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Torberg, Friedrich: Der Schüler Gerber
Der Schüler Gerber (von
Friedrich Torberg) – Inhaltswiedergabe
Von Thom Kühn
Der im Jahre 1930 erschienene Roman „Der
Schüler Gerber (hat absolviert)“ von Friedrich Torberg dreht sich um
den ca. 18-jährigen Kurt Gerber, einen aufgeweckten
Abiturienten, welcher kurz davor ist, seine Matura zu
absolvieren. Dies Ereignis wird allerdings von seinem nicht nur ihn
tyrannisierenden, unfehlbaren Lehrer Gott Kupfer, wie er hinter seinem
Rücken von seinen Schülern genannt wird, sowie von seiner vergeblichen
Liebe zu Lisa Berwald, einer ehemaligen Mitschülerin überschattet;
Kurt, der diesem Druck nicht mehr standhält, bringt sich letztendlich um,
um so dieser aus seiner Sicht ausweglosen Situation zu
entgehen.
Kurt Gerber, Sohn eines leitenden Angestellten, ist
Schüler der achten und letzten Klasse des Realgymnasiums in einer
österreichischen Stadt. In diesem entscheidenen Schuljahr wird er das Oper
des geltungssüchtigen und machtgierigen Mathematikprofessors Professor
Kupfer, welcher sich vorgenommen hat, dem mathematikschwachen Schüler
Gerber das Leben zur Hölle zu machen. Außerdem ist da noch Lisa
Berwald, eine ehemalige Mitschülerin, in die Kurt verliebt
ist.
Kurts Eltern, besonders sein herzkranker Vater, sind
sehr auf Kurts schulischen Erfolg bedacht; der Vater versucht durch den
Vorschlag eines Anstaltswechsels sowie durch Nachhilfe eines Privatlehrers nicht
nur seien Sohn sondern auch seinen Ruf, auf den er stark bedacht zu sein
scheint, zu retten. Kurt, der zwischen Ehrgeiz und Aufgabe schwankt, wird aus
der einen Seite durch die unfaire Behandlungs Kupfers und durch das
merkwürdige Verhalten Lisas, welches Kurt nicht deuten kann, in seiner
sensiblen Psyche sehr konfus beeinflusst. Sein Vater, welcher nach einem
Herzanfall, welcher durch die schulische Verschlechterung seines Sohnes
ausgelöst wurde, wird in ein Sanatorium. Seine Mutter, welche mit ins
Sanatorium gereist ist, ist um ihren Sohn und seiner Schulleistungen und dem
damit zusammenhängenden Zustandes ihres Mannes besorgt und ermahnt ihren
Sohn zu Ehrgeiz.
Kurt, welcher Lisa langsam aufgibt, da er zu der
Einsicht kommt, das er niemanden zu Liebe zwingen kann, erscheint zur Matura,
der alles entscheidenden Abschlussprüfung. Noch bevor er das Ergebnis
erfährt, stürzt er sich aus dem Fenster, da ihm die drei Säulen,
auf der ein Leben zu existieren scheint, unter den Füssen fehlen zu
scheinen. Ohne Wahrheit, ohne Gerechtigkeit und ohne Liebe, so, wie er seine
Situation sieht, scheint ihm kein Fundament für ein Leben, noch ein Ausweg
aus seiner Misere gegeben zu sein. Letztendlich hat er allerdings bestanden.
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