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Hitler, Adolf (1889-1945)
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Adolf Hitler
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Vom Namenlosen bis zum Diktator
Am Samstag, 20. April 1889, wurde um 6 Uhr 30 nachmittags kurz vor der
Osternacht, in Brauna am Inn, im Gasthof zum Pommern, der Sohn Alois und Klara
Hitler geboren.
Hitler kam mit 6 Jahren in die nächst gelegene Volkshochschule nach
Fischhalm. Der Lehrer Adolfs, erinnerte sich, daß der junge Adolf recht
aufgeweckt, folgsam aber auch recht lebhaft war. Besonders auffallend war seine
Ordentlichkeit bei seinen Schulsachen.
Als der Vater 1896 nach Lambach zog, besuchte Adolf Hitler die dortige
Volksschule. Trotz der höheren Anforderungen, hatte Adolf Hitler hier keine
Probleme. Im Abschlußzeugnis des Jahres 1897/98 hatte er in 12
Fächern die Note 1. In Lambach beeindruckte ihn das dortige
Benediktiner-Kloster. Er war vor allem erfreute an dem Prunk der kirchlichen
Feste und wollte später einmal Abt werden.
1898 zog die Familie nach Leonding, wo er sein Talent des Zeichnen
entdeckte. Von nun an wollte er nicht mehr Abt sondern Künstler werden, ein
Berufswunsch dem sich sein Vater auf das heftigste widersetzte. Er zeigte seinem
Vater angeblich keinen Respekt mehr, obwohl sein Vater sehr auf Respekt vor den
Eltern achtete. Um ihm das nun wieder auszutreiben griff er zur Nilpferpeitsche.
Als Adolfs Halbbruder Alois jr. durch die Bevorzugung Adolfs von der Mutter, mit
14 Jahren von daheim ausriß, wandte sich die Sorge des Vaters, ganz dem
jungen Adolf zu. Doch der Vater war immer noch nicht mit dem Berufswunsch seines
Sohnes zufrieden, der wollte für seinen Sohn, daß er genau so ein
angesehener Beamter wird wie er selbst. Adolf hingegen, wollte immer noch
Künstler aber auf keinen Fall Beamter werden. Vorerst respektierte er
jedoch die Entscheidung des Vaters auf die Realschule nach Linz zu schicken.
Doch gleich in der ersten (bzw. fünften) Klasse erlebte Adolf eine
Niederlage, denn er wurde nicht versetzt. Im 2. Lauf tat er sich leichter und
wurde versetzt, doch gleich in der nächsten Klasse begannen die
Schwierigkeiten vom neuen. Auch der Streit in der Familie nahm an Heftigkeit zu.
Künstler oder Beamter, die Fronten Zuhause würden immer härter.
Hitler schrieb in seinem Buch mein Kampf : " Der Vater verließ nicht sein
>Niemals<, und ich verstärke mein >Trotzdem<."
Mit dem plötzlichen Tod des Vaters am 3. Januar 1903, nahm der Streit
zu hause ein schnelles Ende.
Hitler schaffte zwar mit Mühe und Not den Realschulabschulß und
hätte theoretisch das Abitur machen können, doch dieser Gedanke schien
ihm schier unerträglich. Er schrieb auch in seinem Buch >Mein Kampf<:
>Da kam mir plötzlich eine Krankheit zu Hilfe und entschied in wenigen
Wochen über meine Zukunft und die dauernde Streitfrage des elterlichen
Hauses.< Eine Lungenentzündung ließ es ratsam erscheinen den
16jährigen Jungen erst mal vorüber gehend aus der Schule zu nehmen.
Doch das eigentlich verlassen der Schule kam erst als Hitler, blutspukend und
vom Husten geplagt seine Mutter überzeugte, daß es besser sei die
Schule zu beenden. Nun war Adolf Hitler aus der Schule und der spätere gang
zur Kunstakademie in Wien versprochen. Hitler lebte nun ohne die sorgen und den
Druck der Schule unbesorgt in den Tag hinein und las ein Buch nach dem anderen.
Mit der Zeit wurde er dann ein Einzelgänger und Träumer.
1905 lernte er seinen Jugendfreund, August Kubizek, kennen. Auch er wollte
ein großer Künstler, aber als Musiker, werden. Hitler reiste 1906 das
erste mal nach Wien und war überwältigt von der Pracht und dem Glanz,
war für Hitler klar des er hier unbedingt auf die Kunstakademie will. Als
er dann zurück nach Linz ging, überredete er seine Mutter, die ihm
dann das Einverständnis gab. Im Sommer 1907 durfte er dann auch sein
väterliches Erbe von 700 Kronen abheben und im September des Jahres zur
Aufnahmeprüfung der Wiener Kunstakademie wieder in die Hauptstadt reisen.
Adolf Hitler schilderte in seinem Buch >Mein Kampf< es so:
>Ausgerüstet mit einem dicken Pack von Zeichnungen hatte ich mich damals
auf den Weg gemacht, überzeugt, die Prüfung spielend leicht bestehen
zu können.< Als dann die Mitteilung kam, durchgefallen zu sein, traf es
ihn ein Schlag aus heiterem Himmel. Doch der Akademiedirektor erzählte ihm
von seinem Talent für die Architektur. Von nun an wollte Hitler Baumeister
werden.
Hitler kehrte aber inzwischen wieder nach Linz zurück weil sich der
Gesundheitszustand seiner Mutter verschlechterte. Sie verstarb am 21 Dezember
1907.
Nach dem die Familienangelegenheiten geregelt waren, kehrte Adolf Hitler
wieder im Februar des Jahres 1908 nach Wien zurück. Hier lebte er mit
seinem Freund der es schaffte ans Konservatorium aufgenommen zu werden. Hitler
hingegen schaffte es auch bei seinem 2. Versuch nicht an die Kunstakademie
aufgenommen zu werden. Architektur konnte er ebenfalls nicht studieren, da ihm
das nötige Abitur fehlte. Hitler konnte bis jetzt von dem geerbten Geld und
der Waisenrente gut leben, doch nun kam er ihn Geldnöte. Um Geld zu sparen
wechselte er mehrmals die Wohnung und fand letztendlich in einem Obdachlosenasyl
des Arbeiterviertels Meidling Unterkunft. Von einem Bewohner des Heims wurde
Hitler wieder aufgemuntert und angeregt, sein Talent zu zeichnen zu nutzen und
Postkarten zu malen die er dann verkaufen würde. Zunächst
verließ Hitler aber das Obdachlosenasyl und zog in ein Männerheim um.
Hier begann Hitler Ansichtskarten von Wien zu malen die sein Freund dann in den
Kaffeehäusern und auf den Jahrmärkten verkaufte.
Doch als sein Freund ihn betrog, machte er sich komplett selbständig.
Während seiner Zeit ihn begann er sich immer mehr für die Politik zu
interessieren. Wenn es um Politik ging warf er sogar seinen Pinsel in die Ecke
und mischte sich in jede Politischedebatte mit ein. Hitler bewunderte den
Oberbürgermeister Wiens Dr. Lueger und seine Christlich Soziale Partei
genauso wie das nationalistische Programm des Georg Ritter von Schönerer.
Die beiden waren außerdem wie Hitler überzeugte Antisemiten
(Judenhasser). Zum Antisemitismus und zur Ablehnung des Marxismus (Kommunismus)
parlamentarischen Demokratie (Demokratische Herrschaft).
Nach fünf Jahren verließ er die Reichshauptstadt weil ihm das
Völkergemisch aus Tschechen, Polen, Ungarn, Ruthenen, Serben, Kroaten und
Juden zuwider wurde. Der Gedanke daran für dieses Land einmal kämpfen
zu müssen ließ es ihm ratsam erscheinen Wien zu verlassen und nach
München zu gehen.
In Wien ordnungsgemäß abgemeldet, verließ er am 24, Mai
1913 das Männerheim in der Meldemannstraße und fuhr mit dem Zug nach
München. In München angekommen mietete er sich in der
Schleißheimer Straße beim Schneidermeister Josef Popp ein Zimmer. Er
lebte in München ungefähr wie in Wien, er malte Bilder und verkaufte
sie.
Als man Hitler am 18. Januar 1914 von Linz aus in München fand und
aufforderte 2 Tage später zur Musterung nach Linz zukommen und gleichzeitig
gemahnt wurde das er 1909 seiner Meldepflicht nicht nachgekommen sei, schrieb er
einen geschickt formulierten Brief . Er bat um das Mitgefühl der Beamten,
daß sie ihm erlaubten seiner Meldepflicht im näher gelegen Salzburg
nachzukommen. Dieses wurde genehmigt und Hitler wurde am 5. Februar gemustert
und wegen seinem schwächlichen Gesamtzustandes als waffenunfähig
eingestuft.
Froh dem österreichischen Wehrdienst entkommen zu sein, fuhr er wieder
zurück nach München um sein gewohntes Leben fort zu führen.
Hitler war ein "Einsiedler", doch dieses dasein hatte ein plötzliches
Ende mit dem Ausspruch des 1. Weltkrieges. Unter den großen Menschen
Massen die sich am Münchner Odeonplatz versammelt hatten, befand sich auch
ein begeisterter Adolf Hitler. Er schrieb in seinem Buch >Mein
Kampf<:
>Ich schäme mich auch heute nicht es zu sagen, daß ich,
überwältigt vor Begeisterung, in die Knie gesunken war und den Himmel
aus übervollem Herzen danke, daß er mir das Glück geschenkt, in
dieser Zeit leben zu dürfen.<
Den Kriegsausbruch empfand Hitler als eine persönliche
"Erlösung". Sein zielloses Leben bekam endlich einen Sinn. Er wußte
nun wohin er gehörte und seine einzige Sorge war, das der Krieg könne
bereits vorbei sein, bevor er zum Kampfeinsatz gekommen wäre. Er meldete
sich umgehend als Kriegsfreiwilliger. Seiner bitte an König Ludwig III., in
ein bayrisches Regiment eintreten zu dürfen, wurde zugesagt. Als einfacher
Soldat des 16. Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, wurde er und seine
Kameraden nach einer kurzen und mangelhaften Ausbildung 2 Monate später an
die Westfront geschickt. Acht Tage später kam eine seine Kompanie in der
nähe von Ypern zum Einsatz. das Gefecht tobte 3 Tage und Hitlers Kompanie
mußten schwere Verluste, wie z.B. den Verlust ihres Regimentskommandeur
List.
Vier Jahre lang ertrug Hitler diesen Krieg bis zum bitteren Ende. Als
Meldegänger eingesetzt, war er ein außerordentlich tapferer Soldat.
Er erledigte jeden noch schweren Auftrag und sprang oft noch für andere
Meldegänger ein. Hitler erhielt neben vielen Auszeichnung, das Eiserne
Kreuz beider Klassen. Dennoch blieb er den ganzen Krieg über nur Gefreiter.
Erstens weil sein Vorgesetzter keine Führereigenschaften an ihm fand und
zweitens legte Hitler keinen Wert darauf befördert zu werden.
Hitler wurde am 7. Oktober 1916 am Bein verwundet und kam in ein Lazarett
in der Nähe von Berlin. Anschließend wurde er in ein Ersatzbataillon
nach München entlassen.
Da er aber entsetzt über die große Not in der Bevölkerung
und die Respektlosigkeit der Rekruten gegenüber den Frontsoldaten war, bat
er in einem Schreiben an einen Vorgesetzten, daß es sein "dringendster
Wunsch" sei wieder an die Front zu seinen Kammeraden zu dürfen. Hitler
wurde anschließend am 14. März 1917 wieder an die Front geschickt.
Adolf Hitler glaubte bis zum Schluß an den Sieg Deutschlands und mit
ihm seine Kammeraden, die zum sterben bereit waren. Sie konnten es nicht fassen,
daß in der Heimat gestreikt wurde, daß sich die
Befehlsverweigerungen häuften und das sich Offiziere als
Kiregsverlängerer schämen mußten. Deren Haß galt den
"Roten", den "Pazifisten", den "Drückebergern", die den Sieg
verspielen.
Im Oktober 1918 mußte Hitlers Regiment noch mal härteste
Artilleriefeuer über sich ergehen lasen. Darauf folgte ein Giftgas angriff,
dem auch Hitler zum Opfer fiel. Er erblindete und wurde in ein Lazarett in
Pasewalk im Bezirk Neubrandenburg gebracht, wo er bald darauf das Augenlicht
wiedererlangte. Hier erlebte Hitler die deutsche Kapitulation am 11. November.
Für ihn wie für Millionen Deutsche war es wie ein Weltzusammenbruch.
Da Hitler im Krieg, Aufklätungsarbeiten mit Erfolg durchführte
und als Vertrauensmann eingesetzt wurde, erhielt er von seinen Vorgesetzten den
Auftrag die Zusammenkunft zwischen der Deutschen Arbeiter Partei (DAP) des
Eisenbahnschlossers Anton Drexler zu besuchen.
Zunächst war sein Eindruck weder gut noch schlecht, er wollte gerade
gehen als ein Versammlungsteilnehmer die These vertrat, daß sich Bayern
vom Reich lösen sollte und eine Vereinigung mit Österreich anstreben
sollte. Hitler mußte direkt explodiert sein und hielt eine 15 min. Rede
und verließ das Lokal. Nach dieser Rede waren alle fasziniert und Drexler
meinte das Hitler ein brauchbarer Mann sei. Drexler steckte Hitler eine
Broschüre zu und bat in wiederzukommen. 1 Woche später erhielt Hitler
eine Postkarte, daß er schon Mitglied sei und bitte an der nächsten
Sitzung am 16. September zu kommen. Hitler kam und vier Leute, darunter auch
Drexler, hießen ihn Willkommen. Hitler sah in diese Partei eine Chance und
war 2 Tage später Mitglied 55 und 7. Mitglied im Ausschuß. Will man
Hitlers Darstellung in >Mein Kampf< folgen, hatte er schon zu diesem
Zeitpunkt ein fest geformtes Weltbild. Als Schüler sei er bereits
Nationallist und in Wien Antisemist geworden.
Nun drängte Hitler darauf die Anonymität der Partei zu lösen
und sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Anfangs waren die Veranstaltungen
nur gering besucht. Doch die Zahlen steigerten sich von 11 auf 13 und
schließlich auf 43 Zuhörer. Doch Hitler hatte noch nicht genug und
ging aufs ganze. Er überredete den Parteiausschuß da
Parteivermögen in eine Zeitungsanzeige zu investieren und eine
Veranstaltung bekannt zugeben.
Hitler sprach am 16. Oktober 1919 im Münchner Hofbräuhaus Saal
zum erstenmal vor einem großen Publikum, es waren ca. 110 Menschen
erschienen. Hitler hatte hiermit bestätigt, daß das was im kleineren
Kreis funktioniert auch vor einem großen Publikum geht und die Rede
Hitlers war ein voller Erfolg für ihn und die Partei. Denn die Besucher
waren so begeistert, daß sie insgesamt mehr als 300 Mark spendeten und das
in eine Parteikasse die durchschnittlich nicht mehr als 5 Mark in der Kasse
hatte. Nun wurden Plakate und Flugblätter gedruckt und bei der
nächsten Veranstaltung erschienen über 130 Menschen. Die dritte
Großveranstaltung brachte schon 170 Besucher. Nun wollten viele Partei
Mitglieder nicht mehr eine vierte Großveranstaltung, doch Hitler
drängte dazu. Und es kam ein Rückschlag, es kamen nur noch 150
Personen, daß stärkte die Hitlergegner in der Partei etwas, denn sie
hatten Angst um ihre Position. Doch Hitler gab nicht nach und forderte eine
weitere Veranstaltung die ihn bestätigten, es kamen über 200 Besucher.
Von nun an kümmerte sich Hitler auch um die bessere Organisation in
der Partei. Es wurde ein Büro gemietet und eingerichtet und Hitler und
Drexler stellten ein Parteiprogramm mit 24 Punkten auf, in denen jeder einen
Vorteil für sich finden konnte, außer den Juden.
Nun wollte Hitler eine Gigantische Veranstaltung durchführen, aber er
stieß auf Widerstand in der Partei, sogar von Drexler. Doch Hitler
überredete Drexler schließlich und die Veranstaltung sollte satt
finden. Es wurden nun rote Plakate aufgehängt und Flugblätter
verteilt. Hitler wählte mit Absicht dir Farbe rot um die "Linken" zu
locken. Als Hitler dann am 24. Februar 1920 im Festsaal des Hofbraühauses
die 25 Punkte verkündete, sind über 2000 Besucher erschienen.
Natürlich blieben Zwischenrufe nicht aus, es kam zu Massenschlägerein
und Bierkrüge flogen durch die Luft. Doch Hitlers Kriegskameraden sorgten
energisch für Ruhe und Ordnung. Kurz darauf wurde aus der DAP die NSDAP,
die Nationalsozialistische Arbeiter Partei.
Am 3. Februar 1921 hielt Hitler die erste nationalsozialistische
Massenveranstaltung im Münchner Zirkus Krone und es kamen über 6000
Besucher.
Hitler reiste im Frühsommer 1921 nach Berlin und ließ sich immer
genau über die Parteiaktivitäten informieren und es trat auch das ein
was Hitler beabsichtigt hatte, nämlich die Hitlergegner in der Partei taten
sich zusammen und wollte Hitler Aktivitäten bedeutend einschränken.
Doch Hitler dachte überhaupt nicht daran sich einschränken zu lasen.
Hitler wußte über seine bedeutende Stellung für die NSDAP und
trat am 11. Juni aus der Partei aus. Drei Tage später wollten die entsetzen
Hitlergegner, sich mit Hitler wieder versöhnen und Hitler trat wieder in
die Partei ein. Mit dieser Taktik hatte Hitler einen vollen und wurde zum ersten
Vorsitzendem gewählt mit diktatorischen Vollmachten. Hitler wollte als
erstes die "demokratische Willensbildung" innerhalb der Partei beenden. Denn
Hitler haßte nichts mehr als innere Schwäche. Das galt auch für
andere Organisationen die gleiche Ziele verfolgten. Ortsgruppen durften nur dann
gegründet werden, wenn die "Autorität der Zentrale" als sicher galt.
Auf die spätere NS-Parole "Führer befiel, wir folgen" lief schon
damals Hitlers Selbsverständnis hinaus. Selbst der Saalschutz mußte
nach diesem Grundsatz parieren.
Im August 1921 wurde aus diesem Saalschutz die "Turn- und Sportabteilung"
und etwas später die "Sturmabteiltung" (SA). Mit den jungen
SA-Männern und der Devise Hitlers, das "Terror nur mit Terror bekämpft
werden kann" kam ein neues Element der NSDAP dazu.
Diese maschierten oder fuhren in offenen Lastkraftwagen mit Hitlers selbst
entworfenen Hackenkreuzflaggen und Symbolen durch die Straßen der
Städte. Jetzt als alleiniger "Führer" der NSDAP, begleitet von den
schlagfertigen SA-Männern, versuchte Hitler an die großen
Menschenmengen heranzukommen. Die NSDAP konnte mit dem Fortschritt der Inflation
die schon nach dem Kriegsende begann, einen großen Mitgliederzuwachs
verbuchen. Für die Agitation (Propaganda) gab es nun das beste
Meinungsklima, denn Schuld seinen allein die Demokraten. Die NSDAP hatte nun in
vier Jahren einem Mitglieder Anstieg von 55 auf über 55 000 Mitglieder.
Hitler wollte diesen Moment unbedingt ausnutzen und mit einer gewagten Strategie
einen Marsch nach Berlin Wirklichkeit werden lasen. Am 8 November 1923 als
gerade im Bürgerbraükeller eine "Vaterländische Kundgebung" von
Kahr über den Marxismus (Kommunismus) abhielt, platze Hitler mit seinen
SA-Männer herein, feuerte einen Schuß in die Decke, stieg hinters
Rednerpult uns sagte: "Die nationale Revolution ist ausgebrochen! Der Saal ist
umstellt, niemand verläßt das Lokal." Danach bat er die Herren Kahr,
Lossow, uns Seißer in ein Nebenzimmer um sie davon zu überzeugen den
Putsch gegen Berlin doch zu starten, vergeblich. Dann hielt Hitler noch eine
faszinierende Rede und aus dem Hinterzimmer ertönte ein ja, das ja auf das
Hitler hoffte und die Herren Kahr, Lossow und Seißer schlossen sich dem
Putsch an. Doch kaum waren sie aus dem Saal verschwunden stellten sie sich gegen
Hitler. Nun wollte Hitler schon aufgeben, doch Ludendorf forderte ihn auf weiter
zu kämpfen, den er vertraute auf seine Autorität als Kriegsheld. Er
dachte das wenn er den Putsch anführe kein Soldat oder einer der
Landespolizei schießen würde. Doch als sie an der Feldherrenhalle
angekommen waren und die Landespolizei ihnen den Weg versperrte, fielen
Schüsse. Dabei wurden 4 Polizisten und 14 Hitlerleute getötet. Als
Hitlers Privater Schutzmann tödlich getroffen wurde, viel er auf Hitler und
kugelte Hitler die Schulter aus. Hitler wurde darauf aus München in
Sicherheit gebracht. Hitler wurde anschließend des Hochverrates angeklagt
und vor Gericht gebracht. Doch durch seine gute Argumentation vor dem Gericht,
kam es nur zur Mindest Strafe des Hochverrates, zu 5 Jahren Haft. In dieser Zeit
schrieb er den ersten Band seines Buches >Mein Kampf<.
Hitler wurde frühzeitig aus der Haft entlassen und wollte nun auf
legalem Weg an die Macht gelangen. Er wollte nun sogar an den demokratischen
Wahlen teil nehmen und meinte später sogar, "Er wollte seine Nase in den
Reichstag stecken. Wenn es auch länger dauert sie zu überstimmen als
sie zu erschießen, wird uns ihre Verfassung mit der Zeit den Erfolg
garantieren. Jeder legale Vorgang ist langsam, doch früher oder später
werden wir die Mehrheit haben und damit Deutschland." Aber jetzt galt es erst
die SA neu zu gründen und die zerstrittenen Parteimitglieder wieder unter
seine Führung zu bringen. Hitler entwickelte eine neue Taktik und
unterteilte Deutschland in verschiedene Gruppen (Gaue, Kreise, ...). Er
versuchte auch die Volksgruppen zu organisieren, für die Jugend von 14 - 18
Jahren wurde dir Hitlerjugend, die HJ gegründet, in der HJ wurden die
Mädchen im BdM, Bund deutscher Mädel zusammen gespaßt. Für
Frauen gab es die NS Frauen und dazu kamen besondere Organisationen für
Beamte, Studenten, ... .
Hitler hielt noch ein paar Reden trotz Redeverbot vor den Wahlen. Doch das
Wahlergebnis am 21. Mai 1928 war enttäuschend für die NSDAP, nur 2,8 %
der Stimmen und daher spielte die NSDAP mit 12 Abgeordneten keine Rolle im
Reichstag. Doch Hitler gab nicht auf und hatte eine straff organisierte Partei
mit über 100 000 Mann, einer schlagkräftigen SA und der Elitetruppe
der Schutzstaffel der SS, über ganz Deutschland verteilt und wenn sich die
Verhältnisse zu schlechteren ändern würden, womit Hitler
rechnete, dann würde es zur Stunde der Bewährung kommen. Die
Demokraten sahen aber keine Gefahr und heben Hitlers Redeverbot in Deutschland
auf und somit konnte er sein Hauptmachtmittel wieder einsetzten. Das wollte sich
auch die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), deren Führer Alfred
Hugenberg, der viele Zeitungen und Verlage sowie die Filmgeselschaft Ufa
beherrscht, gegen die Kriegsentschädigung an die Siegermächte zu nutze
machen. Durch diese Kampagne kam Hitler aus der Unbekantheit heraus und die
Zeitungen berichteten über ihn. Das Bündnis mit Hugenberg war zwar ein
Erfolg für Hitler und seine Partei, aber den Durchbruch schafften sie erst
mit der Weltwirtschaftskrise 1929. Am Schwarzen Freitag, als die Börse in
New York zusammen brach und die amerikanischen Kredite zurückgezogen
wurden, kam die zweite bewähr Probe für die Demokraten die sie nicht
überleben sollten. Am 27. März 1930 betrug die Arbeitslosenrate rund
20 Millionen Menschen und die Regierung Berlins trat zurück. Nun versuchte
Hitler selber Reichskanzler zu werden, doch dieser Versuch scheiterte im
entscheidenden Wahlgang am 10. April 1932. In diesem Wahlgang erhielt Hitler 13
418 011 Stimmen doch Hindenburg erhielt 19 359 650 Stimmen und entschied damit
diese Wahl. Hindenburg ernannte im Mai 1932 durch den Einfluß seines
Beraters von Brüning, Franz von Papen zum Reichskanzler.
Die vorzeitig abgehaltenen Wahlen brachten der NSDAP 18,3 % und insgesamt
107 Abgeordnete durften in den Reichstag und insgesamt hatten sich sechs
Millionen Wähler für Hitler entschieden.
Bei den nächsten Wahlen am 31. Juli 1932 waren es über 13,7
Millionen Wähler. Somit war die NSDAP die nunmehr stärkste Partei.
Hitler beanspruchte nun als Führer der größten Partei die
gesamte Staatsgewalt. Dies lehnte Hindenburg doch sofort ab. Papen versuchte
eine Koalition zwischen NSDAP und DNVP herzustellen, da er aber scheiterte,
wurde der Reichstag erneut aufgelöst. Und Hitler mußte bei den neuen
Wahlen am 6 November einen weiteren Rückschlag erleiden, denn die NSDAP
verlor 4,2 % der Stimmen und brachten somit nur noch 196 Mandate auf. Dies war
schon die vierte Wahl auf Reichsebene in einem Jahr und die Finanzen der NSDAP
waren katastrophal. Jetzt hoffte Papen sie zu einem Bündnis mit Strasser
fordern zu können. Hitler blieb aber weiter hin auf seinem Kurs. Nun
glaubte General Schleicher, er hatte Papen als Reichskanzler abgelöst,
einen Ausweg gefunden zu haben. Er dachte wenn nicht die ganze Partei, dann
wenigsten den linken Flügel. Als Hitler erfuhr das Strasser breit dazu war,
war er empört und wütend. Doch Strasser war nicht der Typ der sich
gegen Hitler setzt und trat von allen Plänen ab. Aber schon am 4 Januar
1933 setzten sich Papen, der der Vertraute von Hindenburg war und Hitler
zusammen um abermals über eine Deutschnationale und einer
Nationalsozialistischen Koalition zu reden. Papen wäre sogar bereit gewesen
mit Hitler die Macht zu teilen es müßten nur die Zweifel Hindenburgs
aus dem Weg geschafft werden. Doch Hitler würde nur über eine neue
Zusammensetzung des Kabinetts reden nicht aber um eine Teilung der Kanzlerschaft
und damit der Macht.
Da Hitler Hindenburg nicht allein überzeugen konnte kamen er und Papen
zusammen und wollten die engsten Berater des alten Präsidenten, den
Staatssekretär und den Sohn des Präsidenten, von Hitler zu
überzeugen. Denn wären sie einmal mit der Kanzlerschaft einverstanden
würde Hindenburg kaum noch etwas dagegen tun. Es kam dann zu einer
Begegnung die streng Geheim war, es trafen sich Oskar von Hindenburg (Sohn des
Reichspräsidenten), Meißner, von Papen und Hitler. Mitten im
Gespräch kam plötzlich der Vorschlag Hitlers, sich mit dem Sohn des
Präsidenten in einem Nebenzimmer zu unterhalten. Was dort geredet wurde,
was man nicht. Aber als sie das Haus verließen, glaubte Meißner,
daß Hitler den Sohn des Präsidenten schon überzeugt hätte
und der Sohn sagte selber das man wahrscheinlich nicht um diesen Hitler herum
kommen würden, weil er die größten Parteien hinter sich hat und
die anderen Kandidaten somit machtlos wären. Der Reichspräsident
ließ sich schließlich von seinem Sohn und Meißner vom Hitler
als Reichskanzel überzeugen und als Schleicher zurück trat, blieb ihm
nichts anderes mehr übrig als Hitler am 30 Januar 1933 zum Reichskanzler zu
ernennen. Nach der Ernennung ließ er keine Zeit verstreichen und
löste sofort alle anderen Parteien auf und freie Gewerkschaften wurden
verboten. Er schloß alle Juden von den öffentlichen Ämtern aus
und politische Gegner kamen in Konzentrationslager (KZ).
Hitler nahm den Reichsbarnd am 27. Februar 1933 zum Anlaß das System
zu unterhöhlen. Mit der Notverordnung vom "Zum Schutz von Volk und Saat"
hörte Deutschland auf ein Rechtsstaat zu sein. Nun konnte Hitler quasi
jeden verdächtigen verhaften lassen. Mit dem Ermächtigungsgesetz
schaltete er praktisch den Reichstag und weitgehend auch den
Reichspräsidenten ab.
Nun erreichten die Nationalsozialisten mit Unterstützung von den
rechtskonservatifen bei den nächsten Wahlen 44% der Stimmen und als
Hindenburg am 2. August 1934 starb, konnte Hitler quasi sein Nachfolger
werden.
Literaturnachweis
"Adolf Hitler Eine Biographie in Texten, Bildern und Dokumenten" von
Christian Zentner,
Delphin Verlag GmbH, München, 1989
"Hilter eine Biographie" von Joachim Fest, Ullstein Buchverlage GmbH &
Co. KG, Berlin, 1973
"Wer war wer im Dritten Reich" von Robert Wistrich, Harnack Verlag,
München, 1983
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