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Betriebstechnik - Führungspraxis
BETRIEBSTECHNIK
UND
FÜHRUNGSPRAXIS
Einführung
1.1 Volkswirtschaftslehre
Die Volkswirtschaftslehre ist die Wissenschaft, die ökonomische und
soziale Erschienungen im Markt und in der Staatswirtschaft analysiert, zu
erklären versucht und sie sinnvoll gestalten hilft.
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1.2 Betriebswissenschaften
Ein Betrieb ist eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit in der eine
Kombination von Produktionsfaktoren(Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe) mit dem
Ziel verfolgt, Sachgüter zu produzieren und Dienstleistungen
bereitzustellen.
Das ökonomische Prinzip besagt, daß es ein Spannungsfeld von
knappen Ressourcen und unbegrenzten menschlichen Bedürfnissen gibt und es
daher sinnvoll scheint so zu handeln:
- mit gegebenen Aufwand möglichst hohen Ertrag
erzielen
- bei bestimmtem Ertrag den Aufwand zu
minimieren
- möglichst günstiges Verhältnis
zwischeen Aufwand und Ertrag
Aufgabe der Betriebswirtschaftslehre
ist alles wirtschaftliches Handeln, daß sich im Betrieb vollzieht zu
beschreiben und erklären. Aufgrund der erkannten
Regelmäßigkeiten entwickelt die Betriebswirtschaftslehre
wirtschaftliche Verfahren zur Realisierung praktischer, betrieblicher
Zielsetzungen. Es wird auch die Beziehung des Betriebs zum Markt
untersucht.
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1.3 Industriebetriebslehre
Die Industriebetriebslehre ist ein Teil der Betriebswirtschaftslehre. Sie
befaßt sich systematisch mit den Aufgaben, Verfahren und der Leitung
industrieller Betriebe, wo sie das besondere und typische analysiert.
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Industriebetriebslehre
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Führungslehre
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Funktionenlehre
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strategische Führungsaufgaben
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Zielsetzungen Innovation-Marketing
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taktische Führngsaufgaben
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industrielles
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Leistungsvorbereitung
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operative Führungsaufgaben
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Projektmanagement
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Produktion, Distribution
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kontrollierende Führungsaufgaben
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Leistungssicherung
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Methodenlehre
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für Analysen, Planung, Gestaltung, Optimierung, Kontolle
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1.4 Arbeitsteilung
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2 Organisationsformen
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2.1 divisionale Gliederung
Vorteile:
- Entlastung der Leitungsspitze
- Entlastung der Kommunkationsstruktur
- klar getrennte Verantortungbereiche
- Transparenz der Struktur
- nach Produkten, Abnehmern oder Regionen
spezifisch angepaßte Entscheidungen
- schnellere Anpassungsentschiedungen an
Marktveränderungen
- bessere Entfaltungsmöglichkeit für
Nachwuchskräfte
- ganzheitliche
Leitungaufgaben
Nachteile:
- größerer bedarf an qualifizierten
Leitungskräften
- Bedarf nach aufwendigen
Koordinationsmechanismen
- Notwendigkeit zusätzlicher zentraler
Koordinatonsstellen
- Mehrfachaufwand in bezug auf Zweckbereiche
- geringere Integration des Gesamtpersonals
- geringere Beziehung zum Gesamtsystem und seinen
Zielen
2.2 reine Linienorganisation
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Vorteile:
- relativ stabil
- Institution mit klaren
Verhaltensvorschriften
- rasches und eindeutiges Treffen von
Entscheidungen und Anordnungen
- einheitliche auf oberste Systemziele
ausgerichtete Entscheide
Nachteile:
- Überlastung
- erschwerte kooperative Zusammenarbeit
- Informationsfilter
Beispiel:
2.3 Stab-Linienorganisation
Vorteile:
- Entlastung der Linieninstanz
- fachkundige
Entscheidungsvorbereitung
Nachteile:
- Konfliktpotential zwischen Stab- und
Linienstellen
2.4 Organisation mit zentralen Dienststellen
Vorteile:
- Entlastung und Unterstützung der Instanzen
aller Rangstufen
- wirkungsvolle zentrale Koordination in bezug auf
spezifische Aufgabenstellungen
Nachteile:
- großer Bedarf an qualifizierten
Fachspezialisten
- Gefahr von Kompetenzkonflikten
- Unsicherheit über
Verantwortungsbereiche
2.5 Matrixorganisation
Vorteile:
- für mittlere und große Unternehmen mit
komplexen Aufgaben
- Entlastung der obersten
Leitung
Nachteile:
- Konfliktsituationen(wer ist der Chef?)
- Doppelverantwortung
- zweidimensionaler
Informationsfluß
2.6 Projektorganisation
2.7 strategische Geschäftseinheit(Division)
Charakteristika:
- relativ autonome Einheiten mit eigenen Chancen,
Bedrohungen und Entwicklungsmöglichkeiten am Markt
- erfüllen eine bestimmte Marktfunktion
- werden seperat geplant und geführt
- spezifische Wettbewerbsvorteile
- eigene
Erfolgspotentiale
Ansätze zur Bildung von strategischen
Geschäftseinheiten:
- Produktorientiert
- Werkstofforientiert
- Technolgieorientiert
- regionale Gliederung
- Kundengruppenorientiert
- Kundenproblemorientiert
- Betriebstypenorientiert
Die
Leitungsspanne hängt von folgenden Faktorn ab:
- Charakter der Aufgabenstellung(je öfter sich
die Aufgabe ändert desto kleiner die Leitungsspanne)
- persönliche Eigenschaften der
Person(Erfahrung)
- Führungsstil im Unternehmen(bei Teamarbeit
ist die Leitungsspanne
größer)
3 Betriebstypen
3.1 Betriebsgröße
- Anzahl der Belegschaftsmitglieder
- Höhe der Kapitalinvestitionen
- Höhe des
Umsatzes
3.1.1 Großbetrieb
- Gewinnung von Rohstoffen
- Erzeugung von Massenartikel
- gleichbleibendes Lieferprogramm
- Lernkurve {Bild}
- Marktstärke
3.1.2 Mittelbetrieb
3.1.3 Kleinbetrieb
- Flexiblität
- Geschwindigkeit
- Kooperationspool
3.2 Fertigungsarten
3.2.1 Einzelfertigung
- Sondermaschinen
- Spezialgeräte
- Apparatebau
Leitungsspanne
muß gering sein, hochqualifizierte Arbeiter
notwendig
3.2.2 Serienfertigung
- Normung
- Typen, Klassifikationen
- Lernkurve
Kennzeichen der
Serienfertigung ist die Häufigkeit der sich wiederholenden Leistung.
Arbeiter und Maschinen produzieren hintereinander eine bestimmte Stückzahl
gleicher Einzelteile, Baugruppen oder kompletter
Erzeugnisse.
3.2.3 Massenfertigung
- Standardisierung
- hohe
Automatisierung
3.3 Fertigungstypen
3.3.1 Werkstattfertigung
{Bild 11-Voß}
- Mehrzweckmaschinen
- Werkstückfluß nach dem
Verrichtungsprinzip
- höhere Fixkosten
- flexibel
- geringer Auslastungsgrad der
Maschinen
3.3.2 Reihenfertigung
- Produktionsphasen zu einem kontinuierlichem
Prozeß verbunden
- Pufferplätze
- Hilfskräfte werden
eingesetzt
3.3.3 Fließfertigung
{Bild 12-Voß}
- taktgebundene Arbeitsstufen
- lückenlose Folge von Arbeitsgängen
- Die Taktzeit ist die Zeit, in der jeweils eine
Mengeneinheit fertiggestellt
wird.
3.3.4 Arbeitssysteme
- Einzelarbeit
- Gruppenarbeit
- Mehrstellenarbeit
- Geisterschichten
4 Projektmanagement
Prinzip vom Groben zum Detail:
Eine Summe von Detailentscheidungen ergibt noch kein Gesamtkonzept, daher
soll zunächst ein genereller Lösungsrahmen festgelegt werden, dessen
Konkretisierungs- und Detaillierungsgrad später stufebweise erhöht
wird.
4.1 Phasenablauf eines Projekts
4.1.1 Vorstudie
Mit vertretbarem Aufwand ist zu erklären:
- ob richtiges Problem angegangen wird
- Bedarfserhebung
- welche Anforderungen für die Lösung
vorliegen
- Lösungsprinzipien nach technischer,
wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht prüfen
- Gegenüberstellung
4.1.2 Hauptstudie
Ausgehend vom gewähltem Lösungsprinzip ist das Gesamtkonzept
zu erarbeiten:
- eine fungierte Beurteilung(Funktion,
Wirtschaftlichkeit) der eingeschlagenen Lösungsrichtung
- Investitionsrechnung
- Definition von Teilprojekten
- Prioritäten
setzen
4.1.3 Detailstudie
Starkes einengen des Betrachtungsfeldes:
- detaillierte Lösungskonzepte für Unter-
und Teilsysteme
- kritische Systemkomponenten mit hoher
Priorität bearbeiten
- eventuelle Anpassung des
Gesamtkonzepts
4.1.4 Systembau
z.B.:
- Bau von Gebäuden und Produktionsanlagen
- Programmierung der
Software
4.1.5 Systemeinführung
- dokumentierte Instruktion der Benutzer
- Inbetriebnahme der
Anlage
4.1.6 Systembenutzung
- Wartung und Unterhalt
- Verbesserungsvoschläge
- Entsorgung
4.2 Arbeitsregeln für das Projektmanagement
- Die effizientere Durchführung von besonderen Aufgabenstellungen
benötigt eine spezielle Organisation. Was sind besondere
Aufgabenstellungen?
- Ausgangspunkt sind Projektideen bzw. -initiativen. Es muß deutlich
zwischen Projektideen und -aufträgen unterschieden werden.
- Im Rahmen der Projektinitiative muß über die Nominierung der
Projektleitung entschieden werden. Der Projektleiter muß von allen
akzeptiert werden.
- Für ein Projekt muß auf jeden Fall ein schriftlicher
Projektauftrag erstellt werden.
- Ein Projekt beginnt mit einem Kick-Off-Meeting. Das ist eine einfache
Projekteröffnungsbesprechung, eine Projekteröffnungspräsentation
und eine Projekteröffnungsklausur.
- Die Projektleitung ist verplichtet im Rahmen der Einarbeitung des
Projektauftrags einen Projektablaufplan zu erstellen. Basis des Ablaufplans ist
der Projektstrukturplan. Er ist vom Groben ins Feine zu bearbeiten.
- Ein Projekt muß in regelmäßigen Intervallen geregelt unsd
gesteuert werden. Überwachen heißt die Statusermittlung und die
Abweichungsfeststellung und -analyse. Bei der Überwachung gibt es drei
Intensitätsstufen, die Arbeitskontrolle, die Projektfortschrittsermittlung
und Reviews. Grundsätzlich ist auf rationelle Gesprächsführung zu
achten.
- Für eine effiziente Projektabwicklung ist eine klare Rollenverteilung
notwendig.
- Eine wesentliche Aufgabe des Projektleiters ist die Organisation des
Informationsflusses in und um das Projekt. Grundsätzlich besteht für
einen Projektleiter Holschuld für alle extern das Projekt betreffende
Informationen und Bringschuld für alle intern das Projekt betreffende
Informationen.
- Bei der Erstellung schriftlicher Unterlagen ist zwischen laufendem
Schriftverkahr, Protokollen und dem Logbuch zu unterscheiden.
- Jedes Projekt benötigt eine organisierte Projektdokumentation. Es ist
zu sorgen, daß in der Projektleitung eine zentrale Ablage geschaffen
wird.
- Organisierter Projektabschluß mit Erstellung eines
Projektabschlußberichts.
4.3 Netzplantechnik
4.3.1 Einführung
Die Netzplantechnik erfaßt im allgemeinen jeweils nur Teilaspekte der
Planung. Dazu gehören z.B. die Arbeitsablaufplanung, die Terminplanung, die
Kapazitätsbelastungs- bzw. Maschinenbelegungsplanung, die Ausgaben- und
Liquiditätsplanung sowie die Kostenplanung und -überwachung. Die
beiden wichtigsten und bekanntesten Verfahren, die unabhängig voneinander
in den USA entwickelt wurden, sind CPM(Critical Path Methode) und PERT(Program
Evalution and Review Technique).
Netzplantechnik ist ein Hilfsmittel des Projektmanagers, aber nicht das
einzige. Es gibt eine Fülle von Software, mit der Netzplantechnik
computerunterstützt angewendet werden kann(z.B. MS Project).
4.3.1.1 Balkendiagramm
Für Arbeitsablauf- und Zeitplanung, ist die Darstellung der einzelnen
Projektaktivitäten(Vorgänge) in Form eines sogenannten
Balkendiagramms, für das man auch die Bezeichnung GANTT-Diagramm findet.
- Aktivitäten in senkrechter Achse
- Zeit in waagrechter Achse
- Länge des Balkens zeigt die benötigte
Zeit der Aktivität
an
Nachteile:
- Verleitet zu Fehlschlüssen da es nur schwer
möglich ist, Aussage über die Abfolge der einzelnen
Projektaktivitäten und damit über die Möglichkeiten zu
Verbesserung des Projektablaufes hinsichtlich der Zeit, der Kosten und der
Kapazität zu gewinnen.
- keine Ersichtlichkeit der Konsequenzen einer
Terminüberschreitung oder einer Änderung im Projektablauf
- je größer das Projekt desto
größer das Balkendiagramm
Diese Probleme weist die
Netzplantechnik nicht auf.
4.3.1.2 Netzplantechnik
- vollständige Erfassung der
Vorgänge
- Untersuchung der Abhängigkeiten zwischen den
Vorgängen
Vorteile:
- technische,wirtschafliche und logische
Abhängigkeiten zwischen Vorgängen werden berücksichtigt
- Wiedergabe logischen Projektablauf
- bei Zeitänderungen bleibt der Netzplan
unverändert
Elemente: Projektanfang, Projektende,
Vorgänge - Projektaktivitäten Reihenfolgebedingungen (geben an in
welcher Reihenfolge die Vorgänge auszuführen sind).
4.3.1.3 Vorgänge
- Vorgangsname
- Frühester Anfang
- Frühestes Ende
- Pufferzeit
- Spätester Anfang
- Spätestes
Ende
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4.3.1.4 Netzplandarstellung
Der Netzplan besteht aus Knoten die mit Pfeilen verbunden werden.
Vorgänge werden durch Pfeile oder Knoten dargestellt.
Gegenüberstellung verschiedener
Netzplandarstellungen:
|
Vorgangspfeilnetz
|
Vorgangsknotennetz
|
Ereignisknotennetz
|
|
Entwerfen
|
schwierig (Scheinvorgänge, Gefahr überflüssiger
Reihenfolgebed.)
|
einfach
|
einfach
|
|
Zeichnen
|
aufwendig
|
weniger aufwendig
|
weniger aufwendig
|
|
Hilfsmittel
|
keine geeigneten
|
Knotenstempel, Planungs-tafeln, Klebeetiketten,
|
keine geeigneten
|
|
Änderung
|
schwierig
|
leicht
|
leicht
|
|
Lesbarkeit
|
leicht
|
leicht
|
evtl. schwierig
|
|
Anordnungs-bezeichnung
|
nur einfache
|
alle
|
nur einfache
|
|
Besonderheiten
|
Scheinvorgänge
|
keine
|
Pfeile können i.A. nicht als Vorgänge identifiziert
werden.
|
4.3.2 Aufgabenbereiche und Anforderungen an die
Projektplanung
4.3.2.1 Aufgabenbereiche der Projektplanung
- Projektvorbereitung
- Projektablauf (Reihenfolge)
- zeitliche Projektabwicklung
- Kosten und Ausgaben
- Kapitaleinsatz
- Materialbereitstellung
- Arbeitskräfteeinsatz
- Resourcenbeanspruchung
4.3.2.2
Anforderungen
an die Projektplanung
- Wirtschaftlichkeit
- Flexibilität
- Transparenz
- Vollständigkeit
- Einfachheit
4.3.2.3 Anforderungen an den Projektmanager
- Fachkenntnisse bezüglich des Projekts
- Kenntnisse der Unternehmensorganisation
- Erfahrung mit Projektplanung und im Umgang mit
Projektplanungsmethoden
- Entscheidungsfähigkeit und
Durchsetzungsvermögen
- Verhandlungsgeschick und
Improvisationsvermögen
- Fähigkeit zu
Teamwork
4.3.2.4 Schematische Darstellung der Projektplanungsphase
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4.3.3 Ablaufplanung mit der Netzplantechnik
4.3.3.1 Projektstrukturplan
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Projekt in seine Bestandteile zergliedern --> Projektstrukturplan.
Graphische oder Tabellarische Aufgliederung des Projekts in Teilprojekt,
Teilprojekt in Unterprojekt usw. Die unterste Ebene zeigt die
Arbeitspakete.
Funktionsorientierter Projektstrukturplan:
Das Projekt wird in Betriebliche Funktionen
aufgeteilt.
Objektorientieter Projektstrukturplan:
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Zerlegung orientiert sich an technischer oder logischer
Zusammengehörigkeit der Komponenten des
Projektes.
Gemischtorientierter Projektstrukturplan:
Es werden beide Gliederungsprinzipien angewendet. Empfehlenswert bei
größeren Projekten.
Zusammenhang zwischen PSP und Netzplan:
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Aufgabenmatrix:
|
Abteilung/Kostenstelle
|
|
A
|
B
|
C
|
D
|
E
|
F
|
G
|
|
Aufgabe 1
|
x
|
|
|
|
|
|
|
|
Aufgabe 2
|
|
|
x
|
|
|
x
|
|
|
Aufgabe 3
|
|
|
|
|
|
|
x
|
|
Aufgabe 4
|
|
|
x
|
|
|
|
|
|
Aufgabe 5
|
|
x
|
|
|
x
|
|
|
Es erfolgt eine Zuordnung der Aufgaben zu den Abteilungen und sie liefert
Informationen über die Struktur eines
Projektes.
Verwendung von Teilnetzen:
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Planung in mehreren Ebenen:
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Vorteile der Netzplandarstellung eines Projektes:
- Zwang zum exakten Durchdenken eines
Projektes
- Zeigt die Ablauffolge der
Projektvorgänge
- graphische Darstellung erleichtert die
Kontrolle
- übersichtliche, leicht verständliche
Darstellung
- transparenz des gesamten
Projektablaufes
4.3.4 Zeitplanung mit der Netzplantechnik
4.3.4.1 Phasen der Zeitplanung
- Zeitanalyse (Schätzung der
Vorgangszeiten)
- Berechnung der absoluten Vorgangszeiten und
Pufferzeiten
- Anpassung des Plans an Terminvorgaben
- Umwandlung der absoluten Zeitpunkte in
Kalendertermine
- Erstellung von Unterlagen für die
Arbeitsvorbereitung oder
Projektdurchführung
4.3.4.2 Berechnung der Ausführungsdauer
Allgemein:
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Bei Mehrschichtbetrieb:
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Bsp.: Aushub einer Baugrube
Geschätzt 30 Personentage, Zweischichtenbetrieb, drei
Arbeitskräfte je Schicht
Ausführungsdauer = 30 /(3*2)=5
Tage
4.3.5 Zeitplanung im einfachen
Vorgangsknotennetz
4.3.5.1 Berechnung der Vorgangszeitpunkte im
Netzplan
Abkürzungen für die Berechnungen in der
Zeitplanung:
FAZ = frühester Anfangszeitpunkt
FEZ = frühester Endzeitpunkt
SAZ = spätester Anfangszeitpunkt
SEZ = spätester Endzeitpunkt
GP = gesamte Pufferzeit
Knotenaufteilung für die Zeitrechnung:
|
Vorgang
|
frühester
Anfangszeitpunkt
|
spätester
Anfangszeitpunkt
|
|
Dauer
|
frühester
Endzeitpunkt
|
spätester
Endzeitpunkt
|
|
gesamte
Pufferzeit
|
freie
Pufferzeit
|
|
Für die Durchführung der Berechnungen werden die Vorgangsknoten
aufgeteilt.
Berechnungsformenln für die FAZ, FEZ, SAZ und SEZ:
i= Vorgang
V(i) = Vorgänger von i .
N(i) = Nachfolger von i.
FAZ(i) = MAX( FEZ( V( i )))
FEZ(i) = FAZ(i) + Dauer(i)
SEZ(i) = MIN( SAZ( N( i )))
Pufferzeitenberechnungen:
GP(i) = SEZ(i) - FEZ(i) = SAZ(i) -FAZ(i)
FP(i) = MIN( FAZ( N( i))) - FEZ(i)
gesamte Pufferzeit:
Ist die Zeit, die für die Verschiebung oder Ausdehnung des Vorgangs
max. zur Verfügung steht. Sie ergibt sich wenn alle Vorgänger des
betrachtenden Vorgangs sich in ihrer frühesten Lage und alle Nachfolger
sich in ihrer spätesten Lage befinden. Sie entspricht somit der Differenz
zwischen frühester und spätester Lage des Vorgangs.
freie Pufferzeit:
Die freie Pufferzeit des Vorgangs i ist die Differenz zwischen dem
kleinsten frühesten Anfangszeitpunkt aller Nachfolger N(i) des Vorganges i
und dem frühesten Endzeitpunkt von i.
Vorgangsknotennetz mit Rechenfeldern:
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Ausgerechnete Felder:
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4.3.6 Berücksichtigung von Kosten bei der
Projektplanung
4.3.6.1 Aufgaben und Ziele der Kostenplanung
- Ermittlung eines Anbotpreises
- Informationsbeschaffung für die
Kostenrechnung
- Soll-Ist-Vergleich
- Frühwarnung
- Kostenprognose
- Schwachstellenanalyse
- Wirtschaftlichkeitskontrolle und
-verbesserung
- Informationsermittlung für zukünftige
Projekte
4.3.6.2 Stellung der Kostenplanung bei der Projektplanung
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Kostenplanung und Kostenkontrolle ist eine Betriebswirtschaftliche
Aufgabe.
4.3.6.3 Kostenanalyse
Kostenerfassung im PSP:
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4.3.7 Kostenplanung und -kontrolle
4.3.8 Berüksichtigung von Kapazitäten bei der
Projektplanung
4.3.8.1 Bereitstellungs- bzw. Einsatzplanung für Arbeitskräfte und
Maschinen
Einsatzplan:
Zeigt an welche Produktionsmittel zu welchen Zeitpunkten in welchen Mengen
bereitgestellt werden müßen .
4.3.8.2 Kapazitätsbelastungsplan
Tabellenform und graphische Form
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5 Organisationmethodik
5.1 Organisationgrad
Improvisation <=>
Organisation
5.2 Ziel der Organisation
- maximale Effektivität
- maximaler Gewinn (Privatwirtschaft)
- minimale Kosten (Gemeinde)
- kürzeste Zeit (Militär)
- transparente Struktur
- Organisation schafft Sicherheit
- Absicherung bestehender Herrschaftsbeziehungen
(Chef bleibt Chef)
- weniger abhängig von betimmten
Handlungsträgern
Die Organisationmethodik hat 3
charakteristische Prinzipien:
- Vom Groben ins Detail
- Planungsprozeß besteht aus
- Vorstudie
- Hauptstudie
- Detailstudie
- Planungsprozeß verläuft in
abgrenzbaren Stufen
- Zielbildung
- Problemanalyse
- Alternativensuche
- Alternativenbeurteilung
- Entscheidung
6 Erhebungstechniken
6.1 Befragung
- Einmalige Befragung und Panelbefragung
- Einmalige Befragung ist eine einmalige
Zeitpunktsbefragung. Panelbefragungen werden in regelmäßigen
Zeitabständen mit den gleichen Personen wiederholt.
- Mündliche und Schriftliche Befragung
- Mündliche Befragung: Beeinflussung durch den
Interviewer, größere Aussagefähigkeit, Möglichkeiten auf
neue nicht bedachte Aspekte aufmerksam zu werden.
- Schriftliche Befragung: weniger Zeit- und
Arbeitsaufwand, Manipulation durch Interviewer ist ausgeschlossen, Einfluß
eines dritten beim Ausfüllen des Fragebogens.
- Standardisierte und nicht standardisierte
Befragung
- Standardisierte Befragung: Anzahl, Inhalt,
Formulierung und Reihenfolge der Fragen fest vorgegeben
- nicht Standardisierte Befragung: eignen sich nur
bei hoher Fachkenntnis des Personenkreises
- Harte, weiche und neutrale Befragung
- Harte Befragung: schnelle Abfolge der Fragen,
ständiger Druck auf den Befragten, Zwang zur spontanen Antwort
- offene und geschlossene Fragestellung
- offene Fragestellung: lassen verbale,
freiformulierte Antworten zu, eignen sich besonders für
Voruntersuchungen
- geschlossene Fragestellung:
Antwortmöglichkeiten vorgegeben, für Massenbefragungen gut
geeignet
- Direkte und Indirekte Fragestellung
- Direkte Fragestellung: sprechen den zu
untersuchenden Sachverhalt konkret an
- Indirekte Fragestellung: will man über
Umwege das was man wissen will erfragen, sind vorzuziehen, wenn zu erwarten ist,
daß nur ungern oder wahrscheinlich falsch geantwortet wird
- Grundsätze für die Vorbereitung von
Befragungen
- mit allgemeinen Befragungen soll die
Auskunftsbereitschaft geweckt werden
- einleitende Fragen sollen mit Beispielen
verdeutlicht werden
- Fragen sollten kurz, möglichst ohne
Unterfragen formuliert werden
- die Fragen solten in Umgangssprache formuliert
werden
- alle Alternativen müssen genannt werden
- Fragen sollten nicht abstrakt sein, sondern an
konkrete Erfahrungen angeknüpfen
- Reihenfolge der Fragen muß beachtet
werden
- auf Suggestivfragen ist zu verzichten
- es soll kein Eindruck von Hast oder Eile
vorliegen
6.2 Beobachtungen
Ziel der Beobachtung ist es organisatorisch relevante Sachverhalte zu einem
bestimmten Zeitpunkt festzuhalten.
- offene und verdeckte
Beobachtungen
offene Beobachtungen: Der Beobachtete weiß,
daß er beobachtet wird.
- strukturierte und unstrukturierte
Beobachtungen
strukturierte Beobachtungen: Forscher geht nach
einem differenziertem System, festgelegter Beobachtungsstrategien vor.
- aktiv teilnehmende und nicht aktiv teilnehmende
Beobachtungen
Der aktiv teilnehmende Beobachter arbeitet eine
bestimmte Zeit bei der Erfüllung der Aufgabe
mit.
6.2.1 Multimomentaufnahme
Besteht in dem Erfassen der Häufigkeit zuvor festgelegter Ablaufarten
mit Hilfe stichprobenmäßig durchgeführter Kurzzeitbeobachtung.
Es handelt sich um ein indirektes Messen der Zeitdauer, indem von der
Häufigkeit des Auftretens auf die Dauer rückgeschlossen wird. Gut zu
verwenden für:
- Teilzeitaufnahme
- Ermittlung betrieblicher Kennzahlen
(Auslastungsgrad)
- Transportanalyse
- mehrere Ereignisse gleichzeitig
analysieren
Ablauf einer Aufnahme:
- Ziele festlegen (Kennzahlen, Verteilzeitzuschläge)
- Rundgangsplan festlegen
- erforderlichen Beobachtungsumfang bestimmen (Anzahl der Stichproben)
- Rundgangszeitpunkte bestimmen (aus Zufallstabelle)
- vorher bestimmte Beobachtungen durchführen
- Zwischenauswertung(Vergleich der erzielten mit der erforderlichen
Genaugikeit)
- Endauswertung
Voraussetzung:
- Information der Vorgesetzten, Arbeitsrat und
Betriebsrat
- Unterscheidung der Ablaufarten leicht und rasch
möglich
Vorteile:
- keine Meßgeräte erforderlich
- der zeitliche Aufwand ist geringer als bei
vergleichbaren Zeitaufnahmen (40-70%)
- kann unterbrochen und wieder neu begonnen
werden
- es können viele Arbeitsplätze
gleichzeitig beobachtet werden
- man kann mit angelerntem Personal
arbeiten
Nachteile:
- System ist anfällig auf Störungen
- es werden nicht alle Störungselemente
analysiert
- Aussage ist nicht sehr
beweiskräftig
6.2.2 Selbstaufschreibung
- Vorgänge müssen repräsentativ
sein
- leicht nachprüfbar
- Stetigkeit der
Vorgänge
Arten:
- Tagesbericht
- Tätigkeitsbericht
Unter
Selbstaufschreibung versteht man die Dokumentation von Vorgängen und Zeiten
durch die Mitarbeiter. Achtung: sehr subjektive Darstellung.
Zur Erstellung von Tagesberichten werden die Mitarbeiter aufgefordert alle
Aktivitäten im Behandlungszeitraum in einem Formblatt zu nennen. Es
fällt den Mitarbeitern oft leichter Tätigkeiten, als die
zugrundeliegenden Aufgaben zu nennen. Wen man konkret alle Tätigkeiten
erfaßt gewinnt man auch Aufschluß über nicht aufgabenbezogene
Tätigkeiten.
Im Tätigkeitsbericht werden Aufzeichnungen von Tätigkeitstzeiten
und Bearbeitungsmengen durchgeführt. Man kann erkennen, daß der
Zeitaufwand für unwesentliche Tätigkeiten (Botengänge, Jausen
holen, Zeitung lesen) unterschätzt wird.
Typische Beispiele sind:
- Bericht für Ferialpraxis
- interne Leistungsverrechnung
(Leistungsschein)
- Bautagebuch
7 Darstellungstechniken
Organisationsgrad: Genauigkeit der Festlegung von:
- Arbeitsinhalt
- Arbeitszeit
- Arbeitsraum
- Zuordnung
Mit wachsendem
Organisationsgrad:
- Organisationsschaubild
- Kommunikationsdiagramm
- Funktionsdiagramm
- Stellenbeschreibung
- Entscheidungstabellen
- Netzplantechniken
7.1 Organisationsschaubild
(Kommunikations-) Abläufe können im Organigramm nicht dargestellt
werden. Das Organigramm stellt eine vorhandene oder geplante, betriebliche
Ablauforganisation dar.
{Bild - Organigramm allg.}
Sie veranschaulicht im einzelnen:
- das Verteilungssystem der Aufgaben und
- Zusammenfassung der Teilaufgaben in Stellen
- Das Gefüge der Stellen und ihre horizontale
Zusammenfassung zu Abteilungen
- Die Rangordnung der Instanzen
- Eingliederung der Leitungsgehilfen
(Stabstellen)
- System der vertikalen Kommunikationswege (Dienst-
und Anordnugswege)
- personelle Besetzung der Stellen und deren
Stellvertreter soweit dies gewünscht ist.
Die
Komplexität eines Organigrammes soll geheim gehalten werden und eventuell
in Unterorganigramme geteilt werden.
{Bild - Bsp. f. ein
Organigramm}
7.2 Kommunikationsdiagramm
Soll Kontakte zwischen verschiedene Abteilungen sowie deren Häufigkeit
grafisch veranschaulichen. Die Strichstärken geben Auskunft über
Kommunikationshäufigkeit und -dauer. Weiters lassen sich die Informationen
zu den verschiedenen Hierarchien verdichten. Die Kommunikationsbeziehungen
werden so komprimiert und übersichtlich dargestellt.
Kommunikationsdiagramm in Dreiecksform:
{Bild - KD in DF}
Kommunikationsdiagramm in Ringform:
{Bild - KD in RF}
Anwendungsbeispiele:
- Werksplanung
- Büroverteilung (Raumplanung)
- Analysen für
Organisationsänderungen
7.3 Einflußanalysen
|
Ziele
Einflußfaktoren
|
Gewinn
|
Kundenzu-friedenheit
|
Marktanteil
|
Mitarbeiter-motivation
|
Summe
|
Rang
|
|
neues PPS
|
2
|
3
|
1
|
2
|
8
|
2
|
|
Werbung
|
3
|
2
|
3
|
1
|
9
|
1
|
|
Schulung
|
0
|
1
|
0
|
3
|
4
|
4
|
|
Mitarbeiterinfos
|
0
|
1
|
0
|
3
|
4
|
4
|
|
neue Aufbauorg.
|
1
|
2
|
0
|
2
|
5
|
3
|
0...keine Auswirkung
3...starke Auswirkung
|
Aktiv
Passiv
|
neues PPS
|
Termintreue
|
Mitarbeiter-motivation
|
Qualitäts-verbesserung
|
Werbung
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Summe
|
|
neues PPS
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x
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3
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1
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1
|
0
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5
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|
Termintreue
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0
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x
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2
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1
|
1
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4
|
|
Mitarbeitermotivation
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3
|
3
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x
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2
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0
|
8
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|
Qualitätsverbesserung
|
0
|
0
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2
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x
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1
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3
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Werbung
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0
|
0
|
1
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1
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x
|
2
|
|
Summe
|
3
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6
|
6
|
5
|
2
|
x
|
7.4 Stellenbeschreibungen
In Stellenbeschreibungen werden die weisungsbezogenen, kommunikativen
Einordnungen von Stellen, Aufgaben und Kopetenzen des Stelleninhabers sowie die
Anforderungen an den Stellinhaber festgehalten.
Es gibt drei Ziele:
- die wiederspruchsfreie und detailierte Fixierung
der Unternehmensorganisation
- eine Objektivierung der Lohn- und
Gehaltsstruktur
- die schriftliche Festlegung von Leistungsvorgaben
und -normen
Weiters sind sie hilfreich bei:
- Stellenbesetzung
- Aufgabendelegation
- Unterstützung bei
Realisierungsmaßnahmen
- für Qualitätsmanagmentsysteme nach ISO
9000 erforderlich
Inhalte einer
Stellenbeschreibung:
Üblicherweise werden Formblätter verwendet, die
firmenabhängig sind. Folgende Punkte sollten aber angeführt
sein:
- Stellenbezeichnung: z.B. technischer Leiter
- Dienstrang: Geschäftsführer,
Bereichsdirektor, Bereichsleiter, Abteilungsleiter, Gruppenleiter, Betriebschef,
Betriebsleiter, Werksleiter; Direktor (Dir), Prokurist (ppa),
Handlungsbeauftragter (i.V.), im Auftrag (i.A.),
- Eingliederung in die Organisation:
- Vorgesetzter
- direkt unterstellte Abteilungen
- Stellenziele:
- Steigerung der Produktivität
- teamorientierte Führung der technischen
Abteilung
- Stellenvertretung: entweder Stelle mit
Kompetenzregelung oder Verteilung mit Aufgabenbeschreibung
- Hauptaufgaben: Aufgaben sind genau auf eine
einzelne Stelle hin einzugrenzen, wage Formulierungen sind zu vermeiden,
Führungsaufgaben sind zu beschreiben und soll die Aufgabe durch einen
Mitarbeiter oder sich selbst durchgeführt werden. (ca 1-2 A4 Seiten)
- Befugnisse: Vollmachten,
Entscheidungskompetenzen
- Informationsrecht:
- Bilanzeinsicht
- Management Information System
- Teilnahme bei Besprechungen
- Informationspflicht:
- Produktionsbericht, ...
- Anforderungen an den Stelleninhaber:
- Qualifikation
- Berufserfahrung
- internes Schulungsprogramm
- Unterschrift des
Stelleninhabers
Bsp.: Stellenbeschreibung für
PPS-Projektleiter (intern)
- Projektleiter, Einführung von
PPS-System
- Stellvertretender Abteilungsleiter
- Vorgesetzter: Stabstelle als Projekt,
Beiratsmitglied
- Unterstellte: temporär
- Ziel: Einführung eines integrierten
PPS-Systems der 4.Generation, neue Ablauforganisation
- Stellvertretung: keine
- Hauptaufgaben:
- Koordinierung der Projektaktivitäten
- Ist Situationsanalyse mit Konzepterstellung
- Angebotsanalyse
- Schulungskonzept erstellen und
durchführen
- Systemwartung (Anfangsphase)
- Pflichtenheft
- Terminüberwachung und Kostenverfolgung
- Einführung-Koordination
- Abnahme und Schlußbericht
- Befugnisse: i.V. beschränkt auf das
Projekt
- Info-Recht: Teilnahme an Monatsmeetings und
QM-Meetings
- Info-Pflicht: Monatsbericht und
Quartalsbericht
- Anforderungen:
- HTL-Niveau
- PPS-AV Kenntnisse
- Netzwerkkenntnisse
- UNIX
- 5 Jahre Berufserfahrung
- Wissen aus den Abteilungen: Fertigung/AV/Lager
(Logistik)
- Teamfähigkeit
- Durchsetzungsvermögen
- hohes Potential
(Managment)
7.5 Job Contract
Der Hauptzweck der Job Contract besteht in der möglichst kurzen,
jedoch eindeutigen Formulierung des Leistungsauftrages einer Stelle. In den
höheren Bereichen des Managements spielen detailierte Kompetenzregelungen
keine wichtige Rolle, sondern viel mehr die Ziele und Erwartungen der
übergeordneten Organisation.
Inhalt:
- Organisatorische Eingliederung
- Ziele, Verantwortlichkeit; (5-8 Ziele bzw.
Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten mit dem dazu erforderlichen
Zeitaufwand)
- Leistungsstandards
- Kompetenzvorbehalte (Vollmachten,
Einschränkungen)
- Ziel: Beschreibung der einzelnen Positionen
- Aufzeigen der Chef-Mitarbeiter
Beziehung
7.5.1 Gegenüberstellung Stellenbeschreibung <=> Job Contract
{Bild}
Die Wahl der Implementierungshilfsmittel richtet sich
nach:
- dem verfolgten Zweck
- Führungsstufe des Stelleninhabers
- gewünschtem
Detailierungsgrad
Die Stellenbeschreibung galt lange Zeit als das
beliebteste Hilfsmittel. Mit der Einführung neuer dynamischer
Organisationsformen (Matrixorganisation, MbO, Produktmanagement) mußten
neue, leistungsfähige Hilfsmtittel geschafft werden (Funktionsdiagramm).
Neben diesen technischen, verfeinerten Instrumenten werden zugleich einfachere
Formen (Job-Contract) eingeführt.
7.5.2 Charakteristika
Job-Contract:
- Führung eindeutig abgegrenzter Einheiten
(Sparten- bzw. Profitcenterleiter)
- Kompakte Auflistung des
Leistungsauftrages
Stellenbeschreibung:
- Integration einer Stelle in die Organisation
- Auflistung der Hauptaufgaben
- Regelung der wichtigsten
Kompetenzen
Funktionsdiagramm:
- Vollständige Auflistung von Aufgaben und
Kompetenzen
- Regelung komplexer Querverbindungen bei flexiblen
Organisationsformen (Matrix)
- Arbeitsplatzvorschriften; vollständige
Auflistung operativer Tätigkeiten bei ausführenden Stellen;
- Festlegung der Reihenfolge der
auszuführenden
Aufgaben
Mitarbeitergespräche:
- Auflistung der zu erfüllenden Ziele
- Ermittlung von Abweichungen und festlegung von
Korrekturmaßnahmen
7.6 Funktionsdiagramm
Bei anspruchsvollen Organisationstrukturen lassen sich die zahlreichen
Querbeziehungen nur mit einem Funktionsdiagramm mit ausreichendem
Detailierungsgrad regeln.
Hauptmerkmale und Ziele:
Zeigt in getrennter Form welche Stellen bei der Erledigung einzelner
Aufgaben mitwirken. Davon ist von Bedeutung, welche spezifischen
Tätigkeiten die einzelnen Stellen zur Aufgabenerledigung beiträgt.
Die wichtigsten Funktionen sind:
- Initiative Ergreifen I
- Planen P
- Entscheiden E
- Mitspracherecht M
- Anordnen O
- Ausführen A
- Kontrollieren K
{Bild FD}
Die Aufgaben: Was ist zu tun?
Die Stellen: Wer zur Lösung der Aufgaben mitwirkt.
Die Funktionen: Welchen Beitrag eine einzelne Stelle zur Lösung einer
Aufgabe beiträgt.
Ziele:
- klare Zuteilung und Abgrenzung von Aufgaben und
Kompetenzen für die wichtigsten Stellen
- Schaffung einer Gesamtübersicht über
das Zusammenwirken verschiedener Stellen bei Erfüllung einer Aufgabe
- Sicherstellung einer hohen Flexibilität
durch ein Hilfsmittel welches leicht und promblemlos geändert werden kann
(z.B. bei Umbauorganisation)
- Aufzeigen der Zusammenarbeit
- Förderung der
Teamarbeit
Abstimmung des Funktionsdiagramms auf die
Organisationsstruktur:
{Bild}
Die vorherige Klarstellung der Organisationsstruktur ist für die
Einführung des Funktionsdiagramms unerläßlich. In den
häufigsten Fällen erfaßt man mit einem Funktionsdiagramm 2-3
Führungsstufen. Für die weiteren Führungsebenen werden seperate
Funktionsdiagramme erstellt.
{Abb 4.18}
Erstellen eines Aufgabenkatalogs:
{Abb 4.19}
Festlegung der Funktionen:
Unter Funktion verstehen wir eine Tätigkeit, welche zur Erfüllung
einer Aufgabe erforderlich ist.
Vorgehen bei der Erstellung eines Funktionsdiagramms
- Erstellen eines Organigramms
- Vorgehen vom Groben ins Detail
- Mitsprache der Mitarbeiter
- Festlegung der Funktionen mit den
Mitarbeitern
- Abstimmung mit anderen Abteilungen
- Inkraftsetzen
Hauptvorteile:
- hohe Identifikation und Lerneffekt
- Förderung der Teamarbeit
- Selbstkoordination
7.7 Methoden zur Darstellung von Arbeitsabläufen und Prozessen
Analyse und Gestaltung von Prozessen
Aufgabenstruktur
Strukturtierung der Aufgaben:
- Gesamtaufgabe
- Teilaufgabe
- Verrichtung
Ziele:
- Vollständigkeit
- Transparenz
- stellengerechte
Bündelung
Ablaufstruktur
Einplanung von Aufgaben:
- auf dem kürzesten Weg
- in der kürzesten Zeit
- mit dem kleinsten
Aufwand
Ziele:
- schnelle Durchlaufzeiten
- optimale Auslastung der Stellen
- Dokumentierung(z.B. für
Qualitätssicherung)
{Bild}
|
Aufgaben:
|
Stellen:
|
|
---
|
|
|
|
|
|
---
|
|
|
|
|
|
---
|
|
|
|
|
Analyse und Gestaltung der Aufgabenstruktur:
|
Anwendungsbereich
|
Vorgehen/Zweck
|
|
Eigentliche Aufgaben-Analyse
Als Grundlage für:
|
- systematische Erfassung der Aufgaben
- Vollständigkeit, Systematik,
Transparenz
- Erstellen von: Pflichtenheften,
Funktionsdiagramm, Arbeitsanweisungen
|
|
Arbeitsvereinfachungskonzepte
|
- • Darstellung der bestehenden
Aufgabenteilung
- richtige Bündelung von Aufgaben
- logische Arbeitsteilung
- Neuzuordnung der Aufgaben
- Effiziente Abwicklung der Aufgaben
|
|
Gemeinkosten-Wert-Analyse
|
- • Bewerten der Aufgaben
- Reduzierung von Leistungen
- Rationalisierung von Leistungen
- Einstellung von Leistungen
|
|
Schlüsselbereiche
|
- • Gewichtung der Aufgaben
- Definition der Schlüsselbereiche
- zielkonformer Einsatz der
Mitarbeiter
|
Eigentliche Aufgaben-Analyse nach Jordt/Gscheidle:
Ausgangspunkt der Aufgabenanalyse sind die Ziele des Unternehmens. Die
Ermittelten Aufgaben geben Aufschluß darüber, ob die erforderliche
Tätigkeiten zur Zielerreichung lückenlos ausgeführt
werden.
7.7.1 Arbeitsvereinfachungskonzept
Im Vordergrund steht die bestmögliche Aufgabenzuteilung. Die
anfallenden Arbeiten sollen:
- auf dem kürzesten Weg
- in der kürzesten Zeit
- mit dem geringsten Aufwand und
- den richtigen Personen erledigt
werden
7.7.2 Gemeinkostenwertanalyse
Bei diesem Einsparungskonzept steht verstärkt die
Kosten-/Nutzenüberlegung im Vordergrund:
- Welche Aufgabentätigkeiten sind zum
Erreichen der Ziele notwendig?
- Kann der Aufwand zur Erbringung dieser Leistung
allenfalls reduziert werden?
- Welchen Beitrag leisten die einzelnen
Tätigkeiten zur Zielerreichung und was kosten
sie?
Vorteile:
- das in Frage stellen der einzelnen
Tätigkeiten
- Kosteneinsparung
- Kosten-/Nutzen-Denkende beteiligten Mitarbeiter
wird gefordert
Nachteile:
- die strategischen Erfordernisse und Ziele werden
kaum berücksichtigt
- sie ist oft eine Alibihandlung, das Problem liegt
aber in der
Personalführung
7.7.3 Festlegung der Schlüsselbereiche
Hier wird versucht den größten Teil des Arbeitspotentials auf
die wichtigsten Aufgaben oder die Schlüsselbereiche auszurichten.
Solche strategischen Grundsätze sind:
- Konzentration der Kräfte auf die einzelnen
Marktsegmente
- Erkennen und Ausnützen von
Synergiepotentialen
- Ausrichten der Unternehmensaktivitäten auf
die Stärken des Unternehmens weiters Umgeghen der
Schwächen
7.7.4 Analyse und Gestaltung von Arbeitsabläufe
Bisheriges Vorgehen beim Einsatz von EDV:
Hardware -> Software -> Organisationsgestaltung
Neues Vorgehen:
Organisationsgestaltung -> Software -> Hardware
{Abb 5.19}
Entsprechende Hilfsmittel:
Hier steht die
Frage welche Stellen sich mit welchen Aktivitäten an einem
Arbeitsprozeß beteiligen im Vordergrund.
Vorteile:
- rasche und einfache Erstelung
- guter Überblick über die an einer
Operation beteiligten Stellen
Nachteile:
- bei weiterer Verfolgung des Projekts muß
der Ablaufplan in detailierterer Form nochmals aufgenommen werden
- Formularablaufplan
Einsatz:
- Zur Erfassung und Änderung relativ komplexer
Arbeitsabläufe im administrativen
Bereich
Vorteile:
- exakte Aussage
- anschauliche Darstellung der Formularabläufe
(Entstehung und Ablage)
Nachteile:
- sehr aufwendige Arbeit
- Veränderungen nicht mehr aktuell
- Aufgaben-Folgeplan
(Flow-Chart)
{Bild}
Einsatz:
- In vereinfachter Form bei Strukturanalysen zur
Erfassung der Hauptabläufe, in detailierter Form zur Analyse und
Verbesserung der Arbeitsabläufe
Vorteile:
- Übersichtliche Darstellung der
Hauptaktivitäten sowie der Abzweigungen
- relativ rasche Erstellung
- Zwang zur logischen Weiterverfolgung der
Operation
Nachteile:
8 Entscheidungstechniken
8.1 Investitionsrechnung
{Bild}
Investitionsentscheidungen sind wesentliche Entscheidungen über die
langfristige Verwendung der knappen betrieblichen Finanzmittel. Die Bedeutung
liegt:
- langfristige Wirkung
- Kapazität und Flexibilität
- Marktposition
- zukünftige
Ertragskraft
Investitionsgrenze in der Privatwirtschaft:
- pay-back =< 3 Jahre (Amortisationszeit)
- Energiesparinvestition: rund 5-10 Jahre
- Bau von neuen Kraftwerken: rund 10-20
Jahre
Wirkungskomponenten der Investition:
- Erfolgskomponente
- Liquiditätskomponente
- Risikokomponente
Entwicklung
eines Grundmodells zur Planung von Investitionsprojekten:
{Bild}
Zahlungsstrom:
8.1.1 Statische Investitionsrechnung
Kostenvergleichsrechnung:
Die Basis dieser Vergleichsrechnung ist der Vergleich von
Stückkosten.
Gewinnvergleichsrechnung:
Hier wird als Basis der zu erzielende Gewinn/Jahr herangezogen.
Gewinn [ÖS/Jahr] = Erlös [ÖS/Jahr] - Gesamtkosten
[ÖS/Jahr]
{Tabelle}
Kalkulatorische Zinsen:
{Bild}
Rentabilitätsvergleichsrechnung:
8.1.2 Statische Amortisationsrechnung (Pay-Back)
Amortisationsdauer:
{Formel}
{Bild}
Die Amortisationsdauer ist vor allen Dingen ein
Risikomaßstab.
8.1.3 Dynamische Investitionsrechnung
Unterschiede:
statische Investitionsrechnung
- kalkulatorische Größe
- Zeitpunkt der Zahlung nicht
berücksichtigt
- Bildung von
Jahresdurchschnittswerten
dynamische
Investitionsrechnung
- Zahlungsströme(Cash Flows)
- Zeitpunkt des Zahlungsanfalls wird
berücksichtigt(Zinseszinsrechnung)
- gesamte Nutzungsdauer wird
berücksichtigt
Die dynamischen Verfahren der
Investitionsrechnung vermeiden den Hauptfehler aller statischen Verfahren indem
sie den Zeitfaktor der Zahlungen (Einnahmen, Ausgaben) berücksichtigen.
Anstatt Kosten und Erträge werden Einnahmen und Ausgaben in der Rechnung
berücksichtigt. Besonders groß ist die Differenz bei langlebigen
Investitionsobjekten mit größeren
Amortisationszeiten.
8.2 Einfache Zinsrechnung
Die einfache Zinsrechnung berechnet die Zinsen vom
Anfangskapital.
8.3 Zinseszinsrechnung
8.4 Rentenrechnung
8.5 Zeitwert, Barwert
{Bild}
Üblicherweise wird für die Errechnung des Abzinsungsfaktors der
Zinssatz für langfristige Bankkredite herangezogen. Eher wird eine
pessimistische Annahme für dem Zinssatz angenommen.
Bei internationalen Investitionen sind die abzugebenden Steuern im
jeweiligen Land
mitzuberücksichtigen.
8.6 Die Kapitalwertmethode
{Bild}
Der Kapitalwert ist also mit Hilfe des Kalkulationszinsatzes auf einem
Betrachtungszeitraum diskontierten (abgezinsten) Überschüsse der
Einnahmen über die
Ausgaben.
8.7 Die interne Zinssatz-Methode
Der interne Zinssatz ist jener Diskontierungszinssatz bei dem der
Kapitalwert 0 wird. Der interne Zinssatz ist ein Maß für die
Risikoabschätzung einer Investition.
9
Entwicklung
und Gestaltung von
Produkten
9.1 Produktlebenszyklus
9.1.1 Einführungsphase
- hier ist der größte
Marktwiderstand
- die Verluste setzen sich zusammen aus:
- Forschung, Entwicklung und Betriebsmittel
- Werbungs- bzw. Marktkosten
Im
Idealfall endet die Einführungsphse mit dem
Brek-Even-Point.
9.1.2 Wachstumsphase
Ist die Phase mit beschleunigtem Ausbreitungsprozeß, die
Umsatzentwicklung erfolgt in Schüben, wichtig ist die Erreichung hoher
Marktanteile.
9.1.3 Reifephase
Es liegt ein Preisverfall vor, wichtig ist eine gezielte
Martpflege.
9.1.4 Sättigungsphase
Die Gewinne sinken kontinuierlich. (Bsp.
NIVEA-Creme)
9.1.5 Rückgangsphase
Frage des rechtzeitigen
Ausstiegs.
9.1.6 Kurvenverlauf
9.2 Break-Even-Point / Break-Even Analyse
Auch Gewinnschwellenanalyse genannt. Hier wird die Ergebnisgröße
Gewinn den fixen und den variablen Kostenbestandteilen gegenübergestellt.
Besondere Berücksichtigung findet hier der Beschäftigungsgrad und die
Stückzahl.
{Bild}
Gewinn = Erlöse - Kosten (G = E - K)
Kosten = Fixkosten + Variable Kosten
Variable Kosten sind Stückzahlabhängig.
Das Ziel der Break-Even Analyse ist es die kritische Menge zu ermitteln
(Break-Even-Point). In der Praxis wird die Break-Even Analyse in vielen
Varianten eingesetzt um die Auswirkungen, auf die Gewinnsituation, des
Unternehmens, festzustellen. Es gibt mehrere Gründe, die diese Analyse in
Frage stellen:
- Der Preis und die variablen Stückkosten
können nicht immer als konstant angenommen werden.
- Die Verteilung der Geldströme im Zeitablauf
wird nicht berücksichtigt.
- Eine eindeutige Trennbarkeit in fixe und
variablen Kosten ist meist nicht
möglich.
Bsp.:
|
geschätzte Entwicklungskosten
|
750.000,-
|
|
Kosten für Investitionen(Betriebsanlagen)
|
1.800.000,-
|
|
jährliche Zusatzinvestitionen(Verbesserungen)
|
340.000,-
|
|
variablen Stückkosten
|
920,-
|
|
geplanter Verkaufspreis
|
1.200,-
|
|
geschätzte Lebensdauer
|
3 Jahre
|
Ges.:
- Break-Even-Point der Produktionsmenge / Jahr
- 700.000,- Gewinn: Welche Menge muß produziert
werden?
9.3 Erfahrungskurve (Lernkurve)
Grundaussage: Mit jeder Verdopplung der kumulierten Menge entsteht ein
Kostensenkungspotential von 20-30% der Kosten der Wertschöpfung(Umsatz -
Materialkosten) in konstanten Preisen.
9.3.1 Marktanteil
Entscheidend ist die Lage auf der Erfahrungskurve im Vergleich zu den
Konkurennten. Je höher der Marktanteil eines Unternehmens ist desto rascher
kann es sich auf der Erfahrungskurve abwärts bewegen. Die Aufgrund des
Marktanteils und damit der Erfahrungskurve möglichen Preissenkungen
können Marktanteil schwache Wettbewerber aus dem Markt
drängen.
9.3.2 Mögliche Schlußfolgerungen
- strategische Ausgangpositionen für
Produktentwicklungen lassen sich erklären
- es lassen sich differentierte
Rationalisierungsmaßnahmen ermitteln
- dieses Wissen ist im Einkauf
nutzbar
9.4 Portfolioanalyse
9.4.1 Question marks
Diese erfordern eine Menge Bargeld um die Marktanteile zu halten. Es ist zu
entscheiden ob diese Produkte zu Stars geführt werden sollen oder ob diese
Produkte auslaufen
sollen.
9.4.2 Stars
Es benötigt viele Investitionen um einen ausgeprägten Star zu
erhalten.
9.4.3 Cash-Cows
Da wenig investiert wird, sind die Gewinne meist relativ
gut.
9.4.4 Dogs
Solange sie positiv sind werden sie gehalten. Zukünftige
Gewinnträger sind dort selten zu
finden.
9.5 ABC-Analyse
Die ABC-Analyse beschreibt das Mengen-Wert-Verhältnis der Artikel. Die
Teile werden nach abfallenden Wert geordnet und kumuliert in ein Diagramm
eingetragen. Das Ziel dieser Analyse ist einerseits das Setzen von
Prioritäten, andererseits das Entwickeln von Logistikkonzepten.
{Bild}
Die 80-20 Regel sagt aus, daß im Durchschnitt 20% der Teile 80% des
Werts ausmachen.
Weitere typische Analysenmöglichkeiten sind:
- Umsatz/Lieferant für die Entwicklung einer
Einkaufsstrategie
- Gewinn/Produkt
- Gewinn/Kunde
- Deckungsbeitrag = Umsatz - variable Kosten =
Fixkosten + Gewinn
- {Bild}
- Deckungsbeitrag/Kunde
- Deckungsbeitrag/Produkt
- Zahl der Lagerartikel/Zahl der
Lagerbewegungen
Aus logistischer Sicht können folgende
Strategien entwickelt werden:
- für A-Teile:
- Rationalisierungsmaßnahmen und
Wertanalysen
- strenge Terminkontrolle
- permanente Inventur
- für C-Teile:
- gegebenenfalls Produkteliminierung
- Verzicht auf Werbungstätigkeiten
- Betreuungsaufwand niedrig
- hohe Sicherheitsbestände
- Stichprobenmäßige
Inventur
9.6 RSU-Analyse
{Tabelle - Tabelle - Tabelle -
Bild}
9.7 Innovationsmanagement
Innovation bedeutet Erneuerung. Invention ist die Erfindung an und für
sich. Imitation basiert auf bereits markterprobten Innovationen. Modifikation
ist die Änderung ohne naturwissenschaftlichen
Hintergrund.
9.7.1 Merkmale
9.7.2 Innovationsprozeß
9.7.2.1 Ideengenerierung
Sammeln von Ideen: intern oder extern
Merkmale erfolgreicher Produktideen:
- technology push(neue technologie)
- demand pull(vom Markt her inspirierte
Produktidee)
- Bedürfnisse der Produktion
- Umweltschutz
9.7.2.2 Entwicklung von Ideen
- systematisch-analytische Methoden:
- Funktionsanalyse
- Problemlösungsbaum
- intuitiv-spontane Methode
- Brainstorming
- Discussion 66
- Methode
635
9.7.2.3 Ideenakzeptierung
- Prüfen der Ideen
- Erstellen von Realisationsplänen
- Entscheidung
{Bild}
9.7.2.3.1 Sichtungsprofil
dient zur Visualisierung einer Bewertung
|
|
|
-2
|
-1
|
0
|
+1
|
+2
|
|
interne
|
Schwächen
|
- finanzielle Risken
- Know How
|
|
|
|
|
|
|
Stärken
|
- • Betriebsausstattung
- Konzernsynergien
|
|
|
|
|
|
|
externe
|
Chancen
|
|
|
|
|
|
|
|
Gefahren
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ausprägung
|
9.7.2.3.2 Punktebewertung
Wird zur groben Sichtung einer großen Anzahl von Produktideen
verwendet. Um die Objektivität zu erhöhen wird eine Idee von mehreren
Personen bewertet und der gemittelte Wert zur Entscheidung
herangezogen.
9.7.2.4 Ideenrealisierung
Hier gelten die Richtlinien des
Projektmanagements
9.7.3 Brainstorming
9.7.3.1 Charakteristika
- das Wissen mehrerer Personen nutzen
- denkpsychologische Blockaden werden
ausgeschaltet
- das Kommunikationsverhalten der Beteiligten wird
gestrafft
- Diskussionen werden
vermieden
9.7.3.2 Vorgehen
- Jede Kritik oder Wertung wird auf eine nachfolgende Phase verschoben, d.h.
der Ideenfluß darf nicht unterbrochen, die Teilnehmer nicht frustriert
oder blockiert werden.
- Die Ideen aller Teilnehmer können und sollen aufgegriffen und
weiterentwickelt werden. Es gibt kein Urheberrecht. Wichtig ist ein positives
Denken.
- Die Teilnehmer können und sollen ihren Phantasien freien Lauf
lassen.
- Es sollen möglichst viele Ideen in kürzester Zeit produziert
werden(Quantität vor Qualität). Es können in 20 Minuten 50-100
Ideen produziert werden.
Allgemein: die ideale Brainstorminggruppe
umfaßt zwischen 5 und 7
Teilnehmern.
9.7.4 Methode 635
6 Teilnehmer, 3 Ideen/Teilnehmer, 5 mal Weitergeben
Jedes Mitglied schreibt 3 Ideen auf ein Blatt, danach reicht jedes Mitglied
das Blatt weiter. Die folgende Person soll aufbauend die Ideen
weiterentwickeln(um 3 zusätzliche Ideen). Am Ende einer Sitzung werden die
Ideen vom Moderator systematisch sortiert und gemeinsam mit den
Gruppenmitgliedern
bewertet.
9.8 Wertanalyse
Ist eine Methode die dazu dient die Herstellkosten zu senken. Ihr Ziel ist
es Produkte mit gleichem Funktionswert kostengünstiger zu
erstellen.
Einfluß auf die Produktkosten:
{Bild}
Die Wertanalyse ist das systematische, analytische Durchdringen von
Funktionsstrukturen mit dem Ziel einer abgstimmten Beeinflußung von deren
Elementen in Richtung einer
Wertsteigerung.
9.8.1 Merkmale
- Orientierung an qualitativer Zielvorgabe
- funktionsorientierte Analyse
- interdisziplinär
- auf menschliche Eigenarten zugeschnittenes
Vorgehen
9.8.2 Funktion
zielgerechte Wirkungsmöglichkeit eines Produktes
9.8.3 Wert
Der Wert eines Objektes wird als Grad des Nutzens ein bestimmtes
Bedürfnis zu befriedigen bezeichnet. Je höher und langfristig
gesichert der Erfolg für ein bestimmtes Objekt desto wertvoller wird es
für einen Benutzer. Er ist auch ein Maß für die
Vorziehungswürdigkeit eines Erzeugnisses.
Vorziehungswürdigkeiten sind:
- Qualität
- Rentabilität
- Aktualität
9.8.4 Ablauf einer Wertanalyse
- Vorbereitung: Man sollte sich auf neue Produkte
mit hoher Wertschöpfung(Kosten-Gewinn) konzentrieren(ABC-Analyse). Weiters
gehört die Zusammenstellung eines Wertanalyseteams dazu.
- Erfassen des Ist-Zustandes(Analyse der Haupt- und
Nebenfunktionen)
- Prüfen des Ist-Zustandes: ausgehend vom
Kundennutzen werden Soll-Funktionen erstellt und diese überprüft.
- Ermittlung von Lösungen(Brainstorming,
Methode 635)
- Prüfen der Lösungen(analytische
Methode)
10 Marketing
10.1 Historische Entwicklung
Seit dem 2. Weltkrieg hat sich der Markt von einem Verkäufermarkt zu
einem Käufermarkt entwickelt. Moderne Organisationssysteme haben alle eine
starke innerbetriebliche Ausrichtung des Marketinggedankens.
Grundsätzliche Unterschiede in der Organisation:
- Unternehmansleitbild geht von den Kundenproblemen
aus
- Forschungsschwerpunkte werden vom Markt
bestimmt
- Produktion muß flexibel und schnell
ablaufen
- dezentrale Organisationen funktionieren
besser
10.2 Definitionen
10.2.1 Marketing
Darunter versteht man die Planung, Koordination und Kontrolle
sämtlicher Aktivitäten eines Unternehmens. Ziel ist eine dauerhafte
Befriedigung der
Kundenbedürfnisse.
10.2.2 Vertrieb
Ist die technisch-organisatorische Durchführung des
Absatzes.
10.2.3 Verkauf
Ist der Rechtsvorgang des
Eigentumübergangs.
10.2.4 Umsatz
Ist der Wert der innerhalb eines Zeitraums abgesetzten Lieferungen und
Leistungen.
10.3 Denkmodell Markt
Unter Markt versteht man den ökonomischen Ort des
Tausches.
10.3.1 Vollkommener Markt
DasNachfrage-Angebot-Gleichgewicht funktioniert unendlich schnell. Alle
Anbieter bestreben des höchstmöglichen Gewinn. Es herrscht vollkommene
Markttransparenz.
10.3.2 Strukturmerkmale
- Anbieter am Markt
- Nachfrager
- Marktobjekt
- Distributionskonzept
- volkswirtschaftliche
Rahmenbedingungen
10.3.3 Marktfomenschema
10.4 Einteilung der Märkte
Kunde ist der
Endverbraucher für den nichtgewerblichen Gebrauch
Der Markt besteht
aus Einzelpersonen und Organisationen, welche Güter zum Zweck der Erzeugung
weiterer Produkte kaufen
- Wiederverkäufermarkt
- Märkte öffentlicher Betriebe
- Informationaler
Markt
10.5 Kaufverhalten
10.5.1 Kaufverhalten der Konsumenten
Die zentrale Frage ist, wie reagiert der Konsument auf verschiedene
Marketinginstrumente.
Folgende Faktoren beeinflussen das Einkaufsverhalten der
Konsumenten:
- kulturelle Faktoren
- menschliches Verhalten wird zum
größten Teil erlernt
- soziale Faktoren
- soziale Rollen beeinflussen den Kauf
- persönliche Faktoren(Alter, Geschlecht)
- psychologische Faktoren(Motivation zum Kauf,
...)
Marlows-Bedürfnispyramide:
{Bild}
Externe Faktoren:
{Bild}
Aida-Regel:
- der Nachfrager wird aufmerksam auf ein
Produkt(Attention)
- der Nachfrager zeigt sich
interessiert(Interest)
- der Nachfrager wünscht sich das Produkt zu
besitzen(Desire)
- der Nachfrager kauft das
Produkt(Action)
Nachfragekurve:
{Bild}
Typen industrieller Kaufentscheidungen:
- Erstkauf
- modifizierter Wiederholungskauf
- reiner
Wiederholungskauf
10.6 Absatzvorbereitung
10.6.1 Marktforschung
10.6.1.1 Analyse des Kaufverhaltens
- Käuferstruktur
- Form des Konsumverhaltens
- Kaufentscheidung
10.6.1.2 Konkurrenzanalyse
- Marketingstrategie
- Produktmerkmale, Stärken und
Schwächen
- Ressourcen und
Auslastungsgrad
10.6.1.3 Absatzprognosen
10.6.1.4 volkswirtschaftliche
Rahmenbedingungen
10.6.2 Marketingplanung
- Marketingziele
- Maßnahmen
- Absatzplan -->
Budget
10.7 Marketingkonzepte
10.7.1 Marketingmix
10.7.1.1 Produktmix -
Roiss
10.7.1.2 Preismix -
Höckner
10.7.1.3 Distributionsmix -
Ziehmayer
10.7.1.4 Absatzförderungsmix -
Müller
10.7.2 Marketingstategien
10.7.2.1 Marktfeldstrategien -
Roiss
10.7.2.2 Markstimulierungsstrategien -
Höckner
10.7.2.3 Marktparzellierungsstrategien -
Müller
10.7.2.4 Marktarealstrategien -
Ziehmayer
11 Produktionsplanung und
-steuerung(PPS)
11.1 Einleitung
11.1.1 Umfeld
- das jetzige Unternehmensumfeld wird zunehmend
chaotisch
- die Geschwindigkeit der Veränderungen steig
stark an
- die Wirkungszusammenhänge werden immer
komplexer
- Rezepte der Vergangenheit gelten immer
weniger
aktuelle Situation und zukünftige
Anforderungen:
- stärkere Kundenorientierung
- noch stärkere
Veränderungsbereitschaft
- möglichst gesamthafte gleichzeitige aber
auch einfache
Problemlösungen
11.1.2 Planen und Steuern
{Bild - Planen}
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|
Oberbegriff
|
Planen
|
Steuern
|
|
Unterbegriff
|
Zielplanung
|
Ablaufplanung
|
Mittelplanung
|
Veranlassung
|
Überwachung
|
Sicherung
|
|
zeitlicher Bezug
|
zukunftsorientiert
|
vergangenheits- und gegenwartsorientiert
|
gegenwarts- und zukunfts-orientiert
|
{Bild - Unternehmenspolitik}
Unternehmenspolitik:
Hier wird die Entwicklungsrichtung der Unternehmung bestimmt
strategische Planung:
legt in einer langfristigen Planung die Ressourcen fest(z.B. welche
Produkte auf welchen Märkten, welche Technologien eingesetzt
werden)
taktische Planung:
ist die Anpassung des Leistungspotentials
operative Planung:
sie geht von einem unveränderlichen Leistungspotential aus(z.B. welche
Aufträge müssen wir wann produzieren, welche Kapazitäten stehen
tatsächlich zur Verfügung, welche Konsequenzen ergeben sich aus
Terminverschiebungen)
11.1.3 Ziele
Termintreue:
Maß für die Einhaltung der Lieferzeiten
hohe und gleichmäßige
Kapazitätsauslastung:
Minimierung der Leitkapazität und Erkennund von
Engpässen
kurze Durchlaufzeiten
geringe Lagerbestände:
um die Zinsbelastung zu senken
geringe Werkstattbestände
hohe Lieferbereitschaft
hohe Flexibilität:
aufgrund der dynamischen Marktentwicklung wird von der Fertigung ein
Höchstmaß an Flexibilität verlangt
hohe Materialverfügbarkeit
erhöhte
Planungssicherheit
11.1.3.1 Zielsetzungen eines PPS-Systems
- Minimierung der Durchlaufzeiten: hohe
Materialverfügung, hohe Kapazitätsbestände(Betriebsmittel)
- Maximierung der Kapazitätsauslastung: hohe
Auslastung, hohe Materialbestände
- Minimierung der Kapitalbindung: minimale
Material- und Kapazitätsbestände
- Maximierung der
Termintreue
11.1.4 Fertigungs- und Produktionsplanung
Fertigungsplanung hat die Aufgabe Fertigungsunterlagen und Anweisungen
auszuarbeiten, nach denen gefertigt wird(Arbeitspapier, Zeichnung,
Stückliste). Bei Einzelfertigungerfolgt die Planung bei Kundenbestellung
und geht von vorhandenen Betriebsmitteln aus. die Planung geht bei weitem nicht
so weit in die Tiefe. Bei Serienfertigung werden Arbeitssysteme geplant, die
für längere Zeit in allen Einzelheiten festgelegt
werden.
11.1.5 Aufgaben der Fertigungssteuerung
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11.1.6 Funktionen in der Produktionsplanung und -steuerung
|
Planung
|
Funktionsgruppe
|
|
|
- • Produktionsprogrammplanung
- Mengenplanung
- Termin- und Kapazitätsplanung
|
|
|
- • Auftragsveranlassung
- Auftragsüberwachung
|
|
|
- 1. langfristige Produktionsplanung
- mittel- und kurzfristige Produktionsplanung
- Produktionssteuerung
- Produktionsprozeß
11.1.7 Produktionsprogrammplanung
{Abb. 3-13}
Grundsätzlich kann der Primärbedarf aus 2 bzw. 3 Auftragsarten
aufgelöst werden:
- Kundenaufträge und Anfragen: Da bei Auftragshereinnahme die
detaillierten Arbeitspläne nicht vorliegen, muß für die
Errechnung der Daten verdichtet und geschätzt werden.
- Grobplanung von Produktionserzeugnissen: Hierbei wird der
Kapazitätsbedarf auf Basis echter Daten, d.h. der entsprechenden
Stücklisten und Arbeitsdaten ermittelt.
- Lieferterminermittlung: Mit Festlegen des Liefertermins ist die Einplanung
fast zur Gänze
festgelegt.
11.1.7.1 Absatzprogramm und Prognosen
Aus dem Absatzprogramm und verschiedensten Marktforschungsergebnissen wird
der Primärbedarf des aufzulösenden Produktionsprogramms
ermittelt.
Man unterscheidet:
- Prognoserechnung für Erzeugnisse: Aus dem
auf einer Prognose basierenden Primärbedarf kann der Sekundärbedarf
abgeleitet werden. Je unsicherer die Prognose desto schwieriger ist dieses
Verfahren.
- Prognoserechnung für Teile und Baugruppen:
Hier wird auf jeder Distributionsstufe eine Prognose
erstellt.
|
4711
|
|
|
|
21 Stk.
|
|
|
Reservierung 1
|
10.4
|
-->
|
5 Stk.
|
|
|
Reservierung 2
|
17.4
|
-->
|
11 Stk.
|
|
|
Reservierung 3
|
24.4
|
-->
|
6 Stk.
|
|
|
|
|
|
|
|
11.1.7.2 Entwicklungsaufträge
Diese betriebsinternen Aufträge führen ebenfalls zur Einlastung
in die Grobplanung. Grundsätzlich ist es bei einer
zusammenhängenden Planung und Steuerung des gesamten Systems nötig,
die Vorlaufabteilungen(z.B. Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Einkauf) in
Planungs- und Steuerungsprozeß mit
einzubinden.
11.1.8 Mengenplanung
- Bruttobedarfsermittlung: Sie legt die mengen- und terminmäßige
Bestimmung des Bruttobedarfs an Baugruppen, Teilen und Rohstoffen sowie den
Tertiärbedarf fest.
- Bestandsführung: Hier werden die Lagerzu- und -abgänge
erfaßt.
- Nettobedarfsermittlung: Unter Berücksichtigung des verfübaren
Lagerbestands wird der Nettobedarf ermittelt.
- Beschaffungsrechnung: Sie faßt verschiedene Bedürfnisse des
gleichen Materials innerhalb eines Zeitraums zusammen und optimiert den
Bestellvorschlag.
- Bestandsreservierung: Hier werden die Materialien in zeitlicher und
mangenmäßiger Auftragszuordnung
reserviert.
|
4711
|
|
|
|
21 Stk.
|
|
|
Reservierung 1
|
10.04.
|
-->
|
5 Stk.
|
|
|
Reservierung 2
|
17.04.
|
-->
|
11 Stk.
|
|
|
Reservierung 3
|
24.04.
|
-->
|
6 Stk.
|
--> Bedarfsmeldung, 17.04. Lieferschein bei Lieferzeit 1 Woche
|
11.1.9 Termin- und Kapazitätsplanung
- Durchlaufterminierung
Sie ermittelt die Beginn- und Endtermine
des Fertigungsauftrags anhand von Arbeitsplänen(Vorgabezeiten). Die
Arbeitsvorgänge werden den Kapazitätsgruppen zugeordnet.
- Kapazitätsbedarfsrechnung
Aufgrund der Arbeitsplandaten
werden die Maschinenkapazitäten belegt
- Kapazitätsangebotsermittlung
Das Kapazitätsangebot
wird zeitweise durch Urlaub, Krankheit oder Maschinenbruch
eingeschränkt.
- Kapazitätsabstimmung
Sie hat die Aufgabe das Angebot und
den Bedarf zueinander anzustimmen und die Aufträge zueinander zu
optimieren
- Reihenfolgeplanung
Die optimale Bearbeitungsreihenfolge ergibt
sich aus Rüstkostenoptimierung und Prioritäten.
- Bestellterminermittlung: aufgrund der
Wiederbeschaffungszeit wird der Liefer- und Bestelltermin errechnet.
- Bestellmengenfestlegung: der Nettobedarf wird
nach einer Bestellmengenoptimierung(Mengenrabatt, Bestellkosten,
Transportkosten, ...) zur Bestellmenge übergeführt.
- Lieferantenauswahl(Lieferanteninformationssystem):
nach Qualität, Lieferverzüge und Sonderverträgen
- Transportmittelauswahl
11.1.10 Auftragsveranlassung
Dazu gehüren die Funktionen:
Nach einer
Verfügbarkeitsüberprüfung wird der Werkstattauftrag
freigegeben.
Hier werden
Terminkarten, Laufkarten, Lohn- und Rückmeldescheine und
Materialentnahmescheine erstellt.
11.1.11 Auftragsüberwachung
Im einzelnen zählen die Funktionen:
- Arbeitsfortschrittserfassung
- Fertigungsauftragsüberwachung: hier wird der
Ausführungszustand überwacht, wieviel Prozent fertig sind)
- Kapazitätsgruppenüberwachung
- Kundenauftragsüberwachung(Informationssystem)
- Bestellüberwachung
Vor allem
werden als erstes die bestätigten Liefertermine der
Auftragsbestätigung eingegeben. Weiters muß eine Möglichkeit der
Bestelländerung vorliegen.
Die
kaufmännische Wareneingangskontrolle umfaßt die Überprüfung
des Lieferscheines auf offensichtliche Mängel wie z.B. Stückzahl,
Beschädigungen, ... Eine Qualitätskontrolle ist eventuell erforderlich
und im Qualitätsmanagementsystem definiert.
{Hilfsmittel der Planung und
Steuerung}
11.2 Informatorische
Grundlagen
11.2.1 Datenarten
{Datenarten}
Man unterscheidet:
- Zustandsdaten: sie liegen über einen
längeren zeitraum fest.
- Bestandsdaten: Anzahl der Mitarbeiter,
Betriebsmittel
- Stammdaten: Teilestammdaten, Personalstammdaten,
Materialstammdaten
- Ereignisdaten: sind kurzfristig sich
ändernde Daten
- Bewegungsdaten: enthalten alle Angaben zur
Identifikation des angesprochenen Stammsatzes, z.B. Zuordnung des Auftrags zu
einer Maschine
- Änderungsdaten: enthalten die Ämderung
der Stammdaten mit Zeitpunkt und jeweiligem Datenfeldinhalt, z.B.
Lagerentnahme
11.2.2 Die
Stammdatenverwaltung
11.2.2.1 Erzeugnis- und Teilestammdatenverwaltung
Hier werden alle sachbezogenen Informantionen über die für die
Fertigung der Erzeugnisse beteiligten Gegenstände gesammelt, z.B.
Materialien, Teile, Bezeichnung,... Für die Bearbeitung der
Stücklisten sind unbedingt Teilestammdaten
notwendig.
11.2.2.2 Stücklistenverwaltung
Stücklistenanwendung:
- Konstruktionsstückliste
- Fertigungsstückliste
- Bereitstellungsstückliste(Materialentnahmeschein)
- Bedarfsermittlungsstückliste
- Ersatzteilstückliste
Verwendungsnachweis:
Er enthält alle Gruppen und Erzeugnisse in denen ein Teil verwendet
wird, mit Angabe seiner Menge. Dient zur Optimierung des Sortiments und für
Untersuchungen von Nachfolgeartikel.
Erweiterung des Stücklistenaufbaus zur Erfassung von
Varianten:
Als Variante werden Ausführungsunterschiede in der
nächstniedrigeren Strukturebene bezeichnet.
Die
einfachste Möglichkeit Varianten zu erfassen besteht darin, die
verschiedenen Ausführungen einer Position untereinander in der
Stückliste aufzuführen.
Die
Variantenstückliste ist die Zusammenfassung mehrerer Stücklisten auf
einem Vordruck durch Einführung mehrerer Mengenspalten
{Tab}
- Grund- und
Plus-Minus-Stückliste
Die Plus-Minus-Stückliste in der
unter Bezug auf eine andere Stückliste(Grundstückliste) die
hinzukommenden und entfallenen Gegenstände aufgeführt sind. Wegen
ihrer einfachen Handhabung werden diese vor allem in der Einzel- und
Kleinserienfertigung zur Anpassung von Kundenwünschen eingesetzt.
{Tabs}
- Endformstückliste und
Gleichteileliste
Die Gruppe der Gleichteile stellt für die
Bedarfsermittlung eine künstliche Stufe dar.
11.2.3 Nummernsysteme
Eine Nummer kann Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen
beinhalten.
11.2.3.1 Aufgaben von Nummern
Mit Hilfe einer Nummer soll ein Objekt erkannt, bezeichnet, angesprochen
und eingeordnet werden. Damit ergeben sich folgende Aufgaben:
- Identifizierung: z.B. Zählnummern,
willkürlich festgelegte Nummern
Anforderungen:
- Eindeutigkeit
- Beständigkeit
- möglichst geringe Stellenanzahl
- Klassifizierung(Schlüssel): man nennt ein
Objekt klassifiziert, wenn es mit Hilfe einer Nummer einer Gruppe zugeordnet
werden kann.
Anforderungen:
- zweckorientierte Feinheit der Gliederung
- Anpassungsfähigkeit
- Systematik und
Übersichtlichkeit
11.2.3.2 Gestaltung von Nummernsystemen
Einen Vorschlag für die Klassifizierung macht die DIN6763.
Folgende Systeme werden eingesetzt:
- Klassifizierungsnummernsystem: hier wird mit
Hilfe einer Klassifizierungsnummer ein Teil eindeutig angesprochen. Konsequenz
ist eine hohe Anzahl von Nummernstellen
- Verbundnummernsystem: es besteht aus stark
verbundenen klassifizierenden und zählenden Nummernteilen
- Identnummernsystem: keine Klassifizierung
vorhanden
- Parallelnummernsystem: ist ein Nummernsystem bei
dem eine Identifizierungsnummer eine oder mehrere, von dieser unabhängige,
Klassifizierungsnummer aus eigenständigen Nummernsystemen zugeordnet
werden.
Anwendung von Verbundnummernsystemen,
wenn:
- wenige Klassen erforderlich sind
- die zu klassifizierenden Teile einfach und
trotzdem selbstsprechend sind
- die Klassenmerkmale für die meisten damit
arbeitenden Stellen wichtig sind
Ein Parallelnummernsystem ist
zu empfehlen:
- bei einer größeren Anzahl von Objekten
und verschiedenen Klassifizierungsmerkmalen
- wenn verschiedene Klassifizierungen ausgewertet
werden sollen
- wenn die Klassifizierungsmerkmale sich
ändern
können
11.3 Verfahren der
Fertigungssteuerung
11.3.1 Aufgaben, Probleme und Forderungen der Fertigungssteuerung
Die Fertigungssteuerung sorgt dafür, daß die in der Termin- und
Kapazitätsplanung festgelegten Ziele auch realisiert werden. Das Problem
ist eine Fülle von Störgrößen(Krankheit, Maschinenausfall,
Materialprobleme, Eilaufträge).
Folgene Kritik gibt es an bestehenden Fertigungssystemen:
- geringe Übereinstimmung zwischen
Planvorgaben und Realität
- immer aufwändigere Systeme lassen dem mann
vor Ort zu geringe Dispositionsräume
Daraus ergeben sich
folgende Forderungen:
- realitätsgerecht Abbildung der
Fertigungsabläufe
- logische und nachvollziehbare Darstellung der
Abhängigkeiten zwischen den vier zentralen Zielgrößen(Leistung,
Durchlaufzeit, Terintreue, Bestände)
Je nach Marktsituation
und betrachteter Betriebseinheit muß eine unterschiedliche Strategie
verfolgt
werden.
11.3.2 Konventionelle Systeme der
Fertigungssteuerung
11.3.2.1 Meistersteuerung
Verantwortlich für die Durchführung der Steuerungsaufgaben ist in
der Regel der Meister.
{Bild}
Die Meistersteuerung ist eine dezentrale Form der Fertigungssteuerung. Der
Meister bekommt die Reihenfolge der Abarbeitung, verwendete Werkzeuge und
Hilfsmittel unter Zuhilfenahme von Prioritätsregeln, Bestands- und
Terminlisten. Er besitzt aufgrund seiner ausführungsnahen Stellung den
größtmöglichen Überblick über Kapazität und
Qualität. Diese Steuerung ist nur dort anwendbar, wo lediglich zwei bis
drei Steuerungsaufgaben übernommen werden müssen. Der Nachteil ist oft
die Überlastung des Meisters. Die Folgen sind eine Vernachlässigung
der Führungsaufgaben, Qualitätsverschlechterungen und keine Zeit
für Späße. Eine Entlastung kann durch sogenannte
Terminjäger erreicht
werden.
11.3.2.2 Leitstandsteuerung
{Bild}
Es ist eine zentrale Form der Fertigungssteuerung. Der Meister und der
Vorarbeiter sind vom Entscheidungsablauf der Steuerung befreit. Die
Datenübertragung und -erfassung sind für zuverlässige Funktionen
eines Leitstandsystems von großer Bedeutung. Kosten für ca. 100
Mitarbeiter ca. 5 Mio.
ÖS.
11.3.2.3 Kanban-Steuerung
{Bild}
Kanban ist der japanische Ausdruck für Karte oder Schild. Ziel ist es
eine mindestbestandsorientierte Fertigungsdisposition einzuführen. Es ist
ein dezentrales Konzept der Fertigungssteuerung.
Folgende Grundelemente bestehen:
- Bildung vermaschter, selbststeuernder Regelkreise
für den Fertigungsprozeß(im Extremfall vom Lieferanten bis zum
Endkunden). Ein Regelkreis besteht aus einer Arbeitsstation und einem
vorgelagerten Puffer.
- Implementierung des Holprinzips für die
jeweils nachfolgenden Fertigungsstufen. Die nachfolgende Fertigungsstelle ist
als Kunde zu betrachten.
- Flexibler Personal- und Betriebsmitteleinsatz zur
Einführung teilautonomer Arbeitsgruppen.
- Fertigung von Tageslosen.
- Einführung der Kanbankarte als spezieller
Informationsträger(Identnummer, Skizze, Herkunft der Teile, Empfänger,
Transportinformation, Arbeitsanweisung, ...). Eine Kanbankarte ist in der Regel
jeweils einem standardisierten Behälter zugeordnet.
Für
die Produktionsstarts bzw. bei Änderung der Produktionsstückzahlen
wird der Mindestbestand der einzelnen Pufferlager verändert. Eine
Kombination mit EDV ist prinzipiell
möglich.
11.3.2.4 Belastungsorientierte Fertigungssteuerung
Um eine Verbesserung der Durchlaufzeit und der Termineinhaltungsproblematik
zu erreichen ist die Betrachtung des Zusammhangs der Größen
Durchlaufzeit, Bestand und Leistung erforderlich. Hierzu hat sich das sogenannte
Trichtermodell bewährt. Das Ergebnis stellt die sogenannte
Arbeits-Inhalts-Zeit-Funktion dar.
{Bild}
Das Prinzip der belastungsorientierten Fertigungsteuerung besteht darin,
die Durchlaufzeit als Zielgröße vorzugeben. Somit resultiert sich die
Auftragsfreigabe als Steuerungsgröße.
{Bild - Kopie}
Es werden nur jene Aufträge freigegeben, bei denen an allen
betroffenen Arbeitsplätzen die Belastungsschranke nicht überschritten
wird und die Aufträge innerhalb einer definierten Terminschranke(2-3
Wochen) bzw. mit Terminverzug zur Einplanung vorliegt. Weiters wird in einzelnen
Kapazizäzseinheiten eine Belastungsschranke vorgegeben, welche nur einen
bestimmten Arbeitsinhalt innerhalb einer Kapazitätsgruppe
zuläßt.
11.3.2.5 Steuerung mit Fortschrittszahlen
Das Fortschrittszahlenkonzept ist besonders für
Großserienfertigung geeignet. In jedem der Fertigungsbereiche(auch
Kontrollblöcke genannt), die von einen durch das Diagramm bestimmten Teil
durchlaufen werden, wird mit Hilfe der Fortschrittszahl der
mengenmäßig kumulierte Abgang mitgeschrieben. Daraus ergeben sich die
bereichsbezogenen Abgangskurven die den gesamten Durchlauf eines Teils
übersichtlich abbilden. Die Aussagen sind z.B. die Engpässe die sich
im laufe der Zeit bilden können. Der Vorteil liegt in der integralen
Betrachtung von Eingangs- und Ausgangsinformationen.
11.3.2.6 Das Optimized-Production-Technology-System
Das OPT-Konzept hat folgende zwei Grundaussagen:
- der Fertigungsfluß soll abgeglichen werden und nicht die
Kapazitäten
- Konzentration auf die Engpaßkapazizäten, deshalb wird das gesamte
Auftragsnetz in kritische und nichtkritische Kapazitäten aufgeteilt.
Rüstzeiten an Engpässen sollen möglichst vermieden
werden
11.3.3 Einsatzbereiche der Fertigungssteuerungsverfahren
11.4 Teilfunktionen der Produktionsplanung und
-steuerung
11.4.1 Bildung von Programm und Auftrag
Ein Programm ist eine für mehrere Perioden geltende Zusammenstellung
der von einem Betrieb oder Teilbereich einer Unternehmung nach Art und Menge zu
erfüllenden Aufgaben.
{Bild}
Aufträge bilden die Grundlage für die Durchführung von
Aufgaben in einer Unternehmung.
Zur Kennzeichnung des Auftrags gehören im
Allgemeinen:
- die Art des Auftrags und der auszuführenden
Arbeitsaufgabe
- die geforderte Menge
- die Angabe von Terminen
- die
Güovorschriften
{Bild}
programmorientierte Auftragsbildung:
Hier werden aus dem Absatz und Produktionsprogramm weitere Programme
abgeleitet und erst in einer niedrigeren Organisationsebene aus Programmen
Aufträge gebildet.
bestellorientierte Auftragsbildung:
Die Bestellung eines Kunden wird über mehrere Organisationsebenen in
Aufträge verschiedenen Umfangs bis hin zum Fertigungsauftrag
aufgelöst.
11.4.2 Mengenplanung
Die Umsetzung des Produktionsprogramms in die betriebliche Realität
fordert eine systematische Mengenplanung einerseits, sowie Termin- und
Kapazitätsplanung andererseits. Die Mengenplanung wird auch meist
Materialwirtschaft genannt.
Zusammenhang zwischen Lieferbereitschaft und
Kapitalbindung:
{Bild}
Eine hohe Lieferbereitschaft verursaht eine hohe Kapitalbindung, die nicht
erwünscht ist. Eine niedere Lieferbereitschaft verursacht
Produktionsstörungen. Damit ergibt sich ein Zielkonflikt.
Aufgaben und Funktionen innerhalb der Materialwirtschaft:
- Materialverwaltung und -überwachung, wie
z.B. Materialbestandsprüfung und Bewegungsverbuchung oder
Bestandsüberwachung und Inventur
- Materialdisposition, wie z.B. Bedarfsermittlung,
Losgrößenermittlung, Lieferantenauswahl oder
Bestellüberwachung
- Materialbereitstellung und -verteilung
- Materialflußgestaltung und
-transport
11.4.2.1 wichtige Materialwirtschaftliche Begriffe
- Materialbewegungen: sind durch Lagerzu- und
-abgänge die den Lagerbestand verändern repräsentiert.
Lagerzugänge sind z.B. Lieferungen von Material oder ausder Eigenproduktion
selbst hergestellte Einzelteile, Baugruppen oder Erzeugnisse. Man unterscheidet
zwischen geplanten Zu- und Abgängen(Entnahme für Kundenaufträge)
oder ungeplante Zu- und Abgänge(Verderb, Diebstahl oder Korrektur von
Fehlbuchungen).
- Materialbestand:
- neuer Bestand: =alter Bestand+Zugang-Abgang
- körperlicher Bestand: ist der
tatsächlich vorhandene Bestand
- dispositive Bestände: sind die Bestände
die noch nicht auf dem Lagerplatz sind, z.B. bestellte aber noch nicht
eingetroffene Lieferung
- reservierte Bestände: sind nicht mehr
verfügbare Bestände
- verfügbarer Bestand:
=Lagerbestand-Sicherheitsbestand-reservierte
Bestand
11.4.2.2 Bestandsführung
Wichtig ist eine richtige, lückenlose und aktuelle Buchung.
11.4.2.2.1 Inventur
Bei der Inventur muß regelmäßig nachgezählt werden ob
der physiische und buchmäßige Bestand übereinstimmt.
Man unterscheidet:
Bei der
Stichtagsinventur erfolgt an einem festgelegten Tag im Jahr(meist
Abschlußstichtag oder ein Tag kurz davor) die Zählung der gelagerten
Menge aufgrund einer Zählliste.
Bei dieser
Inventur ist die Verteilung der Zeitpunkte der Bestandsaufnahme auf das ganze
Geschäftsjahr aufgeteilt. Die einzelnen Lagerpositionen können zu
unterschiedlichen Zeitpunkten körperlich erfaßt werden. Folgende
Voraussetzungen müssen gegeben sein:
- alle Bestände, sowie Zu- und Abgänge
sind einzeln nach Tag, Art und Menge in Karteien einzutragen und
belegmäßig nachzuweisen.
- mindestens einmal jährlich muß eine
körperliche Bestandsaufnahme jeder Position durchgeführt werden.
- Stichprobeninventur
Sie kann nur
dort eingesetzt werden wenn Ist- und Sollbestand immer
übereinstimmt
11.4.2.2.2 vergangenheitsbezogene Bestandsführung
Hier werden die Zu- und Abflüsse der Artikel addiert bzw. subtrahiert.
Die saltierten Bewegungen ergeben den Bestand. Händisch werden diese
Bestände mit Lagerkarten durchgeführt.
{Bild}
mögliche Buchungsarten:
- INV Inventur
- GEZ geplanter Zugang
- UNZ ungeplanter Zugang
- GEA geplanter Abgang
- UNA ungeplanter
Abgang
11.4.2.2.3 zukunftsbezogene Bestandsführung
Anhand vorliegender Unterlagen, wie Fertigungsaufträge, ermittelt die
Materialplanung den Skundärbedarf. Diese Mengenermittlung ist Grundlage
für die spätere körperliche Entnahme. Aus Raumgründen und
aus Gründen der Flexibilität ist eine sofortige Entnahme des materials
nicht vorteilhaft. Voraussetzung für eine zukunftsbezogene
Bestandsführng ist die jederzeitige Online-Information der verfügbaren
Bestände bzw. disponierbaren Bestände.
{Bild}
- Lagerbestand: ist der physische Bestand zu einem
bestimmten Zeitpunkt.
- Buchbestand: der fortgeschriebene Bestand von
Lagerzu- und -abgängen.
- verfügbarer Bestand:
=Buchbestand-Reservierungen-Sicherheitsbestand+offene Bestellmengen
- Sicherheitsbestand: ist der Bestand an Material
der normalerweise nicht für die Produktion herangezogen wird. Er soll vor
allem beiunsicheren Bedarfsvorhersagen bzw. bei Verzögerungen bei der
Wiederbschaffung überbrücken helfen.
- Meldebestand: bei Erreichen wird ein
Bestellvorschlag ausgelöst. Er berücksichtigt normalerweise die
Wiederbeschaffungszeit, und zwar so, daß der Sicherheitsbestand nicht
angegriffen wird.
Meldebestand=mittlere
Entnahmegeschwindigkeit+Wiederbeschaffungszeit+Sicherheitsbestand
11.4.2.3 Materialbeschaffungsplanung
Die zentrale Frage bei der Beschaffungsplanung ist die kostenoptimale
Beschaffungsmenge.
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{Bild}
Berechnung der optimalen Beschaffungsmenge:
- Bestell- und Rüstkosten je
Periode
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- Gesamtkosten je
Periode[ÖS/Periode]
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mittlere
Beschaffungskosten/Auftrag: 900,-/Bestellung
jährliche Bestellmenge: 2000 Stk.
Preis/Einheit: 80,-/Stk.
Lagerzinssatz: 16,5%
|
Rabattverteilung
|
|
0-100 Stk.
|
+ 5 %
|
|
100-250 Stk.
|
+ 0 %
|
|
250-500 Stk.
|
- 2 %
|
|
500-750 Stk.
|
- 3 %
|
|
750-1000 Stk.
|
- 4 %
|
|
1000-1500 Stk.
|
- 5 %
|
|
über 1500 Stk.
|
- 6 %
|
|
Bestell-menge, Ferti-gungsmenge [Stk.]
|
durchschnitt-licher La-gerbestand [Stk.]
|
durchschnitt-licher La-gerwert [ÖS]
|
Lagerhal-tungskosten [ÖS]
|
Anzahl der Bestellungen pro Jahr
|
mittlere Beschaffungskosten [ÖS]
|
Rabattsatz
|
relevante Gesamtkosten [ÖS]
|
|
100,00
|
50,00
|
4000,00
|
660,00
|
20,00
|
18000,00
|
0
|
18660,00
|
|
250,00
|
125,00
|
9800,00
|
1617,00
|
8,00
|
7200,00
|
3200,00
|
5617,00
|
|
500,00
|
250,00
|
19400,00
|
3201,00
|
4,00
|
3600,00
|
4800,00
|
2001,00
|
|
750,00
|
375,00
|
28800,00
|
4752,00
|
2,67
|
2400,00
|
6400,00
|
752,00
|
|
1000,00
|
500,00
|
38000,00
|
6270,00
|
2,00
|
1800,00
|
8000,00
|
70,00
|
|
1500,00
|
750,00
|
56400,00
|
9306,00
|
1,33
|
1200,00
|
9600,00
|
906,00
|
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Lagerzinssatz:
ist der erfahrungsgemäß, für die Verzinsung des
durchschnittlich gebundenen Lagerkapitals. errechnete Zinssatz. Er wird noch um
die Kosten der Wertminderung des gelagerten Materials, die Kosten für den
Lagerraum. die Versicherung der Lagervorräte und die Pflege der Materialien
zu erhöhen sein. Dieser globale Lagerzinssatz liegt in der Regel zwischen
20 und 30% pro Jahr durchschnittlich gebundenen Kapitals.
Folgende Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt
werden:
- firmenbedingte Restriktionen
- technische Höchstbestellungen
- Lagerflächen
- Konkurrenzsituation
- Risikobeurteilungen
- lieferantenbedingte Restriktionen
- Verpackungseinheiten
- Mindestmengen
- Rabattstaffeln
- transportbedingte Restriktionen
- Transporteinheiten
- Transportverbote
Methoden der
Ermittlung des Materialbedarfs:
- deterministische
Bedarfsermittlung
Sie besteht in der exakten Bestimmung des
Materialbedarfs nach Menge und Termin. Die Ausgangspunkte für die
Ermittlung sind:
- Primärbedarf
- Bedarf je Mengeneinheit durch
Stücklistenauflösung
- Durchlaufzeit des Materials
- Beschaffungszeit des Materials
- stochastische Bedarfsermittlung
Sie
besteht in einer stochastischen Bestimmung des periodenbezogenen Materialbedarfs
indem aus den Verbrauchswerten der Vergangenheit auf den zukünftigen Bedarf
geschlossen wird.
- Bedarfsermittlung durch
Schätzen
Vor allem beim Primärbedarf für neue
Erzeugnisse kann nur diese Methode verwendet
werden.
11.4.3 Kapazitätsplanung und -steuerung
Sie plant und ermittelt die qualitative und quantitive Kapazität von
Menschen und Betriebsmittel.
zeitlicher Kapazitätsbestand: ist der Bestand in Zeiteinheiten je
Periode(Min/Woche oder Personen)
zeitlicher Kapazitätsbedarf: ist der Bedarf an Zeiteinheiten je
Periode(Min/Schicht)
{Bild}
{Bild}
Abstimmung von Kapazizäzsbedarf und -bestand:
Ziel ist die andauernde Deckung zwischen Kapazitätsbedarf und
-bestand. Man unterscheidet:
- Kapazitätsanpassung(Überstunden,
Verlagerungen und Versetzungen, Kurzarbeit)
- Kapazitätsabgleich: erreicht man durch
zeitliches vor- oder zurückschieben von
Aufträgen
11.4.4 Terminplanung und -steuerung
Sie beinhaltet die zeitliche Koordination sämtlicher an der
Auftragsentwicklung beteiligten Stellen. Dabei sind technologische Kriterien zu
berücksichtigen, die eine bestimmte Folge der Arbeitsschritte
vprweisen(Arbeitsplan). Die Einbeziehung betriebswirtschaftlicher Kriterien
führt zu kostenmäßigen Betrachtungen innerhalb der
Terminplanung(Rüstkostenoptimierung, Reihenfolgebestimmung)
11.4.4.1 Arten der Terminplanung
- auftragsorientierte Terminplanung(ohne
Berücksichtigung von Kapazitätsgrenzen): sie wird in der Regel bei
Einzelfertiger verwendet, da der Liefertermin unumstößlich ist.
- kapazitätsorientierte Terminermittlung: Hier
wird die vorhandene Kapazitätsbelastung und -grenze sowie die gegenseitige
Beeinflussung verschiedener Aufträge berücksichtigt. Typische
Vertreter sind
Serienfertiger.
11.4.4.2 Methoden der Terminplanung
- Vorwärtsterminierung: Ermittlung des frühesten Endes steht im
Vordergrund. Wird vor allem in der Einzel- und Prototypenfertigung
verwendet(ASAP).
- Rückwärtsterminierung: Ermittlung des spätesten Beginns steht
im Vordergrund(ALAP).
- Engpaßterminierung: Hier werden Engpaßkapazitäten belegt
und optimiert. Die anderen Arbeitsgänge werden vor- bzw.
rückwärts
terminiert.
11.4.4.3 Durchlaufzeit
ist die Sollzeit für die Erfüllung einer Aufgabe in einem oder
mehreren bestimmten Arbeitssystemen.
{Bild}
In den meisten Betrieben beträgt die Wartezeit
80-90%.
11.4.4.4 Durchlaufzeitverkürzung
- Verminderung der Zwischenzeiten
- bessere Planung
- Organisationsänderungen
- Überlappen von
Vorgängen
{Bild}
{Bild}
- Zuordnen von Prioritäten
- Vermiderung der Anzahl von
Arbeitsplatzwechseln
11.5 EDV und
PPS
11.5.1 wirtschaftliche Bedeutung von integrierten SW-Systemen
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hoch
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Konstruktion
Entwicklung
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Vertrieb
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PPS
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strategische
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Beschaffung
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Bedeutung
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Personalwesen
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Finanz- und Rechnungswesen
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niedrig
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betriebswirtschaftliche Bedeutung
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hoch
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11.5.2 Unterscheidung von Fertigungstypen
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Auftragsfertigung
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Stückfertigung
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Kundenauftrags-fertigung
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Chargen-fertigung -
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Prozeßfertigung
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Großserien-fertigung +
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Fließ-
fertigung
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Serienfertigung
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