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Produktionsfaktor Kapital
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Produktionsfaktoren
sind die wirtschaftlichen Leistungselemente, die im
Produktionsprozeß
verwendet werden (= Input). In der Volkswirtschaftslehre ist die Einteilung
der Produktionsfaktoren in
Boden,
Arbeit
und
Kapital
am verbreitetsten. Zum Kapital gehören die im Produktionsprozeß
eingesetzten Produktionsmittel (z. B. Maschinen) und alle
Lagerbestände an hergestellten Gütern. Als vierter Produktionsfaktor
wird manchmal auch die unternehmerische Leistung aufgeführt.
Wissenschaftler und deren
Theorien des Kapitals
Die französischen
Wirtschaftswissenschaftler des 18. Jahrhunderts, die sogenannten
Physiokraten, waren die ersten, die ein volkswirtschaftliches System
entwickelten. Besondere Bedeutung erlangte der an die Physiokraten
anknüpfende britische Wirtschaftswissenschaftler
Adam
Smith. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde
diese Theorie in der Fassung
David
Ricardos zur maßgeblichen Theorie des
Kapitals. Gemäß der klassischen Theorie ist das Kapital ein
Wertedepot, das durch
Arbeit
erzeugt wird. Ein Teil des Kapitals besteht aus Verbrauchsgütern, die dem
Lebensunterhalt der Arbeiter dienen, die die Güter für den
zukünftigen
Konsum
herstellen. Ein weiterer Teil besteht aus Produktionsgütern, die in die
weitere Produktion zurückfließen, in Erwartung zukünftiger
Erträge. Der Gebrauch von Investitionsgütern erhöht die
Arbeitsproduktivität, dadurch wird es möglich, mehr zu erzeugen, als
für die Erhaltung der Arbeitskraft erforderlich ist. Dieser
Überschuß bildet den Zins oder Gewinn, der auf das Kapital gezahlt
wird. Zinsen und Gewinne erhöhen das Kapital, wenn sie wieder in die
Produktion
fließen.
Karl
Marx und andere sozialistische Autoren
akzeptierten die klassische Betrachtungsweise des Kapitals mit einer
großen Einschränkung. Für sie bestand Kapital nur aus den
Produktivgütern, die Einkommen unabhängig von den Anstrengungen des
Eigentümers erbringen. Das Werkzeug eines Handwerkers oder das Land eines
kleinen Bauern sind in diesem Sinne kein Kapital.
Die Sozialisten behaupteten, daß Kapital
als eine bestimmende Kraft in der Gesellschaft entsteht, wenn eine kleine Gruppe
von Personen, die Kapitalisten, die meisten der Produktionsmittel besitzen, und
wenn eine viel größere Gruppe, nämlich die der Arbeiter, nicht
mehr als den puren Lebenserhalt als Entlohnung für die Verwendung der
Produktionsmittel zum Nutzen der Eigentümer erhält
(Existenzminimum).
Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten
die britischen Wirtschaftswissenschaftler
William Nassau
senior und
John Stuart
Mill eine psychologische Theorie des
Kapitals, die auf einer systematischen Untersuchung der Motive für
Genügsamkeit beruhte. Ausgehend von der Annahme, daß die Befriedigung
durch gegenwärtigen Konsum psychologisch einer verzögerten
Befriedigung vorzuziehen ist, argumentierten sie, daß das Kapital durch
Konsumverzicht von Personen entsteht, die auf eine Entlohnung ihrer
Enthaltsamkeit in der Zukunft hoffen. Weil solche Personen gewillt sind, auf
heutigen Konsum zu verzichten, kann die Produktionskraft von der Erzeugung von
Verbrauchsgütern auf die Erzeugung künftiger Produktionsmittel gelenkt
werden; folglich wird die Produktionskapazität der Volkswirtschaft
erhöht. Und so wie körperliche Arbeit den Lohn rechtfertigt,
rechtfertigt daher Verzicht Zinsen und Gewinne.
Soweit die Verzichtstheorie auf subjektiven
Überlegungen beruhte, bot sie keine adäquate Basis für objektive
Wirtschaftsanalysen.
Der österreichische Ökonom
Eugen
Böhm-Bawerk und der britische
Wirtschaftswissenschaftler
Alfred Marshall
versuchten deshalb, diese Theorie mit der
klassischen Theorie des Kapitals zu verbinden. Sie stimmten mit den
Verzichtstheoretikern darin überein, daß die Aussicht auf
zukünftige Erträge Einzelpersonen motiviert, auf Konsum zu verzichten
und einen Teil ihres Einkommens zur Produktionsförderung zu verwenden. Doch
in Übereinstimmung mit der klassischen Theorie fügten sie hinzu,
daß die Höhe des Ertrags vom Zugewinn an Produktivität
abhängt, der aus dem Zuwachs von Kapital im Produktionsprozeß
entsteht. Kapitalzuwächse machen die Produktion umständlicher, wodurch
größere Verzögerungen verursacht werden, bevor Erträge
entstehen. Kapital, so behauptete man, würde demgemäß
abhängen vom Mittelweg, den man finde zwischen dem Wunsch nach sofortiger
Befriedigung durch Konsum und dem Wunsch nach den zukünftigen Gewinnen, die
aus einem umständlicheren Produktionsprozeß erwartet
würden.
John Maynard
Keynes lehnte diese Theorie ab, weil sie die
Diskrepanz zwischen gespartem Geld und entstandenem Kapital nicht erklären
könne. Obwohl gemäß aller vorausgegangenen Kapitaltheorien die
Ersparnisse immer den
Investitionen
entsprechen sollten, zeigte Keynes, daß die Entscheidung, in
Investitionsgüter zu investieren, sich sehr von der Entscheidung zum Sparen
unterscheidet. Wenn eine Investition keinen Profit verspricht, bleibt die
Sparrate weiterhin etwa gleich. Aber es kommt zu einer starken
Liquiditätspräferenz: Einzelpersonen, Unternehmen und Banken sparen,
statt zu investieren. Wenn eine Liquiditätspräferenz vorherrscht,
verursacht sie eine Nichtbeschäftigung des Kapitals, die wiederum zur
Nichtbeschäftigung der Arbeiter, also zur
Arbeitslosigkeit
führt.
Begriffe und Verwendungsform
des Kapitals
Bei den Wirtschaftswissenschaftlern des
19. Jahrhunderts stand der Begriff Kapital nur für das
Wirtschaftsvermögen. Vermögen, das nicht produziert wurde, wie Grund
und Boden oder Erzvorkommen, war von der Definition ausgenommen. Ebenso
Einkommen aus Kapital
(Gewinn
oder
Zins)
sowie Miete und
Pacht.
Der Begriff „Kapital“ hat seit
seiner Einführung eine große Zahl an Definitionen und Auslegungen
erfahren. Im folgenden werden die üblichen Einteilungsgesichtspunkte als
Kriterien für die genauere Bestimmung herangezogen.
Vorerst werden die unterschiedlichen
Verwendungsformen des Kapitals ein einer Volkswirtschaft dargestellt.
Anschließend werden der betriebswirtschaftliche und der
volkswirtschaftliche Kapitalbegriff einer genaueren Analyse
unterzogen.
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Kapital und seine
Verwendungsformen
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K
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K
|
K
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Geldkapital
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Real- oder
Sachkapital
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Sozialkapital
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= finanzielle Mittel, die jederzeit in
Sachkapital umgewandelt werden können
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Materiell (= vorgetane Arbeit lt. Marx).
Darunter versteht man die produzierten Produktionsmittel (Gebäude,
Maschinen, Anlagen), die der weiteren Gütererstellung
dienen.
Immateriell (Humankapital) Als
Humankapital bezeichnet man den Inbegriff allen Wissens über die Technik
und Organisation der Produktion (Know-how, Brainware,
Information)
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= die Infrastruktur einer Volkswirtschaft (z.
B. Energieversorgung, Bildungswesen usw.), die den Entwicklungsstand
bestimmt.
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Der Kapitalbegriff im
betriebswirtschaftlichen Sinn
Im
Rechnungswesen
wird Kapital definiert als das Gesamtvermögen, das ein einzelner oder eine
Gesellschaft
zu einem bestimmten Zeitpunkt besitzt, im Gegensatz zum Einkommen, das aus
diesem Vermögen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gewonnen wurde. Eine
Firma hat demzufolge ein Kapitalkonto (meistens Bilanz genannt), in dem das
Vermögen
der Firma zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgelistet wird, sowie ein
Einkommenskonto, das den Fluß bei Waren und Forderungen während eines
bestimmten Zeitraumes beschreibt.
Kapital im betriebswirtschaftlichen Sinn sind
die für die Anschaffung von Vermögen (Anlagevermögen und
Umlaufvermögen) aufgebrachten Mittel in der Form von Eigenkapital und
Fremdkapital.
Der betriebswirtschaftliche Kapitalbegriff kann
gut anhand einer Bilanz erläutert werden:
Bilanz
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AKTIVA (Mittelverwendung)
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PASSIVA (Mittelaufbringung)
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Anlagevermögen
Ÿ Sachanlagevermögen
(Grundstücke, Maschinen, Einrichtungsgegenstände
usw.)
Ÿ Finanzanlagevermögen
(Beteiligungen usw.)
Ÿ immaterielles
Anlagevermögen (Patente, Lizenzen usw.)
Umlaufvermögen
Ÿ Sachumlaufvermögen
(Werksoffe, Betreibsstoffe)
Ÿ Finanzumlaufvermögen
(Zahlungsmittel, Forderungen, Umlaufwertpapiere wie Wechsel und
Schecks)
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Eigenkapital
(=Risikokapital)
Steht der Unternehmung zeitlich unbegrenzt zur
Verfügung (langfristiges Kapital). Das Eigenkapital wird durch die
Gesellschafter aufgebracht. In welcher Form es der Unternehmung zur
Verfügung gestellt wird, hängt in erster Linie von der Rechtsform der
Unternehmungen ab.
Fremdkapital
Steht der Unternehmung zeitlich begrenzt zur
Verfügung, d. h. es muß zurückgezahlt werden. Das Fremdkapital
wird der Unternehmung von Außenstehenden kurzfristig oder langfristig zur
Verfügung gestellt.
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GESAMTVERMÖGEN
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GESAMTKAPITAL
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Die Kapitalformen lassen sich auf verschiedene
Art unterscheiden. Eine gebräuchliche Unterscheidung ist die zwischen
Anlagekapital und Umlaufkapital. Das Anlagekapital umfaßt alle mehr oder
weniger dauerhaften Produktionsmittel, wie Grund und Boden, Gebäude und
Maschinen. Das Umlaufkapital bezieht sich auf nichterneuerbare Güter, wie
z. B. Rohmaterial und Brennstoff, sowie auf die Mittel, die benötigt
werden, um
Löhne
zu zahlen und andere Forderungen an das Unternehmen zu
erfüllen.
Häufig ordnet ein Unternehmen all jene
Vermögenswerte als flüssiges Kapital ein, die sich schnell in Bargeld
umwandeln lassen, so z. B. fertige Ware oder Aktien und Wertpapiere. Im
Gegensatz dazu werden alle Vermögenswerte, die nicht so leicht in Bargeld
umgewandelt werden können, wie z. B. Gebäude und Ausrüstung,
als eingefrorenes Kapital angesehen.
Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die
zwischen Produktivkapital und Finanzkapital. Maschinen, Rohmaterial und andere
körperliche Güter stellen das Produktivkapital dar. Forderungen gegen
diese Güter wie z. B.
Wertpapiere
und Forderungskonten heißen Finanzkapital.
Der Kapitalbegriff im
volkswirtschaftlichen Sinn
Kapital im volkswirtschaftlichen Sinn sind alle
an der Erzeugung von Gütern beteiligten materiellen und immateriellen
Produktionsmittel (Kapitalstock) wie Fabriken, Anlagen, Maschinen, Werkzeuge,
Lagerbestände, der Wissensstand der Beschäftigten, Patente
usw.
Kapitalgüter sind
Güter, die nicht direkt verbraucht
werden wie Konsumgüter, sondern im Produktionsprozeß eingesetzt
werden (siehe Realkapital).
Die Summe der Kapitalgüter, die sich im
Laufe der Zeit angesammelt haben, die nutzbaren Bodenschätze und die
dauerhaften Konsumgüter ergeben das
Volksvermögen:
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Materieller
Kapitalstock
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VOLKSVERMÖGEN
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=
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Nutzbare
Bodenschätze
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Dauerhafte
Konsumgüter
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Eine Vermehrung des Bestandes an
Kapitalgütern erfordert einen vorübergehenden Verzicht auf sofortigen
Konsum. Dieser Verzicht muß sich lohnen, d. h., für den gesparten
Teil des Einkommens müssen Zinsen (Einlagezinsen) gezahlt werden. Diese
Einlagezinsen zahlen die Banken, da sie das gesparte Geld wiederum gegen Zinsen
(Kreditzinsen) an die Unternehmungen verleihen, die diese Ersparnisse den
lohnenden Investitionsvorhaben (Herstellung von Produktionsmitteln)
zuführen.
Die Herstellung von Produktionsmitteln, d. h.
die Schaffung von Hilfsmitteln zum Zwecke einer ergiebigeren Produktion, wird
Umwegproduktion
genannt.
Beispiel:
Wenn das gesparte Geld über die Banken
in Form von Krediten den Unternehmern zum Bau von Fabriken, Straßen usw.,
zur Produktion von Maschinen, Kränen usw. sowie zum Zwecke einer intensiven
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zur Verfügung gestellt wird,
erhöht es die zukünftige Produktivität der Volkswirtschaft.
Anders ausgedrückt, ein großer Teil unseres gegenwärtigen
Lebensstandards ist eine Folge der Investitionen der
Vergangenheit.
Entstehung und gesellschaftliche
Bedeutung des Kapitals
í Die
Entstehung des Kapitals
Kapital ist im Gegensatz zu Boden und Arbeit,
die als ursprüngliche Produktionsfaktoren bezeichnet werden, ein
abgeleiteter Faktor.
Diese Bezeichnung geht auf die Tatsache
zurück, daß Kapital erst durch den Einsatz der anderen
Produktionsfaktoren entstanden ist.
Beispiel:
Die ersten Werkzeuge wurden aus der Idee
geschaffen, daß durch ihren Einsatz die Arbeitsleistung gesteigert werden
könnte. Die ersten Arbeitsgeräte wurden aus Holz, Knochen, Sehnen,
Steinen usw. hergestellt. Das erste Netz, das ein Fischer knüpfte, um mehr
Fische zu fangen, die ersten Jagdwaffen, die eingesetzt wurden, um die baute zu
erhöhen, stellten bereits Kapital im volkswirtschaftlichen Sinn
dar.
Je mehr Kapital im volkswirtschaftlichen Sinn
geschaffen wurden, um so höher wurde der Bedarf an Geldkapital. Mit den
großen Erfindungen des 19. Jahrhunderts (Dampfmaschine, Verbrennungsmotor,
Elektrizität) stieg der Kapitalbedarf enorm. Diese Entwicklung setzte sich
im 20. Jahrhundert mit weiteren Erfindungen, wie z. B. Kernenergie, Elektronik,
computerunterstützte Produktion, fort und hält weiterhin
an.
í Die
gesellschaftliche Bedeutung des Faktors Kapital
Da die Bevölkerung von der Versorgung mit
Gütern abhängig ist, bedeutet der Besitz von Kapital (und somit von
Produktionsmitteln) auch die Ausübung wirtschaftlicher Macht. Die
Entscheidung, in wessen Hand diese Macht zu legen sei, prägt das
kapitalistische und sozialistische Gedankengut, Verdeutlichen kann man diese
Problematik am Beispiel der Einstellung einer Regierung zu Staatsbetrieben und
Privatbetrieben.
Verstaatlichen
bedeutet, daß die Produktionsmittel in die Hand des Staates gelegt werden.
In einer parlamentarische Demokratie wird die wirtschaftliche Macht dem Volk
übertragen (z. B. Post, Bahn, Gesundheitswesen sollen der Versorgung der
Bevölkerung dienen).
Reprivatisierung
heißt, daß die Produktionsmittel der öffentlichen Hand den
Unternehmen gegen Entgelt übertragen werden. Die Unternehmer können
diesen Besitz zur Vermehrung ihres persönlichen Vermögens einsetzen
(z. B. Verkauf staatlicher Unternehmen an private
Interessenten).
Voraussetzungen der
Kapitalbildung
Die Kapitalbildung erfordert zumindest den
vorübergehenden Verzicht auf Konsum. Dadurch entstehen Ersparnisse, die
entweder vom Sparer direkt zur Finanzierung von Investitionen
(Direktinvestitionen) verwendet werden können oder über die Banken den
Investoren zur Verfügung gestellt werden.
Die Sparer erhalten für die
Zurverfügungstellung ihres Geldes Zinsen (Einlagezinsen). Das Zinsniveau,
d. h. die Höhe der Zinsen, wird durch Angebot und Nachfrage
bestimmt.
Beispiel
Ein erhöhtes Angebot an Spargeld
führt zu niedrigeren Zinsen. Ein niedrigeres Zinsniveau sollte die
Unternehmer veranlassen Kredite aufzunehmen, die in weiterer Folge für
Investitionen verwendet werden.
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Voraussetzungen für die
Kapitalbildung
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=
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Konsumverzicht und
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Investition der
Ersparnisse
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Die Notenbank einer Volkswirtschaft (in
Österreich die OeNB) versucht, durch die Beeinflussung des Zinsniveaus die
Bereitschaft zum Sparen bzw. Investieren zu steuern.
Sparen –
Sparfunktion
Sparen
ist vorübergehender Konsumverzicht, der in Zukunft einen Mehrkonsum
erlaubt.
Individuelle Motive des Sparens können
sein:
Ø die
Finanzierung künftigen Konsums (Zwecksparen)
Ø die
Schaffung einer zusätzlichen Einkommensquelle
(Ertragsmotiv)
Ø die
Absicherung gegenüber unvorhersehbaren Ereignissen
(Vorsorgesparen)
Wieviel jeder sparen kann, hängt von
seinem Einkommen ab.
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S = f
(Y)
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S = Sparen
F = Funktion
Y = Einkommen
|
Mit zunehmendem Einkommen wächst die
Möglichkeit zu sparen, d. h., gut verdienende Leute können mehr sparen
als schlecht verdienende. Die individuelle Sparneigung wird zusätzlich
durch Erziehung, Berufstätigkeit, Alter und ähnliche Komponenten
geprägt. Auch die Höhe der Sparzinsen wirkt sich auf die Sparquote
aus.
Keynes hat darauf sein „psychologisches
Gesetz“ gegründet, wonach die Verbrauchsneigung hinter der
Einkommenssteigerung zurückbleibt.
Die Höhe der Ersparnisse bei
unterschiedlichem Einkommen wird durch die Sparfunktion
wiedergegeben.
Investition –
Investitionsfunktion
Investieren
bedeutet die Umwandlung des gesparten Geldes in Produktionsmittel. Nimmt der
Bestand an Produktionsmitteln in einer Periode ab, da z. B. Ersatzinvestitionen
unterlassen werden, oder verringern sich die Lagerbestände in Handel,
Gewerbe und Industrie, spricht man von
Desinvestition.
Man unterscheidet in einer Volkswirtschaft
folgende Arten von Investitionen:
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Bruttoinvestitionen
(= alle während eines
Jahres errichteten Betriebsgebäude, alle produzierten Maschinen, Anlagen
usw., aber auch die Veränderungen der Lagerbestände in Handel, Gewerbe
und Industrie)
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Anlageinvestitionen
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Lager-Vorrats-Investitionen
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= die Gesamtheit der
angeschafften Produktionsmittel (Maschinen, Fahrzeuge, Betriebsgebäude
usw.)
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= die Veränderung der
Lagerbestände in Handel, Gewerbe und Industrie
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K
|
K
|
|
K
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|
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Ersatz- oder
Reinvestitionen
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Erweiterungs- und
Rationalisierungs- investitionen
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|
Erweiterungs-
investitionen
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|
K
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|
K
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Nettoinvestitionen
(=der Zuwachs der Bestände
durch Erweiterungs-, Rationalisierungs- und Lagerinvestitionen)
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Bruttoinvestitionen
sind der Teil der Produktion einer Periode, der nicht den Haushalten, sondern
den Beständen der Unternehmen zugeflossen ist. Zu den Bruttoinvestitionen
gehören die Bestandsveränderungen an Anlagen, z. B. Maschinen,
Bauten (Anlageinvestition) sowie Vor-, Halbfertig- und Fertigprodukten
(Lager- oder Vorratsinvestition). Die Bruttoinvestition setzt sich
zusammen aus der Ersatz-
oder Reinvestition und der
Netto- oder
Erweiterungsinvestition.
Ersatz- oder Reinvestitionen sind
Bestandsminderungen infolge Abnutzung u. ä. (Abschreibungen). Wenn die
Nettoinvestition die Reinvestition überschreitet, spricht man von
Zusatzinvestition;
ist die Nettoinvestition niedriger als die Ersatzinvestition, handelt es sich um
versäumte
Reinvestition.
Die
Investitionsquote
ist der Anteil der Investition am Sozialprodukt. Als
Investitionsrate
bezeichnet man das Verhältnis der Investitionen einer Periode zum
bestehenden Kapitalstock.
Die
Investitionslenkung
beeinflußt die Entscheidung der Unternehmer zu investieren, z. B.
durch fiskalische und geldpolitische Anreize.
Die einkommensabhängigen
Investitionsfunktion
unterstellt eine ausschließliche Abhängigkeit der
gesamtwirtschaftlichen Einkommen.
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I = F (Y)
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I = Investition
F = Funktion
Y = Einkommen
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Weitere Einflußgrößen auf die
Investitionstätigkeit einer Volkswirtschaft sind die Höhe der Zinsen
sowie die Erwartungshaltung der Unternehmen.
Beispiel:
Stellen Sie sich vor, daß die
Haushalte mehr sparen, als die Unternehmen in Zukunft zu investieren bereit
sind. Dies wird dazu führen, daß durch den Konsumverzicht der
Haushalte die Unternehmer zu wenige Kunden haben. Es wird daher weniger
verkauft, dies wiederum führt dazu, daß weniger produziert wird.
Durch die Drosselung der Produktion kommt es auch zur Freisetzung von
Arbeitskräften. Die Kündigung von Arbeitskräften führt in
weiterer Folge zu einem Rückgang der Ersparnisse usw. (negative
Multiplikatorwirkung).
Die
Multiplikatorwirkung
Investitionen stellen für Baufirmen,
Lieferanten und andere Einkommen dar. Diese Einkommensempfänger können
das Geld z. B. für Konsumgüter ausgeben. Sie setzen damit neuerlich
den Geldkreislauf in Gang. Diese Tatsache ist die Grundlage der
Multiplikatortheorie.
Beispiel:
Die Kapitalanleger einer Volkswirtschaft
geben in einem Jahr zusätzliche 10 Milliarden Schilling aus. Diese 10
Milliarden bedeuten für die Empfänger des Geldes zusätzliches
Einkommen. Damit steigt das Volkseinkommen, die Gesamtauszahlung an die
Lohnabhängigen, Aktionäre, Kreditgeber und andere
Einkommensempfänger, um 10 Milliarden Schilling. Die Personen, auf die sich
die 10 Milliarden verteilen, geben das meiste sofort wieder für
Konsumgüter und Dienstleistungen aus. Dadurch entsteht wiederum neues
Einkommen für Autohändler, Supermarktbesitzer und andere
Verkäufer. Wenn die Konsumenten, deren Einkommen nun gestiegen ist, von den
ursprünglich investierten 10 Milliarden Schilling nur 90 % wieder ausgeben,
steigt das Volkseinkommen in dieser zweiten Ausgabenrunde zusätzlich um 9
Milliarden Schilling. Darauf folgt eine dritte 8,1-Milliarden-Schilling-Runde,
eine vierte 7,2-Milliarden-Schilling-Runde und so weiter in einer unendlichen,
abnehmenden Progression. Das Volkseinkommen steigt schließlich um 100
Milliarden Schilling – die ursprünglich 10 Milliarden an
Investitionen und 90 Milliarden an Ausgaben von Konsumenten, die durch
wiederholtes Ausgeben der ersten 10 Milliarden ausgelöst wurden. Der
Investitionsmultiplikator,
das Verhältnis zwischen der investierten Summe und der Gesamtauswirkung auf
das Volkseinkommen, ist in diesem Beispiel
„10“.
1. Ausgabenrunde: 10 Mrd. =
Steigerung des Volkseinkommens um 10 Mrd.
2. Ausgabenrunde: 90 % von 10 Mrd.
= Steigerung des Volkseinkommens um 9 Mrd.
3. Ausgabenrunde: 90 % von 10 Mrd.
= Steigerung des Volkseinkommens um 8,1 Mrd.
4. Ausgabenrunde: 90 % von 10 Mrd.
= Steigerung des Volkseinkommens um 7,2 Mrd.
usw.
um 100 Mrd.
In diesem Beispiel wird verdeutlicht, daß
sich durch eine Erhöhung oder eine Senkung der Investitionsausgaben das
Volkseinkommen gleich um ein Mehrfaches dieses Betrages
ändert.
Der Multiplikator ist diejenige Zahl, mit der
eine Änderung der Investitionen multipliziert werden muß, um die
daraus resultierenden Änderungen der Gesamtproduktion zu
ermitteln.
Im vorliegenden Beispiel sind zwei wesentliche
Gesichtspunkte, die die Größe des Multiplikators bestimmen,
enthalten:
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Grenzneigung zum Sparen oder marginale
Sparneigung
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+
|
Grenzneigung zum Konsum oder marginale
Konsumneigung
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=
|
1
|
|
= der Teil, der von einem zusätzlichen
Einkommen gespart wird.
|
= der Teil, der von einem zusätzlichen
Einkommen verbraucht wird.
|
Beide Größen, die Grenzneigung zum
Sparen und die Gentneigung zum Konsum, ergänzen sich immer zum Wert
1.
Der einfache
Multiplikator
entspricht immer dem reziproken Wert (Kehrwert) der Grenzneigung zum
Sparen.
Beim o.A. Beispiel konnten wir eine
Grenzneigung zum Sparen von einem Zehntel feststellen. Wir haben auch
herausgefunden, daß der Multiplikator in diesem Beispiel 10 ist. 10 ist
wiederum der reziproke Wert der Grenzneigung zum Sparen, die ein Zehntel
beträgt.
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Begriff
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Erklärung
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Kapital und seine
Verwendungsformen
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Geldkapital Real-
oder
Sachkapital Sozialkapital
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Kapital im betriebs- wirtschaftlichen
Sinn
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Kapital im betriebswirtschaftlichen Sinn sind
die für die Anschaffung von Vermögen (AV, UV) aufgebrachten Mittel in
Form von EK und FK.
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Kapital im volks- wirtschaftlichen
Sinn
|
Kapital im volkswirtschaftlichen Sinn sind alle
an der Erzeugung von Gütern beteiligten materiellen und immateriellen
Produktionsmittel (Kapitalstock) wie Fabriken, Anlagen, Maschinen, Werkzeuge,
Lagerbestände, der Wissensstand der Beschäftigten, Patente
usw.
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Volksvermögen
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Volksvermögen =
materieller Kapitalstock
+ nutzbare Bodenschätze
+ dauerhafte
Konsumgüter
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Zinsen
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Einlagezinsen sind das Entgelt für
gespartes Geld. Kreditzinsen sind die
Kosten für geliehenes Geld.
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Umwegproduktion
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Umwegproduktion ist die Schaffung eines
Hilfsmittels zum Zwecke einer ergiebigeren Produktion.
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Gesellschaftliche Bedeutung des
Kapitals
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Die Entscheidung, in wessen Hand die
Produktionsmittel zu legen seien, prägt das kapitalistische und das
sozialistische Gedankengut.
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Voraussetzung der
Kapitalbildung
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Konsumverzicht und Investition der
Ersparnisse.
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Sparen
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Konsumverzicht, der in Zukunft einen Mehrkonsum
erlaubt. Wieviel jeder sparen kann, hängt von seinem Einkommen
ab.
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Investition
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Investition ist die Umwandlung von Geldkapital
in Produktionsmittel und Lagerbestände.
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Desinvestition
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Desinvestition ist die Abnahme der
Produktionsmittel bzw. die Verringerung der Lagerbestände in einer
Periode.
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Bruttoinvestition
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Unter Bruttoinvestition versteht man die Summe
aller während eines Jahres errichteten Fabriken, Häuser usw., aller
produzierten Maschinen, Anlagen usw., aber auch die Veränderung der
Lagerbestände in Handel, Gewerbe und Industrie.
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Nettoinvestition
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Unter Nettoinvestition versteht man den Zuwachs
der Bestände durch Erweiterungs-, Rationalisierungs- und
Lagerinvestitionen.
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Volkswirtschaftliches
Gleichgewicht
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Volkswirtschaftliches Gleichgewicht ist
gegeben, wenn die angestrebten Ersparnisse gleich den angestrebten Investitionen
sind.
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Grenzneigung zum Sparen oder marginale
Sparneigung (GNS)
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Die Grenzneigung zum Sparen gibt an, wieviel
von einem zusätzlichen Einkommensschilling gespart wird.
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Grenzneigung zum Konsum oder marginale
Konsumneigung (GNK)
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Die Grenzneigung zum Konsum gibt an, wieviel
von einem zusätzlichen Einkommensschilling verbraucht
wird.
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GNS + GNK = 1
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Die Grenzneigung zum Sparen und die
Grenzneigung zum Konsum ergänzen sich immer zum Wert 1.
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Multiplikator = der Kehrwert der
Grenzneigung zum Sparen
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Der Multiplikator ist diejenige Zahl, mit der
eine Änderung der Investitionen multipliziert werden muß, um die
daraus resultierende Änderung der Gesamtproduktion zu
ermitteln.
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