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Chinesische Geschichte
Annemarie Wolter Geschichtsreferat: „Chinesische
Geschichte“
Kerngruppe 9.3
Chinesische
Geschichte
-Das Reich der Mitte
Die Chinesen haben ihr Reich immer als den Mittelpunkt der Welt und als
Ursprungsland aller Zivilisation angesehen. Sie nannten es daher auch das Reich
der Mitte. Da China aber am Ostrand des eurasischen Kontinents liegt erscheint
die Bezeichnung „Das Reich der Mitte“ etwas paradox. Wenn man jedoch
überlegt dass, das alte China bis zur T´ang –Zeit nur einen Teil
des heutigen Ostchinas umfasste und umgeben war von Völkern, die in jeder
Hinsicht den chinesischen unterlegen waren und China somit das einzige
Kulturvolk unter lauter „Barbaren“ war, konnte sich China durchaus
als „Das Reich der Mitte“ bezeichnen.
Das chinesische Reich geriet zwar im Laufe der Zeit immer wieder unter
fremde Herrschaft, aber es blieb doch immer ein sehr abgeschlossenes,
geheimnisvolles Land. Zur Zeit der Han-Dynastie erstreckte sich das chinesische
Reich von Tibet bis zur Pazifikküste und nahezu die gleiche Entfernung
(etwa 2000km) bestand zwischen der großen Mauer im Norden und der
südlichen Grenze des Reiches.
Das Herz des Reiches
Die alten Chinesen glaubten, dass ihr Amt direkt vom Himmel erteilt wurde.
Sie nannten ihren Kaiser „Sohn des Himmels“ und betrachteten ihn als
die höchste Autorität auf Erden. Er durfte von seinen Untertanen
Gehorsam und Treue erwarten, war aber andererseits für ihr Wohlergehen und
ihr Glück verantwortlich. Kam er seinen Pflichten nicht nach, so konnte ihm
sein Amt vom Himmel wieder entzogen werden und einem neuen Herrscher anvertraut
werden. Im allgemeinen ging das amt zwar vom Vater auf den Sohn über, doch
war die Machtstellung des Kaisers auch von seinen eigenen Verdiensten
abhängig.
Den Titel Kaiser führte im Jahre 221 v. Chr. der Prinz Cheng ein, der
Begründer der Ch´in Dynastie, der sich selbst Shih Huang-ti,
„erster Kaiser“ nannte.Die Dynastie der Ch´in überlebte
ihren Gründer zwar nicht, was aber Bestand hatte war das Regierungssystem.
Es hielt sich mehr als 2000 Jahre.
-Die fünf legendären
Kaiser
Manche Quellen lassen Chinas Geschichte erst mit den fünf Kaisern
beginnen. Sie gehen auf religiöse und mythologische Vorstellungen
zurück. Zu den fünf Kaisern gehört Huang-di (Gelber Kaiser), der
das Volk in Städten und Dörfern angesiedelt hat und sich in der
Astronomie hervortat. Außerdem soll er die Ehe eingeführt heben.
Sheng-non der Göttliche Ackerbauer, soll die Landwirtschaft, den Pflug und
die Anwendung von Heilkräutern erfunden haben.
Über die Urzeit Chinas gibt es zahllose Geschichten und Legenden. Es
hat vielleicht nie ein Volk gegeben, dass in solch einem Umfang mit so vielen
Details über seine eigene Geschichte berichtet hat, wie das
chinesische.
-Raum und Bevölkerung
Aüßere Einflüsse vermochten das Wesen Chinas bestenfalls
am Rande zu beeinflussen. Die Ankapselung nach außen und das Gefühl
der Überlegenheit gegenüber anderen Völkern – sollten
später dann zum Niedergang Chinas führen. Seit der ersten Hälfte
des 2.Jahrtausends v. Chr. hat China sein Staatsgebiet ausgedehnt. Unter Han
erreichte „China“ 110v. Chr. schon etwa 5,6 Millionen km²,
unter der Yüan-Dynastie 13,2 Millionen km². Damit hatte China seine
größte Ausdehnung überhaupt erreicht. Aber nach einem gewaltigen
Rückschlag waren es unter Ming um 1580 nur noch 4,4 Millionen km². Der
Einbruch, der Europäer im 19. Jahrhundert, verbunden mit inneren Unruhen,
führte dann zu einem extremen Schrumpfungsprozess. 1937 umfasste die
Republik China noch 6,9 Millionen km². Erst nach der Errichtung der
Volksrepublik kam es zu einer neuerlichen Gebietsausweitung auf heute 9,5
Millionen km².
China ist der Fläche nach der drittgrößte, der
Bevölkerung nach sogar der größte Staat der Welt. Gemeinsame
Grenzen hat China im Norden und Nordwesten mit der Sowjetunion und der
Mongolischen Volksrepublik, im Südesten mit Pakistan, im Süden mit
Indien, Nepal, Bhutan, Burma, Laos und Vietnam. Im Osten grenzt an Korea sowie
mit einer 5600km langen Küstenlinie an das Ost- und Südchinesische
Meer.
Betrachtet man eine physikalische Karte Chinas, so sieht man, dass China
vorwiegend ein Bergland ist. Insgesamt liegen 70% des Staatsgebiet höher
als 1000m, nur knapp 15% sind niedriger als 500m. Lediglich im Osten. Lediglich
im Osten befinden sich nennenswerte Tieflandstreifen.
Die Krise der alten Ordnung
Mitte des 19. Jahrhundert geriet China in eine Krise, die verschiedene
Dimensionen annahm.
Die militärische Rüstung reichte –wie verschiedene
Auseinandersetzungen zeigten- nicht mehr aus. Sie probierten das Problem zu
lösen, indem sie westliche Waffensysteme kauften. Aber es zeigte sich, dass
mit dem Ankauf westlicher Waffensysteme wenig gewonnen war. Denn allein schon
die Handhabung dieser Waffen, erforderte schon eine spezielle Ausbildung des
Militärs. Also entschloss sich China eine eigene Waffenproduktion
aufzunehmen. Allerdings war die Realisierung einer eigenen Waffenproduktion,
schwieriger als zunächst angenommen. Aber China fehlten vor allem die
wirtschaftlichen und technischen Vorraussetzungen (wie z.B. Bergwerke,
Eisenbahnen, Stahlfabriken u.s.w.) , die zur Fabrikation verschiedener Waffen
nötig waren. Selbst neue industrielle Betriebe konnten nur von einer
breiten Schicht Manager, Facharbeiter, Ingeneure und Wissenschaftler
weiterentwickelt werden.
Vergangenheit und Gegenwart
Die chinesische Kultur ist mehr als 3500 Jahre alt. Als im Jahre 1912 der
letzte Mandschu-Kaiser abgesetzt wurde, endete damit zwar das Kaiserreich, doch
auch in der modernen Volksrepublik China sind viele der alten Traditionen noch
lebendig. Auch die Kommunistische Revolution fügt sich ohne weiteres in die
chinesische Geschichte ein, in der es immer wieder Aufstände gegen
erfolglose oder zu strenge Herrscher gab. Der Staatspräsident Mao Tse-tung
ermunterte die Archäologen zur intensiven Erforschung der chinesischen
Geschichte mit den Worten „Möge die Vergangenheit der Gegenwart
dienen.
Im Juni 1968 entdeckten Soldaten bei Arbeiten in der Nähe von
Man-ch´eng die Gräber des Han Prinzen Liu Sheng (gestorben 113 v.
Chr.) und seiner Gemahlin Tuo Wan. Beide Gräber enthielten unglaubliche
Mengen an kostbaren Gegenständen. Schon bald gab China sein
Einverständnis, einen Großteil der unbezahlbaren Schätze im
Westen zu zeigen.
Natürlich wurden noch viele andere Ausgrabungen unternommen seit der
Gründung der Volksrepublik China im Jahre 1949. Während der
großen Kulturrevolution kamen an die 500000 neue historische Funde in die
Musen Chinas.
Wissenschaft und Technik
Auf dem Gebiet der Technik und der Wissenschaft war das frühe China
der übrigen Welt weit voraus. Die Notwendigkeit, die ständig über
ihre Ufer tretenden Flüsse unter Kontrolle zu bringen, forderte die
Ingeneure zu immer neuen technischen Erfindungen heraus. Das erste Staubecken
wurde 606 v.Chr, gebaut, bereits im ersten Jahrhundert errichtete man die erste
Bogenbrücke und älteste bekannte eiserne Hängebrücke. 214
v.Chr. war der Bau der Großen Mauer abgeschlossen –übrigens das
einzige Werk von Menschenhand, dass man vom Mond aus erkennen kann.
Auch auf dem Gebiet der Astronomie und in anderen wissenschaftlichen
Disziplinen leisteten Chinesen Hervorragendes. Sonnenuhren und Wasseruhrenwaren
allgemein im Gebrauch. Schon in der Han-Zeit hatte man die Umlaufbahn des Mondes
errechnet und mehr als 1100 Sterne auf der Himmelskarte eingetragen. Lange vor
dem Europäern studierten chinesische Astronomen die Veränderungen der
Sonnenflecken, und Sonnen- und Mondfinsternisse wurden ihnen exakt vorausgesagt.
Einige Chinesische Erfindungen sollten weltweite Bedeutung erlangen. So hatte
die Erfindung des Papiers, hergestellt aus Baumrinde, Hanf Lumpen und
verrotteten Fischnetzen, einen enormen Aufschwung der Literatur und Wissenschaft
zur Folge.
Vor allem drei chinesische Erfindungen des Mittelalters waren es. die die
Welt veränderten: die Druckkunst, der magnetische Kompass und das
Schießpulver. Das sind nur wenige Beispiele für die damalige
Überlegenheit der Chinesen im Bereich der Technik.
Die Familie
Der Familie kam schon im alten China große Bedeutung zu. Während
der Han-Dynastie galt sie in allen sozialen Schichten, vom einfachem Bauern bis
hinauf zum Kaiserhaus, als die wichtigste Grundlage der Gesellschaft. Ehrfurcht
vor den Eltern und Gehorsam wurden jedem Kind beigebracht. Diese Haltung fand
auch in der Ahnenverehrung Ausdruck. Einige der Han-Kaiser ließen sowohl
in der Hauptstadt als auch in den Provinzen kleine Tempel für ihre
vorfahren errichten. Man glaubte, dass der Geist der Verstorbenen Macht
über das Schicksal der Nachkommen habe. In jedem Haus gab es einen kleinen
Altar, wo man zu den ahnen betete und ihnen Wein- und Speiseopfer darbrachte, um
ihr Wohlwollen zu erlangen.
Für die Reichen hing von diesem Wohlwollen Luxus und Reichtum ab,
für die Armen wenigstens ein bescheidenes Auskommen.
Bildung in China
Bildung stand immer schon bei den chinesischen Kommunisten an erster
Stelle. Bildung bedeutet mehr als berufliche Schulung und akademische Studien.
Sie soll die Persönlichkeit und die Ansicht des Schülers formen und
das Leben der Gesellschaft verändern.
Als die Kommunisten 1949 an die Macht kamen, fanden sie ein riesiges Lad
mit einem unterentwickeltem Bildungssystem vor. Es gab wenige Universitäten
und noch weniger Institutionen für höhere technische Ausbildung. In
den Jahren der Revolution und des Krieges hatten die Kommunisten wertvolle
Erfahrungen im Zusammenleben mit den Bauern in einigen der ärmsten Gegenden
Chinas gesammelt. Es wurde damit begonnen, ein den Standardsystemen in Chinas
Großstädten nachempfundenes institutionelles Bildungssystem
einzuführen. Die Schulen waren mit Armee-Einheiten, Dorfverwaltungen und
Werkstätten verbunden und nicht mehr nur einen Teil des formalisierten
Bildungssystems.
aber die neue Regierung entwickelte Schulen und Universitäten nach
sowjetischen Modellen. Was strenge akademische Prüfungen und intensives
Lernen mit sich brachte.
Tod und Begräbnis
Da die alten Häuser im alten China aus Holz und Lehm gebaut waren, ist
nicht davon erhalten. Daher kann man nichts über ihre Bauweise und
Innenausstattung sagen. Die einzigen Kenntnisse die man gefunden hat verdankt
man den Toten: Ihre in den Fels gehauenen oder aus Steinen errichteten haben
Jahrhunderte überdauert.
Damals wurden nur die Könige mit aufwendigen Ritualen bestattet und
erhielten überreiche Beigaben mit ins Grab. Aber es wurde ihnen nicht nur
Schmuck und Tiere geopfert, sondern auch Menschen. Bisweilen mussten am grab
Hunderte von Menschen ihr Leben lassen. die Sitte den Toten auch Menschen zu
opfern, endete mit der Shang-Dynastie. Ab der Chou-Zeit wurde es üblich,
Tonfiguren von Menschen und Tieren mit ins Grab zu geben. Unter der Herrschaft
der Han begannen dann auch hohe Beamte und reiche Familien, sich aufwendige
Grabanlagen in Felsen hauen oder aus Stein errichten zu lassen. Da die
Ahnenverehrung allgemein verbreitet war, wurde auch den Gräbern der
Vorfahren große Bedeutung beigemessen. Friedhöfe gab es in China
nicht: auch die arme Bevölkerung bestattete ihre Toten außerhalb der
Siedlung am Fluss oder vor den Stadtmauern
-Die Xia-Dynastie
20. bis 16. Jahrhundert v. Chr.
Die Xia-Dynastie wird als erste von 29 Dynastien bezeichnet. Ihr Zentrum
lag dort, wo heute der Wei-Fluß in den Gelben Fluß einmündet.
Diese Dynastie soll aus 17 Königen bestanden haben. Der erste König Yu
der Große, ist vor allem als Flutenbändiger und Flußregulierer
bekannt geworden. es wird berichtet dass, das Volk der Xia Ackerbau und
Seidenraupenzucht betrieben, Bronzewaffen hergestellt und auch schon Wagen u.a
für kriegerische Zwecke hergestellt haben. Auch eine besondere Schrift soll
damals schon benütz worden sein. Es liegen aber leider aus der Xia-Zeit
keine archäologische Funde vor. Kein Bronzegefäß, kein Rad und
kein einziges Schriftzeichen.
Die Shang-Dynastie
16. bis 11. Jahrhundert v.Chr.
Geographisch wird auch diese Dynastie der Zentralebene zugeordnet. Das
vermeintliche Shang-Zentrum lag zunächst in der Nähe der heutigen
Stadt Shangqiu in Ost-Henan und in einer späteren Phase dann in Gegend der
heutigen Stadt Anvang in Nord-Henan. Die Shang-Herrscher reagierten
zunächst nur über ihren eigenen kleinen Einzelstaat, bevor sie durch
Unterwerfung von Nachbarstaaten ihren Herrschaftsbereich erweiterten. Es sind 14
der insgesamt 30 Herrschernamen überliefert. Die 30 Shang- Könige
sollen ihre Hauptstadt 6mal gewechselt haben, ihr Land also insgesamt von sieben
Hauptstädten aus regiert haben.
Bei der Kultur der Shang handelt es sich hauptsächlich um eine
Agrarkultur. Die Bearbeitung der Äcker und Felder erfolgte unter Kontrolle
von Aufsehern die vom Königshaus bestellt wurden und diesem auch
Rechenschaft schuldeten. Das Volk bestand aus einer kleinen, aristokratischen
Oberschicht –meist Verwandte des Königshauses- und den breiten Massen
der Bevölkerung die noch in der Steinzeit lebten.
Obwohl Bronze damals schon bekannt war, bestand der größte Teil
der damaligen landwirtschaftlichen Geräte nach wie vor aus Stein
(vorwiegend Schiefer), sowie auch Holz und Knochen. Bronze wurde
hauptsächlich zur Herstellung von Gefäßen und zur Erzeugung von
Waffen verwendet.
Die Zhou-Zeit
11. Jahrhundert- 221 v. Chr.
Die Zhou-Zeit lebten im Westen des Shang-Reiches. sie waren
höchstwahrscheinlich ein mit dem Shang verwandter Volksstamm. Unter
König Wu gelang es ihnen, den letzten Shang-König und damit die
Shang-Dynastie zu stürzen und die Macht über das Reich an sich zu
reißen.
Yang Zhu war einer der bedeutesten Philosophen der Zhou_Zeit. Über
sein Leben ist aber äußerst wenig bekannt. Wahrscheinlich sind seine
Aufzeichnungen verloren gegangen. Yang Zho glaubt weder an einen regierenden
Himmel, noch an ethische Ordnungsprinzipien der Welt. Und diese These lehrt er
weiter.
Die Han-Dynastie
206-24 n.Chr.
Die vier Jahrhunderte der Han-Dynastie waren durch verschiedene grunglegene
Entwicklungen gekennzeichnet. In der Han-Dynastie, wurde der Grundbesitz zur
„Ware“. Diese „Ware konzentrierte sich mehr und mehr in den
Händen der Familien und der Beamtengelehrtenschaft. Die Erhaltung des
familiären Grundbesitzes ließ sich auf Dauer jedoch nur über die
Mitgliedschaft in der staatlichen Beamtengelehrtenschaft wahren.
Noch heute herrscht keine Einigkeit darüber, welcher der beiden
Faktoren, Grundbesitz oder Staatsbürokratie, wichtiger war für die
Gestaltung der Wirtschafts- und Eigentumsverhältnisse in der chinesischen
Landwirtschaft war. Sicher ist, der Gedanke, dass Grund und Boden letztlich
Staatseigentum sind oder sein sollten, war verbreitet in der
Han-Dynastie.
Worterklärungen:
Dynastie: Herrscherhaus, fürstliches, hochadliges Geschlecht
Stehlungsnahme:
Ich habe das Thema „chinesische Geschichte“ gewählt, weil
ich mich auch persönlich ein wenig für China interessiere. Bei meinen
Vorüberlegungen musste ich jedoch feststellen, dass dieses Thema
umfangreicher ist als ich zunächst angenommen habe. Ich habe also nicht
alle 30 Dynastien beschrieben, sondern mich auch noch anderen (für mich
interessanteren) Bereichen gewidmet.
Annemarie Wolter
Quellenangaben:
Internet
Bücher
„Die Volksrepublik China“ – Kohlhammer
Taschenbücher
„China- Geschichte, Probleme, Perspektiven“
„Die Kulturen Ostasiens“
„China“
„Asien“
„Begegnung mit China“ – Eine Weltmacht im
Aufbruch
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