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Wege zur Bestimmung einer Säure
WEGE ZUR BESTIMMUNG
EINER SÄURE:
"BESTIMMUNG DES SÄUREGEHALTS
IN EINEM HAUSHALTSESSIG"
Bestimmung des Säuregehalts in
Haushaltsessig
In den letzten Chemiestunden versuchten wir,
anhand von mehreren Möglichkeiten
den Säuregehalt eines Haushaltsessigs zu
bestimmen, den wir erhalten
haben.
Der Gehalt dieser Säure lag bei ca. 5% laut
Aufschrift auf der Flasche.
Das Thema dieser Unterrichtsreihe
lautete:
"Bestimmung des Gehalts von
Essigsäure"
Zuerst erklärte uns Frau Steger, was
überhaupt eine Säure sei (PH-Wert
unter 7), und wir stellten die Formel für die
hier vorliegende Essigsäure
auf.
Sie lautete CH3-COOH.
Danach klärten wir, was Essig überhaupt
sei:
ESSIG IST ZU SAURER WEIN
Anschließend sprachen wir über weitere
Säuren, wobei alle Säuren, sobald
sie mit Wasser reagieren H+ Teilchen
abspalten.
Dann haben wir Beispiele für weitere
Säuren aufgeschrieben:
z.B.
H2SO4 -----------> 2H2 a.q. +
SO42-
H2SO3 -----------> 2H+ a.q. +
SO32-
Eine Gruppe versuchte den Säuregehalt anhand
dieser Formel (CH3-COOH)
zu bestimmen, was aber zu keinen neuen
Erkenntnissen führte.
Danach fingen wir Schritt für Schritt an, den
PH-Wert der Säure zu bestimmen.
Diesen PH-Wert bestimmten wir mit
unterschiedlichen uns zur Verfügung
stehenden Meßgeräten.
Einerseits hatten wir es mit Lackmuspapier
versucht, aber dabei konnten
wir lediglich feststellen, ob es sauer oder
alkalisch war.
Blaues Lackmuspapier färbt sich in Säure
rot-rosa, wobei bei rotem Lackmuspapier
im Säure kein Reaktion auftritt, es sich aber
in alkalischen Lösungen
blau färbt.
Am genauesten waren die PH-Testsreifen, die sich
mehrfach verfärben,
da man den PH-Wert in 0.5`er Schritten bestimmen
kann.
Der Nachteil war aber, daß es schwer
abzulesen war.
Am umgänglichsten war das
Universalindikatorpapier.
Hierbei konnte man anhand der Verfärbung den
PH-Wert von 1-11 bestimmen.
Die PH-Werte gehen von 1-14, wobei es sich von 1-6
um eine Säure handelt.
7 ist neutral (reines Wasser); ab 8 spricht man
von dem alkalischen
Bereich.
Die OH- Teilchen in einer Säure sind immer
alkalisch.
Schließlich kamen wir nach einigen
erfolglosen Versuchen zu der Erkenntnis,
daß man eine Säure durch eine Lauge
neutralisieren kann.
Pro H+ Teilchen wird ein OH- Teilchen zur
Neutralisierung verwendet.
Diese reagieren dann zu H2O (Wasser), und haben
einen neutralen PH-Wert
von 7.
Diese Neutralisierung wurde anhand der Titration
durch eine Bürette
durchgeführt.
In der Bürette befand sich eine Natronlauge
mit der Konzentration c=0.2
mol/l.
Diese Methode der Bestimmung ist nur dann
möglich, wenn die Konzentration
der Maßlösung bekannt
ist.
Die Probelösung beinhaltete 10 ml
Essigsäure und 90 ml H2O-Dest und
wurde daher auf 100 ml
aufgefüllt.
Bei dieser Probe lag jetzt eine Verdünnung
von 1/10 vor.
Wir hatten es uns also zum Ziel gemacht, die
Konzentration der Probe
zu berechnen.
In die Probelösung haben wir nacheinander 3
unterschiedliche Indikatoren
eingefüllt.
Bei zwei der drei Indikatoren fand der
Farbumschlag erst im alkalischen
Bereich statt.
Wir titrierten jetzt die Natronlauge in der
Bürette in die Probelösung
(je 10 ml) bis sie neutralisiert
war.
Dies konnte man daran erkennen, daß ein
Farbumschlag erfolgt war.
Die Unterschiedlichen Farbumschläge sahen
folgender Maßen aus:
Universalindikator : Erst rot --------> dann
grün
(übertitriert lila)
Bromthymolblau : Erst rot --------> dann
grün-blau
Phenolphthaleinlsg. : Erst durchsichtig
--------> dann rot
In vielen Fällen ist es vorgekommen,
daß wir den Universalindikator
übertitriert haben.
Zur Neutralisierung brauchten wir im Durchschnitt
ca. 3.875 ml Natronlauge.
Danach haben wir die Konzentration der
Essiglösung berechnet.
Sie lag bei c=0.0775 mol/l.
Weil wir aber am Anfang eine Verdünnung von
1/10 hatten, mußten wir
schließlich die Konzentration mal 10 nehmen,
und kamen dann zu eine
Endergebnis von
c=0.775 mol/l.
Auf dieses Ergebnis kamen wir, nachdem wir
folgende Rechnung durchgeführt
haben.
Vmaßlösung = 3.875 ml --> 0.003875
l
Cmaßlösung = 0.2 mol/l
Vprobe = 10 ml --> 0.01 l
Cprobe = ???????
Cmaßlösung *
VMaßlösung
Cprobe = ----------------------
VProbe
Cprobe = 0.0775 mol/l
Zum Schluß benötigten wir dann noch die
Konzentration des Essigs.
Wir stellten uns die Frage, wieviel g
Essigsäure enthält 1 L Essig ?
m= n*M M= Molmasse
Messigsäure
= 2*12+4*1+2*16= 60g/mol
n = Teilchenzahl in mol
m= 0.775 mol * 60 g/mol
= 46.5 g Essigsäure in einen
Liter
Weil 1L Essig ca. 1000 g wiegt, konnten wir die
Prozentanteile der
reinen Essigsäure berechnen.
46.5 g * 100
W= -----------------
10000 g
= 4.65 %
Diese Abweichung von ca. 0.35 % ließ sich
damit erklären, daß die Konzentration
der Cmaßlösung nicht ganz korrekt war,
oder daß der Hersteller den
Wert auf 5 % aufgerundet hatte.
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