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Zeitungen
- Zeitungen
Einleitung:
Der Begriff „Zeitung“ stammt aus dem Nordgermanischen und steht
für Neuigkeit oder Nachricht. Als unverzichtbare „Anweisung und
Richtschnur alle Klugheit“ empfahl der Dichter Kaspar Stieler die Zeitung
der Gesellschaft schon im Jahre 1695. Die Zeitung gewann im Laufe der Zeit immer
mehr an Bedeutung und wurde im 18. Jahrhundert zur wichtigsten Quelle der
Staatskunde. Zeitungen sind wie Magazine, Zeitschriften und Illustrierte
Druckerzeugnisse, die unter dem Begriff Presse zusammengefaßt werden.
Illustrierte und Zeitschriften dienen entgegen den Nachrichtenmagazinen, die
vorwiegend über politische Themen informieren, in erster Linie der
Unterhaltung. Zeitungen hingegen enthalten allgemeine Informationen und wollen
ihre Leser politisch informieren, wobei nicht zuletzt die Meinungsbildung
angeregt werden soll. Arten:
Es gibt viele verschiedene Arten von Zeitungen.
Die Zeitungen werden in folgenden Eigenschaften unterschieden:
- Verbreitungsgebiet
- Vertriebsformen und
- Erscheinungshäufigkeit.
Im Verbreitungsgebiet unterscheidet man zwischen regionalen und
überregionalen Zeitungen. Regionale Zeitungen sind jene, welche
überwiegend in einem begrenzten Gebiet verkauft werden, der Schwerpunkt der
Inhalte liegt bei Lokalen Berichten und Beiträgen.
Überregionale Zeitungen sind im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Die
Redaktionen überregionaler Zeitungen sind erheblich größer als
die der regionalen Zeitungen, sie haben zum Beispiel auch Korrespondenten im In
und Ausland.
Die überregionalen Zeitungen sind in verschiedene Ressorts
(Fachbereiche) unterteilt, wie z.B. Außen und Innenpolitik, Wirtschaft,
Sport, Feuilleton usw..
Bei den Vertriebsformen unterscheidet man, ob es sich um
Abonementzeitungen oder Boulevardzeitungen handelt. Die meisten Zeitungen sind
Abonementzeitungen, der Leser bekommt diese Zeitungen für den Zeitraum des
Abonnements frei Haus zugestellt. Die Abonnementzeitungen sind sachlich,
seriös und rein informativ. Die Boulevardzeitungen hingegen haben als
Hauptziel die Unterhaltung des Lesers, sie arbeiten hauptsächlich mit
Schlagworten und einfachen, verallgemeinernden Parolen. Die Boulevardzeitungen
sind meist nicht, wie die Abonnementzeitungen zu bestellen, sondern man
erhält die Boulevardzeitungen an Kiosken oder Automaten.
Bei der Erscheinungshäufigkeit unterscheidet man zwischen
wöchentlichen und täglichen Zeitungen. Die wöchentlichen
Zeitungen erscheinen wöchentlich und behandeln meist ein Hauptthema ganz
intensiv, es sind in diesen Zeitungen dann zu einem Thema gleich mehrere
Berichte, sowie Kommentare und Meinungen sowie (wenn angebracht) Statistiken,
Analysen usw.. Die täglichen Zeitungen (Tagespresse) erscheint
täglich, diese Zeitungen berichten aktuell und informativ über die
Ereignisse des Vortages, sie stehen im direkten Konkurrenz- kampf mit den
Rundfunk- und Fernsehanstalten.
Aufbau:
Die Zeitungen sind in verschiedene Ressorts (Fachgebiete/Sachgebiete)
aufgeteilt, wie z.B. Wirtschaft, Sport, Feuilleton, Anzeigen usw..
Auf der Titelseite der Zeitung wird immer ein Hauptthema als
„Aufmacher“ hervorgehoben, dieses Thema wird auf den folgenden
Seiten ausführlicher behandelt. Der erste Teil der Zeitung besteht
gewöhnlich aus den aktuellsten Nachrichten aus Politik und Wirtschaft,
darauf folgen dann lokale Nachrichten, sowie der Sportteil mit Ergebnissen,
Berichten und anderen Sportbeiträgen, anschließend kommt ein
Anzeigenteil bestehend aus Todesanzeigen, Grußanzeigen, Jobbörse,
Kauf/Verkauf/Tauschbörse, Immobilienmarkt und anderen Anzeigen und
abschließend erscheint der Feuilletonteil. Im Feuilletonteil der Zeitungen
erscheinen die Nachrichten aus dem kulturellen Bereich, sowie
Theater/Kino/Konzerttermine. Aufgaben und Ziele:
ØInformation:
- durch Zeitungen wird die breite Öffentlichkeit angeregt, am aktuellen
Zeitgeschehen teilzunehmen.
ØMeinungsbildung:
- bieten der Öffentlichkeit nur Auswahl (nicht alle Infos möglich)
- Kommentare sind gezielte Wertung
- Publizistische Kampagnen
ØUnterhaltung:
größte Bedeutung, zieht sich durch alle Ressorts, Themen und
Darstellungsformen: „Infotainment“
Øsoziale Integration:
- Zeitungen können sich als Sprachrohr für Minderheiten,
Außenseiter, Randgruppen und Initiativen ausgeben
ØBildung:
- Zur Wissensvermittlung wird beigetragen
ØKontrollfunktion:
- Wichtiges demokratiepolitisches Instrument
- Journalistische
Darstellungsformen
Interview:
Ø Meinungsinterview: Interview
von Augenzeugen, Betroffenen, Wissenschaftlern, Experten zu aktuellen
Themen
Ø Persönlichkeitsinterview:
Bild einer berühmten Persönlichkeit wird nachgezeichnet
Ø Gruppeninterview: 3-5 Personen
werden gleichzeitig interviewt
Ø Off- the Record Interview:
nicht offiziell interviewt
ØUmfrage- Interview: Redakteur
ruft an um Meinungen über aktuelle Themen bei der Bevölkerung
einzuholen
ØKaltes Interview:
unvorbereitet
Bei einem Interview sollte man aufpassen auf:
Ø entsprechende Vorbereitung
(Fragen, zum Thema einlesen, Ausflüchte/Gegenargumente
berücksichtigen)
ØNotizen (Tonband, Zwischenfragen
notieren)
Økürzen, sprachlich
überarbeiten
Reportage:
Eine Reportage wird durch Reporter erstellt, er berichtet vor
Ort,
tatsachenbetonter, aber persönlicher Erlebnisbericht
Gut Wäre:
Ø viele Notizen (Zitate
wortwörtlich aufschreiben9
Ø detaillierte
Beobachtungen
Ø Zeugen des Geschehen in Bericht
anführen
Ø zwischen Erleben und Verfassen
nicht zu viel Zeit vergehen lassen, sonst geht Intensität
verloren
Ø er sollte nicht exakt
chronologisch berichtet werfen, nur einigermaßen
Ø meist länger als
Meldung
Ø zuviel Information kann
tödlich sein
- keine zu euphorischen Superlative, aber
Gefühle vermitteln
Nachricht/Meldung:
6W beachten: Wer?, Wann?, Wo?, Was?, Wie?,
Warum?
Ø Wesentliches kommt an die
Spitze
Ø alltägliches
Vermeiden
Ø als Grundgerüst 6W’s
betrachten
Ø nicht werten od.
kommentieren
Ø keine Fragezeichen, kein
Vokabelersatz durch Anführungszeichen
Ø nicht umständlich
erzählen
Bericht:
Ø Tatsachenbericht:
Grundlage 6W, es wird nicht chronologisch berichtet, sondern das wichtigste
steht am Beginn (Wer- Was- Einstieg) Vermeiden: passiv, lange Sätze
Ø Zitatenbericht
Journalistische Textsorte, in der die Wiedergabe von Aussagen best.
Personen und Organisationen, Parteien, Interessensverbänden, Vereinen und
Institutionen der Schwerpunkt der Information bildet
Kriterien:
- zentrale Aussage gehört an den Anfang (Kernsatz)
- erst dann Anlaß, Zeitpunkt, Name des Sprechers, äußere
Umstände
- Zitate müssen wortgetreu sein: nicht aus dem Zusammenhang
reißen
- Zitate kennzeichnen
Ø Protokoll
Ø Zeugenbericht
Ø Unfallbericht
Ø Referat
Ø Feature (Art Reportage) im
Radio
Kommentar:
Kommentare sind Erläuterungen oder Erklärungen zu bestimmten
Nachrichten. Sie geben Orientierungshilfen und Denkanstöße. Sie
werden in der Zeitung auch graphisch unterschieden (kursivgedruckt, mit Foto des
Verfassers,...)
Der Kommentator sollte seine Meinung begründen, es werden Argumente
und Gegenargumente gegenseitig abgewogen, Schlußfolgerungen gezogen und
sehr oft auch Background- Informationen mitgeliefert. Damit wird das Berichtete
von verschiedenen Seiten beleuchtet und in größerem Zusammenhang
gesehen.
ØAufbau:
+Einstieg: kurze
Sachverhaltsdarstellung, originell, sollte zum Weiterlesen anregen
+Argumentation: logische
Argumentationskette sollte aufgebaut werden, keine
Gedankensprünge, Gegenargumente
widerlegen und nicht unter-
schlagen
+ Schlußfolgerung: muß klar
und eindeutig sein
Leitartikel:
Eine Art von Kommentar, eigentlich klassisch Form. Unterschied zum
Kommentar: Chefredakteur verfaßt Kommentar zu einem Tagesthema. Der
Kommentar entspricht der Blattlinie, nicht zu lang
Kolumne:
Art von Kommentar, von Kolumnist verfaßt, meist sehr persönlich
gefärbte Stellungnahme
Glosse:
Sprachlich verfeinerte Form des Kommentars, überspitzt und sprachlich
geschliffen, ziemlich kurz, immer weniger existent (Schreibermangel)
Leserbrief:
Spezielle journalistische Darstellungsform, die der Leser schreibt. Die
Ein-Weg-Kommunikation wird unterbrochen, da der Leser selbst Einfluß auf
die Zeitung nimmt. Leserbriefe werden meist öfter gelesen als
Berichte.
Die 4 Richtlinien des Leserbriefs:
Ø im Einstieg ist auf Gegenstand
und Anlaß des Leserbriefs zu Achten
Ø je kürzer und
prägnanter formuliert, desto höher die Chance für Druck und
Veröffentlichung
Ø bei zu langatmigen Leserbriefen
besteht die Gefahr, das Redakteur ihn eigenmächtig kürzt und eventuell
auch entstellt
Øauch bei persönlicher
Betroffenheit sachliche Form der Auseinandersetzung beibehalten. Durch
Beschimpfungen, Verunglimpfungen, persönlichen Angriffen oder Unterstellung
falscher Tatsachen sind die Chancen auf Veröffentlichung gering.
Eventuell auch rechtliche Folgen!
- Gegenwärtige
Medienlandschaft
Tageszeitungen und Wochenblätter:
Österreichs Tagespresse zählt zu Jahresmitte 17
Tageszeitungen, bzw. inkl. Aller regionalen Ausgaben 38 Titel- eine im
europäischen Vergleich und in Relation zur Einwohnerzahl eher bescheidene
Vielfalt. Die gemeinsame Druckauflage (die sich durch die Einführung eines
differenzierten Prüfungssystems, dem sich aber noch nicht alle
Tageszeitungen angeschlossen haben, nur mehr annähernd genau bestimmen
läßt) beträgt ca. 2,8 Millionen Exemplare. Die Reichweite liegt
laut Media-Analyse 1997- bundesweit bei 77%.
In Hinblick auf die Druckauflage fällt als deutliches Strukturmerkmal
eine Auflagenkonzentration auf. Mit einer durchschnittlichen Druckauflage von
1,063 Millionen Exemplare, d.h. einem Anteil von ca. 37% (gegenüber dem
Höchststand von 43,3 % 1991), ist die „Neue
Kronenzeitung“ unangefochten die größte Tageszeitung des
Landes, ihr folgen mit ca. 423.00 Exemplaren „täglich Alles“
und der „Kurier“ mit etwa 308.000. Zusammen verfügen
diese drei Blätter über einen Auflagenanteil von über 63 %.
Allein die Zeitungen der Mediaprint „Krone“ und „Kurier“
(in der Rangreihe der größten europäischen Tageszeitungen auf
Platz 10 bzw. 54) halten 48 % Marktanteil, erreichen 54 % Reichweite und
können gut 40 % der Anzeigeneinnahmen für sich verbuchen.
Die Anteile der anderen Tageszeitungen sind angesichts dieser
Größenordnungen eher bescheiden. Dennoch verfügen die
großen Bundesländerzeitungen wie die „Kleine
Zeitung“ (die regional immer mehr diversifiziert), die
„Oberösterreichischen Nachrichten“, die
„Tiroler Tageszeitung“, die „Salzburger
Nachrichten“ und vor allem auch die „Vorarlberger
Nachrichten“ jeweils über eine sehr gute regionale
Marktposition.
Obwohl betriebswirtschaftliche Daten aus der Zeitung nicht
veröffentlicht erden, ist es kein Geheimnis, daß nur diese fünf
Tageszeitungen plus der Blätter der Mediaprint Gewinne abwerfen. Daneben
gibt es solche, die ausgeglichen bilanzieren aber auch einige, die ihr
Überleben nur der allgemeinen und besonderen Bundespresseförderung
bzw. Regionalförderungen verdanken.
Das Segment der Qualitätszeitungen, die sich mit ihrem redaktionellen
Konzept in erster Linie an ein Zielpublikum mit hoher Formalbildung und
Kaufkraft richten, liegt auflagenmäßig eng zusammen.. Gemeinsam
repräsentieren die drei überregional verbreiteten Abonnementzeitungen
„Die Presse“, „Standard“ und
„Salzburger Nachrichten“ eine Druckauflage von ca. 321.00
Exemplare (dies entspricht einem Anteil von 11,3 % an der Gesamtauflage) und
eine durchschnittliche Verkaufsauflage von täglich 209.000.
Überregional angeboten wird darüber hinaus auch das
„WirtschaftsBlatt“ ( Druckauflage: 39.000 Exemplare) und die
im Eigentum des Bundes stehende „Wiener Zeitung“ (mit dem
Gründungsjahr 1703 die älteste noch erscheinende Tageszeitung der
Welt), die als amtliches Veröffentlichungsorgan der Republik mit einer
Auflage von etwa 20.000 Exemplaren erscheint.
Als deklarierte Parteizeitung haben sich in Österreich nur noch das
SPÖ-Blatt „Kärntner Zeitung“ (Vertrieb und
Verwaltung liegen seit Ende 1990 in den Händen der Mediaprint) und die zwei
ÖVP-Organe „Neues Volksblatt“ und „Salzburger
Volkszeitung“ erhalten. Mit einer gemeinsamen Druckauflage von 62.000
Exemplaren liegt der Anteil der Parteipresse, der 1953 noch 50% und 1986 17%
betrug, nur mehr bei 2,2%.
Eine eigene Stellung nimmt noch die „Neue Zeit“ ein, die
sich – als ehemaliges SPÖ-Blatt seit Juli 1987 im Eigentum der
Mitarbeiter- als unabhängiges sozialdemokratisches Blatt versteht, sowie
die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“, die (1972 als
Gegengewicht zu den „Vorarlberger Nachrichten gegründet, heute zum
Vorarlberger Medienhaus gehörend) in enger Kooperation mit den
„Vorarlberger Nachrichten“ den Heimmarkt gegen
„Eindringlinge“ absichern soll.
Der Markt der Wochenzeitungen, berücksichtigt man
überregional verbreitete, lokale und regionale sowie kleine Wochenzeitungen
lokalen Zuschnitts, besteht in Österreich aus etwa 100 Titeln. Als
stärkste Gruppe treten dabei die( in Ostösterreich besonders
verbreiteten) lokalen und regionalen Blätter auf. Einschließlich der
wöchentlich erscheinenden Kirchenblätter und der kirchlichen
Sonntagsblätter, die auf eine gemeinsame Druckauflage von ca. 350.000
Exemplare verweisen können, dürfte die Gesamtauflage der
Wochenzeitungen bei etwa 1,5 Millionen Exemplaren liegen.
Größte Anbieter sind das im Eigentum der Katholischen Kirche
stehende Niederösterreichische Pressehaus, der Verlag der
„Oberösterreichischen Rundschau“ (seit Februar 1991
mehrheitlich zur Verlagsgruppe der „Passauer Neuen Presse“
gehörend) und die im Eigentum der „Salzburger Nachrichten„
stehende Verlagshaus Ges.m.b.H. Mit der zeit 30 regionalen und lokalen Ausgaben
sind die „Niederösterreichischen Nachrichten“
(Gesamtauflage 157.000 Exemplare) der Marktführer in Niederösterreich
(neben dem Burgenland das einzige Bundesland ohne bodenständige
Tageszeitung). Die oberösterreichische Medienlandschaft wird von den 11
Ausgaben der „Oberösterreichischen Rundschau“ dominiert,
die zusammen eine Auflage von 282.00 Exemplaren erzielen. Die fünf
Wochenzeitungen für das Salzburger Land („Salzburger
Woche“) werden in einer Auflage von ca. 50.000 Exemplaren, nahezu
vollständig als Beilage der „Salzburger Nachrichten“,
verteilt.
Einen nicht zu übersehenden Faktor in diesem Markt stellen auch die
etwa 100 Gratiszeitungen dar, von denen immer mehr auf wöchentliches
Erscheinen Übergehen. So ist 1994 in Tirol mit einer Vereinheitlichung
verschiedener Blätter, der nach „Niederösterreichischen
Nachrichten“ und nach „Oberösterreichischen Rundschau“
dritte große Bundesländer- Wochenzeitungsring, die „Tiroler
Bezirksblätter“ (Auflage 224.000) entstanden. In Kärnten
wurde 1995 die aus dem Styria- Verlag hervorgegangene „Kärntner
Woche“ mit einer Auflage von 211.000 Exemplaren auf Anhieb zum
auflagenstärksten Printmedium des Bundeslandes. In der Steiermark erreicht
„Der Neue Grazer“ eine Auflage von 157.000 Exemplaren. Die
wöchentlich oder 14tägig erscheinende Titel des Zeitungsringes
„Woche“ kommen auf eine Druckauflage von zusammen 308.000
Exemplaren.
1997 wurden in Österreich in 105 Druckereien Wochenzeitungen gedruckt,
in 359 Zeitschriften. Die größten Druckereien sind die
Österreichische Staatsdruckerei AG (Umsatz 1997 1,5 Mrd. S), die
sich auf Rollenoffset-, Wert- und Sicherheitsdruck sowie Endlos- und
Einzelformulardruck spezialisiert hat, gefolgt von der Goldmann- Holding
(Umsatz 1997 1,4 Mrd. S), die sich auf Rollen- und Bogenoffsetdruck sowie
Zeitungsdruck verlegt hat und vom Familienbetrieb Tusch Druck (Umsatz 1,3
Mrd. S, Spezialisierung Rollenoffset- und Zeitschriftentiefdruck).
Zeitschriften und Fachpresse:
Lange Jahre wurde es als selbstverständliche betrachtet, daß
Publikumszeitschriften aus der Bundesrepublik Deutschland den Markt dominieren.
Daß man mit Erfolg ansprechend gemachte Zeitschriften produzieren kann,
beweisen die (beiden 1970 gegründeten) Magazine „Trend“ und
„Profil“.
Werden die Österreicher zuerst nach dem Konzept „Markterfolg
durch Nischenpolitik“ sukzessive mit heimischen Titeln versorgt, die in
direkter Konkurrenz zu bestehenden deutschen Objekten positioniert werden (
z.B.: „Autorevue“ statt „Auto Motor Sport“,
„Rennbahn Expreß“ statt „Bravo“ oder
„Wienerin“ statt „Brigitte“), aber den Vorteil
aufweisen, kulturelle, wirtschaftliche und geographische Unterschiede zu
berücksichtigen, kommt es mit dem Markteintritt von Kurt Falks
unabhängiger Wochenillustrierte „Die ganze Woche“ und dem Start
der Magazine „News“, „TV-Media“ und „Format“
zu neuen Ansätzen. Diese Zeitschriften schafften es in kürzester Zeit,
zu den größten Printmedien des Landes aufzusteigen. „Die ganze
Woche“ erschien 1998 in einer Druckauflage von 680.000
Exemplaren(Reichweite 23,7 %), „News“ mit 335.000 Exemplaren
(Verkaufsauflage 280.000 Stk. , Reichweite 18,6%) und „TV-Media“ mit
307.000 Exemplaren (Verkaufsauflage 246.000 Stk., Reichweite 12,5%). Diese
Zeitschriften verändern damit auch den Markt nachhaltig.
Die vielfältigen Marketingaktivitäten der Gebrüdern Fellner,
die (wie Kritiker monieren) in ihren Blättern zwar vordergründig
Informationsdichte aufbauen, in Wirklichkeit aber gänzlich auf den
Lesermarkt zugeschnittene „gedruckte Videoclips“ produzieren,
setzten vor allem dem klassischen Nachrichtenmagazin „Profil“
zu.
Das erfolgsverwöhnte „Profil“ verändert seine Linie,
verliert Auflage und Leser und gerät (u.a. auch durch verlagspolitische und
journalistische Fehlentscheidungen) zunehmend in wirtschaftliche
Schwierigkeiten. Die roten Zahlen verstärken den Druck der deutschen
Miteigentümer. Es kam zu Auseinandersetzungen, Streiks, mehrmaligen
Herausgeberwechsel und vor der Gründung des neuen Fellner- Blattes
„Format“ sogar zu Gerüchten über einen Verkauf oder die
Einstellung des Magazins.
Insgesamt gesehen erweist sich der Magazinmarkt dennoch als expansiv, nicht
zuletzt auch durch die recht erfolgreiche Einführung des im November 1995
gegründeten Titels „TV-Media“ Das mit ähnlichen
Marketinganstrengungen wie das Schwesternblatt „News“ in den Markt
geworfene Medienjournal, das sich gleichermaßen als TV-
Programmzeitschrift und als Nachrichtenmagazin für Medienthemen versteht,
erreicht bereits ein Jahr nach seiner Gründung eine Druckauflage von
240.000 Exemplaren wöchentlich. Wochenmagazine wie „TV-Media“
und News“ entpuppen sich auch als sehr populär bei Anzeigenkunden,
was sich in der Werbebilanz der Zeitschriften insgesamt niederschlägt. Bei
einem Gesamtwerbeaufwand in den klassischen Medien von 18,2 Mrd. S 1997 liegt
der Werbeumsatz der Zeitschriften und Magazine weit über dem
durchschnittlichen Wachstum, und bei nunmehr 3,1 Mrd. S.
Der Gesamtbestand an österreichischen Zeitschriften kann nur
geschätzt werden. Neben den rund 1000 Illustrierten und Magazinen gibt es
in etwa die gleiche Anzahl an 14tägig oder monatlich erscheinenden
Gratisblättern, die sich in vielen Bundesländern entweder als
Konsumentenzeitschriften oder als Regional- bzw. Heimatmedien durchgesetzt haben
– und den vielfältigen Markt der Fachzeitschriften, der zirka mit
2.500 Titeln besetzt ist.
Größter Zeitschriften- Publikumsverlag ist (mit einem
Jahresumsatz 1997 von rund 1,1 Mrd. S) die im April 1998 zu 75% vom deutschen
Verlagshaus Gruner & Jahr übernommen News- Gruppe. An zweiter Stelle
liegt die durch Verkäufe abgeschlankte „Kurier“-Tochter
Zeitschriften Verlagsbeteiligungs AG, die im gleichen Zeitraum einen
geschätzten Umsatz von 600 Millionen S erreicht von der – neuerlich
um 50% kleineren- Verlagsgruppe Radda & Dressler, die im
Zeitschriftensegment 300 Millionen S umsetzt.
Hörfunk und Fernsehen:
Neue Übertragungstechniken für Rundfunkprogramme wie Kabel und
Satellit, geänderte politische Rahmenbedingungen, juristische
Auseinandersetzungen sowie der Trend zur Internationalisierung der
Medienmärkte haben auch in Österreich eine Liberalisierung des
Rundfunkbereiches eingeleitet. Die Monopolstellung des ORF ist beseitigt. Neben
der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt sind erstmals
privatwirtschaftlich organisierte Konkurrenten in den Wettbewerb um Hörer-
und Werbeeinnahmen getreten. Damit hat auch in Österreich das sogenannte
duale Rundfunksystem begonnen. Marktführer ist freilich weiterhin der
ORF.
Der ORF (Österreichische Rundfunk) ist eine unabhängige
(offiziell, eigentlich: hauptsächlich sozialistische Kuratoren)
öffentlich-rechtliche Einrichtung mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Nach den Bestimmungen des Rundfunkgesetztes 1974 hat er als nationale
Rundfunkanstalt des Landes für die umfassende Information der Allgemeinheit
über alle wichtigen politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und
sportlichen Fragen zu sorgen. Der ORF hat Bildung zu vermitteln und seinen
Sehern und Hörern einwandfreie Unterhaltung zu bieten, wobei (laut
Programmauftrag) auf die bundesstaatliche Gliederung Österreichs
Rücksicht zu nehmen ist.
Mit etwa 2.700 Angestellten und rund 1.200 „ständigen“
freien Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen 1996 bei weitgehend
ausgeglichener Bilanz einen Umsatz von ca. 9,8 Mrd. S. Die wirtschaftliche Lage
wird durch die Konkurrenzsituation schwieriger, da mehr Konkurrenz automatisch
einen Rückgang der Werbeeinnahmen und einen Anstieg der Kosten, vor allem
bei Lizenzen und Übertragungsrechten bedeutet.
Die Einnahmen kommen zu etwa zu gleiche Teilen aus Gebühren (46,1%)
und Werbung (41,8%), wobei die Werbezeiten im Fernsehen ab Jänner 1997 mit
30 Minuten täglich und im Hörfunk unverändert mit 120 Minuten
bzw. max. 5 Minuten Lokalwerbung pro Landesstudio festgelegt sind. In
bundesweiten Programmen ist regionale Werbung verboten. Außerdem bleibt
ein Programm - Österreich 1- weiterhin werbefrei. Auf der Ausgabenseite
schlagen insbesondere die Programmkosten mit ca. 4,6 Mrd. S und die
Personalausgaben mit 4,1 Mrd. S zu Buche.
Der ORF versorgt die österreichische Bevölkerung mit zwei
TV-Programmen (ORF 1 und ORF 2) und täglich 48 Stunden Programm.
Außerdem wird rund ein Viertel des Programmangebots in 3SAT – dem
deutschsprachigen internationalen Satelliten - TV-Programm - vom ORF gestaltet
und ein Teletext- Programm mit rund 1.800 Seiten ( seit 1995 auch als
Werbemedium nutzbar, seit Oktober 1996 mit interaktiven Programmteilen und seit
Jänner 1998 mit neuem Erscheinungsbild) angeboten.
ORF1 zeigt schwerpunktmäßig internationale Filmhighlights und
Serien, Sport sowie Kinder- und Jugendsendungen. ORF2 hingegen bietet den Rahmen
für Österreichisches. Hier hat nicht nur "Bundesland Heute" seinen
fixen Sendeplatz, sondern auch die zahlreichen Informationssendungen des ORF wie
die "Zeit im Bild 2", "Zeit im Bild 3", "Report", "Am Schauplatz" oder "Euro
Austria".
Die Nachrichtensendung Österreichs - die "Zeit im Bild" um 19.30 Uhr -
ist zeitgleich auf beiden Kanälen zu sehen.
Dazu kommen die (abgesehen von „Ö2“ seit April 1998 auch
digital und über Satellit ausgestrahlten) Hörfunkprogramme
„Österreich 1“, das durch Programmumstellungen und einer
Werbekampagne inklusive eines „Ö1-Clubs“ steigende
Hörerzahlen verzeichnet, „Ö2“ (das von den
Bundesländern gemeinsam gestaltete Radio plus Lokalradio der einzelnen
Landesstudios), „Ö3“ und „FM4“ (seit 1999 alleine
auf der Frequenz; früher von 4:00 – 22:00 Blue Danube Radio
->englisch, 22:00 –4:00 FM4), die zusammen täglich etwa 200
Stunden Programm ausstrahlen. Die österreichische Kurzwelle („Radio
Österreich International“) wird im Auftrag und auf Kosten der
österreichischen Bundesregierung betrieben und sendet weltweit rund um die
Uhr auf 14 Frequenzen aus und über Österreich.
Als organische Ergänzung zum täglichen Radio- und Fernsehangebot
gibt es seit Mitte 1997 den Online Dienst „ORF on“, der sich rasch
zum größten Content-Anbieter Österreichs entwickelt.
Außerdem ist der ORF zu 50% am digitalen Spartenkanal
„TW1“ beteiligt , der seit 1. Dezember 1997 ein Tourismus-, Wetter-
und Nachrichtenprogramm europaweit ausstrahlt.
Etwa 75% aller Österreicher unter 14 (ca. 5 Mio.) konsumieren
täglich Hörfunkprogramme des ORF. Der reichweitenstärste Sender
ist mit ca. 40% „Ö2“, Ö3“ erreicht etwa 39% ,
„Ö1“ 5% [1]. Der
Reichweitenanteil anderer und ausländischer Sender liegt bei 11%. Das ORF
Fernsehen erreichte 1997 täglich ca. 66% der erwachsenen Österreicher
(4,3 Mio.). Die durchschnittliche tägliche Fernsehzeit liegt bei 142
Minuten bzw. 148 Minuten bei Zusehern mit Kabel und/oder
Satellitenanschluß. Davon entfallen auf den ORF 87 Minuten bzw. 71, auf
alle anderen zusammen 54 bzw. 77 Minuten.
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Zusätzlich zu den Hörfunk- und Fernsehprogrammen des ORF gibt es
seit der Liberalisierung am Telekommunikationsmarkt zahlreiche Privatradios (
in OÖ, „LifeRadio“ „Cityradio“....), lokale
Fernsehsender (in Wels: WT1) und den überregionalen Fernsehsender
„ATV“, der zur Zeit nur mit Kabelanschluß empfangen werden
kann und mit einem jungen TV-Angebot dem ORF Seher entzieht.
Nachrichtenagenturen und Nachrichtendienste:
Jeder zweite Beitrag in einer österreichischen Tageszeitung stammt von
einer Nachrichtenagentur. Der Agentur kommt so im
Massenkommunikationsprozeß eine Schlüßelrolle zu, da sie die
Produkte in Form und Inhalt nachhaltig bestimmt.
Die typische Aufgabe einer Nachrichtenagentur, die Informationsbeschaffung
für Medienunternehmen, wird in Österreich von der 1946
gegründeten genossenschaftlich organisierten APA (Austria Presse
Agentur)wahrgenommen. Vom Typ her ist die APA eine nationale Agentur, weil sie
Nachrichten vorwiegend im „eigenen“ Territorium sammelt und
verbreitet. Ihre Aufgabe ist es, durch gemeinschaftliche Nachrichtenversorgung
zur Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und Selbständigkeit
ihrer Mitglieder (die jeweiligen Genossenschafteranteile richten sich nach dem
Auflagenstand bzw. der Hörer- und Seherzahl)beizutragen. Durch exklusive
Verträge mit internationalen und nationalen ausländische Agenturen
sowie durch Eigenaufbringung in Österreich sollen die Nachrichtenflut
bewältigt und jene Information beschafft werden, die für die
österreichischen Bezieher wichtig sind. Umgekehrt stützten sich
gemäß den internationalen Austauschverträgen zwischen den
Agenturen die internationalen Presseagenturen weitgehend auf die von der APA
exklusiv produzierten Nachrichten.
Beträgt der Tagesausstoß in den Gründungsjahren 100 bis 150
Meldungen, sichten und bearbeiten heute ungefähr 80 Redakteure täglich
rund 8.000 Meldungen von etwa 25 Nachrichtenagenturen und zahlreichen
Pressediensten und senden durchschnittlich 520 Meldungen aus den Ressorts
Außen- und Innenpolitik, Wirtschaft, Chronik, Kultur und Sport via
Datenleitungen in die Redaktionen. Zu diesem Basisdienst kommen pro Tag mehr als
20 Bilder vom APA- Bilderdienst und 5 Grafiken vom Info- Grafik- Dienst, die
ebenfalls digital aufbereitet den Zeitungen und dem Rundfunk übermittelt
werden.
Internationale und nationale ausländische
Nachrichtenagenturen:
Reuters (GB), DPA (D), AFP (F), AP (USA), ANSA (E), TASS
(Rußland)
4.) Historische Entwicklung:
1848 und danach:
Die Welle bürgerlicher Revolutionen erfaßt 1848 auch den
Vielvölkerstaat der Habsburger. Das Metternichsche System
polizeistaatlicher Ordnung wird hinweggefegt. Kaiser Ferdinand I. muß
unter dem Druck der Straße eine der Hauptforderungen der
Märzrevolution, die Presse- und Meinungsfreiheit, offiziell gewähren.
Sie wird am
30.März im „ Provisorischen Preßgesetz“ formuliert,
das allerdings nie in Kraft tritt, da es die Regierung bereits am nächsten
Tag wieder zurückzieht.
Trotzdem erscheinen wenig später, wenn auch ohne kaiserliche Sanktion,
Verordnungen, die unter anderem die Gewerbefreiheit erlauben (d.h. das Verlegen
von Zeitungen erfordert keine Konzession mehr ) und die so einen wahren Boom an
Zeitungsneugründungen auslösen. Gibt es noch am Vorabend der
großen Revolution in Wien nur drei täglich erscheinende Zeitungen, so
sind es jetzt mehr als achtzig, die die Entwicklung natürlich auch
meinungsbildend zu beeinflussen suchen.
Die Presse wird sich ihrer Macht bewußt. So zeigt etwa die
„Constitution“, das auflagenstärkste Blatt der Revolution,
durch ihr Motto „Freiheit und Arbeit“ den endgültigen Bruch mit
der Vergangenheit an.
Doch die „revolutionäre“ Pressefreiheit ist nur von kurzer
Dauer. Schon im Herbst 1848 sind die alten Verhältnisse wiederhergestellt.
Die weitgesteckten Zielsetzungen der Revolution sind nicht zu verwirklichen -
dennoch, die Entwicklung bleibt nicht folgenlos. Das Interesse der
Bevölkerung an öffentlichen Angelegenheiten ist erwacht. Breite
Schichten der Bevölkerung wollen erstmals aktiv am öffentlichen Leben
teilnehmen und es entsteht ein wachsendes Potential an aufmerksamen,
politisierten Lesern, das auch die Ära des Nationalabsolutismus zwischen
Revolution und Umwandlung Österreichs in eine konstitutionelle Monarchie im
Februar 1861 überdauert.
Der Aufschwung kommt mit dem Liberalismus, und Zeitungen wie die
„Neue Freie Presse“ (gegründet 1864 in Nachfolge der
„Presse“ von 1848), der „Pester Lloyd“ oder das
„Prager Tagblatt“ repräsentieren in Format und Inhalt einen
eigenen Typus, der auch international anerkannt wird.
Der Wiener Börsenkrach von 1873 und die folgende schwere
Wirtschaftskrise geben jedoch Anstoß zu einem Klima- Umschwung. Die
soziologischen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen, die der
Industrialisierungsprozeß mit sich bringt, führen zu einer
Emotionalisierung und Radikalisierung des politischen Denkens und Verhaltens und
bilden einen fruchtbaren Boden für die Entwicklung der Partei- und der den
Parteien nahestehenden breit gefächerten Gesinnungspresse. Daneben
entwickelt sich auch eine stark ausgeprägte, profilierte Lokalpresse, die
sich besonders bei den breiten Massen großer Beliebtheit erfreut. In der
Form der Sensationspresse (neben der bürgerlichen Volkspresse) wird sie zur
Vorläuferin der dann in der Ersten Republik durch die Aufhebung des
Straßenverkaufsverbots (1922) zu besonderer Blüte kommenden
Boulevardpresse.
Durch den Zerfall der Doppelmonarchie verliert die Wiener Presse
beträchtliche Absatzmärkte, während die neue staatsrechtliche
Lage zu einem Erstarken der Zeitungen in den nunmehrigen Bundesländern
führt. Die - durch die Geldentwertung beschleunigten - sozialen
Umschichtungen wirken sich nachteilig auf die sogenannte Großpresse aus;
fördern hingegen die Entwicklung der Parteienpresse, aber auch der
unpolitischen Sensations- und Massenpresse. Die 1900 gegründete
kleinformatige „Illustrierte Kronenzeitung“ wird mit einer Auflage
von etwa 190.000 Exemplaren zur auflagenstärksten Tageszeitung der jungen
Republik. Insgesamt hat die österreichische Tagespresse 1925 eine Auflage
von rund 1,5 Millionen Exemplaren, wovon allerdings 1,2 Millionen auf die
Hauptstadtpresse entfallen.
Besonders der autoritäre Ständestaat (ab 1934) bringt politische
Veränderungen, die für die österreichische Presse einschneidende
Folgen haben. Mißliebige Drucker und Verleger werden mit Konzessionsentzug
bedroht.
Die generelle Unterdrückung der Meinungsvielfalt erfolgt allerdings
erst 1938. Es erfolgt eine drastische Reduzierung der Zeitungstitel.
Der Wiederaufbau oder die neue Gründerzeit
(1945-1959):
Am 21.April 1945 erscheint die erste Tageszeitung einer Besatzungsmacht,
die von den Sowjets herausgegebene „Österreichische Zeitung“.
Die Alliierten allein gründen nun Zeitungen oder vergeben Lizenzen zur
Gründung von Presseorganen. Am 23.April 1945 erscheint mit sowjetischer
Genehmigung erstmals das Dreieinigkeitsblatt „Neues
Österreich“, das den Alliierten ein ruhiges, konfliktfreies Klima
zwischen den neuen demokratischen Parteien und den demokratischen Aufbruch des
Landes signalisieren soll.
Die unter amerikanischer Schirmherrschaft im Juni 1945 entstehenden
parteiunabhängigen Zeitungen „Salzburger Nachrichten“,
„OÖ Nachrichten“ und die zusammen mit den Franzosen
gegründete „Tiroler Tageszeitung“ werden schon nach wenigen
Wochen österreichischen Eigentümern übertragen. Ab August 1945
treten neben die Blätter der Besatzungsmächte und die
unabhängigen Neu- und Wiedergründungen die von den Alliierten
zugelassenen Zeitungen der demokratischen Parteien. So entstehen die
„Arbeiterzeitung“ der Sozialisten , das „Kleine
Volksblatt“ der ÖVP und die „Österreichische
Volksstimme“ der KPÖ. Der von den Amerikanern im August 1945
gegründete „Wiener Kurier“ bringt ungewohnte Elemente des
angelsächsischen Journalismus nach Österreich und steht am Anfang des
Boulevardjournalismus. In der britischen Besatzungszone kommt es zur
Wiedergründung der „Kleinen Zeitung“, die schnell zum
auflagenstärksten Blatt in der Steiermark und dann auch in Kärnten
wird. Allerdings greifen parallel zur Unterzeichnung des Staatsvertrages (1955)
und dem nachfolgenden Abzug der alliierten Truppen immer mehr Leser zu
parteiunabhängigen Zeitungen. Das wachsende Bedürfnis, sich zu
unterhalten, läßt das Interesse der Medienmacher am Boulevard
erwachen. 1954 bringen drei Verlage aus den Bundesländern gemeinsam den
„Bildtelegraph“ als neues Wiener Boulevardblatt heraus.
Chefredakteur ist der 28jährige Gerd Bacher, der damit dem Chefredakteur
des „Kurier“ , Hans Dichand, Konkurrenz macht.
Als der „Bildtelegraph“ seine Schulden beim Drucker Fritz
Molden nicht mehr bezahlen kann, kommt es 1958 zum Wiener Zeitungskrieg zwischen
Molden und Polsterer, die beide Rechte am „Bildtelegraph“ geltend
machen. Der Streit führt zur Gründung des „Expreß“,
mit dem Molden und Bacher im Mai 1958 auf den Markt kommen. Der
„Kurier“ - Eigentümer Polsterer überwirft sich mit seinem
Chefredakteur Dichand, der daraufhin die Titelrechte der
„Kronenzeitung“ von den Erben des Gründers erwirbt ; mit Hilfe
des ÖGB-Vizepräsidenten Franz Olah und des Werbefach-mannes Kurt Falk
startet er im April 1959 das Projekt „Illustrierte
Kronenzeitung“.
Konzentration, Konsolidierung und Boulevard
(1960-1987):
Die neu gegründete Boulevardzeitung expandiert rasch. Großen
Anteil daran hat Dichands Kompagnon Kurt Falk, der neue Managementmethoden am
Markt einführt und mit dem Aufbau eines neuen Vertriebsnetzes beginnt. Als
die Trafikanten 1962 die Sonntagssperre einführen, erfindet Falk die
Selbstbedienungsständer. Durch das Beibehalten des Kleinformates gewinnt
die „Krone“ auf einen Schlag 50.000 neue Leser. 1965 meldet der
ÖGB Besitzansprüche an. Nach jahrelangen Prozessen geht die
„Kronenzeitung“ zu je 50 % in das Eigentum von Dichand und Falk
über.
Unter Konkurrenzdruck wachsen die unabhängigen Zeitungen. Mit der
eklatanten Erhöhung der Druckauflage der österreichischen Tagespresse
auf 2,4 Millionen Exemplare setzt aber auch ein Pressekonzentrationsprozeß
ein. Zwischen 1967 und 1972 stellen gleich fünf Tageszeitungen ihr
Erscheinen ein. Die „Krone“ erwirbt z.B. von der SPÖ den
„Expreß“ und der verschwindet damit vom Zeitungsmarkt. Mitte
der 70er Jahre erfolgt die Phase der Konsolidierung. Die reichweiten von
„Krone“, „Kurier“ und „Kleiner Zeitung“
scheinen festgeschrieben und Innovationen bleiben aus. Mit der Ruhe ist es
jedoch 1987 vorbei, als die Parteipresse endgültig ins Trudeln
gerät.
Der große Umbruch (1987-1992):
Das Ende der „Südost-Tagespost“ 1987 führt sukzessive
zum Aussterben der Parteizeitungen.
Am Ende dieses Prozesses steht im Oktober 1991 die Liquidation der
„AZ“. Übrig bleiben die „Kärntner
Tageszeitung“ (SPÖ), das „Neue Volksblatt“ (ÖVP) und
die „Salzburger Volkszeitung“ (ÖVP) mit einer Druckauflage
unter 100.000 Exemplaren.
Dichand und Falk werden indessen wegen der „Ganzen Woche“ von
Falk zu Konkurrenten und es kommt zum Zerwürfnis, das mit der Vereinigung
Dichands 1987 mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ)
endet. Falk wird ausbezahlt, Dichand wird Haupteigentümer der
„Krone“. Im März 1988 erwirbt die WAZ auch 45 % der Anteile des
Kurier. Um Synergieeffekte zu nutzen, gründen „Krone“ und
„Kurier“ die gemeinsame Tochterfirma „Mediaprint“ ,
für Verwaltung und Vertrieb. Im Herbst 1988 kommt es erneut zur
Investition eines deutschen Verlags in Österreich. „Profil“
und
„Trend“ Erfinder Oscar Bronner übergibt 50 % seiner
neugegründeten Tageszeitung „Der Standard“ an den Berliner
Springer-Verlag. Unter dem Druck der WAZ-Beteiligung entscheiden sich die
Bundesländerzeitungen zur Zusammenarbeit und gründen die
„Tele-Zeitschriftenverlagsgesellschaft“, die ab Mai 1989 die
TV-Beilage „tele“ produziert.
Bei der defizitären „Presse“ zieht sich die
Bundeswirtschaftskammer zurück und der „Styria-Verlag“
übernimmt die Geschäftsführung und bereitet eine neues Konzept
vor.
Die Zeitungslandschaft verändert sich abermals, als Falk 1992
„täglich Alles“ startet. Das Billigblatt wird rasch zur
zweitgrößten Tageszeitung des Landes. Nach diesem fulminaten Start
verliert das Blatt jedoch wegen seines harten Boulevardstils und ungeschickter
Provokationen auf politischer Ebene an Zuspruch. Für die Werbewirtschaft
ist „täglich Alles“ nur wenig attraktiv. Damit kommt es zu
finanziellen Problemen , mit den auch Oscar Bronner zu kämpfen hat.
„Der Standard“ versucht daraufhin ab Februar 1995 durch eine
Internet-Ausgabe den ersten Schritt zum digitalen elektronischen Medium zu
setzen.
Im Oktober 1995 taucht ein neuer Konkurrent auf : das
„WirtschaftsBlatt“, das sich primär an die
Entscheidungsträger in der österreichischen Wirtschaft richtet.
Absicherung der Marktposition ist der Grund für Reformen in der
Bundesländerpresse, um Expansions- und Wachstumsziele im zukünftigen
dichteren Medienmarkt zu verwirklichen.
- Politische und rechtliche
Strukturen
Medien- und Kommunikationspolitik:
In die Österreichische Medienpolitik, die in den 70er Jahren
weitgehend von der Bundesregierung, den politischen Parteien und den
Sozialpartnern und in den 8er Jahren von den Mediensozialpartnern( Verband
Österreichischer Zeitungsherausgeber und Zeitungsverleger, Sektion
Journalisten in der Gewerkschaft Kunst, Medien, Freie Berufe) bestimmt wurde,
sind in den letzten Jahren neue Akteure eingetreten: ausländische
Medienkonzerne, Gerichte und EU.
Ausländische Medienkonzerne, vor allem die deutsche WAZ-Gruppe,
lösen durch ihr Engagement in Österreich eine heftige medienpolitische
Diskussion aus, die –nach fünfjähriger Verzögerung- im
Herbst 1993 zu einer umfangreichen Novelierung des Kartellgericht die
Möglichkeit und die Pflicht, Marktmißbräuche abzustellen und-
insofern es keinen anderen Weg gibt- dies durch Entflechtung zu verhindern. In
der Praxis übt die Mediaprint (geschützt vom Kartellgesetz, das es
anderen Unternehmen unmöglich macht, ein nur annähernd vergleichbares
Gegengewicht aufzubauen) ihre Macht jedoch entschlossen aus: der Chefredakteur
des Magazins „Profil“ wird gekündigt, gegen das Wiener
Stadtblatt „Falter“ ist eine existenzgefährdende Klage
eingebracht, dem linksliberalen „Standard“ wird die begehrte
Übernahme in die Hauszustellung verweigert, Zeitungskolporteure werden (auf
Initiative des „Krone“- Herausgebers Dichand) von der
Werksvertragregelung (Sozialversicherungspflicht) ausgenommen. Die politische
Mediendebatte um die nachträgliche Entflechtung der Mediaprint setzt erneut
voll ein und die Journalistengewerkschaft kündigt im Mai 1996 ein Medien-
Volksbegehren „SOS- Medienfreiheit“ an.
Als zweiter Akteur der Medienpolitik treten ab 1993 verstärkt die
Gerichte auf. Neben dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in
Straßburg, der im November 1993 das ORF Monopol als „schwerste
Einschränkung“ der Meinungsfreiheit verurteilt und eine neue liberale
Rundfunkordnung postuliert, ist vor allem der Verfassungsgerichtshof, der durch
Grunsatzentscheidungen medienpolitische Weichenstellungen vorgibt. Das
Höchstgericht hebt im Oktober 1995 das rechtlich unzureichende
Regionalradiogesetz auf, ermöglicht ab August 1996 erstmals privates
österreichisches Fernsehen und ab Oktober 1996 Werbung im lokalen
Kabelprogrammen.
Der dritte Akteur auf der Bühne der österreichischen
Medienpolitik ist schließlich die europäische Gemeinschaft, EU-
Regelungen aus dem Medienbereich gewinnen immer größere Bedeutung.
Legistische Anpassungen an den europäischen Normen sind für den
Rundfunk wie den Telekommunikationsbereich notwendig. 1995 tritt die EU-
konforme Werbezeitenbegrenzung von 15% der Sendezeit in Kraft.
Presseförderung:
Unter dem Eindruck zunehmender wirtschaftlicher Schwierigkeiten von Tages-
und Wochenzeitungen und als teilweiser Ersatz für die den Zeitungen
entstehenden Kostenbelastungen bei Nachrichtenübermittlung und Vertrieb
wurde 1975 die staatliche, gesetzlich geregelte, Presseförderung ins Leben
gerufen. Das Presseförderungsgesetz wurde im Dezember 1984 um einen
Abschnitt II „Besondere Förderung zur Erhaltung der
Medienvielfalt“ erweitert.
Die allgemeine Förderung (Abschnitt I des Gesetzes) kommt –
einmalig im westeuropäischen Vergleich- allen auf dem Markt befindlichen
Tages- und Wochenzeitungen zu. Ausgenommen ist nur „täglich
Alles“, da das Gesetz solche Tageszeitungen von der Förderung
ausschließt, deren Verkaufspreis von jenem vergleichbaren Zeitungen
erheblich abweicht („Falk-Klausel“).
Während die allgemeine Förderung für jedes Unternehmen
jährlich relativ geringe Beträge (zw. 1,8 und 4,6 Mio. S) nach einem
gleichartigen Raster ausschüttet, ist die besondere Förderung
medienpolitisch bedeutend. Bei dieser Förderung werden selektiv
ökonomisch eher auf schwachen Beinen stehende Zeitungen
subventioniert.
Förderungswürdig ist eine Zeitung laut besonderer Förderung
dann, wenn die verbreitete Auflage mindestens 1%der Bevölkerungszahl des
jeweiligen Bundeslandes nicht unterschreitet und 15% im Bundesland bzw. 5% in
ganz Österreich nicht übersteigt, wenn der Anzeigenumfang nicht mehr
als 22% des jährlichen Seitenumfangs ausmacht und wenn es keine Beziehung
zu Anzeigenblättern gibt.
Auch die Subvention von Einrichtungen der Journalisten- Aus- und
Weiterbildung sowie die finanzielle Unterstützung von Presseclubs ist in
diesem Zusammenhang als direkte Förderung zu erwähnen, da sie in den
letzten Jahren wesentlich erhöht wurden.
Zu dieser direkten Presseförderung des Bundes kommt die regionale
Presseförderung, bei der 1998 in NÖ 5,9 Mio. S, in OÖ 2,2 Mio. S
und in der Stmk. 45,2 Mio. S ausbezahlt wurden.
- Der Beruf des
Journalisten:
Einleitung:
Der Beruf des Journalisten versteht sich in Österreich als freier
Beruf. Das heißt, daß der Zugang zum Beruf nicht durch formale
Bedingungen eingeschränkt werden darf. Also auch nicht durch einen
vorgeschriebenen Ausbildungsweg.
Trotzdem wäre es falsch anzunehmen, daß die
österreichischen Journalisten kaum gebildet sind. Ganz im Gegenteil: rund
80% haben zumindest Matura. Und das ist auch leicht zu erklären. Obwohl es
keine formalen Voraussetzungen gibt, sind die Redaktionen bemüht, für
die jeweiligen Tätigkeitsfelder möglichst gut ausgebildete Mitarbeiter
zu finden. In manchen Redaktionen bedeutet dies, daß ein Studium zumindest
begonnen, besser noch abgeschlossen wurde. Einige Medienunternehmen fordern
zumindest die Matura.
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt:
Obwohl die Redaktionen ständig auf der Suche nach neuen guten
Mitarbeitern sind, scheint die Zahl derer, die in diesen Beruf drängen, die
Anzahl der freien Stellen weit zu übersteigen. Insgesamt kann man davon
ausgehen, daß die Chancen, im tagesaktuellen Journalismus unterzukommen,
derzeit gering. Etwas anderes stellt sich die Situation im Zeitschriftenbereich.
Dort allerdings eher für freie Mitarbeiter als für angestellte
Journalisten.
Seit der Liberalisierung des Radio- und Fernsehbereichs gibt es auch hier
neue zusätzliche Möglichkeiten für Berufseinsteiger. Ein weiterer
Berufsweg entsteht im Multimediabereich, in Online- Redaktionen und durch neue
Medien.
Allgemeine Situation:
Dem oben Gesagten entsprechend, nämlich dem freien Zugang zum Beruf,
gibt es in Österreich auch institutionalisierten Journalistenschulen oder
Studienrichtungen. Die Angebote von Universitäten, Verbänden,
Parteien oder etwa der katholische Kirche sind dementsprechend als Service zu
verstehen und nicht als berufsvorbereitende Ausbildung. Daneben gibt es
verlagsinterne Schulungen, wie Lehrredaktionen oder den Redaktionen
angegliederte Strukturen, die zumeist der verlagsinternen Nachwuchssuche dienen.
Finanziert werden diese Angebote zum größten Teil von der
Presseförderung (siehe oben). Neben diesem Aus- und
Weiterbildungsmöglichkeiten im klassischen Journalismus bietet die
Universität einen Lehrgang zu Public Relations an.
Bildjournalisten, also Pressefotografen, sind in Österreich ein freies
Anmeldegewerbe, es ist also keine Ausbildung vorgeschrieben, allerdings
empfiehlt sich eine klassische Fotoausbildung. Für Radio- und
Fernsehjournalisten gilt ebenfalls das oben Gesagte, wobei sich hier die
Situation erst den neuen Gegebenheiten anpassen wird. Bisher war der Weg in den
Radio- und Fernsehbereich sehr oft über eine vorherige Praxis in
Printmedien. Im technischen Bereich ist sicher eine Filmakademie von
Vorteil.
Der Weg in den Journalismus:
Grundsätzlich sind alle Wege möglich; zufällige und
geplante. Jeder Journalist wird seinen eigenen Werdegang für normal halten.
Dennoch: Es gibt einen typischen Weg in den Journalismus. Üblicherweise
beginnt eine journalistische Karriere mit einem Ferienvolontariat einem ersten
Schnuppern während der Studienzeit. Obwohl fast alle Medien derartige
Ferialjobs vergeben, ist es schwer, einen zu erhalten. Tipp: kleine
Zeitungen!!
Sollten bei einem Volontariat beide Seite, Redaktion und Jungjournalist,
feststellen, daß die Kooperation stimmt, kann aus der zufälligen
Mitarbeit eine geplante werden. Ab diesem Zeitpunkt hat man es geschafft, nun
heißt es fleißig und pünktlich Beiträge liefern und darauf
warten, daß eine fixe Beschäftigung möglich wird- im besten Fall
unmittelbar nach Beendigung des Studiums. Denn das Studium sollte man auf jeden
Fall beschließen, es hilft einem beim Sammeln von Wissen und erleichtert
die spätere Karriere.
Einrichtungen:
- Kuratorium für Journalistenausbildung
(Österreichische Medienakademie), Salzburg
- Institute für Publizistik- und
Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien und der
Universität Salzburg
- Medienkundlicher Lehrgang an der Universität
Graz
- Studienzweig Medienkommunikation an der
Universität Klagenfurt
- Medienschwerpunkt (Institut für
Politikwissenschaften) an der Universität Innsbruck
- Europäische Journalismus Akademie,
Krems
- Katholische Medienakademie, Wien
- Oberösterreichische Journalistenakademie,
Wels und Linz
- ORF-BAF, Wien
[1] Zahlen 1998, zur Zeit noch keine neuen
Zahlen, vermutlich „Ö3“ mittlerweile stärkster Sender ,
für „FM4“ keine Zahlen
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