|
Du bist hier: Referate Datenbank | Erdkunde
| Tourismus
Tourismus
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Inhaltsverzeichnis
Seite 1: Inhaltsverzeichnis
Seite 2: Einführung
Der Massentourismus – Der Harte Tourismus
Definition
Seite 3: Derzeitiger Stand
Ein Blick in die Zukunft
Zielgruppen
Alternativen
Beispiele von Orten mit Massentourismus
Seite 4: Ökotourismus – Sanfter Tourismus
Definition
Tourismusbetriebe die auf ökologischen Tourismus umsteigen
Vorteile
Aktueller Stand
Seite 5: Beispiele
Eventtourismus
Definition
Beispiele
Derzeitiger Stand
Trends
Zielgruppen
Seite 6: Was will der Kunde?
Marktbefragung
Erkennen von Problemen
Umweltbelastung durch Straßenverkehr
Groß-Verkehrsanlagen
Seite 7: Parkplätze
Verkehrsmisere
Probleme der Eisenbahn, des Luftverkehrs und der
Wasserfahrzeuge
Seite 8: Probleme des Ausflugsverkehrs und Tagestourismus
Belastung der Umwelt durch Wintertourismus
Seite 9: Einrichtungen im Schipistensport
Technische Aufstiegshilfen
Seite 10: Schneebereitungsanlagen
Gletscherskilauf
Seite 11: Probleme des Wandertourismus
Die 7 Umweltsünden im Tourismus
Landschaftsverschmutzung
Wasserverschmutzung
Seite 12: Luftverschmutzung
Pflanzengefährdung
Tiergefährdung
Landschaftszerstörung
Landschaftszersiedelung
Seite 13: Literaturverzeichnis
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
Willkommen bei unserem Referat über Markterkundung im
Fremdenverkehrsbereich und ökologische Probleme. Wir werden euch jetzt
einen Überblick über den Markt der Tourismusbranche geben. Auch
ökologische Aspekte sollen euch zeigen, wie sich der Fremdenverkehr auf
unsere Umwelt auswirkt.
Zu erst möchte ich noch einige Begriffe klären. Man unterscheidet
zwischen Hartem und Sanftem Tourismus. Was das ist, werden wir später
intensiv erklären. Der Harte Tourismus ist der Tourismus, der wohl am
meisten verbreitet ist - Massentourismus. Der Sanfte Tourismus ist das
Gegenstück dazu - Ökotourimus.
Massentourismus - Harter Tourismus
Bevor ich mit diesem Teilthema beginne, möchte ich kurz einige
Begriffe aufzählen, die wir mit dem Thema "Harter Tourismus"
assoziiere:
- G Massentourismus
- Wenig Zeit
- Schnelle Verkehrsmittel
- Festes Programm
- Außengelenkt
- Importierter Lebensstil
- "Sehenswürdigkeiten"
- Bequem und passiv
- Keine Fremdsprachenkenntnisse nötig
- Einkaufen
- Souvenirs
Der Massentourismus versucht durch kurzfristige Investitionen in
Kapazität und Anlagen eine möglichst große Käuferschicht
anzusprechen und zu beherbergen. Günstige Preise und Wohlbefinden des
Kunden sind übergeordnete Ziele.
Schon immer hat das Reisen eine Tendenz zum Massentourismus gehabt. In den
sechziger Jahren trat das Phänomen dann schließlich für jeden
unübersehbar auf. Viele Touristen bereisen einen Ort. Das kann in gewissen
Zusammenhängen ein Problem sein. Dennoch sollte man den Massentourismus
nicht abwerten. Jedes Reisen zerstört die Umwelt, aber der Massentourismus
zerstört durch die vielen Touristen die Umwelt besonders. Die
größten "Umweltzerstörer" sind aber die Individualisten. Diese
wollen sich nicht in eine Masse eingliedern lassen - eine typische
Gegenströmung zum klassischen Tourismus also. Die Modeerscheinung der 60er
Jahre "Massentourismus" stagniert derzeit etwas. Die Leute wollen doch etwas
Landschaft (Raum) für sich selbst.
Derzeitiger Stand
Den Massentourismus sollte man nicht unterschätzen. International
wächst der Massentourismus beständig. Immer noch wird sehr viel Umsatz
in dieser Branche gemacht. Lediglich an Orten an denen der Markt schon
übersättigt ist, ist es notwendig, dass man eine
Kapazitätsreduktion vornimmt, um für die Kunden attraktiv zu bleiben.
Der Massentourismus besteht, wie bereits erwähnt, schon sehr lange. So
wundert es nicht, dass auf diesem Sektor eine sehr starke Konkurrenz vorhanden
ist. Wie überall sind auch hier die Unternehmer ständig auf der Suche
nach Alternativen, Marktlücken oder neuen Märkten. Bezüglich
Umwelt: Wie oben erwähnt, schädigen die Massen von Touristen die
Umwelt ganz massiv. In vielen ausländischen Ferienorten werden die
Abwässer ungeklärt entsorgt, der Müll wird unachtsam weggeworfen
... Durch diese Schädigung der Umwelt schädigen sich die
Tourismusbetriebe indirekt selbst. Bei einer Befragung in Urlaubereinrichtungen
(Cafés, Hotels...) gab nur ein Betreiber eines Cafés an, dass er
in Zukunft Einbußen durch die Umweltverschmutzung befürchtet. Man
stelle sich einmal vor, dieser Ort, wo Massentourismus betrieben wird, erlebt
eine so massive Umweltschädigung durch Touristen, dass niemand mehr kommen
würde. Das würde fatale Folgen für alle ansässigen Betriebe
haben. Darum muß man sagen, dass der Massentourismus kurzfristig
ist.
Ein Blick in die Zukunft
Der Bereich Massentourismus wird international noch sehr stark wachsen.
Auch wenn er an bestimmten Orten, stagnieren oder abnehmen wird.
Zielgruppen
Die eindeutigen Zielgruppen des Massentourismus sind Jugendliche, Singles
und teilweise auch ältere Menschen. Also, alle Menschen, die nicht so ein
großes Reisebudget zur Verfügung haben und dennoch Qualität
verlangen. Auch Menschen ohne Fremdsprachenkenntnissen, da in
Massentourismusorten die meisten Leute die jeweiligen Sprachen der Urlauber
sprechen. Aber auch frühere exklusive Reisegebiete wie Hawaii sind durch
billige Flüge und Angebote zu Massentourismusorten geworden.
Alternativen
- Kapazitätsreduktion
- Umsteigen auf Alternativen
- und sanfte Freizeitmethoden und
-technologien durch den Staat fördern
Beispiele für Orte mit
Massentourismus
Mallorca, Ibiza, ebenso Hawaii und Jesolo (Italien)
Ökotourismus - Sanfter Tourismus
Der Ökotourimus ist eine Alternative zum Massentourismus. Sanfter
Tourismus ist umwelt- und sozialverträglich. Umweltverträglich
bedeutet: Verträglichkeit mit der Umwelt als gesamte räumliche
Umgebung, in der Menschen, Tiere und Pflanzen leben, mit den Grundlagen, die sie
zum Leben brauchen (Luft, Boden, Wasser)
Sozialverträglichkeit heißt: Verträglichkeit mit der
gesellschaftlichen Ordnung und Entwicklung.
Ob der ökologische Tourismus wirklich den erhofften Erfolg bringt ist
aber zweifelhaft. Verschiedenste Marktforschungen zeigen unterschiedliche Bilder
auf. Während in der einen der Ökotourismus als das große
Zukunftspotential dargestellt wird, wird in der anderen beschrieben, dass nur 5
% der Bevölkerung am Ökotourismus interessiert ist. Unumstritten ist
aber, dass Ökotourismus eine Alternative zum Harten Tourismus
(Massentourismus) darstellt. Jugendliche und ältere Personen sprechen auf
sanften Tourismus nicht so an. Paare und Familien hingegen stellen das
größte Potential beim Ökotourismus dar. Besonders Familien mit
Kindern informieren sich über die dortige Umweltverfassung und über
eventuelle Umweltschutzmaßnahmen. Daher muss in diesem Sektor des
Tourismus der Markt exakt segmentiert werden. Die Werbeträger und
Werbemaßnahmen sollten sich exakt an die Zielgruppe richten und sie
ansprechen (Verkaufsförderung: Werbung durch Gewinnspiele in Sendungen und
persönliche adressierte Werbung).
Tourismusbetriebe die auf ökologischen Tourismus
umsteigen
Wichtig ist hierbei, dass es nichts bringt, wenn zB ein einzelner
Hotelbetreiber in einem Massentourismusgebiet auf Ökotourismus umsteigt.
Entweder das ganze Gebiet steigt auf Ökotourismus um, oder der
Hotelbetreiber befindet sich in einem Gebiet in dem ihn die Konkurrenz nicht
stört. Das Marketing muss alle ökologischen Maßnahmen (durch den
Betrieb) in den Vordergrund stellen (zB ökologisch angelegte Skipisten).
Infrastruktur in diesem Gebiet sollte vorhanden sein, aber nicht die Umwelt
zerstören. Das Angebot sollte für jede Witterung etwas bereithalten
(zB Möglichkeiten bei Schlechtwetter, wie zB Sportgeräte).
Das Ganze sollte kein oberflächlicher Marketing-Gag sein. Der Kunde
soll merken, dass er die Umwelt erhält.
Vorteile
Es ist möglich, dass man der erste Anbieter in einer Region ist. Damit
wäre das eine optimale Chance neues Marktpotential zu nutzen
(Marktlücke). Außerdem wird die Umwelt geschont und bleibt somit
langfristig erhalten.
Aktueller Stand
In diesem Bereich gibt derzeit einige wenige Anbieter. Bei der richtigen
Nutzung des Marktpotentials kann man in diesem Bereich durchaus Gewinne
erzielen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine intakte Natur und ein Kunde,
der bereit ist, dafür entsprechend mehr zu zahlen. Der Markt wird in diesem
Bereich stark wachsen.
Beispiele
Urlaub am Bauernhof, Zusammenschlüsse ökologischer Anbieter (in
Österreich üblich, mit Natur wird geworben)
Eventtourismus
Eine neue Form des Tourismus ist der Eventtourismus. Der Tourist wird mit
diversen Veranstaltungen in ein bestimmtes Gebiet "gelockt" und bekommt nebenbei
noch die Möglichkeit geboten Urlaub zu machen. Der Eventtourismus ist
derzeit speziell bei Jugendlichen populär. Das Event ist ein Zusatz- oder
Hauptanreiz um in die Urlaubsregion zu bekommen. Der Eventtourismus lehnt sich
sehr stark an den Massentourismus an.
Beispiele
Ski-Weltcuprennen, Air & Style (Snowboard-Event), Fußballspiele
und andere Sportveranstaltungen sind große Touristenmagnete.
Derzeitiger Stand
Zur Zeit sehr populär, jedoch meist nur bei Jugendlichen und
Junggebliebenen.
Trends
Die Tourismusbranche ist sehr stark trendabhängig. In manchen
Tourismusbereichen ist es unablässig den Trends zu folgen zB Sportarten
(Bungee-jumping, ... ). Dennoch gibt es trendunabhängige Tourismusbranchen.
zB Kulturtourismus.
Zielgruppen
Jugendliche: Haben wenig
finanzielle Mittel zu ihrer Verfügung, wollen jedoch sehr viel Unterhaltung
und sich unter Gleichaltrigen befinden. Daher bevorzugen Jugendliche
Eventtourismus und Massentourismus.
Senioren: Die Senioren sind
kaufkräftig und bevorzugen klassische Urlaubsziele.
Familien: Sie sind auch eine
kaufkräftige Zielgruppe, sie lassen sich auch für ökologischen
Urlaub begeistern und achten auf die Umwelt. Ebenso ist aber auch der
Massentourismus beliebt.
Singles: Sie sind sehr
kaufkräftig und fast überall anzutreffen.
Was will der Kunde?
- ein ruhiges Zimmer
- Unterhaltung
- zuvorkommende Einwohner
- Bademöglichkeiten
- gute Kost
- Komfort
- UNVERDORBENE UMWELT
- Einkaufsmöglichkeiten
Marktbefragung
Bei einer Umfrage in Deutschland an der sich 1005 Reisebüros
beteiligten, gaben 83 % der Reisebüros an, dass ihre Kunden sich gar nicht
oder nur geringfügig für Fragen des Umweltschutzes und für die
Umweltsituation am Urlaubsort interessieren. Diejenigen Kunden die sich
dafür interessierten gaben an, dass ihnen die Umweltfreundlichkeit ihrer
Unterkunft sehr wichtig sei. Noch vor der Wasserverschmutzung und der Sauberkeit
der Strände wird dieser Punkt angeführt.
Erkennen
der
Probleme
1. Umweltbelastungen durch Straßenverkehr
2. Probleme der Eisenbahn, des Luftverkehrs und der
Wasserfahrzeuge
3. Probleme des Tagestourismus
4. Belastungen der Umwelt durch Wintertourismus
5. Probleme des Wandertourismus
6. Umweltsünden
1. Umweltbelastung durch
Straßenverkehr
"Ohne Verkehr kein Tourismus"
Das Verkehrsnetz ist eine der wesentlichen Voraussetzungen touristischer
Entwicklung
Bei einschlägigen Untersuchungen stechen zumeist die Auswirkungen von
starkem Straßenverkehr als ausgeprägteste Belastungserscheinung
hervor.
Groß-Verkehrsanlagen
Großdimensionierte Verkehrsanlagen mit hohem Flächenverbrauch
wie Verkehrsknoten, Schnellbahn- bzw. Autobahnanbindungen etc. prägen
zumeist weithin das Landschaftsbild. Es kommt allerdings sehr darauf an, ob und
wie diese Bauten der Umgebung angepaßt sind. Aus Erfahrung gilt der
Richtwert: Wenn 12 % der Dauersiedlungsfläche für Verkehrsbauten
verwendet sind, wird dieses Ausmaß schon als beeinträchtigend
empfunden.
Parkplätze
Auf einen PKW-Ein- oder -Abstellplatz entfallen durchschnittlich 25-30
m² Fläche. Man zählt durchschnittlich 3 Personen pro Fahrzeug.
Aufgrund des Umstandes, dass nicht alle Gäste mit dem eigenen PKW anreisen,
werden als Erfahrungswert 80 % der Summe, der Touristen und Einwohner,
herangezogen. In Orten mit intensivem Tourismus bestehen aber z. T. schon
durchschnittlich bis zu 6 Abstellplätze pro Gebäude.
Parkraumnot im Ortsbereich entsteht vor allem beim Zusammentreffen des
innerörtlichen Bedarfs mit zusätzlichen Anforderungen durch den
Ausflugsverkehr, Routentourismus, usw.
Verkehrsmisere
Unangenehme und konfliktgeladene Situationen im Ort entstehen ebenfalls
beim Zusammentreffen von innerörtlichen Verkehr und Durchzug, mit Stau,
Schwierigkeiten beim Ein- und Abbiegen, sowie Ein- und Ausparken, usw.
Verkehrsstaus entstehen zumeist an Ortseinfahrten, Engstellen, Kreuzungen,
Abzweigungen, Zufahrten zu Freizeitanlagen, usw.
Bei häufigem bzw. regelmäßigem Auftreten und/oder
längerem Anhalten solcher Situationen muss darin ein Alarmzeichen mit
Handlungsbedarf erblickt werden.
Dazu wurde in Österreich eine Kampagne gestartet die lautet: "Schiene
statt Verkehrslawine".
In dieser Informationsbroschüre versucht der Verkehrsminister Dr.
Casper Einem die Probleme des übermäßigen Verkehrs dem Leser
nahe zu bringen, und schlägt als Verbesserungsform die
Österreichischen Bundesbahnen vor.
2. Probleme der Eisenbahn, des
Luftverkehrs und der Wasserfahrzeuge
Die Eisenbahn, als umweltfreundliche Alternative zum Auto gelobt,
ist als Lärmquelle ins Schußfeld geraten. Denn während es auf
der einen Seite schon "flüsternde" Schwer-LKW gibt, brausen die
Zugsgarnituren der rollenden Landstraße oft mit großem Getöse
durch die Täler, Wohn- und Erholungsgebiete - ziemlich häufig auch
nachts.
Nächtlicher Fluglärm hingegen ist in Österreich - mit
Ausnahme weniger Kleinregionen - weitgehend unterbunden. Dafür ist bei der
Verkehrsfliegerei wiederum der gewaltige Energieverbrauch und
Schadstoffausstoß ein Problem - und auf lange Sicht sicherlich auch
für so manche schöne Erholungslandschaften.
Niemand kann genau sagen, wo und in welcher Konzentration sich die Emission
der Linien- und Chartermaschinen niederlassen und welche Langzeitschäden
dort direkt oder indirekt verursacht werden. Gewiß ist es nicht immer nur
die Landschaft unter einer Luftstraße. Ebenso gewiß ist
auszuschließen, dass sich die Emissionen "irgendwie" harmlos auflösen
und nirgendwo Schäden anrichten werden.
Das Problem wird zweifellos unterschätzt oder vielleicht sogar
absichtlich unter den Teppich gekehrt. Das rasante Ansteigen der Flugbewegungen
im Massentourismus läßt zusätzliche
Umweltbeeinträchtigungen im Alpenraum befürchten.
Gegenüber der Massenverbreitung von Verbrennungsrückständen
und dem lokalen Lärm, den startende Verkehrsflugzeuge trotz technischer
Verbesserungen immer noch entwickeln, wirkt sich die Sport- und
Hobbyfliegerei wie ein Spielzeugbetrieb aus.
Die Emissionen sind im Vergleich zum Pkw-Verkehr sehr gering, aber der
Motorenlärm macht vor allem den Anrainern von Zivilflugplätzen zu
schaffen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Flugbetrieb hauptsächlich an
Freizeittagen bei Schönwetter, wenn sich die Menschen gern im Freien
aufhalten und erholen möchten, stattfindet. Manche Gartenbesitzer
können es nicht verstehen, dass sie einerseits am Wochenende ihren
Rasenmäher nicht in Betrieb setzen dürfen, andererseits aber die
Flugzeuggeräusche ertragen müssen.
Unter den Wasserfahrzeugen auf Seen sind es hauptsächlich die
Freizeit-Boote mit Verbrennungsmotor, die Anlaß zur Beschwerde geben,
einerseits des Lärmes wegen, andererseits aufgrund der Wasserverschmutzung
durch Mineralöl und Schadstoffausstoß. Auf den meisten Alpen- und
Freizeitseen herrscht bereits ein totales oder sehr weitgehendes
Motorbootfahrverbot, das vielfach auch den Gebrauch von "Flautenschiebern" der
Segelboote einschließt.
3. Probleme des Ausflugsverkehr und
Tagestourismus
Der Wochenend- und Feiertagstourismus ist häufig ein Massenproblem,
das im höchsten Grade umweltbelastend sein kann. Aber wegen ihrer hohen
wirtschaftlichen Bedeutung ist diese Art von Tourismus nicht einfach
abzuschaffen. Man bedenke nur die gigantischen Umsätze die zB an einem
Schönwetter-Wochenende oder anläßlich einer Messe-, Sport- oder
Vergnügungsgroßveranstaltung mit Tickets, Lift- oder Eintrittskarten,
Treibstoff, Verpflegung,... erzielt werden.
Der Tagestourismus ist die Extremform des kurzfristigen Tourismus. Seine
genaue statistische Erfassung scheitert an Datenproblemen. Umweltbelastende
Einflüsse lassen sich zB an der Anzahl und Herkunft der Pkws auf See- oder
Seilbahngroßparkplätzen ermessen, und auch am Zustand und
Verschmutzungsgrad der Parkflächen nach einem Massenbesuchstag oder einer
Großveranstaltung.
Als besonders arg ist jener "Ausflugstourismus" zu qualifizieren, der sich
rücksichtslos im Naturgelände, entlang von Nebenstraßen, an
Fluß- und Bachufern, usw. abspielt. Grundbesitzer, Angehörige alpiner
Vereine, Bergwachtmänner, usw. klagen über Feuerstellen, zertrampelte
Futterwiesen, liegengelassenen Jausenmüll und Glasscherben, usw.
4. Belastung der Umwelt durch Wintertourismus
1. Einrichtungen im Pistenskisport
2. Technische Aufstiegshilfen
3. Schneebereitungsanlagen
4. Pistenpflege
5. Gletscherskilauf
Einrichtungen
im
Skipistensport
In Alpingebieten mit ausgeprägter Wintersaison erfährt die
Landschaft durch den Pistenskisport und die dafür bereitgestellte
Infrastruktur die herausragende und hauptsächliche Beanspruchung.
Verschiedene Probleme können auftreten:
Die großräumige "visuelle Beeinflussung" des Landschaftsbildes
durch Aufstiegshilfen bzw. deren Trassenführung,
Erschließungsstraßen und Abfahrtspisten.
Nach dem Abtauen der Schneedecke können erfolgte
Geländekorrekturen sowie jede Vegetationsveränderungen bzw.
-vernichtung sehr zerstörend wirken. (zB durch Murenabgänge usw.)
Trotz "sanfterer" Pistenanlegung und Intensivierung der
Pistenpflegemaßnahmen hebt sich die Pistenvegetation in Hochlagen noch
nach Jahrzehnten deutlich von der Umgebung ab. Unmittelbare Schädigungen
des natürlichen Substrats, wie sie in den Anfängen der technischen
Pistenbaues nicht selten auftraten, wurden in Untersuchungsergebnissen so
beschrieben:
Durch Erdbewegungen im Zuge von Skipistenbau und -erweiterung wird die
Vegetation zerstört, das Bodenprofil bis zum Muttergestein abgetragen.
Durch den Skipistenbetrieb kommt es auf Buckeln und Geländekanten zum
Abscheren von Vegetation und Boden, was in Extremfällen ebenfalls die
Freilegung des Muttergesteins zur Folge haben kann. Ähnliche Effekte
können Pistenpflegegeräte bewirken. Durch die Pistenpräparierung
wird die Schneedecke verdichtet, künstliche Ausaperungsmuster werden
geschaffen, wodurch Pflanzenwachstum und Artenzusammenfassung verändert
werden. Schneezäune bewirken Schneedecken wo früher keine
waren.
Die Pistenpräparierung stellt durch Schneeverdichtung eine
Direktbelastung für die darunterliegende Vegetation dar, wenn die
Schneeschicht ein Dicke von ca. 30 m unterschreitet.
Das Abscheren von Vegetation an aperen Stellen kann auch mit Schneeanlagen
nicht immer verhindert werden, zB wenn zu hohe Temperaturen das Aufbringen von
Kunstschnee unmöglich machen. Mit einem guten Schnee-Management kann man
solche Situationen vorbeugen. Pistenmaschinen schaden bei der Schneedecken von
weniger als 10 cm, weil die Raupenstege auf den Boden durchgreifen.
Die Verarmung der Flora (der Rückgang der Artenvielfalt der Pflanzen)
ist ein Langzeit-Problem. Die nicht so widerstandsfähigen Gewächse auf
Pisten werden von widerstandsfähigeren Pflanzen verdrängt. Das
Variantenskifahren in pistennahem Wald kann zum Problem werden, wenn
Absperrungen mißachtet werden und aufgestellte Fangnetze zerstört
werden.
Technische
Aufstiegshilfen
Eine herausragende raumbezogene Erscheinung der Tourismusentwicklung in
Österreich ist die starke Erweiterung des Seilbahn- und Skipistenangebotes
in den 70er und 80er Jahren.
Bei der Wintersporterschließung muss man im Hinblick auf die
Belastungsmerkmale und -intensität unterscheiden zwischen der
Erschließungsbasis und dem Erschließungsgebiet..
Aufstiegshilfen können visuelle Beeinträchtigungen des
Landschaftsbildes, vor allem im Sommer, bewirken: Waldzerfurchungen,
Almverdrahtung, anlagenabhängige Verbauung (zB Bergstationen und deren
mitunter verschandelte nähere Umgebung)
Neben der Art, wie man die Aufstiegshilfen der Landschaft eingliedert,
hängen Landschaftsverbrauch bzw. -belastung auch von der Seilbahndichte der
Transportkapazität und von der Tageskapazität der Anlagen
ab.
Neuerschließungen durch Aufstiegshilfen haben spürbar
nachgelassen. Der Trend geht zur Qualitätsverbesserung, zur Erneuerung von
Anlagen und zum Ersatz von Schleppliften.
Schneebereitungsanlagen
Die Kunstschnee-Erzeugung, die in den USA schon seit Ende der 50er Jahre
praktiziert wird, hat in Österreich zu heftigen Diskussionen
geführt.
Künstlicher Schnee entsteht, indem man reines Wasser in feinste
Tröpfchen zerstäubt und - unter Anwendung physikalischer Gesetzte - zu
Schneekristallen ausgefriert. Man verwendet dazu Hoch- oder
Niederdruckgeräte die "Schneekanonen" genannt werden.
Um 1 m² mit 30 cm Schnee zu bedecken, braucht man rund 130 l Wasser.
Dieses Wasser, das übrigens durch Filteranlagen sorgfältig gereinigt
werden muss, wird im Zuge der Schneeschmelze wieder dem natürlichen
Kreislauf zugeführt. Um Energie für Pumpen zu sparen, wird in etlichen
Regionen bereits Wasser für Schneeanlagen und andere Zwecke in
hochgelegenen Speichern gesammelt.
Der Energieverbrauch für die Beschneiung einer Piste von 2 km
Länge und 150 m Breite über eine ganze Wintersaison entspricht etwa
der Hälfte dessen, den ein 60-Betten-Hotel in der gleichen Zeit
aufweist.
Der Kunstschnee direkt weist keine Gefahren auf, jedoch können
Schäden an der Vegetation durch eine Verlängerung der allgemeinen
Skisaison durch künstliches bescheien auftreten. Während schneearmer
Phasen im Winter bietet die Beschneiung einen Schutz vor Wechselfrost und
Scherschäden.
Gletscherskilauf
Das größte Problem ist die "Verunreinigung" des Gletschers durch
Salze, Schmiermittel, Öle, Fette und Chemikalien, denn diese Substanzen
verunreinigen das Grundwasser künftiger Generationen. Die Verwendung von
biologisch abbaufähigen Ölen für Lifte und Pistenraupen setzt
sich erst in jüngerer Zeit durch.
Nach Schätzungen von Experten hinterläßt jeder
Gletscherbesucher außerhalb der Gebäude im Durchschnitt 1/4 kg
Abfall. Dass kann sich im Laufe der Jahre gewaltig summieren, wenn etwa die
Einsammlung und Entsorgung mangelhaft sein sollten.
An durchschnittlichen Hauptsaisontagen konnten auf einer
Gletscher-Zubringerstraße 700-1.000 Pkw und Busse gezählt werden, an
Spitzentagen bis 2.500 Pkw und Busse.
Probleme des Wandertourismus
Teile von viel begangenen Wanderwegen können kleinräumig als
Belastung erscheinen, wenn Störungen wie Bodenverdichtung, verringerter
Pflanzenwuchs, Erosionserscheinungen sowie Wald- und Flurverschmutzungen
auftreten.
In hochalpinen Lagen führt die geringere Regenrationsfähigkeit zu
einer höheren Empfindlichkeit gegen übermäßigen betritt von
Wanderwegen. Nur wenige Hochgebirgspflanzen sind in der Lage, auch extrem hohen
Trittbelastungen von durchschnittlich 150 Touristen pro Tag und Saison
standzuhalten.
Andererseits gibt es Flechten, Moose, Gräser und Kräuter im
Hochgebirge, die sehr empfindlich reagieren und auf Trittstellen bereits bei
weniger als 10 Touristen pro Tag und Saison verschwinden.
Mountainbiker und Freizeitreiter sorgen für mancherlei Konfliktstoff.
Für die Wege, die von ihnen benützt oder eigens für sie angelegt
werden, gilt sinngemäß ähnliches wie für die
Fußwanderwege. Das Fehlen effizienter Leitsysteme (Markierungen,
Beschilderungen, Wegkarten) kann in jedem Falle Nachteile für die
natürlich Umwelt bringen.
Wege mit Mehrfachbenützung müssen eine
unmißverständliche Widmung, eventuell parallel laufende Spuren oder
eine sonstige ordnende Kennzeichnung aufweisen.
Die 7 Umweltsünden im Tourismus
Die Umweltkatastrophen der letzten Jahre haben das Umweltdenken vieler
Menschen drastisch verändert.
Zum Beispiel wird die Wasserverschmutzung jetzt von mehr als doppelt so
vielen Menschen als großes oder sehr großes Problem angesehen, als
noch vor 2 Jahren.
Auch die Landschaftszersiedelung durch Hotelanlagen, Wochenendhäusern
und Ferienappartements wird inzwischen als großes Problem
angesehen.
1.
Landschaftsverschmutzung
Als Hauptverursacher für die
Verschmutzung von Landschaft und Natur durch Abfälle gelten seit einiger
Zeit die Freizeitgestaltung durch Tages- und Wochenendausflüge und der
Tourismus im Allgemeinen. Die Landschaftsverschmutzung
wird von 70 % der Bevölkerung als großes bzw. sehr großes
Problem angesehen.
2.
Wasserverschmutzung
Eher im Meer durch Ölpest,
Motorenrückstände, unfachgerechte Müllentsorgung, usw.
verursacht. In den heimischen Seen weist das Wasser meist
Trinkwasserqualität auf; einziges Problem sind die Abfälle, die von
den Touristen achtlos in den Seen entsorgt werden.
3.
Luftverschmutzung
Als Hauptverursacher für die
Luftverschmutzung sehen die meisten Menschen noch immer die Industrie. Der
Reise- und Freizeitverkehr wird nur als „Teilschuldiger“ angesehen.
Tatsächlich sind die Abgase gerade dieses Verkehrs zu einem sehr
großen Teil an der Luftverschmutzung beteiligt.
4.
Pflanzengefährdung
Die Schuld an der
Pflanzengefährdung trägt fast zur Gänze der Tourismus bzw. die
Freizeitgestaltung vieler Bürger. Eine Schädigung oder
Gefährdung der Pflanzenwelt wird meist nur durch die Veränderung des
Lebensraumes verursacht. Hotelbauten; Straßenbau,...
Durch den
Tourismus sind 112 Pflanzenarten gefährdet. Mit dem Aussterben einer
Pflanzenart verschwinden gleichzeitig 10 bis 20 Tierarten durch ihre
ökologische Abhängigkeit!
5.
Tiergefährdung
Ähnlich wie bei der
Pflanzengefährdung werden Tierarten oft durch die Veränderung Ihrer
Umwelt bedroht. Durch das Aussterben von Pflanzenarten sterben auch viele
Tierarten aus!
6.
Landschaftszerstörung
Hauptschuld liegt bei
Skipisten, Loipen, Skiliften! Dies wird nicht so problematisch wie die
Landschaftszersiedelung angesehen.
7.
Landschaftszersiedelung
Pro Hotelgast werden
durchschnittlich 30 m² Land neu erschlossen; Pro Camper 50
m² Pro Zweitwohnungsbesitzer 160 m²
In Österreich
werden pro Sekunde! 8 m² verbaut - nur für den Tourismus = 250
m²/Jahr
Literaturverzeichnis:
- Umweltschonender Tourismus
Eine Entwicklungsperspektive für
den ländlichen Raum Irene Kuron Bonn Verlag Sammelbuch ISBN:
3-923623-16-X
- Ökomanagement im Tourismus
von Angela
Viegas Verlag R. Olderbourg Verlag München Wien ISBN:
3-486-24413-2
- Ökologie von Freizeit und
Tourismus
von Opaschowski Verlag: Leske + Budrich ISBN:
3-8100-0850-8
- Tourismus, Landschaft, Umwelt
Herausgeber:
Österreicher Gemeindebund, Wien
- WIFO vom September 1998
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Original document contains a graphic at this position!
1. Der Massentourismus
Tourismusexperten sehen den Massentourismus immer als
kurzfristig. Dadurch, dass der Massentourismus Massen von Menschen
anlockt, wird die Umwelt relativ schnell zerstört. Der Ort ist danach
für den Tourismus unbrauchbar.
2. Der Ökotourismus
Der Ökotourismus ist eine ganz neue Form des
Tourismus. Die Hauptzielgruppe: "Familien mit Kindern". Die anderen Zielgruppen
lassen sich nur schwer für diese Form begeistern. Ökotourismus kommt
in den verschiedensten Formen vor: zB. Urlaub am Bauernhof; Hotels, die auf
Ökotourismus umstellen; Die Vorteile dieser Form sind, dass man zB mehr
Geld verlangen kann. Allerdings benötigt man für diese Form eine
intakte Umwelt.
3. Der Eventtourismus
Eine ganze neue und aktuelle Form ist der
Eventtourismus. Hier wird als Zusatz- oder Hauptanreiz ein Event den Urlaubern
geboten. Der Eventtourismus ähnelt dem Massentourismus. zB: Air und
Style
Was will der Kunde?
- ¶ ein ruhiges
Zimmer
- Unterhaltung
- zuvorkommende
Einwohner
- Bademöglichkeiten
- gute
Kost
- Komfort
- unverdorbene
Umwelt
- Einkaufsmöglichkeiten
Die häufigsten Umweltsünden:
- ¶ Landschaftsverschmutzung
- Wasserverschmutzung
- Luftverschmutzung
- Pflanzengefährdung
- Tiergefährdung
- Landschaftszerstörung
- Landschaftszersiedelung
Fragen:
- Nennen sie die Tourismusbereiche!
- Zählen sie die häufigsten Umweltsünden
auf!
|