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Eschenbach, Wolfram von: Parzival
1. INHALT GROB
2. GRAL UND EHRE (S 613)
3. INHALT UND LESEN (MATHEW)
4. PARZIVAL UND GAWAN
5. IDEAL EINES CHRISTLICHEN RITTERS
6. GRUNDPROBLEME
7. AUFBAU UND SPRACHE
8. EIGENE MEINUNG
Simone: Parzival
Unsere Meinung
Karin: Inhalt
Ideal eines christlichen Ritters
Mathew: Aufbau und Sprache
Lesen
Gral und Ehre
Andi: Gawan
Grundprobleme
Der Parzival des Wolfram von Eschenbach
von Dieter Kühn
Inhalt grob:
Es geht im Großen und Ganzen um Parzival, der nach dem Gral sucht und
auf seiner Reise viel Abenteuer besteht.
Inhalt:
Parzivals Vater stirbt auf einem Kreuzzug und zum Leidwesen der Mutter
beschließt er ein Artusritter zu werden. Doch dafür braucht er
eine
ritterliche Erziehung, die er bei Gourneman genießt. Dieser lehrt ihm
keine überflüssigen Fragen zu stellen. Als Parzival zur Gralsburg
kommt,
die nur Berufene finden, verabsäumt er es den Gralshüter Anfortas
nach
seiner Krankheit zu fragen. Das hätte nämlich diesen von seinem
Leiden erlöst und Parzival zum Gralskönig gemacht. Aber er sieht
den Fehler
nicht , bis Kundrie ihn vor der ganzen Ritterschaft deswegen
verflucht. Enttäuscht und verärgert darüber, dass Gott ihm
diesen
Spott nicht erspart hatte, obwohl er diesem stets treu gedient hatte,
kündigt ihm Parzival den Dienst auf. Er sucht weiterhin den Gral, den
er
aber nicht findet, da er Gott nicht mehr dient. Am Karfreitag will Parzival
herausfinden, ob Gott ihm hilft und er läßt sein Pferd von ihm
führen. So gelangt er zu dem Einsiedler Trevrizent, seinem Onkel.
Dort erkennt er sein Versagen und er weiß, daß es falsch ist,
Gott
als seinen Feind zu sehen. Trevrizent nimmt die Sünden von Parzival
auf sich und
dieser reitet weiter. Er ist über das auf weltliche Ehre bedachte
Artusrittertum hinausgewachsen und bereit Gralskönig zu werden.
Parzival
stellt Anfortas die erlösende Frage und dieser wird daraufhin wieder
gesund, jung und hübsch. Schlussendlich wird Parzival der
Gralskönig.
Fairefis, sein Halbbruder, verliebt sich in die Gralsträgerin, darf
sie aber nicht heiraten, weil er ein Heide ist und das ist auch der Grund, warum
er nicht den Gral nicht sehen kann.
Fairefis lässt sich taufen, heiratet und geht in den Orient
zurück → alle sind
glücklich.
Ideal des christlichen Ritters:
Ist der Gralsritter
Gralshüter sind ritterlich, kämpfen, aber das Minne-abenteuer ist
ihnen verboten.
Er soll Gott dienen, sich seinem Willen unterwerfen und der Welt
gefallen.
Gral: hat seine Kraft vom Himmel, schützt vorm Altern, spendet
Speise und Trank für seine Wächter.
Durch Inschriften am Gral bestimmt Gott, wen er zum
Gralsdienst beruft.
Ehre ist sehr wichtig (S.613), ohne Ehre ist man tot (auch wenn sie
verpfändet ist).
Parzival:
Er ist ein schöner Jüngling mit allen ritterlichen Tugenden
(vergleiche „Der arme Heinrich“). Parzival ist der Sohn von Gahmuret
und Herzeloyde, diegleich nach seiner Abreise um den Gral zu erkämpfen
starb. Parzival würde alles auf sich nehmen ( sogar Höllenqualen),
wenn er
dafür Conduir-amour bekommen würde. Nach der Dienstentsagung hat
er seinen Glauben
verloren und es ist ihm egal, ob Gott ihn haßt. Er vertraut den
Frauen mehr als Gott. Er ist ein guter Kämpfer und einer der besten Ritter.
Er versucht den Gral durch Kampf zu erringen und bestreitet viele Kämpfe
(teilweise mit seinen eigenen Verwandten). Seine Geliebte heißt
Conduire-amour, die ihm Zwillingssöhne gebärt. Obwohl er sehr beliebt
bei den Frauen ist, bleibt er siener Frau treu.
Er gehört zu den Rittern der Tafelrunde. Ihm wurde in der Ritterslehre
begebracht, dass er keine Fragen stelle (besonders nicht vor dem Kampf). Das ist
gleichzeitig auch seine einzige Sünde: er fragt beim erstmaligen Treffen
den Gralswächter Anfortas nicht nach seiner Krankheit, von der der
Wächter nur mittels seiner Fragestellung befreit werden könnte.
Er kämpfte sogar gegen seinen Halbbruder Fairefis, doch Gott
zerstörte Parzivals Schwert während dem Kampf, weil er nicht wollte,
dass der Gral durch Kampf gewonnen wird und Parzival seinen Bruder
verliert.
Gawan:
Er ist auch ein Ritter der Tafelrunde. Gawan wird fälschlicherweise
beschuldigt einen Mord begangen zu haben. Der Gerichtshof verurteilte ihn zu
einem Rechtskampf (an einem anderen Ort).
Daher reist auch er los, doch es wird nie zu diesem Kampf kommen. Jedoch
bestreitet er andere Kämpfe und andere Heldentaten, z.B. er kam einmal zu
einem Schloß mit dem kastrierten Zauberer Klingsor. Dort waren viele
schöne Frauen gefangen, weil das Schloß mit einem Bann belegt war.
Gawan hebt diesen auf und befreit die Frauen.
Davor hatte er sich in Orgelleuse verliebt, die von ihm einige Liebesproben
verlangt, die er besteht. In der letzten Probe muss er einen Kranz über
einer Schlucht beschaffen und mit dem Kranzhüter kämpfen. Dazu ruft er
den ganzen Hof auf um ihm zuzuschauen. Er gerät in einen Kampf mit Parzival
durch Verwechslung mit dem Kranzhüter. Seine einzige Charakterschwäche
war, dass er den Frauen immer wieder verfallen war.
Grundprobleme:
- Die Ritter sprachen nicht miteinander vor dem
Kampf → sie kämpften unabsichtlich gegen
Verwandte (Parzival passiert das sogar 3 Mal →
einen seiner Verwandten (Ither) tötet er sogar)
- Die Ritter sind im Allgemeinen ziemlich untreu
→ Kampfbegierde.
- Liebe für Dienst, Dienst für Liebe :
Motto von Orgelleuse
- Parzival erkennt sehr spät, dass man den
Gral nicht durch Kampf erringen kann.
Aufbau und Sprache:
Das Stück ist ein Versepos. Wolfram von Eschenbach mischt sich
ein.
Versmaß (S. 354):
U / U / U / U / U
U / U / U / U /
Die Verse sind im Neuhochdeutschen nicht gereimt, aber im
Mittelhochdeutschen.
Es gibt sehr viele französische Ausdrücke.
Die Festlichkeiten und Frauen werden - im Gegensatz zu
Kämpfschilderungen - genau beschrieben.
Viele Metapher.
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