den Admiral.
Erkundigungen nach Posa.
8.-9. Posas Überlegungen vor der Audienz beim
König.
10. Posa vor Philipp: Posa “ kann nicht
Fürstendiener sein” wegen seiner Gleichgewichts- und
Freiheits-Ideale. Er analysiert die Isolation des absolutistischem Herrschers;
Philipp ist von dieser Einfühlung in seine Lage tief berührt.
–Posas konkretes politische Ziel u.a. für Flandern: “Geben Sie
Gedankenfreiheit” Philipp ist für Posa gewonnen und macht ihn zum
engen Vertrauten; er soll die Wahrheit über Carlos und Elisabeth
ermitteln.
IV Akt: Umschwung
1. Die Entdeckung des Einbruchs in die Schatulle der
Königin steht bevor IV,9 .
2.-3. Posa als Abgesandter des Königs. Seine
Eigentliche Absicht ist, Elisabeth dafür zu gewinnen, Carlos den Plan einer
Rebellion in Flandern nahezubringen.
4. Lerma warnt Carlos vor Posa, der in größer
Gunst beim König stehe.
5. Posas rätselhaftes Verhalten stürzt Carlos in
Zweifel; denoch händigt Posa seine Brieftasche (mit einem Brief Elisabeths)
aus IV,12 ; IV,13
6. Angesicht von Carlos Mißtrauen rechtfertigt Posa
vor sich selbst seine Verschwiegenheit und seine selbsherrliche
Eigenmächtigkeit.
7. Der König mustert eifersüchtig und
Argwöhnig die Züge der Infantin.
8.-9. Zusammenstoß Philipp und Königin: Sie
fordert Bestrafung für das Erbrechen ihrer Schatulle; der König
bekennt sich als Auftraggeber; er fordert Rechenschaft wegen der Begegnug
Königin -> Carlos I,5 . Über die Maßlosigkeit von Philipps
Eifersucht entsetzt bricht Elisabeth zusammen.
10.-11. Bestürtzt über den Eklat, schickt Philipp
seine alten Getreuen ungnädig fort und wendet sich vertrauensvoll Posa
zu.
12. Posa kann dem König aufgrund ausgewählter
Dokumente aus Carlos Brieftasche einreden daß die Eboli das Haupt einer
Intrige ist und daß zwischen Carlos und Elisabeth keine Liebesbeziehung
besteht, sondern eine (für den König irrelevante) politische
Konspiration. –Posa soll Carlos weiter überwachen, er erwirkt einen
Vorsorglichen Haftbefehl.
13. Lerma warnt erneut vor Posa, nachdem er Carlos
Brieftasche beim König gesehen hat IV,12 .Carlos glaubt, daß Posa ihn
aufgeben habe, weil der König größere Möglichkeiten zur
Verwirklichung des Ideals biete.
14. Alba und Domingo versuchen, bei der Königin gegen
Posa zu intrigieren.
15.Carlos fleht die Eboli an, ihn zu Elisabeth zu lassen,
damit er diese warnen kann.
16. Posa unterbricht Carlos und lässt ihn verhaften
(damit er der Eboli nicht weiter verraten kann)
17. Posa erwägt, die Eboli zu ermorden, damit verborgen
bleibt, was Carlos ihr Veratten haben könnte, er besinnt sich dann aber auf
ein anderes Mittel.
18.-20. Die Eboli gesteht der Königin ihre Schuld
(Diebstahl de Briefe und Ehebruch); Sie wird ins Marienkloster
verbannt.
21. Posa der sein Spiel verloren hat, legt sein
Vermächtnis an Carlos in die Hände der Königin. Es zeigt sich,
daß er die Verwirklichung eines neuen, freien Staats lange geplant hat und
dazu auch die Liebe von Carlos zu Elisabeth genährt hat.
22.-24. Der Hof wegen der Verhaftung des Infanten in
Ungewissheit. Der Oberpostmeister bringt den Brief Posas an Oranien, durch den
Posa sich absichtlich des Verrats bezichtigt und zum Tode verurteilt , um Carlos
Zeit zur Flucht zu geben. Lermas Meldung, daß der König geweint hat,
als er von Posas Verrat gehört hat. Ein Aufklärungsversuch der Eboli
kommt zu spät; Alba kehrt triumphierend an die Macht
zurück.
V Akt: Katastrophe
1.-3. Carlos glaubt das Posa ihn zugunsten der Freiheitsidee
aufgegeben habe, und findet das bitter, aber korrekt. –Alba
überbringt Carlos die Begnadigung; dieser verlangt das erscheinen des
Königs selbst. –Posa erklärt dem Freund den Ablauf der
Ereignisse und trägt ihm auf, sich für Flandern und die Freiheit zu
retten. Während Carlos noch hofft, den König rühren zu
können wird Posa hinterrücks erschossen.
4.-5. Der König kommt mit seinen Granden, um Carlos
die Freiheit wiederzugeben. Carlos stösste den König zurück und
beschuldigt ihn des Mordes. Er erklärt, daß der Errmordete als Freund
und Freiheitskämpfer allein ihm gehört habe. Der König und alle
Anwesenden sind erstarrt. Zugleich wird aus der Stadt Rebellion gemeldet. Alba
übernimmt die Initiative.
6. Eine letzte Begegnung Elisabeths mit Carlos wird
vorbereitet.
7. Lerma warnt Carlos vor dem König und huldigt ihm als
zukünftiger König seiner Kinder.
8. Alba hat die gesamten Pläne Posas für einen
Befreiungskrieg entdeckt.
9. Der König analysiert die Motive Posas (anders als
Carlos V,4 !). Er beschließt die Menschheit, für die Posa ihn
Verraten hat, für diesen Verrat büssen zu lassen, und als ersten
Carlos. –Alba übergibt die beschlagnahmtgen Papiere
Posas.
10 Der Großinqusitor, der eigentliche ideologische
Widerpart Posas, weißt Philpp wegen seiner menschlichen
Schwache zurück, enthüllt den lange
vrobereiteten Plan der Inquisition, in Posa exemplarisch die menschliche
Vernunft zu liquidieren, und bestärkt Phillip in
seinem Entschluß seinen eigenn Sohn zu töten.
11. Carlos versichert Elisabeth, das Vermächtniss Posas
übernemen zu wollen; seine Liebe will er von nun an der Menschheit widmen.
Ind diesem Augenblick tritt der König ein und lässt Carlos
festnehmen.
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