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Schwefel (S)
Chemie Referat
Schwefel
(S)
Schwefel ist das 2. Element der 6 Hauptgruppe des Periodensystems. Der Name
stammt vom lateinischen sulphur = Schwefel
Schwefel war schon im Altertum bekannt. Vor 4000 Jahren wurde bereits
Schwefeldioxid in Ägypten zum Bleichen von Geweben benutzt. Homer beschrieb
die Verwendung des brennenden Schwefels zur Desinfektion; die Römer
benötigten Schwefel zur Herstellung vom Medizin.
Mit der Erfindung des Schießpulvers in Europa anfangs des 14.
Jahrhunderts wuchs das Interesse am Schwefel.
Die Erzeugung von Schwefelsäure durch Erhitzen von Alaun (A. ist eine
Art Salz) wird in alchemistischen Schriften des 13.Jahrhunderts erstmals
erwähnt.
Heute zählt die Schwefelsäure zu den wichtigsten Grundstoffen der
chemischen Industrie.
Die Daten Schwefels wie Ordnungszahl, Atommasse, Schmelztemperatur,
Siedetemperatur, Dichte, Oxidationszahl könnt ihr aus eurem Stichwortzettel
entnehmen.
Die Vorkommen des Schwefels:
Folie: Landkarte
Schwefel steht an der 13. Stelle der Elementhäufigkeit. Der Anteil der
Erdrinde beträgt etwa 0,052 Gewichtsprozent.
Schwefel tritt sowohl gediegen als auch gebunden in sedimentären
Lagerstätten und vulkanischen Ablagerungen auf. Kohlen enthalten 1-2%
Schwefel, Erdöl bis zu 3%. Erdgase und Schwefelquellen bringen
gasförmiges H2S zutage. Auch organische Substanzen (z.B.:
Eiweise) enthalten Schwefel.
Wichtige Schwefelmineralien sind:
- Zinkblende ZnS
- Anhydrit CaSO4
- Kieserit MgSO4 und
- Glaubersalz Na2SO4
Nun zu den Eigenschaften:
Schwefel ist ein geruchloses, gelbes Nichtmetall, das in zahlreichen, noch
nicht vollständig aufgeklärten Modifikationen auftritt. Die
Basisstruktur ist ein gewellter Achterring.
Folie: Kristallformen von S.
Es gibt 4 verschieden Arten des Schwefels:
Den α, den
β, den λ und den
μ Schwefel
α-Schwefel oder auch rhombischer Schwefel,
ist die einzige thermodynamsich stabile Modifikation. Er bildet gelbe,
spröde, rhombische Kristalle, deren Grundstruktur aus 16 Achterringen
besteht. Er ist wasserunlöslich.
β - Schwefel, monokliner Schwefel, entsteht
langsam oberhalb 95,6°C aus α-Schwefel. Er
bildet helle, nadelartige, monokline Kristalle mit einer Grundstruktur aus 6
Achterringen. Er ist ebenfalls wasserunlöslich, genauso wie der
α-Schwefel.
λ-Schwefel oder auch
“cyclo-Oktaschwefel”. Er entsteht oberhalb 118,8°C aus
β-Schwefel. Es ist eine hellgelbe durchsichtige
Schmelze, in der der Schwefel noch immer als Achterring vorliegt. Löslich
in Carbondisulfid.
Der letzte, der μ-Schwefel auch
“catena-Polyschwefel” genannt. Er steht mit dem
λ-Schwefel im Gleichgewicht. Sein Anteil
wächst mit steigender Temperatur und überwiegt oberhalb 159°C.
μ-Schwefel ist dunkelbraun, harzartig zäh
und besteht aus langen S-Molekülketten mit helix-artiger Struktur. Er ist
unlöslich in Carbonsulfid.
Nachweis:
Doch wie kann man Schwefel überhaupt nachweisen?
Der Nachweis gelingt uns mit Hilfe der Heparprobe:
Eine Sodaperle wird am Magnesiastäbchen geschmolzen und in die zu
prüfende Substanz getaucht. Anschließend Erhitzen in der
Oxidationsflamme des Bunsenbrenners, um störende Substanzen zu
verflüchtigen. Dann wird die Perle in der reduzierten Flamme geschmolzen.
Ist Schwefel vorhanden, so hinterläßt die angefeuchtete Perle auf
einem blanken Silberblech einen schwarzen Fleck von Silbersulfid
Ag2S.
Nun zur Gewinnung:
Folie: Frasch Verfahren
Heute verwendet man großteils das Frasch-Verfahren. Es wurde um 1900
von Hermann Frasch entwickelt, um Schwefellager in Texas und Lousiana in einigen
hundert Metern Tiefe auszubeuten.
Drei Rohre werden in das Bohrloch eingeführt. Am Fuß ist das
äußere Rohr perforiert, durch die Löcher tritt von oben
eingesperrter überhitzter Wasserdampf (rund 180°C) in das
Schwefellager. 10 – 15 t Dampf schmelzen eine Tonne Schwefel. Durch das
innere Rohr wird heiße Preßluft (rund 40bar) eingeblasen, die dann
den geschmolzenen Schwefel im mittleren Rohr zutage bringt.
So ein Bohrloch fördert ca. 300T/ Schwefel pro Tag.
Der erstarrte Schwefel ist so rein, daß er direkt an die Verbraucher
verschickt werden kann. Gediegener Schwefel wird heute vorwiegend nach dem
Frasch-Verfahren abgebaut.
Zur Zeit werden ca. 80 Tonnen Schwefel pro Jahr abgebaut. Der Preis
hierfür beträgt ca. 2000 Schilling pro Tonne.
Ihr werdet euch jetzt sicher Fragen wofür man Schwefel braucht. Im
Alltag treffen wir fast immer auf Schwefel. Zum Beispiel in
Zündhölzer, Farben, Schwarzpulver und medizinischen Präparaten
findet man reinen Schwefel.
Doch Schwefel ist auch neben Salz, Kalk, Kohle und Erdöl eines der 5
Basisrohstoffe der chemischen Großindustrie. Etwa 85 % der S-Produktion
dienen der Schwefelsäureherstellung.
Über die wichtigsten Schwefelverbindungen wird euch nun
Markus einiges erzählen.2.12.1997
Allgemein
2. Element der 6. Hauptgruppe; vom lateinischen sulphur =
Schwefel
Schwefel auch im Altertum bekannt. Vor 4000 Jahren benutzten es
schon die Ägypter zum Bleichen; Römer benutzten es um Medizin
herzustellen.
Schwefelsäure zählt heute zu den wichtigsten Grundstoffen der
chemischen Industrie
Daten & Fakten
- Symbol: S
- Ordnungszahl: 16
- Atommasse: 32,0645 u
- Schmelztemperatur: 119°C
- Siedetemperatur: 444°C
- Dichte 2,07 kg/dm³
Vorkommen
Schwefel tritt sowohl gediegen als auch gebunden in sedimentären
Lagerstätten und vulkanischen Ablagerungen auf.
Wichtige Schwefelmineralien:
- Zinkblende ZnS
- Anhydrit CaSO4
- Kieserit MgSO4 und
- Glaubersalz Na2SO4
Eigenschaften
S. ist ein geruchloses, gelbes Nichtmetall. Die Basisstruktur ist ein
gewellter Achterring
4 verschieden Modifikationen von Schwefel:
α-,
β-,
λ-,
μ-Schwefel
Nachweis
Der Nachweis gelingt uns mit Hilfe der Heparprobe:
Eine Sodaperle wird am Magnesiastäbchen geschmolzen und in die zu
prüfende Substanz getaucht. Anschließend Erhitzen in der
Oxidationsflamme des Bunsenbrenners, um störende Substanzen zu
verflüchtigen. Dann wird die Perle in der reduzierten Flamme geschmolzen.
Ist Schwefel vorhanden, so hinterläßt die angefeuchtete Perle auf
einem blanken Silberblech einen schwarzen Fleck von Silbersulfid
Ag2S.
Gewinnung
Frasch Verfahren:
1900 von Hermann Frasch entwickelt, um Schwefellager in einigen hundert
Metern Tiefe auszubeuten.
Drei Rohre werden in das Bohrloch eingeführt. Am Fuß ist das
äußere Rohr perforiert, durch die Löcher tritt von oben
eingesperrter überhitzter Wasserdampf (rund 180°C) in das
Schwefellager. 10 – 15 t Dampf schmelzen eine Tonne Schwefel. Durch das
innere Rohr wird heiße Preßluft (rund 40 bar) eingeblasen, die dann
den geschmolzenen Schwefel im mittleren Rohr zutage bringt.
Schwefelverbindungen
Rekuperationsschwefel aus Hydrogensulfid:
6H2S + 3 O3
à 6S +
6H2O
Reduktion des Rekuperationsschwefel in mit Koks beschichteten heißen
Generatoren
SO2 + C à
S +CO2
Hydrogensulfid:
An Luft verbrennt H2S je nach Sauerstoffzufuhr:
2H2S + 3O2
à 2 SO2 + 2
H2O
oder
2H2S + O2
à 2 S + 2
H2O
Hydrogensulfidwasser:
H2S == H+ + HS- == 2H+ +
S2)
Schwefeldioxid:
Schmelzpunkt: -75,48°C
Siedepunkt: -10,02°C
S + O2_à
SO2
Schwefelige Säure:
Entsteht durch Einleiten von SO2 in Wasser
SO2 + H2O ==
H2SO3
H2SO3 == H+ +
HSO-3 == + SO3
Mit Wasser reagiert SO3 unter starker Wärmeentwicklung zu
Schwefelsäure.
β -SO3 +
H2O à
H2SO4
SO3 kann nicht durch direkte Verbrennung von S hergestellt
werden, da SO3 in der Wäre zerfällt. Technische Gewinnung
bei 400 – 600°C aus Schwefeldioxid:
2 SO2 + O2
à
2SO3
Thioschwefelsäure
H2S2O3 ist eine farblose, ölige
Flüssigkeit, die nur bei sehr niedrigen Temperaturen oder in
organischen Lösungsmittlen beständig ist. Sie zerfällt im
wasserfreien Medium oberhalb –78°C:
H2S2O3
à H2S +
SO3
In Gegenwart von Wassere geht die Reaktion weiter und kolloidaler Schwefel
fällt aus:
H2S + SO3
à H2SO3
+ S
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