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Scientology

Kurzinformation:
Wörter: 2700
Seiten:
Typ: Referat
Sprache: Deutsch
Autor: Unbekannt
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SCIENTOLOGY

Seit einigen Jahren tritt eine Organisation in das Blickfeld der Öffentlichkeit, die mit raffiniert aufgebauten Managementkursen, Personalberatungen, Immobilienvermittlungen, Softwarebetrieb etc. Unternehmen jeder Größenordnung zu unterwandern sucht: "Scientology-Church". Scientology hat es geschafft, weltweit Millionen von Menschen in ihren Bann zu ziehen und mit ihnen eine schlagfertige Organisation aufzubauen, die zunehmend Einfluß auf die Wirtschaft nimmt. Scientologen haben den Auftrag, das Unternehmen, bei dem sie arbeiten, unter die Kontrolle der Organisation zu bringen. Bei vielen deutschen Großunternehmen ist Scientology deshalb mittlerweile Vorstandsthema.

Sollte dieses Unternehmen nicht verboten werden ?
Begründer von Scientology (Lehre vom Wissen) ist der amerikanische Autor von Science-Fiction-Romanen Lafayette Ronald Hubbard (1911-1986). Er veröffentlichte ab 1950 Bücher und Artikel, in denen er die von ihm erdachte Methode der "Dianetik" als "moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit" und phänomenalen Durchbruch in der Psychotherapie darstellte. Erklärtes Ziel von Scientology ist es, sich zunächst die Erde und dann das Universum untertan zu machen, Die einzige Rettung für den Planeten Erde sah Hubbard darin, die gesamte Menschheit für Scientology zu gewinnen. In jedem Menschen steckt nach Ansicht von Scientology ein "Thetan", ein unsterbliches Geistwesen, das aber erst von den hemmenden irdischen Verkrustungen mit Hilfe der Dianetik befreit werden muß. Hubbard hielt es darum für unbedingt erforderlich, daß der "Thetan" sich von allem Bösen und Behinderungen, den "Engrammen" selbst befreit, um zunächst das Ziel des "Clear" (geklärten Menschen) zu erreichen. Danach folgt auf der nächsten Stufe der "Brücke zur völligen Freiheit" der Operierende Thetan (OT). Der OT hat es laut Scientology geschafft, Herrscher über Materie, Energie, Raum und Zeit zu werden und "außerhalb seines Körpers" zu sein. OT zu werden ist das Ziel eines jeden Scientology-Jüngers.

Organisation und Aufbau von Scientology
Die Spitze von Scientology stellt das "Religion Technology Center" (RTC) mit ihrem Präsidenten "Chairman of the Bord" David Miscavige (34) dar. Er übernahm nach dem offiziellen Tod von Hubbard und einigem Machtgerangel Mitte der achtziger Jahre zusammen mit seiner Führungscrew (Internationales Management) die Leitung von Scientology. Mit einer Art Geheimdienst übt David Miscavige die absolute Kontrolle über ihre drei Zweige "Church", "Able" und "WISE" aus, die Hand in Hand arbeiten, um das Gedankengut der Scientology in alle Bereiche der Gesellschaft zu tragen. Seinem Aufstieg verdankt er etwas, das viel mehr Gewicht in der Hierarchie der Scientology-Organisation hat als die höchste Stufe der Scientology Technik: die Urheberrechte von Hubbard und damit das Recht auf Vermarktung. Offiziell regiert wird die Scientology-Organisation von dem "Watchdog Committee" und den "Executive-Direktoren", ebenfalls mit Sitz in Los Angeles.

"ABLE" steht für "Association of Better Living and Education". Das RTC hat damit begonnen, den Angriff auf den Bereich Bildung, Gesundheit und Soziales zu starten. Ziel ist es, mit der Hubbard-Study-Tech, verpackt in Hochglanzbroschüren mit dem Titelbild von John Travolta, den Einzug in Kindergärten und Schulen zu realisieren und die Technologie zu verbreiten.

Urteil:
Scientology ist ein Wirtschaftsbetrieb
Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (AZ: 5 AZB 21/94( ist die "Scientology Kirche" keine Kirche, sondern eine Organisation, die unter einem kirchlichen Mantel wirtschaftliche Interessen verfolgt. Mitgliedschaft und religiöse Dienste seien weitgehend kommerzialisiert. Die Scientologen betreiben ein Gewerbe, das Außendienstmitarbeiter beschäftige, die für die Anwerbung von Mitgliedern Provisionen erhalten. Zu diesen Erkenntnissen kam das Gericht bei der Prüfung seiner Zuständigkeit für die Klage eines ehemaligen Mitarbeiters der "Scientology Kirche". Abgelehnt wurde die Argumentation der Sekte, daß auf Grund der Kirchenautonomie Arbeitsgerichte nicht für Streitigkeiten um Vergütungen zuständig seien. Auf Grund der erheblichen Bedeutung des Urteils wurde das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet.
Mit der Überschrift "Unser Traum ist eine drogenfreie Gesellschaft" wirbt die Scientology Tarnorganisation "Narconon" als "Drogenrehabilitations"-Zentrum. Drogenabhängige werden über Wochen täglich 4 bis 6 Stunden in der Sauna einer scientologischen Reinigungskur unterzogen, die in Verbindung mit einer Handvoll hochdosierter Vitamine zwischen 3.000 und 6.000 DM kostet. Dabei soll sich der Abhängige von Drogen und radioaktiven Strahlen befreien und gegen Radioaktivität immun werden.

Werbung von Mitgliedern
Um mit der Öffentlichkeit Kontakt aufzunehmen, werden sogenannte Feldgruppen ("Field Staff Members" - kurz FSM) eingesetzt. Dies sind freie Mitarbeiter, die zehn Prozent Provision von dem erhalten, was die von ihnen geworbenen Kunden bei Scientology an Dienstleistungen kaufen. Um dies nachvollziehen zu können, "liefern" die FSM ihre Kunden auf sogenannten Selektierzettel an die Organisationen ("Missionen", "Kirchen" und "Celebrity Centres") ab. Die Aufgaben der Missionen bestehen darin, neue Kunden aufzunehmen und ihnen einfache Kurse zu verkaufen.

In Deutschland finden wir 21 Missionen, bislang vorwiegend in den alten Bundesländern. Weiterführende teure Kurse werden über die Kirchen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Hannover, München und Stuttgart angeboten. Für besonders zahlungskräftige Kunden (VIP), die luxuriös verwöhnt werden wollen, stehen die "Celebrity Centre" in Düsseldorf, Hamburg und München zur Verfügung. Daß es bei der Werbung von Kunden nicht um die pure Verbreitung einer religiösen Anschauung geht, zeigt das aufgeführte Zitat von Hubbard:

"Wenn man eine Million Dollar machen will, wäre der beste Weg, eine Religion zu gründen."
Eine Schlüsselrolle beim Kundenfang auf der Straße spielt dabei fast immer die bekannte OCA (Oxford-Kapazitäts-Analyse) - oder auch Persönlichkeitstest. Sie umfaßt einen Katalog von 200 Fragen, die auf den unbedarften Leser teils primitiv und teils zusammenhanglos aneinandergereiht wirken. Im Anschluß an den Test erfolgt eine meist kurze mündliche Auswertung. Das Ergebnis steht für den Kandidaten ohnehin schon fest, denn der ist ja laut scientologischer Lehre voller geistiger Störungen. Mit der Preisgabe von Namen und Adresse kann sich der Kandidat alsbald vor der frei Haus gelieferten Flut von Kursangeboten und Werbebroschüren über Literatur und Kassetten kaum noch retten. Begleitet von freundlichen telefonischen Offerten entschließt sich der eine oder andere zur Wahrnehmung des Angebotes und befindet sich mit der Einschreibung in den ersten Kurs - z.B. "Objektive-Prozesse" (dieser befaßt sich mit dem Beobachten und Berühren von Gegenständen) bereits auf der "Brücke zur völligen Freiheit".

Scientology und die Wirtschaft
"WISE" - World Institute of Scientology Enterprises - wurde WANN in Deutschland gegründet. Gesteuert wird WISE von der Konzernzentrale in Clearwater. Es ist zuständig für den Bereich Handel, Banken und Industrie. "Wie leiden heute unter weltweiter Idiotenwirtschaft", stellte Hubbard 1982 fest, "glauben Sie aber nicht, daß nichts daran gemacht werden könne und daß es keinen besseren Weg gäbe." Im Klartext Verbreitung der Verwaltungstechnik von Hubbard auf breiter Basis und Einbringung von "Ethik"-Grundsätzen. Gesetze der "Scientology-Kirche" in die Geschäftswelt. Ziel von WISE ist es, als Dachverband dafür Sorge zu tragen, daß Mitglieder - durch Lizenzverträge an WISE gebunden - Hubbards Verwaltungstechnologie umfassend zu verbreiten, sowie ein hohes Niveau dank Ethik und Integrität unter Geschäftsleuten aufrechterhalten, indem die Ethikprinzipien, Kodizes und Grundsätze der Religion nach und nach in die gesamte Geschäftswelt hineingebracht werden. Dabei kann der Beitritt und die Nutzung der Technologie bis zu 10 Prozent vom Umsatz betragen. Laut Hubbard ist gemäß Führungsanweisung ED 1040 folgendermaßen vorzugehen:

1.Suche Dir ein Geschäft aus, welches bereits sehr gut arbeitet.
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Teure Imageschäden
In der öffentlichen Meinung ist der Verdacht auf Scientology Nähe schädlich. Das erfuhren jüngst die Brauerei Warsteiner und das EDV-Unternehmen SAP. Die Brauerei mußte sich in mehreren überregional erscheinenden Tageszeitungen gegen den Verdacht Scientology dominiert zu sein wehren.
Auch der Vorstand von SAP Walldorf mußte öffentlich Stellung nehmen, um Börsengerüchte über eine Scientology-Nähe zurückzuweisen. Die Gerüchte wurden vom Fernsehsender ntv als Ursache für starke Kursverluste des international tätigen Softwareanbieters interpretiert.
1.Wende Dich an den höchsten Direktor. Biete ihm an, dafür zu sorgen, daß sein Unternehmen mehr Geld einbringt. 2.Lokalisiere SP`s (Surpressive Persons - unterdrückte Personen) in der Organisation und wir sie hinaus. 3.Auditiere die leitenden Angestellten und zeige ihnen, um was es sich handelt, das wird dann den Zyklus in Gang setzen: Die leitenden Angestellten werden die Jungmanager und das andere Personal dazu drängen, Auditsitungen zu nehmen.
Zur Zeit gibt es weltweit mehr als 3.000 WISE-Unternehmen (bekennende Scientologen), davon etwa 150 (Stand 1992) in Deutschland. Die Unterwanderung von WISE ist besonders stark in den Bereichen Immobilienhandel, Softwareberatung und der Unternehmens-, insbesondere der Personalberatung vorangeschritten. Vereinzelt führte dies bereits zu Betriebsübernahmen.
Die vorhandene Autoritätsstruktur, die totale Reglementierung und die ideologische Ausrichtung der Organisation bewirken eine starke Durchdringung des Mitgliedes, die ihn von gesellschaftlichen Werten entfernt und gegen äußere Einflußnahme seiner bisherigen Umgebung abriegelt. Für den Einzelnen können dadurch schwerwiegende physische und psychische Folgen entstehen.
Die Aufforderung an immer mehr Kursen und Auditingsitzungen teilzunehmen, führt zu permanenten Geldschwierigkeiten bis hin zur Überschuldung. Die Betroffenen stellen für das Unternehmen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar, da sie versuchen werde sich auf andere Art und Weise die notwendigen Gelder zu beschaffen.

Gemäß L. Ron Hubbard, dem im Jahr 1986 von seinen Anhängern für tot erklärten Gründer der Scientology Organisation, ist " ...die Scientology ein geordnetes, folgerichtig aufgebautes und zusammenhängendes Gebiet von Erkenntnissen über den Menschen und über die Beziehung zu seinen Mitmenschen und zur physikalischen Welt ... Sie ist keine religiöse Praktik ... Die Scientology entstand zur selben Zeit wie die Atombombe. Das Grundsätzliche Wissen der Scientology entstammt der Kernphysik, der höheren Mathematik und der östlichen Kultur ... Das einzige entscheidende Wettrennen dieses Zeitalters findet zwischen der Scientology und der Atombombe statt. Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, wer dieses Wettrennen gewinnt ... Die Scientology ist die lebenswichtigste Bewegung unserer Zeit ... Denn wir bauen inmitten einer verwirrten Welt eine neue Welt. Ihr Vertrauen wird nie enttäuscht werden, solange Sie einer von uns sind." (L. Ron Hubbard, Die Grundlagen des Denkens, AOSH DK Publications Departement A/S Kopenhagen 1972, S.83 ff)

Vierjährige Ermittlungen spanischer Behörden,
die durch eine Anzeige wegen Entführung und Raub zustande kamen, führten im November 1988 in Madrid zur Verhaftung von 69 Scientologen, unter ihnen etliche Führungspersonen, durch die spanische Polizei. Parallel zur Verhaftungsaktion, ihr gingen umfangreiche Abhörmaßnahmen und Untersuchungen der Bankkonten voraus, wurden ca. 30 Niederlassungen durchsucht sowie sechs Zentner Abrechnungsbücher und Dokumente beschlagnahmt.

Den Scientologen wurde vorgeworfen:
•Die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Ausbeutung von Arbeitskräften •Urkundenfälschung, Betrugsdelikte, Erpressungen, Drohungen •Verstöße gegen die Steuergesetze, Devisenbestimmungen und Versicherungsvorschriften

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 269, 22.11.1988
Auf ihrem 2. Parteitag 1991 in Dresden beschloß die CDU:
"Die Mitgliedschaft in der ·»Scientology-Church (Sekte)« ist mit der CDU-Mitgliedschaft unvereinbar"
weil:
•Scientology von einem fundamental anderen Verständnis vom Menschen ausgeht •Scientology ethische Auffassungen vertritt, die mit den Grundsätzen der CDU nicht vereinbar sind •Scientology wesentliche Grundlagen unseres freiheitlich demokratischen Rechtsstaates ablehnt •Das von der Bundesgeschäftsstelle herausgegeben Positionspapier beschreibt das Verfahren der Scientology-Organisation wie folgt: - ihre Lehre und Praxis steht im Widerspruch zur Wertordnung des Grundgesetzes - sie verletze fortlaufend Freiheit und Würde ihrer Mitglieder •sie verfolge Kritiker in aggressiver, teilweise sogar formell rechtswidriger Weise •sie mißachte fortlaufend die geltende Rechtsordnung •sie wirke familienzerstörend •sie vertrete totalitäres, menschenverachtendes Gedankengut und schätze die Demokratie gering
Quelle: Frankfurter Rundschau, 15.12.1992

Der Hamburger Innensenator erklärte vor der Landespressekonferenz:
"...bei dieser Sekte handele es sich keinesfalls um eine Kirche oder Religionsgemeinschaft, sondern eher um eine kriminelle Vereinigung, mit der sich die Polizei und die Staatsanwaltschaft befassen müßten."
Quelle: Die Welt, 9.12.1992

Im Januar 1993 faßte der saarländische Landtag mit den Stimmen aller in ihm vertretener Parteien den folgenden Beschluß:
"Bei der »Scientology Curch« handelt es sich weder um eine Kirche noch um eine Sekte, sondern um eine »allein auf Profit und Macht gerichtete Organisation, die ihre wahren Ziele unter dem Deckmantel der Religionsausübung zu verschleiern« suche. Menschen würden psychisch und finanziell abhängig gemacht. Alle Gruppen in der Gesellschaft sollten Initiativen gegen den Mißbrauch von Menschen durch Scientology ergreifen."
Quelle: Mittelbayrische Zeitung, 28.01.1993


Bereits im Dezember 1992 führte das Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz in einem Gutachten für den Bundesinnenminister aus:
"Es bestehen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht, daß die Scientology verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt."
und weiter
"Die Scientology verfolgt mit der von ihr beabsichtigten »Befreiung und Vervollkommnung des Menschen« nach ihrer Methode Bestrebungen, die auf die Abschaffung der durch Artikel I Absatz I Satz I Grundgesetz gewährleisteten Unantastbarkeit der Würde des Menschen hinauslaufen."
Quelle: Saarbrücker Zeitung, 7.12.1992

Die "Psychosekte" (lt. Spiegel) kann, so die Auffassung der Verfassungsschützer:
"keine Volkssouveränität...keine Gewaltenteilung...keinen Grundsatz der Unantastbarkeit der Gerichte anerkennen...keine Verantwortlichkeit der Regierung akzeptieren ...letztlich das Mehrheitsprinzip und damit auch das Mehrparteienprinzip und das Oppositionsrecht und die Chancengleichheit der Parteien nicht anerkennen, sondern muß diese abschaffen. Denn damit würde die Zielsetzung der Scientology als ablösbar anerkannt und somit relativiert. Das wäre mit dem Absolutheitsanspruch der Scientology nicht vereinbar."
Quelle: Spiegel, 7.12.1992

Die SCIENTOLOGY-ORGANISATION sieht ihre Ziele auf diese Weise natürlich völlig falsch beschrieben. Mit der Broschüre: "Ein Traum wird wahr" von L. Ron Hubbard versucht die Scientology-Kirche Deutschland, im Jahr 1973 in München, auf der Lindwurmstraße Fuß zu fassen. Aus den anfänglich bescheidenen Werbeversuchen ist inzwischen eine Propagandamaschinerie geworden, die u.a. via Postwurfsendungen und durch elektronische Medien in fast jeden Haushalt dieses Landes gelangt. Im Vordergrund steht dabei das Bemühen, Menschen zu veranlassen, das Buch DIANETIK zu kaufen sowie diese dadurch für die Scientology zu begeistern.


Hubbard, bemerkte in seinem Projekt dritte Dynamik:
"It takes 25 booksales to make ONE Scientologist. If you sell 25 books you`ve got a Scientologist."
"Ein professioneller Scientologe ist jemand, der die Scientology an jedem Bereich und jeder Stufe der Gesellschaft fachmännisch anwendet. Ein Scientologe ist das Wesen, das sich einen Meter hinter dem Kopf der Gesellschaft befindet."
Quelle:HCO-Bulletin vom 12.04.1983, Die Funktionsfähigkeit der Scientology erhalten; Was wir von einem Scientologen erwarten.

Die gesellschaftliche intervenierende Gruppe Scientology benötigt zu ihrer permanenten Intervention Menschen. Diese werden mittels Kursen instrumentalisiert und je nach "Fortschritt" funktional zur Verbreitung der Scientology-Ideologie eingesetzt.
"Wir besitzen die Macht der Wahrheit und wir sind als Gruppe mächtig, wir verfügen als Einzelne über Macht, weil wir dank unserer überlegenen Technik Macht und die Weisheit der Macht erzeugen können"
Quelle: HCO-Policy Letter vom 27. März 1965

Managementstrukturen der Scientology-International:
"Wenn wir einen Clear erreicht haben stehen wir vor etwas, das man nie zuvor gesehen hat, denn es existierte nie zuvor in einem schuttfreien Zustand: eine perfekte Maschine, gut geölt, kraftvoll, schimmernd und imstande, all ihre eigenen Funktionen ohne jede weitere Wartung abzustimmen und zu steuern."

Mit den "wissenschaftlichen" Methoden der Dianetik werde der "in der Maschine und um sie herum aufgehäufte Unrat fachgerecht weggeräumt."
Quelle: LRH Dianetik, 7. Auflage, 1983, Seite 322

Das internationale Scientology-Netzwerk wird durch das TOP MANAGEMENT geführt. Es setzt sich zusammen aus:
•WATCHDOG COMMITEE - Schirmherr, Hüter •Commodore`s Messenger ORG International - Internationale Organisation der Boten des Kommodores •SENIOR C/S INT OFFICE - Büro des höheren Fallüberwachers international •ED INT - Leitender Direktor international •SENIOR EXECUTIV STRATA - Ebene höherer Führungskräfte •INT FINANCE OFFICE - Internationales Finanzbüro •INCOMM - Internationales Computernetzwerk •ORGANIZED MANAGEMENT - Int. netzw. comput. organisierten Managements
Quelle: Dein Leitfaden über das Management, 1986
Alle Organisationen der Scientology verfolgen die Aufgabe LRH-Technologie zu verbreiten und anzuwenden. Speziell für die Geschäftswelt wurde das Weltinstitut der Scientology-Unternehmungen gegründet. Dessen Aufgabe darin besteht Hubbards Verwaltungstechnologie an Geschäftsleute und Firmen zu liefern. WISE stellt sicher das die Hubbard-Technologie "standardgemäß" vorgenommen wird.

Ideologische Imperien wie Scientology zeichnen sich aus durch:
•weltweite Aktivität •hohe ideologische Verbindlichkeit •große Mitgliederbestände •marktgerechtes Verhalten
Ideologische System wie Scientology benötigen zur Durchsetzung ihrer Ziele Finanzen und Macht über Menschen insbesondere über solche, die über Einfluß, Macht und Geld verfügen.

Durch das Aufgreifen aktueller, dem Zeitgeist entsprechender Problematiken sowie durch das Belegen gesellschaftsimmanenter System- und Kleinststrukturen versucht Scientology ihre Ideologiesegmente kompatibel zu gestalten, um ihr futuristisches Ideologiekonstrukt über unsere gängigen Gesellschaftsstrukturen zu stülpen. Scientology will nicht eine Gesellschaftsstruktur durch eine "bessere" ersetzen, sondern Scientology lehnt jede soziale Struktur ab. Denn soziale Strukuren werden immer durch physische, d.h. körperliche Wesen initiiert und strukturiert, siehe unser heutiges Gesellschaftsbild, doch Scientology strebt die Erhebung aus der physischen uns sogar mentalen Befangenheit an. Für Scientology zählt der Körper zu MEST (Materie, Energie, Raum, Zeit), bestehende Gesellschaftsstrukturen sind zeitlich limitiert. Scientology ist ein Angriff auf das gesellschaftlich nominierte Menschenbild, weil diese Gesellschaft darauf aufbaut, daß körperlich existente und beseelte Wesen miteinander im sozialen Kontext agieren. Im Gegensatz dazu steht die scientologische Vorstellung des Operierenden Thetans, der - gemäß Ideologie - aufgrund seiner immerwährenden Existenz als Geistwesen, imstande sein soll ohne zeitlich und räumliche Beschränkungen zu agieren. Damit wird jedem Scientology-Anhänger eine Grenzenlosigkeit vorgespielt, die ihn animiert gesellschaftliche Wertordnungen zu durchbrechen (hier auch bis zur Kriminalität), da ein Scientologe Grenzen nicht mehr erkennen kann, da diese für ihn - als Geistwesen - nicht mehr existent sind.

Textquellen
Scientology: Wie Betriebe infiltriert werden © Secu Verlags GmbH
interne Scientologyschriften - HCO-Policy usw.
Verhandlung: Religionsgemeinschaftseigenschaft von Scientology Landesarbeitsgericht Hamburg

SCIENTOLOGY: Ein Fall für die Religionsfreiheit oder für den Verfassungsschutz Ralf-Dietmar Mucha










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