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Näherungsverfahren zur Berechnung von Nullstellen
Näherungsverfahren zur
Berechnung von Nullstellen
Das Newtonsche
Iterationsverahren
1. Dieses Verfahren der
Nullstellenanäherung macht von der Tatsache Gebrauch, dass der
Funktionsgraph einer differenzierbaren Funktion in einer Umgebung
U(x1) durch die Tangente im Punkte
P1(x1|f(x1)) approximiert
wird.
Gelingt es einen Wert x1
zu finden, dessen Funktionswert schon "nahe" bei 0 liegt, so bestimmt man den
Schnittpunkt der Tangente im Punkte P1 der x-Achse. Man kann
erwarten, dass die so ermittelte Stelle x2 einen besseren
Näherungswert für die gesuchte Nullstelle z darstellt als der
Startwert x1.
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Für die Tangentenfunktion t zur
Stelle x1 gilt:
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für die Nullstelle
x1
dieser Funktion gilt also:
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Falls f´(x1)‡0
ist, ergibt sich daraus:
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also
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Durch die Berechnung von
(x2) kann man feststellen, ob x2 tatsächlich
näher bei der gesuch-ten Nullstelle z liegt. Ist dies der Fall, so kann man
das Verfahren zur Berechnung weiterer Näherungswerte
wiederholen:
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usw.
Auf diese Weise erhält man
eine Folge von Näherungswerten
x1,
x2,
...,
xn,
xn+1,
... . Der Wert
xn+1
ergibt sich aus dem vorhergehenden Wert
xn
nach der Rekursionsgleichung
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Wenn der Ausgangswert
x0
ausreichend nahe bei der tatsächlichen Nullstelle z liegt, kann man
erwarten, dass die Folge
xn
dieser Zahl z schließlich beliebig nahe kommt. Die Folge
x1,
x2,
...,
xn
strebt einem Grenzwert zu. So ist z also der Grenzwert der Folge
xn,
so das gilt:
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Isaac Newton - zur
Person
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- englischer Physiker, Mathematiker
und Astronom
- 1643 in Woolsthorpe bei Grantham
(winziges Dorf) geboren
- 1727 in Kensington
verstorben
- Sohn eines
Landpächters
- 1699 bis 1701 Professor in
Cambridge
- seit 1671 Mitglied und seit 1703
Professor der Royal Society
- 1699 Direktor der
Münze
- N. entwickelte die binomische
Reihe, die Theorie der
Differential- und Integralrechnung
- lieferte Beiträge zur
Algebra und erfand die
Infinitesimalrechnung
- in der Optik arbeitete N. über
die Dispersion des Lichtes,
er war derjenige der bei
Experimenten an Glasprismen
erkannte, dass sich weißes
Licht aus versch. Spektralfarben
zusammensetzt
- im Gegensatz zu
Huygens(Wellentheorie) war es nähmlich auch,
der Licht als eine Bewegung schnell
fliegender Teilchen
deutete
- er entdeckte die Newtonschen Ringe
und konstruierte 1668 ein
Spiegeltleskop
- N. leitete aus Keplerschen
Gesetzten das allg. Gravitations-
gesetz ab => stellte Grundlage
für Himmelsmechanik dar
- mit der von ihm aufgestellten
Axiomatik der Mechanik wurde
N. zum Begründer der
klassischen Physik => die von ihm
formulierten
Gesetzmäßigkeiten galten uneinge-
schränkt bis zur Entwicklung
der Relativitätstheorie
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Übungen und
Aufgaben
1. Ermitteln Sie mit
Hilfe des Newtonverfahrens Näherungswerte für die Nullstellen von
f.
a)
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position! d)
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b)
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position! e)
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c)
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position! f)
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Allgemein zum
Iterationsverfahren
Das N.N. ist ein Verfahren zur
Nullstellenbestimmung einer Funktion f(x), wenn für jede Stelle
(x0,y0) die Ableitung y0´ gegeben ist. Bei
jedem Schritt wird die Funktion ersetzt durch die Gerade durch den Punkt
(x0,y0) mit der Steigung y0´ falls
y0´‡ 0. Die Nullstelle x2 = x1 -
y1/y1´ ist eine Näherung an die Nullstelle von
f(x). Dieser Schritt wird iterativ wiederholt. Bei Annäherung von
xi an die gesuchte Nullstelle x* hat das N.N. quadratische
Konvergenz, d.h. |x* - xi+1| <
K(x* - xi)². Das N.N. läßt sich
auf mehrere Dimensionen verallgemeinern. Sucht man zum Beispiel die
Lösungen der Gleichungen f1(x,y) = 0 und
f2(x,y) = 0, so bringt man an jeder Stützstelle die
Tangentialebenen an diese Funktionen miteinander und mit der Ebene z = 0 zum
Schnitt und erhält daraus einen Schätzwert für die gesuchte
Nullstelle (x*,y*).
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Beispiel 2
Nicht in jedem Fall führt die
Anwendung des Iterationsver-fahrens zum Ziel.
Die Durchführung des Verfahrens ist
einerseits abhängig vom, Funktionsverlauf und ob der Startwert x1
ausreichend nahe genug bei der Nullstelle z
liegt.
Eine Bedingung dafür, dass das
Verfahren zum Ziel führt, ist das die Folge x1, x2,
..., xn einem Grenzwert zustrebt.
Bei der Durchführung des Verfahrens
ist festzustellen, ob sich die Werte x1, x2, ..., xn
immer weniger unterscheiden, oder ob die Werte der Folge f(x1)
f(x2), ..., f(xn) der Zahl 0 immer näher
kommen oder nicht.
Das Newtonsche
Iterationsverfahren
Näherungsverfahren
zur Berechnung von Nullstellen
Für die Tangentenfunktion t zur Stelle
x1 gilt:
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für die Nullstelle
x1
dieser Funktion gilt also:
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Falls f´(x1)‡0 ist,
ergibt sich daraus:
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also
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Weitere Berechnung der
Näherungswerte:
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usw.
Allgemeingültige Formel
(Rekursionsgleichung):
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Def.: Ist eine Funktion über einem
Intervall [a,b] zweimal stetig differenzierbar, ist der Graph von f über
[a;b] durchweg linksgekrümmt oder durchweg rechtsgekrümmt, gilt ferner
f(a)* f(b)<0, so konvergiert nach dem Newtonverfahren für jeden
Startwert x1
E[a;b]
die Folge xn mit eben dieser Gleichung.
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