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Zweig, Stefan: Angst
Stefan Zweig - Angst
- Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, wo er später
Philosophie studierte. Sein Leben war sonst durch ständiges Reisen
innerhalb Europas, unter anderem in Belgien, Frankreich, England und Italien,
geprägt, die er seine "wirklichen Studien" nannte. AM 23. Februar 1942
wählten Stefan Zweig und seine Lebensgefährtin Lotte Altmann in
Petrópolis den Freitod.
- In Angst von Stefan Zweig geht es um eine Frau die eine Liebesaffär mit
ihrer alten Jugendliebe hat. Der sie zwar um alles liebende Mann weiß zwar
davon, will sie jedoch wieder zurück zu sich und ihre Familie holen.
Irene, eine wohlhabende Frau, hat ihren Mann Fritz mit ihrer
alten Jugendliebe, einem Schauspieler, betrogen. Auf dem Heimweg von ihrem neuen
Freund wird sie von einer Person, die vorgibt die Frau des Schauspielers zu
sein, aufgehalten und zur Rede gestellt. Aus Angst gibt Irene der Frau Geld und
flieht nach Hause. Zuhause gibt sie vor bei einer Bekannten gewesen zu sein und
ihr Mann scheint keinen Verdacht zu schöpfen. Später erhielt
sie einen Brief von ihrem Geliebten, der sie um ein Treffen bat. Tage
später ging sie, um sich mit ihm zu treffen. Nach dem Treffen wurde sie
wieder von der unbekannten Frau aufgehalten, der sie wieder Geld geben musste.
Dies passiert nun alle paar Tage. Irene erhält sogar einen Brief, der sie
um Geld auffordert. Diese Dame verursacht bei Irene sogar Alpträume und ihr
Mann beginnt langsam zu realisieren, dass etwas mit Irene nicht stimmt. Einmal
sogar, besuchte die Frau Irene und nahm ihr ihren Ehering. Um nachzuforschen,
wer diese unbekannte Person ist, die Irene so derartig bedrängt, geht sie
zu ihrem Freund. Dieser aber gibt ihr zu verstehen dass er sie nicht kenne.
Irene stürmt darauf in dessen Wohnung und findet die unbekannt Person vor.
Bald darauf fasst Irene den Entschuss sich umzubringen. Bei der Apotheke
hält sie jedoch ihr Mann auf und bringt sie nachhause. Dort gibt Irenes
Mann bekannt, dass es sich um die Unbekannte nur um eine Schauspielerin handle
und er bereits alles wisse. Als sie am nächsten Tag sah sie ihren Ehering
wieder an ihrer Hand funkeln und verstand darauf alles, in was für einem
grauenvollen Netz sie verstrickt gewesen war mit dieser Affäre.
- Einen einzige Definition von „Angst“ kann ich leider nicht
geben, da sie es in vielen verschiedenen Variationen gibt. Da gibt es zum
Beispiel die Angst vor dem Tod. Wenn man in Angesicht des Todes steht,
würde man bestimmt alles was einem lieb und teuer ist, opfern um
weiterzuleben. Bei Schularbeiten zum Beispiel hat man vor schlechten Noten
Angst. Aber ich denke, dass man hier oft sicherlich nicht alles für eine
gute Note opfern würde. Daher würde ich sagen, dass jede Situation
eine eigene Angst bereithält.
- Angst. Was ist Angst? Haben wir uns je wirklich darüber Gedanken
gemacht, was Angst ist und wovor wir am meisten Angst haben und wie wir uns im
Angesicht dieser zu verhalten haben? Ich glaube nicht. Dieses Buch spricht
dieses Thema objektiv erzählt – als ob hier ein Exempel an Irene
statuiert wurde - an und geht auf die Konsequenzen dieses Gefühls ein. In
diesem Buch hat eine Frau Irene mit der Angst, dass ihr Mann ihre
Liebesaffäre aufdeckt, zu kämpfen. Mit jedem mal, wenn sie Erpresserin
trifft, steigt die Handlung. Als die Erpresserin ihren Ring verlangt kommt es
zum Höhepunkt: Tut sie es oder tut sie es nicht? Als sie zu ihrem Geliebten
kommt und dort die Erpresserin auffindet, fällt die Handlung. Sie geht
anschließend zur Apotheke um sich das Mittel für ihren Exodus zu
besorgen. Der Mann tritt als das retardierend Moment auf, der Irene dann zur
Lösung führt. Das Ende des Buches hat ein geschlossenes Ende, die
Zukunft von Irene und ihrem Mann ist nicht genau beschrieben, nur als sehr gut
angedeutet.
- Manchmal ändert sich die Perspektive – allerdings nicht direkt.
Der Erzähler versetzt sich nur in die Person hinein und gibt die Gedanken
dieser unverändert wieder.
Die „erlebte Rede“
wird sehr oft beim Gespräch mit Irenes Mann und in der Anwesenheit der
Erpresserin angewendet. Immer wenn Irene diese Angstanfälle hat wird die
Zeitdeckung angewendet, im Gegensatz zum Übergang zwischen der Geborgenheit
über die Nervösität zur Angst. Dieser wird immer sehr deutlich
und detailreich beschrieben und die Zeitdehnung herrscht(S20+21).
Die Gespräche und auch sonst immer, wenn der Erzähler über
den Geliebten Irenes schreibt, unterliegen Zeitraffung, da sie ihm
wahrscheinlich zu unwichtig erscheinen.
- Mir gefällt das Buch. Hier geht man auf ein sogar sehr intimes Thema
eines jeden Menschen ein. Um seine Angst zu kennen, muss man seine Seele kennen.
Man merkt, dass Irene eine bequeme, verwöhnte Frau ist, die überall
nur ihren Vorteil sucht. Ich finde es wunderbar, wie sehr sich Stefan Zweig sich
in so eine Person hineinversetzen kann, wie er nur weiß, wie eine Person
handelt und mit ihren Mitmenschen umgeht.
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