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Hauptmann, Gerhart: Der Schuß im Park
"DER SCHUß IM
PARK":
Die Novelle "Der Schuß im Park" schildert in einer
Rahmenhandlung den Lebenslauf eines schlesischen Försters und dessen
Verbindung zu einer Adeligen und deren Mann im 19. Jahrhundert.
Ein Mann namens Konrad beschließt, einigen
Gerüchten über seinen Onkel auf den Grund zu gehen. Er besucht seinen
Onkel, der ein Oberförster ist. Bei einem Spaziergang kommen sie auf seine
Tätigkeit als Reisemarschall des Grafen van der Diemen zu sprechen. Er
sagte, daß er sich im Laufe der Jahre immer mehr zu seinem Freund wurde.
Während er eine kleine Pause einlegt sehen sie eine Kutsche vorbeifahren.
Eine Frau auf der Kutsche grüßt ihn. Der Onkel bezeichnet als
großen Zufall, daß gerade jetzt, wo er soviel über van der
Diemen erzählt hat eine Kutsche mit der Baronin Weilern vorbeifährt.
Nach dem Abendessen fordert Konrad seinen Onkel auf, ihm die Geschichte der
Baronin zu erzählen.
Der Onkel sagt, daß er die Baronin Weilern durch van
der Diemen kennengelernt hat. Bei einer Jagdreise nach Afrika mit dem Grafen
lernten sie einen Baron Degenhart kennen. Eine junge farbige Frau lag ihm zu
Füßen, die der Baron das "Kleine Käthchen" nannte. Als er dann
nicht mehr im Dienste des Grafen war, wurde er zur polnischen Grenze versetzt
und hörte lange nichts mehr von der Baronin. Dann erfuhr er durch einen
Besuch, daß die Baronin Weilern jetzt Baronin Degenhart hieß.
Daraufhin vergaß sein Onkel wieder die Sache eine Zeit lang. Erst als er
einen Brief der Baronin Degenhart erhielt, erinnerte er sich wieder an alles.
Darin wurde er gebeten ihren Mann bei forstwirtschaftlichen Dingen behilflich zu
sein. Bei der Ankunft beim Baron war er von seinem Schloß
überwältigt. Konrads Onkel forderte Baron Degenhart auf, etwas
über das Käthchen von Heilbronn, dem "Kleinen Kätchen" zu
erzählen. Der Baron leugnete jede Kenntnis einer solchen Person.
Später ging er mit dem Geheimrat Kranz, dem
Generaldirektor der Degenharts, in seine Dienstwohnung im Park um noch etwas
über die Geschehnisse zu diskutieren. Plötzlich hörten sie einen
Schuß. Der Geheimrat sagte ihm, daß das der Baron sei, der auf
Käuze schieße. Am nächsten Morgen erfuhr der Onkel von seinem
Forstgehilfen, daß eine angeschossene Farbige gefunden worden ist. Der
Onkel zweifelte an der Geschichte. Am nächsten Morgen wurde er von der
Gräfin beauftragt, den Grund für das seltsame Verhalten ihres Mannes
festzustellen. Am Abend während eines Festes,
wurde der Onkel vom Geheimrat und vom Arzt Talmüller
hinausgerufen und erfuhr, daß wirklich eine Farbige gefunden worden ist.
Sie behauptete, daß sie mit dem Baron Degenhart verheiratet sei. Der
Beweis waren gefundene Heiratsdokumente. Der Onkel und der Geheimrat beschlossen
der Gräfin die ganze Wahrheit zu sagen. Es stellte sich heraus, daß
der Baron in der Nacht des Festes mit einem Pferd davongeritten ist. In einem
Abschiedsbrief, der an die Gräfin gerichtet war, bat er sie, ihn nicht zu
suchen. Die Baronin nahm sich der farbigen Frau und ihren Sohn an und gab ihnen
eine gute Ausbildung. Am Tag nach der Erzählung macht sich Konrad auf den
Heimweg.
Als er seinen Onkel einen Monat später besuchen will
muß er feststellen, daß er verstorben ist. Bei der Beerdigung des
Onkels sieht er zu seiner Verwunderung die Baronin, den Baron und eine Farbige
wieder.
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(matrox@sbox.tu-graz.ac.at)
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